. Der Herzog hatte bittere Rache an ihren Gütern genommen. 12 Siehe C. Pfaffs geschichte. I. 278. 13 Es sind dies Frondsbergs eigene Worte, die er zu Götz von Berlichingen sprach, und die dieser in seiner geschichte, Seite 83, anführt. 14 Die Eidgenossen verboten zuerst nur die Werbungen des Herzogs in ihren Landen, wie aus Sattler, Beilage Nr. 8 zum zweiten teil der Herzoge erhellt. nachher riefen sie ihre Leute ganz zurück, und zwar auf die Vorstellungen des Schwäbischen Bundes. 15 Ein gedrucktes Schreiben "des Bundes zu Schwaben an gemeine Landschaft zu Württemberg" dieses Inhaltes vom 24. Mart. 1519 findet sich in der Beilage Nr. 12 bei Sattler. 16 Sie zogen den 17. März ab. Der Herzog reiste sogleich nach Kirchheim um sie aufzuhalten, allein hier kam eine zweite Ordre unter Bedrohung des Verlustes ihrer Güter und der Leib- und Lebensstrafe nach Haus zu eilen. Sattler II. §. 6. Tetinger pag. 66. Interim cum Helvetiorum primoribus agunt foederati, missis in urbes eorum legatis, ne Ducis Huldrichi negotio belloque se nunc immisceant suos abscedere jubeant. 17 Sattler §. 6. Ausführlich führt diese Rede an: Tetinger comment. de reb. Würtemb. p. 66. 18 Diese Ergebenheit und Treue der Württemberger beschreibt am angeführten Ort Tetinger. Als einen sehr wichtigen Grund gegen die Angriffe Huttens führt sie auch Nicolaus Barbatus in seiner zu Marburg gehaltenen Rede auf. Vergl. Schradius II. 386. Wir machen auf diesen Umstand besonders aufmerksam, weil man gewöhnlich annimmt, es sei den Württembergern recht gewesen, dass man Ulerich verjagte; Tetingers Worte sind: "Als dies die Württemberger hörten, beklagten sie ihr Schicksal heftig, das ihnen nicht vergönne zu fechten. – Magno fremitu fortunam Nicolai Barbati; er sucht die Beschuldigungen Ulerichs von Hutten zu widerlegen: "Welcher Tyrann war den Seinigen wert? Ulerich lieben die Seinigen. Welcher Tyrann wird, wenn er verjagt ist, von seinen Untergebenen zurückgewünscht? Mit Bitten und Gebet wünschen sich seine Untergebenen den Herzog zurück und bitten die Götter, sie möchten ihnen den Herrn zurückgeben usw." 19 Ulerich beklagt sich mehreremal über die Nachstellungen seiner Feinde. Im Jahr I534 soll ein für ihn von Dieterich Spät gedungener Meuchelmörder gefangen worden sein. Sattler, Gesch. d. Herzoge, 3, Seite 47. Im Jahr I536 wurde im Amt Dornstätten ein Zigeuner verhaftet, welcher aussagte, von Herzog Wilhelm in Bayern für Ermordung des Herzogs drei Gulden bekommen zu haben. C. Pfaff, geschichte I. 288. Ein Beweis, dass solche Versuche vorkamen. 20 Diese Sage erzählt G. Schwab, der treue, freundliche Wegweiser über die Schwäbische Alb. Er hat sie in einer Romanze: "Der Bau des Reissensteins" der Nachwelt aufbehalten. 21 Ausführlicher beschreibt diese Operationen des Bundes Sattler in seiner Gesch. d. Herz. v. W. II. §. 6 usw. Man vergleiche hierüber auch die geschichte des Herrn von Frondsberg. 2. Buch und Friedrich Stumjagung des Herzogs Ulerich. 1534. und Spener, Histor. Germ. univers. L. III. C. 4. 23. 22 Dieser Verrat von Teck fand wirklich also statt. Vergl. z.B. Sattler II. §. 7. 23 Lebensbeschreibung Götzens von Berlichingen. (von ihm selbst geschrieben), edit. Pistorius. Nürnberg. 1731. 24 Sattler II. §. 9. Hierüber ist vorzüglich zu vergleichen Fried. Stumphardt, Chron. §. III. Die geschichte der Herren v. Frondsberg. Frankfurt a. M. 2. Buch, und Tetinger, Commentarius de Würt. reb. gest. Lib. II. 25 Bei dieser Belagerung wurde Georg von Frondsberg das Barett vom Kopf geschossen. So erzählen Sattler, Stumphardt, Tetinger u.a. 26 Diese Griechen sind eine sonderbare Erscheinung bei der Belagerung von Tübingen: man hiess sie Stratioten; ihr Hauptmann war Georg Samaras aus Corona in Albanien. Er ist in der Stiftskirche in Tübingen begraben. Ausführlich beschreibt sie Tetinger, Comment. de Würt. gest. 931. Crusius nennt sie vorzüglich berühmt im Lanzenschwingen. κονταριο φορουσιν 27 Man vergleiche über diesen Volkswitz des Freiherrn von Aretin Beiträge zur geschichte und Literatur 1805. 5. Stück, Seite 438. 28 In der Chronik des Georg Stumphardt über die gewaltsame Verjagung des Herzogs Ulerich, findet sich als eigener Artikel ein: "gereimter Spruch also lautend", wo in einer grossen Menge Knittelversen das Unglück des Herzogs und des Landes beschrieben ist. Aus diesem Gedicht sind jene Verse im Text entlehnt. 29 drei Hirschgeweihe, wovon die zwei obersten vier, das untere aber drei Eulen hat, sind das alte Wappen von Württemberg. 30 Diese merkwürdige Höhle haben wir nach der natur zu zeichnen versucht. Es bleibt noch übrig hier einige Notizen über ihre inneren Verhältnisse zu geben. Die Vorhöhle beträgt etwas über 150 Fuss im Umfange, von hier aus laufen zwei Gänge nach verschiedenen Richtungen, die aber nach einer Länge von beinahe 200 Fuss, wieder zusammentreffen. Auf diesen Wegen trifft man zwei Felsensäle, den einen von 100, den andern von 82 Fuss Länge. Wo diese Gänge sich vereinigen, bilden sie wieder eine Grotte; von hier aus rechts gegen Norden, mehr in der Höhe, liegt wieder eine kleinere kammer, es ist die, in welche wir den Leser zu dem vertriebenen Mann geführt haben. Die weiteste Entfernung