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1520, 6. Februar, wurde das Land Karl V. überlassen. 222 000 Gulden den Bauern bezahlt. Vierzehn Jahre blieb es unter österreichischer herrschaft, er litt alles, Briefe durften nicht nach Paris, verpfändete Mompelgart, Hohentwiel machte Kosten. Selbst Landgraf Philipp von Hessen bot ihm an, fremde Höfe zu besuchen.

Die österreichische Hofhaltung war kurz, alles ward zum Schuldenzahlen bestimmt.

1533 trennte sich der Schwäbische Bund, Landgraf Philipp gewinnt sein Land durch die Schlacht bei Lauffen am Neckar 1534, 13. Novbr. 1547 musste Ulrichs Pferd die Knie vor dem Kaiser beugen, er war hart und karg gegen seinen Sohn Christoph.

Ulrich ward wieder eingesetzt 1534.

1535 wurde die Reformation in Württemberg nach Vorschrift der Augsburger Konfession von Ulrich eingeführt. Erhardt Schnepf von Wimpfen und Ambrosius Blaurer von Konstanz waren die Führer. Leonhard Verich von Schnapf ordiniert; als er seine erste Predigt hielt in Waiblingen und das Lied anstimmen liess: "Es ist das Heil uns kommen", so sprangen die päpstlichen Priester und Kapläne im Aufruhr empor.

Die Waiblinger waren gute Komödianten. In Waiblingen hat ein Mönch das Osterlied: "Christ ist erstanden" dem anzustimmen befohlen, der Herr im haus sei, darauf haben alle geschwiegen, dann hat er unter den Frauen die aufgerufen, welche Herr im hausda haben alle angefangen.

1487 war das letzte Turnier in Waiblingen.

Waiblingen führt drei Hirschhörner im Wappen.

Von Klodwig stammen die Staufen, die Waiblinger stammen daher. Das Kriegsgeschrei war bei der Armee: "Dirs belf, hin Wölf." Bei der Armee Konrads, des Königs Sohn, schrieen spöttisch die Waiblinger: Wo er den Winter erst gefangen, um ihm zu zeigen, dass er auf dem blossen Bauch für Landsleute gekämpft habe. Frundsberg, der erste ritterliche Staatsmann in Deutschland, fest und stark in seiner Meinung, spanische Heimlichkeit und italienische List durchschauend und verachtend, innig überzeugt, dass bei Herrschern wie Maximilian und Karl V. nichts Grosses für Deutschland gedeihen könne, mit Luter allein zufrieden, das Heil Deutschlands von seiner allgemeinen Reformation erwartend. Darum wollte er den Papst stürzen, da liess ihm der Papst die Krone anbieten, wenn er den goldnen Strick um Luters Hals gelegt habe. Anna von Württemberg liebte ihn und sucht seinen Aufentalt auf alle Weise zu erheitern.

Vorsätze zum Anton

Unmittelbarkeit in allem, Ausführlichkeit. Meiden aller grellen Effekte. Das Ende soll bestimmt sein, ehe die neue Bearbeitung angefangen wird, eine Zeit, welche durch ihr Bestreben zum Allgemeinen alle besonderen Ansprüche aufhebt. Anton zerstört Hohenstaufen und die Kronenburg.

Die Kinder des Fuchs haben sich überzeugt, der Stamm lasse sich nicht durch Gift und Mord unterdrücken, so wollen sie ihn durch Verführung verderben. Um sich nicht gegen Gott zu empören, muss der Mensch einen inneren geheimen Feind auf Erden suchen. Diese Geheimnisse entwickeln die neue Zeit; als sie gebildet, erlöschen jene wie Mondschein am Tage.

Trennung von DeutschlandSchmalkaldischer Bund, hier entsteht der grosse Streit zwischen wahren und falschen Deutschen, sie trennen sich. – Die Auflösung ist endlich, dass die Krone Deutschlands nur durch geistige Bildung erst wieder errungen werde. So löst sich die Frage: Ein teil des Menschengeschlechts arbeitet immer im Geist, bis seine Zeit gekommen. Zum Seestaate. – Von den Bibern. Die Namen der Schiffe, dabei die geschichte aller deutschen Helden.

Eberhard der Gelinde, der den Adel in Heinsheim fing, der machte, dass sie sich ergaben und allen verzieh.

Georg von Ehingen, der Sieger über die Züricher.

Die Verbindung mit den Meergeusen wird angedeutet.

Politisches Interesse im Bauernkrieg

1. Die Grafen von Stock und die übrigen Edelleute suchten auf diesem Wege ihre Ansprüche gegen die grösseren Fürsten und den Kaiser geltend zu machen.

2. Seger oder Baader, wie er in der Umarbeitung heissen soll, hatte mit der Dienerschaft der Kronenburg das Interesse eine völlige Gleichheit hervorzubringen und Schweizerverfassung.

Bauernkriegder Bundschuh bei Speier 1503.

1514 Der arme Konrad im Rheintalhier kann die Veranlassung sein, dass Anton fortgeführt worden, Cras. VI 181.

1519 wurde Württemberg an Karl V. verkauft. Die Bauern sagten, dass sie die Knechtschaft abschütteln wollten, die seit Klodwig sie belastet.

1526 werden im Württembergischen allerlei Zeichen wegen des Bauernkriegs gegeben und den Bauern die Waffen genommen, auch die Leute von bestellten Reitern untersucht.

1536 wurden alle Bilder weggeschafft, gleichzeitiges Auftreten der Jesuiten.

In der Zeit zwischen dem ersten und zweiten Bauernaufruhr hat sich alles geändert, im ersten waren sie noch fremder Absicht untertan, beim zweiten arbeiten sie schon für sich.

Zeitgenossen von Anton.

Peter Vischer der ältere, im Jahre 1519 brachte er das Sebaldusgrab mit seinem Sohn zu stand; 1540 das Gitter. Sein Monogramm, zwei Fische. Sein Sohn war ein Ungeschickter, eigentlich ein Handwerker, sein Ruf gering. Das Haus jetzt Bierschenke zum goldnen Bären. Pfarrhaus zu St. Sebald mit dem Chorerker; die bunten Fenster gemalt von Veit Hirschvogel.

1513 Melchior Pfinzing, Verfasser des Teuerdank, kaiserlicher Rat, war Probst zu Sebald, nachher zu Mainz.

Der Taufstein in der Sebaldkirche ist sehr schön von einem unbekannten Meister.

Adam Kraft, Steinhauer: Die begebenheiten Christi 1492 und das Sakramentshäuslein zu St. Lorenz, 1500 fertig.

Veit Voss, ein Bildschnitzer, 1518.

Nach den Statuten der Malergilde mussten die Gesellen wandern. Hans Schorel 1495 bei Altmar geboren, 1512 studierte in Augsburg bei Cornelius, in Utrecht bei Mabuse