und an den Ort B, wo unsere Hütten aufgebauet waren. Wir hatten, ausser unzähligen fruchtbaren Bäumen vortrefflicher Gräserei, süssen wasser-Bächen und der mit D. bezeichneten saltzigen See, worin sich eine grosse Menge Fische aufhielt, nichts sonder- und wunderbares angemerckt, als einen unvergleichlich fetten Erdboden, der ungemein geschickt wäre seinen Art-Leuten die angewandte Mühe und BestellungsKosten zu ersetzen, ingleichen eben die Arten von Wildprät, Ziegen und Vögeln, wie sich dieselben auf der Insul Gross-Felsenburg befanden, jedoch wir stelleten keinen nach, indem wir Proviant zur Gnüge bei uns führeten, auch zum Zugemüse noch allerhand frische Früchte, Kräuter und Wurtzeln erblickten. kurz zu melden, dieses Land hatte mit dem Gross-Felsenburgischen fast einerlei Art, nur dass allhier die blosse natur, dorten aber zugleich die menschlichen Künste und Wissenschafften mit würckten. Folgendes Tages fuhren wir mit zwei kleinen Booten in die durch den Meer-Busen abgesonderte Westliche Gegend G. wanderten hinunter biss an die Nord-Spitze, von dar mehrenteils am Gestade, zurück biss an das Gebürge H. wo wir die Mittags-Stunden über ausruheten, etwas von unsern mitgenommenen speisen zur Erquickung nahmen, hernach das Gebürge umgingen, die SudEcke I. betrachteten, abermals einen grossen MeerBusen K. und weiter hin die grosse See L. antraffen, und endlich zurück an den Ort kamen, wo der in die kleine See lauffende Fluss die kleine Insul C. macht. Allhier überfiel uns die Nacht, weswegen wir uns bei einem angemachten Feuer niederlagerten, und in guter Ruhe biss zu Aufgang der Sonne schlieffen. Wir hatten also nur noch das Oestliche teil der Insul zu betrachten, vor uns, weil aber der Strohm, der sich aus der grossen in die kleine See ergoss, gestriges Tages allzu breit und tieff befunden worden, sollte, um alle Gefahr zu vermeiden, der Rückweg zu den Booten angetreten werden; Allein der Tuchmacher Lorenz Wetterlingund der Bötticher Melchior Garbe, hiessen uns ohne alle sorge auf der Stätte warten, und sie nur machen zu lassen, indem sie durch den Strohm schwimmen, und ehe 2. Stunden verlieffen, mit den Booten bei uns sein wolten. Es wolte zwar keiner von uns darein willigen, sondern viel lieber den Rückweg in Compagnie antreten, allein sie liessen sich nicht wehren, schwummen auch bei der kleinen Insul um die Gegend a. glücklich durchhin, und kamen noch, ehe wir uns dessen versahen, in einem Boote den Fluss herunter gefahren, schleppten auch das andere angebundene Boot hinter sich her, nahmen uns ein, so dass wir die kleine See durch passiren, und in der Gegend M. aussteigen konnten. Nachdem die Boote befestiget, besahen wir erstlich die grosse See von dieser Seite, kosteten deren wasser, und befanden dasselbe, ungeachtet verschiedene süsse Bäche hinein flossen, ganz grausam saltzig, weswegen Mons. Litzberg par curiositeè ein Feuer anmachte, eine kupfferne Schaale mit diesem See-wasser angefüllet, darauf setzte, selbiges verrauchen liess, und gar bald das vortrefflichste Saltz abschäumete. Nach diesen, schlugen wir uns lincker Hand, nach dem grossen Gebürge N. zu, umgingen und bestiegen dasselbe, fanden zwar Merckmahle, dass selbiges Ertz oberhalb aber keine Weinstöcke, wie das Unserige in Gross-Felsenburg trüge. Hierauf verteileten wir uns öffters in 2, öffters auch in 3. Parteien, durchstreifften den Wald und die steilen Klippen am Ufer gegen Osten zu, fanden aber nichts besonderes als eine ungemeine hohe Felsen-Spitze, welche entsetzlich hoch in die Höhe lieff, und kaum auf die Helffte zu erklettern war. Mons. Litzberg, Lademann, Plager und ich waren dennoch so curieux so weit hinauf zu steigen, als ohne allergröste Gefahr möglich war, unsere Mühe aber war nicht gänzlich vergebens, denn wir entdeckten durch ein mitgenommenes 8. Fuss langes Perspectiv, gegen den Süder-Pol zu, ein gross Stücke Land, welches nach Mons. Litzbergs Meinung ohngefehr 40. biss 50. Meilen von uns entfernet, und dem Augenmasse nach wenigstens etliche 30. oder mehr Meile in der Breite halten müsse, die Länge aber, von uns gegen Süden zu, war nicht anzumercken. Alle unsere gefährten, die etwas von der Geographie verstunden, glaubten fest, dass dieses ein den Europäern noch ganz unbekandtes Land sein müsse, weil man auf keiner eintzigen Land- oder See-Carte um diese Gegend etwas angemerckt befunden. Wäre es nach unsern Köpffen, und nicht wieder des Alt-Vaters expressen Befehl gegangen, so hätten wir gleich folgenden Tages unsere Seegel dahin gerichtet, so aber muste es unterbleiben. Immittelst kamen wir auf dem platz P. alle 36. Mann ohnbeschädigt wieder zusammen, kochten ein Gerichte Fische, welche etliche der Unsen aus den Bächen gefangen hatten, hielten noch ein und anderes Gespräch über das neu-erblickte Land, und schlieffen mit einbrechender Nacht bei dem Feuer ohn alle Sorgen ein.
Am vierdten Tage unseres Daseins wurde endlich der übrige teil der Oestl. Gegend vollends ausgekundschafft, da aber weiter nichts sonderliches merckwürdiges zu betrachten vorkam, machten wir beizeiten Feierabend, schossen jedoch ein kleines wild, um das auf dieser Insul erzeugte Wildprät teils gekocht, teils gebraten zu versuchen, befanden aber gegen unser Gross-Felsenburgisches nicht den geringsten Unterschied. Nächstfolgenden fünfften Tages setzen wir uns bei der kleinen See in aller Frühe wieder in unsere Boote, ruderten den Strohm hinauf, wendeten uns aber über der kleinen Insul um, und kamen gegen Mittag auf der