wenn ich von dem Legat der Amazonin, der Frau v. – b-, Gebrauch gemacht, und Mantel, Rock und Kragen angelegt, wär' ich ohne autonianische Chrie abgekommen?
* * *
Jener Heide hörte: d e i n S o h n i s t t o d t , da er den Göttern opferte und räucherte; ich nicht also!
Meine Stunde ist kommen, um von meinen Lesern, vielleicht auf ewig, vielleicht auf sechs Jahre, Abschied zu nehmen. Wer hätte das denken sollen, da ich über die Worte: k u r z e F r i s t commentirte. natürlich bringt mich dieses: nach einem Endlich noch auf ein
letztes Endlich!
Ich weiss, was für eine herrliche Sache es ist, den Schlussstein des ganzen Gewölbes zu entdecken und bei dieser gelegenheit sich zu überzeugen, dass die sind! Weisheit, Stärke und Schönheit an einem dergleichen Schwibbogen finden, ist so was Erwünschtes als etwas in dieser Welt, wo so selten der Schlussstein zu sehen ist, nur sein kann! ist es aber meine Schuld? – dachte' ich, Zoar je zu verlassen? Legt' ich es je zu einem Buchstaben so oder anders, mehr oder weniger, in meinem Namen an, um diese Namensveränderung mit mir sterben zu lassen? K i n d e r l o s ! bei einem so lieben, edlen weib! – Und was soll mir der Lebenslauf meiner Vorfahren in a u f s t e i g e n d e r L i n i e , da keine a b s t e i g e n d e vorhanden ist? – So hat es dem Herrn über Leben und Tod gefallen, und er allein weiss es, ob ich noch mein Wort erfüllen und die beiden fast fertig daliegenden Teile übersehen und ergänzen werde! In meinen Amtsjahren gewiss nicht. Was da alles aufs Wort merkt! – Gewiss nicht in den sechs Dienstjahren.
Verzeiht, lieben Leser, diesen Umschlag, den ich zu machen gezwungen bin.
Seht, ich gehe hinauf! So wie ich einen jeden, wess Standes, Alters und Ehren er ist, hiermit feierlichst ersuche, nichts zu diesem Werke hinzuzutun, und unter dem Scheine des Rechts meinen Vater und Grossvater durch magische Künste zu citiren, so sei es mir auch erlaubt, zu bitten, nichts von diesen drei Teilen abtun zu dürfen, und das Bild und die projektirte Ueberschrift zum ewigen Andenken so zu lassen, wie beides da ist!
Hiermit l e b e t w o h l !
Nach geendigtem buch, lieber – es, noch etwas hinzufügen heisst die Einheit verletzen und der göttlichen natur eines buches zu nahe kommen. Ich bin kein Freund, wenn schon letzte Worte da sind, noch mehr letzte Worte und allerletzte letzte Worte beizufügen. Meinetalben! Ein paar Züge können freilich nicht helfen, nicht schaden.
Herr v. G. war fürs Einfache: M e i n V a t e r hatte für Eins auch eine wahre achtung; wäre er sonst ein Monarchenfreund gewesen? Im Skelett, sagte er, scheinen Mann und Weib einerlei. Je näher man der natur tritt, je mehr überzeugt man sich, dass der liebe Gott alles vortrefflich rubricirt hat. Sein Hausbuch der Welt hat weniger Artikel als man glauben sollte. drei Ingredienzen konnte mein Vater leiden, nicht aber mehr. Verträgt sich doch Oel und Essig. – Die neunte Zahl war meines Vaters Liebling. Dreimal drei ist neun.
Eisen war ihm in vielen Rücksichten besser als Gold! – Gold ist Wahn und Zufall, Eisen ist Wahrheit und wirklicher Wert.
Nur neulich erinnerte mich mein Schwiegervater, dass er wegen des Abschiednehmens mit meinem Vater ein Herz und eine Seele gewesen. So ganz nicht! Etwas kann sein.
Mein Vater hasste armselige Allgemeinheiten. Wer Abschied nimmt, singt die Melodie des Todes; mancher pfeift sie!
Herr v. W. nannte einen kurzen Abschied, der, wie mich dünkt, der beste ist, den man nehmen kann, einen Schlagfluss; einen feierlichen Abschied, die Hektik, die sich in die Zeit zu schicken versteht.
Wer ohne Abschied aus der Gesellschaft scheidet, oder, wie man sich ausdrückt, sich unsichtbar macht, hat sich, wie mein Vater sagt, selbst umgebracht.
Mein Vater war kein Tagwähner, Tagfärber! Auf Tagezeiten hielt er sehr! So hab' ich ihn nie des Morgens lachen gesehen! Den Sommer hielt er für den Gelehrten weniger zur Arbeit tauglich als den Winter. So verkehrt ist die liebe Gelehrsamkeit! Man sagt, Milton, obschon er blind gewesen, soll im Winter bessere Verse gemacht haben.
Mein Vater war ernstaft, hager und hielt sich gerade. Ein gewisses Nachdenken, das wie Schwermut aussah (so sieht das Nachdenken gemeinhin aus, vielleicht weil wir zu sehr wissen, dass wir nicht weit damit kommen), war in seinem ganzen Gesicht verbreitet. Er war sonst heiter und guter Dinge. Selten griff ihn etwas an. – Die Augen hatten ein besonderes Feuer. – Die Lerche singt im Fluge, so auch ächte Dichter. Der Philosoph steht. Oft, wenn er spazieren ging, blieb er stehen, die linke Hand auf seinen grossen weissen Stock gelegt, und mit der rechten sich aufgestützt.
Da sehen die meisten Leute diese Welt als eine Spielgesellschaft an, wo die Klugen nichts weiter tun, als Partien machen. Einigen scheint sie, wie ein