casei, meliores alpinis caseis (Rotulus censuum sec. 13 in der sanktgallischen Handschrift 456). de Alpe Gamor tres partes lacticinii, quae per duos dies a Vaccis ibidem compacte fuerint, Portarie nomine. – Citatio Abbatis cellana bei J.v. Arx, Geschichten etc. I, 314. S. auch Grimm, Weistümer I, 191, "die Rechte von Appenzell". 260 Nec sua rura colo, nec sua jura volo! 261 "Tosen": an der Volksversammlung murmelnd rauschen. Wenn ein Vorschlag der Landesgemeinde Sprachschatz, p. 148. 262 ... dic illi nunc de me corde fideli
Tantundem l i e b e s , veniat quantum modo
luobes,
Et volucrum w u n n a quot sint, tot dic sibi
minna,
Graminis et florum quantum sit, dic et
honorum.
Ruodlieb fr. XVI, 11–15.
263 ... sélbum dia érda, dár si únbûhafte ist, hábent erfúllet tero lánglîbon mâniginâ in-wálden, íoh in∪fórsten, ioh in-lóhen, in∪sêwen, in∪áhôn, in∪brúnnôn. Notkers Paraphrase des Marcianus Capella lib. II, cap. 34, bei Hattemer Denkmale etc. III, 356. 264 S. Grimm, Deutsche Mytologie, p. 29. 265 Auch der heilige Gallus war von solchen Erscheinungen dämonischer Weibergestalten nude ad litus stantes, quasi ad balneum ingredi volentes, turpitudinemque corporis sui ei monstrantes, heimgesucht. Vita S. Galli bei Pertz, Mon. II. 9. 266 ... In nomine Domini mei Jesu Christi, recede ab hac valle. Sint tibi montes et colles communes nec tamen hic pecus laedas aut homines. Vita S. Galli bei Pertz, Monum. II, 9. Die Bären waren in jener Zeit häufige Besucher der Appenzeller Alpen und einige Plätze tragen noch jetzt den Namen zur Erinnerung an sie, z.B. Bärenbach, Bärental, Bärenalp. Seit die Touristen in jenen Revieren zahlreicher geworden, haben sie sich indes gänzlich zurückgezogen. – Die Geschichtsquellen liefern, Bären betreffend, eine so reiche Ausbeute, dass es einem fleissigen Mann nicht schwer fallen würde, sie in einer Abhandlung "über die Bedeutung und soziale Stellung der Bären im Mittelalter" zu verwerten. Wir erinnern an den Bären des heiligen Gallus, der ihm wie ein getreuer Diener Scheiterholz beitrug und Brot aus der Hand frass, – an die kunstreichen Tanzbären, die im Ruodlieb Fr. III, 85 u. ff. besungen sind und mit ihrem aufrechten Eimertragen und Reihentanz im Verein mit singenden Spielweibern den Zuschauern ein Vergnügen geboten haben mögen, von dem man begreift, dass die Geistlichkeit in besonderen Synodalbeschlüssen dawider eiferte. (Regino de eccles. disciplin. II, 213.) Die lex Alamannor. tit. 99, 12 schlägt das Wehrgeld eines zahmen Hausbären auf 6 solidi an – alles Beweise, dass man die Bären in Deutschland zu schätzen wusste, auch ehe ihr Stammverwandter aus den Pyrenäen zum Helden epischer Dichtung erhoben ward. 267 Flutterschnee, ein lockerer, leichter, nicht kompakter Schnee. S. Tobler, Appenzell. Sprachschatz, 196. 268 Tubas alio quam ceteri villani clanctu inflare didicerant. Ekkeh. IV, casus S. Galli, c. 3 bei Pertz, Monum. II, 103. Ein echter kanonischer Kuhreigen ist übrigens trotz der Untersuchungen der Gelehrten nicht festgestellt und im Gebirge schwanken die Ansichten derer, die als geborene Sachverständige ein festes Urteil haben sollten, so, dass die einen behaupten, der Kuhreigen werde gar nie mit Worten begleitet, während andere einen – jedenfalls alten und eigentümlichen Text mit dem Refrain "loba! loba!" zu geben wissen. Dem Verfasser wurde am Säntis auf die Frage nach dem Kuhreigen dadurch geantwortet, dass man das Alphorn vom rücken nahm und ihn blies, ohne ein Wort dazu zu singen oder zu jodeln. 269 Ekkehardus autem, notularum peritissimus, paene omnia haec eisdem notavit in tabula verbis etc. Ekkeh. IV, casus S. Galli, c. 16. Pertz, Mon. II, 140. Die sanktgallische Handschrift 270 gibt nähere Auskunft über die verschiedenen Arten von Geheimschrift, deren man sich allgemein bediente. S.W. Grimm, Über deutsche Runen, und Hattemer, Denkmale etc. I, 417, wo auch als Beilage in Steindruck mehrere genaue Faksimile mitgeteilt sind. Es ist auffallend, wie eine gewisse Ähnlichkeit zwischen diesen Charakteren und denen etruskischer Inschriften stattfindet. 270 Procop. bell. Vand. II, 6. 271 Die noch ganz an antike Gymnastik erinnernden Ergötzungen der sanktgallischen Schuljugend, wozu u.a. auch Wettrennen, Ringen mit gesalbten Händen, Stockfechten etc. gehörte, beschreibt Notker Labeo in seinem lateinischen Vakanzlied, mitgeteilt von J.v. Arx, Geschichten etc. I, 259. 272 Ev. Joh. III, 8. 273 Die sehr ins Auge fallende innerrhodische Kleidungsart ist unzweifelhaft die alte des appenzellischen Volkes. Tobler, Appenzell. Sprachschatz, p. 25. 274 "Der Z a u r ist ein einzelnes kurzes Gejauchze, das mit u h ó oder u b u h u h u i h u i ! bezeichnet werden kann." Tobler a.a.O., p. 453. 275 Appenzellischer Landbrauch. Noch vor wenig Jahrzehnten war die grosse Haustüre des Amtmann Tanner von Herisau voll der Köpfe von Gewild, wodurch das Volk ihm Liebe und achtung erzeigen wollte. 276 " G u m p e n