, wird ume son e Löhl sy! Nun, über dieses Verwundern darf man sich bei solchen Notabilitäten nicht verwundern, geschah es doch sogar einem gewissen (Löhl darf man nicht sagen) Badbeschreiber in Deutschland, das heisst einem Solchen, der für Geld oder freies Logis mit Kost gewisse Bäder rühmt, dass er sich gröblich wunderte, wie auf irgend einer Strasse irgend ein ordinärer Mensch nicht wusste, wer er sei. Nun er wird gemeint haben, wenigstens unter seinesgleichen sollte er bekannt sein.
So ein junger Bursche war natürlich tief unter ihm, und er liess es Resli auch gehörig fühlen mit Manieren, Bemerken und Widersprechen, wie man es alle Tage hören und sehen kann, wo Notabilitäten zu sehen sind. Resli war bescheiden, aber nicht katzenbucklicht, er gab Bescheid, passte dabei aber auf gelegenheit wie die Katze auf die Maus, aber lange umsonst.
Endlich fragte der Bauer: "Du wirst den Hof erhalten?"
"Allweg", sagte Resli, "und wenn Ihr mir die Tochter gebt, so gibt sie eine Bäurin, die öppe de Kümi nicht zu spalten braucht." "Es gibt Höfe droben", sagte der Bauer, "ich möchte sie nicht geschenkt, und wenn man Schulden darauf hat, so wäre man ringer Polizeier, der doch noch öppe all Tag Brot bekömmt, bald hie, bald da. Es wird gemacht sein, du wirst den Andern doch öppe nicht viel müssen herausgeben?" "Gemacht ist nichts", sagte Resli, "aber öppe hart halten wird man mich nicht, sie sind alle gut gegen mich, und es meint öppe Keins, dass zLiebiwyl kein Bauer mehr sein sollte. Der Hof ist öppe nicht ganz eben, aber stotzig Land ist doch auch keins, und wenn einer zu ihm sieht, so wäre da unten in den Dörfern öppe nicht manches Haus, in welchem Platz hätte, was auf demselben gemacht wird."
"Ich habe heute vernommen, dass mir Laden nicht kommen, welche ich gekauft zu haben meinte; jetzt habe ich zwei oder drei Bäume zu wenig. Fände ich bei euch welche? Du hast mir letztin davon gesagt, dass ihr Holz verkauft?"
" Oh, aparti verkaufen wir nicht Holz, aber wenn jemand mangelt und wir können ihm einen Gefallen tun, so sagen wir es ihm nicht ab", sagte Resli, "In unserm Holzschopf wird wohl etwas von Laden sein, was Euch anständig wäre; kommt und sucht Euch aus."
" So, habt ihr Vorrat auf den Kauf hin ?" fragte der Bauer. "Nein, aparti nicht. Aber wenn etwas Abgähndes ist im wald oder andres, das mehr schadet, als ihm aufgeht, so machen wir es im Winter nieder, und was Laden gibt, tun wir zur Säge. Der Vater meint, man wisse nie, was es geben könne, und wenn man es brauche, so habe man es. Es sei ihm nichts mehr zuwider, als wenn man erst die ganze Welt aus gumpen müsse, ehe man an etwas hin könne."
"He, wennd meinst, ihr habet Laden, einen Baum zwei Zoll und zwei andertalbzöllige, aber saubere, so wäre es möglich, dass ich die andere Woche hinaufkäme, wenn man etwa ein Ross entmangeln kann." "Deren", sagte Resli, "haben wir zum Auslesen, und wenn Ihr mehr mangelt, so braucht Ihr auch nicht weiter. Aber von wegen der Tochter möchte ich fragen, wärs Euch wohl anständig?" "He", sagte der Bauer, "pressiere wird das öppe nit sövli, man hat danach alle Zeit, davon zu reden, und ds Meitschi ist uns nit sövli erleidet, dass das so eis Gurts gehen muss. Man kann immer noch davon reden, und wenn ich die andere Woche hinaufkomme, so gibt vielleicht ein Wort das andere."
Weiter konnte es Resli nicht bringen, trotz allen diplomatischen Redensarten, und als er sagte, die Sonne sei schon teuf und er habe weit, so gab man ihm nicht zu verstehen, dass er bleiben könne, sondern man sagte, die Tage seien lang und finster werde es nicht, um zehne komme der Mond. Er musste aufbrechen, lud aber vorerst noch grausam ein, dass der Bauer die andere Woche ja nicht fehlen und Frau und Tochter mitbringen solle; sie seien doch noch nie da oben gewesen. Dass das Weibervolk die ganze Welt sehe, meinte der Bauer, halte er nicht für nötig; wenn er sie an alle Orte führen sollte, wo sie nicht gewesen, so hätte er mehr zu tun, als er möchte, und sei z'alte für noch anzufangen. Mehr wollte er nicht sagen, und mehr liess er ihn nicht sagen, weder zu einem Zeichen noch zu einem Worte hinter seinem rücken gab es Zeit oder Raum; er begleitete Resli bis auf die Strasse und hütete Haus und Strasse mit scharfen Blicken, dass keine Maus was Geheimes hätte tun können, geschweige denn ein Meitschi. Erst als er sich überzeugt hatte, dass Resli in der Ferne wirklich verschwunden, ohne Versuche zu weiterer Annäherung, ging er ins Haus zurück und nahm die Weiber scharf ins Gebet: Wie der dahergekommen, was sie mit ihm gehabt und warum sie ihm aufgewartet hätten, als ob er bereits Hochzeiter wäre.
Die Mutter machte sich ganz unschuldig. Sie wies das Zuckerstöcklein vor (den Kaffee verschwieg