s Hund), die sich auf ihn warfen, sondern sprang die steile Uferbank hinab in den Fluss, und Bär, Roberts, Poppy und Watch verschwanden gleichzeitig in der über ihnen zusammenschlagenden, trüben Petite-Jeanne.
"Wah!" sagte Assowaum lachend, als er, sich mit der Linken an einem jungen Stamme festaltend, über den Uferrand hinabschaute, "der weisse Mann hält merkwürdig fest." Ehe jedoch einer der übrigen Jäger den Kampfplatz erreichen konnte, tauchten die Untergesunkenen wieder empor, und Roberts, keineswegs durch den freilich etwas unerwarteten Sprung ausser Fassung gebracht, zog den jetzt verendeten Bären mit den beiden Hunden, die ihren Halt selbst unter dem wasser nicht hatten fahren lassen, an's Ufer und nahm sich erst dann Zeit, zu der Stelle hinaufzusehen, von der er so urplötzlich, und keineswegs freiwillig, heruntergekommen war. Hier begegnete er dem blick Harper's, der verwundert zu ihm hinabschaute und ausrief:
"Holla, Roberts, was zum Henker macht Ihr da unten mit der Bestie? wie sollen wir sie denn jetzt wieder heraufbekommen?"
"Ja, wenn ich selbst nur erst oben wäre," erwiderte lachend der Gefragte – "herunter ging's' merkwürdig leicht, jetzt möchte' es aber seine Schwierigkeiten haben."
"Warte!" rief Assowaum – "ich schaffe Rat."
"Warten?" meinte Roberts mit komischer Wehmut, "ich möchte wissen, was ich Anderes tun könnte, als warten; wer in so einer Falle drin sitzt, wie ich hier, hat gut warten."
"Ist denn der Bär fett?" fragte Harper.
"Ziemlich!" erwiderte Roberts, die Flanken des Tieres, das neben ihm noch halb im wasser lag, befühlend, "wollt Ihr Euch nicht selbst überzeugen?"
"Danke schön," lachte dieser, "ich glaube Euch auf's Wort, habe auch wirklich keine so gewaltige Eile."
Assowaum hatte indessen einen kleine Hickory abgehauen, den er dort, wo er zuerst auszweigte, abhakkte und nun den ganzen obern teil von den Aesten befreite, diese aber doch noch so weit stehen liess, dass sie eine Art leicht zu ersteigender Leiter bildeten. Dann erkletterte er eine kleine Weisseiche, die an einer Cypresse in die Höhe wuchs, und hieb von dieser eine dünne Weinrebe, so hoch er sie erreichen konnte, ab. Zuerst liess er nun den schlanken Stamm zu Roberts hinunter, und dann reichte er ihm das eine Ende der Rebe, wobei er ihm bedeutete, die Hunde einen nach dem andern daran fest zu binden. Mit hülfe des Gürtels und Taschentuchs war das leicht geschehen, und jene, durch die vereinten Kräfte der Männer hinaufgezogen, waren bald oben auf der Uferbank.
"Wie bekommen wir aber jetzt den Bären herauf?" fragte Harper – "der Kerl wiegt wenigstens seine dreihundert Pfund, und ohne Stricke werden wir ihn wohl unten lassen müssen!"
"Ahem!" nickte Assowaum – "das ist auch gerade recht – seht Ihr die zwei Stücke faulen Holzes hier am Wasserrande? – die wälzen wir in's wasser – binden den Bären daran fest, und Assowaum geht mit, den Fluss hinunter. Eine und eine halbe Meile von hier wohnt Mister Bahrens. – Ihr Anderen nehmt die Pferde und reitet am Rohrbruch hinunter. Mit Sonnenuntergang sitzen wir Alle bei Mister Bahrens."
"Ein köstlicher Einfall, Assowaum," rief Roberts, der jetzt mit grosser Gewandteit an dem dünnen Stamm emporstieg und bald wieder bei den Uebrigen war, "ein köstlicher Einfall. Bahrens hat überdies einen Weg bis zum Fluss hinunter gegraben, und da können wir unsere Beute mit grösster Bequemlichkeit auf's Trockene legen."
"Aber höre, Assowaum!" rief Curtis, als sich der Indianer schon mit grosser Geschicklichkeit an die Ausführung seines Vorschlages machte, "wenn Du über Bahrens' Haus ankommst, da, wo wir im vorigen Sommer den Honigbaum fällten, dann binde doch Dein Fahrzeug eine Weile dort irgendwo an und komm erst o h n e den Bären zum Haus. Bahrens prahlt immer so fürchterlich mit der Menge von wild, das er erlegt, und wir wollen doch einmal sehen, was er für Lebensmittel im Haus hat. Sei also vorsichtig, dass er Dich nicht mit Deiner fetten Ladung bemerkt."
Der Indianer lächelte und nickte mit dem Kopf, äusserte aber weiter nichts mehr und war bald emsig beschäftigt, die zwei Klötze in den Fluss zu rollen und den Bären dann mit abgeschälten Stücken HickoryRinde festzubinden. In kaum einer Viertelstunde hatte er Alles in Ordnung, legte seine Büchse über den Bären, der durch die leichten Holzstücke teilweise über wasser gehalten wurde, und stiess, teils hinterher schwimmend, teils watend, das sonderbare Fahrzeug vor sich den Fluss hinunter.
"So ein Indianer ist im wald gar nicht so übel," meinte Harper endlich, als die Rotaut hinter einer Biegung des Flusses verschwunden war, "höchst praktische Einfälle haben die Burschen, und was sie sich erst einmal im kopf zurecht gemacht, führen sie auch aus. – Aber hallo: – da kommt Hartford, der Krämer; hol' mich Dieser und Jener, wenn ich den nicht ganz vergessen hatte."
"Nun sagt mir nur, was Ihr für curiose Dinge treibt?" rief der sich durch die Büsche Arbeitende, – "wo ist denn der Bär?"
"Assowaum stösst ihn den Fluss