, und ihn einige Tage von seinen Feldern entfernt zu haus hielt, verschaffte mir einen schnellern Fortgang seiner geschichte, welche in Rückerinnerungen des zweiten Winters und dritten Frühjahrs bestanden, und mir höchst schätzbar waren; denn da ich die Insel und die Hütte kenne, in welcher die lieben Einsiedler vier Jahre hinbrachten, so musste mir der Ausruf sehr angenehm sein, mit welchem Wattines auf meine Bitte, den vor ein paar Tagen abgebrochnen Faden der Erzählung wieder ausfasste, da er mich fragte, wo habe ich Sie denn gelassen, mein Freund! und ich antwortete: bei dem Bilde Ihres zweiten Winters in Oneida.
O, sie waren schön, diese Wintermonate, durch den Gebrauch unsers Lebens und unserer Kräfte: sie flohen schnell, die trüben Tage, und innig fühlten wir die Wiederkehr des Frühlings; so wie ich mit erneutem Eifer auf meinen Feldern und an Verschönerung jeder Stelle arbeitete, welche Emilie vorzüglich liebte. Pflanzen, Vögel, Insecten, alles hatte einen erhöhten Wert in unsern Augen, da wir ihren Bau ihren Nutzen, und menschlich zu reden, die vielfache Mühe kannten, welche der Schöpfer an sie verwendet hatte. Emilie glaubte zwar schon im ersten Jahre, wir schätzten die Tiere auch, weil sie eine Art von Seele zeigten, durch Leben, Bewegen, Bau der Nester und sorge für ihre Jungen, uns daher in allem näher, als die Pflanzen, und eine Gesellschaft seien, und nun machte sie beinahe mir und sich selbst Vorwürfe, dass wir unsern Carmil gewiss nicht rein als Kind, Frucht und Unterpfand des zärtlichsten Bundes, sondern auch als menschliches Wesen ausser uns und als einen Gesellschafter liebten, der unser Herz neu beschäftige, und uns neue Empfindungen gab. Ich musste sie darüber beruhigen, denn sie glaubte sich beinahe des Kindes unwürdig zu sein. Meine für den Knaben verdoppelte Liebe allein, gab ihr wieder Zufriedenheit. Die angenehmste Zerstreuung aber traf ich für Emilie, in Büffons Berechnung der wahrscheinlichen Länge des Lebens, indem wir beide die sichere Hoffnung darin sahen, unsern Sohn aufwachsen zu sehen, und noch so viele Jahre ungetrennt zu leben, also gewiss wieder Europäer zu sehen. Unsere arme Nahrung wurde uns nun doppelt lieb, weil sie durch ihre Simplicität, die Reinheit unserer Säfte und unsers Blutes versicherte, welche so viel zu einem verlängerten Leben beitragen; also Carmil auch Kräfte und mehrere Jahre zu erwarten habe, weil die Milch seiner Mutter, ihm diese Grundlage schenkte.
Ich hatte meine im Freien gezognen Blumen bedeckt, andre ausgehoben und in der Hütte überwintert, war auch so glücklich, keine zu verlieren, und verwendete jede Stunde der ersten schönen Frühlingstage zu Ausführung eines im Winter für mich gemachten Plans, einen schönen lichten teil unsers Wäldchens mit den besten Blumen zu schmücken, einen dreiekkigten Altar von Muscheln, mit Emiliens Namen zu errichten, und zu sorgen, dass alles auf Carmils Geburtstag in voller Ordnung und Flor sein möge. Ich trug Erde zu der kleinen mit Blumen bepflanzten Erhöhung, an deren Fuss ich den Altar zwischen schönen ihn zur Hälfte beschattenden Stränchen stellen wollte; ich rettete fünf Bäume aus, weil sie der Ordnung im Wege standen, welche ich zu der Form meines Naturtempels nötig hatte, Emilie sollte vor dem bestimmten Tage nichts wissen, nichts sehen. Den noch im verstossnen Jahre geordneten und verzierten Pfad längst dem See, und die Sitze bei den Pappeln, und der schöne Grassteppich, mit welchem ich unsern Abreise- und Landungsplatz bedeckte, kannte sie, und waren ihr als Denkmähler ihrer mütterlichen Liebe sehr angenehm; aber der doppelte Weg zu meiner neuen Anlage blieb ihr verborgen, weil sie glücklicher Weise während meiner Arbeit sehr mit Carmil beschäftigt wurde, indem dieser Zähne bekam, und daneben gehen lernte. In der Hälfte des Junys konnte er schon Papa und Mama stammeln, worüber wir eine doppelt süsse Freude genossen. Ich hatte doch auch das Feld für Buchweizen besorgt, und da ich wusste, dass Abänderung der Saamen, die nehmlichen Aecker in gutem Ertrage erhält, so hatte ich die Stelle, welche erst Kohl trug, für unsern Mais umgegraben und besorgt, die Sonnenblumen rückten näher zum Endtenfang, die Erdtoffeln zu unserer Hütte, und auf die wärmsten Stellen gegen Mittag kam etwas Tobak, weil Emilie die Blüten davon so gerne sieht, auch begierig war die Saamenkörner zu zählen, mich aber auch wirklich plagte, einen Versuch zu Verfertigung einer kleinen Wage zu machen, damit sie sehen könne, ob es ganz wahr sei, dass 1012 Tobak-Saamen-Körner, nur ein Gerstenkorn schwer seien; ich wünschte mir den Geruch der Blätter zurück, und war fleissig bei dem kleinen feld. Unsere reiche Hühnerzucht machte u n s glücklich, und der gute Wach stum unserer Jerseier Fuchstrauben beinahe noch mehr; indem Emilie die noch zarten Ranken in kleine Stücken schnitt und mit den grünen Beeren in dem von Honigwein verfertigten Essig verkochte, wodurch dieser mehr Schärfe bekam, welches für uns einen unendlichen Wert hatte, weil unser Salzvorrat sehr geschont werden musste. Wir und der gute Quäker hatten auf die jährliche Ankunft der Fischer gerechnet, welche uns frischen Proviant und also auch neues Salz mitbringen sollten, aber da sie auch das zweite Jahr wegzubleiben schienen, dankten wir dem Himmel, den auf einen Knecht oder Magd gerechneten Scheffel oder 80 Pfund, nebst mehr als 40 Pfund der für uns gezählten 2. Scheffel erübrigt zu haben; denn die kleine probe, aus Holz- und wilder Sauerampfer-Asche, durch Ablangen eine Art Salz