1807_Hegel_Phaenomenologie.html



                            


    Eine Erklärung wie sie einer Schrift in einer Vorrede nach der Gewohnheit

vorausgeschickt wird  über den Zweck den der Verfasser sich in ihr vorgesetzt

sowie über die Veranlassungen und das Verhältnis worin er sie zu anderen

früheren oder gleichzeitigen Behandlungen desselben Gegenstandes zu stehen

glaubt  scheint bei einer philosophischen Schrift nicht nur überflüssig

sondern um der Natur der Sache willen sogar unpassend und zweckwidrig zu sein

Denn wie und was von Philosophie in einer Vorrede zu sagen schicklich wäre 

etwa eine historische Angabe der Tendenz und des Standpunkts des allgemeinen

Inhalts und der Resultate eine Verbindung von hin und her sprechenden

Behauptungen und Versicherungen über das Wahre  kann nicht für die Art und

Weise gelten in der die philosophische Wahrheit darzustellen sei Auch weil die

Philosophie wesentlich im Elemente der Allgemeinheit ist die das Besondere in

sich schließt so findet bei ihr mehr als bei anderen Wissenschaften der Schein

statt als ob in dem Zwecke oder den letzten Resultaten die Sache selbst und

sogar in ihrem vollkommenen Wesen ausgedrückt wäre gegen welches die Ausführung

eigentlich das Unwesentliche sei In der allgemeinen Vorstellung hingegen was

zB Anatomie sei etwa die Kenntnis der Teile des Körpers nach ihrem

unlebendigen Dasein betrachtet ist man überzeugt die Sache selbst den Inhalt

dieser Wissenschaft noch nicht zu besitzen sondern außerdem um das Besondere

sich bemühen zu müssen  Ferner pflegt bei einem solchen Aggregate von

Kenntnissen das den Namen Wissenschaft nicht mit Recht führt eine Konversation

über Zweck und dergleichen Allgemeinheiten nicht von der historischen und

begrifflosen Weise verschieden zu sein in der auch von dem Inhalte selbst

diesen Nerven Muskeln usf gesprochen wird Bei der Philosophie hingegen würde

die Ungleichheit entstehen dass von einer solchen Weise Gebrauch gemacht und

diese doch von ihr selbst als unfähig die Wahrheit zu fassen aufgezeigt würde

    So wird auch durch die Bestimmung des Verhältnisses das ein philosophisches

Werk zu anderen Bestrebungen über denselben Gegenstand zu haben glaubt ein

fremdartiges Interesse hereingezogen und das worauf es bei der Erkenntnis der

Wahrheit ankommt verdunkelt So fest der Meinung der Gegensatz des Wahren und

des Falschen wird so pflegt sie auch entweder Beistimmung oder Widerspruch

gegen ein vorhandenes philosophisches System zu erwarten und in einer Erklärung

über ein solches nur entweder das eine oder das andere zu sehen Sie begreift

die Verschiedenheit philosophischer Systeme nicht so sehr als die

fortschreitende Entwicklung der Wahrheit als sie in der Verschiedenheit nur den

Widerspruch sieht Die Knospe verschwindet in dem Hervorbrechen der Blüte und

man könnte sagen dass Jene von dieser widerlegt wird ebenso wird durch die

Frucht die Blüte für ein falsches Dasein der Pflanze erklärt und als ihre

Wahrheit tritt jene an die Stelle von dieser Diese Formen unterscheiden sich

nicht nur sondern verdrängen sich auch als unverträglich miteinander Aber ihre

flüssige Natur macht sie zugleich zu Momenten der organischen Einheit worin sie

sich nicht nur nicht widerstreiten sondern eins so notwendig als das andere

ist und diese gleiche Notwendigkeit macht erst das Leben des Ganzen aus Aber

der Widerspruch gegen ein philosophisches System pflegt teils sich selbst nicht

auf diese Weise zu begreifen teils auch weiß das auffassende Bewusstsein

gemeinhin nicht ihn von seiner Einseitigkeit zu befreien oder frei zu erhalten

und in der Gestalt des streitend und sich zuwider Scheinenden gegenseitig

notwendige Momente zu erkennen

    Die Forderung von dergleichen Erklärungen sowie die Befriedigungen derselben

gelten leicht dafür das Wesentliche zu betreiben Worin könnte mehr das Innere

einer philosophischen Schrift ausgesprochen sein als in den Zwecken und

Resultaten derselben und wodurch diese bestimmter erkannt werden als durch ihre

Verschiedenheit von dem was das Zeitalter sonst in derselben Sphäre

hervorbringt Wenn aber ein solches Tun für mehr als für den Anfang des

Erkennens wenn es für das wirkliche Erkennen gelten soll ist es in der Tat zu

den Erfindungen zu rechnen die Sache selbst zu umgehen und dieses beides zu

verbinden den Anschein des Ernstes und Bemühens um sie und die wirkliche

Ersparung desselben  Denn die Sache Ist nicht in ihrem Zwecke erschöpft

sondern in ihrer Ausführung noch ist das Resultat das wirkliche Ganze sondern

es zusammen mit seinem Werden der Zweck für sich ist das unlebendige

Allgemeine wie die Tendenz das bloße Treiben das seiner Wirklichkeit noch

entbehrt und das nackte Resultat ist der Leichnam der die Tendenz hinter sich

gelassen  Ebenso ist die Verschiedenheit vielmehr die Grenze der Sache sie

ist da wo die Sache aufhört oder sie ist das was diese nicht ist Solche

Bemühungen mit dem Zwecke oder den Resultaten sowie mit den Verschiedenheiten

und Beurteilungen des einen und des anderen sind daher eine leichtere Arbeit

als sie vielleicht scheinen Denn statt mit der Sache sich zu befassen ist

solches Tun immer über sie hinaus statt in ihr zu verweilen und sich in ihr zu

vergessen greift solches Wissen immer nach einem Anderen und bleibt vielmehr

bei sich selbst als dass es bei der Sache ist und sich ihr hingibt  Das

leichteste ist was Gehalt und Gediegenheit hat zu beurteilen schwerer es zu

fassen das schwerste was beides vereinigt seine Darstellung hervorzubringen

    Der Anfang der Bildung und des Herausarbeitens aus der Unmittelbarkeit des

substantiellen Lebens wird immer damit gemacht werden müssen Kenntnisse

allgemeiner Grundsätze und Gesichtspunkte zu erwerben sich nur erst zu dem

Gedanken der Sache überhaupt heraufzuarbeiten nicht weniger sie mit Gründen zu

unterstützen oder zu widerlegen die konkrete und reiche Fülle nach

Bestimmtheiten aufzufassen und ordentlichen Bescheid und ernsthaftes Urteil über

sie zu erteilen zu wissen Dieser Anfang der Bildung wird aber zunächst dem

Ernste des erfüllten Lebens Platz machen der in die Erfahrung der Sache selbst

hineinführt und wenn auch dies noch hinzukommt dass der Ernst des Begriffs in

ihre Tiefe steigt so wird eine solche Kenntnis und Beurteilung In der

Konversation ihre schickliche Stelle behalten

    Die wahre Gestalt in welcher die Wahrheit existiert kann allein das

wissenschaftliche System derselben sein Daran mitzuarbeiten dass die

Philosophie der Form der Wissenschaft näherkomme  dem Ziele ihren Namen der

Liebe zum Wissen ablegen zu können und wirkliches Wissen zu sein  ist es was

ich mir vorgesetzt Die innere Notwendigkeit dass das Wissen Wissenschaft sei

liegt in seiner Natur und die befriedigende Erklärung hierüber ist allein die

Darstellung der Philosophie selbst Die äußere Notwendigkeit aber insofern sie

abgesehen von der Zufälligkeit der Person und der individuellen Veranlassungen

auf eine allgemeine Weise gefasst wird ist dasselbe was die innere ist in

der Gestalt nämlich wie die Zeit das Dasein ihrer Momente vorstellt dass die

Erhebung der Philosophie zur Wissenschaft an der Zeit ist dies aufzuzeigen

würde daher die einzig wahre Rechtfertigung der Versuche sein die diesen Zweck

haben weil sie dessen Notwendigkeit dartun ja sie ihn zugleich ausführen

würde

    

    Indem die wahre Gestalt der Wahrheit in diese Wissenschaftlichkeit gesetzt

wird  oder was dasselbe ist indem die Wahrheit behauptet wird an dem

Begriffe allein das Element ihrer Existenz zu haben  so weiß ich dass dies im

Widerspruch mit einer Vorstellung und deren Folgen zu stehen scheint welche

eine so große Anmaßung als Ausbreitung in der Überzeugung des Zeitalters hat

Eine Erklärung über diesen Widerspruch scheint darum nicht überflüssig wenn sie

auch hier weiter nichts als gleichfalls eine Versicherung wie das gegen was sie

geht sein kann Wenn nämlich das Wahre nur in demjenigen oder vielmehr nur als

dasjenige existiert was bald Anschauung bald unmittelbares Wissen des

Absoluten Religion das Sein  nicht im Zentrum der göttlichen Liebe sondern

das Sein desselben selbst  genannt wird so wird von da aus zugleich für die

Darstellung der Philosophie vielmehr das Gegenteil der Form des Begriffs

gefordert Das Absolute soll nicht begriffen sondern gefühlt und angeschaut

werden nicht sein Begriff sondern sein Gefühl und Anschauung sollen das Wort

führen und ausgesprochen werden

    Wird die Erscheinung einer solchen Forderung nach ihrem allgemeineren

Zusammenhange aufgefasst und auf die Stufe gesehen worauf der selbstbewusste

Geist gegenwärtig steht so ist er über das substantielle Leben das er sonst im

Elemente des Gedankens führte hinaus  über diese Unmittelbarkeit seines

Glaubens über die Befriedigung und Sicherheit der Gewissheit welche das

Bewusstsein von seiner Versöhnung mit dem Wesen und dessen allgemeiner der

inneren und äußeren Gegenwart besaß Er ist nicht nur darüber hinausgegangen in

das andere Extrem der substanzlosen Reflexion seiner in sich selbst sondern

auch über diese Sein wesentliches Leben ist ihm nicht nur verloren er ist sich

auch dieses Verlustes und der Endlichkeit die sein Inhalt ist bewusst Von den

Trebern sich wegwendend dass er im argen liegt bekennend und darauf schmähend

verlangt er nun von der Philosophie nicht sowohl das Wissen dessen was er ist

als zur Herstellung jener Substantialität und der Gediegenheit des Seins erst

wieder durch sie zu gelangen Diesem Bedürfnisse soll sie also nicht so sehr die

Verschlossenheit der Substanz aufschließen und diese zum Selbstbewusstsein

erheben nicht so sehr das chaotische Bewusstsein zur gedachten Ordnung und zur

Einfachheit des Begriffs zurückbringen als vielmehr die Sonderungen des

Gedankens zusammenschütten den unterscheidenden Begriff unterdrücken und das

Gefühl des Wesens herstellen nicht sowohl Einsicht als Erbauung gewähren Das

Schöne Heilige Ewige die Religion und Liebe sind der Köder der gefordert

wird um die Lust zum Anbeißen zu erwecken nicht der Begriff sondern die

Ekstase nicht die kalt fortschreitende Notwendigkeit der Sache sondern die

gärende Begeisterung soll die Haltung und fortleitende Ausbreitung des Reichtums

der Substanz sein

    Dieser Forderung entspricht die angestrengte und fast eifernd und gereizt

sich zeigende Bemühung die Menschen aus der Versunkenheit ins Sinnliche

Gemeine und Einzelne herauszureißen und ihren Blick zu den Sternen aufzurichten

als ob sie des Göttlichen ganz vergessend mit Staub und Wasser wie der Wurm

auf dem Punkte sich zu befriedigen stünden Sonst hatten sie einen Himmel mit

weitläufigem Reichtum von Gedanken und Bildern ausgestattet Von allem was

ist lag die Bedeutung in dem Lichtfaden durch den es an den Himmel geknüpft

war an ihm statt in dieser Gegenwart zu verweilen glitt der Blick über sie

hinaus zum göttlichen Wesen zu einer wenn man so sagen kann jenseitigen

Gegenwart hinauf Das Auge des Geistes musste mit Zwang auf das Irdische

gerichtet und bei ihm festgehalten werden und es hat einer langen Zeit bedurft

jene Klarheit die nur das Überirdische hatte in die Dumpfheit und

Verworrenheit worin der Sinn des Diesseitigen lag hineinzuarbeiten und die

Aufmerksamkeit auf das Gegenwärtige als solches welche Erfahrung genannt wurde

interessant und geltend zu machen  Jetzt scheint die Not des Gegenteils

vorhanden der Sinn so sehr in dem Irdischen festgewurzelt dass es gleicher

Gewalt bedarf ihn darüber zu erheben Der Geist zeigt sich so arm dass er sich

wie in der Sandwüste der Wanderer nach einem einfachen Trunk Wassers nur nach

dem dürftigen Gefühle des Göttlichen überhaupt für seine Erquickung zu sehnen

scheint An diesem woran dem Geiste genügt ist die Größe seines Verlustes zu

ermessen

    Diese Genügsamkeit des Empfangens oder Sparsamkeit des Gebens ziemt der

Wissenschaft nicht Wer nur Erbauung sucht wer die irdische Mannigfaltigkeit

seines Daseins und des Gedankens in Nebel einzuhüllen und nach dem unbestimmten

Genüsse dieser unbestimmten Göttlichkeit verlangt mag zusehen wo er dies

findet er wird leicht selbst sich etwas vorzuschwärmen und damit sich

aufzuspreizen die Mittel finden Die Philosophie aber muss sich hüten erbaulich

sein zu wollen

    Noch weniger muss diese Genügsamkeit die auf die Wissenschaft Verzicht tut

darauf Anspruch machen dass solche Begeisterung und Trübheit etwas Höheres sei

als die Wissenschaft Dieses prophetische Reden meint recht im Mittelpunkte und

der Tiefe zu bleiben blickt verächtlich auf die Bestimmtheit den Horos und

hält sich absichtlich von dem Begriffe und der Notwendigkeit entfernt als von

der Reflexion die nur in der Endlichkeit hause Wie es aber eine leere Breite

gibt so auch eine leere Tiefe wie eine Extension der Substanz die sich in

endliche Mannigfaltigkeit ergießt ohne Kraft sie zusammenzuhalten so eine

gehaltlose Intensität welche als lautere Kraft ohne Ausbreitung sich haltend

dasselbe ist was die Oberflächlichkeit Die Kraft des Geistes ist nur so groß

als ihre Äußerung seine Tiefe nur so tief als er in seiner Auslegung sich

auszubreiten und sich zu verlieren getraut Zugleich wenn dies begrifflose

substantielle Wissen die Eigenheit des Selbsts in dem Wesen versenkt zu haben

und wahr und heilig zu philosophieren vorgibt so verbirgt es sich dies dass es

statt dem Gotte ergeben zu sein durch die Verschmähung des Maßes und der

Bestimmung vielmehr nur bald in sich selbst die Zufälligkeit des Inhalts bald

in ihm die eigene Willkür gewähren lässt  Indem sie sich dem ungebändigten

Gären der Substanz überlassen meinen sie durch die Einhüllung des

Selbstbewusstseins und Aufgeben des Verstandes die Seinen zu sein denen Gott die

Weisheit im Schlafe gibt was sie so in der Tat im Schlafe empfangen und

gebären sind darum auch Träume

    Es ist übrigens nicht schwer zu sehen dass unsere Zeit eine Zeit der Geburt

und des Übergangs zu einer neuen Periode ist Der Geist hat mit der bisherigen

Welt seines Daseins und Vorstellens gebrochen und steht im Begriffe es in die

Vergangenheit hinab zu versenken und in der Arbeit seiner Umgestaltung Zwar

ist er nie in Ruhe sondern in immer fortschreitender Bewegung begriffen Aber

wie beim Kinde nach langer stiller Ernährung der erste Atemzug jene

Allmählichkeit des nur vermehrenden Fortgangs abbricht  ein qualitativer Sprung

 und Jetzt das Kind geboren ist so reift der sich bildende Geist langsam und

stille der neuen Gestalt entgegen löst ein Teilchen des Baues seiner

vorhergehenden Welt nach dem ändern auf ihr Wanken wird nur durch einzelne

Symptome angedeutet der Leichtsinn wie die Langeweile die im Bestehenden

einreißen die unbestimmte Ahnung eines Unbekannten sind Vorboten dass etwas

anderes im Anzuge ist Dies allmähliche Zerbröckeln das die Physiognomie des

Ganzen nicht veränderte wird durch den Aufgang unterbrochen der ein Blitz in

einem Male das Gebilde der neuen Welt hinstellt

    Allein eine vollkommene Wirklichkeit hat dies Neue so wenig als das eben

geborene Kind und dies ist wesentlich nicht außer acht zu lassen Das erste

Auftreten ist erst seine Unmittelbarkeit oder sein Begriff Sowenig ein Gebäude

fertig ist wenn sein Grund gelegt worden so wenig ist der erreichte Begriff

des Ganzen das Ganze selbst Wo wir eine Eiche in der Kraft ihres Stammes und in

der Ausbreitung ihrer Äste und den Massen ihrer Belaubung zu sehen wünschen

sind wir nicht zufrieden wenn uns an Stelle dieser eine Eichel gezeigt wird So

ist die Wissenschaft die Kröne einer Welt des Geistes nicht in ihrem Anfange

vollendet Der Anfang des neuen Geistes ist das Produkt einer weitläufigen

Umwälzung von mannigfaltigen Bildungsformen der Preis eines vielfach

verschlungenen Weges und ebenso vielfacher Anstrengung und Bemühung Er ist das

aus der Sukzession wie aus seiner Ausdehnung in sich zurückgegangene Ganze der

gewordene einfache Begriff desselben Die Wirklichkeit dieses einfachen Ganzen

aber besteht darin dass jene zu Momenten gewordenen Gestaltungen sich wieder von

neuem aber in ihrem neuen Elemente in dem gewordenen Sinne entwickeln und

Gestaltung geben

    Indem einerseits die erste Erscheinung der neuen Welt nur erst das in seine

Einfachheit verhüllte Ganze oder sein allgemeiner Grund istso ist dem

Bewusstsein dagegen der Reichtum des vorhergehenden Daseins noch in der

Erinnerung gegenwärtig Es vermisst an der neu erscheinenden Gestalt die

Ausbreitung und Besonderung des Inhalts noch mehr aber vermisst es die

Ausbildung der Form wodurch die Unterschiede mit Sicherheit bestimmt und in

ihre festen Verhältnisse geordnet werden Ohne diese Ausbildung entbehrt die

Wissenschaft der allgemeinen Verständlichkeit und hat den Schein ein

esoterisches Besitztum einiger Einzelner zu sein  ein esoterisches Besitztum

denn sie ist nur erst in ihrem Begriffe oder ihr Inneres vorhanden einiger

Einzelner denn ihre unausgebreitete Erscheinung macht ihr Dasein zum Einzelnen

Erst was vollkommen bestimmt ist ist zugleich exoterisch begreiflich und

fähig gelernt und das Eigentum aller zu sein Die verständige Form der

Wissenschaft ist der allen dargebotene und für alle gleichgemachte Weg zu ihr

und durch den Verstand zum vernünftigen Wissen zu gelangen ist die gerechte

Forderung des Bewusstseins das zur Wissenschaft hinzutritt denn der Verstand

ist das Denken das reine Ich überhaupt und das Verständige ist das schon

Bekannte und das Gemeinschaftliche der Wissenschaft und des unwissenschaftlichen

Bewusstseins wodurch dieses unmittelbar in jene einzutreten vermag

    Die Wissenschaft die erst beginnt und es also noch weder zur

Vollständigkeit des Details noch zur Vollkommenheit der Form gebracht hat ist

dem Tadel darüber ausgesetzt Aber wenn dieser ihr Wesen treffen soll so würde

er ebenso ungerecht sein als es unstatthaft ist die Forderung jener Ausbildung

nicht anerkennen zu wollen Dieser Gegensatz scheint der hauptsächlichste Knoten

zu sein an dem die wissenschaftliche Bildung sich gegenwärtig zerarbeitet und

worüber sie sich noch nicht gehörig versteht Der eine Teil pocht auf den

Reichtum des Materials und die Verständlichkeit der andere verschmäht

wenigstens diese und pocht auf die unmittelbare Vernünftigkeit und Göttlichkeit

Wenn auch jener Teil es sei durch die Kraft der Wahrheit allein oder auch durch

das Ungestüm des ändern zum Stillschweigen gebracht ist und wenn er in Ansehung

des Grunds der Sache sich überwältigt fühlte so ist er darum in Ansehung jener

Forderungen nicht befriedigt denn sie sind gerecht aber nicht erfüllt Sein

Stillschweigen gehöre nur halb dem Siege halb aber der Langeweile und

Gleichgültigkeit welche die Folge einer beständig erregten Erwartung und nicht

erfolgten Erfüllung der Versprechungen zu sein pflegt

    In Ansehung des Inhalts machen die anderen sich es wohl zuweilen leicht

genug eine große Ausdehnung zu haben Sie ziehen auf ihren Boden eine Menge

Material nämlich das schon Bekannte und Geordnete herein und indem sie sich

vornehmlich mit den Sonderbarkeiten und Kuriositäten zu tun machen scheinen sie

um so mehr das übrige womit das Wissen in seiner Art schon fertig war zu

besitzen zugleich auch das noch Ungeregelte zu beherrschen und somit alles der

absoluten Idee zu unterwerfen welche hiermit in allem erkannt und zur

ausgebreiteten Wissenschaft gediehen zu sein scheint Näher aber diese

Ausbreitung betrachtet so zeigt sie sich nicht dadurch zustande gekommen dass

ein und dasselbe sich selbst verschieden gestaltet hätte sondern sie ist die

gestaltlose Wiederholung des einen und desselben das nur an das verschiedene

Material äußerlich angewendet ist und einen langweiligen Schein der

Verschiedenheit erhält Die für sich wohl wahre Idee bleibt in der Tat nur immer

in ihrem Anfange stehen wenn die Entwicklung in nichts als in einer solchen

Wiederholung derselben Formel besteht Die eine unbewegte Form vom wissenden

Subjekte an dem Vorhandenen herumgeführt das Material in dies ruhende Element

von außenher eingetaucht dies ist so wenig als willkürliche Einfälle über den

Inhalt die Erfüllung dessen was gefordert wird nämlich der aus sich

entspringende Reichtum und sich selbst bestimmende Unterschied der Gestalten Es

ist vielmehr ein einfarbiger Formalismus der nur zum Unterschiede des Stoffes

und zwar dadurch kommt weil dieser schon bereitet und bekannt ist

    Dabei behauptet er diese Eintönigkeit und die abstrakte Allgemeinheit für

das Absolute er versichert dass in ihr unbefriedigt zu sein eine Unfähigkeit

sei sich des absoluten Standpunktes zu bemächtigen und auf ihm festzuhalten

Wenn sonst die leere Möglichkeit sich etwas auch auf eine andere Weise

vorzustellen hinreichte um eine Vorstellung zu widerlegen und dieselbe bloße

Möglichkeit der allgemeine Gedanke auch den ganzen positiven Wert des

wirklichen Erkennens hatte so sehen wir hier gleichfalls der allgemeinen Idee

in dieser Form der Unwirklichkeit allen Wert zugeschrieben und die Auflösung des

Unterschiedenen und Bestimmten oder vielmehr das weiter nicht entwickelte noch

an ihm selbst sich rechtfertigende Hinunterwerfen desselben in den Abgrund des

Leeren für spekulative Betrachtungsart gelten Irgendein Dasein wie es im

Absoluten ist betrachten besteht hier in nichts anderem als dass davon gesagt

wird es sei zwar Jetzt von ihm gesprochen worden als von einem Etwas im

Absoluten dem A  A jedoch gebe es dergleichen gar nicht sondern darin sei

alles eins Dies eine Wissen dass im Absoluten alles gleich ist der

unterscheidenden und erfüllten oder Erfüllung suchenden und fordernden

Erkenntnis entgegenzusetzen oder sein Absolutes für die Nacht auszugeben worin

wie man zu sagen pflegt alle Kühe schwarz sind ist die Naivität der Leere an

Erkenntnis  Der Formalismus den die Philosophie neuerer Zeit verklagt und

geschmäht hat und der sich in ihr selbst wieder erzeugte wird wenn auch

seine Ungenügsamkeit bekannt und gefühlt ist aus der Wissenschaft nicht

verschwinden bis das Erkennen der absoluten Wirklichkeit sich über seine Natur

vollkommen klar geworden ist  In der Rücksicht dass die allgemeine

Vorstellung wenn sie dem was ein Versuch ihrer Ausführung ist vorangeht das

Auffassen der letzteren erleichtert ist es dienlich das Ungefähre derselben

hier anzudeuten in der Absicht zugleich bei dieser Gelegenheit einige Formen

zu entfernen deren Gewohnheit ein Hindernis für das philosophische Erkennen

ist

    

    Es kommt nach meiner Einsicht welche sich nur durch die Darstellung des

Systems selbst rechtfertigen muss alles darauf an das Wahre nicht als Substanz

sondern ebensosehr als Subjekt aufzufassen und auszudrücken Zugleich ist zu

bemerken dass die Substantialität so sehr das Allgemeine oder die

Unmittelbarkeit des Wissens selbst als auch diejenige welche Sein oder

Unmittelbarkeit für das Wissen ist in sich schließt  Wenn Gott als die eine

Substanz zu fassen das Zeitalter empörte worin diese Bestimmung ausgesprochen

wurde so lag teils der Grund hiervon in dem Instinkte dass darin das

Selbstbewusstsein nur untergegangen nicht erhalten ist teils aber ist das

Gegenteil welches das Denken als Denken festhält die Allgemeinheit als solche

dieselbe Einfachheit oder ununterschiedene unbewegte Substantialität und wenn

drittens das Denken das Sein der Substanz mit sich vereint und die

Unmittelbarkeit oder das Anschauen als Denken erfasst so kommt es noch darauf

an ob dieses intellektuelle Anschauen nicht wieder in die träge Einfachheit

zurückfällt und die Wirklichkeit selbst auf eine unwirkliche Weise darstellt

    Die lebendige Substanz ist ferner das Sein welches in Wahrheit Subjekt

oder was dasselbe heißt welches in Wahrheit wirklich ist nur insofern sie die

Bewegung des Sichselbstsetzens oder die Vermittlung des Sichanderswerdens mit

sich selbst ist Sie ist als Subjekt die reine einfache Negativität eben

dadurch die Entzweiung des Einfachen oder die entgegensetzende Verdopplung

welche wieder die Negation dieser gleichgültigen Verschiedenheit und ihres

Gegensatzes ist nur diese sich wiederherstellende Gleichheit oder die Reflexion

im Anderssein in sich selbst  nicht eine ursprüngliche Einheit als solche oder

unmittelbare als solche  ist das Wahre Es ist das Werden seiner selbst der

Kreis der sein Ende als seinen Zweck voraussetzt und zum Anfange hat und nur

durch die Ausführung und sein Ende wirklich ist

    Das Leben Gottes und das göttliche Erkennen mag also wohl als ein Spielen

der Liebe mit sich selbst ausgesprochen werden diese Idee sinkt zur

Erbaulichkeit und selbst zur Fadheit herab wenn der Ernst der Schmerz die

Geduld und Arbeit des Negativen darin fehlt An sich ist jenes Leben wohl die

ungetrübte Gleichheit und Einheit mit sich selbst der es kein Ernst mit dem

Anderssein und der Entfremdung sowie mit dem Überwinden dieser Entfremdung ist

Aber dies Ansich ist die abstrakte Allgemeinheit in welcher von seiner Natur

für sich zu sein und damit überhaupt von der Selbstbewegung der Form abgesehen

wird Wenn die Form als dem Wesen gleich ausgesagt wird so ist es eben darum

ein missverstand zu meinen dass das Erkennen sich mit dem Ansich oder dem Wesen

begnügen die Form aber ersparen könne  dass der absolute Grundsatz oder die

absolute Anschauung die Ausführung des ersteren oder die Entwicklung der anderen

entbehrlich mache Gerade weil die Form dem Wesen so wesentlich ist als es sich

selbst ist es nicht bloß als Wesen dh als unmittelbare Substanz oder als

reine Selbstanschauung des Göttlichen zu fassen und auszudrücken sondern

ebensosehr als Form und im ganzen Reichtum der entwickelten Form dadurch wird

es erst als Wirkliches gefasst und ausgedrückt

    Das Wahre ist das Ganze Das Ganze aber ist nur das durch seine Entwicklung

sich vollendende Wesen Es ist von dem Absoluten zu sagen dass es wesentlich

Resultat dass es erst am Ende das ist was es in Wahrheit ist und hierin eben

besteht seine Natur Wirkliches Subjekt oder Sichselbstwerden zu sein So

widersprechend es scheinen mag dass das Absolute wesentlich als Resultat zu

begreifen sei so stellt doch eine geringe Überlegung diesen Schein von

Widerspruch zurecht Der Anfang das Prinzip oder das Absolute wie es zuerst

und unmittelbar ausgesprochen wird ist nur das Allgemeine Sowenig wenn ich

sage alle Tiere dies Wort für eine Zoologie gelten kann ebenso fällt es auf

dass die Worte des Göttlichen Absoluten Ewigen usw das nicht aussprechen was

darin enthalten ist  und nur solche Worte drücken in der Tat die Anschauung

als das Unmittelbare aus Was mehr ist als ein solches Wort der Übergang auch

nur zu einem Satze enthält ein Anderswerden das zurückgenommen werden muss ist

eine Vermittlung Diese aber ist das was perhorresziert wird als ob dadurch

dass mehr aus ihr gemacht wird denn nur dies dass sie nichts Absolutes und im

Absoluten gar nicht sei die absolute Erkenntnis aufgegeben wäre

    Dies Perhorreszieren stammt aber in der Tat aus der Unbekanntschaft mit der

Natur der Vermittlung und des absoluten Erkennens selbst Denn die Vermittlung

ist nichts anderes als die sich bewegende Sichselbstgleichheit oder sie ist die

Reflexion in sich selbst das Moment des fürsichseienden Ich die reine

Negativität oder auf ihre reine Abstraktion herabgesetzt das einfache Werden

Das Ich oder das Werden überhaupt dieses Vermitteln ist um seiner Einfachheit

willen eben die werdende Unmittelbarkeit und das Unmittelbare selbst  Es ist

daher ein Verkennen der Vernunft wenn die Reflexion aus dem Wahren

ausgeschlossen und nicht als positives Moment des Absoluten erfasst wird Sie ist

es die das Wahre zum Resultate macht aber diesen Gegensatz gegen sein Werden

ebenso aufhebt denn dies Werden ist ebenso einfach und daher von der Form des

Wahren im Resultate sich als einfach zu zeigen nicht verschieden es ist

vielmehr eben dies Zurückgegangensein in die Einfachheit  Wenn der Embryo wohl

an sich Mensch istso ist er es aber nicht für sich für sich ist er es nur als

gebildete Vernunft die sich zu dem gemacht hat was sie an sich ist. Dies erst

ist ihre Wirklichkeit Aber dies Resultat ist selbst einfache Unmittelbarkeit

denn es ist die selbstbewusste Freiheit die in sich ruht und den Gegensatz nicht

auf die Seite gebracht hat und ihn da liegen lässt sondern mit ihm versöhnt ist

    Das Gesagte kann auch so ausgedrückt werden dass die Vernunft das

zweckmäßige Tun ist Die Erhebung der vermeinten Natur über das misskannte Denken

und zunächst die Verbannung der äußeren Zweckmäßigkeit hat die Form des Zwecks

überhaupt in Misskredit gebracht Allein wie auch Aristoteles die Natur als das

zweckmäßige Tun bestimmt der Zweck ist das Unmittelbare Ruhende das

Unbewegte welches selbst bewegend istso ist es Subjekt Seine Kraft zu

bewegen abstrakt genommen ist das Fürsichsein oder die reine Negativität Das

Resultat ist nur darum dasselbe was der Anfang weil der Anfang Zweck ist 

oder das Wirkliche ist nur darum dasselbe was sein Begriff weil das

Unmittelbare als Zweck das Selbst oder die reine Wirklichkeit in ihm selbst hat

Der ausgeführte Zweck oder das daseiende Wirkliche ist Bewegung und entfaltetes

Werden eben diese Unruhe aber ist das Selbst und jener Unmittelbarkeit und

Einfachheit des Anfangs ist es darum gleich weil es das Resultat das in sich

Zurückgekehrte  das in sich Zurückgekehrte aber eben das Selbst und das Selbst

die sich auf sich beziehende Gleichheit und Einfachheit ist

    Das Bedürfnis das Absolute als Subjekt vorzustellen bediente sich der

Sätze Gott ist das Ewige oder die moralische Weltordnung oder die Liebe usf

In solchen Sätzen ist das Wahre nur geradezu als Subjekt gesetzt nicht aber als

die Bewegung des sich in sich selbst Reflektierens dargestellt Es wird in einem

Satze der Art mit dem Worte »Gott« angefangen Dies für sich ist ein sinnloser

Laut ein bloßer Name erst das Prädikat sagt was er ist ist seine Erfüllung

und Bedeutung der leere Anfang wird nur in diesem Ende ein wirkliches Wissen

Insofern ist nicht abzusehen warum nicht vom Ewigen der moralischen

Weltordnung usf oder wie die Alten taten von reinen Begriffen dem Sein dem

Einen usf von dem was die Bedeutung ist allein gesprochen wird ohne den

sinnlosen Laut noch hinzuzufügen Aber durch dies Wort wird eben bezeichnet dass

nicht ein Sein oder Wesen oder Allgemeines überhaupt sondern ein in sich

Reflektiertes ein Subjekt gesetzt ist Allein zugleich ist dies nur

antizipiert Das Subjekt ist als fester Punkt angenommen an den als ihren Halt

die Prädikate geheftet sind durch eine Bewegung die dem von ihm Wissenden

angehört und die auch nicht dafür angesehen wird dem Punkte selbst anzugehören

durch sie aber wäre allein der Inhalt als Subjekt dargestellt In der Art wie

diese Bewegung beschaffen ist kann sie ihm nicht angehören aber nach

Voraussetzung jenes Punkts kann sie auch nicht anders beschaffen kann sie nur

äußerlich sein Jene Antizipation dass das Absolute Subjekt ist ist daher nicht

nur nicht die Wirklichkeit dieses Begriffs sondern macht sie sogar unmöglich

denn jene setzt ihn als ruhenden Punkt diese aber ist die Selbstbewegung

    Unter mancherlei Folgerungen die aus dem Gesagten fließen kann diese

herausgehoben werden dass das Wissen nur als Wissenschaft oder als System

wirklich ist und dargestellt werden kann dass ferner ein sogenannter Grundsatz

oder Prinzip der Philosophie wenn er wahr ist schon darum auch falsch ist

insofern er nur als Grundsatz oder Prinzip ist  Es ist deswegen leicht ihn zu

widerlegen Die Widerlegung besteht darin dass sein Mangel aufgezeigt wird

mangelhaft aber ist er weil er nur das Allgemeine oder Prinzip der Anfang ist

Ist die Widerlegung gründlich so ist sie aus ihm selbst genommen und

entwickelt  nicht durch entgegengesetzte Versicherungen und Einfälle von außen

her bewerkstelligt Sie würde also eigentlich seine Entwicklung und somit die

Ergänzung seiner Mangelhaftigkeit sein wenn sie sich nicht darin verkennte dass

sie ihr negatives Tun allein beachtet und sich ihres Fortgangs und Resultates

nicht auch nach seiner positiven Seite bewusst wird  Die eigentliche positive

Ausführung des Anfangs ist zugleich umgekehrt ebensosehr ein negatives Verhalten

gegen ihn nämlich gegen seine einseitige Form erst unmittelbar oder Zweck zu

sein Sie kann somit gleichfalls als Widerlegung desjenigen genommen werden was

den Grund des Systems ausmacht richtiger aber ist sie als ein Aufzeigen

anzusehen dass der Grund oder das Prinzip des Systems in der Tat nur sein Anfang

ist

    dass das Wahre nur als System wirklich oder dass die Substanz wesentlich

Subjekt ist ist in der Vorstellung ausgedrückt welche das Absolute als Geist

ausspricht  der erhabenste Begriff und der der neueren Zeit und ihrer Religion

angehört Das Geistige allein ist das Wirkliche es ist das Wesen oder

Ansichseiende  das sich Verhaltende und Bestimmte das Anderssein und

Fürsichsein  und das in dieser Bestimmtheit oder seinem Außersichsein in sich

selbst Bleibende  oder es ist an und für sich.  Dies Anundfürsichsein aber

ist es erst für uns oder an sich es ist die geistige Substanz Es muss dies auch

für sich selbst muss das Wissen von dem Geistigen und das Wissen von sich als

dem Geiste sein dh es muss sich als Gegenstand sein aber ebenso unmittelbar

als aufgehobener in sich reflektierter Gegenstand Er ist für sich nur für uns

insofern sein geistiger Inhalt durch ihn selbst erzeugt ist insofern er aber

auch für sich selbst für sich istso ist dieses Selbsterzeugen der reine

Begriff ihm zugleich das gegenständliche Element worin er sein Dasein hat und

er ist auf diese Weise in seinem Dasein für sich selbst in sich reflektierter

Gegenstand  Der Geist der sich so entwickelt als Geist weiß ist die

Wissenschaft Sie ist seine Wirklichkeit und das Reich das er sich in seinem

eigenen Elemente erbaut

    

    Das reine Selbsterkennen im absoluten Anderssein dieser Äther als solcher

ist der Grund und Boden der Wissenschaft oder das Wissen im allgemeinen Der

Anfang der Philosophie macht die Voraussetzung oder Forderung dass das

Bewusstsein sich in diesem Elemente befinde Aber dieses Element erhält seine

Vollendung und Durchsichtigkeit selbst nur durch die Bewegung seines Werdens Es

ist die reine Geistigkeit als das Allgemeine das die Weise der einfachen

Unmittelbarkeit hat  dies Einfache wie es als solches Existenz hat ist der

Boden der Denken der nur im Geist ist Weil dieses Element diese

Unmittelbarkeit des Geistes das Substantielle überhaupt des Geistes ist ist sie

die verklärte Wesenheit die Reflexion die selbst einfach die Unmittelbarkeit

als solche für sich ist, das Sein das die Reflexion in sich selbst ist Die

Wissenschaft verlangt von ihrer Seite an das Selbstbewusstsein dass es in diesen

Äther sich erhoben habe um mit ihr und in ihr leben zu können und zu leben

Umgekehrt hat das Individuum das Recht zu fordern dass die Wissenschaft ihm die

Leiter wenigstens zu diesem Standpunkte reiche ihm in ihm selbst denselben

aufzeige Sein Recht gründet sich auf seine absolute Selbständigkeit die es in

jeder Gestalt seines Wissens zu besitzen weiß denn in jeder  sei sie von der

Wissenschaft anerkannt oder nicht und der Inhalt sei welcher er wolle  ist es

die absolute Form dh es ist die unmittelbare Gewissheit seiner selbst und

wenn dieser Ausdruck vorgezogen würde damit unbedingtes Sein Wenn der

Standpunkt des Bewusstseins von gegenständlichen Dingen im Gegensatze gegen sich

selbst und von sich selbst im Gegensatze gegen sie zu wissen der Wissenschaft

als das Andere  das worin es sich bei sich selbst weiß vielmehr als der

Verlust des Geistes  gilt so ist ihm dagegen das Element der Wissenschaft eine

jenseitige Ferne worin es nicht mehr sich selbst besitzt Jeder von diesen

beiden Teilen scheint für den anderen das Verkehrte der Wahrheit zu sein dass

das natürliche Bewusstsein sich der Wissenschaft unmittelbar anvertraut ist ein

Versuch den es es weiß nicht von was angezogen macht auch einmal auf dem

Kopfe zu gehen der Zwang diese ungewohnte Stellung anzunehmen und sich in ihr

zu bewegen ist eine so unvorbereitete als unnötig scheinende Gewalt die ihm

angemutet wird sich anzutun  Die Wissenschaft sei an ihr selbst, was sie

will im Verhältnisse zum unmittelbaren Selbstbewusstsein stellt sie sich als ein

Verkehrtes gegen dieses dar oder weil dasselbe in der Gewissheit seiner selbst

das Prinzip seiner Wirklichkeit hat trägt sie indem es für sich außer ihr ist

die Form der Unwirklichkeit Sie hat darum solches Element mit ihr zu vereinigen

oder vielmehr zu zeigen dass und wie es ihr selbst angehört Als solcher

Wirklichkeit entbehrend ist sie nur der Inhalt als das Ansich der Zweck der

erst noch ein Inneres nicht als Geist nur erst geistige Substanz ist Dies

Ansich hat sich zu äußern und für sich selbst zu werden dies heißt nichts

anderes als dasselbe hat das Selbstbewusstsein als eins mit sich zu setzen

    Dies Werden der Wissenschaft überhaupt oder des Wissens ist es was diese

Phänomenologie des Geistes darstellt Das Wissen wie es zuerst ist oder der

unmittelbare Geist ist das Geistlose das sinnliche Bewusstsein Um zum

eigentlichen Wissen zu werden oder das Element der Wissenschaft das ihr reiner

Begriff selbst ist zu erzeugen hat es sich durch einen langen Weg

hindurchzuarbeiten  Dieses Werden wie es in seinem Inhalte und den Gestalten

die sich in ihm zeigen sich aufstellen wird wird nicht das sein was man

zunächst unter einer Anleitung des unwissenschaftlichen Bewusstseins zur

Wissenschaft sich vorstellt auch etwas anderes als die Begründung der

Wissenschaft  so ohnehin als die Begeisterung die wie aus der Pistole mit dem

absoluten Wissen unmittelbar anfängt und mit anderen Standpunkten dadurch schon

fertig ist dass sie keine Notiz davon zu nehmen erklärt

    

    Die Aufgabe das Individuum von seinem ungebildeten Standpunkte aus zum

Wissen zu führen war in ihrem allgemeinen Sinn zu fassen und das allgemeine

Individuum der selbstbewusste Geist in seiner Bildung zu betrachten  Was das

Verhältnis beider betrifft so zeigt sich in dem allgemeinen Individuum jedes

Moment wie es die konkrete Form und eigene Gestaltung gewinnt Das besondere

Individuum ist der unvollständige Geist eine konkrete Gestalt in deren ganzem

Dasein eine Bestimmtheit herrschend ist und worin die anderen nur in verwischten

Zügen vorhanden sind In dem Geiste, der höher steht als ein anderer ist das

niedrigere konkrete Dasein zu einem unscheinbaren Momente herabgesunken was

vorher die Sache selbst war ist nur noch eine Spur ihre Gestalt ist eingehüllt

und eine einfache Schattierung geworden Diese Vergangenheit durchläuft das

Individuum dessen Substanz der höherstehende Geist ist in der Weise wie der

welcher eine höhere Wissenschaft vornimmt die Vorbereitungskenntnisse die er

längst innehat um sich ihren Inhalt gegenwärtig zu machen durchgeht er ruft

die Erinnerung derselben zurück ohne darin sein Interesse und Verweilen zu

haben Der Einzelne muss auch dem Inhalte nach die Bildungsstufen des allgemeinen

Geistes durchlaufen aber als vom Geiste schon abgelegte Gestalten als Stufen

eines Wegs der ausgearbeitet und geebnet ist so sehen wir in Ansehung der

Kenntnisse das was in früheren Zeitaltern den reifen Geist der Männer

beschäftigte zu Kenntnissen Übungen und selbst Spielen des Knabenalters

herabgesunken und werden in dem pädagogischen Fortschreiten die wie im

Schattenrisse nachgezeichnete Geschichte der Bildung der Welt erkennen Dies

vergangene Dasein ist bereits erworbenes Eigentum des allgemeinen Geistes der

die Substanz des Individuums und so ihm äußerlich erscheinend seine unorganische

Natur ausmacht  Die Bildung in dieser Rücksicht besteht von der Seite des

Individuums aus betrachtet darin dass es dies Vorhandene erwerbe seine

unorganische Natur in sich zehre und für sich in Besitz nehme Dies ist aber von

der Seite des allgemeinen Geistes als der Substanz nichts anderes als dass diese

sich ihr Selbstbewusstsein gibt ihr Werden und ihre Reflexion in sich

hervorbringt

    Die Wissenschaft stellt sowohl diese bildende Bewegung in ihrer

Ausführlichkeit und Notwendigkeit als auch das was schon zum Momente und

Eigentum des Geistes herabgesunken ist in seiner Gestaltung dar Das Ziel ist

die Einsicht des Geistes in das was das Wissen ist Die Ungeduld verlangt das

Unmögliche nämlich die Erreichung des Ziels ohne die Mittel Einesteils ist die

Länge dieses Wegs zu ertragen denn jedes Moment ist notwendig  andernteils

ist bei jedem sich zu verweilen denn jedes ist selbst eine individuelle ganze

Gestalt und wird nur absolut betrachtet insofern seine Bestimmtheit als Ganzes

oder Konkretes oder das Ganze in der Eigentümlichkeit dieser Bestimmung

betrachtet wird  Weil die Substanz des Individuums weil sogar der Weltgeist

die Geduld gehabt diese Formen in der langen Ausdehnung der Zeit zu durchgehen

und die ungeheure Arbeit der Weltgeschichte in welcher er in jeder den ganzen

Gehalt seiner dessen sie fähig ist herausgestaltete zu übernehmen und weil

er durch keine geringere das Bewusstsein über sich erreichen konnte so kann zwar

der Sache nach das Individuum nicht mit weniger seine Substanz begreifen

inzwischen hat es zugleich geringere Mühe weil an sich dies vollbracht der

Inhalt schon die zur Möglichkeit getilgte Wirklichkeit die bezwungene

Unmittelbarkeit die Gestaltung bereits auf ihre Abbreviatur auf die einfache

Gedankenbestimmung herabgebracht ist Schon ein Gedachtes ist der Inhalt

Eigentum der Substanz es ist nicht mehr das Dasein in die Form des Ansichseins

sondern nur das weder mehr bloß ursprüngliche noch in das Dasein versenkte

vielmehr bereits erinnerte Ansich in die Form des Fürsichseins umzukehren Die

Art dieses Tuns ist näher anzugeben

    Was auf dem Standpunkte auf dem wir diese Bewegung hier aufnehmen am

Ganzen erspart ist ist das Aufheben des Daseins was aber noch übrig ist und

der höheren Umbildung bedarf ist die Vorstellung und die Bekanntschaft mit den

Formen Das in die Substanz zurückgenommene Dasein ist durch jene erste Negation

nur erst unmittelbar in das Element des Selbsts versetzt dieses ihm erworbene

Eigentum hat also noch denselben Charakter unbegriffener Unmittelbarkeit

unbewegter Gleichgültigkeit wie das Dasein selbst dieses ist so nur in die

Vorstellung übergegangen  Zugleich ist es damit ein Bekanntes ein solches

mit dem der daseiende Geist fertig geworden worin daher seine Tätigkeit und

somit sein Interesse nicht mehr ist Wenn die Tätigkeit die mit dem Dasein

fertig wird selbst nur die Bewegung des besonderen sich nicht begreifenden

Geistes istso ist dagegen das Wissen gegen die hierdurch zustande gekommene

Vorstellung gegen dies Bekanntsein gerichtet es ist Tun des allgemeinen

Selbsts und das Interesse des Denkens

    Das Bekannte überhaupt ist darum weil es bekannt ist nicht erkannt Es ist

die gewöhnlichste Selbsttäuschung wie Täuschung anderer beim Erkennen etwas als

bekannt vorauszusetzen und es sich ebenso gefallen zu lassen mit allem Hin und

Herreden kommt solches Wissen ohne zu wissen wie ihm geschieht nicht von der

Stelle Das Subjekt und Objekt usf Gott Natur der Verstand die Sinnlichkeit

usf werden unbesehen als bekannt und als etwas Gültiges zugrunde gelegt und

machen feste Punkte sowohl des Ausgangs als der Rückkehr aus Die Bewegung geht

zwischen ihnen die unbewegt bleiben hin und her und somit nur auf ihrer

Oberfläche vor So besteht auch das Auffassen und Prüfen darin zu sehen ob

Jeder das von ihnen Gesagte auch in seiner Vorstellung findet ob es ihm so

scheint und bekannt ist oder nicht

    Das Analysieren einer Vorstellung wie es sonst getrieben worden war schon

nichts anderes als das Aufheben der Form ihres Bekanntseins Eine Vorstellung in

ihre ursprünglichen Elemente auseinanderlegen ist das Zurückgehen zu ihren

Momenten die wenigstens nicht die Form der vorgefundenen Vorstellung haben

sondern das unmittelbare Eigentum des Selbsts ausmachen Diese Analyse kommt

zwar nur zu Gedanken welche selbst bekannte feste und ruhende Bestimmungen

sind Aber ein wesentliches Moment ist dies Geschiedene Unwirkliche selbst

denn nur darum dass das Konkrete sich scheidet und zum Unwirklichen macht ist

es das sich Bewegende Die Tätigkeit des Scheidens ist die Kraft und Arbeit des

Verstandes der verwundersamsten und größten oder vielmehr der absoluten Macht

Der Kreis der in sich geschlossen ruht und als Substanz seine Momente hält ist

das unmittelbare und darum nicht verwundersame Verhältnis Aber dass das von

seinem Umfange getrennte Akzidentelle als solches das Gebundene und nur in

seinem Zusammenhange mit anderem Wirkliche ein eigenes Dasein und abgesonderte

Freiheit gewinnt ist die ungeheure Macht des Negativen es ist die Energie des

Denkens des reinen Ichs Der Tod wenn wir Jene Unwirklichkeit so nennen

wollen ist das Furchtbarste und das Tote festzuhalten das was die größte

Kraft erfordert Die kraftlose Schönheit hasst den Verstand weil er ihr dies

zumutet was sie nicht vermag Aber nicht das Leben das sich vor dem Tode

scheut und von der Verwüstung rein bewahrt sondern das ihn erträgt und in ihm

sich erhält ist das Leben des Geistes Er gewinnt seine Wahrheit nur indem er

in der absoluten Zerrissenheit sich selbst findet Diese Macht ist er nicht als

das Positive welches von dem Negativen wegsieht wie wenn wir von etwas sagen

dies ist nichts oder falsch und nun damit fertig davon weg zu irgend etwas

anderem übergehen sondern er ist diese Macht nur indem er dem Negativen ins

Angesicht schaut bei ihm verweilt Dieses Verweilen ist die Zauberkraft die es

in das Sein umkehrt  Sie ist dasselbe was oben das Subjekt genannt worden

welches darin dass es der Bestimmtheit in seinem Elemente Dasein gibt die

abstrakte dh nur überhaupt seiende Unmittelbarkeit aufhebt und dadurch die

wahrhafte Substanz ist das Sein oder die Unmittelbarkeit welche nicht die

Vermittlung außer ihr hat sondern diese selbst ist

    dass das Vorgestellte Eigentum des reinen Selbstbewusstseins wird diese

Erhebung zur Allgemeinheit überhaupt ist nur die eine Seite noch nicht die

vollendete Bildung  Die Art des Studiums der alten Zeit hat diese

Verschiedenheit von dem der neueren dass jenes die eigentliche Durchbildung des

natürlichen Bewusstseins war An jedem Teile seines Daseins sich besonders

versuchend und über alles Vorkommende philosophierend erzeugte es sich zu einer

durch und durch betätigten Allgemeinheit In der neueren Zeit hingegen findet

das Individuum die abstrakte Form vorbereitet die Anstrengung sie zu ergreifen

und sich zu eigen zu machen ist mehr das unvermittelte Hervortreiben des Innern

und abgeschnittene Erzeugen des Allgemeinen als ein Hervorgehen desselben aus

dem Konkreten und der Mannigfaltigkeit des Daseins Jetzt besteht darum die

Arbeit nicht so sehr darin das Individuum aus der unmittelbaren sinnlichen

Weise zu reinigen und es zur gedachten und denkenden Substanz zu machen als

vielmehr in dem Entgegengesetzten durch das Aufheben der festen bestimmten

Gedanken das Allgemeine zu verwirklichen und zu begeisten Es ist aber weit

schwerer die festen Gedanken in Flüssigkeit zu bringen als das sinnliche

Dasein Der Grund ist das vorhin Angegebene jene Bestimmungen haben das Ich

die Macht des Negativen oder die reine Wirklichkeit zur Substanz und zum Element

ihres Daseins die sinnlichen Bestimmungen dagegen nur die unmächtige abstrakte

Unmittelbarkeit oder das Sein als solches Die Gedanken werden flüssig indem

das reine Denken diese innere Unmittelbarkeit sich als Moment erkennt oder

indem die reine Gewissheit seiner selbst von sich abstrahiert  nicht sich

weglässt auf die Seite setzt sondern das Fixe ihres Sichselbstsetzens aufgibt

sowohl das Fixe des reinen Konkreten welches Ich selbst im Gegensatze gegen

unterschiedenen Inhalt ist als das Fixe von Unterschiedenen die im Elemente

des reinen Denkens gesetzt an jener Unbedingtheit des Ich Anteil haben Durch

diese Bewegung werden die reinen Gedanken Begriffe und sind erst was sie in

Wahrheit sind Selbstbewegungen Kreise das was ihre Substanz ist geistige

Wesenheiten

    Diese Bewegung der reinen Wesenheiten macht die Natur der

Wissenschaftlichkeit überhaupt aus Als der Zusammenhang ihres Inhalts

betrachtet ist sie die Notwendigkeit und Ausbreitung desselben zum organischen

Ganzen Der Weg wodurch der Begriff des Wissens erreicht wird wird durch sie

gleichfalls ein notwendiges und vollständiges Werden so dass diese Vorbereitung

aufhört ein zufälliges Philosophieren zu sein das sich an diese und jene

Gegenstände Verhältnisse und Gedanken des unvollkommenen Bewusstseins wie die

Zufälligkeit es mit sich bringt anknüpft oder durch ein hin und her gehendes

Räsonnement Schließen und Folgern aus bestimmten Gedanken das Wahre zu

begründen sucht sondern dieser Weg wird durch die Bewegung des Begriffs die

vollständige Weltlichkeit des Bewusstseins in ihrer Notwendigkeit umfassen

    Eine solche Darstellung macht ferner den ersten Teil der Wissenschaft darum

aus weil das Dasein des Geistes als Erstes nichts anderes als das Unmittelbare

oder der Anfang der Anfang aber noch nicht seine Rückkehr in sich ist Das

Element des unmittelbaren Daseins ist daher die Bestimmtheit wodurch sich

dieser Teil der Wissenschaft von den anderen unterscheidet  Die Angabe dieses

Unterschiedes führt zur Erörterung einiger fester Gedanken die hierbei

vorzukommen pflegen

    Das unmittelbare Dasein des Geistes das Bewusstsein hat die zwei Momente

des Wissens und der dem Wissen negativen Gegenständlichkeit Indem in diesem

Elemente sich der Geist entwickelt und seine Momente auslegt so kommt ihnen

dieser Gegensatz zu und sie treten alle als Gestalten des Bewusstseins auf Die

Wissenschaft dieses Wegs ist Wissenschaft der Erfahrung die das Bewusstsein

macht die Substanz wird betrachtet wie sie und ihre Bewegung sein Gegenstand

istDas Bewusstsein weiß und begreift nichts als was in seiner Erfahrung ist

denn was in dieser ist ist nur die geistige Substanz und zwar als Gegenstand

ihres Selbsts Der Geist wird aber Gegenstand denn er ist diese Bewegung sich

ein Anderes dh Gegenstand seines Selbsts zu werden und dieses Anderssein

aufzuheben Und die Erfahrung wird eben diese Bewegung genannt worin das

Unmittelbare das Unerfahrene dh das Abstrakte es sei des sinnlichen Seins

oder des nur gedachten Einfachen sich entfremdet und dann aus dieser

Entfremdung zu sich zurückgeht und hiermit jetzt erst in seiner Wirklichkeit und

Wahrheit dargestellt wie auch Eigentum des Bewusstseins ist

    Die Ungleichheit die im Bewusstsein zwischen dem Ich und der Substanz die

sein Gegenstand ist stattfindet ist ihr Unterschied das Negative überhaupt

Es kann als der Mangel beider angesehen werden ist aber ihre Seele oder das

Bewegende derselben weswegen einige Alte das Leere als das Bewegende begriffen

indem sie das Bewegende zwar als das Negative aber dieses noch nicht als das

Selbst erfassten  Wenn nun dies Negative zunächst als Ungleichheit des Ichs zum

Gegenstande erscheint so ist es ebensosehr die Ungleichheit der Substanz zu

sich selbst Was außer ihr vorzugehen eine Tätigkeit gegen sie zu sein scheint

ist ihr eigenes Tun und sie zeigt sich wesentlich Subjekt zu sein Indem sie

dies vollkommen gezeigt hat der Geist sein Dasein seinem Wesen gleichgemacht

er ist sich Gegenstand wie er ist und das abstrakte Element der

Unmittelbarkeit und der Trennung des Wissens und der Wahrheit ist überwunden

Das Sein ist absolut vermittelt  es ist substantieller Inhalt der ebenso

unmittelbar Eigentum des Ichs selbstisch oder der Begriff ist Hiermit

beschließt sich die Phänomenologie des Geistes Was er in ihr sich bereitet ist

das Element des Wissens In diesem breiten sich nun die Momente des Geistes in

der Form der Einfachheit aus die ihren Gegenstand als sich selbst weiß Sie

fallen nicht mehr in den Gegensatz des Seins und Wissens auseinander sondern

bleiben in der Einfachheit des Wissens sind das Wahre in der Form des Wahren

und ihre Verschiedenheit ist nur Verschiedenheit des Inhalts Ihre Bewegung die

sich in diesem Elemente zum Ganzen organisiert ist die Logik oder spekulative

Philosophie

    Weil nun jenes System der Erfahrung des Geistes nur die Erscheinung

desselben befasst so scheint der Fortgang von ihm zur Wissenschaft des Wahren

das in der Gestalt des Wahren ist bloß negativ zu sein und man könnte mit dem

Negativen als dem Falschen verschont bleiben wollen und verlangen ohne weiteres

zur Wahrheit geführt zu werden wozu sich mit dem Falschen abgeben  Wovon

schon oben die Rede war dass sogleich mit der Wissenschaft sollte angefangen

werden darauf ist hier nach der Seite zu antworten welche Beschaffenheit es

mit dem Negativen als Falschem überhaupt hat Die Vorstellungen hierüber hindern

vornehmlich den Eingang zur Wahrheit Dies wird Veranlassung geben vorn

mathematischen Erkennen zu sprechen welches das unphilosophische Wissen als das

Ideal ansieht das zu erreichen die Philosophie streben müsste bisher aber

vergeblich gestrebt habe

    Das Wahre und Falsche gehört zu den bestimmten Gedanken die bewegungslos

für eigene Wesen gelten deren eines drüben das andere hüben ohne Gemeinschaft

mit dem ändern isoliert und fest steht Dagegen muss behauptet werden dass die

Wahrheit nicht eine ausgeprägte Münze ist die fertig gegeben und so

eingestrichen werden kann Noch gibt es ein Falsches sowenig es ein Böses gibt

So schlimm zwar als der Teufel ist das Böse und Falsche nicht denn als dieser

sind sie sogar zum besonderen Subjekte gemacht als Falsches und Böses sind sie

nur Allgemeine haben aber doch eigene Wesenheit gegeneinander  Das Falsche

denn nur von ihm ist hier die Rede wäre das Andere das Negative der Substanz

die als Inhalt des Wissens das Wahre ist Aber die Substanz ist selbst

wesentlich das Negative teils als Unterscheidung und Bestimmung des Inhalts

teils als ein einfaches Unterscheiden dh als Selbst und Wissen überhaupt Man

kann wohl falsch wissen Es wird etwas falsch gewusst heißt das Wissen ist in

Ungleichheit mit seiner Substanz Allein eben diese Ungleichheit ist das

Unterscheiden überhaupt das wesentliches Moment ist Es wird aus dieser

Unterscheidung wohl ihre Gleichheit und diese gewordene Gleichheit ist die

Wahrheit Aber sie ist nicht so Wahrheit als ob die Ungleichheit weggeworfen

worden wäre wie die Schlacke vom reinen Metall auch nicht einmal so wie das

Werkzeug von dem fertigen Gefäße wegbleibt sondern die Ungleichheit ist als das

Negative als das Selbst im Wahren als solchem selbst noch unmittelbar

vorhanden Es kann jedoch darum nicht gesagt werden dass das Falsche ein Moment

oder gar einen Bestandteil des Wahren ausmache dass an jedem Falschen etwas

Wahres sei  in diesem Ausdrucke gelten beide wie öl und Wasser die

unmischbar nur äußerlich verbunden sind Gerade um der Bedeutung willen das

Moment des vollkommenen Andersseins zu bezeichnen müssen ihre Ausdrücke da wo

ihr Anderssein aufgehoben ist nicht mehr gebraucht werden So wie der Ausdruck

der Einheit des Subjekts und Objekts des Endlichen und Unendlichen des Seins

und Denkens usf das Ungeschickte hat dass Objekt und Subjekt usf das bedeuten

was sie außer ihrer Einheit sind in der Einheit also nicht als das gemeint

sind was ihr Ausdruck sagt ebenso ist das Falsche nicht mehr als Falsches ein

Moment der Wahrheit

    Der Dogmatismus der Denkungsart im Wissen und im Studium der Philosophie ist

nichts anderes als die Meinung dass das Wahre in einem Satze der ein festes

Resultat ist oder auch der unmittelbar gewusst wird bestehe Auf solche Fragen

wann Cäsar geboren worden wie viele Toisen ein Stadium betrug usf soll eine

nette Antwort gegeben werden ebenso wie es bestimmt wahr ist dass das Quadrat

der Hypotenuse gleich der Summe der Quadrate der beiden übrigen Seiten des

rechtwinkligen Dreiecks ist Aber die Natur einer solchen sogenannten Wahrheit

ist verschieden von der Natur philosophischer Wahrheiten

    In Ansehung der historischen Wahrheiten um ihrer kurz zu erwähnen insofern

nämlich das rein Historische derselben betrachtet wird wird leicht zugegeben

dass sie das einzelne Dasein einen Inhalt nach der Seite seiner Zufälligkeit und

Willkür Bestimmungen desselben die nicht notwendig sind betreffen  Selbst

aber solche nackte Wahrheiten wie die als Beispiel angeführten sind nicht ohne

die Bewegung des Selbstbewusstseins Um eine derselben zu kennen muss viel

verglichen auch in Büchern nachgeschlagen oder auf welche Weise es sei

untersucht werden auch bei einer unmittelbaren Anschauung wird erst die

Kenntnis derselben mit ihren Gründen für etwas gehalten das wahren Wert habe

obgleich eigentlich nur das nackte Resultat das sein soll um das es zu tun sei

    Was die mathematischen Wahrheiten betrifft so würde noch weniger der für

einen Geometer gehalten werden der die Theoreme Euklids auswendig wüsste ohne

ihre Beweise ohne sie wie man im Gegensatze sich ausdrücken könnte inwendig

zu wissen Ebenso würde die Kenntnis die einer durch Messung vieler

rechtwinkliger Dreiecke sich erwürbe dass ihre Seiten das bekannte Verhältnis

zueinander haben für unbefriedigend gehalten werden Die Wesentlichkeit des

Beweises hat jedoch auch beim mathematischen Erkennen noch nicht die Bedeutung

und Natur Moment des Resultates selbst zu sein sondern in diesem ist er

vielmehr vorbei und verschwunden Als Resultat ist zwar das Theorem ein als wahr

eingesehenes Aber dieser hinzugekommene Umstand betrifft nicht seinen Inhalt

sondern nur das Verhältnis zum Subjekt die Bewegung des mathematischen Beweises

gehört nicht dem an was Gegenstand ist sondern ist ein der Sache äußerliches

Tun So zerlegt sich die Natur des rechtwinkligen Dreiecks nicht selbst so wie

es in der Konstruktion dargestellt wird die für den Beweis des Satzes der sein

Verhältnis ausdrückt nötig ist das ganze Hervorbringen des Resultats ist ein

Gang und Mittel des Erkennens  Auch im philosophischen Erkennen ist das Werden

des Daseins als Daseins verschieden von dem Werden des Wesens oder der inneren

Natur der Sache Aber das philosophische Erkennen enthält erstens beides da

hingegen das mathematische nur das Werden des Daseins dh des Seins der Natur

der Sache im Erkennen als solchem darstellt Fürs andere vereinigt jenes auch

diese beiden besonderen Bewegungen Das innere Entstehen oder das Werden der

Substanz ist ungetrennt Übergehen in das Äußere oder in das Dasein Sein für

Anderes und umgekehrt ist das Werden des Daseins das sich Zurücknehmen ins

Wesen Die Bewegung ist so der gedoppelte Prozess und Werden des Ganzen dass

zugleich ein jedes das andere setzt und jedes darum auch beide als zwei

Ansichten an ihm hat sie zusammen machen dadurch das Ganze dass sie sich selbst

auflösen und zu seinen Momenten machen

    Im mathematischen Erkennen ist die Einsicht ein für die Sache äußerliches

Tun es folgt daraus dass die wahre Sache dadurch verändert wird Das Mittel

Konstruktion und Beweis enthält daher wohl wahre Sätze aber ebensosehr muss

gesagt werden dass der Inhalt falsch ist Das Dreieck wird in dem obigen

Beispiele zerrissen und seine Teile zu anderen Figuren die die Konstruktion an

ihm entstehen lässt geschlagen Erst am Ende wird das Dreieck wiederhergestellt

um das es eigentlich zu tun ist das im Fortgange aus den Augen verloren wurde

und nur in Stücken die anderen Ganzen angehörten vorkam  Hier sehen wir also

auch die Negativität des Inhalts eintreten welche eine Falschheit desselben

ebensogut genannt werden müsste als in der Bewegung des Begriffs das Verschwinden

