bei dem Rindvieh. Bei diesem entstünde auch die starke Haut, wovon alle Gerber, Schuster, Riemer und Sattler arbeiten bekämen. – – Dann ist ein Bild von dem Flachs- Hanf- und Baumwollenpflanzen; – dass also ihre Hemden, alles Weisszeug – und ihre musselinen Manschetten auch aus Kräutern herkämen. – Dann der Uebergang zu den Bienen und ein schönes Bild davon. – Eine herzliche Wendung, wie nützlich auch die kleinsten Tiere, – wie sehr schätzbar die Menschen sind, welche sich mit Verarbeitung all dieser Sachen, zum Nutzen und Vergnügen Anderer beschäftigen. – Dann fangen die Bilder alles dessen an, woraus ihre Geschenke bestehen. ––
1.) Silberbergwerk. – Stuffen davon, und wie es geläutert wird. ––
2.) Goldarbeiter, der eben an den Gefässen arbeitet, die sie bekommen.
3.) Porcelanfabrik und Magazien. – Es wird aus Stein, Sand und Salz gemacht; – so wie auch
1.) Glas und Spiegel ––
2.) Die schönen Farben in ihren Malerkästchen bestehen auch aus Erde, Metallen, und dann auch aus Kräutersäften. ––
3.) Zimmer eines Malers. – Aus der Mischung zweier Farben entsteht die dritte. –
1.) Mahagony Holz; dessen Heimat. – Etwas von Schiffart und Flüssen ––
2.) Schreiner und Drechsler. – Diese haben die Risse und einzelne Stücke ihrer Schreibtische vor sich; dabei wird beschrieben, was diese Leute im Grossen, im haus und auch zu ihren Spielsachen verfertigt haben. ––
3.) Die Tochter hat allerlei Stik- Näh- und Webereigestelle, wo Mädchen sitzen und arbeiten, an lauter Sachen, welche die kleine Pindorf geschenkt bekommt. ––
Der schöne Lichtschirm, den Frau Guden für Pindorfen webte, ist da aufgespannt – und man sieht die Worte: E w i g e F r e u n d s c h a f t , die im Englischen hinein gewebt sind, um die ein Kranz von vergiess mein nicht, gebogen ist ––
1.) Allerlei Spiele von Kindern ihres Alters.
2.) Bilder, was Kinder anderwärts lernen müssen oder schon wissen, die von ihrer Grösse sind.
3.) arbeiten armer Kinder in Nadelfabriken, Wollspinnen etc. etc. – – Schön geputzte Knaben, die mit grossen Gebunden Bücher zur Schule gehen, worinn arm und gut gekleidte Kinder ihres Alters sind. ––
Der Reiche und vornehme ist klein und unwissend, wie der Geringe. – Beide haben Sorgen und Unterricht nötig. – –
Die Uhrmacher; ein artiges Bild von den Uhren ihrer Schreibtische – Schreibkunst; Kinder die es lernen und gerade die Linie aufschreiben.
Wahrheitsliebe und Gehorsam gegen Eltern und Vorgesetzte sind die Tugenden unserer Kindheit. ––
1.) Ein Gewitter. – Herr von Pindorf mit ihnen am Fenster und die Erzählung des Nutzens und Entstehens; ganz kindlich um ihnen die Furcht zu benehmen.
2.) Herr von Pindorf auf einem Hügel, – die Tochter auf seinem Schooss, – die beiden Söhne in einem Arm geschlossen, und mit der andern Hand auf die schöne Gegend umher weisend:
"Seht, meine Lieben, wie schön aller Saamen der Erden, alle Früchte der Bäume wachsen und keimen! – Möge, o meine Kinder, der anfangende Unterricht des Wissens und der Tugend, die ich mit väterlicher Treue in eure Seelen zu pflanzen suche, auch Wurzel fassen und aufgehen! – Denn Gott, der die Erde, die ihr seht, mit allen Blumen und Bäumen so schön erschuf, und allen Tieren und Menschen das Leben gab, hat mir befohlen, euch zu lieben, für eure Gesundheit, eure Nahrung und Kleidung zu sorgen, euch alles Gute zu lehren, eure Fehler zu verbessern und euch geschickt und glücklich zu machen. Wenn ich es tue, so will er mich belohnen. Versäume ichs, so wird er mich strafen; so wie er auch den Kindern, ihre Wahrhaftigkeit, Güte und Folgsamkeit zu belohnen, versprochen, – und auch ihren Ungehorsam, ihre Bosheit und Lügen ahnden würde." – –
Auf diese Art werden die Bücher der vier Jahres zeiten eingeteilt, – immer das Bedürfniss des Vergnügens und der Erhaltung, mit der Liebe des Schöpfers, der Nebenmenschen – und den daraus folgenden Kenntnissen und guten Eigenschaften verbunden. – Auf den Winter, wenn alles Vaterländische, was sie die gute Jahrszeit über selbst sehen konnten, ihnen bekannt ist, da bekommen sie ausländische Pflanzen, Tiere, Gebäude, Menschen, und was wir aus andern Weltteilen ziehen – und uns der angewehnte Gebrauch nötig gemacht hat, zu sehen; und nicht einen Augenblick ist die Herablassung zum kindlichen Begriff versäumt. ––
Ich hoffe, diese Beschreibung war Ihnen nicht unangenehm. Mich entzückte das alles, und ich denke, da die Liebe der Freundinn all dieses in der Frau Guden hervorbringe: so soll sie einst in meinem Herzen einen gedoppelten Gebrauch dieses buches für meine eigenen Kinder schaffen. Sie will mir ein Exemplar zum Hausgeschenk geben. – Aber jetzt rüstet sie sich zu einer Reise nach W –, welches der Wohnsitz der Herrn von Pindorf ist. – Sie weiss, dass er abwesend ist, und will also nur seine Kinder sehen und ihnen die Geschenke selbst geben – auch sich nach dem Ruf seiner ersten Frau – und nach dem seinigen erkundigen. ––
"Vielleicht, sagt sie, höre ich, was mich vollends heilen kann. – Denn die Beleidigung meiner eignen Liebe bewürkten es nicht.