, und die kleinen Sachen sie richteten. Also liess Mose seinen Schwäher in sein Land ziehen."
Das E x e r c i r e n bewies er aus dem andern buch der Könige im fünf und zwanzigsten Kapitel im neunzehnten Verse:
"Und einen Kämmerer aus der Stadt, der gesetzet war über die Kriegsmänner, und fünf Männer, die stets vor dem Könige waren, die in der Stadt funden wurden, und Sopher, den Feldhauptmann, der das Volk im land k r i e g e n l e h r t e , und sechzig Mann vom Volk auf dem land, die in der Stadt funden wurden – –" Gern hätte ihm meine Mutter diese Z e i c h e n insgesammt wie Spreu in die Luft zerstreuet; allein sie schien diese Schriftstellen selbst als bewaffnet anzusehen,
und nun sollen sie so lange wie F a h n e n in der
Kirche hängen. Da liegt sie vor mir, d i e s e v ä
t e r l i c h e B i b e l , wo Stunde, Tag und Jahr
meiner Geburt von meinem Vater eingeschrieben
ist. Sei mir gesegnet, göttliches Buch!
Bei meinem Namen steht: e i n e s c h w e r e Geburt! der Name des Herrn sei gel o b t ! Feierlich bete ich Amen dazu! Teure Bibel, jedes Z e i c h e n in dir, ob's gleich eine Menschensatzung ist, bleibt mir doch unschätzbar. Es entält für mich einen Zug vom Bilde meines V a t e r s , d e r ü b e r w u n d e n hat. Lasst mich einen Augenblick, damit ich meine hände zu den Bergen hebe, von welchen uns hülfe kommt. Unsere hülfe kommt im Namen des Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat! – –
Ich finde Oerter mit einer solchen papiernen Schildwache versehen, wo
vom Schwerte,
von Pfeilen,
Bogen,
Lanzen,
Panier,
Trompeten, geredet wird;
wo ein Fähnlein wehet,
ein Gezelt im Lager stehet,
Gold ausgeteilt wird,
und wo das Wort a u s z i e h e n , welches nach seiner Erinnerung marschiren und nicht laufen bedeutet, gebraucht ist.
Ferner liegen Zeichen bei den Worten: K r i e g e , Kriegsknechte, Streiter, Streitgenoss e n oder K r i e g s k a m e r a d e n ;
bei L i s t , H i n t e r h a l t , Schlagen, Fechten, Streiten, Wagenburg, S t u r m und B e u t e ;
beim H a u p t m a n n von Capernaum und bei drei Obersten.
Ihr sollt unversehrt bleiben, ihr! nur l i e b e n Z e i c h e n , und so oft ich dich, teure Epistel am einundzwanzigsten Sonntage nach Trinitatis, die erschrecklich begriffen ist, im Haupt-Exemplare sehe, und sonst lese und höre, sehe' ich und les' und hör' ich meinen Vater. nehmender Herzensandacht verlesen hören: die Epistel am einundzwanzigsten Sonntage nach Trinitatis, wie sie beschrieben stehet in der Epistel an die Epheser im sechsten Kapitel und zehnten Verse, und wie sie in unserer deutschen Uebersetzung lautet:
"Zuletzt, meine Brüder, seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke. Ziehet an den Harnisch Gottes, dass ihr bestehen könnet gegen die listigen Anläufe des Teufels. Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Fürsten und Gewaltigen, nämlich mit den Herren der Welt, die in der Finsterniss dieser Welt herrschen mit den bösen Geistern unter dem Himmel. Um desswillen so ergreifet den Harnisch Gottes, auf dass ihr, wenn das böse Stündlein kommt, Widerstand tun und alles wohl ausrichten und das Feld behalten möget. So stehet nun, umgürtet eure Lenden mit Wahrheit, und angezogen mit dem Krebs der Gerechtigkeit, und an Beinen gestiefelt, als fertig zu treiben das Evangelium des Friedens, damit ihr bereitet seid. Vor allen Dingen aber ergreifet den Schild des Glaubens, mit welchem ihr auslöschen könnet alle feurige Pfeile des Bösewichts, und nehmet den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes."
Wenn ich mir die Seelenfreude vorstelle, mit welcher mein Vater über diese Epistel predigte, empfind' ich ein gross Stück dieser Seelenfreude. Meine Mutter sagte zwar: "H e u t e g e h t e r g e s t i e f e l t und gespornt, wie ein geistlicher R i t t e r , a u f d i e K a n z e l ." Lass ihn, liebe Mutter! den hochwürdigen und gestrengen Herrn. Es ist ein Mann, mein Vater! Wenn es gleich aus der heiligen Schrift ziemlich deutlich hervorgeht, dass er für den Soldatenstand sei, bin ich denn darum schon in Reih' und Gliedern? – Warte, wenn ich bitten darf, den dritten teil meiner geschichte ab – und am Ende, liebe Mutter! heisst es: Gebet dem Kaiser was des Kaisers, und Gott was Gottes ist! Sind wir nicht geistliche Soldaten, die sich zum Himmel durchschlagen müssen? Die klugen Israeliten mussten mit dem Könige vorn Willen nehmen, da die Pluralität einen begehrte. Gott gab allen einen König. Sapienti sat