der festgemeinten Gedanken

    Die eigentliche Mangelhaftigkeit dieses Erkennens aber betrifft sowohl das

Erkennen selbst als seinen Stoff überhaupt  Was das Erkennen betrifft so wird

fürs erste die Notwendigkeit der Konstruktion nicht eingesehen Sie geht nicht

aus dem Begriffe des Theorems hervor sondern wird geboten und man hat dieser

Vorschrift gerade diese Linien deren unendlich andere gezogen werden könnten

zu ziehen blindlings zu gehorchen ohne etwas weiter zu wissen als den guten

Glauben zu haben dass dies zur Führung des Beweises zweckmäßig sein werde

Hintennach zeigt sich denn auch diese Zweckmäßigkeit die deswegen nur eine

äußerliche ist weil sie sich erst hintennach beim Beweise zeigt  Ebenso geht

dieser einen Weg der irgendwo anfängt man weiß noch nicht in welcher Beziehung

auf das Resultat das herauskommen soll Sein Fortgang nimmt diese Bestimmungen

und Beziehungen auf und lässt andere liegen ohne dass man unmittelbar einsähe

nach welcher Notwendigkeit ein äußerer Zweck regiert diese Bewegung

    Die Evidenz dieses mangelhaften Erkennens auf welche die Mathematik stolz

ist und womit sie sich auch gegen die Philosophie brüstet beruht allein auf der

Armut ihres Zwecks und der Mangelhaftigkeit ihres Stoffs und ist darum von einer

Art die die Philosophie verschmähen muss  Ihr Zweck oder Begriff ist die Größe

 Dies ist gerade das unwesentliche begrifflose Verhältnis Die Bewegung des

Wissens geht darum auf der Oberfläche vor berührt nicht die Sache selbst nicht

das Wesen oder den Begriff und ist deswegen kein Begreifen  Der Stoff über

den die Mathematik den erfreulichen Schatz von Wahrheiten gewährt ist der Raum

und das Eins Der Raum ist das Dasein worein der Begriff seine Unterschiede

einschreibt als in ein leeres totes Element worin sie ebenso unbewegt und

leblos sind Das Wirkliche ist nicht ein Räumliches wie es in der Mathematik

betrachtet wird mit solcher Unwirklichkeit als die Dinge der Mathematik sind

gibt sich weder das konkrete sinnliche Anschauen noch die Philosophie ab In

solchem unwirklichen Elemente gibt es denn auch nur unwirkliches Wahres dh

fixierte tote Sätze bei jedem derselben kann aufgehört werden der folgende

fängt für sich von neuem an ohne dass der erste sich selbst zum ändern

fortbewegte und ohne dass auf diese Weise ein notwendiger Zusammenhang durch die

Natur der Sache selbst entstünde  Auch läuft um jenes Prinzips und Elements

willen  und hierin besteht das Formelle der mathematischen Evidenz  das Wissen

an der Linie der Gleichheit fort Denn das Tote weil es sich nicht selbst

bewegt kommt nicht zu Unterschieden des Wesens nicht zur wesentlichen

Entgegensetzung oder Ungleichheit daher nicht zum Übergange des

Entgegengesetzten in das Entgegengesetzte nicht zur qualitativen immanenten

nicht zur Selbstbewegung Denn es ist die Größe der unwesentliche Unterschied

den die Mathematik allein betrachtet dass es der Begriff ist der den Raum in

seine Dimensionen entzweit und die Verbindungen derselben und in denselben

bestimmt davon abstrahiert sie sie betrachtet zB nicht das Verhältnis der

Linie zur Fläche und wo sie den Durchmesser des Kreises mit der Peripherie

vergleicht stößt sie auf die Inkommensurabilität derselben dh ein Verhältnis

des Begriffs ein Unendliches das ihrer Bestimmung entflieht

    Die immanente sogenannte reine Mathematik stellt auch nicht die Zeit als

Zeit dem Räume gegenüber als den zweiten Stoff ihrer Betrachtung Die

angewandte handelt wohl von ihr wie von der Bewegung auch sonst anderen

wirklichen Dingen sie nimmt aber die synthetischen dh Sätze ihrer

Verhältnisse die durch ihren Begriff bestimmt sind aus der Erfahrung auf und

wendet nur auf diese Voraussetzungen ihre Formeln an dass die sogenannten

Beweise solcher Sätze als der vom Gleichgewichte des Hebels dem Verhältnisse

des Raums und der Zeit in der Bewegung des Fallens usf welche sie häufig gibt

für Beweise gegeben und angenommen werden ist selbst nur ein Beweis wie groß

das Bedürfnis des Beweisens für das Erkennen ist weil es wo es nicht mehr hat

auch den leeren Schein desselben achtet und eine Zufriedenheit dadurch gewinnt

Eine Kritik jener Beweise würde ebenso merkwürdig als belehrend sein um die

Mathematik teils von diesem falschen Putze zu reinigen teils ihre Grenze zu

zeigen und daraus die Notwendigkeit eines anderen Wissens  Was die Zeit

betrifft von der man meinen sollte dass sie zum Gegenstücke gegen den Raum

den Stoff des ändern Teils der reinen Mathematik ausmachen würde so ist sie der

daseiende Begriff selbst Das Prinzip der Größe des begrifflosen Unterschiedes

und das Prinzip der Gleichheit der abstrakten unlebendigen Einheit vermag es

nicht sich mit jener reinen Unruhe des Lebens und absoluten Unterscheidung zu

befassen Diese Negativität wird daher nur als paralysiert nämlich als das Eins

 zum zweiten Stoffe dieses Erkennens das ein äußerliches Tun das

Sichselbstbewegende zum Stoffe herabsetzt um nun an ihm einen gleichgültigen

äußerlichen unlebendigen Inhalt zu haben

    Die Philosophie dagegen betrachtet nicht die unwesentliche Bestimmung

sondern sie Insofern sie wesentliche ist nicht das Abstrakte oder Unwirkliche

ist ihr Element und Inhalt sondern das Wirkliche sich selbst Setzende und in

sich Lebende das Dasein in seinem Begriffe Es ist der Prozess der sich seine

Momente erzeugt und durchläuft und diese ganze Bewegung macht das Positive und

seine Wahrheit aus Diese schließt also ebensosehr das Negative in sich

dasjenige was das Falsche genannt werden würde wenn es als ein solches

betrachtet werden könnte von dem zu abstrahieren sei Das Verschwindende ist

vielmehr selbst als wesentlich zu betrachten nicht in der Bestimmung eines

Festen das vom Wahren abgeschnitten außer ihm man weiß nicht wo liegen zu

lassen sei so wie auch das Wahre nicht als das auf der ändern Seite ruhende

tote Positive Die Erscheinung ist das Entstehen und Vergehen das selbst nicht

entsteht und vergeht sondern an sich ist und die Wirklichkeit und Bewegung des

Lebens der Wahrheit ausmacht Das Wahre ist so der bacchantische Taumel an dem

kein Glied nicht trunken ist und weil jedes indem es sich absondert ebenso

unmittelbar sich auflöst ist er ebenso die durchsichtige und einfache Ruhe

In dem Gerichte jener Bewegung bestehen zwar die einzelnen Gestalten des Geistes

wie die bestimmten Gedanken nicht aber sie sind so sehr auch positive

notwendige Momente als sie negativ und verschwindend sind  In dem Ganzen der

Bewegung es als Ruhe aufgefasst ist dasjenige was sich in ihr unterscheidet

und besonderes Dasein gibt als ein solches das sich erinnert aufbewahrt

dessen Dasein das Wissen von sich selbst ist wie dieses ebenso unmittelbar

Dasein ist

    Von der Methode dieser Bewegung oder der Wissenschaft könnte es nötig

scheinen voraus das Mehrere anzugeben Ihr Begriff liegt aber schon in dem

Gesagten und ihre eigentliche Darstellung gehört der Logik an oder ist vielmehr

diese selbst Denn die Methode ist nichts anderes als der Bau des Ganzen in

seiner reinen Wesenheit aufgestellt Von dem hierüber bisher Gangbaren aber

müssen wir das Bewusstsein haben dass auch das System der sich auf das was

philosophische Methode ist beziehenden Vorstellungen einer verschollenen

Bildung angehört  Wenn dies etwa renommistisch oder revolutionär lauten

sollte von welchem Tone ich mich entfernt weiß so ist zu bedenken dass der

wissenschaftliche Staat den die Mathematik herlieh  von Erklärungen

Einteilungen Axiomen Reihen von Theoremen ihren Beweisen Grundsätzen und dem

Folgern und Schließen aus ihnen  schon in der Meinung selbst wenigstens

veraltet ist Wenn auch seine Untauglichkeit nicht deutlich eingesehen wird so

wird doch kein oder wenig Gebrauch mehr davon gemacht und wenn er nicht an sich

missbilligt wird so wird er doch nicht geliebt Und wir müssen das Vorurteil

für das Vortreffliche haben dass es sich in den Gebrauch setze und beliebt

mache Es ist aber nicht schwer einzusehen dass die Manier einen Satz

aufzustellen Gründe für ihn anzuführen und den entgegengesetzten durch Gründe

ebenso zu widerlegen nicht die Form ist in der die Wahrheit auftreten kann

Die Wahrheit ist die Bewegung ihrer an ihr selbst; jene Methode aber ist das

Erkennen das dem Stoffe äußerlich ist Darum ist sie der Mathematik die wie

bemerkt das begrifflose Verhältnis der Größe zu ihrem Prinzip und den toten

Raum wie das ebenso tote Eins zu ihrem Stoffe hat eigentümlich und muss ihr

gelassen werden Auch mag sie in freierer Manier dh mehr mit Willkür und

Zufälligkeit gemischt im gemeinen Leben in einer Konversation oder

historischen Belehrung mehr der Neugierde als der Erkenntnis wie ungefähr auch

eine Vorrede ist bleiben Im gemeinen Leben hat das Bewusstsein Kenntnisse

Erfahrungen sinnliche Konkretionen auch Gedanken Grundsätze überhaupt

solches zu seinem Inhalte das als ein Vorhandenes oder als ein festes ruhendes

Sein oder Wesen gilt Es läuft teils daran fort teils unterbricht es den

Zusammenhang durch die freie Willkür über solchen Inhalt und verhält sich als

ein äußerliches Bestimmen und Handhaben desselben Es führt ihn auf irgend etwas

gewisses sei es auch nur die Empfindung des Augenblicks zurück und die

Überzeugung ist befriedigt wenn sie auf einem ihr bekannten Ruhepunkte

angelangt ist

    Wenn aber die Notwendigkeit des Begriffs den loseren Gang der räsonierenden

Konversation wie den steiferen des wissenschaftlichen Gepränges verbannt so ist

schon oben erinnert worden dass seine Stelle nicht durch die Unmethode des

Ahnens und der Begeisterung und die Willkür des prophetischen Redens ersetzt

werden soll welches nicht jene Wissenschaftlichkeit nur sondern die

Wissenschaftlichkeit überhaupt verachtet

    Ebensowenig ist  nachdem die Kantische erst durch den Instinkt

wiedergefundene noch tote noch unbegriffene Triplizität zu ihrer absoluten

Bedeutung erhoben damit die wahrhafte Form in ihrem wahrhaften Inhalte zugleich

aufgestellt und der Begriff der Wissenschaft hervorgegangen ist  derjenige

Gebrauch dieser Form für etwas Wissenschaftliches zu halten durch den wir sie

zum leblosen Schema zu einem eigentlichen Schemen und die wissenschaftliche

Organisation zur Tabelle herabgebracht sehen  Dieser Formalismus von dem oben

schon im allgemeinen gesprochen wurde und dessen Manier wir hier näher angeben

wollen meint die Natur und das Leben einer Gestalt begriffen und ausgesprochen

zu haben wenn er von ihr eine Bestimmung des Schemas als Prädikat ausgesagt 

es sei die Subjektivität oder Objektivität oder auch der Magnetismus die

Elektrizität usf die Kontraktion oder Expansion der Osten oder Westen u

dgl was sich ins Unendliche vervielfältigen lässt weil nach dieser Weise jede

Bestimmung oder Gestalt bei der ändern wieder als Form oder Moment des Schemas

gebraucht werden und jede dankbar der ändern denselben Dienst leisten kann 

ein Zirkel von Gegenseitigkeit wodurch man nicht erfährt was die Sache selbst

weder was die eine noch die andere ist Es werden dabei teils sinnliche

Bestimmungen aus der gemeinen Anschauung aufgenommen die freilich etwas anderes

bedeuten sollen als sie sagen teils wird das an sich Bedeutende die reinen

Bestimmungen des Gedankens wie Subjekt Objekt Substanz Ursache das

Allgemeine usf geradeso unbesehen und unkritisch gebraucht wie im gemeinen

Leben und wie Stärken und Schwächen Expansion und Kontraktion so dass jene

Metaphysik so unwissenschaftlich ist als diese sinnlichen Vorstellungen

    Statt des inneren Lebens und der Selbstbewegung seines Daseins wird nun eine

solche einfache Bestimmtheit von der Anschauung dh hier dem sinnlichen

Wissen nach einer oberflächlichen Analogie ausgesprochen und diese äußerliche

und leere Anwendung der Formel die Konstruktion genannt  Es ist mit solchem

Formalismus derselbe Fall als mit jedem Wie stumpf müsste der Kopf sein dem

nicht in einer Viertelstunde die Theorie dass es asthenische sthenische und

indirekt asthenische Krankheiten und ebenso viele Heilpläne gebe beigebracht

und der nicht da ein solcher Unterricht noch vor kurzem dazu hinreichte aus

einem Routinier in dieser kleinen Zeit in einen theoretischen Arzt verwandelt

werden könnte Wenn der naturphilosophische Formalismus etwa lehrt der Verstand

sei die Elektrizität oder das Tier sei der Stickstoff oder auch gleich dem Süd

oder Nord usf oder repräsentiere ihn so nackt wie es hier ausgedrückt ist

oder auch mit mehr Terminologie zusammengebraut so mag über solche Kraft die

das weit entlegen Scheinende zusammengreift und über die Gewalt die das

ruhende Sinnliche durch diese Verbindung erleidet und die ihm dadurch den Schein

eines Begriffs erteilt die Hauptsache aber den Begriff selbst oder die

Bedeutung der sinnlichen Vorstellung auszusprechen erspart  es mag hierüber

die Unerfahrenheit in ein bewunderndes Staunen geraten darin eine tiefe

Genialität verehren sowie an der Heiterkeit solcher Bestimmungen da sie den

abstrakten Begriff durch Anschauliches ersetzen und erfreulicher machen sich

ergötzen und sich selbst zu der geahnten Seelenverwandtschaft mit solchem

herrlichen Tun Glück wünschen Der Pfiff einer solchen Weisheit ist so bald

erlernt als es leicht ist ihn auszuüben seine Wiederholung wird wenn er

bekannt ist so unerträglich als die Wiederholung einer eingesehenen

Taschenspielerkunst Das Instrument dieses gleichtönigen Formalismus ist nicht

schwerer zu handhaben als die Palette eines Malers auf der sich nur zwei Farben

befinden würden etwa Rot und Grün um mit jener eine Fläche anzufärben wenn

ein historisches Stück mit dieser wenn eine Landschaft verlangt wäre  Es

würde schwer zu entscheiden sein was dabei größer ist die Behaglichkeit mit

der alles was im Himmel auf Erden und unter der Erden ist mit solcher

Farbenbrühe angetüncht wird oder die Einbildung auf die Vortrefflichkeit dieses

Universalmittels die eine unterstützt die andere Was diese Methode allem

Himmlischen und Irdischen allen natürlichen und geistigen Gestalten die paar

Bestimmungen des allgemeinen Schemas aufzukleben und auf diese Weise alles

einzurangieren hervorbringt ist nichts Geringeres als ein sonnenklarer Bericht

über den Organismus des Universums nämlich eine Tabelle die einem Skelette mit

angeklebten Zettelchen oder den Reihen verschlossener Büchsen mit ihren

aufgehefteten Etiketten in einer Gewürzkrämerbude gleicht die so deutlich als

das eine und das andere ist und die wie dort von den Knochen Fleisch und Blut

weggenommen hier aber die eben auch nicht lebendige Sache in den Büchsen

verborgen ist auch das lebendige Wesen der Sache weggelassen oder verborgen

hat  dass sich diese Manier zugleich zur einfarbigen absoluten Malerei

vollendet indem sie auch der Unterschiede des Schemas sich schämend sie als

der Reflexion angehörig in der Leerheit des Absoluten versenkt auf dass die

reine Identität das formlose Weiße hergestellt werde ist oben schon bemerkt

worden Jene Gleichfarbigkeit des Schemas und seiner leblosen Bestimmungen und

diese absolute Identität und das Übergehen von einem zum ändern ist eines

gleich toter Verstand als das andere und gleich äußerliches Erkennen

    Das Vortreffliche kann aber dem Schicksale nicht nur nicht entgehen so

entlebt und entgeistet zu werden und so geschunden seine Haut vom leblosen

Wissen und dessen Eitelkeit umgenommen zu sehen Vielmehr ist noch in diesem

Schicksale selbst die Gewalt welche es auf die Gemüter wenn nicht auf Geister

ausübt zu erkennen sowie die Herausbildung zur Allgemeinheit und Bestimmtheit

der Form in der seine Vollendung besteht und die es allein möglich macht dass

diese Allgemeinheit zur Oberflächlichkeit gebraucht wird

    Die Wissenschaft darf sich nur durch das eigene Leben des Begriffs

organisieren in ihr ist die Bestimmtheit welche aus dem Schema äußerlich dem

Dasein aufgeklebt wird die sich selbst bewegende Seele des erfüllten Inhalts

Die Bewegung des Seienden ist sich einesteils ein Anderes und so zu seinem

immanenten Inhalte zu werden andernteils nimmt es diese Entfaltung oder dies

sein Dasein in sich zurück dh macht sich selbst zu einem Momente und

vereinfacht sich zur Bestimmtheit In jener Bewegung ist die Negativität das

Unterscheiden und das Setzen des Daseins in diesem Zurückgehen in sich ist sie

das Werden der bestimmten Einfachheit Auf diese Weise ist es dass der Inhalt

seine Bestimmtheit nicht von einem anderen empfangen und aufgeheftet zeigt

sondern er gibt sie sich selbst und rangiert sich aus sich zum Momente und zu

einer Stelle des Ganzen Der tabellarische Verstand behält für sich die

Notwendigkeit und den Begriff des Inhalts das was das Konkrete die

Wirklichkeit und lebendige Bewegung der Sache ausmacht die er rangiert oder

vielmehr behält er dies nicht für sich sondern kennt es nicht denn wenn er

diese Einsicht hätte würde er sie wohl zeigen Er kennt nicht einmal das

Bedürfnis derselben sonst würde er sein Schematisieren unterlassen oder

wenigstens sich nicht mehr damit wissen als mit einer Inhaltsanzeige er gibt

nur die Inhaltsanzeige den Inhalt selbst aber liefert er nicht  Wenn die

Bestimmtheit auch eine solche wie z B Magnetismus eine an sich konkrete oder

wirkliche istso ist sie doch zu etwas Totem herabgesunken da sie von einem

anderen Dasein nur prädiziert und nicht als immanentes Leben dieses Daseins

oder wie sie in diesem ihre einheimische und eigentümliche Selbsterzeugung und

Darstellung hat erkannt ist Diese Hauptsache hinzuzufügen überlässt der

formelle Verstand den anderen  Statt in den immanenten Inhalt der Sache

einzugehen übersieht er immer das Ganze und steht über dem einzelnen Dasein

von dem er spricht dh er sieht es gar nicht Das wissenschaftliche Erkennen

erfordert aber vielmehr sich dem Leben des Gegenstandes zu übergeben oder was

dasselbe ist die innere Notwendigkeit desselben vor sich zu haben und

auszusprechen Sich so in seinen Gegenstand vertiefend vergisst es jener

Übersicht welche nur die Reflexion des Wissens aus dem Inhalte in sich selbst

ist Aber in die Materie versenkt und in deren Bewegung fortgehend kommt es in

sich selbst zurück aber nicht eher als darin dass die Erfüllung oder der Inhalt

sich in sich zurücknimmt zur Bestimmtheit vereinfacht sich selbst zu einer

Seite eines Daseins herabsetzt und in seine höhere Wahrheit übergeht Dadurch

emergiert das einfache sich übersehende Ganze selbst aus dem Reichtum worin

seine Reflexion verloren schien

    Dadurch überhaupt dass wie es oben ausgedrückt wurde die Substanz an ihr

selbst Subjekt ist ist aller Inhalt seine eigene Reflexion in sich Das

Bestehen oder die Substanz eines Daseins ist die Sichselbstgleichheit denn

seine Ungleichheit mit sich wäre seine Auflösung Die Sichselbstgleichheit aber

ist die reine Abstraktion diese aber ist das Denken Wenn ich sage Qualität

sage ich die einfache Bestimmtheit durch die Qualität ist ein Dasein von einem

anderen unterschieden oder Ist ein Dasein es Ist für sich selbst oder es

besteht durch diese Einfachheit mit sich Aber dadurch ist es wesentlich der

Gedanke  Hierin ist es begriffen dass das Sein Denken ist hierein fällt die

Einsicht die dem gewöhnlichen begrifflosen Sprechen von der Identität des

Denkens und Seins abzugehen pflegt  Dadurch nun dass das Bestehen des Daseins

die Sichselbstgleichheit oder die reine Abstraktion ist ist es die Abstraktion

seiner von sich selbst oder es ist selbst seine Ungleichheit mit sich und seine

Auflösung  seine eigene Innerlichkeit und Zurücknahme in sich  sein Werden

 Durch diese Natur des Seienden und insofern das Seiende diese Natur für das

Wissen hat ist dieses nicht die Tätigkeit die den Inhalt als ein Fremdes

handhabt nicht die Reflexioninsich aus dem Inhalte heraus die Wissenschaft

ist nicht jener Idealismus der an die Stelle des behauptenden Dogmatismus als

ein versichernder Dogmatismus oder der Dogmatismus der Gewissheit seiner selbst

trat sondern indem das Wissen den Inhalt in seine eigene Innerlichkeit

zurückgehen sieht ist seine Tätigkeit vielmehr sowohl versenkt in ihn denn sie

ist das immanente Selbst des Inhalts als zugleich in sich zurückgekehrt denn

sie ist die reine Sichselbstgleichheit im Anderssein so ist sie die List die

der Tätigkeit sich zu enthalten scheinend zusieht wie die Bestimmtheit und ihr

konkretes Leben darin eben dass es seine Selbsterhaltung und besonderes

Interesse zu treiben vermeint das Verkehrte sich selbst auflösendes und zum

Momente des Ganzen machendes Tun ist

    Wenn oben die Bedeutung des Verstandes nach der Seite des Selbstbewusstseins

der Substanz angegeben wurde so erhellt aus dem hier Gesagten seine Bedeutung

nach der Bestimmung derselben als seiender  Das Dasein ist Qualität

sichselbstgleiche Bestimmtheit oder bestimmte Einfachheit bestimmter Gedanke

dies ist der Verstand des Daseins Dadurch ist es nous als für welchen

Anaxagoras zuerst das Wesen erkannte Die nach ihm begriffen bestimmter die

Natur des Daseins als eidos oder idea dh bestimmte Allgemeinheit Art Der

Ausdruck Art scheint etwa zu gemein und zu wenig für die Ideen für das Schöne

und Heilige und Ewige zu sein die zu dieser Zeit grassieren Aber in der Tat

drückt die Idee nicht mehr noch weniger aus als Art Allein wir sehen Jetzt oft

einen Ausdruck der einen Begriff bestimmt bezeichnet verschmäht und einen

anderen vorgezogen der wenn es auch nur darum ist weil er einer fremden

Sprache angehört den Begriff in Nebel einhüllt und damit erbaulicher lautet 

Eben darin dass das Dasein als Art bestimmt ist ist es einfacher Gedanke der

nous die Einfachheit ist die Substanz Um ihrer Einfachheit oder

Sichselbstgleichheit willen erscheint sie als fest und bleibend Aber diese

Sichselbstgleichheit ist ebenso Negativität dadurch geht jenes feste Dasein in

seine Auflösung über Die Bestimmtheit scheint zuerst es nur dadurch zu sein

dass sie sich auf Anderes bezieht und ihre Bewegung scheint ihr durch eine

fremde Gewalt angetan zu werden aber dass sie ihr Anderssein selbst an ihr hat

und Selbstbewegung ist dies ist eben in Jener Einfachheit des Denkens selbst

enthalten denn diese ist der sich selbst bewegende und unterscheidende Gedanke

und die eigene Innerlichkeit der reine Begriff So ist also die Verständigkeit

ein Werden und als dies Werden ist sie die Vernünftigkeit

    In dieser Natur dessen was ist in seinem Sein sein Begriff zu sein ist

es dass überhaupt die logische Notwendigkeit besteht sie allein ist das

Vernünftige und der Rhythmus des organischen Ganzen sie ist ebensosehr Wissen

des Inhalts als der Inhalt Begriff und Wesen ist  oder sie allein ist das

Spekulative  Die konkrete Gestalt sich selbst bewegend macht sich zur

einfachen Bestimmtheit damit erhebt sie sich zur logischen Form und ist in

ihrer Wesentlichkeit ihr konkretes Dasein ist nur diese Bewegung und ist

unmittelbar logisches Dasein Es ist darum unnötig dem konkreten Inhalt den

Formalismus äußerlich anzutun Jener ist an ihm selbst das Übergehen in diesen

der aber aufhört dieser äußerliche Formalismus zu sein weil die Form das

einheimische Werden des konkreten Inhalts selbst ist

    Diese Natur der wissenschaftlichen Methode teils von dem Inhalte ungetrennt

zu sein teils sich durch sich selbst ihren Rhythmus zu bestimmen hat wie

schon erinnert in der spekulativen Philosophie ihre eigentliche Darstellung 

Das hier Gesagte drückt zwar den Begriff aus kann aber für nicht mehr als für

eine antizipierte Versicherung gelten Ihre Wahrheit liegt nicht in dieser zum

Teil erzählenden Exposition und ist darum auch ebensowenig widerlegt wenn

dagegen versichert wird dem sei nicht so sondern es verhalte sich damit so und

so wenn gewohnte Vorstellungen als ausgemachte und bekannte Wahrheiten in

Erinnerung gebracht und hererzählt werden oder auch aus dem Schreine des

inneren göttlichen Anschauens Neues aufgetischt und versichert wird  Eine

solche Aufnahme pflegt die erste Reaktion des Wissens dem etwas unbekannt war

dagegen zu sein um die Freiheit und eigene Einsicht die eigene Autorität gegen

die fremde denn unter dieser Gestalt erscheint das jetzt zuerst Aufgenommene

zu retten  auch um den Schein und die Art von Schande die darin liegen soll

dass etwas gelernt worden sei wegzuschaffen so wie bei der Beifall gebenden

Annahme des Unbekannten die Reaktion derselben Art in dem besteht was in einer

anderen Sphäre das ultrarevolutionäre Reden und Handeln war

    Worauf es deswegen bei dem Studium der Wissenschaft ankommt ist die

Anstrengung des Begriffs auf sich zu nehmen Sie erfordert die Aufmerksamkeit

auf ihn als solchen auf die einfachen Bestimmungen zB des Ansichseins des

Fürsichseins der Sichselbstgleichheit usf denn diese sind solche reine

Selbstbewegungen die man Seelen nennen könnte wenn nicht ihr Begriff etwas

Höheres bezeichnete als diese Der Gewohnheit an Vorstellungen fortzulaufen

ist die Unterbrechung derselben durch den Begriff ebenso lästig als dem formalen

Denken das in unwirklichen Gedanken hin und her räsoniert Jene Gewohnheit ist

ein materielles Denken zu nennen ein zufälliges Bewusstsein das in den Stoff

nur versenkt ist welchem es daher sauer ankommt aus der Materie zugleich sein

Selbst rein herauszuheben und bei sich zu sein Das andere das Räsonieren

hingegen ist die Freiheit von dem Inhalt und die Eitelkeit über ihn ihr wird

die Anstrengung zugemutet diese Freiheit aufzugeben und statt das willkürlich

bewegende Prinzip des Inhalts zu sein diese Freiheit in ihn zu versenken ihn

durch seine eigene Natur dh durch das Selbst als das seinige sich bewegen zu

lassen und diese Bewegung zu betrachten Sich des eigenen Einfallens in den

immanenten Rhythmus der Begriffe entschlagen in ihn nicht durch die Willkür und

sonst erworbene Weisheit eingreifen diese Enthaltsamkeit ist selbst ein

wesentliches Moment der Aufmerksamkeit auf den Begriff

    Es sind an dem räsonierenden Verhalten die beiden Seiten bemerklicher zu

machen nach welchen das begreifende Denken ihm entgegengesetzt ist  Teils

verhält sich jenes negativ gegen den aufgefassten Inhalt weiß ihn zu widerlegen

und zunichte zu machen dass dem nicht so sei diese Einsicht ist das bloß

Negative es ist das Letzte das nicht selbst über sich hinaus zu einem neuen

Inhalt geht sondern um wieder einen Inhalt zu haben muss etwas anderes

irgendwoher vorgenommen werden Es ist die Reflexion in das leere Ich die

Eitelkeit seines Wissens  Diese Eitelkeit drückt aber nicht nur dies aus dass

dieser Inhalt eitel sondern auch dass diese Einsicht selbst es ist denn sie

ist das Negative das nicht das Positive in sich erblickt Dadurch dass diese

Reflexion ihre Negativität selbst nicht zum Inhalte gewinnt ist sie überhaupt

nicht in der Sache sondern immer darüber hinaus sie bildet sich deswegen ein

mit der Behauptung der Leere immer weiter zu sein als eine inhaltsreiche

Einsicht Dagegen wie vorhin gezeigt gehört im begreifenden Denken das

Negative dem Inhalte selbst an und ist sowohl als seine immanente Bewegung und

Bestimmung wie als Ganzes derselben das Positive Als Resultat aufgefasst ist es

das aus dieser Bewegung herkommende das bestimmte Negative und hiermit ebenso

ein positiver Inhalt

    In Ansehung dessen aber dass solches Denken einen Inhalt hat es sei der

Vorstellungen oder Gedanken oder der Vermischung beider hat es eine andere

Seite die ihm das Begreifen erschwert Die merkwürdige Natur derselben hängt

mit dem oben angegebenen Wesen der Idee selbst enge zusammen oder drückt sie

vielmehr aus wie sie als die Bewegung erscheint die denkendes Auffassen ist 

Wie nämlich in seinem negativen Verhalten wovon soeben die Rede war das

räsonierende Denken selber das Selbst ist in das der Inhalt zurückgeht so ist

dagegen in seinem positiven Erkennen das Selbst ein vorgestelltes Subjekt

worauf sich der Inhalt als Akzidens und Prädikat bezieht Dies Subjekt macht die

Basis aus an die er geknüpft wird und auf der die Bewegung hin und wider läuft

Anders verhält es sich im begreifenden Denken Indem der Begriff das eigene

Selbst des Gegenstandes ist das sich als sein Werden darstellt ist es nicht

ein ruhendes Subjekt das unbewegt die Akzidenzen trägt sondern der sich

bewegende und seine Bestimmungen in sich zurücknehmende Begriff In dieser

Bewegung geht jenes ruhende Subjekt selbst zugrunde es geht in die Unterschiede

und den Inhalt ein und macht vielmehr die Bestimmtheit dh den unterschiedenen

Inhalt wie die Bewegung desselben aus statt ihr gegenüber stehenzubleiben Der

feste Boden den das Räsonieren an dem ruhenden Subjekte hat schwankt also und

nur diese Bewegung selbst wird der Gegenstand Das Subjekt das seinen Inhalt

erfüllt hört auf über diesen hinauszugehen und kann nicht noch andere

Prädikate oder Akzidenzen haben Die Zerstreutheit des Inhalts ist umgekehrt

dadurch unter das Selbst gebunden er ist nicht das Allgemeine das frei vom

Subjekte mehreren zukäme Der Inhalt ist somit in der Tat nicht mehr Prädikat

des Subjekts sondern ist die Substanz ist das Wesen und der Begriff dessen

wovon die Rede ist Das vorstellende Denken da seine Natur ist an den

Akzidenzen oder Prädikaten fortzulaufen und mit Recht weil sie nicht mehr als

Prädikate und Akzidenzen sind über sie hinauszugehen wird indem das was im

Satze die Form eines Prädikats hat die Substanz selbst ist in seinem

Fortlaufen gehemmt Es erleidet um es so vorzustellen einen Gegenstoß Vom

Subjekte anfangend als ob dieses zum Grunde liegen bliebe findet es indem das

Prädikat vielmehr die Substanz ist das Subjekt zum Prädikat übergegangen und

hiermit aufgehoben und indem so das was Prädikat zu sein scheint zur ganzen

und selbständigen Masse geworden kann das Denken nicht frei herumirren sondern

ist durch diese Schwere aufgehalten  Sonst ist zuerst das Subjekt als das

gegenständliche fixe Selbst zugrunde gelegt von hier aus geht die notwendige

Bewegung zur Mannigfaltigkeit der Bestimmungen oder der Prädikate fort hier

tritt an die Stelle jenes Subjekts das wissende Ich selbst ein und ist das

Verknüpfen der Prädikate und das sie haltende Subjekt Indem aber jenes erste

Subjekt in die Bestimmungen selbst eingeht und ihre Seele ist findet das zweite

Subjekt nämlich das wissende jenes mit dem es schon fertig sein und worüber

hinaus es in sich zurückgehen will noch im Prädikate vor und statt in dem

Bewegen des Prädikats das Tuende  als Räsonieren ob jenem dies oder jenes

Prädikat beizulegen wäre  sein zu können hat es vielmehr mit dem Selbst des

Inhalts noch zu tun soll nicht für sich sondern mit diesem zusammen sein

    Formell kann das Gesagte so ausgedrückt werden dass die Natur des Urteils

oder Satzes überhaupt die den Unterschied des Subjekts und Prädikats in sich

schließt durch den spekulativen Satz zerstört wird und der identische Satz zu

dem der erstere wird den Gegenstoß zu jenem Verhältnisse enthält  Dieser

Konflikt der Form eines Satzes überhaupt und der sie zerstörenden Einheit des

Begriffs ist dem ähnlich der im Rhythmus zwischen dem Metrum und dem Akzente

stattfindet Der Rhythmus resultiert aus der schwebenden Mitte und Vereinigung

beider So soll auch Im philosophischen Satze die Identität des Subjekts und

Prädikats den Unterschied derselben den die Form des Satzes ausdrückt nicht

vernichten sondern ihre Einheit soll als eine Harmonie hervorgehen Die Form

des Satzes ist die Erscheinung des bestimmten Sinnes oder der Akzent der seine

Erfüllung unterscheidet dass aber das Prädikat die Substanz ausdrückt und das

Subjekt selbst ins Allgemeine fällt ist die Einheit worin jener Akzent

verklingt

    Um das Gesagte durch Beispiele zu erläutern so ist in dem Satz Gott ist

das Sein das Prädikat das Sein es hat substantielle Bedeutung in der das

Subjekt zerfließt Sein soll hier nicht Prädikat sondern das Wesen sein

dadurch scheint Gott aufzuhören das zu sein was er durch die Stellung des

Satzes ist nämlich das feste Subjekt  Das Denken statt im Übergänge vom

Subjekte zum Prädikate weiterzukommen fühlt sich da das Subjekt verlorengeht

vielmehr gehemmt und zu dem Gedanken des Subjekts weil es dasselbe vermisst

zurückgeworfen oder es findet da das Prädikat selbst als ein Subjekt als das

Sein als das Wesen ausgesprochen ist welches die Natur des Subjekts erschöpft

das Subjekt unmittelbar auch im Prädikate und nun statt dass es im Prädikate in

sich gegangen die freie Stellung des Räsonierens erhielte ist es in den Inhalt

noch vertieft oder wenigstens ist die Forderung vorhanden in ihn vertieft zu

sein  So auch wenn gesagt wird das Wirkliche ist das Allgemeine so vergeht

das Wirkliche als Subjekt in seinem Prädikate Das Allgemeine soll nicht nur die

Bedeutung des Prädikats haben so dass der Satz dies aussagte das Wirkliche sei

allgemein sondern das Allgemeine soll das Wesen des Wirklichen ausdrücken 

Das Denken verliert daher so sehr seinen festen gegenständlichen Boden den es

am Subjekte hatte als es im Prädikate darauf zurückgeworfen wird und in diesem

nicht in sich sondern in das Subjekt des Inhalts zurückgeht

    Auf diesem ungewohnten Hemmen beruhen großenteils die Klagen über die

Unverständlichkeit philosophischer Schriften wenn anders im Individuum die

sonstigen Bedingungen der Bildung sie zu verstehen vorhanden sind Wir sehen

in dem Gesagten den Grund des ganz bestimmten Vorwurfs der ihnen oft gemacht

wird dass mehreres erst wiederholt gelesen werden müsse ehe es verstanden

werden könne  ein Vorwurf der etwas Ungebührliches und Letztes enthalten

soll so dass er wenn er gegründet weiter keine Gegenrede zulasse  Es erhellt

aus dem Obigen welche Bewandtnis es damit hat Der philosophische Satz weil er

Satz ist erweckt die Meinung des gewöhnlichen Verhältnisses des Subjekts und

Prädikats und des gewohnten Verhaltens des Wissens Dies Verhalten und die

Meinung desselben zerstört sein philosophischer Inhalt die Meinung erfährt dass

es anders gemeint ist als sie meinte und diese Korrektion seiner Meinung

nötigt das Wissen auf den Satz zurückzukommen und ihn nun anders zu fassen

    Eine Schwierigkeit die vermieden werden sollte macht die Vermischung der

spekulativen und der räsonierenden Weise aus wenn einmal das vom Subjekte

Gesagte die Bedeutung seines Begriffs hat das andere Mal aber auch nur die

Bedeutung seines Prädikats oder Akzidens  Die eine Weise stört die ändere und

erst diejenige philosophische Exposition würde es erreichen plastisch zu sein

welche streng die Art des gewöhnlichen Verhältnisses der Teile eines Satzes

ausschlösse

    In der Tat hat auch das nicht spekulative Denken sein Recht das gültig

aber in der Weise des spekulativen Satzes nicht beachtet ist dass die Form des

Satzes aufgehoben wird muss nicht nur auf unmittelbare Weise geschehen nicht

durch den bloßen Inhalt des Satzes Sondern diese entgegengesetzte Bewegung muss

ausgesprochen werden sie muss nicht nur jene innerliche Hemmung sondern dies

Zurückgehen des Begriffs in sich muss dargestellt sein Diese Bewegung welche

das ausmacht was sonst der Beweis leisten sollte ist die dialektische Bewegung

des Satzes selbst Sie allein ist das wirkliche Spekulative und nur das

Aussprechen derselben ist spekulative Darstellung Als Satz ist das Spekulative

nur die innerliche Hemmung und die nicht daseiende Rückkehr des Wesens in sich

Wir sehen uns daher oft von philosophischen Expositionen an dieses innere

Anschauen verwiesen und dadurch die Darstellung der dialektischen Bewegung des

Satzes erspart die wir verlangten  Der Satz soll ausdrücken was das Wahre

ist aber wesentlich ist es Subjekt als dieses ist es nur die dialektische

Bewegung dieser sich selbst erzeugende fortleitende und in sich zurückgehende

Gang  Bei dem sonstigen Erkennen macht der Beweis diese Seite der

ausgesprochenen Innerlichkeit aus Nachdem aber die Dialektik vom Beweise

getrennt worden ist in der Tat der Begriff des philosophischen Beweisens

verlorengegangen

    Es kann hierüber erinnert werden dass die dialektische Bewegung gleichfalls

Sätze zu ihren Teilen oder Elementen habe die aufgezeigte Schwierigkeit scheint

daher immer zurückzukehren und eine Schwierigkeit der Sache selbst zu sein  Es

ist dies dem ähnlich was beim gewöhnlichen Beweise so vorkommt dass die Gründe

die er gebraucht selbst wieder einer Begründung bedürfen und so fort ins

Unendliche Diese Form des Begründens und Bedingens gehört aber jenem Beweisen

von dem die dialektische Bewegung verschieden ist und somit dem äußerlichen

Erkennen an Was diese selbst betrifft so ist ihr Element der reine Begriff

hiermit hat sie einen Inhalt der durch und durch Subjekt an ihm selbst ist Es

kommt also kein solcher Inhalt vor der als zum Grunde liegendes Subjekt sich

verhielte und dem seine Bedeutung als ein Prädikat zukäme der Satz ist

unmittelbar eine nur leere Form  Außer dem sinnlich angeschauten oder

vorgestellten Selbst ist es vornehmlich der Name als Name der das reine

Subjekt das leere begrifflose Eins bezeichnet Aus diesem Grunde kann es zB

dienlich sein den Namen Gott zu vermeiden weil dies Wort nicht unmittelbar

zugleich Begriff sondern der eigentliche Name die feste Ruhe des zum Grunde

liegenden Subjekts ist da hingegen zB das Sein oder das Eine die Einzelheit

das Subjekt usf selbst auch unmittelbar Begriffe andeuten  Wenn auch von

jenem Subjekte spekulative Wahrheiten gesagt werden so entbehrt doch ihr Inhalt

des immanenten Begriffs weil er nur als ruhendes Subjekt vorhanden ist und sie

bekommen durch diesen Umstand leicht die Form der bloßen Erbaulichkeit  Von

dieser Seite wird also auch das Hindernis das in der Gewohnheit liegt das

spekulative Prädikat nach der Form des Satzes nicht als Begriff und Wesen zu

fassen durch die Schuld des philosophischen Vertrags selbst vermehrt und

verringert werden können Die Darstellung muss der Einsicht in die Natur des

Spekulativen getreu die dialektische Form behalten und nichts hereinnehmen als

insofern es begriffen wird und der Begriff ist

    Sosehr als das räsonierende Verhalten ist dem Studium der Philosophie die

nicht räsonierende Einbildung auf ausgemachte Wahrheiten hinderlich auf welche

der Besitzer es nicht nötig zu haben meint zurückzukommen sondern sie zugrunde

legt und sie aussprechen sowie durch sie richten und absprechen zu können

glaubt Von dieser Seite tut es besonders not dass wieder ein ernsthaftes

Geschäft aus dem Philosophieren gemacht werde Von allen Wissenschaften

Künsten Geschicklichkeiten Handwerken gilt die Überzeugung dass um sie zu

besitzen eine vielfache Bemühung des Erlernens und Übens derselben nötig ist

In Ansehung der Philosophie dagegen scheint jetzt das Vorurteil zu herrschen

dass wenn zwar jeder Augen und Finger hat und wenn er Leder und Werkzeug

bekommt er darum nicht imstande sei Schuhe zu machen jeder doch unmittelbar

zu philosophieren und die Philosophie zu beurteilen verstehe weil er den

Maßstab an seiner natürlichen Vernunft dazu besitze  als ob er den Maßstab

eines Schuhes nicht an seinem Fuße ebenfalls besäße  Es scheint gerade in den

Mangel von Kenntnissen und von Studium der Besitz der Philosophie gesetzt zu

werden und diese da aufzuhören wo Jene anfangen Sie wird häufig für ein

formelles inhaltleeres Wissen gehalten und es fehlt sehr an der Einsicht dass

was auch dem Inhalte nach in irgendeiner Kenntnis und Wissenschaft Wahrheit ist

diesen Namen allein dann verdienen kann wenn es von der Philosophie erzeugt

worden dass die anderen Wissenschaften sie mögen es mit Räsonieren ohne die

Philosophie versuchen soviel sie wollen ohne sie nicht Leben Geist Wahrheit

in ihnen zu haben vermögen

    In Ansehung der eigentlichen Philosophie sehen wir für den langen Weg der

Bildung für die ebenso reiche als tiefe Bewegung durch die der Geist zum

Wissen gelangt die unmittelbare Offenbarung des Göttlichen und den gesunden

Menschenverstand der sich weder mit anderem Wissen noch mit dem eigentlichen

Philosophieren bemüht und gebildet hat sich unmittelbar als ein vollkommenes

Äquivalent und so gutes Surrogat ansehen als etwa die Zichorie ein Surrogat des

Kaffees zu sein gerühmt wird Es ist nicht erfreulich zu bemerken dass die

Unwissenheit und die form wie geschmacklose Roheit selbst die unfähig ist ihr

Denken auf einen abstrakten Satz noch weniger auf den Zusammenhang mehrerer

festzuhalten bald die Freiheit und Toleranz des Denkens bald aber Genialität

zu sein versichert Die letztere wie jetzt in der Philosophie grassierte

bekanntlich einst ebenso in der Poesie statt Poesie aber wenn das Produzieren

dieser Genialität einen Sinn hatte erzeugte es triviale Prosa oder wenn es

über diese hinausging verrückte Reden So jetzt ein natürliches Philosophieren

das sich zu gut für den Begriff und durch dessen Mangel für ein anschauendes und

poetisches Denken hält bringt willkürliche Kombinationen einer durch den

Gedanken nur desorganisierten Einbildungskraft zu Markte  Gebilde die weder

Fisch noch Fleisch weder Poesie noch Philosophie sind

    Dagegen im ruhigeren Bette des gesunden Menschenverstandes fortfließend

gibt das natürliche Philosophieren eine Rhetorik trivialer Wahrheiten zum

besten Wird ihm die Unbedeutendheit derselben vorgehalten so versichert es

dagegen dass der Sinn und die Erfüllung in seinem Herzen vorhanden sei und auch

so bei anderen vorhanden sein müsse indem es überhaupt mit der Unschuld des

Herzens und der Reinheit des Gewissens und dgl letzte Dinge gesagt zu haben

meint wogegen weder Einrede stattfinde noch etwas weiteres gefordert werden

könne Es war aber darum zu tun dass das Beste nicht im Innern zurückbleibe

sondern aus diesem Schachte zutage gefördert werde Letzte Wahrheiten jener Art

vorzubringen diese Mühe konnte längst erspart werden denn sie sind längst etwa

im Katechismus in den Sprichwörtern des Volks usf zu finden  Es ist nicht

schwer solche Wahrheiten an ihrer Unbestimmtheit oder Schiefheit zu fassen oft

die gerade entgegengesetzte ihrem Bewusstsein in ihm selbst aufzuzeigen Es wird

indem es sich aus der Verwirrung die in ihm angerichtet wird zu ziehen bemüht

in neue verfallen und wohl zu dem Ausbruche kommen dass ausgemachtermaßen dem so

und so jenes aber Sophistereien seien  ein Schlagwort des gemeinen

Menschenverstandes gegen die gebildete Vernunft wie den Ausdruck Träumereien

die Unwissenheit der Philosophie sich für diese ein für allemal gemerkt hat 

Indem jener sich auf das Gefühl sein inwendiges Orakel beruft ist er gegen

den der nicht übereinstimmt fertig er muss erklären dass er dem weiter nichts

zu sagen habe der nicht dasselbe in sich finde und fühle  mit anderen Worten,

er tritt die Wurzel der Humanität mit Füßen Denn die Natur dieser ist auf die

Übereinkunft mit anderen zu dringen und ihre Existenz nur in der zustande

gebrachten Gemeinsamkeit der Bewusstseine Das Widermenschliche das Tierische

besteht darin im Gefühle stehenzubleiben und nur durch dieses sich mitteilen zu

können

    Wenn nach einem königlichen Wege zur Wissenschaft gefragt würde so kann

kein bequemerer angegeben werden als der sich auf den gesunden Menschenverstand

zu verlassen und um übrigens auch mit der Zeit und mit der Philosophie

fortzuschreiten Rezensionen von philosophischen Schriften etwa gar die

Vorreden und ersten Paragraphen derselben zu lesen denn diese geben die

allgemeinen Grundsätze worauf alles ankommt und jene neben der historischen

Notiz noch die Beurteilung die sogar weil sie Beurteilung ist über das

Beurteilte hinaus ist Dieser gemeine Weg macht sich im Hausrocke aber im

hohenpriesterlichen Gewände schreitet das Hochgefühl des Ewigen Heiligen

Unendlichen einher  einen Weg der vielmehr schon selbst das unmittelbare Sein

im Zentrum die Genialität tiefer origineller Ideen und hoher Gedankenblitze

ist Wie Jedoch solche Tiefe noch nicht den Quell des Wesens offenbart so sind

diese Raketen noch nicht das Empyreum Wahre Gedanken und wissenschaftliche

Einsicht ist nur in der Arbeit des Begriffs zu gewinnen Er allein kann die

Allgemeinheit des Wissens hervorbringen welche weder die gemeine Unbestimmtheit

und Dürftigkeit des gemeinen Menschenverstandes sondern gebildete und

vollständige Erkenntnis noch die ungemeine Allgemeinheit der durch Trägheit und

Eigendünkel von Genie sich verderbenden Anlage der Vernunft sondern die zu

ihrer einheimischen Form gediehene Wahrheit ist  welche fähig ist das

Eigentum aller selbstbewussten Vernunft zu sein

    Indem ich das wodurch die Wissenschaft existiert in die Selbstbewegung des

Begriffs setze so scheint die Betrachtung dass die angeführten und noch andere

äußere Seiten der Vorstellungen unserer Zeit über die Natur und Gestalt der

Wahrheit hiervon abweichen ja ganz entgegen sind einem Versuche das System

der Wissenschaft in jener Bestimmung darzustellen keine günstige Aufnahme zu

versprechen Inzwischen kann ich bedenken dass wenn zB zuweilen das

Vortreffliche der Philosophie Platons in seine wissenschaftlich wertlosen Mythen

gesetzt wird es auch Zeiten gegeben welche sogar Zeiten der Schwärmerei

genannt werden worin die Aristotelische Philosophie um ihrer spekulativen Tiefe

willen geachtet und der Parmenides des Platon wohl das größte Kunstwerk der

alten Dialektik für die wahre Enthüllung und den positiven Ausdruck des

göttlichen Lebens gehalten wurde und sogar bei vieler Trübheit dessen was die

Ekstase erzeugte diese missverstandene Ekstase in der Tat nichts anderes als der

reine Begriff sein sollte  dass ferner das Vortreffliche der Philosophie

unserer Zeit seinen Wert selbst in die Wissenschaftlichkeit setzt und wenn auch

die anderen es anders nehmen nur durch sie in der Tat sich geltend macht Somit

kann ich auch hoffen dass dieser Versuch die Wissenschaft dem Begriffe zu

vindizieren und sie in diesem ihrem eigentümlichen Elemente darzustellen sich

durch die innere Wahrheit der Sache Eingang zu verschaffen wissen werde Wir

müssen überzeugt sein dass das Wahre die Natur hat durchzudringen wenn seine

Zeit gekommen und dass es nur erscheint wenn diese gekommen und deswegen nie

zu früh erscheint noch ein unreifes Publikum findet auch dass das Individuum

dieses Effekts bedarf um das was noch seine einsame Sache ist daran sich zu

bewähren und die Überzeugung die nur erst der Besonderheit angehört als etwas

Allgemeines zu erfahren Hierbei aber ist häufig das Publikum von denen zu

unterscheiden welche sich als seine Repräsentanten und Sprecher betragen Jenes

verhält sich in manchen Rücksichten anders als diese ja selbst entgegengesetzt

Wenn es gutmütigerweise die Schuld dass ihm eine philosophische Schrift nicht

zusagt eher auf sich nimmt so schieben hingegen diese ihrer Kompetenz gewiss

alle Schuld auf den Schriftsteller Die Wirkung ist in jenem stiller als das Tun

dieser Toten wenn sie ihre Toten begraben Wenn jetzt die allgemeine Einsicht

überhaupt gebildeter ihre Neugierde wachsamer und ihr Urteil schneller bestimmt

ist so dass die Füße derer die dich hinaustragen werden schon vor der Tür

stehen so ist hiervon oft die langsamere Wirkung zu unterscheiden welche die

Aufmerksamkeit die durch imponierende Versicherungen erzwungen wurde sowie den

wegwerfenden Tadel berichtigt und einem Teile eine Mitwelt erst in einiger Zeit

gibt während ein anderer nach dieser keine Nachwelt mehr hat

    Weil übrigens in einer Zeit worin die Allgemeinheit des Geistes so sehr

erstarkt und die Einzelheit wie sich gebührt um soviel gleichgültiger geworden

ist auch jene an ihrem vollen Umfang und gebildeten Reichtum hält und ihn

fordert der Anteil der an dem gesamten Werke des Geistes auf die Tätigkeit des

Individuums fällt nur gering sein kann so muss dieses wie die Natur der

Wissenschaft schon es mit sich bringt sich um so mehr vergessen und zwar

werden und tun was es kann aber es muss ebenso weniger von ihm gefordert

werden wie es selbst weniger von sich erwarten und für sich fordern darf

 
 





    Es ist eine natürliche Vorstellung dass ehe in der Philosophie an die Sache

selbst nämlich an das wirkliche Erkennen dessen was in Wahrheit ist gegangen

wird es notwendig sei vorher über das Erkennen sich zu verständigen das als

das Werkzeug wodurch man des Absoluten sich bemächtige oder als das Mittel

durch welches hindurch man es erblicke betrachtet wird Die Besorgnis scheint

gerecht teils dass es verschiedene Arten der Erkenntnis geben und darunter eine

geschickter als eine andere zur Erreichung dieses Endzwecks sein möchte hiermit

auch falsche Wahl unter ihnen  teils auch dass indem das Erkennen ein Vermögen

von bestimmter Art und Umfange ist ohne die genauere Bestimmung seiner Natur

und Grenze Wolken des Irrtums statt des Himmels der Wahrheit erfasst werden

Diese Besorgnis muss sich wohl sogar in die Überzeugung verwandeln dass das ganze

Beginnen dasjenige was an sich ist, durch das Erkennen dem Bewusstsein zu

erwerben in seinem Begriffe widersinnig sei und zwischen das Erkennen und das

Absolute eine sie schlechthin scheidende Grenze falle Denn ist das Erkennen das

Werkzeug sich des absoluten Wesens zu bemächtigen so fällt sogleich auf dass

die Anwendung eines Werkzeugs auf eine Sache sie vielmehr nicht lässt wie sie

für sich ist, sondern eine Formierung und Veränderung mit ihr vornimmt Oder ist

das Erkennen nicht Werkzeug unserer Tätigkeit sondern gewissermaßen ein

passives Medium durch welches hindurch das Licht der Wahrheit an uns gelangt

so erhalten wir auch so sie nicht wie sie an sich sondern wie sie durch und in

diesem Medium ist Wir gebrauchen in beiden Fällen ein Mittel welches

unmittelbar das Gegenteil seines Zwecks hervorbringt oder das Widersinnige ist

vielmehr dass wir uns überhaupt eines Mittels bedienen Es scheint zwar dass

diesem Übelstande durch die Kenntnis der Wirkungsweise des Werkzeugs abzuhelfen

steht denn sie macht es möglich den Teil welcher in der Vorstellung die wir

durch es vom Absoluten erhalten dem Werkzeuge angehört im Resultate abzuziehen

und so das Wahre rein zu erhalten Allein diese Verbesserung würde uns in der

Tat nur dahin zurückbringen wo wir vorher waren Wenn wir von einem formierten

Dinge das wieder wegnehmen was das Werkzeug daran getan hat so ist uns das

Ding  hier das Absolute  gerade wieder soviel als vor dieser somit

überflüssigen Bemühung Sollte das Absolute durch das Werkzeug uns nur überhaupt

nähergebracht werden ohne etwas an ihm zu verändern wie etwa durch die

Leimrute der Vogel so würde es wohl wenn es nicht an und für sich schon bei

uns wäre und sein wollte dieser List spotten denn eine List wäre in diesem

Falle das Erkennen da es durch sein vielfaches Bemühen ganz etwas anderes zu

treiben sich die Miene gibt als nur die unmittelbare und somit mühelose

Beziehung hervorzubringen Oder wenn die Prüfung des Erkennens das wir als ein

Medium uns vorstellen uns das Gesetz seiner Strahlenbrechung kennen lehrt so

nützt es ebenso nichts sie im Resultate abzuziehen denn nicht das Brechen des

Strahls sondern der Strahl selbst wodurch die Wahrheit uns berührt ist das

Erkennen und dieses abgezogen wäre uns nur die reine Richtung oder der leere

Ort bezeichnet worden

    Inzwischen wenn die Besorgnis in Irrtum zu geraten ein misstrauen in die

Wissenschaft setzt welche ohne dergleichen Bedenklichkeiten ans Werk selbst

geht und wirklich erkennt so ist nicht abzusehen warum nicht umgekehrt ein

misstrauen in dies misstrauen gesetzt und besorgt werden soll dass diese Furcht zu

irren schon der Irrtum selbst ist In der Tat setzt sie etwas und zwar manches

als Wahrheit voraus und stützt darauf ihre Bedenklichkeiten und Konsequenzen

was selbst vorher zu prüfen ist ob es Wahrheit sei Sie setzt nämlich

Vorstellungen von dem Erkennen als einem Werkzeuge und Medium auch einen

Unterschied unserer selbst von diesem Erkennen voraus vorzüglich aber dies dass

das Absolute auf einer Seite stehe und das Erkennen auf der andern Seite für

sich und getrennt von dem Absoluten doch etwas Reelles sei oder hiermit dass

das Erkennen welches indem es außer dem Absoluten wohl auch außer der

Wahrheit ist doch wahrhaft sei  eine Annahme wodurch das was sich Furcht

vor dem Irrtume nennt sich eher als Furcht vor der Wahrheit zu erkennen gibt

    Diese Konsequenz ergibt sich daraus dass das Absolute allem wahr oder das

Wahre allein absolut ist Sie kann abgelehnt werden durch den Unterschied dass

ein Erkennen welches zwar nicht wie die Wissenschaft will das Absolute

erkennt doch auch wahr und das Erkennen überhaupt wenn es dasselbe zu fassen

zwar unfähig sei doch anderer Wahrheit fähig sein könne Aber wir sehen

nachgerade dass solches Hin und Herreden auf einen trüben Unterschied zwischen

einem absoluten Wahren und einem sonstigen Wahren hinausläuft und das Absolute

das Erkennen usf Worte sind welche eine Bedeutung voraussetzen um die zu

erlangen es erst zu tun ist

    Statt mit dergleichen unnützen Vorstellungen und Redensarten von dem

Erkennen als einem Werkzeuge des Absoluten habhaft zu werden oder als einem

Medium durch das hindurch wir die Wahrheit erblicken usf  Verhältnisse

worauf wohl alle diese Vorstellungen von einem Erkennen das vom Absoluten und

einem Absoluten das von dem Erkennen getrennt ist hinauslaufen  statt mit

den Ausreden welche das Unvermögen der Wissenschaft aus der Voraussetzung

solcher Verhältnisse schöpft um von der Mühe der Wissenschaft zugleich sich zu

befreien und zugleich sich das Ansehen eines ernsthaften und eifrigen Bemühens

zu geben sowie statt mit Antworten auf alles dieses sich herumzuplacken

könnten sie als zufällige und willkürliche Vorstellungen geradezu verworfen und

der damit verbundene Gebrauch von Worten wie dem Absoluten dem Erkennen auch

dem Objektiven und Subjektiven und unzähligen anderen deren Bedeutung als

allgemein bekannt vorausgesetzt wird sogar als Betrug angesehen werden Denn

das Vorgeben teils dass ihre Bedeutung allgemein bekannt ist teils auch dass man

selbst ihren Begriff hat scheint eher nur die Hauptsache ersparen zu sollen

nämlich diesen Begriff zu geben Mit mehr Recht dagegen könnte die Mühe gespart

werden von solchen Vorstellungen und Redensarten wodurch die Wissenschaft

selbst abgewehrt werden soll überhaupt Notiz zu nehmen denn sie machen nur

eine leere Erscheinung des Wissens aus welche vor der auftretenden Wissenschaft

unmittelbar verschwindet Aber die Wissenschaft darin dass sie auftritt ist sie

selbst eine Erscheinung ihr Auftreten ist noch nicht sie in ihrer Wahrheit

ausgeführt und ausgebreitet Es ist hierbei gleichgültig sich vorzustellen dass

sie die Erscheinung ist weil sie neben anderem auftritt oder jenes andere

unwahre Wissen ihr Erscheinen zu nennen Die Wissenschaft muss sich aber von

diesem Scheine befreien und sie kann dies nur dadurch dass sie sich gegen ihn

wendet Denn sie kann ein Wissen welches nicht wahrhaft ist weder als eine

gemeine Ansicht der Dinge nur verwerfen und versichern dass sie eine ganz andere

Erkenntnis und jenes Wissen für sie gar nichts ist noch sich auf die Ahnung

eines besseren in ihm selbst berufen Durch jene Versicherung erklärte sie ihr

Sein für ihre Kraft aber das unwahre Wissen beruft sich ebenso darauf dass es

ist und versichert dass ihm die Wissenschaft nichts ist ein trockenes

Versichern gilt aber gerade soviel als ein anderes Noch weniger kann sie sich

auf die bessere Ahnung berufen welche in dem nicht wahrhaften Erkennen

vorhanden und in ihm selbst die Hinweisung auf sie sei denn einesteils beriefe

sie sich ebenso wieder auf ein Sein andernteils aber auf sich als auf die

Weise wie sie im nicht wahrhaften Erkennen ist dh auf eine schlechte Weise

ihres Seins und auf ihre Erscheinung vielmehr als darauf wie sie an und für

sich ist. Aus diesem Grunde soll hier die Darstellung des erscheinenden Wissens

vorgenommen werden

    Weil nun diese Darstellung nur das erscheinende Wissen zum Gegenstande hat

so scheint sie selbst nicht die freie in ihrer eigentümlichen Gestalt sich

bewegende Wissenschaft zu sein sondern sie kann von diesem Standpunkte aus als

der Weg des natürlichen Bewusstseins das zum wahren Wissen dringt genommen

werden oder als der Weg der Seele welche die Reihe ihrer Gestaltungen als

durch ihre Natur ihr vorgesteckter Stationen durchwandert dass sie sich zum

Geiste läutere indem sie durch die vollständige Erfahrung ihrer selbst zur

Kenntnis desjenigen gelangt was sie an sich selbst ist

    Das natürliche Bewusstsein wird sich erweisen nur Begriff des Wissens oder

nicht reales Wissen zu sein Indem es aber unmittelbar sich vielmehr für das

reale Wissen hält so hat dieser Weg für es negative Bedeutung und ihm gilt das

vielmehr für Verlust seiner selbst was die Realisierung des Begriffs ist denn

es verliert auf diesem Wege seine Wahrheit Er kann deswegen als der Weg des

Zweifels angesehen werden oder eigentlicher als der Weg der Verzweiflung auf

ihm geschieht nämlich nicht das was unter Zweifeln verstanden zu werden pflegt

ein Rütteln an dieser oder jener vermeinten Wahrheit auf welches ein gehöriges

Wiederverschwinden des Zweifels und eine Rückkehr zu jener Wahrheit erfolgt so

dass am Ende die Sache genommen wird wie vorher Sondern er ist die bewusste

Einsicht in die Unwahrheit des erscheinenden Wissens dem dasjenige das Reellste

ist was in Wahrheit vielmehr nur der nicht realisierte Begriff ist Dieser sich

vollbringende Skeptizismus ist darum auch nicht dasjenige womit wohl der

ernsthafte Eifer um Wahrheit und Wissenschaft sich für diese fertig gemacht und

ausgerüstet zu haben wähnt nämlich mit dem Vorsatze in der Wissenschaft auf

die Autorität hin sich den Gedanken anderer nicht zu ergeben sondern alles

selbst zu prüfen und nur der eigenen Überzeugung zu folgen oder besser noch

alles selbst zu produzieren und nur die eigene Tat für das Wahre zu halten Die

Reihe seiner Gestaltungen welche das Bewusstsein auf diesem Wege durchläuft ist

vielmehr die ausführliche Geschichte der Bildung des Bewusstseins selbst zur

Wissenschaft Jener Vorsatz stellt die Bildung in der einfachen Weise des

Vorsatzes als unmittelbar abgetan und geschehen vor dieser Weg aber ist gegen

diese Unwahrheit die wirkliche Ausführung Der eigenen Überzeugung folgen ist

allerdings mehr als sich der Autorität ergeben aber durch die Verkehrung des

Dafürhaltens aus Autorität in Dafürhalten aus eigener Überzeugung ist nicht

notwendig der Inhalt desselben geändert und an die Stelle des Irrtums Wahrheit

getreten Auf die Autorität anderer oder aus eigener Überzeugung im Systeme des

Meinens und des Vorurteils zu stecken unterscheidet sich voneinander allein

durch die Eitelkeit welche der letzteren Weise beiwohnt Der sich auf den

ganzen Umfang des erscheinenden Bewusstseins richtende Skeptizismus macht dagegen

