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stürzten erbittert hinzusie fanden im Ginsterbusch einen schwer verwundeten russischen Husaren in hellblauer Uniform. Er lag im Sterben und schien mit letzter Kraft das Pistol auf den verhassten Feind abgefeuert zu haben. Zehn Bajonnete durchbohrten seine Brust.

Das zweite Gesicht hatte sich erfüllt!8

Fussnoten

1 15 französische, 10 englische und 7 türkische. 2 Die englischen Truppen waren folgendermassen zusammengesetzt: Leichte Division des Generals B r o w n . 1. Brigade General C o d r i n g t o n , 3 Bataillone vom 7., 23. und 33. Infanterie-Regiment. – 2. Brigade General B u l l e r , 3 Bataillone vom 19., 77. und 88. Infanterie- und das 2. Jäger-Regiment. – I. Division unter dem Herzog C a m b r i d g e : 1. Garde-Brigade unter General B e n t i n k , 3 Bataillone Garde-Grenadiere, Coldstream und Schottische Garde-Füsiliere; 2. Brigade unter General C o l i n C a m p b e l l , 3 Bataillone vom 42., 79. und 93. Infanterie-Regiment. – II. Division unter General L a c y - E v a n s : 1. Brigade unter General P e n n e f a t h e r , 3 Bataillone vom 30., 55. und 95. Infanterie-Regiment; 2. Brigade unter General Adams, 3 Bataillone vom 41., 47. und 49. Infanterie-Regiment. – III. Division unter General E n g l a n d : 1. Brigade unter General G e o r g e C a m p b e l l , 3 Bataillone vom 1., 38. und 50. Infanterie-Regiment; 2. Brigade unter General E y r e , 3 Bataillone vom 4., 28. und 44. Infanterie-Regiment. IV. Division unter General C a t h c a r t : 1. Brigade unter General G o l d i e , 3 2. Brigade unter General T o r r e n s , 3 Bataillone vom 20., 63. und 68. Infanterie-Regiment. – Die Feld-Artillerie bestand aus 1 reitenden und 3 Fussbatterieen zu je 6 Geschützen. – Die leichte KavallerieBrigade des Lord C a r d i g n a n zählte 10 Schwadronen. 3 Die französische Armee zählte bei der Landung folgende Truppenteile: I. Division unter General C a n r o b e r t : 1. Brigade General E s p i n a s s e , 4 Bataillone vom 1. Zuaven- und 7. Linien-Regiment und 1. Jäger-Bataillon; 2. Brigade General V i n o y , 4 Bataillone vom 20. und 27. Linien-Regiment und das 9. Jäger-Bataillon. – II. Division unter General B o s q u e t : 1. Brigade General d'Autemarre, 4 Bataillone vom 3. Zuaven- und 50. Linien-Regiment und 1 Bataillon afrikanische Jäger; 2. Brigade General B o u a t : 4 Bataillone vom 6. und 82. Linien-Regiment und das 3. Jäger-Bataillon. – III. Division unter Prinz N a p o l e o n : 1. Brigade General M o n e t , 4 Bataillone vom 2. Zuaven- und 3. See-Regiment und das 19. Jäger-Bataillon; 2. Brigade General T h o m a s , 4 Bataillone vom 95. und 97. Linien-Regiment. – IV. Division unter General F o r e y : 1. Brigade General L o u r m e l , 4 Bataillone vom 19. und 26. Infanterie-Regiment und das 5. Jäger-Bataillon; 2. Brigade General d ' A u r e l l e , 4 Bataillone vom 39. ten 1 Sappeur-Compagnie und 12 Geschütze. Die Artillerie-Reserve unter Oberst Roujoux bestand aus 4 Batterieen zu 24 Kanonen. 4 Der Vorgang bei der Landung ist historisch. 5 Abteilung von 100 Mann. 6 Eine deutsche Meile. 7 Hochländer. 8 Der Vorgang ist verbürgt.

Ssewastopol

Wir haben den Leser bereits ein Mal in den Conferenz-Saal der neuen Admiralität auf der Südseite von Ssewastopol geführt und verlegen unsere Scene wiederum dahin.

Wie damals füllten Offiziere aller Grade und Waffengattungen den Vorplatz und die Räume des grossen Gebäudes. Nur sah man diesmal eine grosse Anzahl der Versammelten die Spuren des furchtbaren Kampfes an der Alma in Binden und Pflastern tragen. Die alte Admiralität war zum zweiten Marine-Hospital eingerichtet und dort lagen die langen Reihen der zerschmetterten Kranken im Wundfieber.

Fürst Menschikoff war nach der Schlacht, ohne die Defensiv-Stellungen an der Katscha und dem Beljbek weiter zu beachten, um die Bai von Sebastopol und über die nachmals so berühmt gewordene Traktir1-brücke von Inkerman hinter die Tschernaja nach der Südseite Sebastopol's zurückgegangen, eine möglichst starke Garnison in den nördlichen Festungswerken zurücklassend. Wir haben bereits erwähnt, dass die alliirte Armee wegen der starken Verluste in der Almaschlacht jede Verfolgung aufgegeben. Erst am 22. September brach sie auf und rückte nach dem Beljbekfluss und nahm am Abend dieses Tages eine Stellung auf den Höhen dieses Flusses im Angesicht der