das Zeugnis ab: sein Meister müsse doch wirklich ein braver Mann sein, unter Hunderten hätte das nicht einer getan.
Und wie der Meister so bei ihm stunde, so ging das Herz ihm immer mehr auf, es düechte ihn, er möchte ihn doch neuis fragen. Aber er redete doch von etwas anderm, und wenn der Meister gehen wollte, so fing er wieder etwas Frisches an, aber doch nicht das Rechte. Endlich sagte der Meister: "Es ist Zeit, dass wir niedergehen, gute Nacht." "Gute Nacht, Meister," sagte Uli, "aber wenn es dr gleich wär, so hätte ich dich gerne noch was gefragt." "He was de?" sagte der Meister. "He, es ist mir wunderlich gegangen mit ds Hubechbure Käti. Das hat mir neue so zuechegredt, dass es scheint, als hiesse es dort nicht Nein, wenn ich es begehrte. Das muss ein bsunderbar werchbar Mönsch sein, in alle Spiel zu brauchen, es geht für einen Knecht. Und für einen, der nicht viel hat, muss da ein grosses Vermögen sein, das wäre ein schöner Anfang. Käti hat mir so um die Stauden herum geschlagen, dass es mir auftäte, wenn ich käme, und es zweiet mir sich, ob ich gehen solle. Da habe ich gedacht, ich wolle dich fragen, du meinest es gut mit mir und könnest mir die beste Auskunft geben."
"Für was mangelst du einen Knecht?" fragte der Meister. "Knecht mangle ich aparti keinen," sagte Uli, "aber ich habe geglaubt, Käti wäre eine rechte Frau für mich." "Jä so," sagte der Meister, "aber du hast mir an Käti ausgestrichen, was zu einem guten Knecht gehört und nicht zu einer Frau; und eine Frau und ein Knecht sind nicht nur ganz verschiedene Krebse, sondern ein guter Knecht kann eine schlechte Frau und ein schlechter Knecht eine gute Frau sein. Was trägt es dir ab, wenn deine Frau den Knecht macht und von der Haushaltung so viel versteht als ein Gusti vom Geigen? Und so ist es mit Käti. Es mäht und mistet, wie Mädchen das können, und trappet dir den Mist mit den blossen Füssen, dass er ihm bis weit über die Stumphosen hinaufspreiset; aber eine repetierliche Suppe, die man von irgend einem Gschlüder unter, scheiden kann, ist es nicht imstande zu machen. Die Mutter macht die Haushaltung, und nur wenn sie krank ist, chaaren dTöchtere i dr Pfanne herum und sagen, sie müssten kochen, und kochen dann, dass es eine eigeliche Sau nicht fressen möchte. Zu den zeiten, wo sie meinen, sie müssten etwas Apartes haben, oder wenn der Vater nicht zu haus ist, tätschlet eine jedere für sich. Wenn sie nur viel Anken und Eier und Mehl vergeuden können, so meinen sie, die Sache müsse auch gut sein. Keine kann dir ein Loch plätzen; ich glaube nicht, dass eine noch je eine Nadel in den Fingern gehabt hat. Es ist da ein schrecklicher Hausbrauch; es sind Sachen genug, jedes braucht, so viel es kann, und niemand achtet sich wieviel. Deswegen sind die Leute nicht reich; da geht es eher zurück als vorwärts, wie es allentalben geht, wo keine Ordnung ist. Eine Tochter wird da niemals viel erhalten, Käti mag sagen, was es will: das Vermögen ist im Land, das nehmen die Buben, und die Meitscheni können luegen, was sie kriegen. Von den Basen aus dem Aargau habe ich auch schon gehört, aber das sind nur so Zuckerstengel, die sie den Leuten durchs Maul ziehen. Ich wüsste gar nicht, woher sie Basen im Aargau haben sollten. Es geht nicht um diese Meitlein, sie rühmen viel zu fast, da denkt man, es hätte sich nötig. Schon ihre Mutter hat es so gehabt. Sie hätte mich auch bei, nahe gefangen, und ich wäre mich übel reuig geworden. Ich glaube, du bekämest Käti, aber was wolltest du mit ihm? Geld kriegtest noch lange keins, du könntest hingegen dort Knecht sein ohne Lohn, Sühniswyb. Oder wenn du etwas anfangen wolltest, so könntest du eine Jungfrau anstellen für die Haushaltung zu machen, während Käti dir den Mist vertrappet. Dann würde Käti nirgend genug sehen, und wenn es nicht die Milch von vier Kühen verchaaren könnte, so würde es über Mangel und Not schreien. Du glaubst nicht, was man mit Baurentöchtern oft angeführt ist, aus denen man das grösste Wesen macht und die aus einem grossen Wesen heraus kommen. Die wissen oft in Gottes Namen nichts als gradane dryschla, nie genug zu sehen; wenn sie nicht bis an den Hals in der Milch und im Anken flotschen können, so meinen sie, es gehe ihnen übel, und wenn nicht immer der Schneider hinter ihnen, die Näherin vor ihnen ist, so sehen sie aus, dass man nicht weiss, was hinten und vornen ist. Und wenn man nicht Jungfrauen vermag oder die nicht mehr Verstand haben als die Meisterin, so weiss man oft in einem solchen haus nicht, wo trappen, und das Essen ist, wie wenn es die Hühner ab dem Mist gekratzet hätten. dafür wollen sie manchmal Pflug halten, meinen, was das sei, wenn sie einige Tage im Jahre vom Morgen früh bis am Abend spät mit dem