im Mittelalter die Hexenmeister, welche Ungewitter erregen konnten. Man brauchte in Kirchen Wettergebete gegen sie; und andere Hexenmeister, die jenen entgegenarbeiteten. 95 Die polnischen Tänzer tragen immer eine Peitsche unter dem Pelze damit die Tänzerin durch die Schläge entschuldigt ist, wenn sie mit ihm fehlet. Oberschles. Monatsschrift, 1stes St., Jul. 1788. 96 Geistersche 97 So nannten ihre Schliesser die Gefangnen. 98 Alexand. ab Al. V. 4. 99 Um sich von dem Adler des Kaisers zu unterscheiden, der in beiden Fängen etwas hält. 100 Bouverot war katolisch. 101 meinte eine mit dem armen Lektor. 102 Ich meine nicht (wie es etwa aus dem Verkaufen scheint) Pitt den Minister, sondern Pitt den Diamanten, den der Vater des jetzigen dem Herzog Regenten von Frankreich verhandelte und für dessen Splitter er noch 12000 Dukaten bekam. 103 Ich verkaufe bloss die Landschaften und gebe die 104 Plaut. Bach. Act. 4. Scen. 7. 17. 105 7ter teil der neuen Sammlung der Reisebeschreibungen. 106 Ich spreche mehr von Töchtern, weil diese die gewöhnlichsten und grössten Opfer sind; die Söhne sind unblutige Messopfer. 107 Plin. H. N. VIII. 16. 108 Und das ist durchaus wahrscheinlich. Doktor Eduard Hill berechnete dass in England jährlich 8 000 an der unglücklichen Liebe – am gebrochnen Herzen, wie die Engländerinnen rührend sagen – sterben. Beddoes erweiset dass die vegetabilische Kost – und diese lieben gerade diese Wesen – die Schwindsucht nähre und dass die weiblichen sich zu dieser neigen. Noch dazu fallen die zeiten der sehnsucht, die schon ohne Fehlschlagen, wie das Heimweh zeigt, eine vergiftend-herumziehende Bleikugel ist, in die Jugend ein, wo der Same der Brustkrankheiten am leichtesten aufgeht. O manche fallen in der Ehe unter falschen Auslegungen vor dem Todesengel, dem sie vor ihr das Schwert geschärft und gegeben. 109 Forsters Ansichten. I. B. 110 Weigel in Jena erfand die Verkehrtbrücke (pons hen glaubt durch Aufsteigen. Busch Handbuch der Erfindungen. 7. B. 111 Es hatte den Namen von seiner Höhe und von dem öftern Einschlagen des Blitzes. 112 Basa Mezia. c. 4. m. 10. 113 Bekanntlich sind die Frühlingsblumen wegen der Nässe und des Schattens meist verdächtige; wie die Herbstblumen. 114 Dieses Selbst-Ertönen – wie die Riesenharfe bei verändertem Wetter unberührt anklingt – ist in Migräne und andern Krankheiten der Schwäche häufig; daher im Sterben; z.B. in Jakob Böhme schlug das Leben wie eine Konzertuhr seine Stunde von Harmonien umrungen aus. 115 Irgendeine uneigennützige Liebe muss ewig gewesen sein. Wie es ewige Wahrheiten gibt, so muss es auch eine ewige Liebe geben. 116 Darum vielleicht, warum der Dichter seine so bestimmt und oft angeschaueten Geschöpfe nicht in seinen Träumen unter den Bildern des Tages gehen sieht. 117 Denn an seinem und ihrem Abendmahlstage hatte' er an ihren Tod durch das Gewitter geglaubt. 118 z.B. die Winterlevkoje. 119 Jede partiale Ausbildung wirkt freilich für das Ganze gut, aber nur darum, weil dessen entgegengesetzte partiale sie in einer höheren Gleichung und Summe aufhebt, so dass aus allen einzelnen Menschen nur die Glieder eines einzigen Riesen werden, wie der Schwedenborgische ist. Aber insofern in dem einen Individuum ein Mangel entsteht, der einem entgegengesetzten in dem andern abhilft – so dass der Weg der Menschheit gleich sehr plagt und stösset durch Vertiefung und durch Erhöhung –, so sieht man, dass jede einseitige Fülle nur Kur der Zeit ist, nicht Gesundheit derselben; und dass das höhere Gesetz zwar langsamere individuelle, aber harmonische Ausbildung bleibt; zwar kleinere, aber allseitige und dadurch in der spätern Zeit sogar schnellere. Wir vergessen immer, dass – wie in der Mechanik sich Kraft und Zeit gegenseitig ergänzen – die Ewigkeit die unendliche Kraft sei. 120 Nach dem Ingenieur Borreux trifft wörtlich nur der 1 000te Schuss des kleinen Gewehrs. – So ist es überall, fürchte den Tod, so stehen fallende Blumentöpfe der Fenster, Blitze aus blauem Himmel, losgehende Windbüchsenschüsse, Herzpolypen, wütige Hunde, Räuber, jede Fingerwunde, aqua toffana, Schwamm-Leckerei etc., kurz die ganze natur – diese immer fortgehende zerquetschende KochenillenMühle – steht mit unzähligen geöffneten Parzenscheren rings um dich, und du hast keinen Trost, als dass dem ungeachtet die Leute achtzig Jahre alt werden. – Fürchte die Verarmung: so fassen dich Feuers-, wasser-, Teurungs- und Kriegsnöten, eine Diebs-Vendee, Revolutionen mit gierigen Krallen und Fängen ein, und doch, du Reicher. Wird der arme – unter denselben Stossvögeln hinkriechend – am Ende so reich wie du. Geh also kühn durch die schlummernde Löwenherde rechts und links liegender Gefahren zum Brunnen hindurch, nur wecke sie nicht mutwillig auf. – Freilich zieht einzelne ein Höllengott hinab, die nichts fürchteten; aber auch einzelne ein oberer Gott hinauf, die nichts erwarteten; und Furcht und Hoffnung gehen hier unter in einer gemeinschaftlichen Nacht. 121 Titan I. B. S. 80. 122 Am hof des Königs Olaus bot sich der Königsjüngling Olo, als Landmann gekleidet, der Tochter zum Schutze gegen Räuber an. Damals galt Feuer der Augen und Adel der Gestalt als Beweis einer hohen Abkunft; so erkannte z.B. die Suanhita den König Regner in der Hirtentracht an der Schönheit seines Auges und Gesichts. Die Königstochter blickte prüfend in Olos Flammenauge und kam der Ohnmacht nahe; sie versuchte den zweiten blick