des Friedens, heilige euch durch und durch, und euer Geist ganz, sammt Seel und Leib, müsse behalten weiden unsträflich auf die Zukunft unsres Herrn Jesu Christi. Getreu ist er, der euch ruft, welcher wird's auch tun. Lieben Freunde, betet für uns! Die Gnade sei mit euch! Gehorchet euren Lehrern und folget ihnen; denn sie wachen über eure Seelen, als die da Rechenschaft dafür geben sollen, auf dass sie das mit Freuden tun und nicht mit Seufzen, das ist euch nicht gut! nicht gut. – Gedenket an eure Lehrer, die euch das Wort Gottes gesagt haben, welcher Ende schaut an, und folget ihrem Glauben nach. Wir sind alle mit Fehlern versetzt, der aber ist der Fehlerhafteste, der seinen Bruder, seine Schwester darben lässt. Bedenkt, dass die Welt Gottes Speise-, Gottes Vorratskammer sei. Sehr gross, werdet ihr sagen, aber bedenket auch, was der liebe Gott für Kostgänger hat. Wer mehr nimmt, als er verzehren kann, tut seinem nächsten unrecht. Wenn dieser zu klein war, zum Fach zu reichen, tut ihr es für ihn. Wer wird aber des Handgriffs wegen glauben, dass man an der genommenen Habe und Gut allein ein Recht besitze? Seht, alle guten Menschen geben von dem, was sie drüber haben. – G o t t g e b ' s w i e d e r , sagte jener arme, allein der Geber noch weit besser: E r h a t ' s s c h o n g e g e b e n !
Almosen geben armt nicht,
Kirchengehen säumt nicht.
Beneidet euch nicht unter einander, wie die wilden Tiere. Seht die Sternlein, wie still sie da des Abends bei Mondschein zusammen sind. Keines kommt dem andern zu nahe, und doch find ihrer mehr zusammen, als wenn die ganze Gemeinde bei einander ist. Kannst du sie zählen? sagte Gott zu Abraham. – Ein Vogel singt, ein anderer fängt Fliegen. Jedes Ding nach seiner Art. Lasst euern künftigen Lehrer nicht von euch sagen, wenn er euch eine Busspredigt gehalten, dass er in ein Wespennest gestochen; lasst es ihn nicht an seiner Calende empfinden. Er trägt die Bibel nicht umsonst! – Es ist die Laterne zum Himmel! Die Manschetten wird er ablegen. Gott segne euch! Herzoge gelten nicht viel nach dem tod, Gelehrte nicht viel beim Leben. Und hiermit dank' ich euch, ihr meine Lieben! für alle eure Liebe und euer Zutrauen, das ihr kein Säemann, dass nicht jedes Korn aufgeht, und wenn hie und da ein Pulver, das ich für den Leib, und ein Trostwort, das ich euch für die Seele eingab, nicht anschlug – ich bin unschuldig an eurem Blute! – liebt euch! das ist mein letztes, allerletztes Wort. Hab' ich euch beleidigt, es sei mit zu heftiger Ermahnung, oder mit unterlassenem Trost, es sei Tat- oder Unterlassungssünde, vergebt! Vergebt mir um Gottes willen! Ich muss es Gott klagen und euch; ihr wisst, was mir auf dem Herzen gelegen. Wer wälzt diesen Stein von mir, war mein Gebet! Ich war traurig, wie E s r a und N e h e m i a . Ihr wisset, dass mich der gerechte Gott gezüchtigt hat durch des alten Herrn Tochter, der ich hart begegnet. Ihr wisst, was in diesen Tagen geschehen ist. Alle Züchtigung aber, wenn sie da ist, dünkt sie uns nicht Freude, sondern Traurigkeit zu sein; aber darnach wird sie geben eine friedsame, Frucht der Gerechtigkeit denen, die dadurch geübt sind. – Ich scheide und übergebe eure Seelen d i e s e m treuen Hirten seines Herrn, der so segnet, wie meine Väter gesegnet haben; er leite und führe euch auf ebener Bahn, damit er euch dereinst dem Nachfolger meines Lebensgefährten, als eine geschmückte Braut dem Bräutigam, übergeben könne, den Gott lehren wolle, sein Volk zu segnen. Dich, o lieber Altar! wo ich so oft das Nachtmahl meines Herrn empfangen, o könnt' ich diesen rotbeschlagenen Tisch noch einmal sehen! Der Herr mit euch! wenn ihr dazu tretet, und wenn in Pfingsten Maien bis zu den Hörnern des Altars gesetzt sind, die gern ihren Geist im Tempel aufgeben und doppelt so angenehm wie im wald duften, die in der Kirche begraben werden; so tröste der grundgütige Gott den, der Trost bedarf, und erhöre das stille Gebet, das aus dem Innersten eures Herzens quillet, das Gott allein weiss; das, das erhöre Gott! Ja! Amen! Ich will nicht in der Kirche begraben werden, wie die Pfingstmaien. Auch im grab will ich meinem Seligen die Hand geben und da liegen, wo Er, Minens Mutter und Charlotte liegt. Wenn ihr diese Gräber vorbei geht, denkt: Selig sind die toten, die im Herrn sterben! Auf die Kanzel, wo mein Lebensgeleitsmann und unser Sohn stand, trete nie ein Mietling, nicht einer, den Fleisch und Blut, sondern den Geist und Kraft zum Diener des Herrn erkoren! Zweigliedrig sei sein Segen, den er dem Zerknirschten gibt, und zweischneidig das Schwert seines Mundes, wenn er dem Sünder das Ohr abhaut. Es wird sich das dritte Segensglied von selbst geben, wenn die Manschetten wegfallen werden. No. 5, die Bank, wo Mine gesessen