, erschwert wird?
§. 134.
Die übrigen vier
V o r handlungen waren noch alltäglicher, obgleich auch die erzählten drei bei weitem nicht an die Verwickelungen der Vorbereitungen zum Orden der Orden grenzten.
Ein Freund hatte eine Schuldschrift vom Freunde zurück zu nehmen vergessen. P y t h i a s starb und seine Kinder machten in tutorischer oder tyrannischer Assistenz der Pupillengerichte an D a m o n Ansprüche. Swedenborg hätte der Sache leichter ein Ende machen können. Jetzt kam es auf die Kosten zu diesem Rechtshandel an. Gern übernahm sie der Ritter. – sein, sollten in aller Stille ausgestattet werden. Gern trug der Candidat des Obermeistergrades zu diesen Ausstattungen bei. – Ein edler Jüngling, ausgerüstet mit seltenem Genie, genoss in dem haus eines reichen und vornehmen Mannes alles, was zur Leibesnahrung und Notburft gehört, um einst öffentlich zu vergelten, was ihm insgeheim Gutes geschah. Die Verdienste dieses jungen Menschen konnten der Tochter des Hauses nicht verborgen bleiben, und ihr beseligendes Auge behagte dem Jünglinge noch mehr als die Unterstützungen ihrer Eltern. Diess störte den Plan eines Anwerbers, dessen Stand und Vermögen soviel Aufmerksamkeit als Herz und Kopf Verachtung verdienten. Der Jüngling ward des Hauses verwiesen. Er s o l l t e u n t e r s t ü t z t w e r d e n – und das arme M ä d c h e n ? D e r A n w e r b e r , als Störer ihres Glücks, i s t z u e n t f e r n e n , und sie aufzumuntern, die Zeit ruhig zu erw a r t e n , in welcher ihr Vielgeliebter um ihre Hand bitten kann. – Wer empfindsam ist, sagte der Ritter, muss durchaus auf Kräfte denken und sie sich zu besorgen suchen, um Leiden und Ungemach zu ertragen, wenn er nicht diese Welt unausstehlich finden und das unerträglichste Leben führen will. Er sagte Ja.
Michael, der seinen Herrn so v o r handeln sah, billigte seine Ja's; doch gewann er durch diese Ritterdienste nicht im mindesten in den Augen des Knappen. – Wer mit Geld dient, sagte der Begleiter, dient am leichtesten. Gut ist gut, besser ist besser. – Was nennst du besser? fragte der Ritter. Vierzig weniger Eins, erwiderte der Knappe, und unmittelbare hülfliche Handreichung, wozu Ew. Gnaden eben so leicht bereit wären als zu diesen Kriegsbeisteuern. Vorh a n d l u n g e n , sagte der B e t t l e r , die siebenmal sieben mehr als Vorre d e n gelten. – Wahr! doch nicht immer! Früchte verderben die Luft um sich her; und kann man nicht durch Selbstgefallen die besten Handlungen verderben? Michaeln wurden die sieben V o r handlungen in Rücksicht des Seelsorgers erlassen. – Jetzt zur Aufnahme in den
§. 135.
Obermeistergrad.
Sie fing mit einem Noviciat an. Der Ritter ward an einen ihm unbekannten Ort geladen. Er stiess, da er nahe zum Aufnehmungstempel kam, auf ein schönes Gesträuch, welches ihn zu Gängen führte, die sich augenreizend schlängelten. Hier rauschte das wasser so leise, als ob es sich fürchtete etwas zu verraten. Die Singvögel selbst schienen ihm einen sanfteren Ton angenommen zu haben, und ehe er sich's versah, fiel sein blick auf ein englisches Grasstück, welches sich wie eine Wolke vorkam. Er hatte an dem rand bemerkt: "Mein blick fuhr auf einer Wolke gegen Himmel, so reizend war es." – Jetzt befand er sich an einer Hütte, wo ihn die Neugierde von selbst an einen Ort brachte, indem der matte Schein einer Lampe genau zur Hervorbringung einer behaglichen Dämmerung hinreichte, die ihn Särge und ein Grab sehen liess, welches zu vollenden eben jetzt ein Todtengräber sich beschäftigte. Dieser nahm Gebeine und einen Schädel aus der Erde langsam hervor, um diese Ueberbleibsel zu einem grossen Gebeinhaufen zu tragen, der an der Seite angebracht war. Hier liess sich eine sanfte Musik hören, – Lautentöne und Harmonica. – Der Todtengräber hatte sein Werk vollendet, sah es an, stützte sich auf seinen Spaten, betete leise und endete sein Gebet mit den Worten, die er laut sprach: Führ' uns nicht in Versuchung, sondern erlös' uns vom Uebel. A m e n ! Während seiner Arbeit sang er in eigener Melodie:
Man trägt eins nach dem andern hin,
Ich b i n , wer weiss, wie lang ich bin?
Und trennt Gebein sich von Gebein,
Was w e r d ' ich sein?
Da der Ritter mit dergleichen Scenen bei andern Aufnahmen bekannt geworden war, so störte nichts die Rührung, die mit Erstaunen, und selbst mit Befremden, sich wenig oder gar nicht verträgt. Hätte ihn ja etwas überraschen können, so war es eine stimme, die nichts mit einer menschlichen ähnliches hatte, die dumpf, ohne dass man wusste, von wannen sie kam, mit Papageiendeutlichkeit einfiel:
Mensch, du bist Erde, und wirst z u r E r d e n w e r d e n . In diesem Augenblick erschienen sechs Leichenträger mit Flören, mit einem Sarge, welchen sie in das vom Todtengräber gemachte Grab versenkten, wobei sich wieder jene sanfte Musik hören liess. Die Stille, mit der diess vorging, rührte den Ritter mehr als alles. Und nun wieder jene stimme:
über ein Kleines wird man