1841_Gotthelf_136_43.txt

, ich wolle ihm es zeigen, wenn er wolle; und da habe ich ihn dreimal auf den rücken geschlagen, gäb er mich einist. Da hat er gesagt, es sei im ganze Bernbiet keine Küherstochter, die mich möchte, und es werde nicht mancher Küherssohn sein. Aber wie hat er afe ein Gesicht gemacht, wo ich ihm einist habe helfen melken und immer geng zwei Kühe gmolchen habe, gäb er eine wohl. Da hat er gesagt: Es sei verflucht schad, wenn ich nicht eine Kühersfrau gebe. Es könnte einer denken, er wäre glücklich, wenn er mich bekämte; der wüsste dann, dass er eine Frau hätte, und der könnte ausbieten: Im Bernbiet und im Länderbiet gäbt es kei selligi. Aber da hat unser Ätti gesagt, und ds Augewasser ist ihm gekommen, uf my armi wien e Husbrunne, er begehre nicht, dass einer käme, und wenn ihm einer die beste Kuh im Stall wegnähmte, es ginge ihm nicht so übel, als wenn ich ihm fortkämte, und es müss nichts mehr zu machen sein, sonst lasse er mich nicht. Und darauf ist er ins Stübli gegangen und ist mit einer ganzen Handvoll Neutaler herausgekommen und hat mir sie gegeben und hat gesagt: Eine ganze Scheube voll reuten ihn nicht für mich, wenn es sein müsste. Und im Aargau habe ich vier reiche Basen, und wenn es z'machen ist, so erben wir sie alle; und die kommen nie zDorf, dass sie mir nicht Kittlen und Fürtücher mitbringen von den schönsten, wo es gibt, und wenn sie fortgehen, so drückt mir eine jedere noch Silber in die Hand, so viel sie hämpfelen kann. Die sagen aber allemal, erst wenn sie mich sähen, werde es ihnen recht leid, dass sie keinen Sohn hätten, wie der afe glücklich mit mir sein könnte. Im ganzen Aargau seie Keine, die mir nur von weitem die Zechen längte. Sie hätten es schon manchmal drunten gesagt, und es nähme sie wunder, dass nicht ganze Haufen aus dem Aargau gekommen seien, die mich hätten haben wollen, denn da wäre ich doch andere Rustig als ihre bauelige Meitscheni, wo man könne abenangereluege. Aber das seien gar ynbildisch leute da unten; die meinten, es gäbe nirgend etwas Gutes als in ihrem Ärgäu, wo dr Wy eim dZäng abfress und dRüebe eim dr Buuch verderbe und verkälte, dass längs Stück nüt as Ischzäpfe von eim gingen." Der Vater hätte schon manch, mal gesagt, wenn es wollte bei ihm bleiben und die Basen gestorben seien und sie dieselben geerbt hatten, so wollte er ihm einen Stock bauen lassen, wie in der ganzen Stadt Bern keiner sei, und Land zum Pflanzen müsste es genug haben. Da könnte es sich lassen wohl sein, besser als manche Herrenfrau. Es wisse es noch nicht, sagte Käti, wie es es machen wolle. Ja, ein schöner Stock sei schön, und so gut haben sein Leben lang sei auch schön. Aber es wisse es nicht; so ein werchbar Mensch, wie es sei, fürchte es, es hätte nur Längizyti. Was es doch anfangen wollte so alleine? Es düechs immer, wenn so einer käme, der ihm anständig wäre, es wollte noch lieber mannen. Es hätte schon Manchen haben können; aber einen jedern nehme es nicht, es wolle dann nadisch auslesen, es könns, und wenn ihm Keiner anständig sei, so hätte es sonst zu essen, und dann sei es noch früh genug mit dem Stock. Es sehe nicht auf den Reichtum, es hätte schon Solche haben können, die zahlte Heimet gehabt hätten und grosse, aber dPerson habe ihm nicht gefallen. Es wolle e Hübsche und e Freine, auf das Geld brauche es nicht zu sehen, es bekäme für ihn es und noch einen genug. Es düechs, wenn es so einen bekäme, es wollte sich nicht lange besinnen, und die Eltern hätte es nicht zu scheuen, bsungerbar wenn der öppe bei ihnen bliebe. Wenn einer käme, öppe e rechte Bursch, der ihm anständig wär, und sagte, er wolle Käti ne öppe la, solang sis manglete, und wenn man ihn öppis schätzte, so wolle er auch kommen, so glaubte es, sie würden ihm mängs tusig, mal lieber Ja sagen als dem Reichsten, wenn der ihn es fortnehmen wollte. Sie hassten die Diensten afe gar, denen seis nicht zu breichen. Wunderselten treffe man einen an, der öppe zufrieden sei mit dem, wie man es selbsten habe, und sie hätten es nadisch bei ihnen gut; aber sie meinten, man solle die Erdöpfel selbst fressen und ihnen eiertätschlen. Ja, wenn sie alle wären wie er, sagte Käti, so wollte sie nichts sagen, aber Solche treffe man unter Hunderten nicht einen mehr an. "Es nimmt mich my armi nur wunder, dass du immer dienen magst; so einer wie du, e sellige tolle Bursch un e huslige, der scho öppis i de Fingere hät, der kann öppe öppis anfangen, wenn er will, und wenn ihm das nicht pressiert, so kann er eine Frau bekommen, wo er zu essen hat, wenn er schon nicht Knecht ist. Es wäre Manche froh, wenn sie so einen genommen hätte statt so einen reichen Gytgnäpper, der ihr nichts gönnt und ihr alle Tag vorhält, wie reich er sei." Die Mutter hätte