werden. Es war göttlicher Ruf. Ich hatte nicht nötig, die goldene Regel von zwei Loosen in Anwendung zu bringen und in eines flugs J a und ins andere flugs N e i n zu schreiben, sie einander gleich zu machen, eins zu greisen, und zu tun, was ich gegriffen. Es war alles Ja in mir, und Amen in mir, und wahrlich, ich empfand, dass ich eine stimme zum Adler und Löwen hatte, die meine Mutter nur Basspastoren erlaubte, dagegen sie der gütigen Meinung war, dass auch ein Discantist schon ein Tierchen für sein Stimmchen in der Bibel finden würde!
Der preussische Dienst hat so viel Anziehendes für mich, dass ich lange kämpfen musste, wo ich den Tod, den lieben Tod suchen sollte. Da fiel mir noch zu rechter Zeit ein Gespräch ein, das der Professor und der Officier beim königlichen Rat über diese Materie gehalten. Es ward von einem jungen mann gesprochen, welcher durchaus und wider seiner Eltern Willen, wie es der Professor hiess, dem Kalbfell und nicht den Prolegomenen der Metaphysik folgen wollte.
Der Kalbfell-Ausdruck fiel dem Officier auf. Er forderte den Professor. Hier ist das Duell:
Und wenn er will?
Der Verstand ist frei!
Der Wille nicht?
Wer sich auf den Verstand verlässt, was tut der?
Alles!
Mit der Feder?
Mit dem Kopf überall der Soldat. Freund! ich lasse Ihrem stand alle Gerechtigkeit widerfahren; ich lasse ihm den Degen und, wenn Sie wollen, die Hand.
Und Willen?
Meinetwegen! wenn mein Stand den Verstand behält, hat er gewonnen Spiel. Den Verstand – –
Bitte zu behalten. Gegönnt von ganzem Herzen. Mit Verstand ist nicht viel anzufangen; aber was können Sie denn meinem stand nachsagen?
Cain schlug seinen Bruder Abel tot, war der erste Alexander der Grosse, der erste commandirende General-Feldmarschall, ein Allerdurchlauchtigster Ueberwinder, Sieger aller Sieger!
Und das Zeichen, das ihm Gott an die Stirn hing, gelt?
Das war wohl, nach Ihrer Meinung, ein Gnadenkreuz, ein Orden? – –
Wenn Sie wollen; wenigstens schützt manches Gnadenzeichen den Träger, dass man ihn nicht Mörder schilt.
gewonnen!
Noch nicht. Gott schuf Weiber und Männer; allein viele Männer sind Weiber, und viele Weiber Männer. Es gibt Leute, die den Baum sein höflich wegbiegen, und Leute, die ihm gerade entgegen trotzen; Leute, die bitten, und die fordern.
Fordern, Freund? Was haben wir denn Welt auf Welt abzufordern?
Die ganze Welt!
Oder nichts, als uns selbst. Ein jeder hat den Ort, wo er steht, den Platz, wo er seine Rüben Pflanzt.
Und wer ihm das nimmt?
Ist sein Feind!
Also Krieg und Soldat!
Vor dem die steinerne Tafel sub B, die von der Liebe des nächsten handelt, ihn schützt: Was du nicht willst, dass dir andere tun, tue andern auch nicht.
Und wenn trotz der steinernen Tafel sub B doch ein solcher Täter wäre?
Dann alles wider ihn, bellum omnium contra unum, solum, totum.
So wäre das menschliche Geschlecht eine Familie, wo der liebe Gott Hausvater wäre. Staaten sind unserer Herzenshärtigkeit wegen, und Soldaten?
Träume, Freund! Wir wollen nicht im Schlaf reden.
ist es Schlaf? ist es Traum? Wie gern gäbe ich, wie der Astronom, den Tag um diese Nacht! Glauben Sie nicht, Freund, dass einmal eine Heerde und ein Hirte sein wird? Dass die Böcke ausgestossen und die Lämmer gesammelt werden können? – Es gehen viele Lämmer in einen Stall! und in Wahrheit, die Erde ist so ein kleiner Stall eben nicht, dass nicht jedes Paar sein Königreich, sein Haus und Hof, seinen Acker haben und sich begnügen sollte mit dem, was da ist! Wir haben nichts in die Welt gebracht, und ist gewiss, dass wir auch nichts Herausnehmen werden. Der Mensch, wenn er tot ist, hat mit wenig Spannen Erde genug, und wenn er lebt, schwebt und ist, braucht er ein paar Spannen drüber. Man sollte nach Spannen messen. Die verdammten Meilen, sie mögen deutsche oder englische, oder – sein, so sind es Wege, die den Menschen aus dem Menschen hinausführen. Die Soldaten sind eigentlich die Meilenzeiger. Sie haben alles Unglück in die Welt gebracht, sie erhalten es und werden es so lange erhalten, bis die Menschen so klug werden, dass sie kein Herz mehr haben; dann wird sich alles von selbst geben!
In den ersten fünftausend Jahren wohl nicht, und da unser Leben siebenzig währet, wenn es hoch kommt achtzig, lassen Sie uns die Welt nehmen, wie sie ist, und den Soldaten Soldaten sein!
Aber das Bewusstsein, dass er überflüssig ist, dass die Welt ohne ihn sein könnte und, was noch mehr ist, glücklicher sein würde – ha! solch Bewusstsein tut weh.
Kann nicht sagen! Was würden denn die Herren Gelehrten in diesem Paradiese vorstellen?
Bewahrer der Labe des Bundes, wo geschrieben steht: Was ihr nicht wollt, dass die Leute euch tun, das tut ihnen auch nicht.
Lieber Freund! Zu so einem kleinen Bundeslädchen hat jeder in seinem haus Platz, ohne den Gelehrten Miete bezahlen zu dürfen.
Nun! so mag alles dahin fahren! Der Herr hats gegeben, der Herr hats genommen, der Name des Herrn sei