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, der Losen, und zuletzt die Grumhaut, die noch zu sehen ist."

Ich stimmte in allem bei.

Der Abend kam indessen immer näher und näher, und der Nachmittag war bedeutend vorgerückt.

Das Gewitter an dem Himmel war mir aber endlich besonders merkwürdig geworden.

Ich hatte den Ausbruch desselben, als ich den Hügel zu dem weissen haus empor stieg, um eine Unterkunft zu suchen, in kurzer Zeit erwartet; und nun waren Stunden vergangen, und es war noch immer nicht ausgebrochen. Über den ganzen Himmel stand es unbeweglich. Die Wolkendecke war an manchen Stellen fast finster geworden, und Blitze zuckten aus diesen Stellen bald höher, bald tiefer hervor. Der Donner folgte in ruhigem, schwerem Rollen auf diese Blitze; aber in der Wolkendecke zeigte sich kein Zusammensammeln zu einem einzigen Gewitterballen, und es war kein Anschicken zu einem Regen.

Ich sagte endlich zu meinem Nachbar, indem ich auf die Männer zeigte, welche weiter unten in der Niederung, in welcher die Wirtschaftsgebäude lagen, Gras machten: "Diese scheinen auch auf kein Gewitter und auf kein gewöhnliches Nachregnen für den morgigen Tag zu rechnen, weil sie jetzt Gras mähen, das ihnen in der Nacht ein tüchtiger Regen durchnässen, oder morgen eine kräftige Sonne zu Heu trocknen kann."

"Diese wissen gar nichts von dem Wetter," sagte mein Begleiter, "und sie mähen das Gras nur, weil ich es so angeordnet habe."

Das waren die einzigen Worte, die er über das Wetter gesprochen hatte. Ich veranlasste ihn auch nicht zu mehreren.

Wir gingen von diesem Feldersitze, auf dem wir nun schon eine Weile gesessen waren, nicht mehr weiter von dem haus weg, sondern nachdem wir uns erhoben hatten, schlug mein Begleiter wieder den Rückweg ein.

Wir gingen auf demselben Wege zurück, auf dem wir gekommen waren.

Die Donner erschallten nun sogar lauter, und verkündeten sich bald an dieser Stelle des himmels, bald an jener. Als wir wieder in den Garten eingetreten waren, als mein Begleiter das Pförtchen hinter sich geschlossen hatte, und als wir von dem grossen Kirschbaume bereits abwärts gingen, sagte er zu mir: "Erlaubt, dass ich nach dem Knaben rufe und ihm etwas befehle."

Ich stimmte sogleich zu, und er rief gegen eine Stelle des Gebüsches: "Gustav!"

Der Knabe, den ich im Heraufgehen gesehen hatte, kam fast an der nämlichen Stelle des Gartens zum Vorscheine, an welcher er früher herausgetreten war. Da er jetzt länger vor uns stehen blieb, konnte ich ihn genauer betrachten. Sein Angesicht erschien mir sehr rosig und schön, und besonders einnehmend zeigten sich die grossen schwarzen Augen unter den braunen Locken, die ich schon früher beobachtet hatte.

"Gustav," sagte mein Begleiter, "wenn du noch an deinem Tische oder sonst irgendwo in dem Garten bleiben willst, so erinnere dich an das, was ich dir über Gewitter gesagt habe. Da die Wolken über den ganzen Himmel stehen, so weiss man nicht, wann überhaupt ein Blitz auf die Erde niederfährt, und an welcher Stelle er sie treffen wird. Darum verweile unter keinem höheren Baume. Sonst kannst du hier bleiben, wie du willst. Dieser Herr bleibt heute bei uns, und du wirst zur Abendspeisestunde in dem Speisezimmer eintreffen."

"Ja", sagte der Knabe, verneigte sich, und ging wieder auf einem Sandwege in die Gesträuche des Gartens zurück.

"Dieser Knabe ist mein Pflegesohn," sagte mein Begleiter, "er ist gewohnt, zu dieser Tageszeit einen Spaziergang mit mir zu machen, darum kam er, da wir bei dem Kirschbaume sassen, von seinem Arbeitstische, den er im Garten hat, zu uns empor, um mich zu suchen; allein da er sah, dass ein Fremder da sei, ging er wieder an seine Stelle zurück."

Mir, der ich mich an den einfachen, folgerichtigen Ausdruck gewöhnt hatte, fiel es jetzt abermals auf, dass mein Begleiter, der, wenn er von seinen Feldern redete, fast immer den Ausdruck unser gebraucht hatte, nun, da er von seinem Pflegesohne sprach, den Ausdruck mein wählte, da er doch, wenn er etwa seine Gattin einbezog, jetzt auch das Wort unser gebrauchen sollte.

Als wir von dem Rasengrunde hinab gekommen waren und den bepflanzten Garten betreten hatten, gingen wir in ihm auf einem anderen Wege zurück, als auf dem wir herauf gegangen waren.

Auf diesem Wege sah ich nun, dass der Besitzer des Gartens auch Weinreben in demselben zog, obwohl das Land der Pflege dieses Gewächses nicht ganz günstig ist. Es waren eigene dunkle Mauern aufgeführt, an denen die Reben mittelst Holzgittern empor geleitet wurden. Durch andere Mauern wurden die Winde abgehalten. Gegen Mittag allein waren die Stellen offen. So sammelte er die Hitze und gewährte Schutz. Auch Pfirsiche zog er auf dieselbe Weise, und aus den Blättern derselben schloss ich auf sehr edle Gattungen.

Wir gingen hier an grossen Linden vorüber, und in ihrer Nähe erblickte ich ein Bienenhaus.

Von dem Gewächshause sah ich auf dem Rückwege wohl die Längenseite, konnte aber nichts Näheres erkennen, weil mein Begleiter den Weg zu ihm nicht einschlug. Ich wollte ihn auch nicht eigens darum ersuchen: ich vermutete, dass er mich zu seiner Familie führen würde.

Da wir an dem haus angekommen waren, geleitete er mich bei dem gemeinschaftlichen Eingange desselben hinein, führte mich über eine gewöhnliche Sandsteintreppe in das erste Stockwerk,