Geburt und ihrer Würde (Tochter Karls V.). Anton bestimmt sie, den Weg zu Ende zu gehen bis er ihr folge. Die Kronenwächter erwarten töricht aus dem Bauernaufruhr ihr Aufkommen, sie begünstigen ihn, können ihn aber nicht lenken, die Zigeuner führen Anton mit dem Satanas Seger den Bauern zu und vertrauen ihm die Absicht der Kronenwächter, er wird ein leidenschaftlicher Verfechter der Bauernfreiheit – Zweifelhaftigkeit der edlen, als er unter Metzlers Bande ist. Götz, Ulrich von Schwaben, Graf Georg von Werteim, sind über Luter ergrimmt; Georg Truchsess von Velsburg steht gegen ihn, nimmt ihn gefangen; als Anton ihm seine geschichte erzählt, lässt er ihn von sich. Die Bauern unter Feuerbacher haben Hohenstaufen verbrannt, Anton zerstört Hohenstaufen und die Kronenburg.
Trennung von Deutschland – Schmalkaldischer Bund. – Hier entsteht der grosse Streit zwischen wahren und falschen Deutschen, sie trennen sich. – Die Auflösung ist endlich, dass die Krone Deutschlands nur durch geistige Bildung erst wieder errungen werde. So löst sich die Frage: ein teil des Menschengeschlechtes arbeitet immer im geist bis seine Zeit gekommen.
Der Kronenwächter harter Kampf – der taube Rappolt in ihrem Kreise auf der Höhe.
"Kronenritter, Kronenritter!
Schaut im Westen das Gewitter,
Jeder steh an seiner Stelle,
Dass ich in des Blitzes Helle,
Eurer Augen Sterne sehe,
Wenn ich bei der Krone stehe."
Also ruft der taube Wächter,
Und es stehen die starken Fechter
An den Speeren mit dem Kinne,
auge auf auge mit wachem Sinne,
Jeder auf den andern lauert,
Also hat's die Nacht gedauert.
Ströme flüchten von dem Himmel
Vor des Feuers wild Getümmel,
Das durch alle Fugen sprützet,
Wo's erst Morgens ausgeblitzet,
Als die Sonne schwer beladen
Schauet auf des Landes Schaden.
Wo die goldnen Ähren wogen,
Schwarze Ströme niederzogen,
Schwarze Tannen aus der Höhe
Schwimmen in dem weiten See,
Und die Hirsche und die Rinder
Flüchten zum Gebüsch geschwinder.
Doch auf den Gebirgen stehen
Blanke Säbel, die sie mähen,
Schlagen, schlagen, schonen keinen,
Vor der Kronenburg erscheinen,
Auf dem Berg ihr Lager schlagen,
Ihren Gruss den Rittern sagen.
"Übergebt des Volkes Krone
Und wir geben euch zum Lohne
Euer Leben, eure Lehen,
Sonst müsst ihr zugleich vergehen
Mit dem volk in der Fläche,
Schont des roten Blutes Bäche."
auge in Auge sich befassen
Unsre Ritter und erblassen,
Und der taube Wächter findet,
Auf den Wangen was verkündet,
Schüttelt dreimal mit dem haupt,
Weil's die Ehre nicht erlaubte.
"Alle Pforten doppelt schliesset
Und mit Steinen sie begrüsset,
Die so ungebeten kommen;
Keiner ist noch aufgeklommen,
Der nicht stürzte eilig nieder,
Auf und brecht der Feinde Glieder."
fester stehet nicht der Himmel,
Als die Ritter im Getümmel,
Und der Feinde freche Haufen
In dem wilden See ersaufen,
Andre meinten in dem Streite,
Auszuhungern unsre Leute.
"Kronenritter, Kronenritter,
Ach das Hungern ist so bitter
Und der Durst, der ist ein Feuer,
Und der Schlaf ist uns so teuer
Als die Krone, wir versinken,
Gibt's für uns nicht Schlaf noch Trinken."
"Ritter, euch sehe ich mit Schmerzen
Stehen wie erloschene Kerzen." –
Und er greift das Schwert mit Grimme,
Ruft mit ganz gedämpfter stimme:
"Ich zerhau dich Gnadenkrone,
Dass du nicht dem Feind zum Hohne."
Wieder zu dem alten Bette
Zog den Strom der Erde Kette,
Unsers Volkes flüchtige Scharen
Eilen ihren Schatz zu wahren,
Und die Feinde werden flüchtig,
Als sie unser Volk ansichtig,
Jubelnd ziehen sie zum schloss,
Doch da rufet kein Genosse
Und weil keiner sie will führen,
Brechen sie vom Schloss die Türen
Und sie sehen die Ritter alle
Finster blickend auf dem Walle.
fest gelehnet an den Speeren
Stehen sie mit hohen Ehren,
Als entseelte treue Wächter
Schauen sich noch an die Fechter,
Schauen zu dem tauben Alten,
Der die Krone will zerspalten.
Nein, ein Wunder anzuschauen,
Wo sein Schwert hat eingehauen,
Sind Rubinen ausgeflossen,
Um die Krone schön entsprossen,
Dass sie fester im Gewinde
Ritter und auch Volk verbinde.
Nun nach den Tagen des Streites zwischen Menschen und der Elemente Verwüstung durch das Erdbeben, nachdem Anton alle seine Waffengesellen, Schwester und geliebte Frau untergehen sehen, flüchtet er zur Höhe, zum gläsernen Turm, der wie ein Gewölk erscheint, dort zeigt ihm Rappolt, wie er, dass er, nach Rom gezogen, nun zum zweitenmal versäumte sich empor zu schwingen, und wie das Böse mit sich fortreisse, nur das Gute getan und bedacht sein will. Er erzählt ihm, wie die Krone, während des Kampfes vermisst, die verloren und von Seger gestohlen war, von Susannen während dem Erdbeben ist wieder gebracht worden, und ihre getreuen Wächter für sie sich dem tod geweiht haben. Sie stürzten hinab in den See, nur der alte Rappolt blieb einsam auf der Höhe – er legt ihm die Zeichen dar, wie sie nun alle erfüllet sind.
Ja die Zeichen sind alle erfüllet,
Als sich der Himmel so dunkel umhüllet,
Sonne auf blutenden Gleisen entstieg.
Wie die häuslichen Tiere sich bargen,
Ha! da schauderte allen vorm Argen
Ahnend der Unterwelt nahenden Sieg.
Glühender, stiller werden die Winde,
Vögel verfliegen vom Neste geschwinde,
Säulen des Wassers wirbeln im Meer,
Rollende Donner von unten und oben
Gegen die Flammen, die unter uns toben,
Stiebet der