den Geist erst geschickt zu prüfen was Wahrheit ist indem er eine Verzweiflung

an den sogenannten natürlichen Vorstellungen Gedanken und Meinungen zustande

bringt welche es gleichgültig ist eigene oder fremde zu nennen und mit

welchen das Bewusstsein das geradezu ans Prüfen geht noch erfüllt und behaftet

dadurch aber in der Tat dessen unfähig ist was es unternehmen will

    Die Vollständigkeit der Formen des nicht realen Bewusstseins wird sich durch

die Notwendigkeit des Fortganges und Zusammenhanges selbst ergeben Um dies

begreiflich zu machen kann im allgemeinen zum voraus bemerkt werden dass die

Darstellung des nicht wahrhaften Bewusstseins in seiner Unwahrheit nicht eine

bloß negative Bewegung ist Eine solche einseitige Ansicht hat das natürliche

Bewusstsein überhaupt von ihr und ein Wissen welches diese Einseitigkeit zu

seinem Wesen macht ist eine der Gestalten des unvollendeten Bewusstseins welche

in den Verlauf des Weges selbst fällt und darin sich darbieten wird Sie ist

nämlich der Skeptizismus der in dem Resultate nur immer das reine Nichts sieht

und davon abstrahiert dass dies Nichts bestimmt das Nichts dessen ist woraus es

resultiert Das Nichts ist aber nur genommen als das Nichts dessen woraus es

herkommt in der Tat das wahrhafte Resultat es ist hiermit selbst ein

bestimmtes und hat einen Inhalt Der Skeptizismus der mit der Abstraktion des

Nichts oder der Leerheit endigt kann von dieser nicht weiter fortgehen sondern

muss es erwarten ob und was Ihm etwa Neues sich darbietet um es in denselben

leeren Abgrund zu werfen Indem dagegen das Resultat wie es in Wahrheit ist

aufgefasst wird als bestimmte Negation so ist damit unmittelbar eine neue Form

entsprungen und in der Negation der Übergang gemacht wodurch sich der Fortgang

durch die vollständige Reihe der Gestalten von selbst ergibt

    Das Ziel aber ist dem Wissen ebenso notwendig als die Reihe des Fortganges

gesteckt es ist da wo es nicht mehr über sich selbst hinauszugehen nötig hat

wo es sich selbst findet und der Begriff dem Gegenstande der Gegenstand dem

Begriffe entspricht Der Fortgang zu diesem Ziele ist daher auch unaufhaltsam

und auf keiner früheren Station ist Befriedigung zu finden Was auf ein

natürliches Leben beschränkt ist vermag durch sich selbst nicht über sein

unmittelbares Dasein hinauszugehen aber es wird durch ein Anderes darüber

hinausgetrieben und dies Hinausgerissenwerden ist sein Tod Das Bewusstsein aber

ist für sich selbst sein Begriff dadurch unmittelbar das Hinausgehen über das

Beschränkte und da ihm dies Beschränkte angehört über sich selbst mit dem

Einzelnen ist ihm zugleich das Jenseits gesetzt wäre es auch nur wie im

räumlichen Anschauen neben dem Beschränkten Das Bewusstsein leidet also diese

Gewalt sich die beschränkte Befriedigung zu verderben von ihm selbst Bei dem

Gefühle dieser Gewalt mag die Angst vor der Wahrheit wohl zurücktreten und sich

dasjenige dessen Verlust droht zu erhalten streben Sie kann aber keine Ruhe

finden es sei dass sie in gedankenloser Trägheit stehen bleiben will  der

Gedanke verkümmert die Gedankenlosigkeit und seine Unruhe stört die Trägheit 

oder dass sie als Empfindsamkeit sich befestigt welche alles in seiner Art gut

zu finden versichert diese Versicherung leidet ebenso Gewalt von der Vernunft

welche gerade darum etwas nicht gut findet insofern es eine Art ist Oder die

Furcht der Wahrheit mag sich vor sich und anderen hinter dem Scheine verbergen

als ob gerade der heiße Eifer für die Wahrheit selbst es ihr so schwer ja

unmöglich mache eine andere Wahrheit zu finden als die einzige der Eitelkeit

immer noch gescheiter zu sein als jede Gedanken welche man aus sich selbst oder

von anderen hat diese Eitelkeit welche sich jede Wahrheit zu vereiteln daraus

in sich zurückzukehren versteht und an diesem eigenen Verstande sich weidet der

alle Gedanken immer aufzulösen und statt alles Inhalts nur das trockene Ich zu

finden weiß ist eine Befriedigung welche sich selbst überlassen werden muss

denn sie flieht das Allgemeine und sucht nur das Fürsichsein

    Wie dieses vorläufig und im allgemeinen über die Weise und Notwendigkeit des

Fortgangs gesagt worden ist so kann noch über die Methode der Ausführung etwas

zu erinnern dienlich sein Diese Darstellung als ein Verhalten der Wissenschaft

zu dem erscheinenden Wissen und als Untersuchung und Prüfung der Realität des

Erkennen vorgestellt scheint nicht ohne irgendeine Voraussetzung die als

Maßstab zugrunde gelegt wird stattfinden zu können Denn die Prüfung besteht in

dem Anlegen eines angenommenen Maßstabes und in der sich ergebenden Gleichheit

oder Ungleichheit dessen was geprüft wird mit ihm liegt die Entscheidung ob

es richtig oder unrichtig ist und der Maßstab überhaupt und ebenso die

Wissenschaft wenn sie der Maßstab wäre ist dabei als das Wesen oder als das

Ansich angenommen Aber hier wo die Wissenschaft erst auftritt hat weder sie

selbst noch was es sei sich als das Wesen oder als das Ansich gerechtfertigt

und ohne ein solches scheint keine Prüfung stattfinden zu können

    Dieser Widerspruch und seine Wegräumung wird sich bestimmter ergeben wenn

zuerst an die abstrakten Bestimmungen des Wissens und der Wahrheit erinnert

wird wie sie an dem Bewusstsein vorkommen Dieses unterscheidet nämlich etwas

von sich worauf es sich zugleich bezieht oder wie dies ausgedrückt wird es

ist etwas für dasselbe und die bestimmte Seite dieses Beziehens oder des Seins

von etwas für ein Bewusstsein ist das Wissen Von diesem Sein für ein Anderes

unterscheiden wir aber das Ansichsein las auf das Wissen Bezogene wird ebenso

von ihm unterschieden und gesetzt als seiend auch außer dieser Beziehung die

Seite dieses Ansich heißt Wahrheit Was eigentlich an diesen Bestimmungen sei

geht uns weiter hier nichts an denn indem das erscheinende Wissen unser

Gegenstand ist so werden auch zunächst seine Bestimmungen aufgenommen wie sie

sich unmittelbar darbieten und so wie sie gefasst worden sind ist es wohl dass

sie sich darbieten

    Untersuchen wir nun die Wahrheit des Wissens so scheint es wir

untersuchen was es an sich ist. Allein in dieser Untersuchung ist es unser

Gegenstand es ist für uns und das Ansich desselben welches sich ergäbe

wäre so vielmehr sein Sein für uns was wir als sein Wesen behaupten würden

wäre vielmehr nicht seine Wahrheit sondern nur unser Wissen von ihm Das Wesen

oder der Maßstab fiele in uns und dasjenige was mit ihm verglichen und über

welches durch diese Vergleichung entschieden werden sollte hätte ihn nicht

notwendig anzuerkennen

    Aber die Natur des Gegenstandes den wir untersuchen überhebt dieser

Trennung oder dieses Scheins von Trennung und Voraussetzung Das Bewusstsein gibt

seinen Maßstab an ihm selbst, und die Untersuchung wird dadurch eine

Vergleichung seiner mit sich selbst sein denn die Unterscheidung welche soeben

gemacht worden ist fällt in es Es ist in ihm eines für ein Anderes oder es

hat überhaupt die Bestimmtheit des Moments des Wissens an ihm zugleich ist ihm

dies Andere nicht nur für es sondern auch außer dieser Beziehung oder an sich

das Moment der Wahrheit An dem also was das Bewusstsein innerhalb seiner für

das Ansich oder das Wahre erklärt haben wir den Maßstab den es selbst

aufstellt sein Wissen daran zu messen Nennen wir das Wissen den Begriff das

Wesen oder das Wahre aber das Seiende oder den Gegenstand so besteht die

Prüfung darin zuzusehen ob der Begriff dem Gegenstande entspricht Nennen wir

aber das Wesen oder das Ansich des Gegenstandes den Begriff und verstehen

dagegen unter dem Gegenstande ihn als Gegenstand nämlich wie er für ein Anderes

ist so besteht die Prüfung darin dass wir zusehen ob der Gegenstand seinem

Begriffe entspricht Man sieht wohl dass beides dasselbe ist das Wesentliche

aber ist dies für die ganze Untersuchung festzuhalten dass diese beiden

Momente Begriff und Gegenstand FüreinAnderes und An-sich-selbst-Sein in

das Wissen das wir untersuchen selbst fallen und hiermit wir nicht nötig

haben Maßstäbe mitzubringen und unsere Einfälle und Gedanken bei der

Untersuchung zu applizieren dadurch dass wir diese weglassen erreichen wir es

die Sache wie sie an und für sich selbst ist zu betrachten

    Aber nicht nur nach dieser Seite dass Begriff und Gegenstand der Maßstab

und das zu Prüfende in dem Bewusstsein selbst vorhanden sind wird eine Zutat

von uns überflüssig sondern wir werden auch der Mühe der Vergleichung beider

und der eigentlichen Prüfung überhoben so dass indem das Bewusstsein sich selbst

prüft uns auch von dieser Seite nur das reine Zusehen bleibt Denn das

Bewusstsein ist einerseits Bewusstsein des Gegenstandes andererseits Bewusstsein

seiner selbst Bewusstsein dessen was ihm das Wahre ist und Bewusstsein seines

Wissens davon Indem beide für dasselbe sind ist es selbst ihre Vergleichung

es wird für dasselbe ob sein Wissen von dem Gegenstande diesem entspricht oder

nicht Der Gegenstand scheint zwar für dasselbe nur so zu sein wie es ihn weiß

es scheint gleichsam nicht dahinterkommen zu können wie er nicht für dasselbe

sondern wie er an sich ist, und also auch sein Wissen nicht an ihm prüfen zu

können Allein gerade darin dass es überhaupt von einem Gegenstande weiß ist

schon der Unterschied vorhanden dass ihm etwas das Ansich ein anderes Moment

aber das Wissen oder das Sein des Gegenstandes für das Bewusstsein ist Auf

dieser Unterscheidung welche vorhanden ist beruht die Prüfung Entspricht sich

in dieser Vergleichung beides nicht so scheint das Bewusstsein sein Wissen

ändern zu müssen um es dem Gegenstande gemäß zu machen aber in der Veränderung

des Wissens ändert sich ihm in der Tat auch der Gegenstand selbst denn das

vorhandene Wissen war wesentlich ein Wissen von dem Gegenstande mit dem Wissen

wird auch er ein anderer denn er gehörte wesentlich diesem Wissen an Es wird

hiermit dem Bewusstsein dass dasjenige was ihm vorher das Ansich war nicht an

sich ist oder dass es nur für es an sich war Indem es also an seinem Gegenstande

sein Wissen diesem nicht entsprechend findet hält auch der Gegenstand selbst

nicht aus oder der Maßstab der Prüfung ändert sich wenn dasjenige dessen

Maßstab er sein sollte in der Prüfung nicht besteht und die Prüfung ist nicht

nur eine Prüfung des Wissens sondern auch ihres Maßstabes

    Diese dialektische Bewegung welche das Bewusstsein an ihm selbst, sowohl an

seinem Wissen als an seinem Gegenstande ausübt insofern ihm der neue wahre

Gegenstand daraus entspringt ist eigentlich dasjenige was Erfahrung genannt

wird Es ist in dieser Beziehung an dem soeben erwähnten Verlaufe ein Moment

noch näher herauszuheben wodurch sich über die wissenschaftliche Seite der

folgenden Darstellung ein neues Licht verbreiten wird Das Bewusstsein weiß etwas

 dieser Gegenstand ist das Wesen oder das Ansich er ist aber auch für das

Bewusstsein das Ansich damit tritt die Zweideutigkeit dieses Wahren ein Wir

sehen dass das Bewusstsein jetzt zwei Gegenstände hat den einen das erste Ansich

 den zweiten das FüresSein dieses Ansich Der letztere scheint zunächst nur

die Reflexion des Bewusstseins in sich selbst zu sein ein Vorstellen nicht eines

Gegenstandes sondern nur seines Wissens von Jenem ersten Allein wie vorhin

gezeigt worden ändert sich ihm dabei der erste Gegenstand er hört auf das

Ansich zu sein und wird ihm zu einem solchen der nur für es das Ansich ist

somit aber ist dann dies das FüresSein dieses Ansich das Wahre das heißt

aber dies ist das Wesen oder sein Gegenstand Dieser neue Gegenstand enthält

die Nichtigkeit des ersten er ist die über ihn gemachte Erfahrung

    An dieser Darstellung des Verlaufs der Erfahrung ist ein Moment wodurch sie

mit demjenigen nicht übereinzustimmen scheint was unter der Erfahrung

verstanden zu werden pflegt Der Übergang nämlich vom ersten Gegenstande und dem

Wissen desselben zu dem anderen Gegenstande an dem man sagt dass die Erfahrung

gemacht worden sei wurde so angegeben dass das Wissen vom ersten Gegenstande

oder das FürdasBewusstsein des ersten Ansich der zweite Gegenstand selbst

werden soll Dagegen es sonst scheint dass wir die Erfahrung von der Unwahrheit

unseres ersten Begriffs an einem anderen Gegenstande machen den wir

zufälligerweise und äußerlich etwa finden so dass überhaupt nur das reine

Auffassen dessen was an und für sich ist, in uns falle In jener Ansicht aber

zeigt sich der neue Gegenstand als geworden durch eine Umkehrung des

Bewusstseins selbst Diese Betrachtung der Sache ist unsere Zutat wodurch sich

die Reihe der Erfahrungen des Bewusstseins zum wissenschaftlichen Gange erhebt

und welche nicht für das Bewusstsein ist das wir betrachten Es ist aber dies in

der Tat auch derselbe Umstand von welchem oben schon in Ansehung des

Verhältnisses dieser Darstellung zum Skeptizismus die Rede war dass nämlich das

jedesmalige Resultat welches sich an einem nicht wahrhaften Wissen ergibt

nicht in ein leeres Nichts zusammenlaufen dürfe sondern notwendig als Nichts

desjenigen dessen Resultat es ist aufgefasst werden müsse ein Resultat

welches das enthält was das vorhergehende Wissen Wahres an ihm hat Dies bietet

sich hier so dar dass indem das was zuerst als der Gegenstand erschien dem

Bewusstsein zu einem Wissen von ihm herabsinkt und das Ansich zu einem Fürdas

BewusstseinSein des Ansich wird dies der neue Gegenstand ist womit auch eine

neue Gestalt des Bewusstseins auftritt welcher etwas anderes das Wesen ist als

der vorhergehenden Dieser Umstand ist es welcher die ganze Folge der Gestalten

des Bewusstseins in ihrer Notwendigkeit leitet Nur diese Notwendigkeit selbst

oder die Entstehung des neuen Gegenstandes der dem Bewusstsein ohne zu wissen

wie ihm geschieht sich darbietet ist es was für uns gleichsam hinter seinem

Rücken vorgeht Es kommt dadurch in seine Bewegung ein Moment des Ansich oder

Fürunsseins welches nicht für das Bewusstsein das in der Erfahrung selbst

begriffen ist sich darstellt der Inhalt aber dessen was uns entsteht ist für

es und wir begreifen nur das Formelle desselben oder sein reines Entstehen für

es ist dies Entstandene nur als Gegenstand für uns zugleich als Bewegung und

Werden

    Durch diese Notwendigkeit ist dieser Weg zur Wissenschaft selbst schon

Wissenschaft und nach ihrem Inhalte hiermit Wissenschaft der Erfahrung des

Bewusstseins

    Die Erfahrung welche das Bewusstsein über sich macht kann ihrem Begriffe

nach nichts weniger in sich begreifen als das ganze System desselben oder das

ganze Reich der Wahrheit des Geistes so dass die Momente derselben in dieser

eigentümlichen Bestimmtheit sich darstellen nicht abstrakte reine Momente zu

sein sondern so wie sie für das Bewusstsein sind oder wie dieses selbst in

seiner Beziehung auf sie auftritt wodurch die Momente des Ganzen Gestalten des

Bewusstseins sind Indem es zu seiner wahren Existenz sich forttreibt wird es

einen Punkt erreichen auf welchem es seinen Schein ablegt mit Fremdartigem

das nur für es und als ein Anderes ist behaftet zu sein oder wo die

Erscheinung dem Wesen gleich wird seine Darstellung hiermit mit eben diesem

Punkte der eigentlichen Wissenschaft des Geistes zusammenfällt und endlich

indem es selbst dies sein Wesen erfasst wird es die Natur des absoluten Wissens

selbst bezeichnen

 
 



                                 
    Das Wissen welches zuerst oder unmittelbar unser Gegenstand ist kann kein

anderes sein als dasjenige welches selbst unmittelbares Wissen Wissen des

Unmittelbaren oder Seienden ist Wir haben uns ebenso unmittelbar oder

aufnehmend zu verhalten also nichts an ihm wie es sich darbietet zu verändern

und von dem Auffassen das Begreifen abzuhalten

    Der konkrete Inhalt der sinnlichen Gewissheit lässt sie unmittelbar als die

reichste Erkenntnis ja als eine Erkenntnis von unendlichem Reichtum erscheinen

für welchen ebensowohl wenn wir im Räume und in der Zeit als worin er sich

ausbreitet hinaus als wenn wir uns ein Stück aus dieser Fülle nehmen und

durch Teilung in dasselbe hineingehen keine Grenze zu finden ist Sie erscheint

außerdem als die wahrhafteste denn sie hat von dem Gegenstande noch nichts

weggelassen sondern ihn in seiner ganzen Vollständigkeit vor sich Diese

Gewissheit aber gibt in der Tat sich selbst für die abstrakteste und ärmste

Wahrheit aus Sie sagt von dem was sie weiß nur dies aus es ist und ihre

Wahrheit enthält allein das Sein der Sache das Bewusstsein seinerseits ist in

dieser Gewissheit nur als reines Ich oder Ich bin darin nur als reiner Dieser

und der Gegenstand ebenso nur als reines Dieses Ich dieser bin dieser Sache

nicht darum gewiss weil Ich als Bewusstsein hierbei mich entwickelte und

mannigfaltig den Gedanken bewegte Auch nicht darum weil die Sache deren ich

gewiss bin nach einer Menge unterschiedener Beschaffenheiten eine reiche

Beziehung an ihr selbst oder ein vielfaches Verhalten zu anderen wäre Beides

geht die Wahrheit der sinnlichen Gewissheit nichts an weder Ich noch die Sache

hat darin die Bedeutung einer mannigfaltigen Vermittlung Ich nicht die

Bedeutung eines mannigfaltigen Vorstellens oder Denkens noch die Sache die

Bedeutung mannigfaltiger Beschaffenheiten sondern die Sache ist und sie ist

nur weil sie ist sie ist dies ist dem sinnlichen Wissen das Wesentliche und

dieses reine Sein oder diese einfache Unmittelbarkeit macht ihre Wahrheit aus

Ebenso ist die Gewissheit als Beziehung unmittelbare reine Beziehung das

Bewusstsein ist Ich weiter nichts ein reiner Dieser der Einzelne weiß reines

Dieses oder das Einzelne

    An dem reinen Sein aber welches das Wesen dieser Gewissheit ausmacht und

welches sie als ihre Wahrheit aussagt spielt wenn wir zusehen noch vieles

andere beiher Eine wirkliche sinnliche Gewissheit ist nicht nur diese reine

Unmittelbarkeit sondern ein Beispiel derselben Unter den unzähligen dabei

vorkommenden Unterschieden finden wir allenthalben die Hauptverschiedenheit dass

nämlich in ihr sogleich aus dem reinen Sein die beiden schon genannten Diesen

ein Dieser als Ich und ein Dieses als Gegenstand herausfallen Reflektieren wir

über diesen Unterschied so ergibt sich dass weder das eine noch das andere nur

unmittelbar in der sinnlichen Gewissheit ist sondern zugleich als vermittelt

Ich habe die Gewissheit durch ein Anderes nämlich die Sache und diese ist

ebenso in der Gewissheit durch ein Anderes nämlich durch Ich

    Diesen Unterschied des Wesens und des Beispiels der Unmittelbarkeit und der

Vermittlung machen nicht nur wir sondern wir finden ihn an der sinnlichen

Gewissheit selbst und in der Form, wie er an ihr ist nicht wie wir ihn soeben

bestimmten ist er aufzunehmen Es ist in ihr eines als das einfache unmittelbar

Seiende oder als das Wesen gesetzt der Gegenstand das andere aber als das

Unwesentliche und Vermittelte welches darin nicht an sich sondern durch ein

Anderes ist Ich ein Wissen das den Gegenstand nur darum weiß weil er ist

und das sein oder auch nicht sein kann Der Gegenstand aber ist das Wahre und

das Wesen er ist gleichgültig dagegen ob er gewusst wird oder nicht er

bleibt wenn er auch nicht gewusst wird das Wissen aber ist nicht wenn nicht

der Gegenstand ist

    Der Gegenstand ist also zu betrachten ob er in der Tat, in der sinnlichen

Gewissheit selbst als solches Wesen ist für welches er von ihr ausgegeben wird

ob dieser sein Begriff Wesen zu sein dem entspricht wie er in ihr vorhanden

ist Wir haben zu dem Ende nicht über ihn zu reflektieren und nachzudenken was

er in Wahrheit sein mochte sondern Ihn nur zu betrachten wie ihn die sinnliche

Gewissheit an ihr hat

    Sie ist also selbst zu fragen Was ist das Diese Nehmen wir es in der

gedoppelten Gestalt seines Seins als das Jetzt und als das Hier so wird die

Dialektik die es an ihm hat eine so verständliche Form erhalten als es selbst

ist Auf die Frage was ist das Jetzt antworten wir also zum Beispiel das Jetzt

ist die Nacht Um die Wahrheit dieser sinnlichen Gewissheit zu prüfen ist ein

einfacher Versuch hinreichend Wir schreiben diese Wahrheit auf eine Wahrheit

kann durch Aufschreiben nicht verlieren ebensowenig dadurch dass wir sie

aufbewahren Sehen wir jetzt diesen Mittag die aufgeschriebene Wahrheit wieder

an so werden wir sagen müssen dass sie schal geworden ist

    Das Jetzt welches Nacht ist wird aufbewahrt dh es wird behandelt als

das für was es ausgegeben wird als ein Seiendes es erweist sich aber vielmehr

als ein Nichtseiendes Das Jetzt selbst erhält sich wohl aber als ein solches

das nicht Nacht ist ebenso erhält es sich gegen den Tag der es jetzt ist als

ein solches das auch nicht Tag ist oder als ein Negatives überhaupt Dieses

sich erhaltende Jetzt ist daher nicht ein unmittelbares sondern ein

vermitteltes denn es ist als ein bleibendes und sich erhaltendes dadurch

bestimmt dass anderes nämlich der Tag und die Nacht nicht ist Dabei ist es

eben noch so einfach als zuvor Jetzt und in dieser Einfachheit gleichgültig

gegen das was noch bei ihm herspielt sowenig die Nacht und der Tag sein Sein

ist ebensowohl ist es auch Tag und Nacht es ist durch dies sein Anderssein gar

nicht affiziert Ein solches Einfaches das durch Negation ist weder Dieses

noch Jenes ein Nichtdieses und ebenso gleichgültig auch Dieses wie Jenes zu

sein nennen wir ein Allgemeines das Allgemeine ist also in der Tat das Wahre

der sinnlichen Gewissheit

    Als ein Allgemeines sprechen wir auch das Sinnliche aus was wir sagen ist

Dieses dh das allgemeine Diese oder es ist dh das Sein überhaupt Wir

stellen uns dabei freilich nicht das allgemeine Diese oder das Sein überhaupt

vor aber wir sprechen das Allgemeine aus oder wir sprechen schlechthin nicht

wie wir es in dieser sinnlichen Gewissheit meinen Die Sprache aber ist wie wir

sehen das Wahrhaftere in ihr widerlegen wir selbst unmittelbar unsere Meinung

und da das Allgemeine das Wahre der sinnlichen Gewissheit ist und die Sprache nur

dieses Wahre ausdrückt so ist es gar nicht möglich dass wir ein sinnliches

Sein das wir meinen je sagen können

    Es wird derselbe Fall sein mit der anderen Form des Dieses mit dem Hier

Das Hier ist zB der Baum Ich wende mich um so ist diese Wahrheit

verschwunden und hat sich in die entgegengesetzte verkehrt Das Hier ist nicht

ein Baum sondern vielmehr ein Haus Das Hier selbst verschwindet nicht sondern

es ist bleibend im Verschwinden des Hauses Baumes usf und gleichgültig Haus

Baum zu sein Das Dieses zeigt sich also wieder als vermittelte Einfachheit oder

als Allgemeinheit

    Dieser sinnlichen Gewissheit indem sie an ihr selbst das Allgemeine als die

Wahrheit ihres Gegenstandes erweist bleibt also das reine Sein als ihr Wesen

aber nicht als Unmittelbares sondern als ein solches dem die Negation und

Vermittlung wesentlich ist hiermit nicht als das was wir unter dem Sein meinen

 sondern das Sein mit der Bestimmung dass es die Abstraktion oder das rein

Allgemeine ist und unsere Meinung für welche das Wahre der sinnlichen

Gewissheit nicht das Allgemeine ist bleibt allein diesem leeren oder

gleichgültigen Jetzt und Hier gegenüber noch übrig

    Vergleichen wir das Verhältnis in welchem das Wissen und der Gegenstand

zuerst auftrat mit dem Verhältnisse derselben wie sie in diesem Resultate zu

stehen kommen so hat es sich umgekehrt Der Gegenstand der das Wesentliche

sein sollte ist nun das Unwesentliche der sinnlichen Gewissheit denn das

Allgemeine zu dem er geworden ist ist nicht mehr ein solches wie er für sie

wesentlich sein sollte sondern sie ist jetzt in dem Entgegengesetzten nämlich

in dem Wissen das vorher das Unwesentliche war vorhanden Ihre Wahrheit ist in

dem Gegenstande als meinem Gegenstande oder im Meinen er ist weil Ich von ihm

weiß Die sinnliche Gewissheit ist also zwar aus dem Gegenstande vertrieben aber

dadurch noch nicht aufgehoben sondern nur in das Ich zurückgedrängt es ist zu

sehen was uns die Erfahrung über diese ihre Realität zeigt

    Die Kraft ihrer Wahrheit liegt also nun im Ich in der Unmittelbarkeit

meines Sehens Hörens usf das Verschwinden des einzelnen Jetzt und Hier das

wir meinen wird dadurch abgehalten dass Ich sie festhalte Das Jetzt ist Tag

weil Ich ihn sehe das Hier ein Baum eben darum Die sinnliche Gewissheit

erfährt aber in diesem Verhältnisse dieselbe Dialektik an ihr als in dem

vorigen ich dieser sehe den Baum und behaupte den Baum als das Hier ein

anderer Ich sieht aber das Haus und behauptet das Hier sei nicht ein Baum

sondern vielmehr ein Haus Beide Wahrheiten haben dieselbe Beglaubigung nämlich

die Unmittelbarkeit des Sehens und die Sicherheit und Versicherung beider über

ihr Wissen die eine verschwindet aber in der anderen

    Was darin nicht verschwindet ist ich als Allgemeines dessen Sehen weder

ein Sehen des Baums noch dieses Hauses sondern ein einfaches Sehen ist das

durch die Negation dieses Hauses usf vermittelt darin ebenso einfach und

gleichgültig gegen das was noch beiherspielt gegen das Haus den Baum ist Ich

ist nur allgemeines wie Jetzt Hier oder Dieses überhaupt ich meine wohl einen

einzelnen Ich aber sowenig ich das was ich bei Jetzt Hier meine sagen kann

sowenig bei Ich Indem ich sage dieses Hier Jetzt oder ein Einzelnes sage

ich alle Diese alle Hier Jetzt Einzelne ebenso indem ich sage Ich dieser

einzelne Ich sage ich überhaupt alle Ich jeder ist das was ich sage Ich

dieser einzelne Ich Wenn der Wissenschaft diese Forderung als ihr Probierstein

auf dem sie schlechthin nicht aushaken könnte vorgelegt wird ein sogenanntes

dieses Ding oder einen diesen Menschen zu deduzieren konstruieren a priori zu

finden oder wie man dies ausdrücken will so ist billig dass die Forderung sage

 welches dieses Ding oder welchen diesen Ich sie meine aber dies zu sagen ist

unmöglich

    Die sinnliche Gewissheit erfährt also dass ihr Wesen weder in dem Gegenstande

noch in dem Ich und die Unmittelbarkeit weder eine Unmittelbarkeit des einen

noch des anderen ist denn an beiden ist das was Ich meine vielmehr ein

Unwesentliches und der Gegenstand und Ich sind Allgemeine in welchen dasjenige

Jetzt und Hier und Ich das ich meine nicht bestehen bleibt oder ist Wir

kommen hierdurch dahin das Ganze der sinnlichen Gewissheit selbst als ihr Wesen

zu setzen nicht mehr nur ein Moment derselben wie in den beiden Fällen

geschehen ist worin zuerst der dem Ich entgegengesetzte Gegenstand dann Ich

ihre Realität sein sollte Es ist also nur die ganze sinnliche Gewissheit selbst

welche an ihr als Unmittelbarkeit festhält und hierdurch alle Entgegensetzung

die im vorherigen stattfand aus sich ausschließt

    Diese reine Unmittelbarkeit geht also das Anderssein des Hier als Baums

welches in ein Hier das Nichtbaum ist das Anderssein des Jetzt als Tages das

in ein Jetzt das Nacht ist übergeht oder ein anderes Ich dem etwas anderes

Gegenstand ist nichts mehr an Ihre Wahrheit erhält sich als sich selbst

gleichbleibende Beziehung die zwischen dem Ich und dem Gegenstande keinen

Unterschied der Wesentlichkeit und Unwesentlichkeit macht und in die daher auch

überhaupt kein Unterschied eindringen kann Ich dieser behaupte also das Hier

als Baum und wende mich nicht um so dass mir das Hier zu einem Nichtbaum würde

ich nehme auch keine Notiz davon dass ein anderer Ich das Hier als Nichtbaum

sieht oder dass Ich selbst ein anderes Mal das Hier als Nichtbaum das Jetzt als

Nichttag nehme sondern Ich bin reines Anschauen Ich für mich bleibe dabei das

Jetzt ist Tag oder auch dabei das Hier ist Baum vergleiche auch nicht das

Hier und Jetzt selbst miteinander sondern Ich halte an einer unmittelbaren

Beziehung fest das Jetzt ist Tag

    Da hiermit diese Gewissheit nicht mehr herzutreten will wenn wir sie auf ein

Jetzt das Nacht ist oder auf einen Ich dem es Nacht ist aufmerksam machen

so treten wir zu ihr hinzu und lassen uns das Jetzt zeigen das behauptet wird

Zeigen müssen wir es uns lassen denn die Wahrheit dieser unmittelbaren

Beziehung ist die Wahrheit dieses Ich der sich auf ein Jetzt oder ein Hier

einschränkt Würden wir nachher diese Wahrheit vornehmen oder entfernt davon

stehen so hätte sie gar keine Bedeutung denn wir höben die Unmittelbarkeit

auf die ihr wesentlich ist Wir müssen daher in denselben Punkt der Zeit oder

des Raums eintreten sie uns zeigen dh uns zu demselben diesen Ich welches

das gewiss Wissende ist machen lassen Sehen wir also wie das Unmittelbare

beschaffen ist das uns aufgezeigt wird

    Es wird das Jetzt gezeigt dieses Jetzt Jetzt es hat schon aufgehört zu

sein indem es gezeigt wird das Jetzt das ist ist ein anderes als das

gezeigte und wir sehen dass das Jetzt eben dieses ist indem es ist schon

nicht mehr zu sein Das Jetzt wie es uns gezeigt wird ist es ein gewesenes

und dies ist seine Wahrheit es hat nicht die Wahrheit des Seins Es ist also

doch dies wahr dass es gewesen ist Aber was gewesen ist ist in der Tat kein

Wesen es ist nicht und um das Sein war es zu tun

    Wir sehen also in diesem Aufzeigen nur eine Bewegung und folgenden Verlauf

derselben 1 Ich zeige das Jetzt auf es ist als das Wahre behauptet ich zeige

es aber als Gewesenes oder als ein Aufgehobenes hebe die erste Wahrheit auf

und 2 Jetzt behaupte ich als die zweite Wahrheit dass es gewesen aufgehoben

ist 3 Aber das Gewesene ist nicht ich hebe das Gewesen oder Aufgehobensein

die zweite Wahrheit auf negiere damit die Negation des Jetzt und kehre so zur

ersten Behauptung zurück dass Jetzt ist Das Jetzt und das Aufzeigen des Jetzt

ist also so beschaffen dass weder das Jetzt noch das Aufzeigen des Jetzt ein

unmittelbares Einfaches Ist sondern eine Bewegung welche verschiedene Momente

an ihr hat es wird Dieses gesetzt es wird aber vielmehr ein Anderes gesetzt

oder das Diese wird aufgehoben und dieses Anderssein oder Aufheben des ersten

wird selbst wieder aufgehoben und so zu dem ersten zurückgekehrt Aber dieses in

sich reflektierte erste ist nicht ganz genau dasselbe was es zuerst nämlich

ein Unmittelbares war sondern es ist eben ein in sich Reflektiertes oder

Einfaches welches im Anderssein bleibt was es ist ein Jetzt welches absolut

viele Jetzt ist und dies ist das wahrhafte Jetzt das Jetzt als einfacher Tag

das viele Jetzt in sich hat Stunden ein solches Jetzt eine Stunde ist ebenso

viele Minuten und diese Jetzt gleichfalls viele Jetzt usf  Das Aufzeigen ist

also selbst die Bewegung welche es ausspricht was das Jetzt in Wahrheit ist

nämlich ein Resultat oder eine Vielheit von Jetzt zusammengefasst und das

Aufzeigen ist das Erfahren dass Jetzt Allgemeines ist

    Das aufgezeigte Hier das ich festhalte ist ebenso ein dieses Hier das in

der Tat nicht dieses Hier sondern ein Vorn und Hinten ein Oben und Unten ein

Rechts und Links ist Das Oben ist selbst ebenso dieses vielfache Anderssein in

oben unten usf Das Hier welches aufgezeigt werden sollte verschwindet in

anderen Hier aber diese verschwinden ebenso das Aufgezeigte Festgehaltene und

Bleibende ist ein negatives Dieses das nur so ist indem die Hier wie sie

sollen genommen werden aber darin sich aufheben es ist eine einfache

Komplexion vieler Hier Das Hier das gemeint wird wäre der Punkt er ist aber

nicht sondern indem er als seiend aufgezeigt wird zeigt sich das Aufzeigen

nicht unmittelbares Wissen sondern eine Bewegung von dem gemeinten Hier aus

durch viele Hier in das allgemeine Hier zu sein welches wie der Tag eine

einfache Vielheit der Jetzt so eine einfache Vielheit der Hier ist

    Es erhellt dass die Dialektik der sinnlichen Gewissheit nichts anderes als

die einfache Geschichte ihrer Bewegung oder ihrer Erfahrung und die sinnliche

Gewissheit selbst nichts anderes als nur diese Geschichte ist Das natürliche

Bewusstsein geht deswegen auch zu diesem Resultate was an ihr das Wahre ist

immer selbst fort und macht die Erfahrung darüber aber vergisst es nur ebenso

immer wieder und fängt die Bewegung von vorne an Es ist daher zu verwundern

wenn gegen diese Erfahrung als allgemeine Erfahrung auch als philosophische

Behauptung und gar als Resultat des Skeptizismus aufgestellt wird die Realität

oder das Sein von äußeren Dingen als diesen oder sinnlichen habe absolute

Wahrheit für das Bewusstsein eine solche Behauptung weiß zugleich nicht was sie

spricht weiß nicht dass sie das Gegenteil von dem sagt was sie sagen will Die

Wahrheit des sinnlichen Diesen für das Bewusstsein soll allgemeine Erfahrung

sein vielmehr ist das Gegenteil allgemeine Erfahrung jedes Bewusstsein hebt

eine solche Wahrheit wie zB das Hier ist ein Baum oder das Jetzt ist Mittag

selbst wieder auf und spricht das Gegenteil aus das Hier ist nicht ein Baum

sondern ein Haus und was in dieser die erste aufhebenden Behauptung wieder eine

ebensolche Behauptung eines sinnlichen Diesen ist hebt es sofort ebenso auf

und es wird in aller sinnlichen Gewissheit in Wahrheit nur dies erfahren was

wir gesehen haben das Dieses nämlich als ein Allgemeines das Gegenteil dessen

was jene Behauptung allgemeine Erfahrung zu sein versichert  Bei dieser

Berufung auf die allgemeine Erfahrung kann es erlaubt sein die Rücksicht auf

das Praktische zu antizipieren In dieser Rücksicht kann denjenigen welche jene

Wahrheit und Gewissheit der Realität der sinnlichen Gegenstände behaupten gesagt

werden dass sie in die unterste Schule der Weisheit nämlich in die alten

Eleusinischen Mysterien der Ceres und des Bacchus zurückzuweisen sind und das

Geheimnis des Essens des Brotes und des Trinkens des Weines erst zu lernen

haben denn der in diese Geheimnisse Eingeweihte gelangt nicht nur zum Zweifel

an dem Sein der sinnlichen Dinge sondern zur Verzweiflung an ihm und vollbringt

in ihnen teils selbst ihre Nichtigkeit teils sieht er sie vollbringen Auch die

Tiere sind nicht von dieser Weisheit ausgeschlossen sondern erweisen sich

vielmehr am tiefsten in sie eingeweiht zu sein denn sie bleiben nicht vor den

sinnlichen Dingen als an sich seienden stehen sondern verzweifelnd an dieser

Realität und in der völligen Gewissheit ihrer Nichtigkeit langen sie ohne

weiteres zu und zehren sie auf und die ganze Natur feiert wie sie diese

offenbaren Mysterien welche es lehren was die Wahrheit der sinnlichen Dinge

ist

    Die welche solche Behauptung aufstellen sagen aber gemäß vorhergehenden

Bemerkungen auch selbst unmittelbar das Gegenteil dessen was sie meinen 

eine Erscheinung die vielleicht am fähigsten ist zum Nachdenken über die Natur

der sinnlichen Gewissheit zu bringen Sie sprechen von dem Dasein äußerer

Gegenstände welche noch genauer als wirkliche absolut einzelne ganz

persönliche individuelle Dinge deren jedes seines absolut gleichen nicht mehr

hat bestimmt werden können dies Dasein habe absolute Gewissheit und Wahrheit

Sie meinen dieses Stück Papier worauf ich dies schreibe oder vielmehr

geschrieben habe aber was sie meinen sagen sie nicht Wenn sie wirklich dieses

Stück Papier das sie meinen sagen wollten und sie wollten sagen so ist dies

unmöglich weil das sinnliche Diese das gemeint wird der Sprache die dem

Bewusstsein dem an sich Allgemeinen angehört unerreichbar ist Unter dem

wirklichen Versuche es zu sagen würde es daher vermodern die seine

Beschreibung angefangen könnten sie nicht vollenden sondern müssten sie anderen

überlassen welche von einem Dinge zu sprechen das nicht ist zuletzt selbst

eingestehen würden Sie meinen also wohl dieses Stück Papier das hier ein ganz

anderes als das obige ist aber sie sprechen wirkliche Dinge äußere oder

sinnliche Gegenstände absolut einzelne Wesen usf dh sie sagen von ihnen nur

das Allgemeine daher was das Unaussprechliche genannt wird nichts anderes ist

als das Unwahre Unvernünftige bloß Gemeinte  Wird von etwas weiter nichts

gesagt als dass es ein wirkliches Ding ein äußerer Gegenstand istso ist es

nur als das Allerallgemeinste und damit vielmehr seine Gleichheit mit allem als

die Unterschiedenheit ausgesprochen Sage ich ein einzelnes Ding so sage ich

es vielmehr ebenso als ganz Allgemeines denn alle sind ein einzelnes Ding und

gleichfalls dieses Ding ist alles was man will Genauer bezeichnet als dieses

Stück Papier so ist alles und jedes Papier ein dieses Stück Papier und ich

habe nur immer das Allgemeine gesagt Will ich aber dem Sprechen welches die

göttliche Natur hat die Meinung unmittelbar zu verkehren zu etwas anderem zu

machen und so sie gar nicht zum Worte kommen zu lassen dadurch nachhelfen dass

ich dies Stück Papier aufzeige so mache ich die Erfahrung was die Wahrheit der

sinnlichen Gewissheit in der Tat ist ich zeige es auf als ein Hier das ein Hier

anderer Hier oder an ihm selbst ein einfaches Zusammen vieler Hier dh ein

Allgemeines ist ich nehme so es auf wie es in Wahrheit ist und statt ein

Unmittelbares zu wissen nehme ich wahr

 
 



            


    Die unmittelbare Gewissheit nimmt sich nicht das Wahre denn ihre Wahrheit

ist das Allgemeine sie aber will das Diese nehmen Die Wahrnehmung nimmt

hingegen das was ihr das Seiende ist als Allgemeines Wie die Allgemeinheit

ihr Prinzip überhaupt so sind auch ihre in ihr unmittelbar sich

unterscheidenden Momente Ich ein allgemeines und der Gegenstand ein

allgemeiner Jenes Prinzip ist uns entstanden und unser Aufnehmen der

Wahrnehmung daher nicht mehr ein erscheinendes Aufnehmen wie das der

sinnlichen Gewissheit sondern ein notwendiges In dem Entstehen des Prinzips

sind zugleich die beiden Momente die an ihrer Erscheinung nur herausfallen

geworden das eine nämlich die Bewegung des Aufzeigens das andere dieselbe

Bewegung aber als Einfaches jenes das Wahrnehmen dies der Gegenstand Der

Gegenstand ist dem Wesen nach dasselbe was die Bewegung ist sie die Entfaltung

und Unterscheidung der Momente er das Zusammengefasstsein derselben Für uns

oder an sich ist das Allgemeine als Prinzip das Wesen der Wahrnehmung und gegen

diese Abstraktion sind die beiden unterschiedenen das Wahrnehmende und das

Wahrgenommene das Unwesentliche Aber in der Tat, weil beide selbst das

Allgemeine oder das Wesen sind sind sie beide wesentlich indem sie aber sich

als entgegengesetzte aufeinander beziehen so kann in der Beziehung nur das eine

das Wesentliche sein und der Unterschied des Wesentlichen und Unwesentlichen

muss sich an sie verteilen Das eine als das Einfache bestimmt der Gegenstand

ist das Wesen gleichgültig dagegen ob er wahrgenommen wird oder nicht das

Wahrnehmen aber als die Bewegung ist das Unbeständige das sein kann oder auch

nicht und das Unwesentliche

    Dieser Gegenstand ist nun näher zu bestimmen und diese Bestimmung aus dem

Resultate das sich ergeben kurz zu entwickeln die ausgeführtere Entwicklung

gehört nicht hierher Da sein Prinzip das Allgemeine in seiner Einfachheit ein

vermitteltes ist so muss er dies als seine Natur an ihm ausdrücken er zeigt

sich dadurch als das Ding von vielen Eigenschaften Der Reichtum des sinnlichen

Wissens gehört der Wahrnehmung nicht der unmittelbaren Gewissheit an an der er

nur das Beiherspielende war denn nur jene hat die Negation den Unterschied

oder die Mannigfaltigkeit an ihrem Wesen

    Das Dieses ist also gesetzt als nicht dieses oder als aufgehoben und damit

nicht Nichts sondern ein bestimmtes Nichts oder ein Nichts von einem Inhalte

nämlich dem Diesen Das Sinnliche ist hierdurch selbst noch vorhanden aber

nicht wie es in der unmittelbaren Gewissheit sein sollte als das gemeinte

Einzelne sondern als Allgemeines oder als das was sich als Eigenschaft

bestimmen wird Das Aufheben stellt seine wahrhafte gedoppelte Bedeutung dar

welche wir an dem Negativen gesehen haben es ist ein Negieren und ein

Aufbewahren zugleich das Nichts als Nichts des Diesen bewahrt die

Unmittelbarkeit auf und ist selbst sinnlich aber eine allgemeine

Unmittelbarkeit  Das Sein aber ist ein Allgemeines dadurch dass es die

Vermittlung oder das Negative an ihm hat indem es dies an seiner

Unmittelbarkeit ausdrückt ist es eine unterschiedene bestimmte Eigenschaft

Damit sind zugleich viele solche Eigenschaften eine die negative der ändern

gesetzt Indem sie in der Einfachheit des Allgemeinen ausgedrückt sind beziehen

sich diese Bestimmtheiten die eigentlich erst durch eine ferner hinzukommende

Bestimmung Eigenschaften sind auf sich selbst sind gleichgültig gegeneinander

jede für sich frei von der anderen Die einfache sich selbst gleiche

Allgemeinheit selbst aber ist wieder von diesen ihren Bestimmtheiten

unterschieden und frei sie ist das reine Sichaufsichbeziehen oder das Medium

worin diese Bestimmtheiten alle sind sich also in ihr als in einer einfachen

Einheit durchdringen ohne sich aber zu berühren denn eben durch die Teilnahme

an dieser Allgemeinheit sind sie gleichgültig für sich  Dies abstrakte

allgemeine Medium das die Dingheit überhaupt oder das reine Wesen genannt

werden kann ist nichts anderes als das Hier und fetzt wie es sich erwiesen

hat nämlich als ein einfaches Zusammen von vielen aber die vielen sind in

ihrer Bestimmtheit selbst einfach Allgemeine Dies Salz ist einfaches Hier und

zugleich vielfach es ist weiß und auch scharf auch kubisch gestaltet auch von

bestimmter Schwere usw Alle diese vielen Eigenschaften sind in einem einfachen

Hier worin sie sich also durchdringen keine hat ein anderes Hier als die

andere sondern jede ist allenthalten in demselben worin die andere ist und

zugleich ohne durch verschiedene Hier geschieden zu sein affizieren sie sich

in dieser Durchdringung nicht das Weiße affiziert oder verändert das Kubische

nicht beide nicht das Scharfe usw sondern da jede selbst einfaches

Sichaufsichbeziehen ist lässt sie die anderen ruhig und bezieht sich nur durch

das gleichgültige Auch auf sie Dieses Auch ist also das reine Allgemeine selbst

oder das Medium die sie so zusammenfassende Dingheit

    In diesem Verhältnisse das sich ergeben hat ist nur erst der Charakter der

positiven Allgemeinheit beobachtet und entwickelt es bietet sich aber noch eine

Seite dar welche auch hereingenommen werden muss Nämlich wenn die vielen

bestimmten Eigenschaften schlechterdings gleichgültig wären und sich durchaus

nur auf sich selbst bezögen so wären sie keine bestimmten denn sie sind dies

nur insofern sie sich unterscheiden und sich auf andere als entgegengesetzte

beziehen Nach dieser Entgegensetzung aber können sie nicht in der einfachen

Einheit ihres Mediums zusammen sein die ihnen ebenso wesentlich ist als die

Negation die Unterscheidung derselben insofern sie nicht eine gleichgültige

sondern ausschließende Anderes negierende ist fällt also außer diesem

einfachen Medium und dieses ist daher nicht nur ein Auch gleichgültige

Einheit sondern auch Eins ausschließende Einheit  Das Eins ist das Moment

der Negation wie es selbst auf eine einfache Weise sich auf sich bezieht und

Anderes ausschließt und wodurch die Dingheit als Ding bestimmt ist An der

Eigenschaft ist die Negation als Bestimmtheit die unmittelbar eins ist mit der

Unmittelbarkeit des Seins welche durch diese Einheit mit der Negation

Allgemeinheit ist als Eins aber ist sie wie sie von dieser Einheit mit dem

Gegenteil befreit und an und für sich selbst ist

    In diesen Momenten zusammen ist das Ding als das Wahre der Wahrnehmung

vollendet soweit es nötig ist es hier zu entwickeln Es ist a die

gleichgültige passive Allgemeinheit das Auch der vielen Eigenschaften oder

vielmehr Materien b die Negation ebenso als einfach oder das Eins das

Ausschließen entgegengesetzter Eigenschaften und g die vielen Eigenschaften

selbst die Beziehung der zwei ersten Momente die Negation wie sie sich auf

das gleichgültige Element bezieht und sich darin als eine Menge von

Unterschieden ausbreitet der Punkt der Einzelheit in dem Medium des Bestehens

in die Vielheit ausstrahlend Nach der Seite dass diese Unterschiede dem

gleichgültigen Medium angehören sind sie selbst allgemein beziehen sich nur

auf sich und affizieren sich nicht nach der Seite aber dass sie der negativen

Einheit angehören sind sie zugleich ausschließend haben aber diese

entgegengesetzte Beziehung notwendig an Eigenschaften die aus ihrem Auch

entfernt sind Die sinnliche Allgemeinheit oder die unmittelbare Einheit des

Seins und des Negativen ist erst so Eigenschaft insofern das Eins und die reine

Allgemeinheit aus ihr entwickelt und voneinander unterschieden sind und sie

diese miteinander zusammenschließt diese Beziehung derselben auf die reinen

wesentlichen Momente vollendet erst das Ding

    So ist nun das Ding der Wahrnehmung beschaffen und das Bewusstsein ist als

Wahrnehmendes bestimmt insofern dies Ding sein Gegenstand ist es hat ihn nur

zu nehmen und sich als reines Auffassen zu verhalten was sich ihm dadurch

ergibt ist das Wahre Wenn es selbst bei diesem Nehmen etwas täte würde es

durch solches Hinzusetzen oder Weglassen die Wahrheit verändern Indem der

Gegenstand das Wahre und Allgemeine sich selbst Gleiche das Bewusstsein sich

aber das Veränderliche und Unwesentliche ist kann es ihm geschehen dass es den

Gegenstand unrichtig auffasst und sich täuscht Das Wahrnehmende hat das

Bewusstsein der Möglichkeit der Täuschung denn in der Allgemeinheit welche das

Prinzip ist ist das Anderssein selbst unmittelbar für es aber als das Nichtige

 Aufgehobene Sein Kriterium der Wahrheit ist daher die Sichselbstgleichheit

und sein Verhalten als sich selbst gleiches aufzufassen Indem zugleich das

Verschiedene für es ist ist es ein Beziehen der verschiedenen Momente seines

Auffassens aufeinander wenn sich aber in dieser Vergleichung eine Ungleichheit

hervortut so ist dies nicht eine Unwahrheit des Gegenstandes denn er ist das

sich selbst Gleiche sondern des Wahrnehmens

    Sehen wir nun zu welche Erfahrung das Bewusstsein in seinem wirklichen

Wahrnehmen macht Sie ist für uns in der soeben gegebenen Entwicklung des

Gegenstandes und des Verhaltens des Bewusstseins zu ihm schon enthalten und wird

nur die Entwicklung der darin vorhandenen Widersprüche sein  Der Gegenstand

den ich aufnehme bietet sich als rein Einer dar auch werde ich die Eigenschaft

an ihm gewahr die allgemein ist dadurch aber über die Einzelheit hinausgeht

Das erste Sein des gegenständlichen Wesens als eines Einen war also nicht sein

wahres Sein da er das Wahre ist fällt die Unwahrheit in mich und das

Auffassen war nicht richtig Ich muss um der Allgemeinheit der Eigenschaft willen

das gegenständliche Wesen vielmehr als eine Gemeinschaft überhaupt nehmen Ich

nehme nun ferner die Eigenschaft wahr als bestimmte Anderem entgegengesetzte

und es ausschließende Ich fasste das gegenständliche Wesen also in der Tat nicht

richtig auf als ich es als eine Gemeinschaft mit anderen oder als die

Kontinuität bestimmte und muss vielmehr um der Bestimmtheit der Eigenschaft

willen die Kontinuität trennen und es als ausschließendes Eins setzen

    An dem getrennten Eins finde ich viele solche Eigenschaften die einander

nicht affizieren sondern gleichgültig gegeneinander sind ich nahm den

Gegenstand also nicht richtig wahr als ich ihn als ein Ausschließendes

auffasste sondern er ist wie vorhin nur Kontinuität überhaupt so jetzt ein

allgemeines gemeinschaftliches Medium worin viele Eigenschaften als sinnliche

Allgemeinheiten jede für sich ist und als bestimmte die anderen ausschließt

Das Einfache und Wahre das ich wahrnehme ist aber hiermit auch nicht ein

allgemeines Medium sondern die einzelne Eigenschaft für sich die aber so weder

Eigenschaft noch ein bestimmtes Sein ist denn sie ist nun weder an einem Eins

noch in Beziehung auf andere Eigenschaft ist sie aber nur am Eins und bestimmt

nur in Beziehung auf andere Sie bleibt als dies reine Sichaufsichselbstbeziehen

nur sinnliches Sein überhaupt da sie den Charakter der Negativität nicht mehr

an ihr hat und das Bewusstsein für welches jetzt ein sinnliches Sein ist ist

nur ein Meinen dh es ist aus dem Wahrnehmen ganz heraus und in sich

zurückgegangen Allein das sinnliche Sein und Meinen geht selbst in das

Wahrnehmen über ich bin zu dem Anfang zurückgeworfen und wieder in denselben

sich in jedem Momente und als Ganzes aufhebenden Kreislauf hineingerissen

    Das Bewusstsein durchläuft ihn also notwendig wieder aber zugleich nicht auf

dieselbe Weise wie das erstemal Es hat nämlich die Erfahrung über das

Wahrnehmen gemacht dass das Resultat und das Wahre desselben seine Auflösung

oder die Reflexion in sich selbst aus dem Wahren ist Es hat sich hiermit für

das Bewusstsein bestimmt wie sein Wahrnehmen wesentlich beschaffen ist nämlich

nicht ein einfaches reines Auffassen sondern in seinem Auffassen zugleich aus

dem Wahren heraus in sich reflektiert zu sein Diese Rückkehr des Bewusstseins in

sich selbst die sich in das reine Auffassen unmittelbar  denn sie hat sich als

dem Wahrnehmen wesentlich gezeigt  einmischt verändert das Wahre Das

Bewusstsein erkennt diese Seite zugleich als die seinige und nimmt sie auf sich

wodurch es also den wahren Gegenstand rein erhalten wird  Es ist hiermit

jetzt wie es bei der sinnlichen Gewissheit geschah an dem Wahrnehmen die Seite

vorhanden dass das Bewusstsein in sich zurückgedrängt wird aber zunächst nicht

in dem Sinne in welchem dies bei jener der Fall war als ob in es die Wahrheit

des Wahrnehmens fiele sondern vielmehr erkennt es dass die Unwahrheit die

darin vorkommt in es fällt Durch diese Erkenntnis aber ist es zugleich fähig

sie aufzuheben es unterscheidet sein Auffassen des Wahren von der Unwahrheit

seines Wahrnehmens korrigiert diese und insofern es diese Berichtigung selbst

vornimmt fällt allerdings die Wahrheit als Wahrheit des Wahrnehmens in

dasselbe Das Verhalten des Bewusstseins das nunmehr zu betrachten ist ist also

so beschaffen dass es nicht mehr bloß wahrnimmt sondern auch seiner

Reflexioninsich bewusst ist und diese von der einfachen Auffassung selbst

abtrennt

    Ich werde also zuerst des Dings als Eines gewahr und habe es in dieser

wahren Bestimmung festzuhalten wenn in der Bewegung des Wahrnehmens etwas dem

Widersprechendes vorkommt so ist dies als meine Reflexion zu erkennen Es

kommen nun in der Wahrnehmung auch verschiedene Eigenschaften vor welche

Eigenschaften des Dings zu sein scheinen allein das Ding ist Eins und von

dieser Verschiedenheit wodurch es aufhörte Eins zu sein sind wir uns bewusst

dass sie in uns fällt Dies Ding ist also in der Tat nur weiß an unser Auge

gebracht scharf auch an unsere Zunge auch kubisch an unser Gefühl usf Die

gänzliche Verschiedenheit dieser Seiten nehmen wir nicht aus dem Dinge sondern

aus uns sie fallen uns an unserem von der Zunge ganz unterschiedenen Auge usf

so auseinander Wir sind somit das allgemeine Medium worin solche Momente sich

absondern und für sich sind Hierdurch also dass wir die Bestimmtheit

allgemeines Medium zu sein als unsere Reflexion betrachten erhalten wir die

Sichselbstgleichheit und Wahrheit des Dinges Eins zu sein

    Diese verschiedenen Seiten welche das Bewusstsein auf sich nimmt sind aber

jede so für sich als in dem allgemeinen Medium sich befindend betrachtet

bestimmt das Weiße ist nur in Entgegensetzung gegen das Schwarze usf und das

Ding Eins gerade dadurch dass es anderen sich entgegensetzt Es schließt aber

andere nicht insofern es Eins ist von sich aus  denn Eins zu sein ist das

allgemeine Aufsichselbstbeziehen und dadurch dass es Eins ist ist es vielmehr

allen gleich  sondern durch die Bestimmtheit Die Dinge selbst also sind an

und für sich bestimmte sie haben Eigenschaften wodurch sie sich von anderen

unterscheiden Indem die Eigenschaft die eigene Eigenschaft des Dinges oder eine

Bestimmtheit an ihm selbst ist hat es mehrere Eigenschaften Denn fürs erste

ist das Ding das wahre es ist an sich selbst; und was an ihm ist ist an ihm

als sein eigenes Wesen nicht um anderer willen also sind zweitens die

bestimmten Eigenschaften nicht nur um anderer Dinge willen und für andere Dinge

sondern an ihm selbst; sie sind aber bestimmte Eigenschaften an ihm nur indem

sie mehrere sich voneinander unterscheidende sind und drittens indem sie so in

der Dingheit sind sind sie an und für sich und gleichgültig gegeneinander Es

ist also in Wahrheit das Ding selbst welches weiß und auch kubisch auch scharf

usf ist oder das Ding ist das Auch oder das allgemeine Medium worin die

vielen Eigenschaften außereinander bestehen ohne sich zu berühren und

aufzuheben und so genommen wird es als das Wahre genommen

    Bei diesem Wahrnehmen nun ist das Bewusstsein zugleich sich bewusst dass es

sich auch in sich selbst reflektiert und in dem Wahrnehmen das dem Auch

entgegengesetzte Moment vorkommt Dies Moment aber ist Einheit des Dings mit

sich selbst welche den Unterschied aus sich ausschließt Sie ist es demnach

welche das Bewusstsein auf sich zu nehmen hat denn das Ding selbst ist das

Bestehen der vielen verschiedenen und unabhängigen Eigenschaften Es wird also

von dem Dinge gesagt es ist weiß auch kubisch und auch scharf usf Aber

insofern es weiß ist ist es nicht kubisch und insofern es kubisch und auch

weiß ist ist es nicht scharf usf Das Ineinssetzen dieser Eigenschaften kommt

nur dem Bewusstsein zu welches sie daher an dem Ding nicht in Eins fallen zu

lassen hat Zu dem Ende bringt es das Insofern herbei wodurch es sie

auseinander und das Ding als das Auch erhält Recht eigentlich wird das Einssein

von dem Bewusstsein erst so auf sich genommen dass dasjenige was Eigenschaft

genannt wurde als freie Materie vorgestellt wird Das Ding ist auf diese Weise

zum wahrhaften Auch erhoben indem es eine Sammlung von Materien und statt Eins

zu sein zu einer bloß umschließenden Oberfläche wird

    Sehen wir zurück auf dasjenige was das Bewusstsein vorhin auf sich genommen

und jetzt auf sich nimmt was es vorhin dem Dinge zuschrieb und jetzt ihm

zuschreibt so ergibt sich dass es abwechslungsweise ebensowohl sich selbst als

auch das Ding zu beidem macht zum reinen vielheitslosen Eins wie zu einem in

selbständige Materien aufgelösten Auch Das Bewusstsein findet also durch diese

Vergleichung dass nicht nur sein Nehmen des Wahren die Verschiedenheit des

Auffassens und des in sich Zurückgehens an ihm hat sondern dass vielmehr das

Wahre selbst das Ding sich auf diese gedoppelte Weise zeigt Es ist hiermit

die Erfahrung vorhanden dass das Ding sich für das auffassende Bewusstsein auf

eine bestimmte Weise darstellt aber zugleich aus der Weise in der es sich

darbietet heraus und in sich reflektiert ist oder an ihm selbst eine

entgegengesetzte Wahrheit hat

    Das Bewusstsein ist also auch aus dieser zweiten Art sich im Wahrnehmen zu

verhalten nämlich das Ding als das wahre Sichselbstgleiche sich aber für das

Ungleiche für das aus der Gleichheit heraus in sich Zurückgehende zu nehmen

selbst heraus und der Gegenstand ist ihm jetzt diese ganze Bewegung welche

vorher an den Gegenstand und an das Bewusstsein verteilt war Das Ding ist Eins

in sich reflektiert es ist für sich aber es ist auch für ein Anderes und zwar

ist es ein anderes für sich als es für ein Anderes ist Das Ding ist hiernach

für sich und auch für ein Anderes ein gedoppeltes verschiedenes Sein aber es

ist auch Eins das Einssein aber widerspricht dieser seiner Verschiedenheit das

Bewusstsein hätte hiernach dies Ineinssetzen wieder auf sich zu nehmen und von

dem Dinge abzuhalten Es müsste also sagen dass das Ding insofern es für sich

ist, nicht für Anderes ist Allein dem Dinge selbst kommt auch das Einssein zu

wie das Bewusstsein erfahren hat das Ding ist wesentlich in sich reflektiert

Das Auch oder der gleichgültige Unterschied fällt also wohl ebenso in das Ding

als das Einssein aber da beides verschieden nicht in dasselbe sondern in

verschiedene Dinge der Widerspruch der an dem gegenständlichen Wesen überhaupt

ist verteilt sich an zwei Gegenstände Das Ding ist also wohl an und für sich,

sich selbst gleich aber diese Einheit mit sich selbst wird durch andere Dinge

gestört so ist die Einheit des Dings erhalten und zugleich das Anderssein außer

ihm sowie außer dem Bewusstsein

    Ob nun zwar so der Widerspruch des gegenständlichen Wesens an verschiedene

Dinge verteilt ist so wird darum doch an das abgesonderte einzelne Ding selbst

der Unterschied kommen Die verschiedenen Dinge sind also für sich gesetzt und

der Widerstreit fällt in sie so gegenseitig dass jedes nicht von sich selbst

sondern nur von dem anderen verschieden ist Jedes ist aber hiermit selbst als

ein Unterschiedenes bestimmt und hat den wesentlichen Unterschied von den

anderen an ihm aber zugleich nicht so dass dies eine Entgegensetzung an ihm

selbst wäre sondern es für sich ist einfache Bestimmtheit welche seinen

wesentlichen es von anderen unterscheidenden Charakter ausmacht In der Tat ist

zwar da die Verschiedenheit an ihm ist dieselbe notwendig als wirklicher

Unterschied mannigfaltiger Beschaffenheit an ihm Allein weil die Bestimmtheit

das Wesen des Dings ausmacht wodurch es von anderen sich unterscheidet und für

sich istso ist diese sonstige mannigfaltige Beschaffenheit das Unwesentliche

Das Ding hat hiermit zwar in seiner Einheit das gedoppelte Insofern an ihm aber

mit ungleichem Werte wodurch dies Entgegengesetztsein also nicht zur wirklichen

Entgegensetzung des Dings selbst wird sondern insofern dies durch seinen

absoluten Unterschied in Entgegensetzung kommt hat es sie gegen ein anderes

Ding außer ihm Die sonstige Mannigfaltigkeit ist zwar auch notwendig an dem

Dinge so dass sie nicht von ihm wegbleiben kann aber sie ist ihm unwesentlich

    Diese Bestimmtheit welche den wesentlichen Charakter des Dings ausmacht und

es von allen anderen unterscheidet ist nun so bestimmt dass das Ding dadurch im

Gegensatze mit anderen ist aber sich darin für sich erhalten soll Ding aber

oder für sich seiendes Eins ist es nur insofern es nicht in dieser Beziehung

auf andere steht denn in dieser Beziehung ist vielmehr der Zusammenhang mit

Anderem gesetzt und Zusammenhang mit Anderem ist das Aufhören des Fürsichseins

Durch den absoluten Charakter gerade und seine Entgegensetzung verhält es sich

zu anderen und ist wesentlich nur dies Verhalten das Verhältnis aber ist die

Negation seiner Selbständigkeit und das Ding geht vielmehr durch seine

wesentliche Eigenschaft zugrunde

    Die Notwendigkeit der Erfahrung für das Bewusstsein dass das Ding eben durch

die Bestimmtheit welche sein Wesen und sein Fürsichsein ausmacht zugrunde

geht kann kurz dem einfachen Begriffe nach so betrachtet werden Das Ding ist

gesetzt als Fürsichsein oder als absolute Negation alles Andersseins daher

absolute nur sich auf sich beziehende Negation aber die sich auf sich

beziehende Negation ist Aufheben seiner selbst oder dies sein Wesen in einem

Anderen zu haben

    In der Tat enthält die Bestimmung des Gegenstandes wie er sich ergeben hat

nichts anderes er soll eine wesentliche Eigenschaft welche sein einfaches

Fürsichsein ausmacht bei dieser Einfachheit aber auch die Verschiedenheit an

ihm selbst haben welche zwar notwendig sein aber nicht die wesentliche

Bestimmtheit ausmachen soll Aber dies ist eine Unterscheidung welche nur noch

in den Worten liegt das Unwesentliche welches doch zugleich notwendig sein

soll hebt sich selbst auf oder ist dasjenige was soeben die Negation seiner

selbst genannt wurde

    Es fällt hiermit das letzte Insofern hinweg welches das Fürsichsein und das

SeinfürAnderes trennte der Gegenstand ist vielmehr in einer und derselben

Rücksicht das Gegenteil seiner selbst für sich insofern er für Anderes und

für Anderes insofern er für sich ist. Er ist für sich in sich reflektiert

Eins aber dies für sich in sich reflektiert EinsSein ist mit seinem

Gegenteile dem Sein für ein Anderes in einer Einheit und darum nur als

Aufgehobenes gesetzt oder dies Fürsichsein ist ebenso unwesentlich als

dasjenige was allein das Unwesentliche sein sollte nämlich das Verhältnis zu

Anderem

    Der Gegenstand ist hierdurch in seinen reinen Bestimmtheiten oder in den

Bestimmtheiten welche seine Wesenheit ausmachen sollten ebenso aufgehoben als

er in seinem sinnlichen Sein zu einem Aufgehobenen wurde Aus dem sinnlichen

Sein wird er ein Allgemeines aber dies Allgemeine ist da es aus dem Sinnlichen

herkommt wesentlich durch dasselbe bedingt und daher überhaupt nicht wahrhaft

sichselbstgleiche sondern mit einem Gegensatze affizierte Allgemeinheit welche

sich darum in die Extreme der Einzelheit und Allgemeinheit des Eins der

Eigenschaften und des Auchs der freien Materien trennt Diese reinen

Bestimmtheiten scheinen die Wesenheit selbst auszudrücken aber sie sind nur ein

Fürsichsein welches mit dem Sein für ein Anderes behaftet ist indem aber beide

wesentlich in einer Einheit sind so ist jetzt die unbedingte absolute

Allgemeinheit vorhanden und das Bewusstsein tritt hier erst wahrhaft in das

Reich des Verstandes ein

    Die sinnliche Einzelheit also verschwindet zwar in der dialektischen

Bewegung der unmittelbaren Gewissheit und wird Allgemeinheit aber nur sinnliche

Allgemeinheit Das Meinen ist verschwunden und das Wahrnehmen nimmt den

Gegenstand wie er an sich ist, oder als Allgemeines überhaupt die Einzelheit

tritt daher an ihm als wahre Einzelheit als Ansichsein des Eins hervor oder als

Reflektiertsem in sich selbst Es ist aber noch ein bedingtes Fürsichsein neben

welchem ein anderes Fürsichsein die der Einzelheit entgegengesetzte und durch

sie bedingte Allgemeinheit vorkommt aber diese beiden widersprechenden Extreme

sind nicht nur nebeneinander sondern in einer Einheit oder was dasselbe ist

das Gemeinschaftliche beider das Fürsichsein ist mit dem Gegensatze überhaupt

behaftet d h es ist zugleich nicht ein Fürsichsein Diese Momente sucht die

Sophisterei des Wahrnehmens von ihrem Widerspruche zu retten und durch die

Unterscheidung der Rücksichten durch das Auch und Insofern festzuhalten sowie

endlich durch die Unterscheidung des Unwesentlichen und eines ihm

entgegengesetzten Wesens das Wahre zu ergreifen Allein diese Auskunftsmittel

statt die Täuschung in dem Auffassen abzuhalten erweisen sich vielmehr selbst

als nichtig und das Wahre das durch diese Logik des Wahrnehmens gewonnen

werden soll erweist sich in einer und derselben Rücksicht das Gegenteil zu sein

und hiermit zu seinem Wesen die unterscheidungs und bestimmungslose

Allgemeinheit zu haben

    Diese leeren Abstraktionen der Einzelheit und der ihr entgegengesetzten

Allgemeinheit sowie des Wesens das mit einem Unwesentlichen verknüpft eines

Unwesentlichen das doch zugleich notwendig ist sind die Mächte deren Spiel

der wahrnehmende oft so genannte gesunde Menschenverstand ist er der sich für

das gediegene reale Bewusstsein nimmt ist im Wahrnehmen nur das Spiel dieser

Abstraktionen er ist überhaupt immer da am ärmsten wo er am reichsten zu sein

meint Indem er von diesen nichtigen Wesen herumgetrieben von dem einen dem

anderen in die Arme geworfen wird und durch seine Sophisterei abwechslungsweise

jetzt das eine dann das gerade Entgegengesetzte festzuhalten und zu behaupten

bemüht sich der Wahrheit widersetzt meint er von der Philosophie sie habe es

nur mit Gedankendingen zu tun Sie hat in der Tat auch damit zu tun und erkennt

sie für die reinen Wesen für die absoluten Elemente und Mächte aber damit

erkennt sie dieselben zugleich in ihrer Bestimmtheit und ist darum Meister über

sie während jener wahrnehmende Verstand sie für das Wahre nimmt und von ihnen

aus einer Irre in die andere geschickt wird Er selbst kommt nicht zu dem

Bewusstsein dass es solche einfache Wesenheiten sind die in ihm walten sondern

er meint es immer mit ganz gediegenem Stoffe und Inhalte zu tun zu haben so wie

die sinnliche Gewissheit nicht weiß dass die leere Abstraktion des reinen Seins

ihr Wesen ist aber in der Tat sind sie es an welchen er durch allen Stoff und

Inhalt hindurch und hin und her läuft sie sind der Zusammenhalt und die

Herrschaft desselben und allein dasjenige was das Sinnliche als Wesen für das

Bewusstsein ist was seine Verhältnisse zu ihm bestimmt und woran die Bewegung

des Wahrnehmens und seines Wahren abläuft Dieser Verlauf ein beständig

abwechselndes Bestimmen des Wahren und Aufheben dieses Bestimmens macht

eigentlich das tägliche und beständige Leben und Treiben des Wahrnehmenden und

in der Wahrheit sich zu bewegen meinenden Bewusstseins aus Es geht darin

unaufhaltsam zu dem Resultate des gleichen Aufhebens aller dieser wesentlichen

Wesenheiten oder Bestimmungen fort ist aber in jedem einzelnen Momente nur

dieser einen Bestimmtheit als des Wahren sich bewusst und dann wieder der

entgegengesetzten Es wittert wohl ihre Unwesenheit sie gegen die drohende

Gefahr zu retten geht es zur Sophisterei über das was es selbst soeben als

das Nichtwahre behauptete jetzt als das Wahre zu behaupten Wozu diesen

Verstand eigentlich die Natur dieser unwahren Wesen treiben will die Gedanken

von jener Allgemeinheit und Einzelheit vom Auch und Eins von jener

Wesentlichkeit die mit einer Unwesentlichkeit notwendig verknüpft ist und von

einem Unwesentlichen das doch notwendig ist  die Gedanken von diesen Unwesen

zusammenzubringen und sie dadurch aufzuheben dagegen sträubt er sich durch die

Stützen des Insofern und der verschiedenen Rücksichten oder dadurch den einen

Gedanken auf sich zu nehmen um den anderen getrennt und als den wahren zu

erhalten Aber die Natur dieser Abstraktionen bringt sie an und für sich

zusammen der gesunde Verstand ist der Raub derselben die ihn in ihrem

wirbelnden Kreise umhertreiben Indem er ihnen die Wahrheit dadurch geben will

dass er bald die Unwahrheit derselben auf sich nimmt bald aber auch die

Täuschung einen Schein der unzuverlässigen Dinge nennt und das Wesentliche von

einem ihnen Notwendigen und doch Unwesentlichseinsollenden abtrennt und jenes

als ihre Wahrheit gegen dieses festhält erhält er ihnen nicht ihre Wahrheit

sich aber gibt er die Unwahrheit

 
 



