– wie der Scholiast obiges Wort erklärt. W. 13 Der Text gebraucht die Worte προφητης, ιασαρχης und ξυναγωγεος. Die doppelte Bedeutung des ersten ist bekannt. Tiasos war eigentlich der Name der Gesellschaft von Satyrn, Faunen und begeisterten Weibern, mit welchen Bacchus die Welt durchzog; in der Folge gebrauchte man dieses Wort von jedem Haufen schwärmender Bacchanten, und überhaupt von jeder gottesdienstlich Brüderschaft, und der Vorsteher derselben hiess Tiasarch. Dass die Juden den Ort ihrer gottesdienstlichen Versammlungen Synagoge nannten, war Lucianen ohne Zweifel Wortes Synagogenmeister die Christianer und Juden in Eine Brühe zu werfen; teils weil die ersten jüdischen Ursprungs waren, teils weil er sie für Leute einerlei Geschlechts halten mochte. Ob ihm aber die unter ihnen gebräuchlichen Namen, Presbyter und Episcopus (Aeltester und Bischof) unbekannt gewesen, oder warum er sie lieber mit andern vertauschen wollte, lässt sich nicht sagen. W. 14 Die Dogmen und Ceremonien ihrer Religion, wovon in diesem Werke noch weiter die Rede ist, nannten die Christianer selbst ihre Mysterien, Religions-Geheimnisse, zu denen zugelassen zu werden es der Vorbereitung und Weihung bedurfte. 15 Ohne Zweifel sind hiemit die Diaconissen gemeint, die (nach St. Pauls Verordnung) nicht unter 60 Jahre sein durften, und denen unter andern auch oblag, notleidenden kranken und gefangenen Brüdern und Schwestern alle mögliche Hülfsleistungen um Christi willen zu erweisen. W.
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16 Man sieht, ohne mein Erinnern, dass von den αγαπαις (Agapen) oder Liebesmählern die Rede ist, deren Beschaffenheit sowohl, als die dabei schon in der Apostel zeiten mit untergelaufenen Missbräuche, bekannt genug sind. W. 17 Das Städtchen Parium war eine römische Colonie in Mysien am Hellespont, und hatte daher Municipalrechte und eine Art von demokratischer Verfassung, wie alle dergleichen Städte. Daher die öffentlichen Volksversammlungen, deren gedacht wird. W. 18 "Es gefällt dem heiligen Geist und uns (schrieben die Apostel und Aeltesten zu Jerusalem an die Brüder zu Antiochia, Syria und Cilicia, Apost. Gesch. 15), euch keine Beschwerung mehr aufzulegen als diese nötigen Stücke, dass ihr euch entaltet vom Götzenopfer (d.i. nicht vom Opferfleische esset) und vom Blute, und vom Erstickten, und von Hurerei." Diese Apostolische Constitution wurde unter den Christianern genau beobachtet, und die Strafe der Excommunication stand wenigstens auf dem Essen von Götzenopfern. W. 19 Ein Cynischer Philosoph, der um das Jahr 120 sich hervorzutun anfing. (s. Euseb. Chronic.) Lucian nennt ihn unter den Lehrern seines Demonar, und es ist kein Grund vorhanden, warum er nicht um das Jahr 150 und noch viel später zu Alexandrien gelebt haben könnte. W. 20 Alle diese Absurditäten sollten Peregrins Initiation in den Cynischen Orden vorstellen, wodurch er öffentlich Profession machte, alle conventionellen Begriffen und allen Gesetzen der Wohlanständigkeit zu entsadulden und ausdauern zu können, allen körperlichen Schmerz zu verachten u.s.w. W. 21 Antoninus Pius. 22 Von welchen der erste unter dem Kaiser Nero, und die beiden andern nebst allen übrigen Philosophen, so viele ihrer damals in Rom waren, durch ein Decret des Kaisers Domitian aus Italien verwiesen worden waren. W. 23 Die Rede ist von dem berühmten Tiberius Claudius Atticus Herodes, dem angesehensten, beredtesten, reichsten und grosstätigsten unter allen Griechen, die unter den Antoninen lebten. Ausser dem grossen Kosmus von Medici kann schwerlich noch ein andrer Privatmann genannt werden, der ein fürstliches Vermögen auf eine so grosse Art angewandt hätte als dieser Herodes Atticus, wie er gewöhnlich genennt wird. Unter den Werken, womit er die Stadt Aten verschönerte, war ein Stadion (Rennbahn) von weissem Marmor, wovon noch einige Ueberbleibsel zu sehen sind, und ein prächtiges Teater, dergleichen eins er auch zu Korint auffahrte. Philostratus erwähnt noch verschiedener anderer teils prächtiger, teils wohltätiger Werke, womit er sich um Griechenland verdient gemacht; und Pausanias recensirt eine Menge herrlicher und kostbarer Kunstwerke, die er in den Tempel von Antoninus Pius zu einem der Lehrer seiner adoptiven Söhne bestellt. Er bekleidete im J. 143 die Consularische Würde, und war in der Folge kaiserlicher Präfect über die freien Städte in Anen, und Präsident der Panhellenischen und Panatenischen Feste. W. 24 Nämlich in den Tempel Jupiters zu Olympia, der, wie alle Tempel, eine Freistätte war. W. 25 Philoktetes, dieser getreue Freund und Gefährte des Hercules, war der einzige von dessen Angehörigen, der sich von ihm erbitten liess, den Scheiterhaufen anzuzünden, worauf er sich verbrannte. 26 Nach Harpine, oder vielmehr nach den Ruinen einer ehemaligen kleinen Stadt dieses Namens, die ungefähr eine Stunde weit von Olympia entfernt waren. Paus. El. 21. W. 27 Der cynischen Philosophen. W.
Einleitung.
28 Die höchst interessante Beschreibung dieser Reise, welche Menippus machte, indem er sich der Flügel eines sehr grossen Adlers und eines Lämmergeiers bediente, findet der Leser in Lucians Ikaromenippus. Wielands Uebers. Bd. 1. S. 198. 29 Tersites, war der hässlichste unter allen Griechen vor Troja; Phaon, der Geliebte der Sappho, und Adonis, sind ihrer Schönheit wegen berühmt. 30 Ein aus der Odyssee bekanntes Zauberkraut, welches Ulysses zu Entkräftung der Zauberkräfte der Circe (von Hermes empfing.) W. 31 Ich habe sie, nicht sie mich. 32 Was es mit diesen für eine Bewandtniss habe, ersieht man aus einem Dialog zwischen Lucian und Diokles. S. die Dialogen