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Staates zersprengt, und hervortritt natürlich an die Sonne und die Liebe.

Wo ich so ein armes Kind sehe, treten mir die Tränen in die Augen, und ich fluche, dass nicht Platz genug ist in der Ehre für das Leben.

O nennt sie nicht unverschämt, die nicht zugegen waren, als die Erbärmlichkeit siegte, und den Tron bestieg in Purpur der Scham. Sie sind nicht grösser als die Scham, aber die Scham ist viel zu klein für sie.

Ich dachte mit einiger Bosheit an die Ehe, die nur in die Breite geht, und sich so breitmacht, die Fläche des Staates zu begründen, dass alles, was die Liebe nur in der Eile empfindet, und nicht in der Weile, in die Höhe muss, weil leider im staat die Höhe allein noch nicht bevölkert ist.

Die Ehe kam mir vor wie eine unendliche Fläche mit dem tiefsten Hass gegen alles Streben in die Höhe. Und der Stand der freien Weiber kam mir vor wie eine senkrechte Linie zum Himmel, die nirgends fest stehen kann, weil die Ehe keine Höhe duldet.

Die arme senkrechte Linie muss daher immer tanzen, wie einer, dem der Fussboden glühend gemacht wird, und kaum richtet sie sich in die Höhe, so muss sie fallen. Zum rechten Winkel bringt sie es seltenimmer findet man sie in kleinen schiefen Winkeln und immer zum Fallen bereitet.

Das Elend der Kinder war mir nun deutlich, wie ihre Freude, sie müssen stets an den brennenden Boden fallen, und ihre kleine Freude liegt in ihrer Bestimmung, aufrecht in den Himmel zu dringen, und man soll ihnen nicht länger Vorwürfe machen, dass sie sich unterstützen lassen, in die Höhe zu kommen, die ihr Element ist, da die Ehe den ganzen Boden gemietet hat, für ihr monopolisches Einerlei.

O wäre eine Fläche auf der Erde, wo die Liebe nicht zünftig wäre, und läge sie hinter der bürgerlichen Welt und ihren Gewässern, und wären alle die verlornen Kinder dort, könnte ich sie dann nicht abbilden in ihren verschiedenen Graden von Streben nach dem Himmel, wie die Strahlen einer aufgehenden Sonne[nach] langer Nacht.

Und die kalte Zone der Ehe würde erwärmt werden, und erleuchtetwir werden gesund sein, wenn wir unsere Organisation nicht mehr fühlen, wir werden einen Staat haben, wenn sich die gesetz selbst aufheben, wir werden eine Liebe haben, wenn wir keine Ehe mehr kennen. Bis dahin seien die Tiere des Waldes gepriesen, wegen ihrer Gesundheit, bis dahin seien die Freiheitsschmerzen edler Seelen geehret, bis dahin dulde man mein Bild der aufgehenden Sonne für die verlornen Mädchen.

Denn ich will ewig glauben, dass sich die Liebe in sie geflüchtet hat, in dieser Zeit der Ehe, wie alles Gute sich in die Poesie flüchtete zur Zeit der Barbarei, und sie stehen jetzt noch da, wie einst die romantische Poesie dastand.

So hatte ich gedacht, auf den Marmorstufen sitzend, den Kopf mit geschlossenen Augen in die Hand gelehnt.

Ich fühlte den kühlen Tau auf meinen Händen, stand auf und öffnete die Augen. Der Mond zerschmolz in das Licht des Morgens, und es war mir, da ich in die freudige Welt hineinblickte, als lächelte sie meiner Träume, und ich wäre aufgestanden wie eine Blume, die in dem Bach ihr Bild nur sieht, und tiefer den Himmel. Als ich auf die andere Seite des Bildes trat, lag die Röte des Morgens am Himmel.

Der Erde gehört dies Rot und nicht der Sonne. Bald drangen die ersten Strahlen meiner siegenden Kolonie zum Himmel, und küssten alle Tränen des Taues von der Erde; sind doch Tränen ihr einziges eigenes Gedeihen!

Ich wendete mich nun zum Bilde, und es schien zu leben; das rote Licht strahlte dem Genius um Haupt und Herz, goss Leben und Blut durch das Ganze, und spielte dem nackten Mädchen um den Busen und den geheimnisreichen Schoss. Die Sonne wollte schneller in die Höhe, und jeder Strahl wollte das Denkmal der Schwester dem schamroten Lichte der Erde entreissen.

Vor mir war das Bild gleichsam geboren. Ich sah es in der Nacht wie in Liebe und Traum, im Mondlichte wie mit dem Begehren, erschaffen zu werden, in des Morgens Dämmerung wie in der Ahndung des Künstlers, mehr und mehr in den Begriff tretend, und ich stand vor ihm und sah, wie es hervordrang mehr und mehr in die Wirklichkeit, und endlich zum vollendeten Werke ward im Glanz der Sonne, getrennt von dem Schöpfer, der nur ein Gebärer ist, für sich selbst, mit allen Rechten seiner Gattung.

Als es so vor mir stand, wie aus der Finsternis erstiegen, wie erblühet, gestaltet und frei, drang es heftig auf mich ein, und forderte von mir, was es war; es begehrte mit Gewalt, dass ich es erkenne, und ich fühlte mit Freude in meiner Brust, dass ich es erkannte, und dass es und ich in der Dunkelheit sein Begehren war, und dass sein Erlangen mit dem Lichte kam, in mir und in ihm.

Anfangs hatte ich nur den Totaleindruck seiner Eigentümlichkeit und so rein, als seine Vortrefflichkeit ihn geben mussteWollust, Jugend, Freiheit, Liebe und Poesie im Siege des Wahnsinns den Göttern geopfert. Da ich aber von seinem Ausdruck durchdrungen war, da ich es in mich aufgenommen hatte mit seinem Willen, da ich es liebte, forschte ich nun freundlich nach seiner Entstehungwie ist dir