getrieben wurde, wie mich der Fanatismus der neuen politischen Regierung durch ihre Grausamkeit hierher jagte. Ich war wie der Vater von St. John, froh, weit von meinen Verfolgern entfernt, Sicherheit des Lebens und Ackerland gefunden zu haben; welches durch meine Arbeit mich und die meinigen ernährt. Schon dieses Gefühl machte mir den Boden lieb, auf welchem ich wohne, dann aber ward ich ganz St. John, wo er sagt: "der Gedanke, dass ich für eine geliebte Frau arbeitete, machte mir mein Haus und meine Felder angenehm, alles wurde mir leicht, wenn sie mich mit ihrer Arbeit in der Hand, auf meinen Acker begleitete, und in dem Schatten eines Baumes sitzend, meine schön gezogne Furchen, die braune fruchtbare Erde, und die Folgsamkeit meiner Pferde lobte. Ich baute mein eigen Feld, liebte, war geliebt, war froh, unabhängig und ohne Schulden, hatte schöne Wiesen, grosse Baumgärten um meinen Cyder zu machen, 450 hochstämmige Pfersichbäume zu Mastung für meine Schweine, und Brantewein zu brennen, ein gutes Wohnhaus und eine grosse Scheune. Ich salze alle Jahre 15 bis 20 Centner Speck, und zwölf Centner Rindfleisch ein, gebe bei der Erndte 6 fette Hämmel, und habe Korn, Gemüs, Butter und Käse in Ueberfluss für mich, meine Familie und Gäste. Meine Neger sind treu, gesund und vergnügt. Ich gab ihnen immer den Sanistag frei zu ihrer Arbeit, und Land zu Tobak, so viel sie brauchen. Die zwei ältesten verkaufen alle Jahre für 300 fl. Tobak, sie essen die nehmlichen speisen wie ich, und sind mit dem nehmlichen Tuche bekleidet. Ich habe keinen Prozess, und kenne den Geist unserer gesetz hinreichend genug, um meine Geschäfte so zu führen, dass ich den Schutz des Gesetzes zu verehren, aber seine Strenge niemals zu fürchten habe. Als mein erstes Kind geboren ward, öffneten sich neue Aussichten vor meinem Auge, tausend Gegenstände bekamen einen höhern Wert, meine Frau wurde mir schätzbarer, neue Bande knüpften mich an Feld und Haus, die Eigenschaft des Familienvaters, gab mir achtung für mich selbst, und ich machte das Gelübde, mich niemals von meinen Anpflanzungen zu trennen, im Gegenteil ein neues Stück anzubauen, welches den Namen meines ersten Sohns bekam, und so bei jedem kind fortzufahren. Ich lebte nicht mehr für mich, sondern für sie und ihre Mutter. Ich erfand einen kleinen Sitz, welchen ich auf dem Pfluge befestigte, und meinen Sohn damit auf das Feld führte. Die Bewegung der Maschine und der Pferde, machte ihn glücklich, und indem ich dieses Vergnügen mit meiner nützlichen Arbeit verband, ersparte ich der Mutter einige Mühe, und sie gewann Zeit zu andrer Arbeit. Die angenehmen Ausdünstungen der Erde stärkten mich und mein Kind. Wenn jemals Genuss des Glücks eine Pflicht für den Menschen ist, wenn uns jemals der Himmel mit Erquickung segnet, so ist es auf dem land im Frühjahre, wenn wir mit gesundem verstand und reinem Herzen die verschiedenen Auftritte der natur beobachten, und diese allgemeine Mutter ihre Fruchtbarkeit unter dem Sinnbilde von tausend und tausend Blumen verkündet. In dieser Jahrszeit danke ich dem höchsten Wesen noch viel inniger als in jeder andern, weil der Anblick der Blüten mir als Versprechen seiner Güte erscheint. Mir ist es leid, dass ich nicht mit der Gabe der Dichtkunst geboren wurde, ich besänge die Najaden von Amerika, die Schönheit unserer Wiesen, die Majestät der Flüsse und den Reichtum unserer Kornfluren. – Oft sang ich mit dem ersten der Vögel, welcher den Morgen begrüsste: wir hatten die nehmlichen Gefühle, von der frischen Luft, den balsamischen Gerüchen und dem neuen Glanze, welchen Aurora über alle Gegenstände verbreitete. War jemals ein Mensch ohne entzückende Bewegung in einem blühenden Obstgarten? Es ist das edelste fest für unsre Sinne: das Auge wird entzückt, der Geruch vergnügt, und das Ohr ergötzt sich an den Harmonien der Vögel. So zeigt sich die Güte unsers Schöpfers bei dem Anbruche des Tages. Wie begierig würden die Menschen diesen herrlichen Anblick zu geniessen suchen, wenn er ihnen nur alle Jahre einmal erschiene. Mit wie vieler Verehrung würden wir ihn betrachten, indem wir gewiss nichts schöners und nichts prächtigers denken können. Auch darin, setzte Wattines hinzu, stimmte ich mit ihm, und konnte mich nicht von dem Gemälde der seligen Tage eines wohldenkenden Pächters trennen, wie er in seiner Laube sagt: O du wohltätiger Geist der Menschheit, der alle Teile der natur belebt, Quelle glücklicher Gesinnung und neuer Gedanken, ich höre deine Eingebungen in dem sanften Rausche der Blätter, und in dem erquickenden Hauche des Zephirs! Dir sei die Stunde des süssen Ausruhens geweiht! hier will ich auf deine Lehren horchen, leite mich zu dem Nachdenken, welches uns in Betrachtung der Schönheit der natur, moralische und menschenfreundliche Gefühle, Zufriedenheit und Sanftmut lehrt."
Auf meinem feld, sagte Wattines, will ich diesen Herbst noch eine solche achteckigte Laube hauen, will sie gross machen, dass einst meint Arbeitsleute sich mit Vergnügen darin sehen, vielleicht auch moralische Empfindungen darin kennen lernen: sie soll auch mit wilden Reben, Geissblatt und Hopfen umpflanzt werden, wie St. John seine Laube beschattete. –
Denken Sie, lieben Freunde! dass mir Wattines hier immer ein Stück von dem Aufsatze des St. John vorlas, und dann mit dem ganzen schönen Eifer seiner Seele Noten dabei machte. Ein Blatt weiter sagte er: Sehen Sie, wie hier in der