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"Schickt, wen Ihr wollt, nur den Neger nicht, den können wir hier besser gebrauchen, und haltnoch Einsin Helena ist gestern ein Mann angekommen, der nach Little Rock will, um das Land zu kaufen, was uns hier gerade gegenüber in Arkansas liegt. Er wird morgen früh von Helena aufbrechen und reitet einen Schimmel –"

"Ist er allein?"

"Neinder Mailrider ist bei ihm und wird das Uebrige besorgen. Bis Strongs Postoffice müssen die Beiden aber zusammen reiten. – Der Fremde wird dort nicht übernachten, weil es ihm zu teuer ister will noch das drei Meilen von Strongs entfernte Haus erreichen. – etwa zwei Meilen von Strongs auf der rechten Seite könnte er vielleicht ein Licht sehenIhr versteht mich."

"Schon gutich glaube nicht, dass wir auf dem land drüben belästigt werden. – Was soll aber mit dem Mädchen geschehen, das die Burschen gestern eingebracht habenes ist ganz wie von Sinnen. Ich glaube, das Ding ist verrückt geworden."

"Die Pestwer hiess Euch die Dirne an Land nehmen," rief Kelly, unwillig dabei mit dem fuss stampfend – "gab ich nicht dem Kentuckier ganz bestimmte Befehle, sie bei Seite zu schaffen? Der Bursche wird mir zu eigenwilligich fürchte –"

"Ich trau' ihm auch nicht recht!" flüsterte Blackfoot, "Bolivar hat mich neulich auf ein paar Sachen aufmerksam gemacht, die mir gar nicht recht gefallen –"

"Der Neger hat ein gutes Augeer soll schärfer auf ihn Acht habensind die beiden entladenen Boote versenkt?"

"Jaich habe sie ein paar Meilen stromab geschicktes werden sonst zu viel hier in der Nähe."

"Recht sogut wär's vielleicht, die Trümmer von einem oder zweien dicht an der kleinen Insel hier unten zu zeigendas schreckt Andere vom Landen zurück."

"Von dem Dampfboot sagen wir auf der Insel noch nichts?"

"Wir werden's nicht wohl verheimlichen können," meinte Kelly nach kurzer Pause. – "Es muss gemeinschaftlich bezahlt werden, und da wollen wir uns auch gemeinschaftlich darüber beraten. Wo ist denn das eingebrachte Mädchen jetzt?"

"Es war in Nr. 2, hier gleich oben," brummte Blackfoot, "aberMrs. Kellyhatte Mitleiden mit dem armen Dinge undnahm es zu sich."

"Was? Georgine hat die Dirne in's Haus genommen?" zürnte der kapitän – "ei Höll' und Teufelsie weiss doch, dass ich das nicht leiden kann. – Sie muss fortsie muss augenblicklich fort, Blackfoot. Du wirst mir Bolivar herschickenes sind überdies zu viel Frauen hiergibt es Etwas, was mich um unsere Sicherheit beben macht, so ist es das. Unsere gesetz bestimmen sogar, dass nur zwölf Weiber auf der Insel bleiben sollen, und diese Gefangene ist die achtzehnte."

Der kapitän ging mit festverschlungenen Armen und zusammengebissenen Lippen schnellen Schrittes vor der Tür der Halle hin und her, aus der jetzt wieder die leisen Töne der Violine herausschallten. Seine Aufmerksamkeit ward aber bald den von Helena kommenden Bootsleuten zugewandt, die in diesem Augenblicke, Einer hinter dem Andern, den schmalen Pfad heran kamen und, in das geöffnete Tor gelassen, hier ihren Führer begrüssten. Dieser aber, ohne den Gruss mit Wort oder blick zu erwidern, fragte nur ernst und fast unwillig:

"Wo sind die Briefe?"

"Hier, kapitän," sagte Peter oder der Narbige, unter welchem Namen er schon bei dem Leser eingeführt wurde – "d e n Brief hier gab mir der Postmeister noch zwei Minuten vorher, ehe wir abfuhren."

Kelly nahm die Papiere an sich und schritt gegen seine eigene, dicht am Waarenhause liegende wohnung zu; ehe er diese aber erreichte, blieb er noch einmal stehen und sagte, zu Blackfoot gewandt:

"Den Neger schickt Ihr mir, und sollten von Arkansas die Pferde noch in dieser Nacht eintreffen, so lasst sie die Nacht ruhen. Morgen früh aber, sobald sie Kräfte genug haben, eine neue Reise anzutreten, müssen zwei von Euch in das Innere gegen Osten aufbrechen. Ist Sander nicht mitgekommen?"

Ein junger schlanker Mann mit langen blonden Haaren und blauen Augen, der, wenn ihn nicht jetzt der schwerfällige, trunkene blick entstellt hätte, für schön hätte gelten können, schwankte vor und sagte lallend:

"kapitän Kelly – j'ai l'honneurichich habe diehabe die Ehre –"

"Schon gut, Sanderleg' Dich hin und schlaf aus, ich brauche Dich morgen früh notwendigalso gute Nacht." – Und ohne weiter eine Erwiderung seiner Worte abzuwarten, schritt er zum haus, in dessen Tür er verschwand.

Die übrigen Männer blieben noch eine Weile in dem inneren Hofraume stehen, und Sander, der augenscheinlich an diesem Abend des Guten zu viel getan, murmelte halblaut vor sich hin, während er die hände tief in die Taschen schob und der "Bachelors Hall" zuschwankte:

"Verdammt kaltblütig das von Kellyich brauche Dich morgen früh notwendigso, kapitän? Wirklich?" Er wandte den Kopf und starrte mit seinem glanzlosen, halbtrunkenen blick nach dem hellen Lichtschein hinüber, der durch jenes dicht verhangene Fenster fiel – "so,