fing er ex catedra, wo nicht gar ex tripode an, ist ein Wurmstich; wo dieser ist, da fällt die Frucht heute oder morgen unreif ab; und wenn man sich gleich von einem bösen weib nach protestantischen grundsätzen scheiden kann, so lebt man doch mit der Torheit in einer katolischen und desto unglücklichern Ehe, weil sie unscheidbar ist. Wisst ihr denn, m e i n e g e l i e b t e n F r e u n d e i n d e m H e r r n , dass ihr E r z s c h l i n g e l seid? Einem Johanniterordensritter gebührt h o c h w ü r d i g und ein langer schwarzer Mantel mit einem Weissen Kreuze. Er ist ein geistlicher Ritter in und in mit, durch und durch. Ein Wegweiser ist nicht genug; – es gibt Winter- und Sommerwege, Haupt- und Beiwege, Landstrassen und Richtsteige, Geleise und Fussstapfen; wer wird gleich dem ersten dem besten Stück Holz von Wegweiser blindlings zu allen Jahrszeiten folgen? Aritmetica speciosa heisst der Gebrauch der Buchstaben zum Rechnen. D u m m k ö p f e ! versteht ihr denn diess ABC und AB ab? In eurer eingegebenen Schrift ist alles verrechnet! – Seht ihr darum scheel, dass der hochwürdige Herr euch den Glauben, um die Sache zu verkürzen, in die Hand geben, und dass euer Seelsorger dem lied: E r h a l t ' u n s , H e r r , b e i d e i n e m W o r t , eine Nottaufe angedeihen lassen, die so gültig ist als die des hochwürdigen Herrn, da sein Herr Sohn in Gefahr war als Heide und Türke in die Ewigkeit zu gehen? – Da war' er so schön angekommen, wie ihr heute, ihr underufenen Todtengräber, die ihr für andere eine Grube macht und selbst hinein fallt, wie es in dem lied: E r halt' uns, Herr, bei deinem Wort, euch zuvor verkündigt worden ist! Die Zunge, ihr Stümper, ist mit zwei Gliedern Kriegsknechten umgeben, die auf die Wache gezogen sind, um dieser Gefangenen ja nicht zu viele Freiheiten zu gestatten. – Ein Schwätzer ist ein undezahlter Judas: er verrät ohne dreissig Silberlinge; allein er kann leicht zu vierzig Schlägen weniger Eins kommen. Der Grenzstein wird nach der Schnur gelegt, ohne auf die Steine Rücksicht zu nehmen, die schon da liegen. Wie heisst das v i e r t e G e b o t und seine E r k l ä r u n g ? Wenn wechselseitig Eltern, Kinder, herrschaft und Gesinde, Obrigkeit und Untergebene ihre Pflichten erfüllen, dann geht es ihnen w o h l und kein Kummer, keine Uebereilung kürzt ihnen das Leben, das ohnehin wenig und böse ist. Bei den zehn Geboten hättet ihr bleiben, nicht aber in gelehrte Materien, die heilige Taufe betreffend, euch einlassen sollen. Ich und meine Herren Collegen müssen heute zu Tage wachen und beten, dass wir nicht in Anfechtung fallen; und ihr Esel geht, ohne dazu wie unser Einer von Gott und von wegen des Consistorii verpflichtet zu sein, auf das spiegelblanke Eis? – Schickt euch in die Zeit, denn es ist böse Zeit. – Habt ihr denn nicht von den Weisen aus Morgenland gelesen? da sie den Stern sahen, wurden sie hocherfreut. Und so ist es uns beiden gegangen, da wir die Ehre hatten hier anzukommen. Der Mensch fällt ins Alltägliche, wenn er nicht festliche Tage hat, durch die er sich erhebt, und ohne Gott und göttliche Dinge würden wir auf allen Vieren kriechen. – Nur vermittelst dieser himmlischen Gegenstände sehen wir gegen Himmel nach den Sternen, ohne zu straucheln oder wohl gar zu fallen. Doch kommen Menschen nur allmählich zu reinen Ideen von Gott. Erst Anbetung körperlicher Dinge, dann die Lehren: Gott ist zu edel, um zu zürnen; er will nichts Willkürliches; – er kann nicht beleidigt werden; – ich darf ihm nur glauben. – Nicht um Gutes zu tun, um gut zu sein hab' ich ihn nötig, sondern zu meinem Troste – zu meiner Herzstärkung, dass er meinen Zweck vollenden, ihn, aller Weltunordnung ungeachtet, so vollenden werde, dass einmal sein Reich kommen und das Gute herrschen wird. – Nicht aus der Ordnung, sondern aus der Unordnung überzeugen wir uns von Gottes Existenz und von der andern Welt. – Seht! das waren die Hauptmaterien, die heute bei dem Mahl vorfielen, welches mich und meinen Herrn Confrater, wie es am Tage ist, gesättigt und getränkt hat mit Wohlgefallen! – Gottlos ist oft nichts mehr, nichts weniger als gedankenlos: Gott ergeben heisst fast in allen Fällen: vernünftig. Gottlos, selbstlos, charakterlos sind fast einerlei, und nie ist g o t t l o s dem Worte f r o m m entgegen zu setzen. Ihr seid gottlos in hohem Grade! Und diese hohe Familie ist Gott ergeben; in vieler Rücksicht könnte man sie heilig nennen. – O, ihr Dummköpfe! woran stiesset ihr euch? An etwas, wovon ihre keinen Begriff hattet. Stümper! dem lieben Gott wollt ihr beim Consistorio das Wort reden! – Zwischen einer schönen Gegend und einem schönen Garten ist ein Unterschied. Wenn die natur eine schöne Landschaft hinwirft und die Kunst ein schönes Landschaftsgemälde entwirft, so ist