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scheint das Idol von Erz gewesen zu sein, das man für einen herheims Bericht noch im XV. Jahrhundert auf dem Grab des Egino stand. Es stach dem vornehmen Altertumsforscher Kaiser Max I. so in die Augen, dass er es, wie s.Z. den Neptunus vom Stadttor zu Ettlingen (Bader, Das bad. Land und Volk I, 329), kurzerhand entführte und in Innsbruck aufstellen liess. Nach einer Notiz in G. Schwabs Bodensee II, 293 befand es sich ums Jahr 1764 in der kurpfälzischen Altertümerkammer. 95 Benedictio vini novi. Handschrift 395. 96 ... erant autem dies vindemiae, quibus fratres ad obedientias (i.e. labores in agro) dimissi sunt per vineas. Ekkeh. casus S. Galli c. 3, Pertz Mon. II, 97. 97 Regula S. Benedicti cap. 31: de cellerario monasterii qualis sit. 98 S. die Edda übersetzt von Simrock, p. 14. 99 ... at illa de camera egressa salutans compatrem, hospitem illum dormire putans, optulit viro mustum, quo ille impigre hausto vaseque reddito mammam foeminae titillat assentientis. Ekkeh. IV. casus S. Galli c. 3. 100 ... hospes vero viso facinore exilit, illum scelestum inclamitans, comis apprehensum in terram dejicit, flagelloque, quo ad eqquum usus est, adhuc in manu habito acriter hominem cecidit adjiciens: "hoc, inquit, tibi Sanctus Gallus, S. Albani Frater, dedit!" Ekkeh. IV. casus S. Galli cap. 3, Pertz Mon. II, 97. 101 Dura viris et dura fide, durissima gleba! Notker. 102 Protospatar: Befehlshaber der Leibwache. S. Gibbon, geschichte des röm. Weltreichs, c. 53. 103 ... aegre exspectatus. 104 ... F o r t u n a t e , ait, qui tam pulchram discipulam docere habes g r a m m a t i c a m ! Ad quod ille, quasi caro assensu subridens, talia in aurem adversario reddit amico: S i c c u t e t t u , S a n c t e D o m i n i , Kotelindam monialem pulchram discipulam caram docuisti quidem d i a l e c t i c a m . Dictoque citius, cum ille nescio quid resibilare vellet, ab eo divertens, equo ascenso indignanter abivit. Ekkeh. IV, casus S. Galli c. 10, Pertz II, 124. 105 Die Ausübung des Weidwerks war eigentlich wider die geistliche Disziplin. Eine Augsburger Synode von 952 (Pertz, Monum. IV. 27) verbietet den Bischöfen und der Geistlichkeit überhaupt das Würfelspiel, die Jagdbelustigungen und das Hunde- und Hazung. 106 Sticmata: pictura in corpore, quales Scotti pingunt. Glosse einer sanktgall. Handschrift bei Hattemer, Denkmale etc. I, 227 u. 233. Die Sitte des Bemalens der Augenlider und des Tätowierens der arme scheint den Scoten und Iren damals gefallen zu haben. Die also eingeätzten Bilder mögen von roher, schier unverständlicher Hässlichkeit gewesen sein, wie dies aus den noch vorhandenen Miniaturen irischer Herkunft in den Handschriften geschlossen werden darf. Dieselben sind durch fremdartigen undwenn das Wort noch erlaubt istkeltisch unschönen Ausdruck sowie durch gänzlich barbarische Art der Darstellung sehr unvorteilhaft von den gleichaltrigen, von germanischer Hand gefertigten, verschieden. Der Christus am Kreuze mit seinem hufeisenförmigen arabeskenartigen Bart und verzwicktem mund und die als Tiergestalten gezeichneten Evangelisten haben etwas Fetischartiges. 107 Das Silbergeld bestand lang in einem Bleche, das so dünn wie Laub und nur auf einer Seite grob und tief gepräget war (nummi bracteati). J.v. Arx, Geschichten etc. I, 451. 108 "Sie wollen lieber Jäger als Lehrer, lieber kühn als mild, lieber verschlagen als herzenseinfältig heiWürfelspiel nicht. Sie gehen fleissig mit dem Spielbrett anstatt mit der Schrift, mit der Wurfscheibe anstatt mit dem buch um. Sie wissen besser, was dich ein Fehlwurf kostet, als was die Heilswahrheit fordert, verbietet oder verheisst, besser was der Glückswurf bringt, als was sie Gott zu danken schuldig sind ... Sie lassen sich silberne Schalen, Kannen von grosser Kostbarkeit, Krüge (crateres), ja Trinkhörner (conchas) von bedeutendem Gewicht und einer jedem Zeitalter verhassten Grösse machen. Sie bemalen ihre Weinkrüge und Schleifkannen, während die nahe Basilica von Russ erfüllt ist." Vogel, Raterius von Verona und das zehnte Jahrhundert I, p. 44. 109 Moengals Latein ist etwas verwildert. Wenn indes selbst Bischöfe in der Hofsprache sich klassischer Wendungen wie: sic omnes perriparii possunt bubus agricolantibus vetrenere (So kann jeder Bauer am Pfluge seinen Ochsen was vordröhnen) bedienten und Geschichtschreiber dies in ihren Text aufnahmen (Monachus San. Gall. gesta Karoli I, 19 bei Pertz, Mon. II. 739), so darf dem Latein eines Leutpriesters einiges zugut gehalten werden. 110 ... Moengal, postes a nostris Marcellus diminutive a Marco avunculo sic nominatus, hic erat in divinis et humanis eruditissimus etc .... Siehe die ganze geschichte seines Besuchs und Verbleibens im Kloster bei Ekkeh. casus S. Galli cap. 1. Pertz II, 78. 111 ... in campanarium S. Galli per gradus ad hoc quidem nobis paratos ascendere incipit, u t i o c u lis, quia gressu non licuit, montes camposque