        

    Dem Bewusstsein ist in der Dialektik der sinnlichen Gewissheit das Hören und

Sehen usw vergangen und als Wahrnehmen ist es zu Gedanken gekommen welche es

aber erst im UnbedingtAllgemeinen zusammenbringt Dies Unbedingte wäre nun

selbst wieder nichts anderes als das auf eine Seite tretende Extrem des

Fürsichseins wenn es als ruhiges einfaches Wesen genommen würde denn so träte

ihm das Unwesen gegenüber aber auf dieses bezogen wäre es selbst unwesentlich

und das Bewusstsein nicht aus der Täuschung des Wahrnehmens herausgekommen

allein es hat sich als ein solches ergeben welches aus einem solchen bedingten

Fürsichsein in sich zurückgegangen ist  Dies unbedingte Allgemeine das

nunmehr der wahre Gegenstand des Bewusstseins ist ist noch als Gegenstand

desselben es hat seinen Begriff als Begriff noch nicht erfasst Beides ist

wesentlich zu unterscheiden dem Bewusstsein ist der Gegenstand aus dem

Verhältnisse zu einem anderen in sich zurückgegangen und hiermit an sich Begriff

geworden aber das Bewusstsein ist noch nicht für sich selbst der Begriff und

deswegen erkennt es in jenem reflektierten Gegenstande nicht sich Für uns ist

dieser Gegenstand durch die Bewegung des Bewusstseins so geworden dass dieses in

das Werden desselben verflochten und die Reflexion auf beiden Seiten dieselbe

oder nur eine ist Weil aber das Bewusstsein in dieser Bewegung nur das

gegenständliche Miesen nicht das Bewusstsein als solches zu seinem Inhalte

hatte so ist für es das Resultat in gegenständlicher Bedeutung zu setzen und

das Bewusstsein noch von dem Gewordenen zurücktretend so dass ihm dasselbe als

Gegenständliches das Wesen ist

    Der Verstand hat damit zwar seine eigene Unwahrheit und die Unwahrheit des

Gegenstandes aufgehoben und was ihm dadurch geworden ist der Begriff des

Wahren als an sich seiendes Wahres das noch nicht Begriff ist oder das des

Fürsichseins des Bewusstseins entbehrt und das der Verstand ohne sich darin zu

wissen gewähren lässt Dieses treibt sein Wesen für sich selbst so dass das

Bewusstsein keinen Anteil an seiner freien Realisierung hat sondern ihr nur

zusieht und sie rein auffasst Wir haben hiermit noch fürs erste an seine Stelle

zu treten und der Begriff zu sein welcher das ausbildet was in dem Resultate

enthalten ist an diesem ausgebildeten Gegenstande der dem Bewusstsein als ein

Seiendes sich darbietet wird es sich erst zum begreifenden Bewusstsein

    Das Resultat war das UnbedingtAllgemeine zunächst in dem negativen und

abstrakten Sinne dass das Bewusstsein seine einseitigen Begriffe negierte und sie

abstrahierte nämlich sie aufgab Das Resultat hat aber an sich die positive

Bedeutung dass darin die Einheit des Fürsichseins und des FüreinAnderesSeins

oder der absolute Gegensatz unmittelbar als dasselbe Wesen gesetzt ist Es

scheint zunächst nur die Form der Momente zueinander zu betreffen aber das

Fürsichsein und das FürAnderesSein ist ebensowohl der Inhalt selbst weil der

Gegensatz in seiner Wahrheit keine andere Natur haben kann als die sich im

Resultate ergeben hat dass nämlich der in der Wahrnehmung für wahr gehaltene

Inhalt in der Tat nur der Form angehört und in ihre Einheit sich auflöst Dieser

Inhalt ist zugleich allgemein es kann keinen anderen Inhalt geben der durch

seine besondere Beschaffenheit sich dem entzöge in diese unbedingte

Allgemeinheit zurückzugehen Ein solcher Inhalt wäre irgendeine bestimmte Weise

für sich zu sein und zu Anderem sich zu verhalten Allein für sich zu sein und

zu Anderem sich zu verhalten überhaupt macht seine Natur und Wesen aus deren

Wahrheit ist UnbedingtAllgemeines zu sein und das Resultat ist schlechthin

allgemein

    Weil aber dies UnbedingtAllgemeine Gegenstand für das Bewusstsein ist so

tritt an ihm der Unterschied der Form und des Inhalts hervor und in der Gestalt

des Inhalts haben die Momente das Aussehen in welchem sie sich zuerst darboten

einerseits allgemeines Medium vieler bestehender Materien und andererseits in

sich reflektiertes Eins worin ihre Selbständigkeit vertilgt ist zu sein Jenes

ist die Auflösung der Selbständigkeit des Dinges oder die Passivität die ein

Sein für ein Anderes ist dies aber das Fürsichsein Es ist zu sehen wie diese

Momente in der unbedingten Allgemeinheit die ihr Wesen ist sich darstellen Es

erhellt zunächst dass sie dadurch dass sie nur in dieser sind überhaupt nicht

mehr auseinanderliegen sondern wesentlich an ihnen selbst sich aufhebende

Seiten sind und nur das Übergehen derselben ineinander gesetzt ist

    Das eine Moment erscheint also als das auf die Seite getretene Wesen als

allgemeines Medium oder als das Bestehen selbständiger Materien Die

Selbständigkeit dieser Materien aber ist nichts anderes als dies Medium oder

dies Allgemeine ist durchaus die Vielheit solcher verschiedenen Allgemeinen Das

Allgemeine ist an ihm selbst in ungetrennter Einheit mit dieser Vielheit heißt

aber diese Materien sind jede wo die andere ist sie durchdringen sich

gegenseitig  ohne aber sich zu berühren weil umgekehrt das viele

Unterschiedene ebenso selbständig ist Damit ist zugleich auch ihre reine

Porosität oder ihr Aufgehobensein gesetzt Dies Aufgehobensein wieder oder die

Reduktion dieser Verschiedenheit zum reinen Fürsichsein ist nichts anderes als

das Medium selbst und dies die Selbständigkeit der Unterschiede Oder die

selbständig gesetzten gehen unmittelbar in ihre Einheit und ihre Einheit

unmittelbar in die Entfaltung über und diese wieder zurück in die Reduktion

Diese Bewegung ist aber dasjenige was Kraft genannt wird das eine Moment

derselben nämlich sie als Ausbreitung der selbständigen Materien in ihrem Sein

ist ihre Äußerung sie aber als das Verschwundensein derselben ist die in sich

aus ihrer Äußerung zurückgedrängte oder die eigentliche Kraft Aber erstens die

in sich zurückgedrängte Kraft muss sich äußern und zweitens in der Äußerung ist

sie ebenso in sich selbst seiende Kraft als sie in diesem Insichselbstsein

Äußerung ist  Indem wir so beide Momente in ihrer unmittelbaren Einheit

erhalten so ist eigentlich der Verstand dem der Begriff der Kraft angehört

der Begriff welcher die unterschiedenen Momente als unterschiedene trägt denn

an ihr selbst sollen sie nicht unterschieden sein der Unterschied ist hiermit

nur im Gedanken  Oder es ist im Obigen nur erst der Begriff der Kraft nicht

ihre Realität gesetzt worden In der Tat aber ist die Kraft das

UnbedingtAllgemeine welches was es für ein Anderes ebenso an sich selbst

ist oder welches den Unterschied  denn er ist nichts anderes als das

FüreinAnderesSein  an ihm selbst hat dass also die Kraft in ihrer Wahrheit

sei muss sie ganz vom Gedanken frei gelassen und als die Substanz dieser

Unterschiede gesetzt werden dh einmal sie als diese ganze Kraft wesentlich

an und für sich bleibend und dann ihre Unterschiede als substantiell oder als

für sich bestehende Momente Die Kraft als solche oder als in sich

zurückgedrängte ist hiermit für sich als ein ausschließendes Eins welchem die

Entfaltung der Materien ein anderes bestehendes Wesen ist und es sind so zwei

unterschiedene selbständige Seiten gesetzt Aber die Kraft ist auch das Ganze

oder sie bleibt was sie ihrem Begriffe nach ist nämlich diese Unterschiede

bleiben reine Formen oberflächliche verschwindende Momente Die Unterschiede

der in sich zurückgedrängten eigentlichen Kraft und der Entfaltung der

selbständigen Materien wären zugleich gar nicht wenn sie nicht ein Bestehen

hätten oder die Kraft wäre nicht wenn sie nicht auf diese entgegengesetzte

Weise existierte aber sie existiert auf diese entgegengesetzte Weise heißt

nichts anderes als beide Momente sind selbst zugleich selbständig  Diese

Bewegung des sich beständig Verselbständigens der beiden Momente und ihres sich

wieder Aufhebens ist es also was zu betrachten ist  Es erhellt im

allgemeinen dass diese Bewegung nichts anderes ist als die Bewegung des

Wahrnehmens worin die beiden Seiten das Wahrnehmende und das Wahrgenommene

zugleich einmal als das Auffassen des Wahren eins und Ununterschieden dabei

aber ebensowohl jede Seite in sich reflektiert oder für sich ist. Hier sind

diese beiden Seiten Momente der Kraft sie sind ebensowohl in einer Einheit als

diese Einheit welche gegen die für sich seienden Extreme als die Mitte

erscheint sich immer in eben diese Extreme zersetzt die erst dadurch sind 

Die Bewegung welche sich vorhin als das Sichselbstvernichten widersprechender

Begriffe darstellte hat also hier die gegenständliche Form und ist Bewegung der

Kraft als deren Resultat das UnbedingtAllgemeine als Ungegenständliches oder

als Inneres der Dinge hervorgeht

    Die Kraft ist wie sie bestimmt worden indem sie als solche oder als in

sich reflektiert vorgestellt wird die eine Seite ihres Begriffs aber als ein

substantiiertes Extrem und zwar das unter der Bestimmtheit des Eins gesetzte

Hiermit ist das Bestehen der entfalteten Materien aus ihr ausgeschlossen und ein

Anderes als sie Indem es notwendig ist dass sie selbst dieses Bestehen sei oder

dass sie sich äußere so stellt sich ihre Äußerung so vor dass jenes Andere zu

ihr hinzutritt und sie sollizitiert Aber in der Tat, indem sie notwendig sich

äußert hat sie dies was als ein anderes Wesen gesetzt war an ihr selbst. Es

muss zurückgenommen werden dass sie als ein Eins und ihr Wesen sich zu äußern

als ein Anderes zu ihr von außen Hinzutretendes gesetzt wurde sie ist vielmehr

selbst dies allgemeine Medium des Bestehens der Momente als Materien oder sie

hat sich geäußert und was das andere Sollizitierende sein sollte ist sie

vielmehr Sie existiert also jetzt als das Medium der entfalteten Materien Aber

sie hat gleich wesentlich die Form des Aufgehobenseins der bestehenden Materien

oder ist wesentlich Eins dies Einssein ist hiermit jetzt da sie gesetzt ist

als das Medium von Materien ein Anderes als sie und sie hat dies ihr Wesen

außer ihr Indem sie aber notwendig dies sein muss als was sie noch nicht

gesetzt ist so tritt dies Andere hinzu und sollizitiert sie zur Reflexion in

sich selbst oder hebt ihre Äußerung auf In der Tat aber ist sie selbst dieses

Insichreflektiertsein oder dies Aufgehobensein der Äußerung das Einssein

verschwindet wie es erschien nämlich als ein Anderes sie ist es selbst sie

ist in sich zurückgedrängte Kraft

    Das was als Anderes auftritt und sie sowohl zur Äußerung als zur Rückkehr

in sich selbst sollizitiert ist wie sich unmittelbar ergibt selbst Kraft

denn das Andere zeigt sich ebensowohl als allgemeines Medium wie als Eins und

so dass jede dieser Gestalten zugleich nur als verschwindendes Moment auftritt

Die Kraft ist hiermit dadurch dass ein Anderes für sie und sie für ein Anderes

ist überhaupt noch nicht aus ihrem Begriffe herausgetreten Es sind aber

zugleich zwei Kräfte vorhanden der Begriff beider zwar derselbe aber aus

seiner Einheit in die Zweiheit herausgegangen Statt dass der Gegensatz durchaus

wesentlich nur Moment bliebe scheint er sich durch die Entzweiung in ganz

selbständige Kräfte der Herrschaft der Einheit entzogen zu haben Was es mit

dieser Selbständigkeit für eine Bewandtnis hat ist näher zu sehen Zunächst

tritt die zweite Kraft als das Sollizitierende und zwar als allgemeines Medium

seinem Inhalte nach gegen die auf welche als sollizitierte bestimmt ist indem

aber jene wesentlich Abwechslung dieser beiden Momente und selbst Kraft istso

ist sie in der Tat gleichfalls nur erst allgemeines Medium indem sie dazu

sollizitiert wird und ebenso auch nur negative Einheit oder zum Zurückgehen

der Kraft Sollizitierendes dadurch dass sie sollizitiert wird Es verwandelt

sich hiermit auch dieser Unterschied der zwischen beiden stattfand dass das

eine das Sollizitierende das andere das Sollizitierte sein sollte in dieselbe

Austauschung der Bestimmtheiten gegeneinander

    Das Spiel der beiden Kräfte besteht hiermit in diesem entgegengesetzten

Bestimmtsein beider ihrem Füreinandersein in dieser Bestimmung und der

absoluten unmittelbaren Verwechslung der Bestimmungen  einem Übergange

wodurch allein diese Bestimmungen sind in denen die Kräfte selbständig

aufzutreten scheinen Das Sollizitierende ist zB als allgemeines Medium und

dagegen das Sollizitierte als zurückgedrängte Kraft gesetzt aber jenes ist

allgemeines Medium selbst nur dadurch dass das andere zurückgedrängte Kraft ist

oder diese ist vielmehr das Sollizitierende für jenes und macht dasselbe erst

zum Medium Jenes hat nur durch das andere seine Bestimmtheit und ist

sollizitierend nur insofern es vom anderen dazu sollizitiert wird

sollizitierend zu sein und es verliert ebenso unmittelbar diese ihm gegebene

Bestimmtheit denn diese geht an das andere über oder vielmehr ist schon an

dasselbe übergegangen das fremde die Kraft Sollizitierende tritt als

allgemeines Medium auf aber nur dadurch dass es von ihr dazu sollizitiert

worden ist dh aber sie setzt es so und ist vielmehr selbst wesentlich

allgemeines Medium sie setzt das Sollizitierende so darum weil diese andere

Bestimmung ihr wesentlich dh weil sie vielmehr sie selbst ist

    Zur Vervollständigung der Einsicht in den Begriff dieser Bewegung kann noch

darauf aufmerksam gemacht werden dass sich die Unterschiede selbst in einem

gedoppelten Unterschiede zeigen einmal als Unterschiede des Inhalts indem das

eine Extrem in sich reflektierte Kraft das andere aber Medium der Materien ist

das andere Mal als Unterschiede der Form indem das eine Sollizitierendes das

andere Sollizitiertes Jenes tätig dies passiv ist Nach dem Unterschiede des

Inhalts sind sie überhaupt oder für uns unterschieden nach dem Unterschiede der

Form aber sind sie selbständig in ihrer Beziehung sich voneinander selbst

abscheidend und entgegengesetzt dass so die Extreme nach diesen beiden Seiten

nichts an sich sondern diese Seiten worin ihr unterschiedenes Wesen bestehen

sollte nur verschwindende Momente ein unmittelbares Übergehen Jeder in die

entgegengesetzte sind dies wird für das Bewusstsein in der Wahrnehmung der

Bewegung der Kraft Für uns aber war wie oben erinnert auch noch dies dass an

sich die Unterschiede als Unterschiede des Inhalts und der Form verschwanden und

auf der Seite der Form dem Wesen nach das Tätige Sollizitierende oder

Fürsichseiende dasselbe war was auf der Seite des Inhalts als in sich

zurückgedrängte Kraft das Passive Sollizitierte oder für ein Anderes Seiende

auf der Seite der Form dasselbe was auf der Seite des Inhalts als allgemeines

Medium der vielen Materien sich darstellte

    Es ergibt sich hieraus dass der Begriff der Kraft durch die Verdopplung in

zwei Kräfte wirklich wird und wie er dies wird Diese zwei Kräfte existieren als

für sich seiende Wesen aber ihre Existenz ist eine solche Bewegung

gegeneinander dass ihr Sein vielmehr ein reines Gesetztsein durch ein Anderes

ist dh dass ihr Sein vielmehr die reine Bedeutung des Verschwindens hat Sie

sind nicht als Extreme die etwas Festes für sich behielten und nur eine äußere

Eigenschaft gegeneinander in die Mitte und in ihre Berührung schickten sondern

was sie sind sind sie nur in dieser Mitte und Berührung Es ist darin

unmittelbar ebensowohl das in sich Zurückgedrängt oder das Fürsichsein der

Kraft wie die Äußerung das Sollizitieren wie das Sollizitiertsein diese

Momente hiermit nicht an zwei selbständige Extreme verteilt welche sich nur

eine entgegengesetzte Spitze böten sondern ihr Wesen ist dies schlechthin jede

nur durchs andere und das was jede so durchs andere ist unmittelbar nicht

mehr zu sein indem sie es ist Sie haben hiermit in der Tat keine eigenen

Substanzen welche sie trügen und erhielten Der Begriff der Kraft erhält sich

vielmehr als das Wesen in seiner Wirklichkeit selbst die Kraft als wirkliche

ist schlechthin nur in der Äußerung welche zugleich nichts anderes als ein

Sichselbstaufheben ist Diese wirkliche Kraft vorgestellt als frei von ihrer

Äußerung und für sich seiend ist sie die in sich zurückgedrängte Kraft aber

diese Bestimmtheit ist In der Tat, wie sich ergeben hat selbst nur ein Moment

der Äußerung Die Wahrheit der Kraft bleibt also nur der Gedanke derselben und

haltungslos stürzen die Momente ihrer Wirklichkeit ihre Substanzen und ihre

Bewegung in eine ununterschiedene Einheit zusammen welche nicht die in sich

zurückgedrängte Kraft ist denn diese ist selbst nur ein solches Moment

sondern diese Einheit ist ihr Begriff als Begriff Die Realisierung der Kraft

ist also zugleich Verlust der Realität sie ist darin vielmehr ein ganz Anderes

geworden nämlich diese Allgemeinheit welche der Verstand zuerst oder

unmittelbar als ihr Wesen erkennt und welche sich auch als ihr Wesen an ihrer

seinsollenden Realität  an den wirklichen Substanzen erweist

    Insofern wir das erste Allgemeine als den Begriff des Verstandes betrachten

worin die Kraft noch nicht für sich istso ist das zweite Jetzt ihr Wesen wie

es sich an und für sich darstellt Oder umgekehrt betrachten wir das erste

Allgemeine als das Unmittelbare das ein wirklicher Gegenstand für das

Bewusstsein sein sollte so ist dies zweite als das Negative der sinnlich

gegenständlichen Kraft bestimmt es ist sie wie sie in ihrem wahren Wesen nur

als Gegenstand des Verstandes ist jenes erste wäre die in sich zurückgedrängte

Kraft oder sie als Substanz dies zweite aber ist das Innere der Dinge als

Inneres welches mit dem Begriffe als Begriff dasselbe ist

    Dieses wahrhafte Wesen der Dinge hat sich Jetzt so bestimmt dass es nicht

unmittelbar für das Bewusstsein ist sondern dass dieses ein mittelbares

Verhältnis zu dem Innern hat und als Verstand durch diese Mitte des Spiels der

Kräfte in den wahren Hintergrund der Dinge blickt Die Mitte welche die beiden

Extreme den Verstand und das Innere zusammenschließt ist das entwickelte Sein

der Kraft das für den Verstand selbst nunmehr ein Verschwinden ist Es heißt

darum Erscheinung denn Schein nennen wir das Sein das unmittelbar an ihm

selbst ein Nichtsein ist Es ist aber nicht nur ein Schein sondern Erscheinung

ein Ganzes des Scheins Dies Ganze als Ganzes oder Allgemeines ist es was das

Innere ausmacht das Spiel der Kräfte als Reflexion desselben in sich selbst

In ihm sind für das Bewusstsein auf gegenständliche Weise die Wesen der

Wahrnehmung so gesetzt wie sie an sich sind nämlich als unmittelbar in das

Gegenteil ohne Ruhe und Sein sich verwandelnde Momente das Eins unmittelbar in

das Allgemeine das Wesentliche unmittelbar in das Unwesentliche und umgekehrt

Dies Spiel der Kräfte ist daher das entwickelte Negative aber die Wahrheit

desselben ist das Positive nämlich das Allgemeine der ansichseiende

Gegenstand  Das Sein desselben für das Bewusstsein ist vermittelt durch die

Bewegung der Erscheinung worin das Sein der Wahrnehmung und das

Sinnlichgegenständliche überhaupt nur negative Bedeutung hat das Bewusstsein

also daraus sich in sich als in das Wahre reflektiert aber als Bewusstsein

wieder dies Wahre zum gegenständlichen Innern macht und diese Reflexion der

Dinge von seiner Reflexion in sich selbst unterscheidet wie ihm die

vermittelnde Bewegung ebenso noch eine gegenständliche ist Dies Innere ist ihm

daher ein Extrem gegen es aber es ist ihm darum das Wahre weil es darin als in

dem Ansich zugleich die Gewissheit seiner selbst oder das Moment seines

Fürsichseins hat aber dieses Grundes ist es sich noch nicht bewusst denn das

Fürsichsein welches das Innere an ihm selbst haben sollte wäre nichts anderes

als die negative Bewegung aber diese ist dem Bewusstsein noch die

gegenständliche verschwindende Erscheinung noch nicht sein eigenes Fürsichsein

das Innere ist ihm daher wohl Begriff aber es kennt die Natur des Begriffes

noch nicht

    In diesem inneren Wahren als dem AbsolutAllgemeinen welches vom

Gegensatze des Allgemeinen und Einzelnen gereinigt und für den Verstand geworden

ist schließt sich erst über der sinnlichen als der erscheinenden Welt nunmehr

eine übersinnliche als die wahre Welt auf über dem verschwindenden Diesseits

das bleibende Jenseits ein Ansich welches die erste und darum selbst

unvollkommene Erscheinung der Vernunft oder nur das reine Element ist worin die

Wahrheit ihr Wesen hat

    Unser Gegenstand ist hiermit nunmehr der Schluss welcher zu seinen Extremen

das Innere der Dinge und den Verstand und zu seiner Mitte die Erscheinung hat

die Bewegung dieses Schlusses aber gibt die weitere Bestimmung dessen was der

Verstand durch die Mitte hindurch im Innern erblickt und die Erfahrung welche

er über dieses Verhältnis des Zusammengeschlossenseins macht

    Noch ist das Innere reines Jenseits für das Bewusstsein denn es findet sich

selbst in ihm noch nicht es ist leer denn es ist nur das Nichts der

Erscheinung und positiv das einfache Allgemeine Diese Weise des Innern zu

sein stimmt unmittelbar denjenigen bei welche sagen dass das Innere der Dinge

nicht zu erkennen sei aber der Grund würde anders gefasst werden müssen Von

diesem Innern wie es hier unmittelbar ist ist allerdings keine Kenntnis

vorhanden aber nicht deswegen weil die Vernunft zu kurzsichtig oder

beschränkt oder wie man es sonst nennen will wäre worüber hier noch nichts

bekannt ist denn so tief sind wir noch nicht eingedrungen sondern um der

einfachen Natur der Sache selbst willen weil nämlich im Leeren nichts erkannt

wird oder von der ändern Seite ausgesprochen weil es eben als das Jenseits des

Bewusstseins bestimmt ist  Das Resultat ist freilich dasselbe wenn ein Blinder

in den Reichtum der übersinnlichen Welt  wenn sie einen hat er sei nun

eigentümlicher Inhalt derselben oder das Bewusstsein selbst sei dieser Inhalt 

und wenn ein Sehender in die reine Finsternis oder wenn man will in das reine

Licht wenn sie nur dieses ist gestellt wird der Sehende sieht in seinem

reinen Lichte sowenig als in seiner reinen Finsternis und gerade soviel als der

Blinde in der Fülle des Reichtums der vor ihm läge Wenn es mit dem Innern und

dem Zusammengeschlossensein mit ihm durch die Erscheinung weiter nichts wäre so

bliebe nichts übrig als sich an die Erscheinung zu halten dh etwas als wahr

zu nehmen von dem wir wissen dass es nicht wahr ist oder damit doch in dem

Leeren welches zwar erst als Leerheit von gegenständlichen Dingen geworden

aber als Leerheit an sich auch für die Leerheit aller geistigen Verhältnisse

und der Unterschiede des Bewusstseins als Bewusstseins genommen werden muss 

damit also in diesem so ganz Leeren welches auch das Heilige genannt wird doch

etwas sei es mit Träumereien Erscheinungen die das Bewusstsein sich selbst

erzeugt zu erfüllen es müsste sich gefallen lassen dass so schlecht mit ihm

umgegangen wird denn es wäre keines besseren würdig indem Träumereien selbst

noch besser sind als seine Leerheit

    Das Innere oder das übersinnliche Jenseits ist aber entstanden es kommt aus

der Erscheinung her und sie ist seine Vermittlung oder die Erscheinung ist

sein Wesen und in der Tat seine Erfüllung Das Übersinnliche ist das Sinnliche

und Wahrgenommene gesetzt wie es in Wahrheit ist die Wahrheit des Sinnlichen

und Wahrgenommenen aber ist Erscheinung zu sein Das Übersinnliche ist also die

Erscheinung als Erscheinung  Wenn dabei gedacht wird das Übersinnliche sei

also die sinnliche Welt oder die Welt wie sie für die unmittelbare sinnliche

Gewissheit und Wahrnehmung istso ist dies ein verkehrtes Verstehen denn die

Erscheinung ist vielmehr nicht die Welt des sinnlichen Wissens und Wahrnehmens

als seiende sondern sie als aufgehobene oder in Wahrheit als innere gesetzt Es

pflegt gesagt zu werden das Übersinnliche sei nicht die Erscheinung dabei wird

aber unter der Erscheinung nicht die Erscheinung verstanden sondern vielmehr

die sinnliche Welt als selbst reelle Wirklichkeit

    Der Verstand welcher unser Gegenstand ist befindet sich auf eben dieser

Stelle dass ihm das Innere nur erst als das allgemeine noch unerfüllte Ansich

geworden das Spiel der Kräfte hat nur eben diese negative Bedeutung nicht an

sich und nur diese positive das Vermittelnde aber außer ihm zu sein Seine

Beziehung auf das Innere durch die Vermittlung aber ist seine Bewegung durch

welche es sich ihm erfüllen wird  Unmittelbar für ihn ist das Spiel der

Kräfte das Wahre aber ist ihm das einfache Innere die Bewegung der Kraft ist

daher ebenso nur als Einfaches überhaupt das Wahre Von diesem Spiele der Kräfte

haben wir aber gesehen dass es diese Beschaffenheit hat dass die Kraft welche

sollizitiert wird von einer anderen Kraft ebenso das Sollizitierende für diese

andere ist welche selbst erst hierdurch sollizitierende wird Es ist hierin

ebenso nur der unmittelbare Wechsel oder das absolute Austauschen der

Bestimmtheit vorhanden welche den einzigen Inhalt des Auftretenden ausmacht

entweder allgemeines Medium oder negative Einheit zu sein Es hört in seinem

bestimmten Auftreten selbst unmittelbar auf das zu sein als was es auftritt

es sollizitiert durch sein bestimmtes Auftreten die andere Seite die sich

hierdurch äußert d h diese ist unmittelbar jetzt das was die erste sein

sollte Diese beiden Seiten das Verhältnis des Sollizitierens und das

Verhältnis des bestimmten entgegengesetzten Inhalts ist jedes für sich die

absolute Verkehrung und Verwechslung Aber diese beiden Verhältnisse sind selbst

wieder dasselbe und der Unterschied der Form das Sollizitierte und das

Sollizitierende zu sein ist dasselbe was der Unterschied des Inhalts ist das

Sollizitierte als solches nämlich das passive Medium das Sollizitierende

hingegen das tätige die negative Einheit oder das Eins Hierdurch verschwindet

aller Unterschied besonderer Kräfte die in dieser Bewegung vorhanden sein

sollten gegeneinander überhaupt denn sie beruhten allein auf jenen

Unterschieden und der Unterschied der Kräfte fällt ebenso mit jenen beiden nur

in einen zusammen Es ist also weder die Kraft noch das Sollizitieren und

Sollizitiertwerden noch die Bestimmtheit bestehendes Medium und in sich

reflektierte Einheit zu sein weder einzeln für sich etwas noch sind es

verschiedene Gegensätze sondern was in diesem absoluten Wechsel ist ist nur

der Unterschied als allgemeiner oder als ein solcher in welchen sich die vielen

Gegensätze reduziert haben Dieser Unterschied als allgemeiner ist daher das

Einfache an dem Spiele der Kraft selbst und das Wahre desselben er ist das

Gesetz der Kraft

    Zu dem einfachen Unterschiede wird die absolut wechselnde Erscheinung durch

ihre Beziehung auf die Einfachheit des Innern oder des Verstandes Das Innere

ist zunächst nur das an sich Allgemeine dies an sich einfache Allgemeine ist

aber wesentlich ebenso absolut der allgemeine Unterschied denn es ist das

Resultat des Wechsels selbst oder der Wechsel ist sein Wesen aber der Wechsel

als im Innern gesetzt wie er in Wahrheit ist in dasselbe hiermit als ebenso

absolut allgemeiner beruhigter sich gleichbleibender Unterschied aufgenommen

Oder die Negation ist wesentliches Moment des Allgemeinen und sie oder die

Vermittlung also im Allgemeinen ist allgemeiner Unterschied Er ist im Gesetze

ausgedrückt als dem beständigen Bilde der unsteten Erscheinung Die

übersinnliche Welt ist hiermit ein ruhiges Reich von Gesetzen  zwar jenseits

der wahrgenommenen Welt denn diese stellt das Gesetz nur durch beständige

Veränderung dar aber in ihr ebenso gegenwärtig und ihr unmittelbares stilles

Abbild

    Dies Reich der Gesetze ist zwar die Wahrheit des Verstandes welche an dem

Unterschiede der in dem Gesetze ist den Inhalt hat es ist aber zugleich nur

seine erste Wahrheit und füllt die Erscheinung nicht aus Das Gesetz ist in ihr

gegenwärtig aber es ist nicht ihre ganze Gegenwart es hat unter immer anderen

Umständen eine immer andere Wirklichkeit Es bleibt dadurch der Erscheinung für

sich eine Seite welche nicht im Innern ist oder sie ist in Wahrheit noch nicht

als Erscheinung als aufgehobenes Fürsichsein gesetzt Dieser Mangel des

Gesetzes muss sich an ihm selbst ebenso hervortun Was ihm zu mangeln scheint

ist dass es zwar den Unterschied selbst an ihm hat aber als allgemeinen

unbestimmten Insofern es aber nicht das Gesetz überhaupt sondern ein Gesetz

ist hat es die Bestimmtheit an ihm und es sind damit unbestimmt viele Gesetze

vorhanden Allein diese Vielheit ist vielmehr selbst ein Mangel sie

widerspricht nämlich dem Prinzip des Verstandes welchem als Bewusstsein des

einfachen Innern die an sich allgemeine Einheit das Wahre ist Die vielen

Gesetze muss er darum vielmehr in ein Gesetz zusammenfallen lassen wie zB das

Gesetz nach welchem der Stein fällt und das Gesetz nach welchem die

himmlischen Sphären sich bewegen als ein Gesetz begriffen worden ist Mit

diesem Ineinanderfallen aber verlieren die Gesetze ihre Bestimmtheit das Gesetz

wird immer oberflächlicher und es ist damit in der Tat nicht die Einheit dieser

bestimmten Gesetze sondern ein ihre Bestimmtheit weglassendes Gesetz gefunden

wie das eine Gesetz welches die Gesetze des Falles der Körper an der Erde und

der himmlischen Bewegung in sich vereint sie beide in der Tat nicht ausdrückt

Die Vereinigung aller Gesetze in der allgemeinen Attraktion drückt keinen Inhalt

weiter aus als eben den bloßen Begriff des Gesetzes selbst der darin als seiend

gesetzt ist Die allgemeine Attraktion sagt nur dies dass alles einen

beständigen Unterschied zu Anderem hat Der Verstand meint dabei ein allgemeines

Gesetz gefunden zu haben welches die allgemeine Wirklichkeit als solche

ausdrücke aber er hat in der Tat nur den Begriff des Gesetzes selbst

gefunden jedoch so dass er zugleich dies damit aussagt alle Wirklichkeit ist

an ihr selbst gesetzmäßig Der Ausdruck der allgemeinen Attraktion hat darum

insofern große Wichtigkeit als er gegen das gedankenlose Vorstellen gerichtet

ist welchem alles in der Gestalt der Zufälligkeit sich darbietet und welchem

die Bestimmtheit die Form der sinnlichen Selbständigkeit hat

    Es steht somit den bestimmten Gesetzen die allgemeine Attraktion oder der

reine Begriff des Gesetzes gegenüber Insofern dieser reine Begriff als das

Wesen oder als das wahre Innere betrachtet wird gehört die Bestimmtheit des

bestimmten Gesetzes selbst noch der Erscheinung oder vielmehr dem sinnlichen

Sein an Allein der reine Begriff des Gesetzes geht nicht nur über das Gesetz

welches selbst ein bestimmtes anderen bestimmten Gesetzen gegenübersteht

sondern er geht auch über das Gesetz als solches hinaus Die Bestimmtheit von

welcher die Rede war ist eigentlich selbst nur verschwindendes Moment welches

hier nicht mehr als Wesenheit vorkommen kann denn es ist nur das Gesetz als das

Wahre vorhanden aber der Begriff des Gesetzes ist gegen das Gesetz selbst

gekehrt An dem Gesetze nämlich ist der Unterschied selbst unmittelbar aufgefasst

und in das Allgemeine aufgenommen damit aber ein Bestehen der Momente deren

Beziehung es ausdrückt als gleichgültiger und ansichseiender Wesenheiten Diese

Teile des Unterschieds am Gesetze sind aber zugleich selbst bestimmte Seiten

der reine Begriff des Gesetzes als allgemeine Attraktion muss in seiner wahren

Bedeutung so aufgefasst werden dass in ihm als AbsolutEinfachem die Unterschiede

 die an dem Gesetze als solchem vorhanden sind selbst wieder in das Innere als

einfache Einheit zurückgehen sie ist die innere Notwendigkeit des Gesetzes

    Das Gesetz ist dadurch auf eine gedoppelte Weise vorhanden das eine Mal als

Gesetz an dem die Unterschiede als selbständige Momente ausgedrückt sind das

andere Mal in der Form des einfachen Insichzurückgegangenseins welche wieder

Kraft genannt werden kann aber so dass sie nicht die zurückgedrängte sondern

die Kraft überhaupt oder als der Begriff der Kraft ist eine Abstraktion welche

die Unterschiede dessen was attrahiert und was attrahiert wird selbst in

sich zieht So ist z B die einfache Elektrizität die Kraft der Ausdruck des

Unterschieds aber fällt in das Gesetz dieser Unterschied ist positive und

negative Elektrizität Bei der Bewegung des Falles ist die Kraft das Einfache

die Schwere welche das Gesetz hat dass die Größen der unterschiedenen Momente

der Bewegung der verflossenen Zeit und des durchlaufenen Raumes sich wie

Wurzel und Quadrat zueinander verhalten Die Elektrizität selbst ist nicht der

Unterschied an sich oder in ihrem Wesen das Doppelwesen von positiver und

negativer Elektrizität daher man zu sagen pflegt sie habe das Gesetz auf

diese Weise zu sein auch wohl sie habe die Eigenschaft so sich zu äußern

Diese Eigenschaft ist zwar wesentliche und einzige Eigenschaft dieser Kraft

oder sie ist ihr notwendig Aber die Notwendigkeit ist hier ein leeres Wort die

Kraft muss eben weil sie muss so sich verdoppeln Wenn freilich positive

Elektrizität gesetzt ist ist auch negative an sich notwendig denn das Positive

ist nur als Beziehung auf ein Negatives oder das Positive ist an ihm selbst der

Unterschied von sich selbst wie ebenso das Negative Aber dass die Elektrizität

als solche sich so teile dies ist nicht an sich das Notwendige sie als

einfache Kraft ist gleichgültig gegen ihr Gesetz als positive und negative zu

sein und wenn wir jenes ihren Begriff dies aber ihr Sein nennen so ist ihr

Begriff gleichgültig gegen ihr Sein sie hat nur diese Eigenschaft das heißt

eben es ist ihr nicht an sich notwendig  Diese Gleichgültigkeit erhält eine

andere Gestalt wenn gesagt wird dass es zur Definition der Elektrizität gehört

als positive und negative zu sein oder dass dies schlechthin ihr Begriff und

Wesen ist Alsdann hieße ihr Sein ihre Existenz überhaupt in jener Definition

liegt aber nicht die Notwendigkeit ihrer Existenz sie ist entweder weil man

sie findet dh sie ist gar nicht notwendig oder ihre Existenz ist durch

andere Kräfte dh ihre Notwendigkeit ist eine äußere Damit aber dass die

Notwendigkeit in die Bestimmtheit des Seins durch Anderes gelegt wird fallen

wir wieder in die Vielheit der bestimmten Gesetze zurück die wir soeben

verließen um das Gesetz als Gesetz zu betrachten nur mit diesem ist sein

Begriff als Begriff oder seine Notwendigkeit zu vergleichen die sich aber in

allen diesen Formen nur noch als ein leeres Wort gezeigt hat

    Noch auf andere als die angezeigte Weise ist die Gleichgültigkeit des

Gesetzes und der Kraft oder des Begriffs und des Seins vorhanden In dem Gesetze

der Bewegung zB ist es notwendig dass die Bewegung in Zeit und Raum sich teile

 oder dann auch in Entfernung und Geschwindigkeit Indem die Bewegung nur das

Verhältnis jener Momente istso ist sie das Allgemeine hier wohl an sich

selbst geteilt aber nun drücken diese Teile Zeit und Raum oder Entfernung und

Geschwindigkeit nicht an ihnen diesen Ursprung aus einem aus sie sind

gleichgültig gegeneinander der Raum wird vorgestellt ohne die Zeit die Zeit

ohne den Raum und die Entfernung wenigstens ohne die Geschwindigkeit sein zu

können  so wie ihre Größen gleichgültig gegeneinander sind indem sie sich

nicht wie Positives und Negatives verhalten hiermit nicht durch ihr Wesen

aufeinander beziehen Die Notwendigkeit der Teilung ist also hier wohl

vorhanden aber nicht der Teile als solcher füreinander Darum ist aber auch

Jene erste selbst nur eine vorgespiegelte falsche Notwendigkeit die Bewegung

ist nämlich nicht selbst als Einfaches oder als reines Wesen vorgestellt

sondern schon als geteilt Zeit und Raum sind ihre selbständigen Teile oder

Wesen an ihnen selbst oder Entfernung und Geschwindigkeit Weisen des Seins oder

Vorstellens deren eine wohl ohne die andere sein kann und die Bewegung ist

daher nur ihre oberflächliche Beziehung nicht ihr Wesen Als einfaches Wesen

oder als Kraft vorgestellt ist sie wohl die Schwere welche aber diese

Unterschiede überhaupt nicht in ihr enthält

    Der Unterschied also ist in beiden Fällen kein Unterschied an sich selbst,

entweder ist das Allgemeine die Kraft gleichgültig gegen die Teilung welche

im Gesetze ist oder die Unterschiede Teile des Gesetzes sind es

gegeneinander Der Verstand hat aber den Begriff dieses Unterschiedes an sich

eben darin dass das Gesetz einesteils das Innere Ansichseiende aber in ihm

zugleich Unterschiedene ist dass dieser Unterschied hiermit innerer Unterschied

sei ist darin vorhanden dass das Gesetz einfache Kraft oder als Begriff

desselben ist also ein Unterschied des Begriffes Aber dieser innere

Unterschied fällt nur erst noch in den Verstand und ist noch nicht an der Sache

selbst gesetzt Es ist also nur die eigene Notwendigkeit was der Verstand

ausspricht einen Unterschied den er also nur so macht dass er es zugleich

ausdrückt dass der Unterschied kein Unterschied der Sache selbst sei Diese

Notwendigkeit die nur im Worte liegt ist hiermit die Hererzählung der Momente

die den Kreis derselben ausmachen sie werden zwar unterschieden ihr

Unterschied aber wird zugleich kein Unterschied der Sache selbst zu sein

ausgedrückt und daher selbst sogleich wieder aufgehoben diese Bewegung heißt

Erklären Es wird also ein Gesetz ausgesprochen von diesem wird sein an sich

Allgemeines oder der Grund als die Kraft unterschieden aber von diesem

Unterschiede wird gesagt dass er keiner sondern vielmehr der Grund ganz so

beschaffen sei wie das Gesetz Die einzelne Begebenheit des Blitzes zB wird

als Allgemeines aufgefasst und dies Allgemeine als das Gesetz der Elektrizität

ausgesprochen die Erklärung fasst alsdann das Gesetz in die Kraft zusammen als

das Wesen des Gesetzes Diese Kraft ist dann 50 beschaffen dass wenn sie sich

äußert entgegengesetzte Elektrizitäten hervortreten die wieder ineinander

verschwinden dh die Kraft ist gerade so beschaffen wie das Gesetz es wird

gesagt dass beide gar nicht unterschieden seien Die Unterschiede sind die reine

allgemeine Äußerung oder das Gesetz und die reine Kraft beide haben aber

denselben Inhalt dieselbe Beschaffenheit der Unterschied als Unterschied des

Inhalts dh der Sache wird also auch wieder zurückgenommen

    In dieser tautologischen Bewegung beharrt wie sich ergibt der Verstand bei

der ruhigen Einheit seines Gegenstandes und die Bewegung fällt nur in ihn

selbst nicht in den Gegenstand sie ist ein Erklären das nicht nur nichts

erklärt sondern so klar ist dass es indem es Anstalten macht etwas

Unterschiedenes von dem schon Gesagten zu sagen vielmehr nichts sagt sondern

nur dasselbe wiederholt An der Sache selbst entsteht durch diese Bewegung

nichts Neues sondern sie kommt nur als Bewegung des Verstandes in Betracht

In ihr aber erkennen wir nun eben dasjenige was an dem Gesetze vermisst wurde

nämlich den absoluten Wechsel selbst denn diese Bewegung wenn wir sie näher

betrachten ist unmittelbar das Gegenteil ihrer selbst Sie setzt nämlich einen

Unterschied welcher nicht nur für uns kein Unterschied ist sondern welchen sie

selbst als Unterschied aufhebt Es ist dies derselbe Wechsel der sich als das

Spiel der Kräfte darstellte es war in ihm der Unterschied des Sollizitierenden

und Sollizitierten der sich äußernden und der in sich zurückgedrängten Kraft

aber es waren Unterschiede die in Wahrheit keine waren und sich darum auch

unmittelbar wieder aufhoben Es ist nicht nur die bloße Einheit vorhanden so

dass kein Unterschied gesetzt wäre sondern es ist diese Bewegung dass allerdings

ein Unterschied gemacht aber weil er keiner ist wieder aufgehoben wird  Mit

dem Erklären also ist der Wandel und Wechsel der vorhin außer dem Innern nur an

der Erscheinung war in das Übersinnliche selbst eingedrungen unser Bewusstsein

ist aber aus dem Innern als Gegenstande auf die andere Seite in den Verstand

herübergegangen und hat in ihm den Wechsel

    Dieser Wechsel ist so noch nicht ein Wechsel der Sache selbst sondern

stellt sich vielmehr eben dadurch als reiner Wechsel dar dass der Inhalt der

Momente des Wechsels derselbe bleibt Indem aber der Begriff als Begriff des

Verstandes dasselbe ist was das Innere der Dinge so wird dieser Wechsel als

Gesetz des Innern für ihn Er erfährt also dass es Gesetz der Erscheinung selbst

ist dass Unterschiede werden die keine Unterschiede sind oder dass das

Gleichnamige sich von sich selbst abstößt und ebenso dass die Unterschiede nur

solche sind die in Wahrheit keine sind und sich aufheben oder dass das

Ungleichnamige sich anzieht  Ein zweites Gesetz dessen Inhalt demjenigen was

vorher Gesetz genannt wurde nämlich dem beständigen sich gleichbleibenden

Unterschiede entgegengesetzt ist denn dies neue drückt vielmehr das

Ungleichwerden des Gleichen und das Gleichwerden des Ungleichen aus Der Begriff

mutet der Gedankenlosigkeit zu beide Gesetze zusammenzubringen und ihrer

Entgegensetzung bewusst zu werden  Gesetz ist das zweite freilich auch oder ein

inneres sichselbstgleiches Sein aber eine Sichselbstgleichheit vielmehr der

Ungleichheit eine Beständigkeit der Unbeständigkeit  An dem Spiele der Kräfte

ergab sich dieses Gesetz als eben dieses absolute Übergehen und als reiner

Wechsel das Gleichnamige  die Kraft zersetzt sich in einen Gegensatz der

zunächst als ein selbständiger Unterschied erscheint aber welcher sich in der

Tat keiner zu sein erweist denn es ist das Gleichnamige was sich von sich

selbst abstößt und dies Abgestoßene zieht sich daher wesentlich an denn es ist

dasselbe der gemachte Unterschied da er keiner ist hebt sich also wieder auf

Er stellt sich hiermit als Unterschied der Sache selbst oder als absoluter

Unterschied dar und dieser Unterschied der Sache ist also nichts anderes als

das Gleichnamige das sich von sich abgestoßen hat und daher nur einen Gegensatz

setzt der keiner ist

    Durch dies Prinzip wird das erste Übersinnliche das ruhige Reich der

Gesetze das unmittelbare Abbild der wahrgenommenen Welt in sein Gegenteil

umgekehrt das Gesetz war überhaupt das sich Gleichbleibende wie seine

Unterschiede jetzt aber ist gesetzt dass beides vielmehr das Gegenteil seiner

selbst ist das sich Gleiche stößt sich vielmehr von sich ab und das sich

Ungleiche setzt sich vielmehr als das sich Gleiche In der Tat ist nur mit

dieser Bestimmung der Unterschied der innere oder Unterschied an sich selbst,

indem das Gleiche sich ungleich das Ungleiche sich gleich ist  Diese zweite

übersinnliche Welt ist auf diese Weise die verkehrte Welt und zwar indem eine

Seite schon an der ersten übersinnlichen Welt vorhanden ist die verkehrte

dieser ersten Das Innere ist damit als Erscheinung vollendet Denn die erste

übersinnliche Welt war nur die unmittelbare Erhebung der wahrgenommenen Welt in

das allgemeine Element sie hatte ihr notwendiges Gegenbild an dieser welche

noch für sich das Prinzip des Wechsels und der Veränderung behielt das erste

Reich der Gesetze entbehrte dessen erhält es aber als verkehrte Welt

    Nach dem Gesetze dieser verkehrten Welt ist also das Gleichnamige der ersten

das Ungleiche seiner selbst und das Ungleiche derselben ist ebenso ihm selbst

ungleich oder es wird sich gleich An bestimmten Momenten wird dies sich so

ergeben dass was im Gesetze der ersten süß in diesem verkehrten Ansich sauer

was in jenem schwarz in diesem weiß ist Was im Gesetze der ersteren am Magnete

Nordpol ist in seinem anderen übersinnlichen Ansich in der Erde nämlich

Südpol was aber dort Südpol ist hier Nordpol Ebenso was im ersten Gesetze der

Elektrizität Sauerstoffpol ist wird in seinem anderen übersinnlichen Wesen

Wasserstoffpol und umgekehrt was dort der Wasserstoffpol ist wird hier der

Sauerstoffpol In einer anderen Sphäre ist nach dem unmittelbaren Gesetze Rache

an dem Feinde die höchste Befriedigung der verletzten Individualität Dieses

Gesetz aber dem der mich nicht als Selbstwesen behandelt mich als Wesen gegen

ihn zu zeigen und ihn vielmehr als Wesen aufzuheben verkehrt sich durch das

Prinzip der anderen Welt in das entgegengesetzte die Wiederherstellung meiner

als des Wesens durch das Aufheben des fremden Wesens in Selbstzerstörung Wenn

nun diese Verkehrung welche in der Strafe des Verbrechens dargestellt wird zum

Gesetze gemacht istso ist auch sie wieder nur das Gesetz der einen Welt

welche eine verkehrte übersinnliche Welt sich gegenüberstehen hat in welcher

das was in Jener verachtet ist zu Ehren was in jener in Ehren steht in

Verachtung kommt Die nach dem Gesetze der ersten den Menschen schändende und

vertilgende Strafe verwandelt sich in ihrer verkehrten Welt in die sein Wesen

erhaltende und ihn zu Ehren bringende Begnadigung

    Oberflächlich angesehen ist diese verkehrte Welt so das Gegenteil der

ersten dass sie dieselbe außer ihr hat und jene erste als eine verkehrte

Wirklichkeit von sich abstößt dass die eine die Erscheinung die andere aber das

Ansich die eine sie ist wie sie für ein Anderes die andere dagegen wie sie

für sich ist; so dass um die vorigen Beispiele zu gebrauchen was süß schmeckt

eigentlich oder innerlich am Dinge sauer oder was am wirklichen Magnete der

Erscheinung Nordpol ist am inneren oder wesentlichen Sein Südpol wäre was an

der erscheinenden Elektrizität als Sauerstoffpol sich darstellt an der

nichterscheinenden Wasserstoffpol wäre Oder eine Handlung die in der

Erscheinung Verbrechen ist sollte im Innern eigentlich gut sein eine schlechte

Handlung eine gute Absicht haben können die Strafe nur in der Erscheinung

Strafe an sich oder in einer anderen Welt aber Wohltat für den Verbrecher sein

Allein solche Gegensätze von Innerem und Äußerem von Erscheinung und

Übersinnlichem als von zweierlei Wirklichkeiten sind hier nicht mehr

vorhanden Die abgestoßenen Unterschiede verteilen sich nicht von neuem an zwei

solche Substanzen welche sie trügen und ihnen ein getrenntes Bestehen

verliehen wodurch der Verstand aus dem Innern heraus wieder auf seine vorige

Stelle zurückfiele Die eine Seite oder Substanz wäre wieder die Welt der

Wahrnehmung worin das eine der beiden Gesetze sein Wesen triebe und ihr

gegenüber eine innere Welt gerade eine solche sinnliche Welt wie die erste

aber in der Vorstellung sie könnte nicht als sinnliche Welt aufgezeigt nicht

gesehen gehört geschmeckt werden und doch würde sie vorgestellt als eine

solche sinnliche Welt Aber in der Tat, wenn das eine Gesetzte ein

Wahrgenommenes ist und sein Ansich als das Verkehrte desselben ebenso ein

sinnlich Vorgestelltes so ist das Saure was das Ansich des süßen Dinges wäre

ein so wirkliches Ding wie es ein saures Ding das Schwarze welches das Ansich

des Weißen wäre ist das wirkliche Schwarze der Nordpol welcher das Ansich des

Südpols ist ist der an demselben Magnete vorhandene Nordpol der Sauerstoffpol

der das Ansich des Wasserstoffpols ist der vorhandene Sauerstoffpol derselben

Säule Das wirkliche Verbrechen aber hat seine Verkehrung und sein Ansich als

Möglichkeit in der Absicht als solcher aber nicht in einer guten denn die

Wahrheit der Absicht Ist nur die Tat selbst Das Verbrechen seinem Inhalte nach

aber hat seine Reflexioninsich oder seine Verkehrung an der wirklichen Strafe

diese ist die Aussöhnung des Gesetzes mit der ihm im Verbrechen

entgegengesetzten Wirklichkeit Die wirkliche Strafe endlich hat so ihre

verkehrte Wirklichkeit an ihr dass sie eine solche Verwirklichung des Gesetzes

ist wodurch die Tätigkeit die es als Strafe hat sich selbst aufhebt es aus

tätigem wieder ruhiges und geltendes Gesetz wird und die Bewegung der

Individualität gegen es und seiner gegen sie erloschen ist

    Aus der Vorstellung also der Verkehrung die das Wesen der einen Seite der

übersinnlichen Welt ausmacht ist die sinnliche Vorstellung von der Befestigung

der Unterschiede in einem verschiedenen Elemente des Bestehens zu entfernen und

dieser absolute Begriff des Unterschiedes ist als innerer Unterschied

Abstoßen des Gleichnamigen als Gleichnamigen von sich selbst und Gleichsein des

Ungleichen als Ungleichen rein darzustellen und aufzufassen Es ist der reine

Wechsel oder die Entgegensetzung in sich selbst der Widerspruch zu denken Denn

in dem Unterschiede der ein innerer ist ist das Entgegengesetzte nicht nur

Eines von Zweien  sonst wäre es ein Seiendes und nicht ein Entgegengesetztes 

sondern es ist das Entgegengesetzte eines Entgegengesetzten oder das Andere ist

in ihm unmittelbar selbst vorhanden Ich stelle wohl das Gegenteil hierher und

dorthin das Andere wovon es das Gegenteil ist also das Gegenteil auf eine

Seite an und für sich ohne das Andere Eben darum aber indem ich hier das

Gegenteil an und für sich habe ist es das Gegenteil seiner selbst oder es hat

in der Tat das Andere unmittelbar an ihm selbst.  So hat die übersinnliche

Welt welche die verkehrte ist über die andere zugleich übergegriffen und hat

sie an sich selbst; sie ist für sich die verkehrte dh die verkehrte ihrer

selbst sie ist sie selbst und ihre entgegengesetzte in einer Einheit Nur so

ist sie der Unterschied als innerer oder Unterschied an sich selbst oder ist als

Unendlichkeit

    Durch die Unendlichkeit sehen wir das Gesetz zur Notwendigkeit an ihm selbst

vollendet und alle Momente der Erscheinung in das Innere aufgenommen Das

Einfache des Gesetzes ist die Unendlichkeit heißt nach dem was sich ergeben

hat a es ist ein Sichselbstgleiches welches aber der Unterschied an sich ist;

oder es ist Gleichnamiges welches sich von sich selbst abstößt oder sich

entzweit Dasjenige was die einfache Kraft genannt wurde verdoppelt sich

selbst und ist durch ihre Unendlichkeit das Gesetz b Das Entzweite welches

die in dem Gesetze vorgestellten Teile ausmacht stellt sich als Bestehendes

dar und werden sie ohne den Begriff des inneren Unterschiedes betrachtet

so ist der Raum und die Zeit oder die Entfernung und die Geschwindigkeit

welche als Momente der Schwere auftreten sowohl gleichgültig und ohne

Notwendigkeit füreinander als für die Schwere selbst so wie diese einfache

Schwere gegen sie oder die einfache Elektrizität gegen das Positive und Negative

gleichgültig ist g Durch den Begriff des inneren Unterschiedes aber ist dies

Ungleiche und Gleichgültige Raum und Zeit usf ein Unterschied welcher kein

Unterschied ist oder nur ein Unterschied des Gleichnamigen und sein Wesen die

Einheit sie sind als Positives und Negatives gegeneinander begeistet und ihr

Sein ist dieses vielmehr sich als Nichtsein zu setzen und in der Einheit

aufzuheben Es bestehen beide Unterschiedene sie sind an sich sie sind an sich

als Entgegengesetzte dh das Entgegengesetzte ihrer selbst sie haben ihr

Anderes an ihnen und sind nur eine Einheit

    Diese einfache Unendlichkeit oder der absolute Begriff ist das einfache

Wesen des Lebens die Seele der Welt das allgemeine Blut zu nennen welches

allgegenwärtig durch keinen Unterschied getrübt noch unterbrochen wird das

vielmehr selbst alle Unterschiede ist so wie ihr Aufgehobensein also in sich

pulsiert ohne sich zu bewegen in sich erzittert ohne unruhig zu sein Sie ist

sichselbstgleich denn die Unterschiede sind tautologisch es sind Unterschiede

die keine sind Dieses sichselbstgleiche Wesen bezieht sich daher nur auf sich

selbst auf sich selbst so ist dies ein Anderes worauf die Beziehung geht und

das Beziehen auf sich selbst ist vielmehr das Entzweien oder eben Jene

Sichselbstgleichheit ist innerer Unterschied Diese Entzweiten sind somit an und

für sich selbst jedes ein Gegenteil  eines Anderen so ist darin schon das

Andere mit ihm zugleich ausgesprochen Oder es ist nicht das Gegenteil eines

Anderen sondern nur das reine Gegenteil so ist es also an ihm selbst das

Gegenteil seiner Oder es ist überhaupt nicht ein Gegenteil sondern rein für

sich ein reines sichselbstgleiches Wesen das keinen Unterschied an ihm hat so

brauchen wir nicht zu fragen noch weniger das Gequäle mit solcher Frage für die

Philosophie anzusehen oder gar sie ihr für unbeantwortlich zu halten  wie aus

diesem reinen Wesen wie aus ihm heraus der Unterschied oder das Anderssein

komme denn es ist schon die Entzweiung geschehen der Unterschied ist aus dem

Sichselbstgleichen ausgeschlossen und ihm zur Seite gestellt worden was das

Sichselbstgleiche sein sollte ist also schon eins der Entzweiten viel mehr als

dass es das absolute Wesen wäre Das Sichselbstgleiche entzweit sich heißt darum

ebensosehr es hebt sich als schon Entzweites es hebt sich als Anderssein auf

Die Einheit von welcher gesagt zu werden pflegt dass der Unterschied nicht aus

ihr herauskommen könne ist in der Tat selbst nur das eine Moment der

Entzweiung sie ist die Abstraktion der Einfachheit welche dem Unterschiede

gegenüber ist Aber indem sie die Abstraktion nur das eine der

Entgegengesetzten istso ist es schon gesagt dass sie das Entzweien ist denn

ist die Einheit ein Negatives ein Entgegengesetztes so ist sie eben gesetzt

als das welches die Entgegensetzung an ihm hat Die Unterschiede von Entzweiung

und Sichselbstgleichwerden sind darum ebenso nur diese Bewegung des

SichAufhebens denn indem das Sichselbstgleiche welches sich erst entzweien

oder zu seinem Gegenteile werden soll eine Abstraktion oder schon selbst ein

Entzweites istso Ist sein Entzweien hiermit ein Aufheben dessen was es ist

und also das Aufheben seines Entzweitseins Das Sichselbstgleichwerden ist

ebenso ein Entzweien was sich selbst gleich wird tritt damit der Entzweiung

gegenüber dh es stellt selbst sich damit auf die Seite oder es wird vielmehr

ein Entzweites

    Die Unendlichkeit oder diese absolute Unruhe des reinen Sichselbstbewegens

dass was auf irgendeine Weise zB als Sein bestimmt ist vielmehr das

Gegenteil dieser Bestimmtheit ist ist zwar schon die Seele alles Bisherigen

gewesen aber im Innern erst ist sie selbst frei hervorgetreten Die Erscheinung

oder das Spiel der Kräfte stellt sie selbst schon dar aber als Erklären tritt

sie zunächst frei hervor und indem sie endlich für das Bewusstsein Gegenstand

ist als das was sie istso ist das Bewusstsein Selbstbewusstsein Das Erklären

des Verstandes macht zunächst nur die Beschreibung dessen was das

Selbstbewusstsein ist Er hebt die im Gesetze vorhandenen schon rein gewordenen

aber noch gleichgültigen Unterschiede auf und setzt sie in einer Einheit der

Kraft Dies Gleichwerden ist aber ebenso unmittelbar ein Entzweien denn er hebt

die Unterschiede nur dadurch auf und setzt dadurch das Eins der Kraft dass er

einen neuen Unterschied macht von Gesetz und Kraft der aber zugleich kein

Unterschied ist und hierzu dass dieser Unterschied ebenso kein Unterschied ist

geht er selbst darin fort dass er diesen Unterschied wieder aufhebt indem er

die Kraft ebenso beschaffen sein lässt als das Gesetz  Diese Bewegung oder

Notwendigkeit ist aber so noch Notwendigkeit und Bewegung des Verstandes oder

sie als solche ist nicht sein Gegenstand sondern er hat in ihr positive und

negative Elektrizität Entfernung Geschwindigkeit Anziehungskraft und tausend

andere Dinge zu Gegenständen welche den Inhalt der Momente der Bewegung

ausmachen In dem Erklären ist eben darum so viele Selbstbefriedigung weil das

Bewusstsein dabei um es so auszudrücken in unmittelbarem Selbstgespräche mit

sich nur sich selbst genießt dabei zwar etwas anderes zu treiben scheint aber

in der Tat sich nur mit sich selbst herumtreibt

    In dem entgegengesetzten Gesetze als der Verkehrung des ersten Gesetzes oder

in dem inneren Unterschiede wird zwar die Unendlichkeit selbst Gegenstand des

Verstandes aber er verfehlt sie als solche wieder indem er den Unterschied an

sich das Sichselbstabstoßen des Gleichnamigen und die Ungleichen die sich

anziehen wieder an zwei Welten oder an zwei substantielle Elemente verteilt

die Bewegung wie sie in der Erfahrung ist ist ihm hier ein Geschehen und das

Gleichnamige und das Ungleiche sind Prädikate deren Wesen ein seiendes

Substrat ist dasselbe was ihm in sinnlicher Hülle Gegenstand ist ist es uns

in seiner wesentlichen Gestalt als reiner Begriff Dies Auffassen des

Unterschiedes wie er in Wahrheit ist oder das Auffassen der Unendlichkeit als

solcher ist für uns oder an sich Die Exposition ihres Begriffs gehört der

Wissenschaft an das Bewusstsein aber wie es ihn unmittelbar hat tritt wieder

als eigene Form oder neue Gestalt des Bewusstseins auf welche in dem

Vorhergehenden ihr Wesen nicht erkennt sondern es für etwas ganz anderes

ansieht  Indem ihm dieser Begriff der Unendlichkeit Gegenstand ist ist es

also Bewusstsein des Unterschiedes als eines unmittelbar ebensosehr Aufgehobenen

es ist für sich selbst es ist Unterscheiden des Ununterschiedenen oder

Selbstbewusstsein Ich unterscheide mich von mir selbst und es ist darin

unmittelbar für mich dass dies Unterschiedene nicht unterschieden ist Ich das

Gleichnamige stoße mich von mir selbst ab aber dies Unterschiedene

UngleichGesetzte ist unmittelbar indem es unterschieden ist kein Unterschied

für mich Das Bewusstsein eines Anderen eines Gegenstandes überhaupt ist zwar

selbst notwendig Selbstbewusstsein Reflektiertsein in sich Bewusstsein seiner

selbst in seinem Anderssein Der notwendige Fortgang von den bisherigen

Gestalten des Bewusstseins welchen ihr Wahres ein Ding ein Anderes war als sie

selbst drückt eben dies aus dass nicht allein das Bewusstsein vom Dinge nur für

ein Selbstbewusstsein möglich ist sondern dass dies allein die Wahrheit jener

Gestalten ist Aber für uns nur ist diese Wahrheit vorhanden noch nicht für das

Bewusstsein Das Selbstbewusstsein ist erst für sich geworden noch nicht als

Einheit mit dem Bewusstsein überhaupt

    Wir sehen dass im Innern der Erscheinung der Verstand in Wahrheit nicht

etwas anderes als die Erscheinung selbst aber nicht wie sie als Spiel der

Kräfte ist sondern dasselbe in seinen absolutallgemeinen Momenten und deren

Bewegung und in der Tat nur sich selbst erfährt Erhoben über die Wahrnehmung

stellt sich das Bewusstsein mit dem Übersinnlichen durch die Mitte der

Erscheinung zusammengeschlossen dar durch welche es in diesen Hintergrund

schaut Die beiden Extreme das eine des reinen Innern das andere des in dies

reine Innere schauenden Innern sind nun zusammengefallen und wie sie als

Extreme so ist auch die Mitte als etwas anderes als sie verschwunden Dieser

Vorhang ist also vor dem Innern weggezogen und das Schauen des Innern in das

Innere vorhanden das Schauen des ununterschiedenen Gleichnamigen welches sich

selbst abstößt als unterschiedenes Inneres setzt aber für welches ebenso

unmittelbar die Ununterschiedenheit beider ist das Selbstbewusstsein Es zeigt

sich dass hinter dem sogenannten Vorhange welcher das Innere verdecken soll

nichts zu sehen ist wenn wir nicht selbst dahintergehen ebensosehr damit

gesehen werde als dass etwas dahinter sei das gesehen werden kann Aber es

ergibt sich zugleich dass nicht ohne alle Umstände geradezu dahintergegangen

werden könne denn dies Wissen was die Wahrheit der Vorstellung der Erscheinung

und ihres Innern ist ist selbst nur Resultat einer umständlichen Bewegung

wodurch die Weisen des Bewusstseins das Meinen Wahrnehmen und der Verstand

verschwinden und es wird sich ebenso ergeben dass das Erkennen dessen was das

Bewusstsein weiß indem es sich selbst weiß noch weiterer Umstände bedarf deren

Auseinanderlegung das Folgende ist

 
 



                             

    In den bisherigen Weisen der Gewissheit ist dem Bewusstsein das Wahre etwas

anderes als es selbst Der Begriff dieses Wahren verschwindet aber in der

Erfahrung von ihm wie der Gegenstand unmittelbar an sich war das Seiende der

sinnlichen Gewissheit das konkrete Ding der Wahrnehmung die Kraft des

Verstandes so erweist er sich vielmehr nicht in Wahrheit zu sein sondern dies

Ansich ergibt sich als eine Weise wie er nur für ein Anderes ist der Begriff

von ihm hebt sich an dem wirklichen Gegenstande auf oder die erste unmittelbare

Vorstellung in der Erfahrung, und die Gewissheit ging in der Wahrheit verloren

Nunmehr aber ist dies entstanden was in diesen früheren Verhältnissen nicht

zustande kam nämlich eine Gewissheit welche ihrer Wahrheit gleich ist denn die

Gewissheit ist sich selbst ihr Gegenstand und das Bewusstsein ist sich selbst das

