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der Welt so herrlich und wie angeputzt vorkam;ich Glück kann Dir noch begegnen, nur frisch und munter! Ich schrieb Dir damals auch einen langen und recht übermütigen Brief, denn ich bildete mir auf die blanken Tressen auf meinem Rocke nicht wenig ein; es war mir mein Blut so warm, dass ich ordentlich glaubte, die ganze Welt sei nur mir zu Gefallen erschaffen. – Und nun, lieber Bruder, wenn ich daran denke, wie manche schwere Krankheit ich seitdem überstanden habe, wie oft es Dir so recht schlecht gegangen ist, dass ich herzlich weinen musste, was alles der gute Herr Lovell gelitten hat, wie wir uns beide nur im grund wenig gesehen haben, wie ich mit der herrschaft bald hier und bald da gewohnt habe, und wie ich nun als ein alter abgelebter Mann wieder über dieselbe Schwelle schritt, über die ich als ein junger Bursche sprang – o lieber Bruder, so kann ich Dir gar nicht sagen, wie seltsam mir dabei zumute wird. Ich möchte sagen, ich hätte mich damals bloss in einen jungen Menschen verkleidet, oder mich nur jung angestellt, so unnatürlich kommt es mir von damals vor. Herr Mortimer und seine Frau ist einmal hier durchgefahren und er hat mich bei der gelegenheit besucht. Er ist munter und gesund und dabei recht freundlich gegen mich.

Ich gehe fleissig in die Kirche und halte mich jetzt mit meinen Gedanken mehr zu Gott, als jemals. Alles übrige ist doch nur eitel und vergänglich.

Der Garten hier ist gegen ehemals recht verwildert und ich kann ihn mit dem Gärtner unmöglich wieder recht in Ordnung bringen; das liebe Unkraut hat sich allentalben eingeschlichen und tiefe Wurzel gefasst; wir tun beide, was wir können, aber es will immer nichts fruchten.

Bleib ja gesund, lieber Bruder, dass wir uns vor unserm tod noch einmal sehen können; endlich muss es doch ans Sterben gehen, da hilft kein Widerstreben, und dann wollen wir sanft und geruhig in dem Herrn entschlafen.

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Tomas an seinen Bruder Willy

Bondly.

Deine Briefe, lieber Willy, sind mir jetzt immer gar zu fromm. Es ist freilich wohl wahr, dass man sich in Deinem Alter von dem Irdischen etwas abziehen kann, und man tut ganz recht und wohl daran, aber alles Ding, Willy, hat auch sein Mass und Ziel. Wir sind in der Welt, um zu arbeiten, und etwas zu tun, und dazu möchte man alle Courage verlieren, wenn man immer nur an die Vergänglichkeit der Dinge denken wollte; darum bilde ich mir manchmal ein, dass manches, was ich tue und verfertige, ewig dauern würde, und mir ist ganz wohl dabei zumute.

Was Du mir von Deinem Garten schreibst, will ich gar gern glauben, weil Du und der Gärtner vielleicht nicht mit dem Dinge umzugehen wissen. Auch gehören zu solchem Werke viele Arbeiter und Gartenknechte, wie Du wohl auch hier an meinem Garten in Bondly wirst gesehen haben; die natur hängt einmal nach dem Verwildern hin, und darum muss man Tag und Nacht dagegen arbeiten.

Der alte Herr Burton ist recht gefährlich krank und tertanen sind alle vergnügt, und seine Kinder sind die einzigen, die ich weinen sehe. Es ist ihre Pflicht als Kinder, sonst hat er von den andern nicht leicht eine Träne verdient; er bekehrt sich vielleicht noch in seinen letzten Stunden, welches ich von Herzen wünschen will. Auf den Sohn hoffen wir aber alle recht mit sehnsucht, und ich denke, es soll denn auch mit meinem Garten hier ein ander Ansehn gewinnen. Ich habe mit allen meinen Herrschaften bisher immer Unglück gehabt; die alte Dame in Waterhall liess den Garten fast ganz verwildern, und der alte Herr Burton hat gar keinen recht guten Geschmack, und man darf ihm nichts einmal dagegen sagen, sonst wird er noch obendrein böse. So alt ich bin, so höre ich es doch gerne, wenn fremde Herrschaften den Garten und den Fleiss des Gärtners loben, und der Sohn, der junge Herr, hat auch schon manchmal mit mir darüber gesprochen. Man soll den hiesigen Garten gewiss weit und breit loben, die Leute sollen weit hieher reisen, um ihn zu sehen. Siehst Du, Willy, noch in meinen alten Tagen denke ich Ehre einzulegen, ich tue nicht so verzagt wie Du. Lebe wohl und bleibe nur gesund.

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Andrea Cosimo an William Lovell

Rom.

Ist denn Dein umherschweifendes, unruhiges Gemüt nun endlich zur Ruhe gebracht? Deine wilden Zweifel sind aufgelöst und Du wirst Dich und die Welt wieder unbefangener betrachten können. Ich habe alles für Dich getan, was ich tun konnte.

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William Lovell an Andrea Cosimo

Ich danke Dir, dass Du mich endlich aus den verworrenen Labyrinten wieder zum Lichte des Tages geführt hast, denn meine Seele erlag. Aber jetzt ordnet sich alles Unstete und Umherschweifende in meinem Gemüte wie an Fäden, die alle in einem Mittelpunkte zusammentreffen. Du hast mich von der Wirklichkeit einer wunderbaren Welt überzeugt und alles hat sich in mir zufriedengegeben, alle Ideen und Empfindungen nehmen wieder ihre natürliche Stelle ein und die Harmonie mit mir selbst ist hergestellt.

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Mortimer an Eduard Burton

Roger Place.

Ich habe seit lange, teurer Freund, keine Nachrichten von Ihnen erhalten, und ich gerate fast in die Besorgnis, dass Sie ebenfalls krank sind. Mit Ihrem Vater hat es sich wahrscheinlich nicht gebessert, denn sonst würden Sie mir wohl einige Nachricht davon gegeben haben.

Ich fühle mich in der Einförmigkeit