über die schönen Bilder entstehen wird, ist Saame von Glückseligkeit. Und, Rosalia! ist nicht jeder Beweis der Liebe, Genuss, höchster Genuss?" –
Nun fing sie an, mir die Bücher zu zeigen. Sie hat der Brüder ihre so mit einander verbunden, dass immer einer den andern nötig hat, um das Ganze einer Vorstellung zu wissen; und sie denkt dadurch eine Grundlage zu der überzeugung des Nutzens der Brüderlichen Freundschaft zu stiften.
Ich will Ihnen einige Bilder davon beschreiben, und die Bücher mit den Zahlen 1. 2. 3. – bezeichnen, wie sie bei den Kindern folgen; nur nicht so vollständig, als ich sie sah. –
1.) Das Erste ist eine Landschaft nach Kleists Frühling. Trübe Wolken, die sehr vom Winde getrieben werden – aber auf einer Seite die Sonne, deren Strahlen auf einem Berg mit Schnee bedeckt fallen, den sie schmelzen, wovon ein wilder Strom entsteht, der den Fluss anschwellt. Dieser führt Eisklumpen mit sich. Von Pindorf steht mit seinen Kindern auf einem Altan und weisst ihnen dieses. An dem Ufer des Flusses sind Bauern, die mit starken Stangen die Eisklösse abzuwenden bemüht sind. –
Die Zeichnung und dann die Haltung der Farben ist äusserst richtig und wahr. Auf das weisse Blat, – gegen den Bildern über, schreibt Frau Guden selbst eine Art Auslegung davon – in einem einfachen und eindringenden Ton der Seele.
2.) Im zweiten ist es schon belebter. Ein Teile des Dorfs. – Der Himmel ist freundlich. – Ein Bauer bessert seinen Pflug, einer die Hecke seines Gartens, ein dritter hilft dem Wagner eine Speiche in ein Rad machen.
3.) Buch des Mädchens. – Da ist die Bäurinn, welche nun durch das neu wachsende Gras, hoffnung zu mehr Nahrung für ihre Kühe, und also auch zu mehr Milch und Butter hat; – räumt ihr Milchstübchen, säubert und ordnet alle Milch- und Käsegefässe. –
1.) Bauern im feld, die die Gräben der Wiesen und Aecker austiefen. An einem grossen Stück steht ein Pachter, mit seinen Knechten und verabredet den Anbau der übrigen Felder, – nachdem er mit der Wintersaat zufrieden scheint.
2.) Baum- und Gemüsgarten, – wo man beschäftigt ist, das Moos und die Raupennester wegzubringen. – Von beiden wird etwas durch ein Vergrösserungsglas betrachtet. – Man gräbt die Bette im Garten und macht sie eben. ––
3.) Der Blumengärtner reinigt leere Blumentöpfe. – In einem Glashause sieht man inländische Blumen, dann Zwiebeln, Wurzeln und Saamen davon. Allerlei Gartenarbeitgeräte werden vorgesucht und geordnet. –
Herr von Pindorf sagt seinen Kindern: – Diese Leute machen Entwürfe und Anstalten, zu arbeiten – und wir, zum Vergnügen. Wir wollen aber sorgen, dass unsre Frühlings Zeitvertreibe uns eben so nützlich werden, als diesen rechtschafnen Leuten ihre Bemühungen.
1.) Hier ist ein Spaziergang auf das Feld. Herr von Pindorf erklärt seinen Kindern das Pflügen und Säen, und redet zu ihnen mit vieler achtung vom Ackerbau und den Bauern. –
2.) Schöne Wintersaat, Kleefelder und Graswiesen; Dabei eine Heerde Vieh. – Herr von Pindorf weist auf das eine und andre: ––
"Hier, Nahrung für uns; – da, – für unsre guten Kühe und Pferde." –
3.) Saamen zu verschiedenem Gemüse. Was jedes am liebsten isst, – damit besäet es ein Stückgen. ––
1.) Sie sehen Bäume pfropfen, aushauen, biegen und anbinden; lernen sie auch kennen.
2.) Erste mühsame Arbeit im Weinberg. Bewunderung des köstlichen, überfliessenden Safts, durch das dünne unscheinbare Holz der Reben.
3.) Der Baumgarten in voller Blüte, und ein artiger Reihentanz von mehreren Kindern um blühende Bäumchen, die man in die Mitte des Baumgartens stellte. – Alle Kinder haben Sträusse von Obstblüte auf den Hütchen. Die Musik ist eine Schalmei. ––
1.) Brut verschiedener Vögel, und Art ihre Nester zu bauen. ––
2.) Raubvögel in der Luft und auf dem wasser. ––
3.) Taubenzucht und Hünerhof. ––
1.) Spaziergang in den Wald bei dem ersten Grün, wo ihnen die mancherlei Arten von Bäumen und ihr Nutzen gewiesen wird. –
2.) Ein Teich mit Enten. – Schönheit und Munterkeit der Vögel kommt viel von ihrer Reinlichkeit. ––
3.) Milch- Butter- und Käse-Zubereitung; mit einer, dem kindlichen Alter angemessenen Beschreibung des Nutzens des Rindviehes, während die Kinder in dem Baumstück Milch essen. ––
1.) Fischerei mit dem Angel an einem Bach nach Tomsons Frühling. ––
2.) Schaafherden, Schaafschur; kleiner Auszug der Woll- und Webereigeschichte, – Spinnerei und Weberstühle. ––
3.) Die Tochter hat die Seiden-Würmer; ihre kurze geschichte, – Bandweberei. Hier folgen durchaus schöne Bilder von allen Seiden- und Wollarbeiten, nebst einer deutlichen, kindlichen Erzählung von den wunderbaren Eigenschaften der Säfte der Pflanzen, und dem Dienst, Nutzen und Vergnügen, so die Menschen durch ihren Verstand und Geschicklichkeit daraus ziehen; – dass der Saft des Maulbeerblats in dem leib des Wurms zur Seide bereitet werde und dadurch dieses schlecht aussehende Tierchen so vielen tausend geringen Menschen Nahrung, und so vielen Vornehmen Vergnügen gebe. ––
Bei den Schaafen würden die Kräuter, die sie fressen, zu guter Milch, Fleisch und Wolle. – So auch