Wahre Es ist darin zwar auch ein Anderssein das Bewusstsein unterscheidet

nämlich aber ein solches das für es zugleich ein nicht Unterschiedenes ist

Nennen wir Begriff die Bewegung des Wissens den Gegenstand aber das Wissen als

ruhige Einheit oder als Ich so sehen wir dass nicht nur für uns sondern für

das Wissen selbst der Gegenstand dem Begriffe entspricht  Oder auf die andere

Weise den Begriff das genannt was der Gegenstand an sich ist, den Gegenstand

aber das was er als Gegenstand oder für ein Anderes ist so erhellt dass das

Ansichsein und das FüreinAnderesSein dasselbe ist denn das Ansich ist das

Bewusstsein; es ist aber ebenso dasjenige für welches ein Anderes das Ansich

ist und es ist für es dass das Ansich des Gegenstandes und das Sein desselben

für ein Anderes dasselbe ist Ich ist der Inhalt der Beziehung und das Beziehen

selbst es ist es selbst gegen ein Anderes und greift zugleich über dies Andere

über das für es ebenso nur es selbst ist

    Mit dem Selbstbewusstsein sind wir also nun in das einheimische Reich der

Wahrheit eingetreten Es ist zu sehen wie die Gestalt des Selbstbewusstseins

zunächst auftritt Betrachten wir diese neue Gestalt des Wissens das Wissen von

sich selbst im Verhältnisse zu dem Vorhergehenden dem Wissen von einem

Anderen so ist dies zwar verschwunden aber seine Momente haben sich zugleich

ebenso aufbewahrt und der Verlust besteht darin dass sie hier vorhanden sind

wie sie an sich sind Das Sein der Meinung die Einzelheit und die ihr

entgegengesetzte Allgemeinheit der Wahrnehmung sowie das leere Innere des

Verstandes sind nicht mehr als Wesen sondern als Momente des Selbstbewusstseins

dh als Abstraktionen oder Unterschiede welche für das Bewusstsein selbst

zugleich nichtig oder keine Unterschiede und rein verschwindende Wesen sind Es

scheint also nur das Hauptmoment selbst verlorengegangen zu sein nämlich das

einfache selbständige Bestehen für das Bewusstsein Aber in der Tat ist das

Selbstbewusstsein die Reflexion aus dem Sein der sinnlichen und wahrgenommenen

Welt und wesentlich die Rückkehr aus dem Anderssein Es ist als Selbstbewusstsein

Bewegung aber indem es nur sich selbst als sich selbst von sich unterscheidet

so ist ihm der Unterschied unmittelbar als ein Anderssein aufgehoben der

Unterschied ist nicht und es nur die bewegungslose Tautologie des Ich bin Ich

indem ihm der Unterschied nicht auch die Gestalt des Seins hat ist es nicht

Selbstbewusstsein Es ist hiermit für es das Anderssein als ein Sein oder als

unterschiedenes Moment aber es ist für es auch die Einheit seiner selbst mit

diesem Unterschiede als zweites unterschiedenes Moment Mit jenem ersten Momente

ist das Selbstbewusstsein als Bewusstsein und für es die ganze Ausbreitung der

sinnlichen Welt erhalten aber zugleich nur als auf das zweite Moment die

Einheit des Selbstbewusstseins mit sich selbst bezogen und sie ist hiermit für

es ein Bestehen welches aber nur Erscheinung oder Unterschied ist der an sich

kein Sein hat Dieser Gegensatz seiner Erscheinung und seiner Wahrheit hat aber

nur die Wahrheit nämlich die Einheit des Selbstbewusstseins mit sich selbst zu

seinem Wesen diese muss ihm wesentlich werden dh es ist Begierde überhaupt

Das Bewusstsein hat als Selbstbewusstsein nunmehr einen gedoppelten Gegenstand

den einen den unmittelbaren den Gegenstand der sinnlichen Gewissheit und des

Wahrnehmens der aber für es mit dem Charakter des Negativen bezeichnet ist und

den zweiten nämlich sich selbst welcher das wahre Wesen und zunächst nur erst

im Gegensatze des ersten vorhanden ist Das Selbstbewusstsein stellt sich hierin

als die Bewegung dar worin dieser Gegensatz aufgehoben und ihm die Gleichheit

seiner selbst mit sich wird

    Der Gegenstand welcher für das Selbstbewusstsein das Negative ist ist aber

seinerseits für uns oder an sich ebenso in sich zurückgegangen als das

Bewusstsein andererseits Er ist durch diese Reflexioninsich Leben geworden

Was das Selbstbewusstsein als seiend von sich unterscheidet hat auch insofern

als es seiend gesetzt ist nicht bloß die Weise der sinnlichen Gewissheit und der

Wahrnehmung an ihm sondern es ist in sich reflektiertes Sein und der

Gegenstand der unmittelbaren Begierde ist ein Lebendiges Denn das Ansich oder

das allgemeine Resultat des Verhältnisses des Verstandes zu dem Innern der Dinge

ist das Unterscheiden des nicht zu Unterscheidenden oder die Einheit des

Unterschiedenen Diese Einheit aber ist ebensosehr wie wir gesehen ihr

Abstoßen von sich selbst und dieser Begriff entzweit sich in den Gegensatz des

Selbstbewusstseins und des Lebens Jenes die Einheit für welche die unendliche

Einheit der Unterschiede ist dieses aber ist nur diese Einheit selbst so dass

sie nicht zugleich für sich selbst ist So selbständig also das Bewusstsein

ebenso selbständig ist an sich sein Gegenstand Das Selbstbewusstsein welches

schlechthin für sich ist und seinen Gegenstand unmittelbar mit dem Charakter des

Negativen bezeichnet oder zunächst Begierde ist wird daher vielmehr die

Erfahrung der Selbständigkeit desselben machen

    Die Bestimmung des Lebens wie sie sich aus dem Begriffe oder dem

allgemeinen Resultate ergibt mit welchem wir in diese Sphäre eintreten ist

hinreichend es zu bezeichnen ohne dass seine Natur weiter daraus zu entwickeln

wäre ihr Kreis beschließt sich in folgenden Momenten Das Wesen ist die

Unendlichkeit als das Aufgehobensein aller Unterschiede die reine

achsendrehende Bewegung die Ruhe ihrer selbst als absolut unruhiger

Unendlichkeit die Selbständigkeit selbst in welcher die Unterschiede der

Bewegung aufgelöst sind das einfache Wesen der Zelt das in dieser

Sichselbstgleichheit die gediegene Gestalt des Raumes hat Die Unterschiede sind

aber an diesem einfachen allgemeinen Medium ebensosehr als Unterschiede denn

diese allgemeine Flüssigkeit hat ihre negative Natur nur indem sie ein Aufheben

derselben ist aber sie kann die Unterschiedenen nicht aufheben wenn sie nicht

ein Bestehen haben Eben diese Flüssigkeit ist als die sichselbstgleiche

Selbständigkeit selbst das Bestehen oder die Substanz derselben worin sie also

als unterschiedene Glieder und fürsichseiende Teile sind Das Sein hat nicht

mehr die Bedeutung der Abstraktion des Seins noch ihre reine Wesenheit die der

Abstraktion der Allgemeinheit sondern ihr Sein ist eben jene einfache flüssige

Substanz der reinen Bewegung In sich selbst Der Unterschied dieser Glieder

gegeneinander aber als Unterschied besteht überhaupt in keiner anderen

Bestimmtheit als der Bestimmtheit der Momente der Unendlichkeit oder der reinen

Bewegung selbst

    Die selbständigen Glieder sind für sich dieses Fürsichsein ist aber

vielmehr ebenso unmittelbar ihre Reflexion in die Einheit als diese Einheit die

Entzweiung in die selbständigen Gestalten ist Die Einheit ist entzweit weil

sie absolut negative oder unendliche Einheit ist und weil sie das Bestehen ist

so hat auch der Unterschied Selbständigkeit nur an ihr Diese Selbständigkeit

der Gestalt erscheint als ein Bestimmtes für Anderes denn sie ist ein

Entzweites und das Aufheben der Entzweiung geschieht insofern durch ein

Anderes Aber es ist ebensosehr an ihr selbst; denn eben jene Flüssigkeit ist

die Substanz der selbständigen Gestalten diese Substanz aber ist unendlich die

Gestalt ist darum in ihrem Bestehen selbst die Entzweiung oder das Aufheben

ihres Fürsichseins

    Unterscheiden wir die hierin enthaltenen Momente näher so sehen wir dass

wir zum ersten Momente das Bestehen der selbständigen Gestalten oder die

Unterdrückung dessen haben was das Unterscheiden an sich ist, nämlich nicht an

sich zu sein und kein Bestehen zu haben Das zweite Moment aber ist die

Unterwerfung jenes Bestehens unter die Unendlichkeit des Unterschiedes Im

ersten Momente ist die bestehende Gestalt als fürsichseiend oder in ihrer

Bestimmtheit unendliche Substanz tritt sie gegen die allgemeine Substanz auf

verleugnet diese Flüssigkeit und Kontinuität mit ihr und behauptet sich als

nicht in diesem Allgemeinen aufgelöst sondern vielmehr als durch die

Absonderung von dieser ihrer unorganischen Natur und durch das Aufzehren

derselben sich erhaltend Das Leben in dem allgemeinen flüssigen Medium ein

ruhiges Auseinanderlegen der Gestalten wird eben dadurch zur Bewegung derselben

oder zum Leben als Prozess Die einfache allgemeine Flüssigkeit ist das Ansich

und der Unterschied der Gestalten das Andere Aber diese Flüssigkeit wird selbst

durch diesen Unterschied das Andere denn sie ist jetzt für den Unterschied

welcher an und für sich selbst und daher die unendliche Bewegung ist von

welcher jenes ruhige Medium aufgezehrt wird das Leben als Lebendiges  Diese

Verkehrung aber ist darum wieder die Verkehrtheit an sich selbst, was aufgezehrt

wird ist das Wesen die auf Kosten des Allgemeinen sich erhaltende und das

Gefühl ihrer Einheit mit sich selbst sich gebende Individualität hebt gerade

damit ihren Gegensatz des Anderen durch welchen sie für sich ist, auf die

Einheit mit sich selbst welche sie sich gibt Ist gerade die Flüssigkeit der

Unterschiede oder die allgemeine Auflösung Aber umgekehrt ist das Aufheben des

individuellen Bestehens ebenso das Erzeugen desselben Denn da das Wesen der

individuellen Gestalt das allgemeine Leben und das Fürsichseiende an sich

einfache Substanz ist so hebt es indem es das Andere in sich setzt diese

seine Einfachheit oder sein Wesen auf dh es entzweit sie und dies Entzweien

der unterschiedslosen Flüssigkeit ist eben das Setzen der Individualität Die

einfache Substanz des Lebens also ist die Entzweiung ihrer selbst in Gestalten

und zugleich die Auflösung dieser bestehenden Unterschiede und die Auflösung

der Entzweiung ist ebensosehr Entzweien oder ein Gliedern Es fallen damit die

beiden Seiten der ganzen Bewegung welche unterschieden wurden nämlich die in

dem allgemeinen Medium der Selbständigkeit ruhig auseinandergelegte Gestaltung

und der Prozess des Lebens ineinander der letztere ist ebensosehr Gestaltung

als er das Aufheben der Gestalt ist und das erste die Gestaltung ist

ebensosehr ein Aufheben als sie die Gliederung ist Das flüssige Element ist

selbst nur die Abstraktion des Wesens oder es ist nur als Gestalt wirklich und

dass es sich gliedert ist wieder ein Entzweien des Gegliederten oder ein

Auflösen desselben Dieser ganze Kreislauf macht das Leben aus  weder das was

zuerst ausgesprochen wird die unmittelbare Kontinuität und Gediegenheit seines

Wesens noch die bestehende Gestalt und das für sich seiende Diskrete noch der

reine Prozess derselben noch auch das einfache Zusammenfassen dieser Momente

sondern das sich entwickelnde und seine Entwicklung auflösende und in dieser

Bewegung sich einfach erhaltende Ganze

    Indem von der ersten unmittelbaren Einheit ausgegangen und durch die Momente

der Gestaltung und des Prozesses hindurch zur Einheit dieser beiden Momente und

damit wieder zur ersten einfachen Substanz zurückgekehrt wird so ist diese

reflektierte Einheit eine andere als die erste Gegen Jene unmittelbare oder als

ein Sein ausgesprochene ist diese zweite die allgemeine welche alle diese

Momente als aufgehobene in ihr hat Sie ist die einfache Gattung welche in der

Bewegung des Lebens selbst nicht für sich als dies Einfache existiert sondern

in diesem Resultate verweist das Leben auf ein Anderes als es ist nämlich auf

das Bewusstsein für welches es als diese Einheit oder als Gattung ist

    Dies andere Leben aber für welches die Gattung als solche und welches für

sich selbst Gattung ist das Selbstbewusstsein ist sich zunächst nur als dieses

einfache Wesen und hat sich als reines Ich zum Gegenstande in seiner Erfahrung

die nun zu betrachten ist wird sich ihm dieser abstrakte Gegenstand bereichern

und die Entfaltung erhalten welche wir an dem Leben gesehen haben

    Das einfache Ich ist diese Gattung oder das einfache Allgemeine für welches

die Unterschiede keine sind nur indem es negatives Wesen der gestalteten

selbständigen Momente ist und das Selbstbewusstsein Ist hiermit seiner selbst

nur gewiss durch das Aufheben dieses Anderen das sich ihm als selbständiges

Leben darstellt es ist Begierde Der Nichtigkeit dieses Anderen gewiss setzt es

für sich dieselbe als seine Wahrheit vernichtet den selbständigen Gegenstand

und gibt sich dadurch die Gewissheit seiner selbst als wahre Gewissheit als

solche welche ihm selbst auf gegenständliche Weise geworden ist

    In dieser Befriedigung aber macht es die Erfahrung von der Selbständigkeit

seines Gegenstandes Die Begierde und die in ihrer Befriedigung erreichte

Gewissheit seiner selbst ist bedingt durch ihn denn sie ist durch Aufheben

dieses Anderen dass dies Aufheben sei muss dies Andere sein Das

Selbstbewusstsein vermag also durch seine negative Beziehung ihn nicht

aufzuheben es erzeugt ihn darum vielmehr wieder so wie die Begierde Es ist in

der Tat ein Anderes als das Selbstbewusstsein das Wesen der Begierde und durch

diese Erfahrung ist ihm selbst diese Wahrheit geworden Zugleich aber ist es

ebenso absolut für sich und ist dies nur durch Aufheben des Gegenstandes und es

muss ihm seine Befriedigung werden denn es ist die Wahrheit Um der

Selbständigkeit des Gegenstandes willen kann es daher zur Befriedigung nur

gelangen indem dieser selbst die Negation an ihm vollzieht und er muss diese

Negation seiner selbst an sich vollziehen denn er ist an sich das Negative und

muss für das Andere sein was er ist Indem er die Negation an sich selbst ist

und darin zugleich selbständig ist ist er Bewusstsein An dem Leben welches der

Gegenstand der Begierde ist ist die Negation entweder an einem Anderen nämlich

an der Begierde oder als Bestimmtheit gegen eine andere gleichgültige Gestalt

oder als seine unorganische allgemeine Natur Diese allgemeine selbständige

Natur aber an der die Negation als absolute ist ist die Gattung als solche

oder als Selbstbewusstsein Das Selbstbewusstsein erreicht seine Befriedigung nur

in einem anderen Selbstbewusstsein 

    In diesen drei Momenten ist erst der Begriff des Selbstbewusstseins

vollendet a reines ununterschiedenes Ich ist sein erster unmittelbarer

Gegenstand b Diese Unmittelbarkeit ist aber selbst absolute Vermittlung sie

ist nur als Aufheben des selbständigen Gegenstandes oder sie ist Begierde Die

Befriedigung der Begierde ist zwar die Reflexion des Selbstbewusstseins in sich

selbst oder die zur Wahrheit gewordene Gewissheit c Aber die Wahrheit derselben

ist vielmehr die gedoppelte Reflexion die Verdopplung des Selbstbewusstseins Es

ist ein Gegenstand für das Bewusstsein welcher an sich selbst sein Anderssein

oder den Unterschied als einen nichtigen setzt und darin selbständig ist Die

unterschiedene nur lebendige Gestalt hebt wohl im Prozesse des Lebens selbst

auch ihre Selbständigkeit auf aber sie hört mit ihrem Unterschiede auf zu

sein was sie ist der Gegenstand des Selbstbewusstseins ist aber ebenso

selbständig in dieser Negativität seiner selbst und damit ist er für sich

selbst Gattung allgemeine Flüssigkeit in der Eigenheit seiner Absonderung er

ist lebendiges Selbstbewusstsein

    Es ist ein Selbstbewusstsein für ein Selbstbewusstsein Erst hierdurch ist es

in der Tat; denn erst hierin wird für es die Einheit seiner selbst in seinem

Anderssein ich das der Gegenstand seines Begriffs ist ist in der Tat nicht

Gegenstand der Gegenstand der Begierde aber ist nur selbständig denn er ist

die allgemeine unvertilgbare Substanz das flüssige sichselbstgleiche Wesen

Indem ein Selbstbewusstsein der Gegenstand ist ist er ebensowohl Ich wie

Gegenstand  Hiermit ist schon der Begriff des Geistes für uns vorhanden Was

für das Bewusstsein weiter wird ist die Erfahrung was der Geist ist diese

absolute Substanz welche in der vollkommenen Freiheit und Selbständigkeit ihres

Gegensatzes nämlich verschiedener für sich seiender Selbstbewusstseine die

Einheit derselben ist Ich das Wir und Wir das Ich istDas Bewusstsein hat

erst in dem Selbstbewusstsein als dem Begriffe des Geistes seinen

Wendungspunkt auf dem es aus dem farbigen Scheine des sinnlichen Diesseits und

aus der leeren Nacht des übersinnlichen Jenseits in den geistigen Tag der

Gegenwart einschreitet

 
 



 


    Das Selbstbewusstsein ist an und für sich, indem und dadurch dass es für ein

Anderes an und für sich ist; dh es ist nur als ein Anerkanntes Der Begriff

dieser seiner Einheit in seiner Verdopplung der sich im Selbstbewusstsein

realisierenden Unendlichkeit ist eine vielseitige und vieldeutige

Verschränkung so dass die Momente derselben teils genau auseinandergehalten

teils in dieser Unterscheidung zugleich auch als nicht unterschieden oder immer

in ihrer entgegengesetzten Bedeutung genommen und erkannt werden müssen Die

Doppelsinnigkeit des Unterschiedenen liegt in dem Wesen des Selbstbewusstseins

unendlich oder unmittelbar das Gegenteil der Bestimmtheit in der es gesetzt

ist zu sein Die Auseinanderlegung des Begriffs dieser geistigen Einheit in

ihrer Verdopplung stellt uns die Bewegung des Anerkennens dar

    Es ist für das Selbstbewusstsein ein anderes Selbstbewusstsein es ist außer

sich gekommen Dies hat die gedoppelte Bedeutung erstlich es hat sich selbst

verloren denn es findet sich als ein anderes Wesen zweitens es hat damit das

Andere aufgehoben denn es sieht auch nicht das Andere als Wesen sondern sich

selbst im Anderen

    Es muss dies sein Anderssein aufheben dies ist das Aufheben des ersten

Doppelsinnes und darum selbst ein zweiter Doppelsinn erstlich es muss darauf

gehen das andere selbständige Wesen aufzuheben um dadurch seiner als des

Wesens gewiss zu werden zweitens geht es hiermit darauf sich selbst aufzuheben

denn dies Andere ist es selbst

    Dies doppelsinnige Aufheben seines doppelsinnigen Andersseins ist ebenso

eine doppelsinnige Rückkehr in sich selbst denn erstlich erhält es durch das

Aufheben sich selbst zurück denn es wird sich wieder gleich durch das Aufheben

seines Andersseins zweitens aber gibt es das andere Selbstbewusstsein ihm wieder

ebenso zurück denn es war sich im Anderen es hebt dies sein Sein im Anderen

auf entlässt also das Andere wieder frei

    Diese Bewegung des Selbstbewusstseins in der Beziehung auf ein anderes

Selbstbewusstsein ist aber auf diese Weise vorgestellt worden als das Tun des

Einen aber dieses Tun des Einen hat selbst die gedoppelte Bedeutung ebensowohl

sein Tun als das Tun des Anderen zu sein denn das Andere ist ebenso

selbständig in sich beschlossen und es ist nichts in ihm was nicht durch es

selbst ist Das erste hat den Gegenstand nicht vor sich wie er nur für die

Begierde zunächst ist sondern einen für sich seienden selbständigen über

welchen es darum nichts für sich vermag wenn er nicht an sich selbst dies tut

was es an ihm tut Die Bewegung ist also schlechthin die gedoppelte beider

Selbstbewusstseine Jedes sieht das Andere dasselbe tun was es tut jedes tut

selbst was es an das Andere fordert und tut darum was es tut auch nur

insofern als das Andere dasselbe tut das einseitige Tun wäre unnütz weil was

geschehen soll nur durch beide zustande kommen kann

    Das Tun ist also nicht nur insofern doppelsinnig als es ein Tun ebensowohl

gegen sich als gegen das Andere sondern auch insofern als es ungetrennt

ebensowohl das Tun des Einen als des Anderen ist

    In dieser Bewegung sehen wir sich den Prozess wiederholen der sich als Spiel

der Kräfte darstellte aber im Bewusstsein Was in jenem für uns war ist hier

für die Extreme selbst Die Mitte ist das Selbstbewusstsein welches sich in die

Extreme zersetzt und jedes Extrem ist diese Austauschung seiner Bestimmtheit

und absoluter Übergang in das entgegengesetzte Als Bewusstsein aber kommt es

wohl außer sich jedoch ist es in seinem Außersichsein zugleich in sich

zurückgehalten für sich und sein Außersich ist für es Es ist für es dass es

unmittelbar anderes Bewusstsein ist und nicht ist und ebenso dass dies Andere

nur für sich ist, indem es sich als Fürsichseiendes aufhebt und nur im

Fürsichsein des Anderen für sich ist. Jedes ist dem Anderen die Mitte durch

welche jedes sich mit sich selbst vermittelt und zusammenschließt und jedes

sich und dem Anderen unmittelbares für sich seiendes Wesen welches zugleich nur

durch diese Vermittlung so für sich ist. Sie anerkennen sich als gegenseitig

sich anerkennend

    Dieser reine Begriff des Anerkennens der Verdopplung des Selbstbewusstseins

in seiner Einheit ist nun zu betrachten wie sein Prozess für das

Selbstbewusstsein erscheint Er wird zuerst die Seite der Ungleichheit beider

darstellen oder das Heraustreten der Mitte in die Extreme welche als Extreme

sich entgegengesetzt sind und von welchen das eine nur Anerkanntes das

andere nur Anerkennendes ist

    Das Selbstbewusstsein ist zunächst einfaches Fürsichsein sichselbstgleich

durch das Ausschließen alles anderen aus sich sein Wesen und absoluter

Gegenstand ist ihm Ich und es ist in dieser Unmittelbarkeit oder in diesem Sein

seines Fürsichseins Einzelnes Was Anderes für es ist ist als unwesentlicher

mit dem Charakter des Negativen bezeichneter Gegenstand Aber das Andere ist

auch ein Selbstbewusstsein es tritt ein Individuum einem Individuum gegenüber

auf So unmittelbar auftretend sind sie füreinander in der Weise gemeiner

Gegenstände selbständige Gestalten in das Sein des Lebens  denn als Leben hat

sich hier der seiende Gegenstand bestimmt  versenkte Bewusstseine welche

füreinander die Bewegung der absoluten Abstraktion alles unmittelbare Sein zu

vertilgen und nur das rein negative Sein des sichselbstgleichen Bewusstseins zu

sein noch nicht vollbracht oder sich einander noch nicht als reines Fürsichsein

 dh als Selbstbewusstseine dargestellt haben Jedes ist wohl seiner selbst

gewiss aber nicht des anderen und darum hat seine eigene Gewissheit von sich

noch keine Wahrheit denn seine Wahrheit wäre nur dass sein eigenes Fürsichsein

sich ihm als selbständiger Gegenstand oder was dasselbe ist der Gegenstand

sich als diese reine Gewissheit seiner selbst dargestellt hätte Dies aber ist

nach dem Begriffe des Anerkennens nicht möglich als dass wie der andere für ihn

so er für den anderen jeder an sich selbst durch sein eigenes Tun und wieder

durch das Tun des anderen diese reine Abstraktion des Fürsichseins vollbringt

    Die Darstellung seiner aber als der reinen Abstraktion des Selbstbewusstseins

besteht darin sich als reine Negation seiner gegenständlichen Weise zu zeigen

oder es zu zeigen an kein bestimmtes Dasein geknüpft an die allgemeine

Einzelheit des Daseins überhaupt nicht nicht an das Leben geknüpft zu sein

Diese Darstellung ist das gedoppelte Tun Tun des Anderen und Tun durch sich

selbst Insofern es Tun des Anderen ist geht also jeder auf den Tod des

Anderen Darin aber ist auch das zweite das Tun durch sich selbst vorhanden

denn jenes schließt das Daransetzen des eigenen Lebens in sich Das Verhältnis

beider Selbstbewusstsein c ist also so bestimmt dass sie sich selbst und

einander durch den Kampf auf Leben und Tod bewähren  Sie müssen in diesen

Kampf gehen denn sie müssen die Gewissheit ihrer selbst für sich zu sein zur

Wahrheit an dem Anderen und an ihnen selbst erheben Und es ist allein das

Daransetzen des Lebens wodurch die Freiheit wodurch es bewährt wird dass dem

Selbstbewusstsein nicht das Sein nicht die unmittelbare Weise wie es auftritt

nicht sein Versenktsein in die Ausbreitung des Lebens das Wesen  sondern dass

an ihm nichts vorhanden was für es nicht verschwindendes Moment wäre dass es

nur reines Fürsichsein ist Das Individuum welches das Leben nicht gewagt hat

kann wohl als Person anerkannt werden aber es hat die Wahrheit dieses

Anerkanntseins als eines selbständigen Selbstbewusstseins nicht erreicht Ebenso

muss jedes auf den Tod des Anderen gehen wie es sein Leben daransetzt denn das

Andere gilt ihm nicht mehr als es selbst sein Wesen stellt sich ihm als ein

Anderes dar es ist außer sich es muss sein Außersichsein aufheben das Andere

ist mannigfaltig befangenes und seiendes Bewusstsein es muss sein Anderssein als

reines Fürsichsein oder als absolute Negation anschauen

    Diese Bewährung aber durch den Tod hebt ebenso die Wahrheit welche daraus

hervorgehen sollte als damit auch die Gewissheit seiner selbst überhaupt auf

denn wie das Leben die natürliche Position des Bewusstseins die Selbständigkeit

ohne die absolute Negativität istso ist er die natürliche Negation desselben

die Negation ohne die Selbständigkeit welche also ohne die geforderte Bedeutung

des Anerkennens bleibt Durch den Tod ist zwar die Gewissheit geworden dass beide

ihr Leben wagten und es an ihnen und an dem Anderen verachteten aber nicht für

die welche diesen Kampf bestanden Sie heben ihr in dieser fremden Wesenheit

welches das natürliche Dasein ist gesetztes Bewusstsein oder sie heben sich

auf und werden als die für sich sein wollenden Extreme aufgehoben Es

verschwindet aber damit aus dem Spiele des Wechsels das wesentliche Moment sich

in Extreme entgegengesetzter Bestimmtheiten zu zersetzen und die Mitte fällt in

eine tote Einheit zusammen welche in tote bloß seiende nicht entgegengesetzte

Extreme zersetzt ist und die beiden geben und empfangen sich nicht gegenseitig

voneinander durch das Bewusstsein zurück sondern lassen einander nur

gleichgültig als Dinge frei Ihre Tat ist die abstrakte Negation nicht die

Negation des Bewusstseins welches so aufhebt dass es das Aufgehobene aufbewahrt

und erhält und hiermit sein Aufgehobenwerden überlebt

    In dieser Erfahrung wird es dem Selbstbewusstsein dass ihm das Leben so

wesentlich als das reine Selbstbewusstsein ist Im unmittelbaren Selbstbewusstsein

ist das einfache Ich der absolute Gegenstand welcher aber für uns oder an sich

die absolute Vermittlung ist und die bestehende Selbständigkeit zum wesentlichen

Momente hat Die Auflösung jener einfachen Einheit ist das Resultat der ersten

Erfahrung es ist durch sie ein reines Selbstbewusstsein und ein Bewusstsein

gesetzt welches nicht rein für sich sondern für ein anderes dh als seiendes

Bewusstsein oder Bewusstsein in der Gestalt der Dingheit ist Beide Momente sind

wesentlich  da sie zunächst ungleich und entgegengesetzt sind und ihre

Reflexion in die Einheit sich noch nicht ergeben hat so sind sie als zwei

entgegengesetzte Gestalten des Bewusstseins die eine das selbständige welchem

das Fürsichsein die andere das unselbständige dem das Leben oder das Sein für

ein Anderes das Wesen ist jenes ist der Herr dies der Knecht

    

    Der Herr ist das für sich seiende Bewusstsein aber nicht mehr nur der

Begriff desselben sondern für sich seiendes Bewusstsein welches durch ein

anderes Bewusstsein mit sich vermittelt ist nämlich durch ein solches zu dessen

Wesen es gehört dass es mit selbständigem Sein oder der Dingheit überhaupt

synthesiert ist Der Herr bezieht sich auf diese beiden Momente auf ein Ding

als solches den Gegenstand der Begierde und auf das Bewusstsein dem die

Dingheit das Wesentliche ist und indem er a als Begriff des Selbstbewusstseins

unmittelbare Beziehung des Fürsichseins ist aber b nunmehr zugleich als

Vermittlung oder als ein Fürsichsein welches nur durch ein Anderes für sich

ist, so bezieht er sich a unmittelbar auf beide und b mittelbar auf jedes

durch das andere Der Herr bezieht sich auf den Knecht mittelbar durch das

selbständige Sein denn eben hieran ist der Knecht gehalten es ist seine Kette

von der er im Kampfe nicht abstrahieren konnte und darum sich als unselbständig

seine Selbständigkeit in der Dingheit zu haben erwies Der Herr aber ist die

Macht über dies Sein denn er erwies im Kampfe dass es ihm nur als ein Negatives

gilt indem er die Macht darüber dies Sein aber die Macht über den Anderen ist

so hat er in diesem Schlüsse diesen Anderen unter sich Ebenso bezieht sich der

Herr mittelbar durch den Knecht auf das Ding der Knecht bezieht sich als

Selbstbewusstsein überhaupt auf das Ding auch negativ und hebt es auf aber es

ist zugleich selbständig für ihn und er kann darum durch sein Negieren nicht

bis zur Vernichtung mit ihm fertig werden oder er bearbeitet es nur Dem Herrn

dagegen wird durch diese Vermittlung die unmittelbare Beziehung als die reine

Negation desselben oder der Genuss was der Begierde nicht gelang gelingt ihm

damit fertig zu werden und im Genüsse sich zu befriedigen Der Begierde gelang

dies nicht wegen der Selbständigkeit des Dinges der Herr aber der den Knecht

zwischen es und sich eingeschoben schließt sich dadurch nur mit der

Unselbständigkeit des Dinges zusammen und genießt es rein die Seite der

Selbständigkeit aber überlässt er dem Knechte der es bearbeitet

    In diesen beiden Momenten wird für den Herrn sein Anerkanntsein durch ein

anderes Bewusstsein denn dieses setzt sich in ihnen als Unwesentliches einmal

in der Bearbeitung des Dinges das andere Mal in der Abhängigkeit von einem

bestimmten Dasein in beiden kann es nicht über das Sein Meister werden und zur

absoluten Negation gelangen Es ist also hierin dies Moment des Anerkennens

vorhanden dass das andere Bewusstsein sich als Fürsichsein aufhebt und hiermit

selbst das tut was das erste gegen es tut Ebenso das andere Moment dass dies

Tun des zweiten das eigene Tun des ersten ist denn was der Knecht tut ist

eigentlich Tun des Herrn diesem ist nur das Fürsichsein das Wesen er ist die

reine negative Macht der das Ding nichts ist und also das reine wesentliche

Tun in diesem Verhältnisse der Knecht aber ein nicht reines sondern

unwesentliches Tun Aber zum eigentlichen Anerkennen fehlt das Moment dass was

der Herr gegen den Anderen tut er auch gegen sich selbst und was der Knecht

gegen sich er auch gegen den Anderen tue Es ist dadurch ein einseitiges und

ungleiches Anerkennen entstanden

    Das unwesentliche Bewusstsein ist hierin für den Herrn der Gegenstand

welcher die Wahrheit der Gewissheit seiner selbst ausmacht Aber es erhellt dass

dieser Gegenstand seinem Begriffe nicht entspricht sondern dass darin worin der

Herr sich vollbracht hat ihm vielmehr ganz etwas anderes geworden als ein

selbständiges Bewusstsein Nicht ein solches ist für ihn sondern vielmehr ein

unselbständiges er ist also nicht des Fürsichseins als der Wahrheit gewiss

sondern seine Wahrheit ist vielmehr das unwesentliche Bewusstsein und das

unwesentliche Tun desselben

    Die Wahrheit des selbständigen Bewusstseins ist demnach das knechtische

Bewusstsein Dieses erscheint zwar zunächst außer sich und nicht als die Wahrheit

des Selbstbewusstseins Aber wie die Herrschaft zeigte dass ihr Wesen das

Verkehrte dessen ist was sie sein will so wird auch wohl die Knechtschaft

vielmehr in ihrer Vollbringung zum Gegenteile dessen werden was sie unmittelbar

ist sie wird als in sich zurückgedrängtes Bewusstsein in sich gehen und zur

wahren Selbständigkeit sich umkehren

    Wir sahen nur was die Knechtschaft im Verhältnisse der Herrschaft ist Aber

sie ist Selbstbewusstsein und was sie hiernach an und für sich selbst ist ist

nun zu betrachten Zunächst ist für die Knechtschaft der Herr das Wesen also

das selbständige für sich seiende Bewusstsein ist ihr die Wahrheit die Jedoch

für sie noch nicht an ihr ist Allein sie hat diese Wahrheit der reinen

Negativität und des Fürsichseins in der Tat an ihr selbst, denn sie hat dieses

Wesen an ihr erfahren Dies Bewusstsein hat nämlich nicht um dieses oder jenes

noch für diesen oder jenen Augenblick Angst gehabt sondern um sein ganzes

Wesen denn es hat die Furcht des Todes des absoluten Herrn empfunden Es ist

darin innerlich aufgelöst worden hat durchaus in sich selbst erzittert und

alles Fixe hat in ihm gebebt Diese reine allgemeine Bewegung das absolute

Flüssigwerden alles Bestehens ist aber das einfache Wesen des

Selbstbewusstseins die absolute Negativität das reine Fürsichsein das hiermit

an diesem Bewusstsein ist Dies Moment des reinen Fürsichseins ist auch für es

denn im Herrn ist es ihm sein Gegenstand Es ist ferner nicht nur diese

allgemeine Auflösung überhaupt sondern im Dienen vollbringt es sie wirklich es

hebt darin in allen einzelnen Momenten seine Anhänglichkeit an natürliches

Dasein auf und arbeitet dasselbe hinweg

    Das Gefühl der absoluten Macht aber überhaupt und im einzelnen des Dienstes

ist nur die Auflösung an sich und obzwar die Furcht des Herrn der Anfang der

Weisheit istso ist das Bewusstsein darin für es selbst nicht das Fürsichsein

Durch die Arbeit kommt es aber zu sich selbst In dem Momente welches der

Begierde im Bewusstsein des Herrn entspricht schien dem dienenden Bewusstsein

zwar die Seite der unwesentlichen Beziehung auf das Ding zugefallen zu sein

indem das Ding darin seine Selbständigkeit behält Die Begierde hat sich das

reine Negieren des Gegenstandes und dadurch das unvermischte Selbstgefühl

vorbehalten Diese Befriedigung ist aber deswegen selbst nur ein Verschwinden

denn es fehlt ihr die gegenständliche Seite oder das Bestehen Die Arbeit

hingegen ist gehemmte Begierde aufgehaltenes Verschwinden oder sie bildet Die

negative Beziehung auf den Gegenstand wird zur Form desselben und zu einem

Bleibenden weil eben dem Arbeitenden der Gegenstand Selbständigkeit hat Diese

negative Mitte oder das formierende Tun ist zugleich die Einzelheit oder das

reine Fürsichsein des Bewusstseins welches nun in der Arbeit außer es in das

Element des Bleibens tritt das arbeitende Bewusstsein kommt also hierdurch zur

Anschauung des selbständigen Seins als seiner selbst

    Das Formieren hat aber nicht nur diese positive Bedeutung dass das dienende

Bewusstsein sich darin als reines Fürsichsein zum Seienden wird sondern auch die

negative gegen sein erstes Moment die Furcht Denn in dem Bilden des Dinges

wird Ihm die eigene Negativität sein Fürsichsein nur dadurch zum Gegenstande

dass es die entgegengesetzte seiende Form aufhebt Aber dies gegenständliche

Negative ist gerade das fremde Wesen vor welchem es gezittert hat Nun aber

zerstört es dies fremde Negative setzt sich als ein solches in das Element des

Bleibens und wird hierdurch für sich selbst ein Fürsichseiendes Im Herrn ist

ihm das Fürsichsein ein anderes oder nur für es in der Furcht ist das

Fürsichsein an ihm selbst, in dem Bilden wird das Fürsichsein als sein eigenes

für es und es kommt zum Bewusstsein dass es selbst an und für sich ist. Die Form

wird dadurch dass sie hinausgesetzt wird ihm nicht ein Anderes als es denn

eben sie ist sein reines Fürsichsein das ihm darin zur Wahrheit wird Es wird

also durch dies Wiederfinden seiner durch sich selbst eigener Sinn gerade in

der Arbeit worin es nur fremder Sinn zu sein schien  Es sind zu dieser

Reflexion die beiden Momente der Furcht und des Dienstes überhaupt sowie des

Bildens notwendig und zugleich beide auf eine allgemeine Weise Ohne die Zucht

des Dienstes und Gehorsams bleibt die Furcht beim Formellen stehen und

verbreitet sich nicht über die bewusste Wirklichkeit des Daseins Ohne das Bilden

bleibt die Furcht innerlich und stumm und das Bewusstsein wird nicht für es

selbst Formiert das Bewusstsein ohne die erste absolute Furcht so ist es nur

ein eitler eigener Sinn denn seine Form oder Negativität ist nicht die

Negativität an sich und sein Formieren kann ihm daher nicht das Bewusstsein

seiner als des Wesens geben Hat es nicht die absolute Furcht sondern nur

einige Angst ausgestanden so ist das negative Wesen ihm ein Äußerliches

geblieben seine Substanz ist von ihm nicht durch und durch angesteckt Indem

nicht alle Erfüllungen seines natürlichen Bewusstseins wankend geworden gehört

es an sich noch bestimmtem Sein an der eigene Sinn ist Eigensinn eine

Freiheit welche noch innerhalb der Knechtschaft stehenbleibt Sowenig ihm die

reine Form zum Wesen werden kann sowenig ist sie als Ausbreitung über das

Einzelne betrachtet allgemeines Bilden absoluter Begriff sondern eine

Geschicklichkeit welche nur über einiges nicht über die allgemeine Macht und

das ganze gegenständliche Wesen mächtig ist

 
 





    Dem selbständigen Selbstbewusstsein ist einesteils nur die reine Abstraktion

des Ich sein Wesen und andernteils indem sie sich ausbildet und sich

Unterschiede gibtwird dies Unterscheiden ihm nicht zum gegenständlichen

ansichseienden Wesen dies Selbstbewusstsein wird also nicht ein in seiner

Einfachheit sich wahrhaft unterscheidendes oder in dieser absoluten

Unterscheidung sich gleichbleibendes Ich Das in sich zurückgedrängte Bewusstsein

hingegen wird sich im Formieren als Form der gebildeten Dinge zum Gegenstande

und an dem Herrn schaut es das Fürsichsein zugleich als Bewusstsein an Aber dem

dienenden Bewusstsein als solchem fallen diese beiden Momente  seiner selbst als

selbständigen Gegenstandes und dieses Gegenstandes als eines Bewusstseins und

hiermit seines eigenen Wesens  auseinander Indem aber für uns oder an sich die

Form und das Fürsichsein dasselbe ist und im Begriffe des selbständigen

Bewusstseins das Ansichsein das Bewusstsein istso ist die Seite des Ansichseins

oder der Dingheit welche die Form in der Arbeit erhielt keine andere Substanz

als das Bewusstsein und es ist uns eine neue Gestalt des Selbstbewusstseins

geworden ein Bewusstsein welches sich als die Unendlichkeit oder reine Bewegung

des Bewusstseins das Wesen ist welches denkt oder freies Selbstbewusstsein ist

Denn nicht als abstraktes Ich sondern als Ich welches zugleich die Bedeutung

des Ansichseins hat sich Gegenstand sein oder zum gegenständlichen Wesen sich

so verhalten dass es die Bedeutung des Fürsichseins des Bewusstseins hat für

welches es ist heißt denken  Dem Denken bewegt sich der Gegenstand nicht in

Vorstellungen oder Gestalten sondern in Begriffen dh in einem

unterschiedenen Ansichsein welches unmittelbar für das Bewusstsein kein

unterschiedenes von ihm ist Das Vorgestellte Gestaltete Seiende als solches

hat die Form etwas anderes zu sein als das Bewusstsein ein Begriff aber ist

zugleich ein Seiendes und dieser Unterschied insofern er an ihm selbst ist

ist sein bestimmter Inhalt  aber darin dass dieser Inhalt ein begriffener

zugleich ist bleibt es sich seiner Einheit mit diesem bestimmten und

unterschiedenen Seienden unmittelbar bewusst nicht wie bei der Vorstellung

worin es erst noch besonders sich zu erinnern hat dass dies seine Vorstellung

sei sondern der Begriff ist mir unmittelbar mein Begriff Im Denken bin Ich

frei weil ich nicht in einem Anderen bin sondern schlechthin bei mir selbst

bleibe und der Gegenstand der mir das Wesen ist in ungetrennter Einheit mein

Fürmichsein ist und meine Bewegung in Begriffen ist eine Bewegung in mir

selbst  Es ist aber in dieser Bestimmung dieser Gestalt des Selbstbewusstseins

wesentlich dies festzuhalten dass sie denkendes Bewusstsein überhaupt oder ihr

Gegenstand unmittelbare Einheit des Ansichseins und des Fürsichseins ist Das

sich gleichnamige Bewusstsein das sich von sich selbst abstößt wird sich

ansichseiendes Element aber es ist sich dies Element nur erst als allgemeines

Wesen überhaupt nicht als dies gegenständliche Wesen in der Entwicklung und

Bewegung seines mannigfaltigen Seins

    

    Diese Freiheit des Selbstbewusstseins hat bekanntlich indem sie als ihrer

bewusste Erscheinung in der Geschichte des Geistes aufgetreten ist Stoizismus

geheißen Sein Prinzip ist dass das Bewusstsein denkendes Wesen ist und etwas nur

Wesenheit für dasselbe hat oder wahr und gut für es ist als das Bewusstsein sich

darin als denkendes Wesen verhält

    Die vielfache sich in sich unterscheidende Ausbreitung Vereinzelung und

Verwicklung des Lebens ist der Gegenstand gegen welchen die Begierde und die

Arbeit tätig ist Dies vielfache Tun hat sich nun in die einfache Unterscheidung

zusammengezogen welche in der reinenBewegung des Denkens ist Nicht der

Unterschied welcher sich als bestimmtes Ding oder als Bewusstsein eines

bestimmten natürlichen Daseins  als ein Gefühl oder als Begierde und Zweck für

dieselbe ist ob er durch das eigene oder durch ein fremdes Bewusstsein gesetzt

sei hat mehr Wesenheit sondern allein der Unterschied der ein gedachter oder

unmittelbar nicht von mir unterschieden ist Dies Bewusstsein ist somit negativ

gegen das Verhältnis der Herrschaft und Knechtschaft sein Tun ist in der

Herrschaft nicht seine Wahrheit an dem Knechte zu haben noch als Knecht seine

Wahrheit an dem Willen des Herrn und an seinem Dienen sondern wie auf dem

Throne so in den Fesseln in aller Abhängigkeit seines einzelnen Daseins frei zu

sein und die Leblosigkeit sich zu erhalten welche sich beständig aus der

Bewegung des Daseins aus dem Wirken wie aus dem Leiden in die einfache

Wesenheit des Gedankens zurückzieht Der Eigensinn ist die Freiheit die an eine

Einzelheit sich befestigt und innerhalb der Knechtschaft steht der Stoizismus

aber die Freiheit welche unmittelbar immer aus ihr her und in die reine

Allgemeinheit des Gedankens zurückkommt und als allgemeine Form des

Weltgeistes nur in der Zeit einer allgemeinen Furcht und Knechtschaft aber auch

einer allgemeinen Bildung auftreten konnte welche das Bilden bis zum Denken

gesteigert hatte

    Ob nun zwar diesem Selbstbewusstsein weder ein anderes als es noch die reine

Abstraktion des Ich das Wesen ist sondern Ich welches das Anderssein aber als

gedachten Unterschied an ihm hat so dass es in seinem Anderssein unmittelbar in

sich zurückgekehrt istso ist dies sein Wesen zugleich nur ein abstraktes

Wesen Die Freiheit des Selbstbewusstseins ist gleichgültig gegen das natürliche

Dasein hat darum dieses ebenso frei entlassen und die Reflexion ist eine

gedoppelte Die Freiheit im Gedanken hat nur den reinen Gedanken zu ihrer

Wahrheit die ohne die Erfüllung des Lebens ist und ist also auch nur der

Begriff der Freiheit nicht die lebendige Freiheit selbst denn ihr ist nur erst

das Denken überhaupt das Wesen die Form als solche welche von der

Selbständigkeit der Dinge weg in sich zurückgegangen ist Indem aber die

Individualität als handelnd sich lebendig darstellen oder als denkend die

lebendige Welt als ein System des Gedankens fassen sollte so müsste in dem

Gedanken selbst für Jene Ausbreitung ein Inhalt dessen was gut für diese was

wahr ist liegen damit durchaus in demjenigen was für das Bewusstsein ist kein

anderes Ingrediens wäre als der Begriffder das Wesen ist Allein so wie er

hier als Abstraktion von der Mannigfaltigkeit der Dinge sich abtrennt hat er

keinen Inhalt an ihm selbst, sondern einen gegebenen Das Bewusstsein vertilgt

den Inhalt wohl als ein fremdes Sein indem es ihn denkt aber der Begriff ist

bestimmter Begriff und diese Bestimmtheit desselben ist das Fremde das er an

ihm hat Der Stoizismus ist darum in Verlegenheit gekommen als er wie der

Ausdruck war nach dem Kriterium der Wahrheit überhaupt gefragt wurde dh

eigentlich nach einem Inhalte des Gedankens selbst Auf die Frage an ihn was

gut und wahr ist hat er wieder das inhaltlose Denken selbst zur Antwort

gegeben in der Vernünftigkeit soll das Wahre und Gute bestehen Aber diese

Sichselbstgleichheit des Denkens ist nur wieder die reine Form in welcher sich

nichts bestimmt die allgemeinen Worte von dem Wahren und Guten der Weisheit

und der Tugend bei welchen er stehenbleiben muss sind daher wohl im allgemeinen

erhebend aber weil sie in der Tat zu keiner Ausbreitung des Inhalts kommen

können fangen sie bald an Langeweile zu machen

    Dieses denkende Bewusstsein so wie es sich bestimmt hat als die abstrakte

Freiheit ist also nur die unvollendete Negation des Andersseins aus dem Dasein

nur in sich zurückgezogen hat es sich nicht als absolute Negation desselben an

ihm vollbracht Der Inhalt gilt ihm zwar nur als Gedanke aber dabei auch als

bestimmter und die Bestimmtheit als solche zugleich

    

    Der Skeptizismus ist die Realisierung desjenigen wovon der Stoizismus nur

der Begriff  und die wirkliche Erfahrung was die Freiheit des Gedankens ist

sie ist an sich das Negative und muss sich so darstellen Mit der Reflexion des

Selbstbewusstseins in den einfachen Gedanken seiner selbst ist ihr gegenüber in

der Tat aus der Unendlichkeit das selbständige Dasein oder die bleibende

Bestimmtheit herausgefallen im Skeptizismus wird nun für das Bewusstsein die

gänzliche Unwesentlichkeit und Unselbständigkeit dieses Anderen der Gedanke

wird zu dem vollständigen das Sein der vielfach bestimmten Welt vernichtenden

Denken und die Negativität des freien Selbstbewusstseins wird sich an dieser

mannigfaltigen Gestaltung des Lebens zur realen Negativität  Es erhellt dass

wie der Stoizismus dem Begriffe des selbständigen Bewusstseins das als

Verhältnis der Herrschaft und Knechtschaft erschien entspricht so entspricht

der Skeptizismus der Realisierung desselben als der negativen Richtung auf das

Anderssein der Begierde und der Arbeit Aber wenn die Begierde und die Arbeit

die Negation nicht für das Selbstbewusstsein ausführen konnten so wird dagegen

diese polemische Richtung gegen die vielfache Selbständigkeit der Dinge von

Erfolg sein weil sie als in sich vorher vollendetes freies Selbstbewusstsein

sich gegen sie kehrt bestimmter weil sie das Denken oder die Unendlichkeit an

ihr selbst hat und hierin die Selbständigkeiten nach ihrem Unterschiede ihr nur

als verschwindende Größen sind Die Unterschiede welche im reinen Denken seiner

selbst nur die Abstraktion der Unterschiede sind werden hier zu allen

Unterschieden und alles unterschiedene Sein zu einem Unterschiede des

Selbstbewusstseins

    Hierdurch hat sich das Tun des Skeptizismus überhaupt und die Weise

desselben bestimmt Er zeigt die dialektische Bewegung auf welche die sinnliche

Gewissheit die Wahrnehmung und der Verstand ist sowie auch die Unwissenheit

desjenigen was in dem Verhältnisse des Herrschens und des Dienens und was für

das abstrakte Denken selbst als Bestimmtes gilt Jenes Verhältnis fasst eine

bestimmte Weise zugleich in sich in welcher auch sittliche Gesetze als Gebote

der Herrschaft vorhanden sind die Bestimmungen im abstrakten Denken aber sind

Begriffe der Wissenschaft in welche sich das inhaltslose Denken ausbreitet und

den Begriff auf eine in der Tat nur äußerliche Weise an das ihm selbständige

Sein das seinen Inhalt ausmacht hängt und nur bestimmte Begriffe als geltende

hat es sei dass sie auch reine Abstraktionen sind

    Das Dialektische als negative Bewegung wie sie unmittelbar ist erscheint

dem Bewusstsein zunächst als etwas dem es preisgegeben und das nicht durch es

selbst ist Als Skeptizismus hingegen ist sie Moment des Selbstbewusstseins

welchem es nicht geschieht dass ihm ohne zu wissen wie sein Wahres und Reelles

verschwindet sondern welches in der Gewissheit seiner Freiheit dies andere für

reell sich Gebende selbst verschwinden lässt nicht nur das Gegenständliche als

solches sondern sein eigenes Verhalten zu ihm worin es als gegenständlich gilt

und geltend gemacht wird also auch sein Wahrnehmen sowie sein Befestigen

dessen was es in Gefahr ist zu verlieren die Sophisterei und sein aus sich

bestimmtes und festgesetztes Wahres durch welche selbstbewusste Negation es die

Gewissheit seiner Freiheit sich für sich selbst verschafft die Erfahrung

derselben hervorbringt und sie dadurch zur Wahrheit erhebt Was verschwindet

ist das Bestimmte oder der Unterschied der auf welche Weise und woher es sei

als fester und unwandelbarer sich aufstellt Er hat nichts Bleibendes an ihm und

muss dem Denken verschwinden weil das Unterschiedene eben dies ist nicht an ihm

selbst zu sein sondern seine Wesenheit nur in einem Anderen zu haben das

Denken aber ist die Einsicht in diese Natur des Unterschiedenen es ist das

negative Wesen als einfaches

    Das skeptische Selbstbewusstsein erfährt also In dem Wandel alles dessen was

sich für es befestigen will seine eigene Freiheit als durch es selbst sich

gegeben und erhalten es ist sich diese Ataraxie des sich selbst Denkens die

unwandelbare und wahrhafte Gewissheit seiner selbst Sie geht nicht aus einem

Fremden das seine vielfache Entwicklung in sich zusammenstürzte als ein

Resultat hervor welches sein Werden hinter sich hätte sondern das Bewusstsein

selbst ist die absolute dialektische Unruhe dieses Gemisch von sinnlichen und

gedachten Vorstellungen deren Unterschiede zusammenfallen und deren Gleichheit

sich ebenso  denn sie ist selbst die Bestimmtheit gegen das Ungleiche  wieder

auflöst Dies Bewusstsein ist aber eben hierin in der Tat, statt

sichselbstgleiches Bewusstsein zu sein nur eine schlechthin zufällige

Verwirrung der Schwindel einer sich immer erzeugenden Unordnung Es ist dies

für sich selbst denn es selbst erhält und bringt diese sich bewegende

Verwirrung hervor Es bekennt sich darum auch dazu es bekennt ein ganz

zufälliges einzelnes Bewusstsein zu sein  ein Bewusstsein das empirisch ist

sich nach dem richtet was keine Realität für es hat dem gehorcht was ihm kein

Wesen ist das tut und zur Wirklichkeit bringt was ihm keine Wahrheit hat Aber

ebenso wie es sich auf diese Weise als einzelnes zufälliges und in der Tat

tierisches Leben und verlorenes Selbstbewusstsein gilt macht es sich im

Gegenteile auch wieder zum allgemeinen sichselbstgleichen denn es ist die

Negativität aller Einzelheit und alles Unterschiedes Von dieser

Sichselbstgleichheit oder in ihr selbst vielmehr fällt es wieder in Jene

Zufälligkeit und Verwirrung zurück denn eben diese sich bewegende Negativität

hat es nur mit Einzelnem zu tun und treibt sich mit Zufälligem herum Dies

Bewusstsein ist also diese bewusstlose Faselei von dem einen Extreme des

sichselbstgleichen Selbstbewusstseins zum ändern des zufälligen verworrenen und

verwirrenden Bewusstseins hinüber und herüberzugehen Es selbst bringt diese

beiden Gedanken seiner selbst nicht zusammen es erkennt seine Freiheit einmal

als Erhebung über alle Verwirrung und alle Zufälligkeit des Daseins und bekennt

sich ebenso das andere Mal wieder als ein Zurückfallen in die Unwesentlichkeit

und als ein Herumtreiben in ihr Es lässt den unwesentlichen Inhalt in seinem

Denken verschwinden aber eben darin ist es das Bewusstsein eines Unwesentlichen

es spricht das absolute Verschwinden aus aber das Aussprechen ist und dies

Bewusstsein ist das ausgesprochene Verschwinden es spricht die Nichtigkeit des

Sehens Hörens usf aus und es sieht hört usf selbst es spricht die

Nichtigkeit der sittlichen Wesenheiten aus und macht sie selbst zu den Mächten

seines Handelns Sein Tun und seine Worte widersprechen sich immer und ebenso

hat es selbst das gedoppelte widersprechende Bewusstsein der Unwandelbarkeit und

Gleichheit und der völligen Zufälligkeit und Ungleichheit mit sich Aber es hält

diesen Widerspruch seiner selbst auseinander und verhält sich darüber wie in

seiner rein negativen Bewegung überhaupt Wird ihm die Gleichheit aufgezeigt so

zeigt es die Ungleichheit auf und indem ihm diese die es eben ausgesprochen

hat jetzt vorgehalten wird so geht es zum Aufzeigen der Gleichheit über sein

Gerede ist in der Tat ein Gezanke eigensinniger Jungen deren einer A sagt wenn

der andere B und wieder B wenn der andere A und die sich durch den

Widerspruch mit sich selbst die Freude erkaufen miteinander im Widerspruche zu

bleiben

    Im Skeptizismus erfährt das Bewusstsein in Wahrheit sich als ein in sich

selbst widersprechendes Bewusstsein es geht aus dieser Erfahrung eine neue

Gestalt hervor welche die zwei Gedanken zusammenbringt die der Skeptizismus

auseinanderhält Die Gedankenlosigkeit des Skeptizismus über sich selbst muss

verschwinden weil es In der Tat ein Bewusstsein ist welches diese beiden Weisen

an ihm hat Diese neue Gestalt ist hierdurch ein solches welches für sich das

gedoppelte Bewusstsein seiner als des sich befreienden unwandelbaren und

sichselbstgleichen und seiner als des absolut sich verwirrenden und verkehrenden

und das Bewusstsein dieses seines Widerspruchs ist  Im Stoizismus ist das

Selbstbewusstsein die einfache Freiheit seiner selbst im Skeptizismus realisiert

sie sich vernichtet die andere Seite des bestimmten Daseins aber verdoppelt

sich vielmehr und ist sich nun ein Zweifaches Hierdurch ist die Verdopplung

welche früher an zwei Einzelne an den Herrn und den Knecht sich verteilte in

Eines eingekehrt die Verdopplung des Selbstbewusstseins in sich selbst welche

im Begriffe des Geistes wesentlich ist ist hiermit vorhanden aber noch nicht

ihre Einheit und das unglückliche Bewusstsein ist das Bewusstsein seiner als des

gedoppelten nur widersprechenden Wesens

    

