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Jetzt, da sie die Pforten der an

dern Welt sogar den Tieren geöffnet sahen, die

ungefähr das dort vorstellen sollten, w a s h i e r

d e r g e m e i n e M a n n ; so waren sie über diese

himmlische Toleranz so bitterböse, dass sie die an

dere Welt für ein Linsengericht verkauft hätten. –

Diese Unterredung würde Schatten zu Herzenssil

houetten von diesen Damen abgeworfen haben; al

lein Herr v. W – hatte schon geraume Zeit darauf

gedacht, einen Tag, eine Mahlzeit, die allein

annum siderum platonicum verdiente, nicht so un

angemessen zu schliessen. Dieser Tag war ihm

merkwürdiger als der achtzehnte April, an welchem

Alexander und Diogenes gestorben waren; die Her

ren v. X.Y.Z. schienen ihm wieder in Schlachtord

nung, und sie waren es wirklich. Herr v. W – fing

daher zur Zerstreuung von der Musik an, wozu ihm

die Waldhörner gelegenheit zubliesen. Herr Her

mann fand sich hiebei getroffen, und wünschte

nichts mehr, als ein Spinet, damit die Meinung des

Herrn v. W – bestätigt würde, die darin bestand,

dass die Feldmusik bloss zu Krieg und Jagd zu ver

bannen wäre. Mein Vater liess den Harfenschläger

Arion auf einem Meerschweine vorreiten. Die Her

ren v. X.Y.Z., gewohnt an die Jagdfolge oder das

Recht, ein bereits angeschossenes Tier, welches auf eines andern Grund und Boden entflieht, zu verfolgen und zu erlegen, waren eben bereit, die Waldhörner, um sie zu verteidigen, zu überschreien. Von diesem Plan wären sie nicht abgegangen, wenn selbst das erwünschte Spinet, wie lupus in fabula geheult hätte; allein das M e e r s c h w e i n und A r i o n kamen ihnen so unerwartet, als ein wild oder Hirschkalb. – Sie waren, ausserdem dass sie jagdgerechte Weidmänner waren, auch gute Stallmeister, und wunderten sich höchlich über diesen Ritt. Herr v. W – machte von diesem Zeitpunkt Gebrauch, und befragte meinen Vater, was er überhaupt von der Musik dächte? PASTOR. Ich bin für die Musik der Seelen, so nenn' ich ie Poesie, für die Harmonie der Sphären, die dem platonisch-philosophischen Ohre hörbar ist. – Was die andere Musik betrifft, so fällt mir oft dabei ein, wie Dionysius einen Musikus behandelte. Er versprach, ihn reichlich zu belohnen, und da er den Lohn abforderte, verwies er ihn aufs Gehör, um Null mit Null aufgehen zu lassen. Der Herr v. W – fand diese Antwort für einen D i o n y s i u s viel zu sein, und gewiss würde er die Waldhornisten, so höflich er übrigens war, anders abgefertigt haben. Aus Angst und Not Der natürliche Weg zum Wortspiel. kam Herr V. W – aufs S p i e l , und freute sich herzlich, da er das Interesse bemerkte, das die Herren v. X.Y.Z. an diesem Worte nahmen. Der Herr v. G – war über die Lage des Herrn v. W – schalkhaft still vergnügt. PASTOR. Ein jeder Kopf lernt schwer spielen; auch das leichteste Spiel macht ihm Mühe. HERR v. W. Woher kommt das? PASTOR. Es verdriesst ihn, dass er es nicht gleich mit einem blick umzingelt, und eben dieser Verdruss zerstreut ihn. HERR v. G. Das Kartenspiel ist ein Krieg. Alle Leidenschaften ziehen zu feld. Man hat über die Moralität des Spiels gestritten, allein oft aus sehr falschen Gesichtspunkten. Einem Mann, der von Zinsen lebt, ist das Spiel ein Amt, und so etwas von Amt ist nötig, um die nötige Portion Galle in den Magen zu sprengen. Herr v. W – glaubte sein Spiel hierdurch gewonnen zu haben, allein die Sache wurde den Herren von X.Y.Z. nicht nach ihrem Sinn abgehandelt, und sie fingen auf gut weidmännisch den Hafen zu anatomiren an. Mein Reisegefährte wusste so gut wie sie, was Balg, Löffel und Sprünge hiesse, und was es sagen wolle, der Hase drückt sich. – Man handelte die Hohe-, Mittel- und Niederjagd ab. Ich ärgerte mich nicht wenig, dass Lerchen und Wachteln mit

Mardern und Heistern zur Niederjagd gehören; al

lein der Herr v. W – ärgerte sich noch weit mehr,

dass er aus dem Regen unter die Traufe gekommen

war. – Alles war über und über. – Herr v. W –

musste also aus der Not eine Tugend machen, und

bracht' eine Gesundheit auf die glückliche Reise

des jungern Herrn v. G – in Vorschlag. Ich hatte

die Ehre mit eingeschlossen zu werden, so wie un

sere beiden Väter. Diese Gesundheit wurde unter

dem Vorsitz des Herrn v. W – geblasenund

zwar, nach des Herrn v. W. – Anordnung, auf die

Art, als wenn Kanonen gelöset würden. Es war ein

jämmerlicher Ton. Dem wohlmeinenden Herrn v.

W – ging er durch die Seele. Er hatte noch etwas

wegen der Kuchen anzubringen. Das Resultat sei

ner Meinung war, dass gewisse Signaturen dabei

angebracht, und Trauer- und Freudenfeste darauf

bezeichnet werden könnten. Herr v. G – wider

sprach. Frau v. G – brachte das Wappen in Vor

schlag, welches sie in jeder Serviette gewebt hatte.

Die Waldhörner hörten nicht