bei unserer Gemeine bekannt zu machen, aber eher unter der freundlichen Aufschrift: W e r t h d e s F l e i ss e s , weil er glaubt, dass, da diese Tugend wirklich von allen Bewohnern dieser Ufer ausgeübt werde, jedes von ihnen einen teil an dem Lobe nehmen, und die Lehren desto lieber fassen würde.
Preis sei dem Geber! jede seiner Gaben
ist Huld und Weisheitsvoll. Er teilte sie,
Er wog sie ab zur langen Dauer und
Vollkommenheit der Schöpfung.
Seine Erde gab Er nicht Engeln,
Menschen gab Er sie. –
Der Menschen b e s t e r ist, der selten strauchelt,
ihr e d e l s t e r , der bald vom Fall aufsteht.
Tief keimte das Laster in der neu
geschafnen Erde; wild schoss es empor,
Gift seine Blüte, seine Früchte Tod.
Da schuf er ihm ein mächtig Gegengift,
für Torheit ein Verwahrungsmittel, A r b e i t ,
die macht er uns zum heiligen Gesetz, den Fleiss
zur Pflicht.
Arbeitsamkeit verriegelt
die Tür dem Laster, das dem Müssigen
zur Seite schleicht, und hinter ihm das Unglück.
Willst du dem Feinde fluchen, wünsch' ihm Musse,
Auf Musse folgt viel Böses, und des Kummers viel.
Arbeitsam wirkt die Seele froh,
langweiliger Müssiggang beschäftigt sie
zur Reue, zum Verderben; Torheit leitet
den Müssigen; Mutwill und Vorwitz führen
ins Dunkel ihn, wo Gott nicht ist.
Arbeitet! Ihr Weisen in dem Volk,
befördert Euer und Vieler Glück!
Wo wohnt Beruhigung? wo Segen der liebreichen
Gotteit? Wo Genuss der Tage? wo das edelste
Vergnügen? nur in der A r b e i t .
Diese zwei Gedichte scheinen mir zu einem Wechselgesange geeignet, und selbst das erste kann zu Anfang und Ende durch einen Chorgesang feierlich gemacht werden. Ich bekenne, mein Herz heftet sich an die idee, welche mir sagte: wie schön wäre es, wenn die guten Menschen hier durch mich, ehe sie eine Orgel bauen können, bei ein paar gleich gestimmten, von ihren Kindern gespielten Zitern, das Lob der Religion und der Arbeit hörten. – Wer hatte das Recht zu sagen: nur die Hayne Griechenlands sollen das Lob der Gotteit und Lehren der Moral neben den Tönen der Lyra hören, nur in Spanien und im Berner Gebiet, sollen die Abende durch die sanfte Ziter verschönert werden? warum nicht auch die prächtigen Gegenden von Nordamerika? Alle meine Wünsche vereinen sich nun in dem, dass ich in Philadelphia noch eine Ziter finde, oder das Talent erwerbe, eine zu verfertigen: schon habe ich die Beschreibung ihres Baues in der Encyclopädie auswendig gelernt, und mich gefreut, in ihrer geschichte gefunden zu haben, dass ihre Erfindung so alt ist, als die von der Harfe, dass ihre Töne sanft bescheiden, und etwas melancholisch genannt werden, dass man, um sie recht zu geniessen, sie nur an stillen Orten spielen kann. Da sind ja die Ufer unseres Oneida und die Spatzierplätze, welche der edle geschmackvolle Wattines bereitete, wirklich die Gegend, in welcher die Ziter tönen soll. Kein Geräusch der reichen grossen Welt, kein Lärmen der berauschten Geringen, stört Abends nach vollbrachtem Tagewerk die Ruhe der Erholungsstunden, nur das leise Flüstern der Blätter der die Bänke beschattenden Bäume, nur das abgesetzte sanfte Anschlagen der kleinen, vom Abendwinde getriebenen Wellen sind hörbar. Wenn nun Väter und Mütter hier sitzend, ihre jungen Leute die Ziter spielen, und Herders Lied d e r F r e u d e singen hörten. O meine Freunde! möge ich die Bewohner dieses Teils von Nordamerikas Wäldern mit den sanften einfachen Tönen der Ziter bekannt, und sie ihnen angenehm machen, – ich habe ein paar Schüler, die meine Hoffnung stützen, und es verdienen werden dieses Lied anzustimmen. Freue dich, edles Herz, das hold der Freude ist! Schuf nicht der Schöpfer der Welt alles zur Freude? Wer sich freuet erfüllet der Schöpfung Zweck. Süsse Gabe des Gebers, giesse dich ganz in mich! Noch ist mein Herz von Tücke nicht befleckt. So hüpfe dann das vergängliche Paradies hindurch du! nicht mit drückenden Lasten beschwertes Herz. Sei froh des Vergangnen! jeglicher Labung froh, die du dem müden Pilger darreichen konntest; danke dem Herrn der Welt, der dir zu reichen sie gab. Häuser, die deine hände gestützt, Hütten, die deine hände befestigten! Siehe sie froh! besuche des Greises Grab, der sich an deinen Troststab lehnte. Komme der grosse Tag, an welchem der Schöpfung
Herr
Gericht hält! wann die Schaaren um ihn stehen voll heiliger Erwartung, sanfte Stille sich verbreitet die sieben Himmel hindurch. Du trittst, ein Jüngling mit tausendmal tausend hervor anzubeten, der Spruch des Richters ist: was ihr der Menschheit tatet, tatet ihr Mir selbst. Geht ein zu eures Herren Freude. Ich hoffe mit meiner Schule glücklich zu sein, und dann meinen schönen lieben Traum auszuträumen, und mit dem hier so schnell auf den Winter folgenden Frühling, eine mir äusserst lieb gewordene Phantasie zur Wirklichkeit zu führen, da die Feldarbeit, mit den, nach dem Schmelzen des Schnee's hervorbrechenden Blättern der Bäume, und schnellen Wachstum des Grases anfängt, so will ich meine besten Sparpfennige zu der Stiftung verwenden, dass alle Frühjahr, wenn die Bäume der Spazierplätze das erste Laub tragen, das Gedicht von dem Werte der Arbeitsamkeit, mit zwei Zitern begleitet gesungen, und