    Dieses unglückliche in sich entzweite Bewusstsein muss also weil dieser

Widerspruch seines Wesens sich ein Bewusstsein ist in dem einen Bewusstsein immer

auch das andere haben und so aus Jedem unmittelbar indem es zum Siege und zur

Ruhe der Einheit gekommen zu sein meint wieder ausgetrieben werden Seine wahre

Rückkehr aber in sich selbst oder seine Versöhnung mit sich wird den Begriff des

lebendig gewordenen und in die Existenz getretenen Geistes darstellen weil an

ihm schon dies ist dass es als ein ungeteiltes Bewusstsein ein gedoppeltes ist

es selbst ist das Schauen eines Selbstbewusstseins in ein anderes und es selbst

ist beide und die Einheit beider ist ihm auch das Wesen aber es für sich ist

sich noch nicht dieses Wesen selbst noch nicht die Einheit beider

    Indem es zunächst nur die unmittelbare Einheit beider ist aber für es nicht

beide dasselbe sondern entgegengesetzte sind so ist ihm das eine nämlich das

einfache unwandelbare als das Wiesen das andere aber das vielfache

wandelbare als das Unwesentliche Beide sind für es einander fremde Wesen es

selbst weil es das Bewusstsein dieses Widerspruchs ist stellt sich auf die

Seite des wandelbaren Bewusstseins und ist sich das Unwesentliche aber als

Bewusstsein der Unwandelbarkeit oder des einfachen Wesens muss es zugleich darauf

gehen sich von dem Unwesentlichen dh sich von sich selbst zu befreien Denn

ob es für sich wohl nur das wandelbare und das unwandelbare ihm ein Fremdes ist,

so ist es selbst einfaches und hiermit unwandelbares Bewusstsein dessen hiermit

als seines Wesens sich bewusst jedoch so dass es selbst für sich wieder nicht

dies Wesen ist Die Stellung welche es beiden gibt kann daher nicht eine

Gleichgültigkeit derselben gegeneinander d i nicht eine Gleichgültigkeit

seiner selbst gegen das Unwandelbare sein sondern es ist unmittelbar selbst

beide und es ist für es die Beziehung beider als eine Beziehung des Wesens auf

das Unwesen so dass dies letztere aufzuheben ist aber indem ihm beide gleich

wesentlich und widersprechend sind ist es nur die widersprechende Bewegung in

welcher das Gegenteil nicht in seinem Gegenteile zur Ruhe kommt sondern in ihm

nur als Gegenteil sich neu erzeugt

    Es ist damit ein Kampf gegen einen Feind vorhanden gegen welchen der Sieg

vielmehr ein Unterliegen das eine erreicht zu haben vielmehr der Verlust

desselben in seinem Gegenteile istDas Bewusstsein des Lebens seines Daseins

und Tuns ist nur der Schmerz über dieses Dasein und Tun denn es hat darin nur

das Bewusstsein seines Gegenteils als des Wesens und der eigenen Nichtigkeit

Es geht in die Erhebung hieraus zum Unwandelbaren über Aber diese Erhebung ist

selbst dies Bewusstsein sie ist also unmittelbar das Bewusstsein des Gegenteils

nämlich seiner selbst als der Einzelheit Das Unwandelbare das in das

Bewusstsein tritt ist ebendadurch zugleich von der Einzelheit berührt und nur

mit dieser gegenwärtig statt diese im Bewusstsein des Unwandelbaren vertilgt zu

haben geht sie darin immer nur hervor

    In dieser Bewegung aber erfährt es eben dieses Hervortreten der Einzelheit

am Unwandelbaren und des Unwandelbaren an der Einzelheit Es wird für es die

Einzelheit überhaupt am unwandelbaren Wesen und zugleich die seinige an ihm

Denn die Wahrheit dieser Bewegung ist eben das Einssein dieses gedoppelten

Bewusstseins Diese Einheit wird ihm aber zunächst selbst eine solche in welcher

noch die Verschiedenheit beider das Herrschende ist Es ist dadurch die

dreifache Weise für dasselbe vorhanden wie die Einzelheit mit dem Unwandelbaren

verknüpft ist Einmal geht es selbst sich wieder hervor als entgegengesetzt dem

unwandelbaren Wesen und es ist in den Anfang des Kampfes zurückgeworfen

welcher das Element des ganzen Verhältnisses bleibt Das andere Mal aber hat das

Unwandelbare selbst an ihm die Einzelheit für es so dass sie Gestalt des

Unwandelbaren ist an welches hiermit die ganze Weise der Existenz hinübertritt

Das dritte Mal findet es sich selbst als dieses Einzelne im Unwandelbaren Das

erste Unwandelbare ist ihm nur das fremde die Einzelheit verurteilende Wesen

indem das andere eine Gestalt der Einzelheit wie es selbst ist so wird es

drittens zum Geiste hat sich selbst darin zu finden die Freude und wird sich

seine Einzelheit mit dem Allgemeinen versöhnt zu sein bewusst

    Was sich hier als Weise und Verhältnis des Unwandelbaren darstellt ergab

sich als die Erfahrung welche das entzweite Selbstbewusstsein in seinem Unglücke

macht Diese Erfahrung ist nun zwar nicht seine einseitige Bewegung denn es ist

selbst unwandelbares Bewusstsein dieses hiermit zugleich auch einzelnes

Bewusstsein und die Bewegung ebensowohl Bewegung des unwandelbaren Bewusstseins

das in ihr so sehr wie das andere auftritt denn sie verläuft sich durch diese

Momente einmal unwandelbares dem einzelnen überhaupt dann selbst einzelnes dem

anderen einzelnen entgegengesetzt und endlich mit ihm eins zu sein Aber diese

Betrachtung insofern sie uns angehört ist hier unzeitig denn bis jetzt ist

uns nur die Unwandelbarkeit als Unwandelbarkeit des Bewusstseins welche deswegen

nicht die wahre sondern noch mit einem Gegensatze behaftete ist nicht das

Unwandelbare an und für sich selbst entstanden wir wissen daher nicht wie

dieses sich verhalten wird Was hier sich ergeben hat ist nur dies dass dem

Bewusstsein das hier unser Gegenstand ist diese angezeigten Bestimmungen an dem

Unwandelbaren erscheinen

    Aus diesem Grunde behält also auch das unwandelbare Bewusstsein in seiner

Gestaltung selbst den Charakter und die Grundlage des Entzweit und des

Fürsichseins gegen das einzelne Bewusstsein Es ist hiermit für dieses überhaupt

ein Geschehen dass das Unwandelbare die Gestalt der Einzelheit erhält so wie es

sich auch ihm entgegengesetzt nur findet und also durch die Natur dies

Verhältnis hat dass es sich endlich in ihm findet erscheint Ihm zum Teil zwar

durch es selbst hervorgebracht oder darum stattzuhaben weil es selbst einzeln

ist aber ein Teil dieser Einheit als dem Unwandelbaren zugehörend sowohl nach

ihrer Entstehung als insofern sie ist und der Gegensatz bleibt in dieser

Einheit selbst In der Tat ist durch die Gestaltung des Unwandelbaren das Moment

des Jenseits nicht nur geblieben sondern vielmehr noch befestigt denn wenn es

durch die Gestalt der einzelnen Wirklichkeit ihm einerseits zwar nähergebracht

zu sein scheint so ist es ihm andererseits nunmehr als ein undurchsichtiges

sinnliches Eins mit der ganzen Sprödigkeit eines Wirklichen gegenüber die

Hoffnung mit ihm eins zu werden muss Hoffnung dh ohne Erfüllung und

Gegenwart bleiben denn zwischen ihr und der Erfüllung steht gerade die absolute

Zufälligkeit oder unbewegliche Gleichgültigkeit welche in der Gestaltung

selbst dem Begründenden der Hoffnung liegt Durch die Natur des seienden Eins

durch die Wirklichkeit die es angezogen geschieht es notwendig dass es in der

Zeit verschwunden und im Räume und ferne gewesen ist und schlechthin ferne

bleibt

    Wenn zuerst der bloße Begriff des entzweiten Bewusstseins sich so bestimmte

dass es auf das Aufheben seiner als einzelnen und auf das Werden zum

unwandelbaren Bewusstsein gehe so hat sein Streben nunmehr diese Bestimmung dass

es vielmehr sein Verhältnis zu dem reinen ungestalteten Unwandelbaren aufhebe

und sich nur die Beziehung auf den gestalteten Unwandelbaren gebe Denn das

Einssein des Einzelnen mit dem Unwandelbaren ist ihm nunmehr Wesen und

Gegenstand wie im Begriffe nur das gestaltlose abstrakte Unwandelbare der

wesentliche Gegenstand war und das Verhältnis dieses absoluten Entzweitseins

des Begriffs ist nun dasjenige von welchem es sich wegzuwenden hat Die

zunächst äußere Beziehung aber zu dem gestalteten Unwandelbaren als einem

fremden Wirklichen hat es zum absoluten Einswerden zu erheben

    Die Bewegung worin das unwesentliche Bewusstsein dies Einssein zu erreichen

strebt ist selbst die dreifache nach dem dreifachen Verhältnisse welches es

zu seinem gestalteten Jenseits haben wird einmal als reines Bewusstsein das

andere Mal als einzelnes Wesen welches sich als Begierde und Arbeit gegen die

Wirklichkeit verhält und zum dritten als Bewusstsein seines Fürsichseins  Wie

diese drei Weisen seines Seins in Jenem allgemeinen Verhältnisse vorhanden und

bestimmt sind ist nun zu sehen

    Zuerst also es als reines Bewusstsein betrachtet so scheint der gestaltete

Unwandelbare indem er für das reine Bewusstsein ist gesetzt zu werden wie er

an und für sich selbst ist Allein wie er an und für sich selbst ist dies ist

wie schon erinnert noch nicht entstanden dass er im Bewusstsein wäre wie er an

und für sich selbst ist dies müsste wohl von ihm vielmehr ausgehen als von dem

Bewusstsein so aber ist diese seine Gegenwart hier nur erst einseitig durch das

Bewusstsein vorhanden und eben darum nicht vollkommen und wahrhaftig sondern

bleibt mit Unvollkommenheit oder einem Gegensatze beschwert

    Obgleich aber das unglückliche Bewusstsein also diese Gegenwart nicht

besitzt so ist es zugleich über das reine Denken hinaus insofern dieses das

abstrakte von der Einzelheit überhaupt wegsehende Denken des Stoizismus und das

nur unruhige Denken des Skeptizismus  in der Tat nur die Einzelheit als der

bewusstlose Widerspruch und dessen rastlose Bewegung  ist es ist über diese

beide hinaus es bringt und hält das reine Denken und die Einzelheit zusammen

ist aber noch nicht zu demjenigen Denken erhoben für welches die Einzelheit des

Bewusstseins mit dem reinen Denken selbst ausgesöhnt ist Es steht vielmehr in

dieser Mitte worin das abstrakte Denken die Einzelheit des Bewusstseins als

Einzelheit berührt Es selbst ist diese Berührung es ist die Einheit des reinen

Denkens und der Einzelheit es ist auch für es diese denkende Einzelheit oder

das reine Denken und das Unwandelbare wesentlich selbst als Einzelheit Aber es

ist nicht für es dass dieser sein Gegenstand das Unwandelbare welches ihm

wesentlich die Gestalt der Einzelheit hat es selbst ist es selbst das

Einzelheit des Bewusstseins ist

    Es verhält sich daher in dieser ersten Weise worin wir es als reines

Bewusstsein betrachten zu seinem Gegenstande nicht denkend sondern indem es

selbst zwar an sich reine denkende Einzelheit und sein Gegenstand eben dieses

aber nicht die Beziehung aufeinander selbst reines Denken ist geht es sozusagen

nur an das Denken hin und ist Andacht Sein Denken als solches bleibt das

gestaltlose Sausen des Glockengeläutes oder eine warme Nebelerfüllung ein

musikalisches Denken das nicht zum Begriffe der die einzige immanente

gegenständliche Weise wäre kommt Es wird diesem unendlichen reinen inneren

Fühlen wohl sein Gegenstand aber so eintretend dass er nicht als begriffener

und darum als ein Fremdes eintritt Es ist hierdurch die innerliche Bewegung des

reinen Gemüts vorhanden welches sich selbst aber als die Entzweiung

schmerzhaft fühlt die Bewegung einer unendlichen Sehnsucht welche die

Gewissheit hat dass ihr Wesen ein solches reines Gemüt ist reines Denken

welches sich als Einzelheit denkt dass sie von diesem Gegenstande eben darum

weil er sich als Einzelheit denkt erkannt und anerkannt wird Zugleich aber ist

dies Wesen das unerreichbare Jenseits welches im Ergreifen entflieht oder

vielmehr schon entflohen ist Es ist schon entflohen denn es ist einesteils das

sich als Einzelheit denkende Unwandelbare und das Bewusstsein erreicht sich

selbst daher unmittelbar in ihm sich selbst aber als das dem Unwandelbaren

Entgegengesetzte statt das Wesen zu ergreifen fühlt es nur und ist in sich

zurückgefallen indem es im Erreichen sich als dies Entgegengesetzte nicht

abhalten kann hat es statt das Wesen ergriffen zu haben nur die

Unwesentlichkeit ergriffen Wie es so auf einer Seite indem es sich im Wesen zu

erreichen strebt nur die eigene getrennte Wirklichkeit ergreift so kann es auf

der ändern Seite das Andere nicht als Einzelnes oder als Wirkliches ergreifen

Wo es gesucht werde kann es nicht gefunden werden denn es soll eben ein

Jenseits ein solches sein welches nicht gefunden werden kann Es als Einzelnes

gesucht ist nicht eine allgemeine gedachte Einzelheit nicht Begriff sondern

Einzelnes als Gegenstand oder ein Wirkliches Gegenstand der unmittelbaren

sinnlichen Gewissheit und eben darum nur ein solches welches verschwunden ist

Dem Bewusstsein kann daher nur das Grab seines Lebens zur Gegenwart kommen Aber

weil dies selbst eine Wirklichkeit und es gegen die Natur dieser ist einen

dauernden Besitz zu gewähren so ist auch diese Gegenwart des Grabes nur der

Kampf eines Bemühens der verloren werden muss Allein indem es diese Erfahrung

gemacht dass das Grab seines wirklichen unwandelbaren Wesens keine Wirklichkeit

hat dass die verschwundene Einzelheit als verschwundene nicht die wahre

Einzelheit ist wird es die unwandelbare Einzelheit als wirkliche aufzusuchen

oder als verschwundene festzuhalten aufgeben und erst hierdurch ist es fähig

die Einzelheit als wahrhafte oder als allgemeine zu finden

    Zunächst aber ist die Rückkehr des Gemüts in sich selbst so zu nehmen dass

es sich als Einzelnes Wirklichkeit hat Es ist das reine Gemüt welches für uns

oder an sich sich gefunden hat und in sich ersättigt ist denn ob für es in

seinem Gefühle sich wohl das Wesen von ihm trennt so ist an sich dies Gefühl

Selbstgefühl es hat den Gegenstand seines reinen Fühlens gefühlt und dieser

ist es selbst es tritt also hieraus als Selbstgefühl oder für sich seiendes

Wirkliches auf In dieser Rückkehr in sich ist für uns sein zweites Verhältnis

geworden das der Begierde und Arbeit welche dem Bewusstsein die innerliche

Gewissheit seiner selbst die es für uns erlangt hat durch Aufheben und Genießen

des fremden Wesens nämlich desselben in der Form der selbständigen Dinge

bewährt Das unglückliche Bewusstsein aber findet sich nur als begehrend und

arbeitend es ist für es nicht vorhanden dass sich so zu finden die innere

Gewissheit seiner selbst zum Grunde liegt und sein Gefühl des Wesens dies

Selbstgefühl ist Indem es sie für sich selbst nicht hat bleibt sein Inneres

vielmehr noch die gebrochene Gewissheit seiner selbst die Bewährung welche es

durch Arbeit und Genuss erhalten würde ist darum eine ebensolche gebrochene

oder es muss sich vielmehr selbst diese Bewährung vernichten so dass es in ihr

wohl die Bewährung aber nur die Bewährung desjenigen was es für sich ist,

nämlich seiner Entzweiung findet

    Die Wirklichkeit gegen welche sich die Begierde und die Arbeit wendet ist

diesem Bewusstsein nicht mehr ein an sich Nichtiges von ihm nur Aufzuhebendes

und zu Verzehrendes sondern ein solches wie es selbst ist eine

entzweigebrochene Wirklichkeit welche nur einerseits an sich nichtig

andererseits aber auch eine geheiligte Welt ist sie ist Gestalt des

Unwandelbaren denn dieses hat die Einzelheit an sich erhalten und weil es als

das Unwandelbare Allgemeines ist hat seine Einzelheit überhaupt die Bedeutung

aller Wirklichkeit

    Wenn das Bewusstsein für sich selbständiges Bewusstsein und ihm die

Wirklichkeit an und für sich nichtig wäre würde es in der Arbeit und in dem

Genüsse zum Gefühle seiner Selbständigkeit gelangen dadurch dass es selbst es

wäre welches die Wirklichkeit aufhöbe Allein indem diese ihm Gestalt des

Unwandelbaren ist vermag es nicht sie durch sich aufzuheben Sondern indem es

zwar zur Vernichtung der Wirklichkeit und zum Genüsse gelangt so geschieht für

es dies wesentlich dadurch dass das Unwandelbare selbst seine Gestalt preisgibt

und ihm zum Genüsse überlässt  Das Bewusstsein tritt hierin seinerseits

gleichfalls als Wirkliches auf aber ebenso als Innerlich gebrochen und diese

Entzweiung stellt sich in seinem Arbeiten und Genießen dar in ein Verhältnis

zur Wirklichkeit oder das Fürsichsein und in ein Ansichsein sich zu brechen

Jenes Verhältnis zur Wirklichkeit ist das Verändern oder das Tun das

Fürsichsein das dem einzelnen Bewusstsein als solchem angehört Aber es ist

darin auch an sich diese Seite gehört dem unwandelbaren Jenseits an sie sind

die Fähigkeiten und Kräfte eine fremde Gabe welche das Unwandelbare ebenso dem

Bewusstsein überlässt um sie zu gebrauchen

    In seinem Tun ist demnach das Bewusstsein zunächst in dem Verhältnisse zweier

Extreme es steht als das tätige Diesseits auf einer Seite und ihm gegenüber die

passive Wirklichkeit beide in Beziehung aufeinander aber auch beide in das

Unwandelbare zurückgegangen und an sich festhaltend Von beiden Seiten löst sich

daher nur eine Oberfläche gegeneinander ab welche in das Spiel der Bewegung

gegen die andere tritt  Das Extrem der Wirklichkeit wird durch das tätige

Extrem aufgehoben sie von ihrer Seite kann aber nur darum aufgehoben werden

weil ihr unwandelbares Wesen sie selbst aufhebt sich von sich abstößt und das

Abgestoßene der Tätigkeit preisgibt Die tätige Kraft erscheint als die Macht

worin die Wirklichkeit sich auflöst darum aber ist für dieses Bewusstsein

welchem das Ansich oder das Wesen ein ihm Anderes ist diese Macht als welche

es in der Tätigkeit auftritt das Jenseits seiner selbst Statt also aus seinem

Tun in sich zurückzukehren und sich für sich selbst bewährt zu haben

reflektiert es vielmehr diese Bewegung des Tuns in das andere Extrem zurück

welches hierdurch als rein Allgemeines als die absolute Macht dargestellt ist

von der die Bewegung nach allen Seiten ausgegangen und die das Wesen sowohl der

sich zersetzenden Extreme wie sie zuerst auftraten als des Wechsels selbst

sei

    dass das unwandelbare Bewusstsein auf seine Gestalt Verzicht tut und sie

preisgibt dagegen das einzelne Bewusstsein dankt dh die Befriedigung des

Bewusstseins seiner Selbständigkeit sich versagt und das Wesen des Tuns von sich

ab dem Jenseits zuweist durch diese beiden Momente des gegenseitigen

SichAufgebens beider Teile entsteht hiermit allerdings dem Bewusstsein seine

Einheit mit dem Unwandelbaren Allein zugleich ist diese Einheit mit der

Trennung affiziert in sich wieder gebrochen und es tritt aus ihr der Gegensatz

des Allgemeinen und Einzelnen wieder hervor Denn das Bewusstsein entsagt zwar

zum Scheine der Befriedigung seines Selbstgefühls erlangt aber die wirkliche

Befriedigung desselben denn es ist Begierde Arbeit und Genuss gewesen es hat

als Bewusstsein gewollt getan und genossen Sein Danken ebenso worin es das

andere Extrem als das Wesen anerkennt und sich aufhebt ist selbst sein eigenes

Tun welches das Tun des ändern Extrems aufwiegt und der sich preisgebenden

Wohltat ein gleiches Tun entgegenstellt wenn Jenes ihm seine Oberfläche

überlässt so dankt es aber auch und tut darin indem es sein Tun dh sein

Wesen selbst aufgibt eigentlich mehr als das andere das nur eine Oberfläche

von sich abstößt Die ganze Bewegung reflektiert sich also nicht nur im

wirklichen Begehren Arbeiten und Genießen sondern sogar selbst im Danken

worin das Gegenteil zu geschehen scheint in das Extrem der Einzelheit Das

Bewusstsein fühlt sich darin als dieses Einzelne und lässt sich durch den Schein

seines Verzichtleistens nicht täuschen denn die Wahrheit desselben ist dass es

sich nicht aufgegeben hat was zustande gekommen ist nur die gedoppelte

Reflexion in die beiden Extreme und das Resultat ist die wiederholte Spaltung

in das entgegengesetzte Bewusstsein des Unwandelbaren und in das Bewusstsein des

gegenüberstehenden Wollens Vollbringens Genießens und des auf sich

Verzichtleistens selbst oder der fürsichseienden Einzelheit überhaupt

    Es ist damit das dritte Verhältnis der Bewegung dieses Bewusstseins

eingetreten welches aus dem zweiten als ein solches hervortritt das in

Wahrheit durch sein Wollen und Vollbringen sich als selbständiges erprobt hat

Im ersten Verhältnisse war es nur Begriff des wirklichen Bewusstseins oder das

innere Gemüt welches im Tun und Genüsse noch nicht wirklich ist das zweite ist

diese Verwirklichung als äußeres Tun und Genießen hieraus aber zurückgekehrt

ist es ein solches welches sich als wirkliches und wirkendes Bewusstsein

erfahren oder dem es wahr ist an und für sich zu sein Darin ist aber nun der

Feind in seiner eigensten Gestalt aufgefunden Im Kampfe des Gemüts ist das

einzelne Bewusstsein nur als musikalisches abstraktes Moment in der Arbeit und

dem Genüsse als der Realisierung dieses wesenlosen Seins kann es unmittelbar

sich vergessen und die bewusste Eigenheit in dieser Wirklichkeit wird durch das

dankende Anerkennen niedergeschlagen Dieses Niederschlagen ist aber in Wahrheit

eine Rückkehr des Bewusstseins in sich selbst und zwar in sich als die ihm

wahrhafte Wirklichkeit

    Dies dritte Verhältnis worin diese wahrhafte Wirklichkeit das eine Extrem

ist ist die Beziehung derselben auf das allgemeine Wesen als der Nichtigkeit

und die Bewegung dieser Beziehung ist noch zu betrachten

    Was zuerst die entgegengesetzte Beziehung des Bewusstseins betrifft worin

ihm seine Realität unmittelbar das Nichtige ist so wird also sein wirkliches

Tun zu einem Tun von Nichts sein Genuss Gefühl seines Unglücks Hiermit

verlieren Tun und Genuss allen allgemeinen Inhalt und Bedeutung denn dadurch

hätten sie ein Anundfürsichsein und beide ziehen sich in die Einzelheit zurück

auf welche das Bewusstsein sie aufzuheben gerichtet ist Seiner als dieses

wirklichen Einzelnen ist das Bewusstsein sich in den tierischen Funktionen

bewusst Diese statt unbefangen als etwas das an und für sich nichtig ist und

keine Wichtigkeit und Wesenheit für den Geist erlangen kann getan zu werden da

sie es sind in welchen sich der Feind in seiner eigentümlichen Gestalt zeigt

sind sie vielmehr Gegenstand des ernstlichen Bemühens und werden gerade zum

Wichtigsten Indem aber dieser Feind in seiner Niederlage sich erzeugt das

Bewusstsein da es sich ihn fixiert vielmehr statt frei davon zu werden immer

dabei verweilt und sich immer verunreinigt erblickt und indem zugleich dieser

Inhalt seines Bestrebens statt eines Wesentlichen das Niedrigste statt eines

Allgemeinen das Einzelnste ist so sehen wir nur eine auf sich und ihr kleines

Tun beschränkte und sich bebrütende ebenso unglückliche als ärmliche

Persönlichkeit

    Aber an beides das Gefühl seines Unglücks und die Ärmlichkeit seines Tuns

knüpft sich ebenso das Bewusstsein seiner Einheit mit dem Unwandelbaren Denn die

versuchte unmittelbare Vernichtung seines wirklichen Seins ist vermittelt durch

den Gedanken des Unwandelbaren und geschieht in dieser Beziehung Die mittelbare

Beziehung macht das Wesen der negativen Bewegung aus in welcher es sich gegen

seine Einzelheit richtet welche aber ebenso als Beziehung an sich positiv ist

und für es selbst diese seine Einheit hervorbringen wird

    Diese mittelbare Beziehung ist hiermit ein Schluss in welchem die sich

zuerst als gegen das Ansich entgegengesetzt fixierende Einzelheit mit diesem

ändern Extreme nur durch ein drittes zusammengeschlossen ist Durch diese Mitte

ist das Extrem des unwandelbaren Bewusstseins für das unwesentliche Bewusstsein

in welchem zugleich auch dies ist dass es ebenso für jenes nur durch diese Mitte

sei und diese Mitte hiermit eine solche die beide Extreme einander vorstellt

und der gegenseitige Diener eines jeden bei dem anderen ist Diese Mitte ist

selbst ein bewusstes Wesen denn sie ist ein das Bewusstsein als solches

vermittelndes Tun der Inhalt dieses Tuns ist die Vertilgung welche das

Bewusstsein mit seiner Einzelheit vornimmt

    In ihr also befreit dieses sich von dem Tun und Genüsse als dem seinen es

stößt von sich als fürsichseiendem Extreme das Wesen seines Willens ab und wirft

auf die Mitte oder den Diener die Eigenheit und Freiheit des Entschlusses und

damit die Schuld seines Tuns Dieser Vermittler als mit dem unwandelbaren Wesen

in unmittelbarer Beziehung dient mit seinem Rate über das Rechte Die Handlung

indem sie Befolgung eines fremden Beschlusses ist hört nach der Seite des Tuns

oder des Willens auf die eigene zu sein Es bleibt aber noch ihre

gegenständliche Seite dem unwesentlichen Bewusstsein nämlich die Frucht seiner

Arbeit und der Genuss Diesen stößt es also ebenso von sich ab und leistet wie

auf seinen Willen so auf seine in der Arbeit und im Genüsse erhaltene

Wirklichkeit Verzicht auf sie teils als auf die erreichte Wahrheit seiner

selbstbewussten Selbständigkeit indem es etwas ganz Fremdes ihm Sinnloses

vorstellend und sprechend sich bewegt teils auf sie als äußerliches Eigentum 

indem es von dem Besitze den es durch die Arbeit erworben etwas ablässt teils

auf den gehabten Genuss  indem es ihn im Fasten und Kasteien auch wieder ganz

sich versagt

    Durch diese Momente des Aufgebens des eigenen Entschlusses dann des

Eigentumes und Genusses und endlich durch das positive Moment des Treibens

eines unverstandenen Geschäftes nimmt es sich in Wahrheit und vollständig das

Bewusstsein der inneren und äußeren Freiheit der Wirklichkeit als seines

Fürsichseins es hat die Gewissheit in Wahrheit seines Ichs sich entäußert und

sein unmittelbares Selbstbewusstsein zu einem Dinge zu einem gegenständlichen

Sein gemacht zu haben  Die Verzichtleistung auf sich konnte es allein durch

diese wirkliche Aufopferung bewähren denn nur in ihr verschwindet der Betrug

welcher in dem inneren Anerkennen des Dankens durch Herz Gesinnung und Mund

liegt einem Anerkennen welches zwar alle Macht des Fürsichseins von sich

abwälzt und sie einem Geben von oben zuschreibt aber in diesem Abwälzen selbst

sich die äußere Eigenheit in dem Besitze den es nicht aufgibt die innere aber

in dem Bewusstsein des Entschlusses den es selbst gefasst und in dem Bewusstsein

seines durch es bestimmten Inhalts den es nicht gegen einen fremden es sinnlos

erfüllenden umgetauscht hat behält

    Aber in der wirklich vollbrachten Aufopferung hat an sich wie das

Bewusstsein das Tun als das seinige aufgehoben hat auch sein Unglück von ihm

abgelassen dass dies Ablassen an sich geschehen ist ist Jedoch ein Tun des

ändern Extrems des Schlusses welches das ansichseiende Wesen ist Jene

Aufopferung des unwesentlichen Extrems war aber zugleich nicht ein einseitiges

Tun sondern enthielt das Tun des Anderen in sich Denn das Aufgeben des eigenen

Willens ist nur einerseits negativ seinem Begriffe nach oder an sich zugleich

aber positiv nämlich das Setzen des Willens als eines Anderen und bestimmt des

Willens als eines nicht einzelnen sondern allgemeinen Für dies Bewusstsein ist

diese positive Bedeutung des negativ gesetzten einzelnen Willens der Willen des

ändern Extrems der ihm weil er eben ein Anderes für es ist nicht durch sich

sondern durch das Dritte den Vermittler als Rat wird Es wird daher für es

sein Willen wohl zum allgemeinen und an sich seienden Willen aber es selbst ist

sich nicht dies Ansich das Aufgeben des seinigen als einzelnen ist ihm nicht

dem Begriffe nach das Positive des allgemeinen Willens Ebenso sein Aufgeben des

Besitzes und Genusses hat nur dieselbe negative Bedeutung und das Allgemeine

das für es dadurch wird ist ihm nicht sein eigenes Tun Diese Einheit des

Gegenständlichen und des Fürsichseins welche im Begriffe des Tuns ist und

welche darum dem Bewusstsein als das Wesen und Gegenstand wird  wie sie ihm

nicht der Begriff seines Tuns istso ist ihm auch dies nicht dass sie als

Gegenstand für es wird unmittelbar und durch es selbst sondern es lässt sich

von dem vermittelnden Diener diese selbst noch gebrochene Gewissheit aussprechen

dass nur an sich sein Unglück das verkehrte nämlich sich in seinem Tun

selbstbefriedigendes Tun oder seliger Genuss sein ärmliches Tun ebenso an sich

das verkehrte nämlich absolutes Tun dem Begriffe nach das Tun nur als Tun des

Einzelnen überhaupt Tun ist Aber für es selbst bleibt das Tun und sein

wirkliches Tun ein ärmliches und sein Genuss der Schmerz und das Aufgehobensein

derselben in der positiven Bedeutung ein Jenseits Aber in diesem Gegenstande

worin ihm sein Tun und Sein als dieses einzelnen Bewusstseins Sein und Tun an

sich ist, ist ihm die Vorstellung der Vernunft geworden der Gewissheit des

Bewusstseins in seiner Einzelheit absolut an sich oder alle Realität zu sein

 
 



                              
    Das Bewusstsein geht in dem Gedanken welchen es erfasst hat dass das einzelne

Bewusstsein an sich absolutes Wesen ist in sich selbst zurück Für das

unglückliche Bewusstsein ist das Ansichsein das Jenseits seiner selbst Aber

seine Bewegung hat dies an ihm vollbracht die Einzelheit in Ihrer vollständigen

Entwicklung oder die Einzelheit die wirkliches Bewusstsein ist als das Negative

seiner selbst nämlich als das gegenständliche Extrem gesetzt oder sein

Fürsichsein aus sich hinausgerungen und es zum Sein gemacht zu haben darin ist

für es auch seine Einheit mit diesem Allgemeinen geworden welche für uns da

das aufgehobene Einzelne das Allgemeine ist nicht mehr außer ihm fällt und da

das Bewusstsein in dieser seiner Negativität sich selbst erhält an ihm als

solchem sein Wesen ist Seine Wahrheit ist dasjenige welches in dem Schlüsse

worin die Extreme absolut auseinandergehalten auftraten als die Mitte

erscheint welche es dem unwandelbaren Bewusstsein ausspricht dass das Einzelne

auf sich Verzicht getan und dem Einzelnen dass das Unwandelbare kein Extrem

mehr für es sondern mit ihm versöhnt ist Diese Mitte ist die beide unmittelbar

wissende und sie beziehende Einheit und das Bewusstsein ihrer Einheit welche

sie dem Bewusstsein und damit sich selbst ausspricht ist die Gewissheit alle

Wahrheit zu sein

    Damit dass das Selbstbewusstsein Vernunft ist schlägt sein bisher negatives

Verhältnis zu dem Anderssein in ein positives um Bisher ist es ihm nur um seine

Selbständigkeit und Freiheit zu tun gewesen um sich für sich selbst auf Kosten

der Welt oder seiner eigenen Wirklichkeit welche ihm beide als das Negative

seines Wesens erschienen zu retten und zu erhalten Aber als Vernunft seiner

selbst versichert hat es die Ruhe gegen sie empfangen und kann sie ertragen

denn es ist seiner selbst als der Realität gewiss oder dass alle Wirklichkeit

nichts anderes ist als es sein Denken ist unmittelbar selbst die Wirklichkeit

es verhält sich also als Idealismus zu ihr Es ist ihm indem es sich so erfasst

als ob die Welt erst jetzt ihm würde vorher versteht es sie nicht es begehrt

und bearbeitet sie zieht sich aus ihr in sich zurück und vertilgt sie für sich

und sich selbst als Bewusstsein  als Bewusstsein derselben als des Wesens sowie

als Bewusstsein ihrer Nichtigkeit Hierin erst nachdem das Grab seiner Wahrheit

verloren das Vertilgen seiner Wirklichkeit selbst vertilgt und die Einzelheit

des Bewusstseins ihm an sich absolutes Wesen ist entdeckt es sie als seine neue

wirkliche Welt die in ihrem Bleiben Interesse für es hat wie vorhin nur in

ihrem Verschwinden denn ihr Bestehen wird ihm seine eigene Wahrheit und

Gegenwart es ist gewiss nur sich darin zu erfahren

    Die Vernunft ist die Gewissheit des Bewusstseins alle Realität zu sein so

spricht der Idealismus ihren Begriff aus Wie das Bewusstsein das als Vernunft

auftritt unmittelbar jene Gewissheit an sich hat so spricht auch der Idealismus

sie unmittelbar aus Ich bin Ich in dem Sinne dass Ich welches mir Gegenstand

ist nicht wie im Selbstbewusstsein überhaupt noch auch wie im freien

Selbstbewusstsein dort nur leerer Gegenstand überhaupt hier nur Gegenstand der

sich von den anderen zurückzieht welche neben ihm noch gelten sondern

Gegenstand mit dem Bewusstsein des Nichtsems irgendeines anderen einziger

Gegenstand alle Realität und Gegenwart ist Das Selbstbewusstsein ist aber nicht

nur für sich sondern auch an sich alle Realität erst dadurch dass es diese

Realität wird oder vielmehr sich als solche erweist Es erweist sich so in dem

Wege worin zuerst in der dialektischen Bewegung des Meinens Wahrnehmens und

des Verstandes das Anderssein als an sich und dann in der Bewegung durch die

Selbständigkeit des Bewusstseins in Herrschaft und Knechtschaft durch den

Gedanken der Freiheit die skeptische Befreiung und den Kampf der absoluten

Befreiung des in sich entzweiten Bewusstseins das Anderssein insofern es nur für

es ist für es selbst verschwindet Es traten zwei Seiten nacheinander auf die

eine worin das Wesen oder das Wahre für das Bewusstsein die Bestimmtheit des

Seins die andere worin es die hatte nur für es zu sein Aber beide

reduzierten sich in eine Wahrheit dass was ist oder das Ansich nur ist

insofern es für das Bewusstsein und was für es ist auch an sich istDas

Bewusstsein, welches diese Wahrheit ist hat diesen Weg im Rücken und vergessen

indem es unmittelbar als Vernunft auftritt oder diese unmittelbar auftretende

Vernunft tritt nur als die Gewissheit jener Wahrheit auf Sie versichert so nur

alle Realität zu sein begreift dies aber selbst nicht denn jener vergessene

Weg ist das Begreifen dieser unmittelbar ausgedrückten Behauptung Und ebenso

ist dem der ihn nicht gemacht hat diese Behauptung wenn er sie in dieser

reinen Form hört denn in einer konkreten Gestalt macht er sie wohl selbst

unbegreiflich

    Der Idealismus der jenen Weg nicht darstellt sondern mit dieser Behauptung

anfängt ist daher auch reine Versicherung welche sich selbst nicht begreift

noch sich anderen begreiflich machen kann Er spricht eine unmittelbare

Gewissheit aus welcher andere unmittelbare Gewissheiten gegenüberstehen die

allein auf jenem Wege verlorengegangen sind Mit gleichem Rechte stellen daher

neben der Versicherung jener Gewissheit sich auch die Versicherungen dieser

anderen Gewissheiten Die Vernunft beruft sich auf das Selbstbewusstsein eines

jeden Bewusstseins Ich bin Ich mein Gegenstand und Wesen ist Ich und keines

wird ihr diese Wahrheit ableugnen Aber indem sie sie auf diese Berufung

gründet sanktioniert sie die Wahrheit der anderen Gewissheit nämlich der es

ist Anderes für mich Anderes als Ich ist mir Gegenstand und Wesen oder indem

Ich mir Gegenstand und Wesen bin bin ich es nur indem Ich mich von dem Anderen

überhaupt zurückziehe und als eine Wirklichkeit neben es trete  Erst wenn die

Vernunft als Reflexion aus dieser entgegengesetzten Gewissheit auftritt tritt

ihre Behauptung von sich nicht nur als Gewissheit und Versicherung sondern als

Wahrheit auf und nicht neben anderen sondern als die einzige Das unmittelbare

Auftreten ist die Abstraktion ihres Vorhandensems dessen Wesen und Ansichsein

absoluter Begriff dh die Bewegung seines Gewordenseins ist.  Das Bewusstsein

wird sein Verhältnis zum Anderssein oder seinem Gegenstande auf verschiedene

Weise bestimmen je nachdem es gerade auf einer Stufe des sich bewusstwerdenden

Weltgeistes steht Wie er sich und seinen Gegenstand jedesmal unmittelbar findet

und bestimmt oder wie er für sich ist, hängt davon ab was er schon geworden

oder was er schon an sich ist.

    Die Vernunft ist die Gewissheit alle Realität zu sein Dieses Ansich oder

diese Realität ist aber noch ein durchaus Allgemeines die reine Abstraktion der

Realität Es ist die erste Positivität welche das Selbstbewusstsein an sich

selbstfür sich ist, und Ich daher nur die reine Wesenheit des Seienden oder

die einfache Kategorie Die Kategorie welche sonst die Bedeutung hatte

Wesenheit des Seienden zu sein unbestimmt des Seienden überhaupt oder des

Seienden gegen das Bewusstsein ist jetzt Wesenheit oder einfache Einheit des

Seienden nur als denkender Wirklichkeit oder sie ist dies dass

Selbstbewusstsein und Sein dasselbe Wesen ist dasselbe nicht in der

Vergleichung sondern an und für sich. Nur der einseitige schlechte Idealismus

lässt diese Einheit wieder als Bewusstsein auf die eine Seite und ihr gegenüber

ein Ansich treten  Diese Kategorie nun oder einfache Einheit des

Selbstbewusstseins und des Seins hat aber an sich den Unterschied denn ihr Wesen

ist eben dieses im Anderssein oder im absoluten Unterschiede unmittelbar sich

selbst gleich zu sein Der Unterschied ist daher aber vollkommen durchsichtig

und als ein Unterschied der zugleich keiner ist Er erscheint als eine Vielheit

von Kategorien Indem der Idealismus die einfache Einheit des Selbstbewusstseins

als alle Realität ausspricht und sie unmittelbar ohne sie als absolut negatives

Wesen  nur dieses hat die Negation die Bestimmtheit oder den Unterschied an

ihm selbst  begriffen zu haben zum Wesen macht so ist noch unbegreiflicher

als das erste dies zweite dass in der Kategorie Unterschiede oder Arten seien

Diese Versicherung überhaupt sowie die Versicherung von irgendeiner bestimmten

Anzahl der Arten derselben ist eine neue Versicherung welche es aber an ihr

selbst enthält dass man sie sich nicht mehr als Versicherung gefallen lassen

müsse Denn indem im reinen Ich im reinen Verstande selbst der Unterschied

anfängt so ist damit gesetzt dass hier die Unmittelbarkeit das Versichern und

Finden aufgegeben werde und das Begreifen anfange Die Vielheit der Kategorien

aber auf irgendeine Weise wieder als einen Fund z B aus den Urteilen

aufnehmen und sich dieselben so gefallen lassen ist in der Tat als eine Schmach

der Wissenschaft anzusehen wo sollte noch der Verstand eine Notwendigkeit

aufzuzeigen vermögen wenn er dies an ihm selbst, der reinen Notwendigkeit

nicht vermag

    Weil nun so der Vernunft die reine Wesenheit der Dinge wie ihr Unterschied

angehört so könnte eigentlich überhaupt nicht mehr von Dingen die Rede sein

dh einem solchen welches für das Bewusstsein nur das Negative seiner selbst

wäre Denn die vielen Kategorien sind Arten der reinen Kategorie heißt sie ist

noch ihre Gattung oder Wesen nicht ihnen entgegengesetzt Aber sie sind schon

das Zweideutige welches zugleich das Anderssein gegen die reine Kategorie in

seiner Vielheit an sich hat Sie widersprechen ihr durch diese Vielheit in der

Tat, und die reine Einheit muss sie an sich aufheben wodurch sie sich als

negative Einheit der Unterschiede konstituiert Als negative Einheit aber

schließt sie ebensowohl die Unterschiede als solche sowie jene erste

unmittelbare reine Einheit als solche von sich aus und ist Einzelheit eine neue

Kategorie welche ausschließendes Bewusstsein dh dies ist dass ein Anderes für

es ist Die Einzelheit ist ihr Obergang aus ihrem Begriffe zu einer äußeren

Realität das reine Schema welches ebensowohl Bewusstsein wie damit dass es

Einzelheit und ausschließendes Eins ist das Hindeuten auf ein Anderes ist Aber

dies Andere dieser Kategorie sind nur die anderen ersten Kategorien nämlich

reine Wesenheit und der reine Unterschied und in ihr dh eben in dem

Gesetztsein des Anderen oder in diesem Anderen selbst istdas Bewusstsein

ebenso es selbst Jedes dieser verschiedenen Momente verweist auf ein anderes

es kommt aber In ihnen zugleich zu keinem Anderssein Die reine Kategorie

verweist auf die Arten welche in die negative Kategorie oder die Einzelheit

übergehen die letztere weist aber auf jene zurück sie ist selbst reines

Bewusstsein welches in jeder sich diese klare Einheit mit sich bleibt eine

Einheit aber die ebenso auf ein Anderes hingewiesen wird das indem es ist

verschwunden und indem es verschwunden auch wieder erzeugt ist

    Wir sehen hier das reine Bewusstsein auf eine gedoppelte Weise gesetzt

einmal als das unruhige Hinund Hergehen welches alle seine Momente durchläuft

in ihnen das Anderssein vorschweben hat das im Erfassen sich aufhebt das

andere Mal vielmehr als die ruhige ihrer Wahrheit gewisse Einheit Für diese

Einheit ist jene Bewegung das Andere für diese Bewegung aber jene ruhige

Einheit und Bewusstsein und Gegenstand wechseln in diesen gegenseitigen

Bestimmungen ab Das Bewusstsein ist sich also einmal das hin und hergehende

Suchen und sein Gegenstand das reine Ansich und Wesen das andere Mal ist sich

jenes die einfache Kategorie und der Gegenstand die Bewegung der Unterschiede

Das Bewusstsein aber als Wesen ist dieser ganze Verlauf selbst aus sich als

einfacher Kategorie in die Einzelheit und den Gegenstand überzugehen und an

diesem diesen Verlauf anzuschauen ihn als einen unterschiedenen aufzuheben

sich zuzueignen und sich als diese Gewissheit alle Realität sowohl es selbst

als sein Gegenstand zu sein auszusprechen

    Sein erstes Aussprechen ist nur dieses abstrakte leere Wort dass alles sein

ist Denn die Gewissheit alle Realität zu sein ist erst die reine Kategorie

Diese erste im Gegenstande sich erkennende Vernunft drückt der leere Idealismus

aus welcher die Vernunft nur so auffasst wie sie sich zunächst ist und darin

dass er in allem Sein dieses reine Mein des Bewusstseins aufzeigt und die Dinge

als Empfindungen oder Vorstellungen ausspricht es als vollendete Realität

aufgezeigt zu haben wähnt Er muss darum zugleich absoluter Empirismus sein denn

für die Erfüllung des leeren Mems dh für den Unterschied und alle Entwicklung

und Gestaltung desselben bedarf seine Vernunft eines fremden Anstoßes in

welchem erst die Mannigfaltigkeit des Empfindens oder Vorstellens liege Dieser

Idealismus wird daher eine ebensolche sich widersprechende Doppelsinnigkeit als

der Skeptizismus nur dass wie dieser sich negativ jener sich positiv

ausdrückt aber ebensowenig seine widersprechenden Gedanken des reinen

Bewusstseins als aller Realität und ebenso des fremden Anstoßes oder des

sinnlichen Empfindens und Vorstellens als einer gleichen Realität

zusammenbringt sondern von dem einen zu dem ändern sich herüberund

hinüberwirft und in die schlechte nämlich in die sinnliche Unendlichkeit

geraten ist Indem die Vernunft alle Realität in der Bedeutung des abstrakten

Mein und das Andere ihm ein gleichgültiges fremdes istso ist darin gerade

dasjenige Wissen der Vernunft von einem Anderen gesetzt welches als Meinen

Wahrnehmen und als der das Gemeinte und Wahrgenommene auffassende Verstand

vorkam Ein solches Wissen wird zugleich nicht wahres Wissen zu sein durch den

Begriff dieses Idealismus selbst behauptet denn nur die Einheit der

Apperzeption ist die Wahrheit des Wissens Die reine Vernunft dieses Idealismus

wird also durch sich selbst um zu diesem Anderen das ihr wesentlich dh also

das Ansich ist das sie aber nicht in ihr selbst hat zu gelangen an dasjenige

Wissen zurückgeschickt das nicht ein Wissen des Wahren ist sie verurteilt sich

so mit Wissen und Willen zu einem unwahren Wissen und kann vom Meinen und

Wahrnehmen das für sie selbst keine Wahrheit hat nicht ablassen Sie befindet

sich in unmittelbarem Widerspruche ein Gedoppeltes schlechthin

Entgegengesetztes als das Wesen zu behaupten die Einheit der Apperzeption und

ebenso das Ding welches wenn es auch fremder Anstoß oder empirisches Wesen

oder Sinnlichkeit oder das Ding an sich genannt wird in seinem Begriffe

dasselbe Jener Einheit Fremde bleibt

    Dieser Idealismus ist in diesem Widerspruche weil er den abstrakten Begriff

der Vernunft als das Wahre behauptet daher ihm unmittelbar ebensosehr die

Realität als eine solche entsteht welche vielmehr nicht die Realität der

Vernunft ist während die Vernunft zugleich alle Realität sein sollte diese

bleibt ein unruhiges Suchen welches in dem Suchen selbst die Befriedigung des

Findens für schlechthin unmöglich erklärt  So inkonsequent aber ist die

wirkliche Vernunft nicht sondern nur erst die Gewissheit alle Realität zu sein

ist sie in diesem Begriffe sich bewusst als Gewissheit als Ich noch nicht die

Realität in Wahrheit zu sein und ist getrieben ihre Gewissheit zur Wahrheit zu

erheben und das leere Mein zu erfüllen

 
 



                         

    Dieses Bewusstsein welchem das Sein die Bedeutung des Seinen hat sehen wir

nun zwar wieder in das Meinen und Wahrnehmen hineingehen aber nicht als in die

Gewissheit eines nur Anderen sondern mit der Gewissheit dies Andere selbst zu

sein Früher ist es ihm nur geschehen manches an dem Dinge wahrzunehmen und zu

erfahren hier stellt es die Beobachtungen und die Erfahrung selbst an Meinen

und Wahrnehmen das für uns früher sich aufgehoben wird nun von dem Bewusstsein

für es selbst aufgehoben die Vernunft geht darauf die Wahrheit zu wissen was

für das Meinen und Wahrnehmen ein Ding ist als Begriff zu finden dh in der

Dingheit nur das Bewusstsein ihrer selbst zu haben Die Vernunft hat daher Jetzt

ein allgemeines Interesse an der Welt weil sie die Gewissheit ist Gegenwart in

ihr zu haben oder dass die Gegenwart vernünftig ist Sie sucht ihr Anderes

indem sie weiß daran nichts anderes als sich selbst zu besitzen sie sucht nur

ihre eigene Unendlichkeit

    Zuerst sich in der Wirklichkeit nur ahnend oder sie nur als das Ihrige

überhaupt wissend schreitet sie in diesem Sinne zur allgemeinen Besitznehmung

des ihr versicherten Eigentums und pflanzt auf alle Höhen und in alle Tiefen das

Zeichen ihrer Souveränität Aber dieses oberflächliche Mein ist nicht ihr

letztes Interesse die Freude dieser allgemeinen Besitznehmung findet an ihrem

Eigentume noch das fremde Andere das die abstrakte Vernunft nicht an ihr selbst

hat Die Vernunft ahnt sich als ein tieferes Wesen denn das reine Ich ist und

muss fordern dass der Unterschied das mannigfaltige Sein ihm als das Seinige

selbst werde dass es sich als die Wirklichkeit anschaue und sich als Gestalt und

Ding gegenwärtig finde Aber wenn die Vernunft alle Eingeweide der Dinge

durchwühlt und ihnen alle Adern öffnet dass sie sich daraus entgegenspringen

möge so wird sie nicht zu diesem Glücke gelangen sondern muss an ihr selbst

vorher sich vollendet haben um dann ihre Vollendung erfahren zu können

    Das Bewusstsein beobachtet dh die Vernunft will sich als seienden

Gegenstand als wirkliche sinnlichgegenwärtige Weise finden und haben Das

Bewusstsein dieses Beobachtens meint und sagt wohl dass es nicht sich selbst

sondern im Gegenteil das Wesen der Dinge als der Dinge erfahren wolle dass dies

Bewusstsein dies meint und sagt liegt darin dass es Vernunft ist aber ihm die

Vernunft noch nicht als solche Gegenstand ist Wenn es die Vernunft als gleiches

Wesen der Dinge und seiner selbst wüsste und dass sie nur in dem Bewusstsein in

ihrer eigentümlichen Gestalt gegenwärtig sein kann so würde es vielmehr in

seine eigene Tiefe steigen und sie darin suchen als in den Dingen. Wenn es sie

in dieser gefunden hätte würde sie von da wieder heraus an die Wirklichkeit

gewiesen werden um in dieser ihren sinnlichen Ausdruck anzuschauen würde aber

ihn sogleich wesentlich als Begriff nehmen Die Vernunft wie sie unmittelbar

als die Gewissheit des Bewusstseins alle Realität zu sein auftritt nimmt ihre

Realität in dem Sinne der Unmittelbarkeit des Seins und ebenso die Einheit des

Ich mit diesem gegenständlichen Wesen in dem Sinne einer unmittelbaren Einheit

an der sie die Momente des Seins und des Ich noch nicht getrennt und wieder

vereinigt oder die sie noch nicht erkannt hat Sie geht daher als beobachtendes

Bewusstsein an die Dinge In der Meinung dass sie diese als sinnliche dem Ich

entgegengesetzte Dinge in Wahrheit nehme allein ihr wirkliches Tun widerspricht

dieser Meinung denn sie erkennt die Dinge sie verwandelt ihre Sinnlichkeit in

Begriffe dh eben in ein Sein welches zugleich Ich ist das Denken somit In

ein seiendes Denken oder das Sein in ein gedachtes Sein und behauptet in der

Tat, dass die Dinge nur als Begriffe Wahrheit haben Für dies beobachtende

Bewusstsein wird darin nur dies was die Dinge sind für uns aber was es selbst

ist das Resultat seiner Bewegung aber wird dies sein für sich selbst dies zu

werden was es an sich ist.

    Das Tun der beobachtenden Vernunft ist in den Momenten seiner Bewegung zu

betrachten wie sie die Natur den Geist und endlich die Beziehung beider als

sinnliches Sein aufnimmt und sich als seiende Wirklichkeit sucht

 
 



                            

Wenn das gedankenlose Bewusstsein das Beobachten und Erfahren als die Quelle der

Wahrheit ausspricht so mögen wohl seine Worte so lauten als ob es allein um

ein Schmecken Riechen Fühlen Hören und Sehen zu tun sei es vergisst in dem

Eifer womit es das Schmecken Riechen usf empfiehlt zu sagen dass es in der

Tat auch ebenso wesentlich den Gegenstand dieses Empfindens sich schon bestimmt

hat und diese Bestimmung ihm wenigstens soviel gilt als Jenes Empfinden Es wird

auch sogleich eingestehen dass es ihm nicht so überhaupt nur ums Wahrnehmen zu

tun sei und wird zB die Wahrnehmung dass dies Federmesser neben dieser

Tabaksdose liegt nicht für eine Beobachtung gelten lassen Das Wahrgenommene

soll wenigstens die Bedeutung eines Allgemeinen nicht eines sinnlichen Diesen

haben

Dies Allgemeine Ist so nur erst das Sichgleichbleibende seine Bewegung nur das

gleichförmige Wiederkehren desselben Tuns Das Bewusstsein welches insofern im

Gegenstande nur die Allgemeinheit oder das abstrakte Mein findet muss die

eigentliche Bewegung desselben auf sich selbst nehmen und indem es noch nicht

der Verstand desselben ist wenigstens sein Gedächtnis sein welches das was in

der Wirklichkeit nur auf einzelne Weise vorhanden ist auf allgemeine Weise

ausdrückt Dies oberflächliche Herausheben aus der Einzelheit und die ebenso

oberflächliche Form der Allgemeinheit worein das Sinnliche nur aufgenommen

wird ohne an sich selbst Allgemeines geworden zu sein das Beschreiben der

Dinge hat noch in dem Gegenstande selbst die Bewegung nicht sie ist vielmehr

nur in dem Beschreiben Der Gegenstand wie er beschrieben ist hat daher das

Interesse verloren ist der eine beschrieben so muss ein anderer vorgenommen und

immer gesucht werden damit das Beschreiben nicht ausgehe Ist es nicht so

leicht mehr neue ganze Dinge zu finden so muss zu den schon gefundenen

zurückgegangen werden sie weiter zu teilen auseinanderzulegen und neue Seiten

der Dingheit an ihnen noch aufzuspüren Diesem rastlosen unruhigen Instinkte

kann es nie an Material gebrechen eine neue ausgezeichnete Gattung zu finden

oder gar einen neuen Planeten dem ob er zwar ein Individuum ist doch die

Natur eines Allgemeinen zukommt kann nur Glücklichen zuteil werden Aber die

Grenze dessen was wie der Elephant die Eiche das Gold ausgezeichnet was

Gattung und Art ist geht durch viele Stufen in die unendliche Besonderung der

chaotischen Tiere und Pflanzen der Gebirgsarten oder der durch Gewalt und Kunst

erst darzustellenden Metalle Erden usf über In diesem Reiche der

Unbestimmtheit des Allgemeinen worin die Besonderung wieder der Vereinzelung

sich nähert und in sie hie und da auch wieder ganz herabsteigt ist ein

unerschöpflicher Vorrat fürs Beobachten und Beschreiben aufgetan Hier aber wo

ihm ein unübersehbares Feld sich eröffnet an der Grenze des Allgemeinen kann es

vielmehr statt eines unermesslichen Reichtums nur die Schranke der Natur und

seines eigenen Tuns gefunden haben es kann nicht mehr wissen ob das an sich zu

sein Scheinende nicht eine Zufälligkeit ist was das Gepräge eines verwirrten

oder unreifen schwachen und der elementarischen Unbestimmtheit kaum sich

entwickelnden Gebildes an sich trägt kann nicht darauf Anspruch machen auch

nur beschrieben zu werden

Wenn es diesem Suchen und Beschreiben nur um die Dinge zu tun zu sein scheint

so sehen wir es in der Tat nicht an dem sinnlichen Wahrnehmen fortlaufen

sondern das woran die Dinge erkannt werden ist ihm wichtiger als der übrige

Umfang der sinnlichen Eigenschaften welche das Ding selbst wohl nicht entbehren

kann aber deren das Bewusstsein sich entübrigt Durch diese Unterscheidung in

das Wesentliche und Unwesentliche erhebt sich der Begriff aus der sinnlichen

Zerstreuung empor und das Erkennen erklärt darin dass es ihm wenigstens ebenso

wesentlich um sich selbst als um die Dinge zu tun ist Es gerät bei dieser

gedoppelten Wesentlichkeit in ein Schwanken ob das was für das Erkennen das

Wesentliche und Notwendige ist es auch an den Dingen sei Einesteils sollen die

Merkmale nur dem Erkennen dienen wodurch es die Dinge voneinander unterscheide

aber andernteils soll nicht das Unwesentliche der Dinge erkannt werden

sondern das wodurch sie selbst aus der allgemeinen Kontinuität des Seins

überhaupt sich losreißen sich von dem Anderen abscheiden und für sich sind Die

Merkmale sollen nicht nur wesentliche Beziehung auf das Erkennen haben sondern

auch die wesentlichen Bestimmtheiten der Dinge und das künstliche System soll

dem Systeme der Natur selbst gemäß sein und nur dieses ausdrücken Aus dem

Begriff der Vernunft ist dies notwendig und der Instinkt derselben  denn sie

verhält sich nur als solcher in diesem Beobachten  hat auch in seinen Systemen

diese Einheit erreicht wo nämlich ihre Gegenstände selbst so beschaffen sind

dass sie eine Wesentlichkeit oder ein Fürsichsein an ihnen haben und nicht nur

Zufall dieses Augenblicks oder dieses Hier sind Die Unterscheidungsmerkmale der

Tiere zB sind von den Klauen und Zähnen genommen denn in der Tat

unterscheidet nicht nur das Erkennen dadurch ein Tier von dem anderen sondern

das Tier scheidet sich dadurch selbst ab durch diese Waffen erhält es sich für

sich und gesondert von dem Allgemeinen Die Pflanze dagegen kommt nicht zum

Fürsichsein sondern berührt nur die Grenze der Individualität an dieser

Grenze wo sie den Schein der Entzweiung in Geschlechter aufzeigt ist sie

deswegen aufgenommen und unterschieden worden Was aber weiter hinuntersteht

kann sich nicht mehr selbst von anderem unterscheiden sondern geht verloren

Indem es in den Gegensatz kommt Das ruhende Sein und das Sein im Verhältnisse

kommt in Streit miteinander das Ding ist in diesem etwas anderes als nach

Jenem da hingegen das Individuum dies ist im Verhältnisse zu anderem sich zu

erhalten Was aber dies nicht vermag und chemischerweise ein anderes wird als

es empirischerweise ist verwirrt das Erkennen und bringt es in denselben

Streit ob es sich an die eine und andere Seite halten soll da das Ding selbst

nichts Gleichbleibendes ist und sie an ilim auseinanderfallen

In solchen Systemen des allgemeinen Sichgleichbleibenden hat also dieses die

Bedeutung ebensowohl das Sichgleichbleibende des Erkennens wie der Dinge

selbst zu sein Allein diese Ausbreitung der gleichbleibenden Bestimmtheiten

deren Jede ruhig die Reihe ihres Fortgangs beschreibt und Raum erhält um für

sich zu gewähren geht wesentlich ebensosehr in ihr Gegenteil über in die

Verwirrung dieser Bestimmtheiten denn das Merkmal die allgemeine Bestimmtheit

ist die Einheit des Entgegengesetzten des Bestimmten und des an sich

Allgemeinen sie muss also in diesen Gegensatz auseinandertreten Wenn nun die

Bestimmtheit nach einer Seite das Allgemeine worin sie ihr Wesen hat besiegt

so erhält dieses dagegen auf der ändern Seite ebenso sich seine Herrschaft über

sie treibt die Bestimmtheit an ihre Grenze vermischt da ihre Unterschiede und

Wesentlichkeiten Das Beobachten welches sie ordentlich auseinanderhielt und an

ihnen etwas Festes zu haben glaubte sieht über ein Prinzip die anderen

herübergreifen Übergänge und Verwirrungen sich bilden und in diesem das

verbunden was es zuerst für schlechthin getrennt nahm und getrennt was es

zusammenrechnete so dass dies Festhalten an dem ruhigen sich gleichbleibenden

Sein sich hier gerade in seinen allgemeinsten Bestimmungen z B was das Tier

die Pflanze für wesentliche Merkmale habe mit Instanzen geneckt sehen muss die

ihm jede Bestimmung rauben die Allgemeinheit zu der es sich erhob zum

Verstummen bringen und es aufs gedankenlose Beobachten und Beschreiben

zurücksetzen

Dieses sich auf das Einfache einschränkende oder die sinnliche Zerstreuung durch

das Allgemeine beschränkende Beobachten findet also an seinem Gegenstande die

Verwirrung seines Prinzips weil das Bestimmte durch seine Natur sich in seinem

Gegenteile verlieren muss die Vernunft muss darum vielmehr von der trägen

Bestimmtheit die den Schein des Bleibens haue zur Beobachtung derselben wie

sie in Wahrheit ist nämlich sich auf ihr Gegenteil zu beziehen fortgehen Was

wesentliche Merkmale genannt werden sind ruhende Bestimmtheiten welche so wie

sie als einfache sich ausdrücken und aufgefasst werden nicht das was ihre Natur

ausmacht verschwindende Momente der sich in sich zurücknehmenden Bewegung zu

sein darstellen Indem jetzt der Vernunftinstinkt dazu kommt die Bestimmtheit

ihrer Natur gemäß wesentlich nicht für sich zu sein sondern in das

Entgegengesetzte überzugehen aufzusuchen sucht er nach dem Gesetze und dem

Begriffe desselben zwar nach ihnen ebenso als seiender Wirklichkeit aber diese

wird ihm in der Tat verschwinden und die Seiten des Gesetzes werden ihm zu

reinen Momenten oder Abstraktionen werden so dass das Gesetz in der Natur des

Begriffes hervortritt welcher das gleichgültige Bestehen der sinnlichen

Wirklichkeit an sich vertilgt hat

Dem beobachtenden Bewusstsein ist die Wahrheit des Gesetzes in der Erfahrung als

in der Weise dass sinnliches Sein für es ist nicht an und für sich selbst Wenn

aber das Gesetz nicht in dem Begriffe seine Wahrheit hat so ist es etwas

Zufälliges nicht eine Notwendigkeit oder in der Tat nicht ein Gesetz Aber dass

es wesentlich als Begriff ist widerstreitet nicht nur dem nicht dass es für die

Beobachtung vorhanden ist sondern hat darum vielmehr notwendiges Dasein und ist

für die Beobachtung Das Allgemeine im Sinne der Vernunftallgemeinheit ist auch

allgemein in dem Sinne den jener an ihm hat dass es für das Bewusstsein sich als

das Gegenwärtige und Wirkliche oder dass der Begriff sich in der Weise der

Dingheit und des sinnlichen Seins darstellt  aber ohne darum seine Natur zu

verlieren und in das träge Bestehen oder die gleichgültige Aufeinanderfolge

hinabgefallen zu sein Was allgemein gültig ist ist auch allgemein geltend was

sein soll ist in der Tat auch und was nur sein soll ohne zu sein hat keine

Wahrheit Hieran bleibt der Instinkt der Vernunft mit Recht seinerseits fest

hängen und lässt sich nicht durch die Gedankendinge die nur sein sollen und als

Sollen Wahrheit haben sollen ob sie schon in keiner Erfahrung angetroffen

werden  durch die Hypothesen sowenig als durch alle anderen Unsichtbarkeiten

eines perennierenden Sollens irremachen denn die Vernunft ist eben diese

Gewissheit Realität zu haben und was nicht als ein Selbstwesen für das

Bewusstsein ist dh was nicht erscheint ist für es gar nichts

dass die Wahrheit des Gesetzes wesentlich Realität ist wird zwar diesem bei dem

Beobachten bleibenden Bewusstsein wieder zu einem Gegensatze gegen den Begriff

und gegen das an sich Allgemeine oder ein solches wie sein Gesetz ist ist ihm

nicht ein Wesen der Vernunft es meint darin etwas Fremdes zu erhalten Allein

es widerlegt diese seine Meinung durch die Tat in welcher es selbst seine

Allgemeinheit nicht in dem Sinne nimmt dass alle einzelnen sinnlichen Dinge ihm

die Erscheinung des Gesetzes gezeigt haben mussten um die Wahrheit desselben

behaupten zu können dass die Steine von der Erde aufgehoben und freigelassen

fallen dazu fordert es gar nicht dass mit allen Steinen dieser Versuch gemacht

werde es sagt vielleicht wohl dass dies wenigstens mit sehr vielen müsse

versucht worden sein woraus dann auf die übrigen mit größter Wahrscheinlichkeit

oder mit vollem Rechte nach der Analogie geschlossen werden könne Allein die

Analogie gibt nicht nur kein volles Recht sondern sie widerlegt um ihrer Natur

willen sich so oft dass nach der Analogie selbst zu schließen die Analogie

vielmehr keinen Schluss zu machen erlaubt Die Wahrscheinlichkeit auf welche

sich das Resultat derselben reduzieren würde verliert gegen die Wahrheit allen

Unterschied von geringerer und größerer Wahrscheinlichkeit sie sei so groß als

sie will ist sie nichts gegen die Wahrheit Der Instinkt der Vernunft nimmt

aber in der Tat solche Gesetze für Wahrheit an und erst in Beziehung auf ihre

Notwendigkeit die er nicht erkennt gerät er in diese Unterscheidung und setzt

die Wahrheit der Sache selbst zur Wahrscheinlichkeit herab um die unvollkommene

Weise in welcher die Wahrheit für das Bewusstsein das die Einsicht in den

reinen Begriff noch nicht erreicht hat vorhanden ist zu bezeichnen denn die

Allgemeinheit ist nur als einfache unmittelbare Allgemeinheit vorhanden Aber

zugleich um ihrer willen hat das Gesetz für das Bewusstsein Wahrheit dass der

Stein fällt ist ihm darum wahr weil ihm der Stein schwer ist dh weil er in

der Schwere an und für sich selbst die wesentliche Beziehung auf die Erde hat

die sich als Fall ausdrückt Es hat also in der Erfahrung das Sein des Gesetzes

aber ebenso dasselbe als Begriff und nur um beider Umstände willen zusammen ist

es ihm wahr es gilt darum als Gesetz weil es in der Erscheinung sich darstellt

und zugleich an sich selbst Begriff ist

Der Vernunftinstinkt dieses Bewusstseins geht weil das Gesetz zugleich an sich

Begriff ist notwendig aber ohne zu wissen dass er dies will selbst darauf

das Gesetz und seine Momente zum Begriffe zu reinigen Er stellt Versuche über

das Gesetz an Wie das Gesetz zuerst erscheint stellt es sich unrein umhüllt

von einzelnem sinnlichen Sein und der Begriffder seine Natur ausmacht im

empirischen Stoff versenkt dar Der Vernunftinstinkt geht in seinen Versuchen

darauf zu finden was unter diesen und jenen Umständen erfolge Das Gesetz

scheint hierdurch nur um so mehr in sinnliches Sein getaucht zu werden allein

dies geht darin vielmehr verloren Diese Forschung hat die innere Bedeutung

reine Bedingungen des Gesetzes zu finden was nichts anderes sagen will wenn

auch das Bewusstsein das sich so ausdrückt meinen sollte es sage damit etwas

anderes als das Gesetz ganz in die Gestalt des Begriffes zu erheben und alle

Gebundenheit seiner Momente an bestimmtes Sein zu tilgen Die negative

Elektrizität zB welche etwa zuerst als Harzelektrizität so wie die positive

als Glaselektrizität sich ankündigt verliert durch die Versuche ganz diese

Bedeutung und wird rein zur positiven und negativen Elektrizität deren jede

nicht einer besonderen Art von Dingen mehr angehört und es hört auf gesagt

werden zu können dass es Körper gibt die positiv elektrisch andere die

negativ elektrisch sind So macht auch das Verhältnis von Säure und Base und

deren Bewegung gegeneinander ein Gesetz aus worin diese Gegensätze als Körper

erscheinen Allein diese abgesonderten Dinge haben keine Wirklichkeit die

Gewalt welche sie auseinanderreißt kann sie nicht hindern sogleich in einen

Prozess wieder einzutreten denn sie sind nur diese Beziehung Sie können nicht

wie ein Zahn oder eine Klaue für sich bleiben und so aufgezeigt werden dass dies

ihr Wesen ist unmittelbar in ein neutrales Produkt überzugehen macht ihr Sein

zu einem an sich aufgehobenen oder zu einem allgemeinen und Säure und Base

haben Wahrheit nur als Allgemeine Wie also Glas und Harz ebensowohl positiv als

negativ elektrisch sein kann so ist Säure und Base nicht als Eigenschaft an

diese oder jene Wirklichkeit gebunden sondern jedes Ding ist nur relativ sauer

oder basisch was dezidierte Base oder Säure zu sein scheint erhält in den

sogenannten Synsomatien die entgegengesetzte Bedeutung zu einem anderen  Das

Resultat der Versuche hebt auf diese Weise die Momente oder Begeistungen als

Eigenschaften der bestimmten Dinge auf und befreit die Prädikate von ihren

Subjekten Diese Prädikate werden wie sie in Wahrheit sind nur als allgemeine

gefunden um dieser Selbständigkeit willen erhalten sie daher den Namen von

Materien welche weder Körper noch Eigenschaften sind und man hütet sich wohl

Sauerstoff usf positive und negative Elektrizität Wärme usw Körper zu

nennen

Die Materie ist hingegen nicht ein seiendes Ding sondern das Sein als

allgemeines oder in der Weise des Begriffs Die Vernunft welche noch Instinkt

ist macht diesen richtigen Unterschied ohne das Bewusstsein dass sie indem

sie das Gesetz an allem sinnlichen Sein versucht eben darin sein nur sinnliches

Sein aufhebt und dass indem sie seine Momente als Materien auffasst ihre

Wesenheit ihm zum Allgemeinen geworden und in diesem Ausdrucke als ein

unsinnliches Sinnliches als ein körperloses und doch gegenständliches Sein

ausgesprochen ist

Es ist nun zu sehen welche Wendung für ihn sein Resultat nimmt und welche neue

Gestalt seines Beobachtens damit auftritt Als die Wahrheit dieses versuchenden

Bewusstseins sehen wir das reine Gesetz welches sich vom sinnlichen Sein

befreit wir sehen es als Begriff der im sinnlichen Sein vorhanden aber in ihm

selbständig und ungebunden sich bewegt in es versenkt frei davon und einfacher

Begriff ist Dies was in Wahrheit das Resultat und Wesen ist tritt für dies

Bewusstsein nun selbst aber als Gegenstand auf und zwar indem er eben für es

nicht Resultat und ohne die Beziehung auf die vorhergehende Bewegung ist als

eine besondere Art von Gegenstand und sein Verhältnis zu diesem als ein anderes

Beobachten

Solcher Gegenstand welcher den Prozess in der Einfachheit des Begriffes an ihm

hat ist das Organische Es ist diese absolute Flüssigkeit worin die

Bestimmtheit durch welche es nur für Anderes wäre aufgelöst ist Wenn das

unorganische Ding die Bestimmtheit zu seinem Wesen hat und deswegen nur mit

einem anderen Dinge zusammen die Vollständigkeit der Momente des Begriffs

ausmacht und daher in die Bewegung tretend verloren geht so sind dagegen an dem

organischen Wesen alle Bestimmtheiten durch welche es für Anderes offen ist

unter die organische einfache Einheit gebunden es tritt keine als wesentlich

auf welche sich frei auf Anderes bezöge und das Organische erhält sich daher

in seiner Beziehung selbst

Die Seiten des Gesetzes auf dessen Beobachtung hier der Vernunftinstinkt geht

sind wie aus dieser Bestimmung folgt zunächst die organische Natur und die

unorganische in ihrer Beziehung aufeinander Diese letztere ist für die

organische eben die ihrem einfachen Begriffe entgegengesetzte Freiheit der

losgebundenen Bestimmtheiten in welchen die individuelle Natur zugleich

aufgelöst ist und aus deren Kontinuität sie zugleich sich absondert und für

sich ist. Luft Wasser Erde Zonen und Klima sind solche allgemeine Elemente

die das unbestimmte einfache Wesen der Individualitäten ausmachen und worin

diese zugleich in sich reflektiert sind Weder die Individualität ist

schlechthin an und für sich, noch das Elementarische sondern in der

selbständigen Freiheit in welcher sie für die Beobachtung gegeneinander

auftreten verhalten sie sich zugleich als wesentliche Beziehungen aber so dass

die Selbständigkeit und Gleichgültigkeit beider gegeneinander das Herrschende

ist und nur zum Teil in die Abstraktion übergeht Hier ist also das Gesetz als

die Beziehung eines Elements auf die Bildung des Organischen vorhanden welches

das elementarische Sein einmal sich gegenüber hat und das andere Mal es an

seiner organischen Reflexion darstellt Allein solche Gesetze dass die Tiere

welche der Luft angehören von der Beschaffenheit der Vögel welche dem Wasser

von der Beschaffenheit der Fische sind nordische Tiere ein dickbehaartes Fell

haben usf zeigen sogleich eine Armut welche der organischen Mannigfaltigkeit

nicht entspricht Außerdem dass die organische Freiheit diesen Bestimmungen ihre

Formen wieder zu entziehen weiß und notwendig allenthalben Ausnahmen solcher

Gesetze oder Regeln wie man sie nennen wollte darbietet so bleibt dies an

denjenigen selbst welche unter sie fallen eine so oberflächliche Bestimmung

dass auch der Ausdruck ihrer Notwendigkeit nicht anders sein kann und es nicht

über den großen Einfluss hinausbringt wobei man nicht weiß was diesem Einfluss

eigentlich angehört und was nicht Dergleichen Beziehungen des Organischen auf

das Elementarische sind daher in der Tat nicht Gesetze zu nennen denn teils

erschöpft wie erinnert eine solche Beziehung ihrem Inhalte nach gar nicht den

Umfang des Organischen teils bleiben aber auch die Momente der Beziehung selbst

gleichgültig gegeneinander und drücken keine Notwendigkeit aus Im Begriffe der

Säure liegt der Begriff der Base wie im Begriffe der positiven die negative

Elektrizität aber so sehr auch das dickbehaarte Fell mit dem Norden oder der

Bau der Fische mit dem Wasser der Bau der Vögel mit der Luft zusammen

angetroffen werden mag so liegt im Begriffe des Nordens nicht der Begriff

dicker Behaarung des Meeres nicht der des Baues der Fische der Luft nicht der

des Baues der Vögel Um dieser Freiheit beider Seiten gegeneinander willen gibt

es auch Landtiere welche die wesentlichen Charaktere eines Vogels des Fisches

haben usf Die Notwendigkeit weil sie als keine innere des Wesens begriffen

werden kann hört auch auf sinnliches Dasein zu haben und kann nicht mehr an

der Wirklichkeit beobachtet werden sondern ist aus ihr herausgetreten So an

dem realen Wesen selbst sich nicht findend ist sie das was teleologische

Beziehung genannt wird eine Beziehung die den Bezogenen äußerlich und daher

vielmehr das Gegenteil eines Gesetzes ist Sie ist der von der notwendigen Natur

ganz befreite Gedanke welcher sie verlässt und über ihr sich für sich bewegt

Wenn die vorhin berührte Beziehung des Organischen auf die elementarische Natur

das Wesen desselben nicht ausdrückt so ist es dagegen in dem Zweckbegriffe

enthalten Diesem beobachtenden Bewusstsein zwar ist er nicht das eigene Wesen

des Organischen sondern fällt ihm außer demselben und ist dann nur jene

äußerliche teleologische Beziehung Allein wie vorhin das Organische bestimmt

worden ist es in der Tat der reale Zweck selbst denn indem es sich in der

Beziehung auf Anderes selbst erhält ist es eben dasjenige natürliche Wesen in

welchem die Natur sich in den Begriff reflektiert und die an der Notwendigkeit

auseinandergelegten Momente einer Ursache und einer Wirkung eines Tätigen und

eines Leidenden in eins zusammengenommen so dass hier etwas nicht nur als

Resultat der Notwendigkeit auftritt sondern weil es in sich zurückgegangen ist

ist das Letzte oder das Resultat ebensowohl das Erste welches die Bewegung

anfängt und sich der Zweck den es verwirklicht Das Organische bringt nicht

etwas hervor sondern erhält sich nur oder das was hervorgebracht wird ist

ebenso schon vorhanden als es hervorgebracht wird

Diese Bestimmung ist wie sie an sich und wie sie für den Vernunftinstinkt ist

näher zu erörtern um zu sehen wie er sich darin findet sich aber in seinem

Funde nicht erkennt Der Zweckbegriff also zu dem die beobachtende Vernunft

sich erhebt wie es ihr bewusster Begriff ist ist ebensosehr als ein Wirkliches

vorhanden und ist nicht nur eine äußere Beziehung desselben sondern sein Wesen

Dieses Wirkliche welches selbst ein Zweck ist bezieht sich zweckmäßig auf

Anderes heißt seine Beziehung ist eine zufällige nach dem was beide

unmittelbar sind unmittelbar sind beide selbständig und gleichgültig

gegeneinander Das Wesen ihrer Beziehung aber ist ein anderes als sie so zu

sein scheinen und ihr Tun hat einen anderen Sinn als es unmittelbar für das

sinnliche Wahrnehmen ist die Notwendigkeit ist an dem was geschieht verborgen

und zeigt sich erst am Ende aber so dass eben dies Ende zeigt dass sie auch das

Erste gewesen ist Das Ende aber zeigt diese Priorität seiner selbst dadurch

dass durch die Veränderung welche das Tun vorgenommen hat nichts anderes

herauskommt als was schon war Oder wenn wir vom Ersten anfangen so geht

dieses an seinem Ende oder in dem Resultate seines Tuns nur zu sich selbst

zurück und eben hierdurch erweist es sich ein solches zu sein welches sich

selbst zu seinem Ende hat also als Erstes schon zu sich zurückgekommen oder an

und für sich selbst ist Was es also durch die Bewegung seines Tuns erreicht

ist es selbst und dass es nur sich selbst erreicht ist sein Selbstgefühl Es

ist hiermit zwar der Unterschied dessen was es ist und was es sucht vorhanden

aber dies ist nur der Schein eines Unterschieds und hierdurch ist es Begriff an

ihm selbst.

