der Regentin wahrscheinlich die Neugier angekommen sein mochte, das Kind des Gartenhauses kennen zu lernen, befragt sie ihren Wegweiser auf so manchen Gängen des Lebens, sehr herablassend – um die beste Route nach Cotignac, wohin sie eine Wallfahrt zu tun vorhabe – der einzige darauf folgende Brief meldet dem ehrwürdigen Vater ihre Zurückkunft, und befiehlt ihm, sich den Tag nachher bei ihrer Kammerfrau einzufinden, wo sie über eins und das andere mit ihm sprechen wolle, das jenes Kloster beträfe. – Noch ein paar andere weisen ihn an, Gelder zu Almosen in ihrer Schatzkammer zu erheben. Mit den Anweisungen auf ihre Schlafkammer ist es vorbei. Diese Briefe machen meine Verzweiflung. Man lernt doch in der Welt Gottes nichts daraus. Glücklicher Weise gibt noch eine heillose Epistel der Beauvais, die den ganzen Briefwechsel schliesst, zu merkwürdigen Mutmassungen Anlass, die uns künftig einmal bei einem Glase Punsch munter genug machen werden. Sie scheint eine Antwort auf einen Bericht des heiligen Fiacre zu sein, der sich auf einen andern vom Prior des Klosters bezieht. Jetzt will ich Dir nur den Anfang und das Ende davon zu Gute geben: Votre Saint-Jean ne vaut pas le diable avec sa maudite ressemblance. Il est incorrigible et fou à lier. Sa mère en est desolée, outrée et l'abandonne à son mauvais destin. Elle vient d'en instruire le roi qui saura bien que faire. – La reine, schliesst sich diese drei Seiten lange Urkunde, vous loue d'avoir brulé nos lettres. Faites de même avec celle-ci. Que rien ne reste après nous de tout ce qui a trait à ce damné. Je me recommande à vos prières. Wenn mich mein Gedächtniss nicht betrügt, dem freilich jetzt keine Bücher zu hülfe kommen, so trifft dieser Brief mit der Zeit zusammen, wo der König sein savoir faire geltend machte, und die eiserne Maske zuerst bekannt ward. Mein Herz blutet, wenn ich an das arme unschuldige, der Entsündigung ehebrecherischer älteren und der Staatskunst eines unmenschlichen Bruders geweihte Schlachtopfer denke. Ich spüre dem Gefühle nach, mit welchem der Gemarterte am Fenster seines einsamen Kerkers steht, und jenes Vultus tyranni auf die Scheibe kritzelt, die sich – wahrscheinlich sein einziger Nachlass – in meine Sammlung geflüchtet hat, als ob sie mich für meine Teilnahme an seinem Schicksal belohnen sollte. Wie betroffen werden die Geschichtschreiber in Frankreich und Deutschland – sie, die bald einen Herzog von Bukingham, bald einen Grafen Rantzau, und endlich gar den Kardinal Mazarin mit der Königin verkuppeln, einander anstaunen, wenn ich meine Dokumente bekannt mache! Die Beauvais verstand den Handel besser. Sie wusste sehr wohl, dass in solchen Angelegenheiten, wie sie betrieb, ein junger Barfüsser mehr, als alle Befehlshaber der weltlichen und geistlichen Miliz – und ein Fiaker mehr wert sei, als ein Staatswagen. Ich danke es dem heiligen mann noch in seinem grab, dass er diesen wichtigen Briefwechsel, statt, wie er seinen klugen Gehülfen weiss machte, dem Feuer – der schwesterlichen Treue übergab, und entweder vergass, die Rolle seiner Jugendjahre zurückzufordern, oder seinen Erben in ihr ein Kapital zu hinterlassen gedachte, das ihnen auch gewiss – wenn sie recht verstanden hätten es zu benutzen, hohe Zinsen hätte abwerfen müssen. Siehe doch zu, Eduard, dass Du seine Legende irgendwo auftreibst. Sollte sie sich denn nicht in einem Winkel der königlichen Bibliotek finden? Ich weiss zwar ungefähr, wie viel den Lobrednern der Heiligen zu trauen ist; aber zu geschweigen, dass die Wahrheit sich doch nicht so ganz verkleistern lässt, um nicht hier und da durchzuschimmern, so kommt es dem seinigen auch gar nicht in den Sinn, die Materialien, die ihm zu Gebote standen, zu verfälschen. Er stört nur in den gemeinsten Fripperien nach den Lumpen des Schaafpelzes, der dem Wolf hienieden ein so frommes Ansehn gab. Uns, die wir nun den ehrlichen Mann in sein wahres Licht gestellt sehen, kann ein solcher Umzug nicht blenden. Er trägt vielmehr bei, seine Physiognomie durch Vergleichung nur desto hervorstechender zu machen. So müde ich auch des Excerpirens bin, soll es mich doch nicht verdriessen, Dir aus dem Büchelchen noch eine und andere Parallelstelle zu dem vorliegenden Texte abzuschreiben.
Pag. 11. – Il naquit à Marly le 21. Febr. 1609. il reçut l'habit de Religion le 19. May 1631. agé de 22 ans. – On lui changea son nom de Denis en celui de Frère Fiacre de Sainte Margarite.
Pag. 38. Le Frère Fiacre penetré de reconnoissance pour les aumones de la reine, prioit le ciel de la rendre féconde – lorsqu' enfin 1638 des mouvemens intérieurs le sollicitoient, comme malgré lui, d'aller dire à la Reine qu'elle auroit un fils etc.
Extrait du procés verbal: Il se sentit une forte inspiration de faire trois neuvaines pour saluer la sainte vierge à Notre Dame de Paris, à Notre Dame de Graces en Provence et à Notre Dame de Victories; et Dieu qui voulut que la France eût obligation de son bonheur à ce pauvre Frère, accorda à ses prières le Dauphin attendu; car ses neuvaines finirent le 5 Decembre, neuf mois précisement avant que le roi naquit. Le 5 Septembre 1638 des les deux heures du matin la Reine fut en travail – à onze heures et 22 minutes avant midi le Roi étant à table fut subitement averti que la Reine accouchoit etc. Gazette et