mit mr hest und de e Plätz wyt mit mr heichunst, so zahl ich dir e Halbi, u wes sy muess, no für e Krüzer Käs u für e halbe Brot, aber meh nit. Und ih ha ds Mul längs Stück off vrgesse u nit gwüsst, was das bidüte söll, vo wege, es ist Eues Annelisi gsi, wo mih süst ume usglachet ha un ds Gspött mit mr triebe, u ha gmeint, es well jetz o. U won ih nüt säge, seit es du: Los Hans Uli, kannst mir es Gfalle tue, es sy da zweu Raubtier hinger mr, grüslig Burste, ih weiss nit, sys Ratsherresühn oder sust Unghür, eis git sih für e Dokter us u ds angere für e Mediziner; weiss nit, was das ist, aber eine ist zottleter as dr Anger, u wüester u uflätiger tuet üse Melcher nit un ist doch e Länder. Vor dene förchte ih mih, und ih bigehre dSchang nit, dass mih dLüt by ne bim Wy gseh oder mit ne tanze. Ih ha ds Zuetraue zu dr, du layist mich öppe nit im Stich. Ih ha nit gwüsst, wos so mit mr gredt het, stange ih uf em Kopf oder uf de Füesse, aber es ist emel du mit mr zfriede gsi, un eis het ds anger gä, un ih ha müesse gseh, dass ih ihm nit sövli zwider bi, as ih geng glaubt ha. Aber hundert Ränk ha es doch gha, bis es mir endlich nachegseit un erlaubt ha, dass ihs abfordere dörf. Aber dabei hat es nicht sein wollen, wie es öppe anständig gewesen und ich es auch gemeint. Gehen könne ich seinetalb, aber vor Mitternacht sehe es dann niemand daheim, hat es gesagt."
"Es ist immer das Gleiche", sagte Christen, "nit es Bös, selb nit, es ist mr lieb, und wenn es sih öppe gsetzt het, su gits no e rechti Husfrau. Aber jetz hets dr Kopf no voll Fuge und es meint, wenn me nit dr Narr tryb all Tag, su syg das nit glebt. Aber das wird ihm auch vergehen, noch wie mancher Andern, ohne Wallisbad. We dus wage witt mit ihm, su ist mr dSach recht, aber bsinn dih recht, es ist es Ketzers Meitschi." "He ja", sagte Hans Uli, "ih has erfahre" – da war es Christen, der dem Tenn zunächst sass, er höre awas hinter dem verschlossenen Tore. Es könnte etwa eine ihrer Jungfrauen sein, dachte er, die müssten doch ihre Nasen in allen Ecken haben, stand auf, rascher als gewöhnlich, tat ds Töri auf; da dünkte es ihn, einige Burden Roggenstroh, welche in der Ecke aufgeschichtet waren, bewegten sich, er deckte ab, und siehe da, hinter denselben sass sein Töchterlein und horchte aufs Scheltwort.
Christen musste herzhaft lachen, und das Meitschi war nicht einmal verlegen. Es hätte es wunder genommen, wie so ein Bürschli einem Vater einen Heiratsantrag mache und was man nebenbei von ihm sage, es werde da wohl etwas zum Vorschein kommen, das es sonst nicht zu hören bekäme, und akkurat so sei es gegangen, sagte es. "Du", wandte es sich zu Hans Uli, "du hättest dann nichts zu sagen brauchen, dass ich dich geheissen, mit mir zu kommen, und gäb ich dich wolle, ist auch noch die Frage; es kommt darauf an, was der Vater sagt, bestimmt verheissen habe ich dir nichts." Verlegen stunde der arme Hans Uli da, bis Christen sagte, es hätte gehört, was er gesagt, und Gspass treibe man mit solchen Dingen nicht. Aber er hülfe es noch nicht vor die Leute lassen und einstweilen davon schweigen. Es sei nächstens heilig, da könne man ohnehin nicht verkündigen lassen, und dann sei es ihm auch wegen Resli, dem würde sein Unglück neu aufrüchen, wenn es schon jetzt eine Hochzeit geben sollte. Öppe der Mutter müsse man es sagen und zwar noch diesen Abend, es werde ihr ein Trost sein, von wegen, wenn man so leichtsinnige Meitscheni habe, so wüsste man nie, was man noch an ihnen erleben müsse. Hätten sie einmal gemannet, so könne der Mann zusehen und hüten.
Da ward Annelisi halb böse und meinte: "So, Vater, wenn ich euch so viel Kummer gemacht habe, so ist es Zeit, dass ich gehe, aber ich habe doch gemeint, ich führe mich auf, dass ihr öppe nicht viel z'förchte hättet." "Ich klage nicht über dich", sagte Christen, "aber wie schwach ein Mensch ist, weiss er selbst gewöhnlich zuletzt, und wenn er mit Ehren durchkömmt, so hat man es unserm Herrgott z'danke, nicht ihm, ghörst!" Es war die sogenannte heilige Zeit im Herbst, die der Bettag schliesst, welcher vor der tür stand.
Heilige Zeit – als ob nicht jede Zeit und jeder Tag zu unserer Heiligung uns gegeben, Gott geweiht sein sollte! Aber der Mensch findet so gerne mit Gott sich ab, gibt ihm etwas, das Übrige will er apart haben und gebrauchen nach seinem Sinn. Einige Tage nimmt er sich etwas in acht, nennt dieses heilige Tage, glaubt damit Gott einstweilen abgefunden, geht getrost ans alte Leben wieder hin und