Ebenso ist aber das Selbstbewusstsein beschaffen sich auf eine solche Weise von

sich zu unterscheiden worin zugleich kein Unterschied herauskommt Es findet

daher in der Beobachtung der organischen Natur nichts anderes als dies Wesen es

findet sich als ein Ding als ein Leben macht aber noch einen Unterschied

zwischen dem was es selbst ist und was es gefunden der aber keiner ist Wie

der Instinkt des Tieres das Futter sucht und verzehrt aber damit nichts anderes

herausbringt als sich so findet auch der Instinkt der Vernunft in seinem Suchen

nur sie selbst Das Tier endigt mit dem Selbstgefühle Der Vernunftinstinkt

hingegen ist zugleich Selbstbewusstsein aber weil er nur Instinkt ist ist er

gegen das Bewusstsein auf die Seite gestellt und hat an ihm seinen Gegensatz

Seine Befriedigung ist daher durch diesen entzweit er findet wohl sich selbst

nämlich den Zweck und ebenso diesen Zweck als Ding Aber der Zweck fällt ihm

erstlich außer dem Dinge welches sich als Zweck darstellt Dieser Zweck als

Zweck ist zweitens zugleich gegenständlich er fällt ihm daher auch nicht in

sich als Bewusstsein sondern in einen anderen Verstand

Näher betrachtet so liegt diese Bestimmung ebensowohl in dem Begriffe des

Dinges dass es Zweck an ihm selbst ist Es nämlich erhält sich dh zugleich

es ist seine Natur die Notwendigkeit zu verbergen und in der Form zufälliger

Beziehung darzustellen denn seine Freiheit oder sein Fürsichsein ist eben

dieses sich gegen sein Notwendiges als ein Gleichgültiges zu verhalten es

stellt sich also selbst als ein solches dar dessen Begriff außer seinem Sein

falle Ebenso hat die Vernunft die Notwendigkeit ihren eigenen Begriff als

außer ihr fallend hiermit als Ding anzuschauen als ein solches gegen das sie

und das hiermit gegenseitig gegen sie und gegen seinen Begriff gleichgültig ist

Als Instinkt bleibt sie auch innerhalb dieses Seins oder der Gleichgültigkeit

stehen und das Ding welches den Begriff ausdrückt bleibt ihm ein Anderes als

dieser Begriff der Begriff ein Anderes als das Ding So ist das organische Ding

für sie nur so Zweck an ihm selbst, dass die Notwendigkeit welche in seinem Tun

als verborgen sich darstellt indem das Tuende darin als ein gleichgültiges

Fürsichseiendes sich verhält außer dem Organischen selbst fällt  Da aber das

Organische als Zweck an ihm selbst sich nicht anders verhalten kann denn als ein

solches so ist auch dies erscheinend und sinnlich gegenwärtig dass es Zweck an

ihm selbst ist und es wird so beobachtet Das Organische zeigt sich als ein

sich selbst Erhaltendes und in sich Zurückkehrendes und Zurückgekehrtes Aber in

diesem Sein erkennt dies beobachtende Bewusstsein den Zweckbegriff nicht oder

dies nicht dass der Zweckbegriff nicht sonst irgendwo in einem Verstande

sondern eben hier existiert und als ein Ding ist Es macht einen Unterschied

zwischen dem Zweckbegriffe und dem Fürsichsein und Sichselbsterhalten welcher

keiner ist dass er keiner ist ist nicht für es sondern ein Tun das zufällig

und gleichgültig gegen das was durch dasselbe zustande kommt erscheint und

die Einheit welche doch beides zusammenknüpft  jenes Tun und dieser Zweck

fällt ihm auseinander

Was in dieser Ansicht dem Organischen selbst zukommt ist das zwischen seinem

Ersten und Letzten mitten inne liegende Tun insofern es den Charakter der

Einzelheit an ihm hat Das Tun aber insofern es den Charakter der Allgemeinheit

hat und das Tuende demjenigen was dadurch hervorgebracht wird gleichgesetzt

ist das zweckmäßige Tun als solches käme nicht ihm zu Jenes einzelne Tun

das nur Mittel ist tritt durch seine Einzelheit unter die Bestimmung einer

durchaus einzelnen oder zufälligen Notwendigkeit Was das Organische zur

Erhaltung seiner selbst als Individuums oder seiner als Gattung tut ist daher

diesem unmittelbaren Inhalte nach ganz gesetzlos denn das Allgemeine und der

Begriff fällt außer ihm Sein Tun wäre sonach die leere Wirksamkeit ohne Inhalt

an ihr selbst; sie wäre nicht einmal die Wirksamkeit einer Maschine denn diese

hat einen Zweck und ihre Wirksamkeit hierdurch einen bestimmten Inhalt So

verlassen von dem Allgemeinen würde sie Tätigkeit nur eines Seienden als

Seienden dh eine nicht zugleich in sich reflektierte sein wie die einer

Säure oder Base ist eine Wirksamkeit die von ihrem unmittelbaren Dasein sich

nicht abtrennen noch dieses das in der Beziehung auf sein Entgegengesetztes

verlorengeht aufgeben sich aber erhalten könnte Das Sein aber dessen

Wirksamkeit die hier betrachtete ist ist gesetzt als ein in seiner Beziehung

auf sein Entgegengesetztes sich erhaltendes Ding die Tätigkeit als solche ist

nichts als die reine wesenlose Form seines Fürsichseins und ihre Substanz die

nicht bloß bestimmtes Sein sondern das Allgemeine ist ihr Zweck fällt nicht

außer ihr sie ist an ihr selbst in sich zurückgehende nicht durch irgendein

Fremdes in sich zurückgelenkte Tätigkeit

Diese Einheit der Allgemeinheit und der Tätigkeit ist aber darum nicht für dies

beobachtende Bewusstsein weil jene Einheit wesentlich die innere Bewegung des

Organischen ist und nur als Begriff aufgefasst werden kann das Beobachten aber

sucht die Momente In der Form des Seins und Bleibens und weil das organische

Ganze wesentlich dies ist so die Momente nicht an ihm zu haben und nicht an ihm

finden zu lassen verwandelt das Bewusstsein in seiner Ansicht den Gegensatz in

einen solchen als er ihr gemäß ist Es entsteht ihm auf diese Weise das

organische Wesen als eine Beziehung zweier seiender und fester Momente  eines

Gegensatzes dessen beide Seiten ihm also einesteils in der Beobachtung gegeben

zu sein scheinen andernteils ihrem Inhalte nach den Gegensatz des organischen

Zweckbegriffs und der Wirklichkeit ausdrücken weil aber der Begriff als solcher

daran getilgt ist auf eine dunkle und oberflächliche Weise worin der Gedanke

in das Vorstellen herabgesunken ist So sehen wir den ersten ungefähr unter dem

Inneren die andere unter dem Äußeren gemeint und ihre Beziehung erzeugt das

Gesetz dass das Äußere der Ausdruck des Inneren ist

Dies Innere mit seinem Entgegengesetzten und ihre Beziehung aufeinander näher

betrachtet ergibt sich dass fürs erste die beiden Seiten des Gesetzes nicht

mehr wie bei früheren Gesetzen lauten worin sie als selbständige Dinge jede als

ein besonderer Körper erschienen noch auch fürs andere so dass das Allgemeine

irgend sonst außer dem Seienden seine Existenz haben sollte Sondern das

organische Wesen ist ungetrennt überhaupt zugrunde gelegt als Inhalt des

Inneren und Äußeren und für beide dasselbe der Gegensatz ist dadurch nur noch

ein rein formeller dessen reale Seiten dasselbe Ansich zu ihrem Wesen haben

zugleich aber indem Inneres und Äußeres auch entgegengesetzte Realität und ein

für das Beobachten verschiedenes Sein sind scheinen sie ihm Jedes einen

eigentümlichen Inhalt zu haben Dieser eigentümliche Inhalt da er dieselbe

Substanz oder organische Einheit ist kann aber in der Tat nur eine verschiedene

Form derselben sein und dies wird von dem beobachtenden Bewusstsein darin

angedeutet dass das Äußere nur Ausdruck des Inneren ist  Dieselben

Bestimmungen des Verhältnisses nämlich die gleichgültige Selbständigkeit der

Verschiedenen und In ihr ihre Einheit worin sie verschwinden haben wir an dem

Zweckbegriffe gesehen

Es ist nun zu sehen welche Gestalt das Innere und Äußere in seinem Sein hat

Das Innere als solches muss ebensosehr ein äußeres Sein und eine Gestalt haben

wie das Äußere als solches denn es ist Gegenstand oder selbst als Seiendes und

für die Beobachtung vorhanden gesetzt

Die organische Substanz als innere ist die einfache Seele der reine

Zweckbegriff oder das Allgemeine welches in seiner Teilung ebenso allgemeine

Flüssigkeit bleibt und daher in seinem Sein als das Tun oder die Bewegung der

verschwindenden Wirklichkeit erscheint dahingegen das Äußere entgegengesetzt

jenem seienden Inneren in dem ruhenden Sein des Organischen besteht Das Gesetz

als die Beziehung jenes Inneren auf dies Äußere drückt hiermit seinen Inhalt

einmal in der Darstellung allgemeiner Momente oder einfacher Wesenheiten und das

andere Mal in der Darstellung der verwirklichten Wesenheit oder der Gestalt aus

Jene ersten einfachen organischen Eigenschaften um sie so zu nennen sind

Sensibilität Irritabilität und Reproduktion Diese Eigenschaften wenigstens

die beiden ersten scheinen sich zwar nicht auf den Organismus überhaupt

sondern nur auf den animalischen zu beziehen Der vegetabilische drückt auch in

der Tat nur den einfachen Begriff des Organismus aus der seine Momente nicht

entwickelt daher wir uns in Ansehung ihrer insofern sie für die Beobachtung

sein sollen an denjenigen halten müssen der ihr entwickeltes Dasein darstellt

Was nun sie selbst betrifft so ergeben sie sich unmittelbar aus dem Begriffe

des Selbstzwecks Denn die Sensibilität drückt überhaupt den einfachen Begriff

der organischen Reflexioninsich oder die allgemeine Flüssigkeit desselben aus

die Irritabilität aber die organische Elastizität sich in der Reflexion

zugleich reagierend zu verhalten und die dem ersten ruhigen Insichsein

entgegengesetzte Verwirklichung worin jenes abstrakte Fürsichsein ein Sein für

Anderes ist Die Reproduktion aber ist die Aktion dieses ganzen in sich

reflektierten Organismus seine Tätigkeit als Zwecks an sich oder als Gattung

worin also das Individuum sich von sich selbst abstößt entweder seine

organischen Teile oder das ganze Individuum erzeugend wiederholt In der

Bedeutung der Selbsterhaltung überhaupt genommen drückt die Reproduktion den

formalen Begriff des Organischen oder die Sensibilität aus aber sie ist

eigentlich der reale organische Begriff oder das Ganze das entweder als

Individuum durch die Hervorbringung der einzelnen Teile seiner selbst oder als

Gattung durch die Hervorbringung von Individuen in sich zurückkehrt

Die andere Bedeutung dieser organischen Elemente nämlich als des Äußeren ist

ihre gestaltete Weise nach welcher sie als wirkliche aber zugleich auch als

allgemeine Teile oder organische Systeme vorhanden sind die Sensibilität etwa

als Nervensystem die Irritabilität als Muskelsystem die Reproduktion als

Eingeweide der Erhaltung des Individuums und der Gattung

Eigentümliche Gesetze des Organischen betreffen demnach ein Verhältnis der

organischen Momente in ihrer gedoppelten Bedeutung einmal ein Teil der

organischen Gestaltung das andere Mal allgemeine flüssige Bestimmtheit zu sein

welche durch alle jene Systeme hindurchgeht In dem Ausdrucke eines solchen

Gesetzes hätte also zB eine bestimmte Sensibilität als Moment des ganzen

Organismus ihren Ausdruck an einem bestimmt gebildeten Nervensystem oder sie

wäre auch mit einer bestimmten Reproduktion der organischen Teile des

Individuums oder Fortpflanzung des Ganzen verknüpft usf  Die beiden Seiten

eines solchen Gesetzes können beobachtet werden Das Äußere ist seinem Begriffe

nach das Sein für Anderes die Sensibilität hat zB in dem sensiblen Systeme

ihre unmittelbar verwirklichte Weise und als allgemeine Eigenschaft ist sie in

ihren Äußerungen ebenso ein Gegenständliches Die Seite welche das Innere

heißt hat ihre eigene äußere Seite die unterschieden ist von dem was im

ganzen das Äußere heißt

Die beiden Seiten eines organischen Gesetzes wären also zwar wohl zu beobachten

allein nicht Gesetze der Beziehung derselben und die Beobachtung reicht nicht

darum nicht zu weil sie als Beobachtung zu kurzsichtig wäre und nicht

empirisch verfahren sondern von der Idee ausgegangen werden sollte  denn

solche Gesetze wenn sie etwas Reelles wären müssten in der Tat wirklich

vorhanden und also zu beobachten sein  sondern weil der Gedanke von Gesetzen

dieser Art keine Wahrheit zu haben sich erweist

Es ergab sich für ein Gesetz das Verhältnis dass die allgemeine organische

Eigenschaft an einem organischen Systeme sich zum Dinge gemacht und an ihm

seinen gestalteten Abdruck hätte so dass beide dasselbe Wesen wären das einmal

als allgemeines Moment das andere Mal als Ding vorhanden Aber außerdem ist

auch die Seite des Innern für sich ein Verhältnis mehrerer Seiten und es bietet

sich daher zuerst der Gedanke eines Gesetzes an als einer Beziehung der

allgemeinen organischen Tätigkeiten oder Eigenschaften aufeinander Ob ein

solches möglich ist muss sich aus der Natur einer solchen Eigenschaft

entscheiden Sie ist aber als eine allgemeine Flüssigkeit teils nicht etwas

das nach der Weise eines Dinges beschränkt ist und in dem Unterschiede eines

Daseins sich hält das seine Gestalt ausmachen sollte sondern die Sensibilität

geht über das Nervensystem hinaus und durch alle anderen Systeme des Organismus

hindurch  teils ist sie allgemeines Moment das wesentlich ungeschieden und

unzertrennlich von Reaktion oder Irritabilität und Reproduktion ist Denn als

Reflexioninsich hat sie schlechthin die Reaktion an ihr Nur

Insichreflektiertsein ist Passivität oder totes Sein nicht eine Sensibilität 

sowenig als Aktion was dasselbe ist als Reaktion ohne Insichreflektiertsein

Irritabilität ist Die Reflexion In der Aktion oder Reaktion und die Aktion oder

Reaktion in der Reflexion ist gerade dies dessen Einheit das Organische

ausmacht eine Einheit welche mit der organischen Reproduktion gleichbedeutend

ist Es folgt hieraus dass in jeder Weise der Wirklichkeit dieselbe Größe der

Sensibilität indem wir zuerst das Verhältnis derselben und der Irritabilität

zueinander betrachten  vorhanden sein muss als der Irritabilität und dass eine

organische Erscheinung ebensosehr nach der einen als nach der anderen aufgefasst

und bestimmt oder wie man will erklärt werden kann dasselbe was der eine

etwa für hohe Sensibilität nimmt kann ein anderer ebensogut für hohe

Irritabilität und Irritabilität von derselben Höhe betrachten Wenn sie Faktoren

genannt werden und dies nicht ein bedeutungsloses Wort sein soll so ist eben

damit ausgesprochen dass sie Momente des Begriffs sind also der reale

Gegenstand dessen Wesen dieser Begriff ausmacht sie auf gleiche Weise an ihm

hat und dass wenn er auf die eine bestimmt wird als sehr sensibel er ebenso

auf die andere als ebensosehr irritabel auszusagen ist

Werden sie unterschieden wie notwendig ist so sind sie es dem Begriffe nach

und ihr Gegensatz ist qualitativ Aber außer diesem wahren Unterschiede auch

noch als seiend und für die Vorstellung wie sie Seiten des Gesetzes sein

könnten verschieden gesetzt so erscheinen sie in quantitativer

Verschiedenheit Ihr eigentümlicher qualitativer Gegensatz tritt somit in die

Größe und es entstehen Gesetze der Art dass zB Sensibilität und Irritabilität

in umgekehrtem Verhältnisse ihrer Größe stehen so dass wie die eine wächst die

andere abnimmt oder besser gleich die Größe selbst zum Inhalte genommen dass

die Größe von etwas zunimmt wie seine Kleinheit abnimmt  Wird diesem Gesetze

aber ein bestimmter Inhalt gegeben etwa so dass die Größe eines Lochs zunimmt

je mehr das abnimmt was seine Erfüllung ausmacht so kann dies umgekehrte

Verhältnis ebenso in ein gerades verwandelt und ausgedrückt werden dass die

Größe des Lochs in geradem Verhältnisse der Menge des Weggenommenen zunimmt 

ein tautologischer Satz er mag als direktes oder umgekehrtes Verhältnis

ausgedrückt werden der in seinem eigentümlichen Ausdrucke nur dieses heißt dass

eine Größe zunimmt wie diese Größe zunimmt Wie das Loch und das was es

erfüllt und weggenommen wird qualitativ entgegengesetzt sind aber wie das

Reale derselben und dessen bestimmte Größe in beiden eins und dasselbe und

ebenso Zunahme der Größe und Abnahme der Kleinheit dasselbe ist und ihre

bedeutungsleere Entgegensetzung in eine Tautologie hinausläuft so sind die

organischen Momente gleich unzertrennlich in ihrem Realen und in ihrer Größe

die die Größe desselben ist eines nimmt nur mit dem anderen ab und nimmt nur

mit ihm zu denn eines hat schlechthin nur Bedeutung insoweit das andere

vorhanden ist  oder vielmehr es ist gleichgültig eine organische Erscheinung

als Irritabilität oder als Sensibilität zu betrachten schon überhaupt und

ebenso wenn von ihrer Größe gesprochen wird  so gleichgültig es ist die

Zunahme eines Lochs als Vermehrung seiner als der Leerheit oder als Vermehrung

der herausgenommenen Fülle auszusprechen Oder eine Zahl zB drei bleibt

gleich groß ich mag sie positiv oder negativ nehmen und wenn ich die drei zu

vier vergrößere so ist das Positive wie das Negative zu vier geworden  wie

der Südpol an einem Magnete gerade so stark ist als sein Nordpol oder eine

positive Elektrizität oder eine Säure geradeso stark als ihre negative oder als

die Base worauf sie einwirkt  Ein solches Großes als jene drei oder ein

Magnet usf ist ein organisches Dasein es ist dasjenige das vermehrt und

vermindert wird und wenn es vermehrt wird werden beide Faktoren desselben

vermehrt sosehr als beide Pole des Magnets oder als die beiden Elektrizitäten

wenn ein Magnet usf verstärkt wird zunehmen  dass beide ebensowenig nach

Intension und Extension verschieden sein können das eine nicht an Extension

ab dagegen an Intension zunehmen kann während das andere umgekehrt seine

Intension vermindern dagegen an Extension zunehmen sollte fällt unter

denselben Begriff leerer Entgegensetzung die reale Intension ist ebenso

schlechthin so groß als die Extension und umgekehrt

Es geht wie erhellt bei diesem Gesetzgeben eigentlich so zu dass zuerst

Irritabilität und Sensibilität den bestimmten organischen Gegensatz ausmacht

dieser Inhalt verliert sich aber und der Gegensatz verläuft sich in den

formalen des Zu und Abnehmens der Größe oder der verschiedenen Intension und

Extension  ein Gegensatz der die Natur der Sensibilität und der Irritabilität

weiter nichts mehr angeht und sie nicht mehr ausdrückt Daher solches leeres

Spiel des Gesetzgebens nicht an die organischen Momente gebunden ist sondern es

kann allenthalben mit allem getrieben werden und beruht überhaupt auf der

Unbekanntschaft mit der logischen Natur dieser Gegensätze Wird endlich statt

der Sensibilität und Irritabilität die Reproduktion mit der einen oder der

anderen in Beziehung gebracht so fällt auch die Veranlassung zu diesem

Gesetzgeben hinweg denn Reproduktion steht mit jenen Momenten nicht in einem

Gegensatze wie sie gegeneinander und da auf ihm dies Gesetzgeben beruht so

fällt hier auch der Schein seines Stattfindens hinweg

Das soeben betrachtete Gesetzgeben enthält die Unterschiede des Organismus in

ihrer Bedeutung von Momenten seines Begriffs und sollte eigentlich ein

apriorisches Gesetzgeben sein Es liegt aber in ihm selbst wesentlich dieser

Gedanke dass sie die Bedeutung von Vorhandenen haben und das bloß beobachtende

Bewusstsein hat sich ohnehin nur an ihr Dasein zu halten Die organische

Wirklichkeit hat notwendig einen solchen Gegensatz an ihr als ihr Begriff

ausdrückt und der als Irritabilität und Sensibilität bestimmt werden kann so

wie sie beide wieder von der Reproduktion verschieden erscheinen  Die

Äußerlichkeit in der die Momente des organischen Begriffs hier betrachtet

werden ist die eigene unmittelbare Äußerlichkeit des Innern nicht das Äußere

welches Äußeres im ganzen und Gestalt ist und mit welchem das Innere nachher in

Beziehung zu betrachten ist

Aber den Gegensatz der Momente so aufgefasst wie er an dem Dasein ist so sinken

Sensibilität Irritabilität Reproduktion zu gemeinen Eigenschaften herunter

die gegeneinander ebenso gleichgültige Allgemeinheiten sind als spezifische

Schwere Farbe Härte usf In diesem Sinne kann wohl beobachtet werden dass ein

Organisches sensibler oder irritabler oder von größerer Reproduktionskraft sei

als ein anderes  sowie dass die Sensibilität usf des einen der Art nach von

der eines anderen verschieden sei eins sich gegen bestimmte Reize anders

verhalte als ein anderes wie das Pferd anders gegen Hafer als gegen Heu und der

Hund wieder anders gegen beide usf sosehr als beobachtet werden kann dass ein

Körper härter ist als ein anderer usf  Allein diese sinnlichen Eigenschaften

Härte Farbe usf sowie die Erscheinungen der Reizempfänglichkeit für Hafer

der Irritabilität für Lasten oder der Anzahl und Art Junge zu gebären

aufeinander bezogen und miteinander verglichen widerstreiten wesentlich einer

Gesetzmäßigkeit Denn die Bestimmtheit ihres sinnlichen Seins besteht eben

darin vollkommen gleichgültig gegeneinander zu existieren und die des Begriffs

entbundene Freiheit der Natur viel mehr darzustellen als die Einheit einer

Beziehung viel mehr ihr unvernünftiges Hin und Herspielen auf der Leiter der

zufälligen Größe zwischen den Momenten des Begriffs als diese selbst

Die andere Seite nach welcher die einfachen Momente des organischen Begriffs

mit den Momenten der Gestaltung verglichen werden würde erst das eigentliche

Gesetz geben welches das wahre Äußere als Abdruck des Innern ausspräche  Weil

nun jene einfachen Momente durchdringende flüssige Eigenschaften sind so haben

sie an dem organischen Dinge nicht einen solchen ausgeschiedenen realen

Ausdruck wie das ist was ein einzelnes System der Gestalt genannt wird Oder

wenn die abstrakte Idee des Organismus in jenen drei Momenten nur darum wahrhaft

ausgedruckt ist weil sie nichts Stehendes sondern nur Momente des Begriffs und

der Bewegung sind so ist er dagegen als Gestaltung nicht in solchen drei

bestimmten Systemen befasst wie die Anatomie sie auseinanderlegt Insofern

solche Systeme in ihrer Wirklichkeit gefunden und durch dies Finden legitimiert

werden sollen muss auch erinnert werden dass die Anatomie nicht nur drei

dergleichen Systeme sondern viel mehrere aufweist  Alsdenn muss abgesehen

hiervon überhaupt das sensible System etwas ganz anderes bedeuten als das was

Nervensystem genannt wird so das irritable System etwas anderes als das

Muskelsystem das reproduktive System etwas anderes als die Eingeweide der

Reproduktion In den Systemen der Gestalt als solcher ist der Organismus nach

der abstrakten Seite der toten Existenz aufgefasst seine Momente so

aufgenommen gehören der Anatomie und dem Kadaver nicht der Erkenntnis und dem

lebendigen Organismus an Als solche Teile haben sie vielmehr aufgehört zu sein

denn sie hören auf Prozesse zu sein Da das Sein des Organismus wesentlich

Allgemeinheit oder Reflexion in sich selbst ist so kann das Sein seines Ganzen

wie seine Momente nicht in einem anatomischen Systeme bestehen sondern der

wirkliche Ausdruck und ihre Äußerlichkeit ist vielmehr nur als eine Bewegung

vorhanden die sich durch die verschiedenen Teile der Gestaltung verläuft und

worin das was als einzelnes System herausgerissen und fixiert wird sich

wesentlich als fließendes Moment darstellt so dass nicht jene Wirklichkeit wie

die Anatomie sie findet als ihre Realität gelten darf sondern nur sie als

Prozess in welchem auch die anatomischen Teile allein einen Sinn haben

Es ergibt sich also dass weder die Momente des organischen Innern für sich

genommen Seiten eines Gesetzes des Seins abzugeben fähig sind indem sie in

einem solchen Gesetze von einem Dasein ausgesprochen voneinander unterschieden

und nicht jede auf gleiche Weise anstatt der anderen sollte genannt werden

können noch dass sie auf die eine Seite gestellt in der anderen an einem

festen Systeme Ihre Realisierung haben denn dies letztere ist so wenig etwas

das überhaupt organische Wahrheit hätte als es der Ausdruck jener Momente des

Innern ist Das Wesentliche des Organischen da es an sich das Allgemeine ist

ist vielmehr überhaupt seine Momente in der Wirklichkeit ebenso allgemein dh

als durchlaufende Prozesse zu haben nicht aber an einem isolierten Dinge ein

Bild des Allgemeinen zu geben

Auf diese Weise geht an dem Organischen die Vorstellung eines Gesetzes überhaupt

verloren Das Gesetz will den Gegensatz als ruhende Seiten auffassen und

ausdrücken und an ihnen die Bestimmtheit welche ihre Beziehung aufeinander ist

Das innere welchem die erscheinende Allgemeinheit und das Äußere welchem die

Teile der ruhenden Gestalt angehören sollten die sich entsprechenden Seiten des

Gesetzes ausmachen verlieren aber so auseinandergehalten ihre organische

Bedeutung und der Vorstellung des Gesetzes hegt gerade dies zum Grunde dass

seine beiden Seiten ein für sich seiendes gleichgültiges Bestehen hätten und an

sie die Beziehung als eine gedoppelte sich entsprechende Bestimmtheit verteilt

wäre Jede Seite des Organischen ist vielmehr dies an ihr selbst, einfädle

Allgemeinheit in welcher alle Bestimmungen aufgelöst sind und die Bewegung

dieses Auflösens zu sein

Die Einsicht in den Unterschied dieses Gesetzgebens gegen frühere Formen wird

seine Natur vollends aufhellen  Sehen wir nämlich zurück auf die Bewegung des

Wahrnehmens und des darin sich in sich reflektierenden und seinen Gegenstand

hierdurch bestimmenden Verstandes so hat dieser dabei an seinem Gegenstande die

Beziehung dieser abstrakten Bestimmungen des Allgemeinen und Einzelnen des

Wesentlichen und des Äußerlichen nicht vor sich sondern ist selbst das

Übergehen dem dieses Übergehen nicht gegenständlich wird Hier hingegen ist die

organische Einheit dh eben die Beziehung Jener Gegensätze und diese

Beziehung ist reines Übergehen selbst der Gegenstand Dies Übergehen in seiner

Einfachheit ist unmittelbar Allgemeinheit und indem sie in den unterschied

tritt dessen Beziehung das Gesetz ausdrücken soll so sind seine Momente als

allgemeine Gegenstände dieses Bewusstseins und das Gesetz lautet dass das Äußere

Ausdruck des Inneren sei Der Verstand hat hier den Gedanken des Gesetzes selbst

erfasst da er vorher nur überhaupt Gesetze suchte und die Momente derselben ihm

als ein bestimmter Inhalt nicht als die Gedanken derselben vorschwebten  In

Ansehung des Inhalts sollen hiermit hier nicht solche Gesetze erhalten werden

welche nur ein ruhiges Aufnehmen rein seiender Unterschiede in die Form der

Allgemeinheit sind sondern Gesetze die unmittelbar an diesen Unterschieden

auch die Unruhe des Begriffes und damit zugleich die Notwendigkeit der Beziehung

der Seiten haben Allein weil eben der Gegenstand die organische Einheit das

unendliche Aufheben oder die absolute Negation des Seins mit dem ruhigen Sein

unmittelbar vereinigt und die Momente wesentlich reines Übergehen sind so

ergeben sich keine solchen seienden Seiten als für das Gesetz erfordert werden

Um solche zu erhalten muss der Verstand sich an das andere Moment des

organischen Verhältnisses halten nämlich an das Reflektiertsein des organischen

Daseins in sich selbst Aber dieses Sein ist so vollkommen in sich reflektiert

dass ihm keine Bestimmtheit gegen Anderes übrigbleibt Das unmittelbare sinnliche

Sein ist unmittelbar mit der Bestimmtheit als solcher eins und drückt daher

einen qualitativen Unterschied an ihm aus wie zB Blau gegen Rot Saures gegen

Alkalisches usf Aber das in sich zurückgekommene organische Sein ist vollkommen

gleichgültig gegen Anderes sein Dasein ist die einfache Allgemeinheit und

verweigert dem Beobachten bleibende sinnliche Unterschiede oder was dasselbe

ist zeigt seine wesentliche Bestimmtheit nur als den Wechsel seiender

Bestimmtheiten Wie sich daher der Unterschied als seiender ausdrückt ist eben

dies dass er ein gleichgültiger ist dh als Größe Hierin ist aber der Begriff

getilgt und die Notwendigkeit verschwunden Der Inhalt aber und Erfüllung dieses

gleichgültigen Seins der Wechsel der sinnlichen Bestimmungen in die

Einfachheit einer organischen Bestimmung zusammengenommen drückt dann zugleich

dies aus dass er eben jene  der unmittelbaren Eigenschaft  Bestimmtheit nicht

hat und das Qualitative fällt allein in die Größe wie wir oben gesehen

Ob also schon das Gegenständliche das als organische Bestimmtheit aufgefasst

wird den Begriff an ihm selbst hat und sich hierdurch von dem unterscheidet

das für den Verstand ist der sich als rein wahrnehmend bei dem Auffassen des

Inhalts seiner Gesetze verhält so fällt jenes Auffassen doch ganz in das

Prinzip und die Manier des bloß wahrnehmenden Verstandes darum zurück weil das

Aufgefasste zu Momenten eines Gesetzes gebraucht wird denn hierdurch erhält es

die Weise einer festen Bestimmtheit die Form einer unmittelbaren Eigenschaft

oder einer ruhenden Erscheinung wird ferner in die Bestimmung der Größe

aufgenommen und die Natur des Begriffs ist unterdrückt  Die Umtauschung eines

bloß Wahrgenommenen gegen ein Insichreflektiertes einer bloß sinnlichen

Bestimmtheit gegen eine organische verliert also wieder ihren Wert und zwar

dadurch dass der Verstand das Gesetzgeben noch nicht aufgehoben hat

Um die Vergleichung in Ansehung dieses Umtauschens an einigen Beispielen

anzustellen so wird etwa etwas das für die Wahrnehmung ein Tier von starken

Muskeln ist als tierischer Organismus von hoher Irritabilität oder was für die

Wahrnehmung ein Zustand großer Schwäche ist als Zustand hoher Sensibilität

oder wenn man lieber will als eine innormale Affektion und zwar eine

Potenzierung derselben Ausdrücke welche das Sinnliche statt in den Begriff ins

Lateinische  und zwar noch dazu in ein schlechtes  übersetzen bestimmt dass

das Tier starke Muskeln habe kann vom Verstande auch so ausgedrückt werden das

Tier besitze eine große Muskelkraft  wie die große Schwäche als eine geringe

Kraft Die Bestimmung durch Irritabilität hat vor der Bestimmung als Kraft

voraus dass diese die unbestimmte Reflexioninsich jene aber die bestimmte

ausdrückt denn die eigentümliche Kraft des Muskels ist eben Irritabilität 

und vor der Bestimmung durch starke Muskeln dass wie schon in der Kraft die

Reflexioninsich zugleich darin enthalten ist So wie die Schwäche oder die

geringe Kraft die organische Passivität bestimmt durch Sensibilität

ausgedrückt wird Aber diese Sensibilität so für sich genommen und fixiert und

noch mit der Bestimmung der Größe verbunden und als größere oder geringere

Sensibilität einer größeren oder geringeren Irritabilität entgegengesetzt ist

jede ganz in das sinnliche Element und zur gemeinen Form einer Eigenschaft

herabgesetzt und ihre Beziehung nicht der Begriff sondern im Gegenteil die

Größe in welche nun der Gegensatz fällt und ein gedankenloser Unterschied wird

Wenn hierbei zwar das Unbestimmte der Ausdrücke von Kraft und Stärke und

Schwäche entfernt wurde so entsteht jetzt das ebenso leere und unbestimmte

Herumtreiben in den Gegensätzen einer höheren und niederen Sensibilität

Irritabilität in ihrem Auf und Absteigen an und gegeneinander Nicht weniger

als Stärke und Schwäche ganz sinnliche gedankenlose Bestimmungen sind ist die

größere oder geringere Sensibilität Irritabilität die gedankenlos aufgefasste

und ebenso ausgesprochene sinnliche Erscheinung An die Stelle jener

begriffslosen Ausdrücke ist nicht der Begriff getreten sondern Stärke und

Schwäche durch eine Bestimmung erfüllt worden die für sich allein genommen auf

dem Begriffe beruht und ihn zum Inhalte hat aber diesen Ursprung und Charakter

gänzlich verliert  Durch die Form der Einfachheit und Unmittelbarkeit also in

welcher dieser Inhalt zur Seite eines Gesetzes gemacht wird und durch die

Größe welche das Element des Unterschiedes solcher Bestimmungen ausmacht

behält das ursprünglich als Begriff seiende und gesetzte Wesen die Weise des

sinnlichen Wahrnehmens und bleibt von dem Erkennen so entfernt als in der

Bestimmung durch Stärke und Schwäche der Kraft oder durch unmittelbare sinnliche

Eigenschaften

Es ist jetzt auch noch dasjenige für sich allein zu betrachten übrig was das

Äußere des Organischen ist und wie an ihm der Gegensatz seines Inneren und

Äußeren sich bestimmt so wie zuerst das Innere des Ganzen in der Beziehung auf

sein eigenes Äußeres betrachtet wurde

Das Äußere für sich betrachtet ist die Gestaltung überhaupt das System des

sich im Elemente des Seins gliedernden Lebens und wesentlich zugleich das Sein

des organischen Wesens für ein Anderes  gegenständliches Wesen in seinem

Fürsichsein  Dies Andere erscheint zunächst als seine äußere unorganische

Natur Diese beiden in Beziehung auf ein Gesetz betrachtet kann wie wir oben

sahen die unorganische Natur nicht die Seite eines Gesetzes gegen das

organische Wesen ausmachen weil dieses zugleich schlechthin für sich ist und

eine allgemeine und freie Beziehung auf sie hat

Das Verhältnis dieser beiden Seiten aber an der organischen Gestalt selbst näher

bestimmt so ist sie also nach einer Seite gegen die unorganische Natur gekehrt

auf der ändern aber für sich und in sich reflektiert Das wirkliche organische

Wesen ist die Mitte welche das Fürsichsein des Lebens mit dem Äußeren überhaupt

oder dem Ansichsein zusammenschließt  Das Extrem des Fürsichseins ist aber das

Innere als unendliches Eins welches die Momente der Gestalt selbst aus ihrem

Bestehen und dem Zusammenhange mit dem Äußeren in sich zurücknimmt das

Inhaltslose das an der Gestalt sich seinen Inhalt gibt und an ihr als ihr

Prozess erscheint In diesem Extreme als einfacher Negativität oder reiner

Einzelheit hat das Organische seine absolute Freiheit wodurch es gegen das Sein

für Anderes und gegen die Bestimmtheit der Momente der Gestalt gleichgültig und

gesichert ist Diese Freiheit ist zugleich Freiheit der Momente selbst sie ist

ihre Möglichkeit als daseiende zu erscheinen und aufgefasst zu werden und wie

gegen Äußeres sind sie darin auch gegeneinander befreit und gleichgültig denn

die Einfachheit dieser Freiheit ist das Sein oder ihre einfache Substanz Dieser

Begriff oder reine Freiheit ist ein und dasselbe Leben die Gestalt oder das

Sein für Anderes mag in noch so mannigfaltigem Spiele umherschweifen es ist

diesem Strome des Lebens gleichgültig welcher Art die Mühlen sind die er

treibt  Fürs erste ist nun zu bemerken dass dieser Begriff hier nicht wie

vorhin bei der Betrachtung des eigentlichen Innern in seiner Form des Prozesses

oder der Entwicklung seiner Momente aufzufassen ist sondern in seiner Form als

einfaches Inneres welches die rein allgemeine Seite gegen das wirkliche

lebendige Wesen ausmacht oder als das Element des Bestehens der seienden

Glieder der Gestalt denn diese betrachten wir hier und an ihr ist das Wesen

des Lebens als die Einfachheit des Bestehens Alsdann ist das Sein für Anderes

oder die Bestimmtheit der wirklichen Gestaltung in diese einfache Allgemeinheit

aufgenommen die ihr Wesen ist eine ebenso einfache allgemeine unsinnliche

Bestimmtheit und kann nur die sein welche als Zahl ausgedrückt ist  Sie ist

die Mitte der Gestalt welche das unbestimmte Leben mit dem wirklichen

verknüpft einfach wie jenes und bestimmt wie dieses Was an jenem dem Innern

als Zahl wäre müsste das Äußere nach seiner Weise als die vielförmige

Wirklichkeit Lebensart Farbe usf ausdrücken überhaupt als die ganze Menge

der Unterschiede welche in der Erscheinung sich entwickeln

Die beiden Seiten des organischen Ganzen  die eine das Innere die andere aber

das Äußere so dass jede wieder an ihr selbst ein Inneres und Äußeres hat  nach

ihrem beiderseitigen Innern verglichen so war das Innere der ersten der

Begriff als die Unruhe der Abstraktion die zweite aber hat zu dem ihrigen die

ruhende Allgemeinheit und darin auch die ruhende Bestimmtheit die Zahl Wenn

daher jene weil in ihr der Begriff seine Momente entwickelt durch den Schein

von Notwendigkeit der Beziehung täuschend Gesetze verhieß so tut diese sogleich

Verzicht darauf indem sich die Zahl als die Bestimmung der einen Seite ihrer

Gesetze zeigt Denn die Zahl ist eben die gänzlich ruhende tote und

gleichgültige Bestimmtheit an welcher alle Bewegung und Beziehung erloschen ist

und welche die Brücke zu dem Lebendigen der Triebe der Lebensart und dem

sonstigen sinnlichen Dasein abgebrochen hat

Diese Betrachtung der Gestalt des Organischen als solcher und des Innern als

eines Innern bloß der Gestalt ist aber in der Tat nicht mehr eine Betrachtung

des Organischen Denn die beiden Seiten die bezogen werden sollten sind nur

gleichgültig gegeneinander gesetzt und dadurch ist die Reflexioninsich

welche das Wesen des Organischen ausmacht aufgehoben Sondern es wird hier

vielmehr auf die unorganische Natur die versuchte Vergleichung des Inneren und

Äußeren übergetragen der unendliche Begriff ist hier nur das Wesen das

inwendig verborgen ist oder außen in das Selbstbewusstsein fällt und nicht mehr

wie am Organischen seine gegenständliche Gegenwart hat Diese Beziehung des

Inneren und Äußeren ist also noch in ihrer eigentlichen Sphäre zu betrachten

Zuerst ist jenes Innere der Gestalt als die einfache Einzelheit eines

unorganischen Dinges die spezifische Schwere Sie kann als einfaches Sein

ebensowohl wie die Bestimmtheit der Zahl deren sie allein fähig ist beobachtet

oder eigentlich durch Vergleichung von Beobachtungen gefunden werden und scheint

auf diese Weise die eine Seite des Gesetzes zu geben Gestalt Farbe Härte

Zähigkeit und eine unzählige Menge anderer Eigenschaften würden zusammen die

äußere Seite ausmachen und die Bestimmtheit des Innern die Zahl auszudrücken

haben so dass das eine am ändern sein Gegenbild hätte

Weil nun die Negativität hier nicht als Bewegung des Prozesses sondern als

beruhigte Einheit oder einfaches Fürsichsein aufgefasst ist so erscheint sie

vielmehr als dasjenige wodurch das Ding sich dem Prozesse widersetzt und sich

in sich und als gleichgültig gegen ihn erhält Dadurch aber dass dies einfache

Fürsichsein eine ruhige Gleichgültigkeit gegen Anderes ist tritt die

spezifische Schwere als eine Eigenschaft neben andere und damit hört alle

notwendige Beziehung ihrer auf diese Vielheit oder alle Gesetzmäßigkeit auf 

Die spezifische Schwere als dies einfädle Innere hat nicht den Unterschied an

ihr selbst, oder sie hat nur den unwesentlichen denn eben ihre reine

Einfachheit hebt alle wesentliche Unterscheidung auf Dieser unwesentliche

Unterschied die Größe müsste also an der anderen Seite welche die Vielheit der

Eigenschaften ist sein Gegenbild oder das Andere haben indem er dadurch

überhaupt erst Unterschied ist Wenn diese Vielheit selbst in die Einfachheit

des Gegensatzes zusammengefasst und etwa als Kohäsion bestimmt wird so dass diese

das Fürsichsein im Anderssein wie die spezifische Schwere das reine Fürsichsein

istso ist diese Kohäsion zuerst diese reine im Begriffe gesetzte Bestimmtheit

gegen jene Bestimmtheit und die Manier des Gesetzgebens wäre die welche oben

bei der Beziehung der Sensibilität auf die Irritabilität betrachtet worden 

Alsdann ist sie ferner als Begriff des Fürsichseins im Anderssein nur die

Abstraktion der Seite die der spezifischen Schwere gegenübersteht und hat als

solche keine Existenz Denn das Fürsichsein im Anderssein ist der Prozess worin

das Unorganische sein Fürsichsein als eine Selbsterhaltung auszudrücken hätte

welche es dagegen bewahrte aus dem Prozesse als Moment eines Produkts

herauszutreten Allein dies eben ist gegen seine Natur welche nicht den Zweck

oder Allgemeinheit an ihr selbst hat Sein Prozess ist vielmehr nur das bestimmte

Verhalten wie sein Fürsichsein seine spezifische Schwere sich aufhebt Dies

bestimmte Verhalten worin seine Kohäsion in ihrem wahren Begriffe bestehen

würde aber selbst und die bestimmte Große seiner spezifischen Schwere sind ganz

gleichgültige Begriffe gegeneinander Wenn die Art des Verhaltens ganz außer

acht gelassen und auf die Vorstellung der Größe eingeschränkt würde so könnte

etwa diese Bestimmung gedacht werden dass das größere spezifische Gewicht als

ein höheres Insichsein dem Eingehen in den Prozess mehr widerstände als das

geringere Allein umgekehrt bewährt die Freiheit des Fürsichseins sich nur in

der Leichtigkeit mit allem sich einzulassen und sich in dieser Mannigfaltigkeit

zu erhalten Jene Intensität ohne Extension der Beziehungen ist eine gehaltlose

Abstraktion denn die Extension macht das Dasein der Intensität aus Die

Selbsterhaltung aber des Unorganischen in seiner Beziehung fällt wie erinnert

außer der Natur derselben da es das Prinzip der Bewegung nicht an ihm selbst

hat oder da sein Sein nicht die absolute Negativität und Begriff ist

Diese andere Seite des Unorganischen dagegen nicht als Prozess sondern als

ruhendes Sein betrachtet so ist sie die gemeine Kohäsion eine einfache

sinnliche Eigenschaft auf die Seite getreten gegen das freigelassene Moment des

Andersseins welches in vielen gleichgültigen Eigenschaften auseinanderliegt und

unter diese selbst wie die spezifische Schwere tritt die Menge der

Eigenschaften zusammen macht dann die andere Seite zu dieser aus An ihr aber

wie an den anderen ist die Zahl die einzige Bestimmtheit welche eine Beziehung

und Obergang dieser Eigenschaften zueinander nicht nur nicht ausdrückt sondern

eben wesentlich dies ist keine notwendige Beziehung zu haben sondern die

Vertilgung aller Gesetzmäßigkeit darzustellen denn sie ist der Ausdruck der

Bestimmtheit als einer unwesentlichen So dass also eine Reihe von Körpern

welche den Unterschied als Zahlenunterschied ihrer spezifischen Schweren

ausdrückt durchaus nicht einer Reihe des Unterschieds der anderen Eigenschaften

parallel geht wenn auch um die Sache zu erleichtern von ihnen nur eine

einzelne oder etliche genommen werden Denn in der Tat könnte es nur das ganze

Konvolut derselben sein was in dieser Parallele die andere Seite auszumachen

hätte Dieses in sich zu ordnen und zu einem Ganzen zu verbinden sind die

Größenbestimmtheiten dieser vielerlei Eigenschaften für die Beobachtung

einerseits vorhanden andererseits aber treten ihre Unterschiede als qualitativ

ein Was nun in diesem Haufen als positiv oder negativ bezeichnet werden müsste

und sich gegenseitig aufhöbe überhaupt die innere Figuration und Exposition der

Formel die sehr zusammengesetzt sein würde gehörte dem Begriffe an welcher

eben in der Weise wie die Eigenschaften als seiende daliegen und aufgenommen

werden sollen ausgeschlossen ist in diesem Sein zeigt keine den Charakter

eines Negativen gegen die andere sondern die eine ist so gut als die andere

noch deutet sie sonst ihre Stelle in der Anordnung des Ganzen an  Bei einer

Reihe die in parallelen Unterschieden fortläuft das Verhältnis möchte als auf

beiden Seiten zugleich steigend oder nur auf der einen und auf der anderen

abnehmend gemeint werden  ist es nur um den letzten einfachen Ausdruck dieses

zusammengefassten Ganzen zu tun welches die eine Seite des Gesetzes gegen die

spezifische Schwere ausmachen sollte aber diese eine Seite als seiendes

Resultat ist eben nichts anderes als was schon erwähnt worden nämlich

einzelne Eigenschaft wie etwa auch die gemeine Kohäsion neben welcher die

anderen und darunter auch die spezifische Schwere gleichgültig vorhanden sind

und jede andere mit dem gleichen Rechte dh mit dem gleichen Unrechte zum

Repräsentanten der ganzen anderen Seite gewählt werden kann eine wie die andere

würde das Wesen nur repräsentieren auf deutsch vorstellen aber nicht die

Sache selbst sein So dass der Versuch Körperreihen zu finden welche an der

einfachen Parallele zweier Seiten fortliefen und die wesentliche Natur der

Körper nach einem Gesetze dieser Seiten ausdrückten für einen Gedanken genommen

werden muss welcher seine Aufgabe und die Mittel wodurch sie ausgeführt werden

sollte nicht kennt

Es wurde vorhin die Beziehung des Äußeren und Inneren an der Gestalt welche der

Beobachtung sich darstellen soll sogleich zu der Sphäre des Unorganischen

herübergenommen die Bestimmung welche sie hierherzieht kann jetzt näher

angegeben werden und es ergibt sich von da noch eine andere Form und Beziehung

dieses Verhältnisses Bei dem Organischen nämlich fällt überhaupt das hinweg

was bei dem Unorganischen die Möglichkeit einer solchen Vergleichung des Inneren

und Äußeren darzubieten scheint Das unorganische Innere ist ein einfaches

Inneres das für die Wahrnehmung als seiende Eigenschaft sich darbietet seine

Bestimmtheit ist daher wesentlich die Größe und es erscheint als seiende

Eigenschaft gleichgültig gegen das Äußere oder die vielen anderen sinnlichen

Eigenschaften Das Fürsichsein des OrganischLebendigen aber tritt nicht so auf

die Seite gegen sein Äußeres sondern hat das Prinzip des Andersseins an ihm

selbst. Bestimmen wir das Fürsichsein als einfache sich erhaltende Beziehung auf

sich selbst so ist sein Anderssein die einfädle Negativität und die organische

Einheit ist die Einheit des sichselbstgleichen Sichaufsichbeziehens und der

reinen Negativität Diese Einheit ist als Einheit das Innere des Organischen

dies ist hierdurch an sich allgemein oder es ist Gattung Die Freiheit der

Gattung gegen ihre Wirklichkeit aber ist eine andere als die Freiheit der

spezifischen Schwere gegen die Gestalt Die der letzteren ist eine seiende

Freiheit oder dass sie als besondere Eigenschaft auf die Seite tritt Aber weil

sie seiende Freiheit ist ist sie auch nur eine Bestimmtheit welche dieser

Gestalt wesentlich angehört oder wodurch diese als Wesen ein Bestimmtes ist Die

Freiheit der Gattung aber ist eine allgemeine und gleichgültig gegen diese

Gestalt oder gegen ihre Wirklichkeit Die Bestimmtheit welche dem Fürsichsein

des Unorganischen als solchem zukommt tritt daher an dem Organischen unter sein

Fürsichsein wie sie an dem Unorganischen nur unter das Sein desselben tritt ob

sie daher schon an diesem zugleich nur als Eigenschaft ist so fällt ihr doch

die Würde des Wesens zu weil sie als das einfache Negative dem Dasein als dem

Sein für Anderes gegenübersteht und dies einfache Negative ist in seiner

letzten einzelnen Bestimmtheit eine Zahl Das Organische aber ist eine

Einzelheit welche selbst reine Negativität ist und daher die fixe

Bestimmtheit der Zahl welche dem gleichgültigen Sein zukommt in sich vertilgt

Insofern es das Moment des gleichgültigen Seins und darin der Zahl an ihm hat

kann sie daher nur als ein Spiel an ihm nicht aber als das Wesen seiner

Lebendigkeit genommen werden

Wenn nun aber schon die reine Negativität das Prinzip des Prozesses nicht

außer dem Organischen fällt und es sie also nicht als eine Bestimmtheit in

seinem Wesen hat sondern die Einzelheit selbst an sich allgemein istso ist

doch diese reine Einzelheit nicht in ihren Momenten als selbst abstrakten oder

allgemeinen an ihm entwickelt und wirklich Sondern dieser Ausdruck tritt außer

jener Allgemeinheit welche in die Innerlichkeit zurückfällt und zwischen die

Wirklichkeit oder Gestalt dh die sich entwickelnde Einzelheit und das

organische Allgemeine oder die Gattung tritt das bestimmte Allgemeine die Art

 Die Existenz zu welcher die Negativität des Allgemeinen oder der Gattung

gelangt ist nur die entwickelte Bewegung eines Prozesses welcher sich an den

Teilen der seienden Gestalt verläuft Hätte die Gattung an ihr als ruhender

Einfachheit die unterschiedenen Teile und wäre somit ihre einfache Negativität

als solche zugleich Bewegung welche sich durch ebenso einfache unmittelbar an

ihnen allgemeine Teile verliefe die als solche Momente hier wirklich wären so

wäre die organische Gattung Bewusstsein So aber ist die einfache Bestimmtheit

als Bestimmtheit der Art an ihr auf eine geistlose Weise vorhanden die

Wirklichkeit fängt von ihr an oder was in die Wirklichkeit tritt ist nicht die

Gattung als solche dh überhaupt nicht der Gedanke Diese als wirkliches

Organisches ist nur durch einen Repräsentanten vertreten Dieser aber die Zahl

welche den Übergang aus der Gattung in die individuelle Gestaltung zu bezeichnen

und der Beobachtung die beiden Seiten der Notwendigkeit einmal als einfädle

Bestimmtheit das andere Mal sie als entwickelte zur Mannigfaltigkeit

herausgeborene Gestalt zu geben scheint bezeichnet vielmehr die

Gleichgültigkeit und Freiheit des Allgemeinen und Einzelnen gegeneinander das

von der Gattung dem wesenlosen Unterschiede der Größe preisgegeben wird selbst

aber als Lebendiges von diesem Unterschiede sich ebenso frei erweist Die wahre

Allgemeinheit wie sie bestimmt worden ist hier nur inneres Wesen als

Bestimmtheit der Art ist sie formale Allgemeinheit und dieser gegenüber tritt

jene wahre Allgemeinheit auf die Seite der Einzelheit die dadurch eine

lebendige ist und sich durch ihr Inneres über ihre Bestimmtheit als Art

hinwegsetzt Aber diese Einzelheit ist nicht zugleich allgemeines Individuum

dh an dem die Allgemeinheit ebenso äußere Wirklichkeit hätte sondern dies

fällt außer dem OrganischLebendigen Dieses allgemeine Individuum aber wie es

unmittelbar das Individuum der natürlichen Gestaltungen ist ist nicht das

Bewusstsein selbst sein Dasein als einzelnes organisches lebendiges Individuum

müsste nicht außer ihm fallen wenn es dieses sein sollte

Wir sehen daher einen Schluss worin das eine Extrem das allgemeine Leben als

Allgemeines oder als Gattung das andere Extrem aber dasselbe als Einzelnes oder

als allgemeines Individuum ist die Mitte aber ist aus beiden zusammengesetzt

das erste scheint in sie sich als bestimmte Allgemeinheit oder als Art das

andere aber als eigentliche oder einzelne Einzelheit zu schicken  Und da

dieser Schluss überhaupt der Seite der Gestaltung angehört so ist unter ihm

ebenso dasjenige begriffen was als unorganische Natur unterschieden wird

Indem nun das allgemeine Leben als das einfache Wesen der Gattung von seiner

Seite die Unterschiede des Begriffs entwickelt und sie als eine Reihe der

einfachen Bestimmtheiten darstellen muss so ist diese ein System gleichgültig

gesetzter Unterschiede oder eine Zahlreihe Wenn vorhin das Organische in der

Form der Einzelheit diesem wesenlosen Unterschiede gegenübergesetzt wurde der

ihre lebendige Natur nicht ausdrückt und enthält  und wenn in Ansehung des

Unorganischen nach seinem ganzen in der Menge seiner Eigenschaften entwickelten

Dasein eben dies gesagt werden muss  so ist es jetzt das allgemeine Individuum

welches nicht nur als frei von jeder Gliederung der Gattung sondern auch als

ihre Macht zu betrachten ist Die Gattung welche sich in Arten nach der

allgemeinen Bestimmtheit der Zahl zerlegt oder auch einzelne Bestimmtheiten

ihres Daseins zB die Figur Farbe usf zu ihrem Einteilungsgrunde nehmen mag

erleidet in diesem ruhigen Geschäfte Gewalt von der Seite des allgemeinen

Individuums der Erde welches als die allgemeine Negativität die Unterschiede

wie sie dieselben an sich hat und deren Natur um der Substanz willen der sie

angehören eine andere ist als die Natur jener gegen das Systematisieren der

Gattung geltend macht Dieses Tun der Gattung wird zu einem ganz eingeschränkten

Geschäft das sie nur innerhalb jener mächtigen Elemente treiben darf und das

durch die zügellose Gewalt derselben allenthalben unterbrochen lückenhaft und

verkümmert wird

Es folgt hieraus dass der Beobachtung an dem gestalteten Dasein nur die Vernunft

als Leben überhaupt werden kann welches aber in seinem Unterscheiden keine

vernünftige Reibung und Gliederung an sich selbst wirklich hat und nicht ein in

sich gegründetes System der Gestalten ist  Wenn im Schlüsse der organischen

Gestaltung die Mitte worin die Art und ihre Wirklichkeit als einzelne

Individualität fällt an ihr selbst die Extreme der inneren Allgemeinheit und

der allgemeinen Individualität hätte so würde diese Mitte an der Bewegung ihrer

Wirklichkeit den Ausdruck und die Natur der Allgemeinheit haben und die sich

selbst systematisierende Entwicklung sein So hat das Bewusstsein zwischen dem

allgemeinen Geiste und seiner Einzelheit oder dem sinnlichen Bewusstsein zur

Mitte das System der Gestaltungen des Bewusstseins als ein zum Ganzen sich

ordnendes Leben des Geistes  das System das hier betrachtet wird und welches

als Weltgeschichte sein gegenständliches Dasein hat Aber die organische Natur

hat keine Geschichte sie fällt von ihrem Allgemeinen dem Leben unmittelbar in

die Einzelheit des Daseins herunter und die in dieser Wirklichkeit vereinigten

Momente der einfachen Bestimmtheit und der einzelnen Lebendigkeit bringen das

Werden nur als die zufällige Bewegung hervor worin jedes an seinem Teile tätig

ist und das Ganze erhalten wird aber diese Regsamkeit ist für sich selbst nur

auf ihren Punkt beschränkt weil das Ganze nicht in ihm vorhanden ist und dies

ist nicht darin vorhanden weil es nicht als Ganzes hier für sich ist.

