mit dem Haus selbst in Verbindung steht.
Husfield hat etwa siebenundzwanzig Pferde, Alles gerechnet, mit Füllen und Hengsten, von denen er gewöhnlich acht füttert. – Die letzteren aber dürfen wir nicht berühren, er würde sie schon am nächsten Morgen vermissen und ist ein zu guter Waldmann, als dass er uns nicht auf der Fährte bleiben sollte. Die übrigen weiden, unter der Führung eines jungen, dreijährigen Hengstes, draussen im Freien."
"Er darf ja im Frühjahr keinen Hengst frei herumlaufen lassen," unterbrach ihn Johnson.
"Ich weiss wohl," fuhr Rowson fort – "er tut's aber doch. Jetzt wenigstens, dessen bin ich sicher, ist der Hengst noch draussen und kommt j e d e n Abend regelmässig an die Fenz der Umzäunung – nach ein paar Stuten, denen er, auswendig herumtrabend, wiehernd seine Liebeserklärung macht, und kehrt dann wieder in den Wald, nach seinem gewöhnlichen Schlafplatz, zurück. Ihm folgt der ganze Trupp, und das ist der Zeitpunkt, sich der besten zu bemächtigen, denn die Bewohner des Hauses achten nicht viel auf die Tiere. Ich bin zweimal dort eingekehrt, um dessen auch gewiss zu sein."
"Wenn man die Stuten aus der Umzäunung nehmen könnte," meinte Weston schmunzelnd, "dann hätte man nachher die ganze Herde und könnte so schnell reiten, wie die Tiere laufen wollten."
"Ja, und hätte am nächsten Morgen etwa zehn oder zwölf von den Schuften, mit Büchsen und ellenlangen Messern, auf einer Fährte hinter uns her, der ein Blinder mit dem Stock folgen könnte," rief Rowson dagegen. – "Nein, sicher müssen wir gehen, denn wir wollen nicht allein nicht erwischt sein, sondern auch jeden Verdacht vermeiden, und das können wir nur dadurch bezwecken, dass wir die Sache so vorsichtig wie möglich anfangen. An der Mühle dürfen Die, welche die Pferde entführen sollen, sich ebenfalls nicht blicken lassen. Am besten ist's, man geht gleich da, wo die Strasse den Springcreek berührt, hindurch, an's andere Ufer, was zufällig des Weges Kommende zu der irrigen Meinung veranlassen wird, die Reiter hätten hinüber nach Dardanella gewollt. An der Ecke der Fenz, eben da, wo sich der Weg links abzieht, ist noch dazu ungemein steiniger Boden, und eine Fährte, über den Weg zurück, kann kaum bemerkt werden. Was nachher zu tun ist, wenn man sich erst einmal an Ort und Stelle befindet, brauch' ich Euch nicht weiter zu sagen, das wisst Ihr gut genug."
"Wer geht aber?" brummte Cotton unwillig, "Ihr gebt uns so gute Lehren, als ob Ihr selbst gar nicht mit zur Partie gehörtet. – Wir haben's das letzte Mal riskiert, es ist nicht mehr als recht und billig, dass jetzt zwei Andere ihren Hals dransetzen."
"Noch dazu, da Ihr so sehr gut dort in der Gegend bekannt seid," warf Weston ein. "Andere, die alle jene beschriebenen Pfade erst suchen müssen, würden sehr viel Zeit dabei verlieren."
"Wahr – wahr, in vielen Stücken," meinte Rowson lächelnd, "aber, junger Mann, Johnson und ich haben, wie schon gesagt, das letzte Mal fast mehr Angst und Gefahr ausgestanden als Ihr Beiden, die Ihr bloss die Pferde a b h o l t e t . Doch es sei – ich biete mich zu Einem der 'Abholenden' an, bestimmt Ihr den Andern; doch nur unter der Bedingung, dass ich bloss verpflichtet bin, die Entführten bis an die Mamelle zu schaffen, das heisst bis auf den Bergrücken, der die wasser der Mamella vom Fourche la fave trennt. Dort an den Quellen des Creeks wollen wir zusammentreffen, und von da an mögen die anderen Beiden die Pferde nach der Insel befördern."
"Dann wär's das Beste, dass Ihr und Johnson den ersten teil übernähmt; Weston und ich wollen sie dann schon in Sicherheit bringen."
"Halt da" – rief Johnson – "dem schurkischen Husfield gehe ich nicht freiwillig auf's Land – Ihr wisst vielleicht nicht, dass wir vor vierzehn Tagen einen Streit mit einander hatten, in dem ich – das verdammte Pistol schnappte und der Schuft schlug mich nieder. – Ich bin der Canaille dafür etwas schuldig" – fuhr er zähneknirschend fort – "möchte das aber nicht auf seinem eigenen Grund und Boden abmachen, das spräche nachher vor Gericht gegen mich. – Nein, lasst lieber das los bestimmen, wer gehen soll; wir können ja Grashalme ziehen."
"Ach was, Grashalme," brummte Cotton – "die Jagd soll entscheiden. – Wir wollen morgen früh alle Vier – oder vielmehr mir drei, da Rowson diesmal Freiwilliger ist, nach verschiedenen Revieren aufbrechen, und kommen hier den Dienstag Morgen wieder zusammen. Wer morgen die meisten Hirsche schiesst, oder überhaupt die beste Jagd macht, ist frei."
"Einverstanden!" rief Rowson, "das ist ein guter Einfall, da geh' ich auch mit, und wenn es nur des Spasses halber wäre."
"Meinetwegen," sagte Johnson, "wir sind Alle gute Jäger und das Glück mag entscheiden, wer von uns diesseit oder jenseit der Mamelle Pferdefleisch zu befördern bekommt; also morgen früh. Wir müssen aber auch eine Gegend bestimmen, dass wir einander nicht in die