Außerdem also dass die beobachtende Vernunft in der organischen Natur nur zur

Anschauung ihrer selbst als allgemeines Leben überhaupt kommt wird ihr die

Anschauung seiner Entwicklung und Realisierung nur nach ganz allgemein

unterschiedenen Systemen deren Bestimmtheit ihr Wesen nicht in dem

Organischen als solchem sondern in dem allgemeinen Individuum liegt und unter

diesen Unterschieden der Erde nach Reibungen welche die Gattung versucht

Indem also in seiner Wirklichkeit die Allgemeinheit des organischen Lebens sich

ohne die wahrhafte fürsichseiende Vermittlung unmittelbar in das Extrem der

Einzelheit herunterfallen lässt so hat das beobachtende Bewusstsein nur das

Meinen als Ding vor sich und wenn die Vernunft das müßige Interesse haben kann

dieses Meinen zu beobachten ist sie auf das Beschreiben und Hererzählen von

Meinungen und Einfällen der Natur beschränkt Diese geistlose Freiheit des

Meinens wird zwar allenthalben Anfänge von Gesetzen Spuren von Notwendigkeit

Anspielungen auf Ordnung und Reibung witzige und scheinbare Beziehungen

darbieten Aber die Beobachtung kommt in der Beziehung des Organischen auf die

seienden Unterschiede des Unorganischen die Elemente Zonen und Klimate in

Ansehung des Gesetzes und der Notwendigkeit nicht über den großen Einfluss hinaus

 So auf der ändern Seite wo die Individualität nicht die Bedeutung der Erde

sondern des dem organischen Leben immanenten Eins hat dies mit dem Allgemeinen

in unmittelbarer Einheit zwar die Gattung ausmacht aber deren einfache Einheit

eben darum nur als Zahl sich bestimmt und daher die qualitative Erscheinung

freilässt  kann es die Beobachtung nicht über artige Bemerkungen interessante

Beziehungen freundliches Entgegenkommen dem Begriffe hinausbringen Aber die

artigen Bemerkungen sind kein Wissen der Notwendigkeit die interessanten

Beziehungen bleiben bei dem Interesse stehen das Interesse ist aber nur noch

die Meinung von der Vernunft und die Freundlichkeit des Individuellen mit der

es an einen Begriff anspielt ist eine kindliche Freundlichkeit welche kindisch

ist wenn sie an und für sich etwas gelten will oder soll

 





    Die Naturbeobachtung findet den Begriff in der unorganischen Natur

realisiert Gesetze deren Momente Dinge sind welche sich zugleich als

Abstraktionen verhalten aber dieser Begriff ist nicht eine in sich reflektierte

Einfachheit Das Leben der organischen Natur ist dagegen nur diese in sich

reflektierte Einfachheit der Gegensatz seiner selbst als des Allgemeinen und

des Einzelnen tritt nicht im Wesen dieses Lebens selbst auseinander das Wesen

ist nicht die Gattung welche in ihrem unterschiedslosen Elemente sich trennte

und bewegte und in ihrer Entgegensetzung für sich selbst zugleich

ununterschieden wäre Die Beobachtung findet diesen freien Begriff dessen

Allgemeinheit die entwickelte Einzelheit ebenso absolut in ihr selbst hat nur

in dem als Begriff existierenden Begriffe selbst oder in dem Selbstbewusstsein

    Indem sie sich nun in sich selbst kehrt und auf den als freien Begriff

wirklichen Begriff richtet findet sie zuerst die Gesetze des Denkens Diese

Einzelheit welche das Denken an ihm selbst ist ist die abstrakte ganz in die

Einfachheit zurückgenommene Bewegung des Negativen und die Gesetze sind

außerhalb der Realität  Sie haben keine Realität heißt überhaupt nichts

anderes als sie sind ohne Wahrheit Sie sollen auch zwar nicht ganze aber doch

formelle Wahrheit sein Allein das rein Formelle ohne Realität ist das

Gedankending oder die leere Abstraktion ohne die Entzweiung an ihr welche

nichts anderes als der Inhalt wäre Auf der ändern Seite aber indem sie Gesetze

des reinen Denkens sind dieses aber das an sich Allgemeine und also ein Wissen

ist welches unmittelbar das Sein und darin alle Realität an ihm hat sind diese

Gesetze absolute Begriffe und ungetrennt die Wesenheiten der Form wie der Dinge

Da die sich in sich bewegende Allgemeinheit der entzweite einfache Begriff ist

hat er auf diese Weise Inhalt an sich und einen solchen welcher aller Inhalt

nur nicht ein sinnliches Sein ist Es ist ein Inhalt der weder im Widerspruche

mit der Form noch überhaupt von ihr getrennt sondern vielmehr wesentlich sie

selbst ist denn diese ist nichts anderes als das in seine reinen Momente sich

trennende Allgemeine

    Wie aber diese Form oder Inhalt für die Beobachtung als Beobachtung ist

erhält sie die Bestimmung eines gefundenen gegebenen d i nur seienden

Inhalts Er wird ruhiges Sein von Beziehungen eine Menge abgesonderter

Notwendigkeiten die als ein fester Inhalt an und für sich, in ihrer

Bestimmtheit Wahrheit haben sollen und so in der Tat der Form entzogen sind 

Diese absolute Wahrheit fixer Bestimmtheiten oder vieler verschiedener Gesetze

widerspricht aber der Einheit des Selbstbewusstseins oder des Denkens und der

Form überhaupt Was für festes an sich bleibendes Gesetz ausgesagt wird kann

nur ein Moment der sich in sich reflektierenden Einheit sein nur als eine

verschwindende Größe auftreten Aus diesem Zusammenhang der Bewegung aber von

der Betrachtung herausgerissen und einzeln hingestellt fehlt ihnen nicht der

Inhalt denn sie haben einen bestimmten Inhalt sondern sie entbehren vielmehr

der Form welche ihr Wesen ist In der Tat nicht darum weil sie nur formell

sein und keinen Inhalt haben sollen sondern vielmehr aus dem entgegengesetzten

Grunde weil sie in ihrer Bestimmtheit oder eben als ein Inhalt dem die Form

genommen ist für etwas Absolutes gelten sollen sind diese Gesetze nicht die

Wahrheit des Denkens In ihrer Wahrheit als in der Einheit des Denkens

verschwindende Momente müssten sie als Wissen oder denkende Bewegung nicht aber

als Gesetze des Wissens genommen werden Das Beobachten aber ist nicht das

Wissen selbst und kennt es nicht sondern verkehrt seine Natur in die Gestalt

des Seins dh fasst seine Negativität nur als Gesetze desselben auf  Es ist

hier hinreichend die Ungültigkeit der sogenannten Denkgesetze aus der

allgemeinen Natur der Sache aufgezeigt zu haben Die nähere Entwicklung gehört

in die spekulative Philosophie worin sie sich als dasjenige zeigen was sie in

Wahrheit sind nämlich einzelne verschwindende Momente deren Wahrheit nur das

Ganze der denkenden Bewegung das Wissen selbst ist

    Diese negative Einheit des Denkens ist für sich selbst oder vielmehr sie

ist das Fürsichselbstsein das Prinzip der Individualität und in seiner

Realität tuendes Bewusstsein Zu ihm als der Realität jener Gesetze wird daher

das beobachtende Bewusstsein durch die Natur der Sache fortgeführt Indem dieser

Zusammenhang nicht für es ist so meint es das Denken in seinen Gesetzen bleibe

ihm auf der einen Seite stehen und auf der ändern Seite erhalte es ein anderes

Sein an dem was ihm jetzt Gegenstand ist nämlich das tuende Bewusstsein

welches so für sich ist, dass es das Anderssein aufhebt und in dieser Anschauung

seiner selbst als des Negativen seine Wirklichkeit hat

    Es eröffnet sich also für die Beobachtung ein neues Feld an der handelnden

Wirklichkeit des Bewusstseins Die Psychologie enthält die Menge von Gesetzen

nach welchen der Geist gegen die verschiedenen Weisen seiner Wirklichkeit als

eines vorgefundenen Andersseins sich verschieden verhält teils diese in sich

zu empfangen und den vorgefundenen Gewohnheiten Sitten und Denkungsart als

worin er sich als Wirklichkeit Gegenstand ist gemäß zu werden teils gegen sie

sich selbsttätig zu wissen mit Neigung und Leidenschaft nur Besonderes daraus

für sich herauszugreifen und das Gegenständliche sich gemäß zu machen  dort

sich gegen sich selbst als Einzelheit hier gegen sich als allgemeines Sein

negativ zu verhalten  Die Selbständigkeit gibt dem Vorgefundenen nach der

ersten Seite nur die Form bewusster Individualität überhaupt und bleibt in

Ansehung des Inhalts innerhalb der vorgefundenen allgemeinen Wirklichkeit

stehen nach der ändern Seite aber gibt sie ihr wenigstens eine eigentümliche

Modifikation die ihrem wesentlichen Inhalte nicht widerspricht oder auch eine

solche wodurch das Individuum als besondere Wirklichkeit und eigentümlicher

Inhalt sich ihr entgegensetzt  und zum Verbrechen wird indem es sie auf eine

nur einzelne Weise aufhebt oder indem es dies auf eine allgemeine Weise und

damit für alle tut eine andere Welt anderes Recht Gesetz und Sitten an die

Stelle der vorhandenen bringt

    Die beobachtende Psychologie welche zuerst ihre Wahrnehmungen von den

allgemeinen Weisen die ihr an dem tätigen Bewusstsein vorkommen ausspricht

findet mancherlei Vermögen Neigungen und Leidenschaften und indem sich die

Erinnerung an die Einheit des Selbstbewusstseins bei der Hererzählung dieser

Kollektion nicht unterdrücken lässt muss sie wenigstens bis zur Verwunderung

fortgehen dass in dem Geiste, wie in einem Sacke so vielerlei und solche

heterogene einander zufällige Dinge beisammen sein können besonders auch da

sie sich nicht als tote ruhende Dinge sondern als unruhige Bewegungen zeigen

    In der Hererzählung dieser verschiedenen Vermögen ist die Beobachtung in der

allgemeinen Seite die Einheit dieser vielfachen Fähigkeiten ist die dieser

Allgemeinheit entgegengesetzte Seite die wirkliche Individualität  Die

unterschiedenen wirklichen Individualitäten wieder so aufzufassen und zu

erzählen dass der eine Mensch mehr Neigung zu diesem der andere mehr zu jenem

der eine mehr Verstand als der andere habe hat aber etwas viel

Uninteressanteres als selbst die Arten von Insekten Moosen usf aufzuzählen

denn diese geben der Beobachtung das Recht sie so einzeln und begrifflos zu

nehmen weil sie wesentlich dem Elemente der zufälligen Vereinzelung angehören

Die bewusste Individualität hingegen geistlos als einzelne seiende Erscheinung zu

nehmen hat das Widersprechende dass ihr Wesen das Allgemeine des Geistes ist

Indem aber das Auffassen sie zugleich in die Form der Allgemeinheit eintreten

lässt findet es ihr Gesetz und scheint Jetzt einen vernünftigen Zweck zu haben

und ein notwendiges Geschäft zu treiben

    Die Momente die den Inhalt des Gesetzes ausmachen sind einerseits die

Individualität selbst andrerseits ihre allgemeine unorganische Natur nämlich

die vorgefundenen Umstände Lage Gewohnheiten Sitten Religion usw aus

diesen ist die bestimmte Individualität zu begreifen Sie enthalten Bestimmtes

ebensowohl als Allgemeines und sind zugleich Vorhandenes das sich der

Beobachtung darbietet und sich an der ändern Seite in der Form der

Individualität ausdrückt

    Das Gesetz dieses Verhältnisses der beiden Seiten müsste nun dies enthalten

was diese bestimmten Umstände für eine Wirkung und Einfluss auf die

Individualität ausüben Diese Individualität aber ist gerade dies ebensowohl

das Allgemeine zu sein und daher auf eine ruhige unmittelbare Weise mit dem

vorhandenen Allgemeinen den Sitten Gewohnheiten usf zusammenzufließen und

ihnen gemäß zu werden als sich entgegengesetzt gegen sie zu verhalten und sie

vielmehr zu verkehren  sowie gegen sie in ihrer Einzelheit ganz gleichgültig

sich zu verhalten sie nicht auf sich einwirken zu lassen und nicht gegen sie

tätig zu sein Was auf die Individualität Einfluss und welchen Einfluss es haben

soll  was eigentlich gleichbedeutend ist  hängt darum nur von der

Individualität selbst ab dadurch ist diese Individualität diese bestimmte

geworden heißt nichts anderes als sie ist dies schon gewesen Umstände Lage

Sitten usf welche einerseits gezeigt werden als vorhanden und andrerseits in

dieser bestimmten Individualität drücken nur das unbestimmte Wesen derselben

aus um welches es nicht zu tun ist Wenn diese Umstände Denkungsart Sitten

Weltzustand überhaupt nicht gewesen wären so wäre allerdings das Individuum

nicht geworden was es ist denn diese allgemeine Substanz sind alle welche in

diesem Weltzustande sich befinden  Wie er sich aber in diesem Individuum  und

ein solches soll begriffen werden  partikularisiert hat so müsste er sich an

und für sich selbst partikularisiert und in dieser Bestimmtheit welche er sich

gegeben auf ein Individuum eingewirkt haben nur so hätte er es zu diesem

bestimmten gemacht das es ist Wenn das Äußere sich an und für sich so

beschaffen hat wie es an der Individualität erscheint wäre diese aus jenem

begriffen Wir hätten eine gedoppelte Galerie von Bildern deren eine der

Widerschein der ändern wäre die eine die Galerie der völligen Bestimmtheit und

Umgrenzung äußerer Umstände die andere dieselbe übersetzt in die Weise wie sie

in dem bewussten Wesen sind jene die Kugelfläche dieses der Mittelpunkt

welcher sie in sich vorstellt

    Aber die Kugelfläche die Welt des Individuums hat unmittelbar die

zweideutige Bedeutung an und für sich seiende Welt und Lage und Welt des

Individuums entweder insofern zu sein als dieses mit ihr nur zusammengeflossen

wäre sie so wie sie ist in sich hineingehen lassen und gegen sie sich nur als

formelles Bewusstsein verhalten hätte  oder aber Welt des Individuums so zu

sein wie das Vorhandene von ihm verkehrt worden ist  Da um dieser Freiheit

willen die Wirklichkeit dieser gedoppelten Bedeutung fähig istso ist die Welt

des Individuums nur aus diesem selbst zu begreifen und der Einfluss der

Wirklichkeit welche als an und für sich seiend vorgestellt wird auf das

Individuum erhält durch dieses absolut den entgegengesetzten Sinn dass es

entweder den Strom der einfließenden Wirklichkeit an ihm gewähren lässt oder dass

es ihn abbricht und verkehrt Hierdurch aber wird die psychologische

Notwendigkeit ein so leeres Wort dass von dem was diesen Einfluss soll gehabt

haben die absolute Möglichkeit vorhanden ist dass es ihn auch hätte nicht haben

können

    Es fällt hiermit das Sein hinweg welches an und für sich wäre und die eine

und zwar die allgemeine Seite eines Gesetzes ausmachen sollte Die

Individualität ist was ihre Welt als die ihrige ist sie selbst ist der Kreis

ihres Tuns worin sie sich als Wirklichkeit dargestellt hat und schlechthin nur

Einheit des vorhandenen und des gemachten Seins eine Einheit deren Seiten

nicht wie in der Vorstellung des psychologischen Gesetzes als an sich vorhandene

Welt und als für sich seiende Individualität auseinanderfallen oder wenn sie so

jede für sich betrachtet wird so ist keine Notwendigkeit und Gesetz ihrer

Beziehung füreinander vorhanden

 
 



   


    Die psychologische Beobachtung findet kein Gesetz des Verhältnisses des

Selbstbewusstseins zu der Wirklichkeit oder der ihm entgegengesetzten Welt und

ist durch die Gleichgültigkeit beider gegeneinander auf die eigentümliche

Bestimmtheit der realen Individualität zurückgetrieben welche an und für sich

selbst ist oder den Gegensatz des Fürsichseins und des Ansichseins in ihrer

absoluten Vermittlung getilgt enthält Sie ist der Gegenstand der Jetzt der

Beobachtung geworden oder zu dem sie übergeht

    Das Individuum ist an und für sich selbst es ist für sich oder es ist ein

freies Tun es ist aber auch an sich oder es selbst hat ein ursprüngliches

bestimmtes Sein  eine Bestimmtheit welche dem Begriffe nach dasselbe ist was

die Psychologie außer ihm finden wollte An ihm selbst tritt also der Gegensatz

hervor dies Gedoppelte Bewegung des Bewusstseins und das feste Sein einer

erscheinenden Wirklichkeit zu sein einer solchen welche an ihm unmittelbar die

seinige ist Dies Sein der Leib der bestimmten Individualität ist die

Ursprünglichkeit derselben ihr Nichtgetanhaben Aber indem das Individuum

zugleich nur ist was es getan hat so ist sein Leib auch der von ihm

hervorgebrachte Ausdruck seiner selbst zugleich ein Zeichen welches nicht

unmittelbare Sache geblieben sondern woran es nur zu erkennen gibt was es in

dem Sinne ist dass es seine ursprüngliche Natur ins Werk richtet

    Betrachten wir die hier vorhandenen Momente in Beziehung auf die

vorhergehende Ansicht so ist hier eine allgemeine menschliche Gestalt oder

wenigstens die allgemeine eines Klimas Weltteils eines Volks wie vorhin

dieselben allgemeinen Sitten und Bildung Hierzu kommen die besonderen Umstände

und Lage innerhalb der allgemeinen Wirklichkeit hier ist diese besondere

Wirklichkeit als besondere Formation der Gestalt des Individuums  Auf der

andern Seite wie vorhin das freie Tun des Individuums und die Wirklichkeit als

die seinige gegen die vorhandene gesetzt war steht hier die Gestalt als

Ausdruck seiner durch es selbst gesetzten Verwirklichung die Züge und Formen

seines selbsttätigen Wesens Aber die sowohl allgemeine als besondere

Wirklichkeit welche die Beobachtung vorhin außer dem Individuum vorfand ist

hier die Wirklichkeit desselben sein angeborener Leib und in eben diesen fällt

der Ausdruck der seinem Tun angehört In der psychologischen Betrachtung sollte

die an und für sich seiende Wirklichkeit und die bestimmte Individualität

aufeinander bezogen werden hier aber ist die ganze bestimmte Individualität

Gegenstand der Beobachtung und jede Seite seines Gegensatzes ist selbst dies

Ganze Zu dem äußeren Ganzen gehört also nicht nur das ursprüngliche Sein der

angeborene Leib sondern ebenso die Formation desselben die der Tätigkeit des

Innern angehört er ist Einheit des ungebildeten und des gebildeten Seins und

die von dem Fürsichsein durchdrungene Wirklichkeit des Individuums Dieses

Ganze welches die bestimmten ursprünglichen festen Teile und die Züge die

allein durch das Tun entstehen in sich fasst ist und dies Sein ist Ausdruck

des Innern des als Bewusstsein und Bewegung gesetzten Individuums  Dies Innere

ist ebenso nicht mehr die formelle inhaltlose oder unbestimmte Selbsttätigkeit

deren Inhalt und Bestimmtheit wie vorhin in den äußeren Umständen läge

sondern es ist ein an sich bestimmter ursprünglicher Charakter dessen Form nur

die Tätigkeit ist Zwischen diesen beiden Seiten also wird hier das Verhältnis

betrachtet wie es zu bestimmen und was unter diesem Ausdrucke des Inneren im

Äußeren zu verstehen ist

    Dies Äußere macht zuerst nur als Organ das Innere sichtbar oder überhaupt zu

einem Sein für Anderes denn das Innere insofern es in dem Organe ist ist es

die Tätigkeit selbst Der sprechende Mund die arbeitende Hand wenn man will

auch noch die Beine dazu sind die verwirklichenden und vollbringenden Organe

welche das Tun als Tun oder das Innere als solches an ihnen haben die

Äußerlichkeit aber welche es durch sie gewinnt ist die Tat als eine von dem

Individuum abgetrennte Wirklichkeit Sprache und Arbeit sind Äußerungen worin

das Individuum nicht mehr an ihm selbst sich behält und besitzt sondern das

Innere ganz außer sich kommen lässt und dasselbe Anderem preisgibt Man kann

darum ebensosehr sagen dass diese Äußerungen das Innere zu sehr als dass sie es

zu wenig ausdrücken zu sehr  weil das Innere selbst in Ihnen ausbricht

bleibt kein Gegensatz zwischen ihnen und diesem sie geben nicht nur einen

Ausdruck des Innern sondern es selbst unmittelbar zu wenig  weil das Innere

in Sprache und Handlung sich zu einem Anderen macht so gibt es sich damit dem

Elemente der Verwandlung preis welches das gesprochene Wort und die vollbrachte

Tat verkehrt und etwas anderes daraus macht als sie an und für sich als

Handlungen dieses bestimmten Individuums sind Nicht nur verlieren die Werke der

Handlungen durch diese Äußerlichkeit von dem Einwirken anderer den Charakter

etwas Bleibendes gegen andere Individualitäten zu sein sondern indem sie sich

zum Inneren das sie enthalten als abgesondertes gleichgültiges Äußeres

verhalten können sie als Inneres durch das Individuum selbst ein anderes sein

als sie erscheinen  entweder dass es sie mit Absicht für die Erscheinung zu

etwas anderem macht als sie in Wahrheit sind oder dass es zu ungeschickt ist

sich die Außenseite zu geben die es eigentlich wollte und sie so zu

befestigen dass ihm von anderen sein Werk nicht verkehrt werden kann Das Tun

also als vollbrachtes Werk hat die doppelte entgegengesetzte Bedeutung

entweder die innere Individualität und nicht ihr Ausdruck oder als Äußeres eine

von dem Innern freie Wirklichkeit zu sein welche ganz etwas anderes ist als

jenes  Um dieser Zweideutigkeit willen müssen wir uns nach dem Innern

umsehen wie es noch aber sichtbar oder äußerlich an dem Individuum selbst ist

 Im Organe aber ist es nur als unmittelbares Tun selbst das seine

Äußerlichkeit an der Tat erlangt die entweder das Innere vorstellt oder auch

nicht Das Organ nach diesem Gegensatze betrachtet gewährt also nicht den

Ausdruck der gesucht wird

    Wenn nun die äußere Gestalt nur insofern sie nicht Organ oder nicht Tun

hiermit als ruhendes Ganzes ist die innere Individualität ausdrücken könnte so

verhielte sie sich also als ein bestehendes Ding welches das Innere als ein

Fremdes in sein passives Dasein ruhig empfinge und hierdurch das Zeichen

desselben würde  ein äußerer zufälliger Ausdruck dessen wirkliche Seite für

sich bedeutungslos  eine Sprache deren Töne und Tonverbindungen nicht die

Sache selbst sondern durch die freie Willkür mit ihr verknüpft und zufällig für

sie sind

    Eine solche willkürliche Verbindung von solchen die ein Äußeres füreinander

sind gibt kein Gesetz Die Physiognomik soll sich aber von anderen schlechten

Künsten und heillosen Studien dadurch unterscheiden dass sie die bestimmte

Individualität in dem notwendigen Gegensatze eines Inneren und Äußeren des

Charakters als bewussten Wesens und ebendesselben als seiender Gestalt betrachtet

und diese Momente so aufeinander bezieht wie sie durch ihren Begriff

aufeinander bezogen sind und daher den Inhalt eines Gesetzes ausmachen müssen

In der Astrologie Chiromantie und dergleichen Wissenschaften hingegen scheint

nur Äußeres auf Äußeres irgend etwas auf ein ihm Fremdes bezogen zu sein Diese

Konstellation bei der Geburt und wenn dies Äußere näher auf den Leib selbst

gerückt wird diese Züge der Hand sind äußere Momente für das lange oder kurze

Leben und das Schicksal des einzelnen Menschen überhaupt Als Äußerlichkeiten

verhalten sie sich gleichgültig zueinander und haben nicht die Notwendigkeit

füreinander welche in der Beziehung eines Äußeren und inneren liegen soll

    Die Hand freilich scheint nicht sosehr etwas Äußeres für das Schicksal zu

sein sondern vielmehr als Inneres zu ihm sich zu verhalten Denn das Schicksal

ist auch wieder nur die Erscheinung dessen was die bestimmte Individualität an

sich als innere ursprüngliche Bestimmtheit ist  Zu wissen nun was sie an sich

ist, dazu kommt der Chiromante wie auch der Physiognomiker auf eine kürzere

Weise als zB Solon der erst aus und nach dem Verlaufe des ganzen Lebens dies

wissen zu können erachtete er betrachtete die Erscheinung jene aber das Ansich

 dass aber die Hand das Ansich der Individualität in Ansehung ihres Schicksals

darstellen muss ist leicht daraus zu sehen dass sie nächst dem Organ der Sprache

am meisten es ist wodurch der Mensch sich zur Erscheinung und Verwirklichung

bringt Sie ist der beseelte Werkmeister seines Glücks man kann von ihr sagen

sie ist das was der Mensch tut denn an ihr als dem tätigen Organe seines

Sichselbstvollbringens ist er als Beseelender gegenwärtig und indem er

ursprünglich sein eigenes Schicksal ist wird sie also dies Ansich ausdrücken

    Aus dieser Bestimmung dass das Organ der Tätigkeit ebensowohl ein Sein als

das Tun in ihm ist oder dass das innere Ansichsein selbst an ihm gegenwärtig

ist und ein Sein für andere hat ergibt sich eine andere Ansicht desselben als

die vorherige Wenn nämlich die Organe überhaupt darum nicht als Ausdrücke des

Inneren genommen werden zu können sich zeigten weil in ihnen das Tun als Tun

gegenwärtig das Tun als Tat aber nur Äußeres ist und Inneres und Äußeres auf

diese Weise auseinanderfällt und sie fremde gegeneinander sind oder sein

können so muss nach der betrachteten Bestimmung das Organ auch wieder als Mitte

beider genommen werden indem eben dies dass das Tun an ihm gegenwärtig ist

zugleich eine Äußerlichkeit desselben ausmacht und zwar eine andere als die

Tat ist jene nämlich bleibt dem Individuum und an ihm  Diese Mitte und

Einheit des Inneren und Äußeren ist nun fürs erste selbst auch äußerlich

alsdann aber ist diese Äußerlichkeit zugleich in das Innere aufgenommen sie

steht als einfache Äußerlichkeit der zerstreuten entgegen welche entweder nur

ein einzelnes für die ganze Individualität zufälliges Werk oder Zustand oder

aber als ganze Äußerlichkeit das in eine Vielheit von Werken und Zuständen

zersplitterte Schicksal ist Die einfachen Züge der Hand also ebenso Klang und

Umfang der Stimme als die individuelle Bestimmtheit der Sprache  auch dieselbe

wieder wie sie durch die Hand eine festere Existenz als durch die Stimme

bekommt die Schrift und zwar in ihrer Besonderheit als Handschrift  alles

dieses ist Ausdruck des Innern so dass er als die einfache Äußerlichkeit sich

wieder gegen die vielfache Äußerlichkeit des Handelns und des Schicksals sich

als Inneres gegen diese verhält  Wenn also zuerst die bestimmte Natur und

angeborene Eigentümlichkeit des Individuums zusammen mit dem was sie durch die

Bildung geworden als das Innere als das Wesen des Handelns und des Schicksals

genommen wird so hat es seine Erscheinung und Äußerlichkeit zuerst an seinem

Munde Hand Stimme Handschrift sowie an den übrigen Organen und deren

bleibenden Bestimmtheiten und alsdann erst drückt es sich weiter hinaus nach

außen an seiner Wirklichkeit in der Welt aus

    Weil nun diese Mitte sich als die Äußerung bestimmt welche zugleich ins

Innere zurückgenommen ist ist ihr Dasein nicht auf das unmittelbare Organ des

Tuns eingeschränkt sie ist vielmehr die nichts vollbringende Bewegung und Form

des Gesichts und der Gestaltung überhaupt Diese Züge und ihre Bewegung sind

nach diesem Begriffe das zurückgehaltene an dem Individuum bleibende Tun und

nach seiner Beziehung auf das wirkliche Tun das eigene Beaufsichtigen und

Beobachten desselben Äußerung als Reflexion über die wirkliche Äußerung  Das

Individuum Ist zu und bei seinem äußeren Tun darum nicht stumm weil es dabei

zugleich in sich reflektiert ist und es äußert dies Insichreflektiertsein dies

theoretische Tun oder die Sprache des Individuums mit sich selbst darüber ist

auch vernehmlich für andere denn sie ist selbst eine Äußerung

    An diesem Innern welches in seiner Äußerung Inneres bleibt wird also das

Reflektiertsein des Individuums aus seiner Wirklichkeit beobachtet und es ist

zu sehen welche Bewandtnis es mit dieser Notwendigkeit hat die in dieser

Einheit gesetzt ist  Dies Reflektiertsein ist zuerst verschieden von der Tat

selbst und kann also etwas anderes sein und für etwas anderes genommen werden

als sie ist man sieht es einem am Gesicht an ob es ihm Ernst mit dem ist was

er sagt oder tut  Umgekehrt aber ist dieses was Ausdruck des Innern sein

soll zugleich seiender Ausdruck und fällt hiermit selbst in die Bestimmung des

Seins herunter das absolut zufällig für das selbstbewusste Wesen ist Es ist

daher wohl Ausdruck aber zugleich auch nur wie ein Zeichen so dass dem

ausgedrückten Inhalte die Beschaffenheit dessen wodurch es ausgedrückt wird

vollkommen gleichgültig ist Das Innere ist in dieser Erscheinung wohl

sichtbares Unsichtbares aber ohne an sie geknüpft zu sein es kann ebensowohl

in einer anderen Erscheinung sein als ein anderes Inneres in derselben

Erscheinung sein kann Lichtenberg sagt daher mit Recht »Gesetzt der

Physiognome haschte den Menschen einmal so käme es nur auf einen braven

Entschluss an sich wieder auf Jahrtausende unbegreiflich zu machen«  Wie in

dem vorhergehenden Verhältnisse die vorliegenden Umstände ein Seiendes waren

woraus die Individualität sich das nahm was sie vermochte und wollte entweder

sich ihm ergebend oder es verkehrend aus welchem Grunde es die Notwendigkeit

und das Wesen der Individualität nicht enthielt  ebenso ist hier das

erscheinende unmittelbare Sein der Individualität ein solches das entweder ihr

Reflektiertsein aus der Wirklichkeit und ihr Insichsein ausdrückt oder das für

sie nur ein Zeichen ist das gleichgültig gegen das Bezeichnete ist und darum

in Wahrheit nichts bezeichnet es ist ihr ebensowohl ihr Gesicht als ihre Maske

die sie ablegen kann  Sie durchdringt ihre Gestalt bewegt sich spricht in

ihr aber dies ganze Dasein tritt ebenso als ein gleichgültiges Sein gegen den

Willen und die Handlung über sie tilgt an ihm die Bedeutung die es vorhin

hatte ihr Reflektiertsein in sich oder ihr wahres Wesen an ihm zu haben und

legt es umgekehrt vielmehr in den Willen und in die Tat

    Die Individualität gibt dasjenige Insichreflektiertsein auf welches in den

Zügen ausgedrückt ist und legt ihr Wesen in das Werk Hierin widerspricht sie

dem Verhältnisse welches von dem Vernunftinstinkte der sich auf das Beobachten

der selbstbewussten Individualität legt in Ansehung dessen was ihr Inneres und

Äußeres sein soll festgesetzt wird Dieser Gesichtspunkt führt uns auf den

eigentlichen Gedanken der der physiognomischen  wenn man so will 

Wissenschaft zum Grunde liegt Der Gegensatz auf welchen dies Beobachten

geraten ist der Form nach der Gegensatz von Praktischem und Theoretischem

beides nämlich innerhalb des Praktischen selbst gesetzt  von der sich im

Handeln dies im allgemeinsten Sinne genommen verwirklichenden Individualität

und derselben wie sie in diesem Handeln zugleich daraus heraus in sich

reflektiert und es ihr Gegenstand ist Das Beobachten nimmt diesen Gegensatz

nach demselben verkehrten Verhältnisse auf worin er sich in der Erscheinung

bestimmt Für das unwesentliche Äußere gilt ihm die Tat selbst und das Werk es

sei der Sprache oder einer befestigteren Wirklichkeit  für das wesentliche

Innere aber das Insichsein der Individualität Unter den beiden Seiten welche

das praktische Bewusstsein an ihm hat dem Beabsichtigen und der Tat  dem Meinen

über seine Handlung und der Handlung selbst  wählt die Beobachtung jene Seite

zum wahren Innern dieses soll seine mehr oder weniger unwesentliche Äußerung an

der Tat seine wahre aber an seiner Gestalt haben Die letztere Äußerung ist

unmittelbare sinnliche Gegenwart des individuellen Geistes die Innerlichkeit

die die wahre sein soll ist die Eigenheit der Absicht und die Einzelheit des

Fürsichseins beides der gemeinte Geist Was das Beobachten zu seinen

Gegenständen hat ist also gemeintes Dasein und zwischen solchem sucht es

Gesetze auf

    Das unmittelbare Meinen über die gemeinte Gegenwart des Geistes ist die

natürliche Physiognomik das vorschnelle Urteil über die innere Natur und den

Charakter ihrer Gestalt bei ihrem ersten Anblicke Der Gegenstand dieser Meinung

ist von der Art dass es in seinem Wesen liegt in Wahrheit etwas anderes zu sein

als nur sinnliches unmittelbares Sein Es ist zwar auch eben dieses im

Sinnlichen aus ihm Insichreflektiertsein was gegenwärtig die Sichtbarkeit als

Sichtbarkeit des Unsichtbaren was Gegenstand des Beobachtens ist Aber eben

diese sinnliche unmittelbare Gegenwart ist Wirklichkeit des Geistes wie sie nur

für die Meinung ist und das Beobachten treibt sich nach dieser Seite mit seinem

gemeinten Dasein mit der Physiognomie Handschrift Ton der Stimme usf herum

 Es bezieht solches Dasein auf eben solches gemeintes Inneres Es ist nicht der

Mörder der Dieb welcher erkannt werden soll sondern die Fähigkeit es zu sein

 die feste abstrakte Bestimmtheit verliert sich dadurch in die konkrete

unendliche Bestimmtheit des einzelnen Individuums die nun kunstreichere

Schildereien erfordert als jene Qualifikationen sind Solche kunstreichen

Schildereien sagen wohl mehr als die Qualifikation durch Mörder Dieb oder

gutherzig unverdorben usf aber für ihren Zweck das gemeinte Sein oder die

einzelne Individualität auszusprechen bei weitem nicht genug sowenig als die

Schildereien der Gestalt welche über die flache Stirne lange Nase usf

hinausgehen Denn die einzelne Gestalt wie das einzelne Selbstbewusstsein ist als

gemeintes Sein unaussprechlich Die Wissenschaft der Menschenkenntnis welche

auf den vermeinten Menschen sowie die der Physiognomik die auf seine

vermeinte Wirklichkeit geht und das bewusstlose Urteilen der natürlichen

Physiognomik zu einem Wissen erheben will ist daher etwas End und Bodenloses

das nie dazu kommen kann zu sagen was es meint weil es nur meint und sein

Inhalt nur Gemeintes ist

    Die Gesetze welche diese Wissenschaft zu finden ausgeht sind Beziehungen

dieser beiden gemeinten Seiten und können daher selbst nichts als ein leeres

Meinen sein Auch da dies vermeinte Wissen das mit der Wirklichkeit des Geistes

sich zu tun macht gerade dies zu seinem Gegenstande hat dass er aus seinem

sinnlichen Dasein heraus sich in sich reflektiert und das bestimmte Dasein für

ihn eine gleichgültige Zufälligkeit ist so muss es bei seinen aufgefundenen

Gesetzen unmittelbar wissen dass nichts damit gesagt ist sondern eigentlich

rein geschwatzt oder nur eine Meinung von sich gegeben wird ein Ausdruck der

die Wahrheit hat dies als dasselbe auszusprechen  seine Meinung zu sagen und

damit nicht die Sache sondern nur eine Meinung von sich beizubringen Dem

Inhalte nach aber können diese Beobachtungen nicht von denen abweichen »Es

regnet allemal wenn wir Jahrmarkt haben sagt der Krämer und auch allemal

wenn ich Wäsche trockne sagt die Hausfrau«

    Lichtenberg der das physiognomische Beobachten so charakterisiert sagt

auch noch dies »Wenn jemand sagte du handelst zwar wie ein ehrlicher Mann ich

sehe es aber aus deiner Figur du zwingst dich und bist ein Schelm im Herzen

fürwahr eine solche Anrede wird bis ans Ende der Welt von jedem braven Kerl mit

einer Ohrfeige erwidert werden«  Diese Erwiderung ist deswegen treffend weil

sie die Widerlegung der ersten Voraussetzung einer solchen Wissenschaft des

Meinens ist dass nämlich die Wirklichkeit des Menschen sein Gesicht usf sei 

Das wahre Sein des Menschen ist vielmehr seine Tat in ihr ist die

Individualität wirklich und sie ist es welche das Gemeinte in seinen beiden

Seiten aufhebt Einmal das Gemeinte als ein leibliches ruhendes Sein die

Individualität stellt sich vielmehr in der Handlung als das negative Wesen dar

welches nur ist insofern es Sein aufhebt Alsdann hebt die Tat die

Unaussprechlichkeit der Meinung ebenso in Ansehung der selbstbewussten

Individualität auf welche in der Meinung eine unendlich bestimmte und

bestimmbare ist In der vollbrachten Tat ist diese schlechte Unendlichkeit

vernichtet Die Tat ist ein EinfachBestimmtes Allgemeines in einer

Abstraktion zu Befassendes sie ist Mord Diebstahl oder Wohltat tapfere Tat

usf und es kann von ihr gesagt werden was sie ist Sie ist dies und ihr Sein

ist nicht nur ein Zeichen sondern die Sache selbst Sie ist dies und der

individuelle Mensch ist was sie ist in der Einfachheit dieses Seins ist er für

andere seiendes allgemeines Wesen und hört auf nur Gemeintes zu sein Er ist

zwar darin nicht als Geist gesetzt aber indem von seinem Sein als Sein die Rede

und einerseits das gedoppelte Sein der Gestalt und der Tat sich gegenübersteht

und jene wie diese seine Wirklichkeit sein soll so ist vielmehr nur die Tat als

sein echtes Sein zu behaupten  nicht seine Figur welche das ausdrücken

sollte was er zu seinen Taten meint oder was man meinte dass er tun nur

könnte Ebenso indem andererseits sein Werk und seine innere Möglichkeit

Fähigkeit oder Absicht entgegengesetzt werden ist Jenes allein für seine wahre

Wirklichkeit anzusehen wenn auch er selbst sich darüber täuscht und aus seiner

Handlung in sich gekehrt in diesem Innern ein Anderes zu sein meint als in der

Tat. Die Individualität die sich dem gegenständlichen Elemente anvertraut

indem sie zum Werke wird gibt sich damit wohl dem preis verändert und verkehrt

zu werden Aber den Charakter der Tat macht eben dies aus ob sie ein wirkliches

Sein ist das sich hält oder ob nur ein gemeintes Werk das in sich nichtig

vergeht Die Gegenständlichkeit verändert nicht die Tat selbst sondern zeigt

nur was sie ist dh ob sie ist oder ob sie nichts ist  Die Zergliederung

dieses Seins in Absichten und dergleichen Feinheiten wodurch der wirkliche

Mensch dh seine Tat wieder in ein gemeintes Sein zurückerklärt werden soll

wie er wohl selbst auch sich besondere Absichten über seine Wirklichkeit

erschaffen mag müssen dem Müßiggange der Meinung überlassen bleiben der wenn

er seine tatenlose Weisheit ins Werk richten den Charakter der Vernunft am

Handelnden ableugnen und ihn auf diese Weise misshandeln will dass er statt der

Tat vielmehr die Figur und die Züge für das Sein desselben erklären will die

obige Erwiderung zu befahren hat die ihm erweist dass Figur nicht das Ansich

ist sondern vielmehr ein Gegenstand der Behandlung sein kann

    Sehen wir nun auf den Umfang der Verhältnisse überhaupt in welchen die

selbstbewusste Individualität zu ihrem Äußeren stehend beobachtet werden kann so

wird eines zurück sein welches die Beobachtung sich noch zu ihrem Gegenstande

machen muss In der Psychologie ist es die äußere Wirklichkeit der Dinge welche

an dem Geiste ihr sich bewusstes Gegenbild haben und ihn begreiflich machen soll

In der Physiognomik dagegen soll er in seinem eigenen Äußeren als in einem Sein

welches die Sprache  die sichtbare Unsichtbarkeit  seines Wesens sei erkannt

werden Noch ist die Bestimmung der Seite der Wirklichkeit übrig dass die

Individualität an ihrer unmittelbaren festen rein daseienden Wirklichkeit ihr

Wesen ausspreche  Diese letzte Beziehung unterscheidet sich also von der

physiognomischen dadurch dass diese die sprechende Gegenwart des Individuums

ist das in seiner handelnden Äußerung zugleich die sich in sich reflektierende

und betrachtende darstellt eine Äußerung welche selbst Bewegung ist ruhende

Züge welche selbst wesentlich ein vermitteltes Sein sind In der noch zu

betrachtenden Bestimmung aber ist endlich das Äußere eine ganz ruhende

Wirklichkeit welche nicht an ihr selbst redendes Zeichen ist sondern

getrennt von der selbstbewussten Bewegung sich für sich darstellt und als bloßes

Ding ist

    Zunächst erhellt über die Beziehung des Inneren auf dies sein Äußeres dass

sie als Verhältnis des Kausalzusammenhangs begriffen werden zu müssen scheint

indem die Beziehung eines Ansichseienden auf ein anderes Ansichseiendes als

eine notwendige dies Verhältnis ist

    dass nun die geistige Individualität auf den Leib Wirkung habe muss sie als

Ursache selbst leiblich sein Das Leibliche aber worin sie als Ursache ist ist

das Organ aber nicht des Tuns gegen die äußere Wirklichkeit sondern des Tuns

des selbstbewussten Wesens in sich selbst nach außen nur gegen seinen Körper es

ist nicht sogleich abzusehen welches diese Organe sein können Würde nur an die

Organe überhaupt gedacht so würde das Organ der Arbeit überhaupt leicht bei der

Hand sein ebenso das Organ des Geschlechtstriebes usf Allein solche Organe

sind als Werkzeuge oder als Teile zu betrachten welche der Geist als ein Extrem

zur Mitte gegen das andere Extrem das äußerer Gegenstand ist hat Hier aber

ist ein Organ verstanden worin das selbstbewusste Individuum als Extrem gegen

seine eigene ihm entgegengesetzte Wirklichkeit sich für sich erhält nicht

zugleich nach außen gekehrtes sondern in seiner Handlung reflektiertes und

woran die Seite des Seins nicht ein Sein für Anderes ist In der

physiognomischen Beziehung wird das Organ zwar auch als in sich reflektiertes

und das Tun besprechendes Dasein betrachtet aber dies Sein ist ein

gegenständliches und das Resultat der physiognomischen Beobachtung ist dieses

dass das Selbstbewusstsein gegen eben diese seine Wirklichkeit als gegen etwas

Gleichgültiges gegenübertritt Diese Gleichgültigkeit verschwindet darin dass

dies Insichreflektiertsein selbst wirkend ist dadurch erhält jenes Dasein eine

notwendige Beziehung auf es dass es aber auf das Dasein wirkend sei muss es

selbst ein aber nicht eigentlich gegenständliches Sein haben und als dies Organ

soll es aufgezeigt werden

    Im gemeinen Leben nun wird der Zorn zB als ein solches inneres Tun in

die Leber verlegt Platon gibt ihr sogar noch etwas Höheres das nach einigen

sogar das Höchste ist zu nämlich die Prophezeiung oder die Gabe das Heilige

und Ewige unvernünftigerweise auszusprechen1 Allein die Bewegung welche das

Individuum in der Leber dem Herzen usf hat kann nicht als die ganz in sich

reflektierte Bewegung desselben angesehen werden sondern sie ist darin vielmehr

so dass sie ihm schon in den Leib geschlagen ist und ein animalisches heraus

gegen die Äußerlichkeit sich wendendes Dasein hat

    Das Nervensystem hingegen ist die unmittelbare Ruhe des Organischen in

seiner Bewegung Die Nerven selbst sind zwar wieder die Organe des schon in

seine Richtung nach außen versenkten Bewusstseins Gehirn und Rückenmark aber

dürfen als die in sich bleibende  die nicht gegenständliche die auch nicht

hinausgehende  unmittelbare Gegenwart des Selbstbewusstseins betrachtet werden

Insofern das Moment des Seins welches dies Organ hat ein Sein für Anderes

Dasein ist ist es totes Sein nicht mehr Gegenwart des Selbstbewusstseins Dies

Insichselbstsein ist aber seinem Begriffe nach eine Flüssigkeit worin die

Kreise die darein geworfen werden sich unmittelbar auflösen und kein

Unterschied als seiender sich ausdrückt Inzwischen wie der Geist selbst nicht

ein AbstraktEinfaches ist sondern ein System von Bewegungen worin er sich in

Momente unterscheidet in dieser Unterscheidung selbst aber frei bleibt und wie

er seinen Körper überhaupt zu verschiedenen Verrichtungen gliedert und einen

einzelnen Teil desselben nur einer bestimmt so kann auch sich vorgestellt

werden dass das flüssige Sein seines Insichseins ein gegliedertes ist und es

scheint so vorgestellt werden zu müssen weil das in sich reflektierte Sein des

Geistes im Gehirn selbst wieder nur eine Mitte seines reinen Wesens und seiner

körperlichen Gliederung ist eine Mitte welche hiermit von der Natur beider und

also von der Seite der letzteren auch die seiende Gliederung wieder an ihr haben

muss

    Das geistigorganische Sein hat zugleich die notwendige Seite eines ruhenden

bestehenden Daseins jenes muss als Extrem des Fürsichseins zurücktreten und

diese als das andere Extrem gegenüber haben welches alsdann der Gegenstand ist

worauf jenes als Ursache wirkt Wenn nun Gehirn und Rückenmark jenes körperliche

Fürsichsein des Geistes istso ist der Schädel und die Rückenwirbelsäule das

andere ausgeschiedene Extrem hinzu nämlich das feste ruhende Ding  Indem aber

jedem wenn er an den eigentlichen Ort des Daseins des Geistes denkt nicht der

Rücken sondern nur der Kopf einfällt so können wir uns in der Untersuchung

eines Wissens als das vorliegende ist mit diesem  für es nicht zu schlechten

 Grunde begnügen um dies Dasein auf den Schädel einzuschränken Sollte einem

der Rücken insofern einfallen als auch wohl zuweilen durch ihn Wissen und Tun

zum Teil ein zum Teil aber angetrieben wird so würde dies dafür dass das

Rückenmark mit zum inwohnenden Orte des Geistes und seine Säule zum

gegenbildlichen Dasein genommen werden müsse darum nichts beweisen weil es

zuviel bewiese denn man kann ebenso sich erinnern dass auch andere äußerliche

Wege der Tätigkeit des Geistes beizukommen um sie zu erwecken oder

zurückzuhalten beliebt werden  Die Rückenwirbelsäule fällt also wenn man

will mit Recht hinweg und es ist so gut als viele andere naturphilosophische

Lehren konstruiert dass der Schädel allein zwar nicht die Organe des Geistes

enthalte Denn dies wurde vorhin aus dem Begriffe dieses Verhältnisses

ausgeschlossen und deswegen der Schädel zur Seite des Daseins genommen oder

wenn nicht an den Begriff der Sache erinnert werden dürfte so lehrt ja die

Erfahrung dass wie mit dem Auge als Organe gesehen so nicht mit dem Schädel

gemordet gestohlen gedichtet usw wird  Es ist sich deswegen auch des

Ausdrucks Organ für diejenige Bedeutung des Schädels zu enthalten von welcher

noch zu sprechen ist Denn ob man gleich zu sagen pflegt dass es vernünftigen

Menschen nicht auf das Wort sondern auf die Sache ankomme so ist daraus doch

nicht die Erlaubnis zu nehmen eine Sache mit einem ihr nicht zugehörigen Worte

zu bezeichnen denn dies ist Ungeschicklichkeit zugleich und Betrug der nur das

rechte Wort nicht zu haben meint und vorgibt und der es sich verbirgt dass ihm

in der Tat die Sache dh der Begriff fehlt wenn dieser vorhanden wäre würde

er auch sein rechtes Wort haben  Zunächst hat sich hier nur dies bestimmt

dass wie das Gehirn der lebendige Kopf der Schädel das caput mortuum ist

    In diesem toten Sein hätten also die geistigen Bewegungen und bestimmten

Weisen des Gehirns ihre Darstellung äußerer Wirklichkeit die jedoch noch an dem

Individuum selbst ist sich zu geben Für das Verhältnis derselben zu ihm der

als totes Sein den Geist nicht in sich selbst inwohnen hat bietet sich zunächst

das oben festgesetzte das äußere und mechanische dar so dass die eigentlichen

Organe  und diese sind am Gehirne  ihn hier rund ausdrücken dort

breitschlagen oder plattstoßen oder wie man sonst diese Einwirkung darstellen

mag Selbst ein Teil des Organismus muss in ihm zwar wie in jedem Knochen eine

lebendige Selbstbildung gedacht werden so dass hiernach betrachtet er von

seiner Seite vielmehr das Gehirn drückt und dessen äußere Beschränkung setzt

wozu er auch als das Härtere eher das Vermögen hat Dabei aber würde noch immer

dasselbe Verhältnis in der Bestimmung der Tätigkeit beider gegeneinander

bleiben denn ob der Schädel das Bestimmende oder das Bestimmte ist dies

änderte an dem Kausalzusammenhange überhaupt nichts nur dass dann der Schädel

zum unmittelbaren Organe des Selbstbewusstseins gemacht würde weil in ihm als

Ursache sich die Seite des Fürsichseins fände Allein indem das Fürsichsein als

organische Lebendigkeit in beide auf gleiche Weise fällt fällt in der Tat der

Kausalzusammenhang zwischen ihnen hinweg Diese Fortbildung beider aber hinge im

Innern zusammen und wäre eine organische prästabilierte Harmonie welche die

beiden sich aufeinander beziehenden Seiten frei gegeneinander und jeder ihre

eigene Gestalt lässt der die Gestalt der anderen nicht zu entsprechen braucht

und noch mehr die Gestalt und die Qualität gegeneinander  wie die Form der

Weinbeere und der Geschmack des Weines frei gegeneinander sind  Indem aber auf

die Seite des Gehirns die Bestimmung des Fürsichseins auf die Seite des

Schädels aber die Bestimmung des Daseins fällt so ist innerhalb der organischen

Einheit auch ein Kausalzusammenhang derselben zu setzen eine notwendige

Beziehung derselben als äußere füreinander dh eine selbst äußerliche wodurch

also ihre Gestalt durch einander bestimmt würde

    In Ansehung der Bestimmung aber in welcher das Organ des Selbstbewusstseins

auf die gegenüberstehende Seite tätige Ursache wäre kann auf mancherlei Weise

hin und her geredet werden denn es ist von der Beschaffenheit einer Ursache die

Rede die nach ihrem gleichgültigen Dasein ihrer Gestalt und Größe betrachtet

wird einer Ursache deren Inneres und Fürsichsein gerade ein solches sein soll

welches das unmittelbare Dasein nichts angeht Die organische Selbstbildung des

Schädels ist zuerst gleichgültig gegen die mechanische Einwirkung und das

Verhältnis dieser beiden Verhältnisse ist da jenes das

SichaufsichselbstBeziehen ist eben diese Unbestimmtheit und

Grenzenlosigkeit selbst Alsdann wenn auch das Gehirn die Unterschiede des

Geistes zu seienden Unterschieden in sich aufnähme und eine Vielheit innerer

einen verschiedenen Raum einnehmender Organe wäre  was der Natur widerspricht

welche den Momenten des Begriffs ein eigenes Dasein gibt und daher die flüssige

Einfachheit des organischen Lebens rein auf eine Seite und die Artikulation und

Einteilung desselben ebenso in seinen Unterschieden auf die andere Seite stellt

so dass sie wie sie hier gefasst werden sollen als besondere anatomische Dinge

sich zeigen  so würde es unbestimmt sein ob ein geistiges Moment je nachdem

es ursprünglich stärker oder schwächer wäre entweder in jenem Falle ein

expandierteres in diesem ein kontrahierteres Gehirnorgan besitzen müsste oder

auch gerade umgekehrt  Ebenso ob seine Ausbildung das Organ vergrößerte oder

verkleinerte ob es dasselbe plumper und dicker oder feiner machte Dadurch dass

es unbestimmt bleibe wie die Ursache beschaffen ist ist es ebenso unbestimmt

gelassen wie die Einwirkung auf den Schädel geschieht ob sie ein Erweitern

oder Verengern und Zusammenfallenlassen ist Wird diese Einwirkung etwa

vornehmer als ein Erregen bestimmt so ist es unbestimmt ob es nach der Weise

eines Kantharidenpflasters auftreibend oder eines Essigs einschrumpfend

geschieht  Für alle dergleichen Ansichten lassen sich plausible Gründe

vorbringen denn die organische Beziehung welche ebensosehr eingreift lässt den

einen so gut passieren als den anderen und ist gleichgültig gegen allen diesen

Verstand

    Dem beobachtenden Bewusstsein ist es aber nicht darum zu tun diese Beziehung

bestimmen zu wollen Denn es ist ohnehin nicht das Gehirn was als animalischer

Teil auf der einen Seite steht sondern dasselbe als Sein der selbstbewussten

Individualität  Sie als stehender Charakter und sich bewegendes bewusstes Tun

ist für sich und in sich diesem Für und Insichsein steht ihre Wirklichkeit und

Dasein für Anderes entgegen das Für und Insichsein ist das Wesen und Subjekt

welches am Gehirne ein Sein hat das unter es subsumiert ist und seinen Wert nur

durch die inwohnende Bedeutung erhält Die andere Seite der selbstbewussten

Individualität aber die Seite ihres Daseins ist das Sein als selbständig und

Subjekt oder als ein Ding nämlich ein Knochen die Wirklichkeit und Dasein des

Menschen ist sein Schädelknochen  Dies ist das Verhältnis und der Verstand

den die beiden Selten dieser Beziehung in dem sie beobachtenden Bewusstsein

haben

    Diesem ist es nun um die bestimmtere Beziehung dieser Seiten zu tun der

Schädelknochen hat wohl im allgemeinen die Bedeutung die unmittelbare

Wirklichkeit des Geistes zu sein Aber die Vielseitigkeit des Geistes gibt

seinem Dasein eine ebensolche Vieldeutigkeit was zu gewinnen ist ist die

Bestimmtheit der Bedeutung der einzelnen Stellen in welche dies Dasein geteilt

ist und es ist zu sehen wie sie das Hinweisen darauf an ihnen haben

    Der Schädelknochen ist kein Organ der Tätigkeit noch auch eine sprechende

Bewegung es wird weder mit dem Schädelknochen gestohlen gemordet usf noch

verzieht er zu solchen Taten im geringsten die Miene so dass er sprechende

Gebärde würde  Noch hat auch dieses Seiende den Wert eines Zeichens Miene und

Gebärde Ton auch eine Säule ein Pfahl der auf einer öden Insel eingeschlagen

ist kündigen sich sogleich an dass noch irgend etwas anderes damit gemeint ist

als das was sie unmittelbar nur sind Sie geben sich selbst sogleich für

Zeichen aus indem sie eine Bestimmtheit an ihnen haben welche auf etwas

anderes dadurch hinweist dass sie ihnen nicht eigentümlich angehört Man kann

sich wohl auch bei einem Schädel wie Hamlet bei Yoricks2 vielerlei einfallen

lassen aber der Schädelknochen für sich ist ein so gleichgültiges unbefangenes

Ding dass an ihm unmittelbar nichts anderes zu sehen und zu meinen ist als nur

er selbst er erinnert wohl an das Gehirn und seine Bestimmtheit an Schädel von

anderer Formation aber nicht an eine bewusste Bewegung indem er weder Miene und

Gebärde noch etwas an ihm eingedrückt hat das als von einem bewussten Tun

herkommend sich ankündigte denn er ist diejenige Wirklichkeit welche an der

Individualität eine solche andere Seite darstellen sollte die nicht mehr sich

in sich reflektierendes Sein sondern rein unmittelbares Sein wäre

    Da er ferner auch nicht selbst fühlt so scheint sich eine bestimmtere

Bedeutung für ihn etwa noch so ergeben zu können dass bestimmte Empfindungen

durch die Nachbarschaft erkennen ließen was mit ihm gemeint sei und indem eine

bewusste Weise des Geistes bei einer bestimmten Stelle desselben ihr Gefühl hat

wird etwa dieser Ort in seiner Gestalt sie und ihre Besonderheit andeuten Wie

zB manche bei dem angestrengten Denken oder auch schon beim Denken überhaupt

eine schmerzliche Spannung irgendwo im Kopfe zu fühlen klagen könnte auch das

Stehlen das Morden das Dichten usf jedes mit einer eigenen Empfindung

begleitet sein die außerdem noch ihre besondere Stelle haben müsste Diese

Stelle des Gehirns die auf diese Art mehr bewegt und betätigt wäre würde

wahrscheinlich auch die benachbarte Stelle des Knochens mehr ausbilden oder

diese würde aus Sympathie oder Konsensus auch nicht träge sein sondern sich

vergrößern oder verkleinern oder auf welche Weise es sei sich formieren  Was

jedoch diese Hypothese unwahrscheinlich macht ist dies dass das Gefühl

überhaupt etwas Unbestimmtes ist und das Gefühl im Kopfe als dem Zentrum das

allgemeine Mitgefühl alles Leidens sein möchte so dass sich mit dem

DiebsMördersDichtersKopfKitzel oder Schmerz andere vermischen und sich

voneinander sowie von denen die man bloß körperlich nennen kann so wenig

unterscheiden lassen würden als aus dem Symptome des Kopfwehs wenn wir seine

Bedeutung nur auf das Körperliche einschränken sich die Krankheit bestimmen

lässt

    Es fällt in der Tat, von welcher Seite die Sache betrachtet werde alle

notwendige gegenseitige Beziehung sowie deren durch sich selbst sprechende

Andeutung hinweg Es bleibt wenn denn die Beziehung doch stattfinden soll eine

begrifflose freie prästabilierte Harmonie der entsprechenden Bestimmung beider

Seiten übrig und notwendig denn die eine soll geistlose Wirklichkeit bloßes

Ding sein  Es stehen also eben auf einer Seite eine Menge ruhender

Schädelstellen auf der ändern eine Menge Geisteseigenschaften deren Vielheit

und Bestimmung von dem Zustande der Psychologie abhängen wird Je elender die

Vorstellung von dem Geiste ist um so mehr wird von dieser Seite die Sache

erleichtert denn teils werden die Eigenschaften um so weniger teils um so

abgeschiedener fester und knöcherner hierdurch Knochenbestimmungen um so

ähnlicher und mit ihnen vergleichbarer Allein obzwar durch die Elendigkeit der

Vorstellung von dem Geiste vieles erleichtert ist so bleibt doch immer eine

sehr große Menge auf beiden Seiten es bleibt die gänzliche Zufälligkeit ihrer

Beziehung für die Beobachtung Wenn von den Kindern Israels aus dem Sand am

Meere dem sie entsprechen sollen jedes das Körnchen dessen Zeichen es ist

sich nehmen sollte so ist diese Gleichgültigkeit und Willkür welche jedem das

seine zuteilte ebenso stark als die welche jeder Seelenfähigkeit Leidenschaft

und was hier gleichfalls betrachtet werden müsste den Schattierungen von

Charakteren von welchen die feinere Psychologie und Menschenkenntnis zu

sprechen pflegt ihre Schädelstätten und Knochenformen zuweist  Der Schädel

des Mörders hat dieses  nicht Organ auch nicht Zeichen sondern diesen

Knorren aber dieser Mörder hat noch eine Menge anderer Eigenschaften sowie

andere Knorren und mit den Knorren auch Vertiefungen man hat die Wahl unter

Knorren und Vertiefungen Und wieder kann sein Mordsinn auf welchen Knorren

oder Vertiefung es sei und hinwiederum können diese auf welche Eigenschaft

es sei bezogen werden denn weder ist der Mörder nur dies Abstraktum eines

Mörders noch hat er nur eine Erhabenheit und eine Vertiefung Die

Beobachtungen welche hierüber angestellt werden müssen darum gerade auch so

gut lauten als der Regen des Krämers und der Hausfrau am Jahrmarkte und bei der

Wäsche Krämer und Hausfrau konnten auch die Beobachtung machen dass es immer

regnet wenn dieser Nachbar vorbeigeht oder wenn Schweinsbraten gegessen wird

Wie der Regen gegen diese Umstände so gleichgültig ist für die Beobachtung

diese Bestimmtheit des Geistes gegen dieses bestimmte Sein des Schädels Denn

von den beiden Gegenständen dieses Beobachtens ist der eine ein trockenes

Fürsichsein eine knöcherne Eigenschaft des Geistes wie der andere ein

trockenes Ansichsein ein so knöchernes Ding als beide sind ist vollkommen

gleichgültig gegen alles andere es ist dem hohen Knorren ebenso gleichgültig

ob ein Mörder in seiner Nachbarschaft als dem Mörder ob die Plattheit in

seiner Nähe ist

    Es bleibt allerdings die Möglichkeit dass mit irgendeiner Eigenschaft

Leidenschaft usf ein Knorren an irgendeiner Stelle verbunden sei

unüberwindlich übrig Man kann sich den Mörder mit einem hohen Knorren hier an

dieser Schädelstelle den Dieb mit einer dort vorstellen Von dieser Seite ist

die Schädelwissenschaft noch großer Erweiterung fähig denn zunächst scheint sie

sich nur auf die Verbindung eines Knorren mit einer Eigenschaft an demselben

Individuum so dass dieses beide besitzt einzuschränken Aber schon die

natürliche Schädelwissenschaft  denn es muss so gut eine solche als eine

natürliche Physiognomik geben geht über diese Schranke hinaus sie urteilt nicht

nur dass ein schlauer Mensch einen faustdicken Knorren hinter den Ohren sitzen

habe sondern sie stellt auch vor dass die untreue Ehefrau nicht selbst sondern

das andere eheliche Individuum Knorren an der Stirne habe  Ebenso kann man

sich auch den der mit dem Mörder unter einem Dache wohnt oder auch seinen

Nachbar und weiter hinaus seine Mitbürger usf mit hohen Knorren an irgendeiner

Schädelstelle vorstellen so gut als die fliegende Kuh die zuerst von dem

Krebs der auf dem Esel ritt geliebkost und hernach usf wurde  Wird aber die

Möglichkeit nicht im Sinne der Möglichkeit des Vorstellen sondern der inneren

Möglichkeit oder des Begriffs genommen so ist der Gegenstand eine solche

Wirklichkeit welche reines Ding und ohne dergleichen Bedeutung ist und sein

soll und sie also nur in der Vorstellung haben kann

    Schreitet ungeachtet der Gleichgültigkeit der beiden Seiten der Beobachter

jedoch ans Werk Beziehungen zu bestimmen teils frisch gehalten durch den

allgemeinen Vernunftgrund dass das Äußere der Ausdruck des Inneren sei teils

sich unterstützend mit der Analogie von Schädeln der Tiere  welche zwar wohl

einen einfacheren Charakter haben mögen als die Menschen von denen es aber

zugleich um ebenso schwerer zu sagen wird welchen sie haben indem es nicht der

Vorstellung eines jeden Menschen so leicht sein kann sich in die Natur eines

Tieres recht hineinzubilden  so findet der Beobachter bei der Versicherung der

Gesetze die er entdeckt haben will eine vorzügliche Hilfe an einem

Unterschiede der uns hier notwendig auch einfallen muss  Das Sein des Geistes

kann wenigstens nicht als so etwas schlechthin Unverrücktes und Unverrückbares

genommen werden Der Mensch ist frei es wird zugegeben dass das ursprüngliche

Sein nur Anlagen sind über welche er viel vermag oder welche günstiger Umstände

bedürfen um entwickelt zu werden dh ein ursprüngliches Sein des Geistes ist

ebensowohl als ein solches auszusprechen das nicht als Sein existiert

Widersprächen also Beobachtungen demjenigen was irgendeinem als Gesetz zu

versichern einfällt wäre es schön Wetter am Jahrmarkte oder bei der Wäsche so

könnten Krämer und Hausfrau sprechen dass es eigentlich regnen sollte und die

Anlage doch dazu vorhanden sei ebenso das Schädelbeobachten  dass dies

Individuum eigentlich so sein sollte wie der Schädel nach dem Gesetze aussagt

und eine ursprüngliche Anlage habe die aber nicht ausgebildet worden sei

vorhanden ist diese Qualität nicht aber sie sollte vorhanden sein  Das Gesetz

und das Sollen gründet sich auf das Beobachten des wirklichen Regens und des

wirklichen Sinnes bei dieser Bestimmtheit des Schädels ist aber die

Wirklichkeit nicht vorhanden so gilt die leere Möglichkeit für ebensoviel 

Diese Möglichkeit d i die Nichtwirklichkeit des aufgestellten Gesetzes und

hiermit ihm widersprechende Beobachtungen müssen eben dadurch hereinkommen dass

die Freiheit des Individuums und die entwickelnden Umstände gleichgültig gegen

das Sein überhaupt sind sowohl gegen es als ursprüngliches Inneres wie als

äußeres Knöchernes und dass das Individuum auch etwas anderes sein kann als es

innerlich ursprünglich und noch mehr als ein Knochen ist

    Wir erhalten also die Möglichkeit dass dieser Knorren oder Vertiefung des

Schädels sowohl etwas Wirkliches als auch nur eine Anlage und zwar unbestimmt

zu irgend etwas dass er etwas Nichtwirkliches bezeichne wir sehen es einer

schlechten Ausrede wie immer ergehen dass sie wider dasjenige dem sie aufhelfen

soll selbst zu gebrauchen steht Wir sehen das Meinen durch die Natur der Sache

dahin gebracht das Gegenteil dessen aber gedankenlos selbst zu sagen was es

festhält  zu sagen es wird durch diesen Knochen irgend etwas angedeutet aber

ebensogut auch nicht

    Was der Meinung selbst bei dieser Ausrede vorschwebt ist der wahre sie

gerade vertilgende Gedanke dass das Sein als solches überhaupt nicht die

Wahrheit des Geistes ist Wie schon die Anlage ein ursprüngliches Sein ist das

an der Tätigkeit des Geistes keinen Anteil hat ein eben solches ist seinerseits

auch der Knochen Das Seiende ohne die geistige Tätigkeit ist ein Ding für das

Bewusstsein und so wenig sein Wesen dass es vielmehr das Gegenteil desselben und

das Bewusstsein sich allein wirklich ist durch die Negation und Vertilgung eines

solchen Seins  Es ist von dieser Seite für völlige Verleugnung der Vernunft

anzusehen für das wirkliche Dasein des Bewusstseins einen Knochen auszugeben

und dafür wird er ausgegeben indem er als das Äußere des Geistes betrachtet

wird denn das Äußere ist eben die seiende Wirklichkeit Es hilft nichts zu

sagen dass von diesem Äußeren nur auf das Innere das etwas anderes sei

geschlossen werde das Äußere nicht das Innere selbst sondern nur dessen

Ausdruck sei Denn in dem Verhältnisse beider zueinander fällt eben auf die

Seite des Inneren die Bestimmung der sich denkenden und gedachten auf die Seite

des Äußeren aber die der seienden Wirklichkeit  Wenn also einem Menschen

gesagt wird du dein Inneres bist dies weil dein Knochen so beschaffen ist

so heißt es nichts anderes als ich sehe einen Knochen für deine Wirklichkeit

an Die bei der Physiognomik erwähnte Erwiderung eines solchen Urteils durch die

Ohrfeige bringt zunächst die weichen Teile aus Ihrem Ansehen und Lage und

erweist nur dass diese kein wahres Ansich nicht die Wirklichkeit des Geistes

sind hier müsste die Erwiderung eigentlich so weit gehen einem der so urteilt

den Schädel einzuschlagen um gerade so greiflich als seine Weisheit ist zu

erweisen dass ein Knochen für den Menschen nichts an sich viel weniger seine

wahre Wirklichkeit ist

    Der rohe Instinkt der selbstbewussten Vernunft wird eine Schädelwissenschaft

unbesehen verwerfen  diesen anderen beobachtenden Instinkt derselben der zur

Ahnung des Erkennens gediehen es auf die geistlose Weise dass das Äußere

Ausdruck des Inneren sei erfasst hat Aber je schlechter der Gedanke ist desto

weniger fällt es zuweilen auf worin bestimmt seine Schlechtigkeit liegt und

desto schwerer ist es sie auseinanderzulegen Denn der Gedanke heißt um so

schlechter je reiner und leerer die Abstraktion ist welche ihm für das Wesen

gilt Der Gegensatz aber auf den es hier ankommt hat zu seinen Gliedern die

ihrer bewusste Individualität und die Abstraktion der ganz zum Dinge gewordenen

Äußerlichkeit  jenes innere Sein des Geistes als festes geistloses Sein

aufgefasst eben solchem Sein entgegengesetzt  Damit scheint aber auch die

beobachtende Vernunft in der Tat ihre Spitze erreicht zu haben von welcher sie

sich selbst verlassen und sich überschlagen muss denn erst das ganz Schlechte

hat die unmittelbare Notwendigkeit an sich sich zu verkehren  Wie von dem

jüdischen Volke gesagt werden kann dass es gerade darum weil es unmittelbar vor

der Pforte des Heils stehe das verworfenste sei und gewesen sei was es an und

für sich sein sollte diese Selbstwesenheit ist es sich nicht sondern verlegt

sie jenseits seiner es macht sich durch diese Entäußerung ein höheres Dasein

möglich wenn es seinen Gegenstand wieder in sich zurücknehmen könnte als wenn

es innerhalb der Unmittelbarkeit des Seins stehengeblieben wäre weil der

Geist um so größer ist aus je größerem Gegensatze er in sich zurückkehrt

diesen Gegensatz aber macht er sich in dem Aufheben seiner unmittelbaren Einheit

und in der Entäußerung seines Fürsichseins Allein wenn ein solches Bewusstsein

sich nicht reflektiert ist die Mitte worin es steht die unselige Leere indem

dasjenige was sie erfüllen sollte zum festen Extreme geworden istSo ist

diese letzte Stufe der beobachtenden Vernunft ihre schlechteste aber darum ihre

Umkehrung notwendig

    Denn die Übersicht der bisher betrachteten Reihe von Verhältnissen welche

den Inhalt und Gegenstand der Beobachtung ausmachen zeigt dass in ihrer ersten

Weise in der Beobachtung der Verhältnisse der unorganischen Natur ihr schon das

sinnliche Sein verschwindet die Momente ihres Verhältnisses stellen sich als

reine Abstraktionen und als einfache Begriffe dar welche an das Dasein von

Dingen festgeknüpft sein sollten das aber verlorengeht so dass das Moment sich

als reine Bewegung und als Allgemeines erweist Dieser freie in sich vollendete

Prozess behält die Bedeutung eines Gegenständlichen tritt aber nur als ein Eins

auf im Prozesse des Unorganischen ist das Eins das nicht existierende Innere

als Eins aber existierend ist er das Organische  Das Eins steht als

Fürsichsein oder negatives Wesen dem Allgemeinen gegenüber entzieht sich diesem

und bleibt frei für sich so dass der Begriff nur im Elemente der absoluten

Vereinzelung realisiert in der organischen Existenz seinen wahrhaften Ausdruck

als Allgemeines da zu sein nicht findet sondern ein Äußeres oder was dasselbe

ist ein Inneres der organischen Natur bleibt  Der organische Prozess ist nur

frei an sichist es aber nicht für sich selbst im Zwecke tritt das Fürsichsein

seiner Freiheit ein existiert als ein anderes Wesen als eine ihrer selbst

bewusste Weisheit die außer jenem ist Die beobachtende Vernunft wendet sich

also an diese an den Geist den als Allgemeinheit existierenden Begriff oder

als Zweck existierenden Zweck und ihr eigenes Wesen ist ihr nunmehr der

Gegenstand

    Sie wendet sich zuerst an seine Reinheit aber indem sie Auffassen des in

seinen Unterschieden sich bewegenden Gegenstandes als eines Seienden ist werden

ihr Gesetze des Denkens Beziehungen von Bleibendem auf Bleibendes aber da der

Inhalt dieser Gesetze nur Momente sind verlaufen sie sich in das Eins des

Selbstbewusstseins  Dieser neue Gegenstand ebenso als Seiendes genommen ist

das einzelne zufällige Selbstbewusstsein das Beobachten steht daher innerhalb

des gemeinten Geistes und des zufälligen Verhältnisses von bewusster Wirklichkeit

auf unbewusste Er an sich selbst nur ist die Notwendigkeit dieser Beziehung die

Beobachtung rückt ihm daher näher auf den Leib und vergleicht seine wollende und

tuende Wirklichkeit mit seiner in sich reflektierten und betrachtenden

Wirklichkeit die selbst gegenständlich ist Dieses Äußere obzwar eine Sprache

des Individuums die es an ihm selbst hat ist zugleich als Zeichen etwas

Gleichgültiges gegen den Inhalt den es bezeichnen sollte so wie das welches

sich das Zeichen setzt gleichgültig gegen dieses

    Von dieser wandelbaren Sprache geht darum die Beobachtung endlich zum festen

Sein zurück und spricht ihrem Begriffe nach aus dass die Äußerlichkeit nicht als

Organ auch nicht als Sprache und Zeichen sondern als totes Ding die äußere und

unmittelbare Wirklichkeit des Geistes sei Was von der allerersten Beobachtung

der unorganischen Natur aufgehoben wurde dass nämlich der Begriff als Ding

vorhanden sein sollte stellt diese letzte Weise so her dass sie die

Wirklichkeit des Geistes selbst zu einem Dinge macht oder umgekehrt

ausgedrückt dem toten Sein die Bedeutung des Geistes gibt  Die Beobachtung

ist damit dazu gekommen es auszusprechen was unser Begriff von ihr war dass

nämlich die Gewissheit der Vernunft sich selbst als gegenständliche Wirklichkeit

sucht  Man meint zwar dabei wohl nicht dass der Geist der von einem Schädel

vorgestellt wird als Ding ausgesprochen werde es soll kein Materialismus wie

man es nennt in diesem Gedanken liegen sondern der Geist vielmehr noch etwas

anderes als dieser Knochen sein aber er ist heißt selbst nichts anderes als

er ist ein Ding Wenn das Sein als solches oder Dingsein von dem Geiste

prädiziert wird so ist darum der wahrhafte Ausdruck hiervon dass er ein solches

wie ein Knochen ist Es muss daher für höchst wichtig angesehen werden dass der

wahre Ausdruck davon dass vom Geiste rein gesagt wird er ist sich gefunden

hat Wenn sonst vom Geiste gesagt wird er ist hat ein Sein ist ein Ding eine

einzelne Wirklichkeit so wird damit nicht etwas gemeint das man sehen oder in

die Hand nehmen stoßen usf kann aber gesagt wird ein solches und was in

Wahrheit gesagt wird drückt sich hiermit so aus dass das Sein des Geistes ein

Knochen ist

    Dies Resultat hat nun eine gedoppelte Bedeutung einmal seine wahre

insofern es eine Ergänzung des Resultats der vorhergehenden Bewegung des

Selbstbewusstseins ist Das unglückliche Selbstbewusstsein entäußerte sich seiner

Selbständigkeit und rang sein Fürsichsein zum Dinge heraus Es kehrte dadurch

aus dem Selbstbewusstsein in das Bewusstsein zurück dh in das Bewusstsein für

welches der Gegenstand ein Sein ein Ding ist  aber dies was Ding ist ist

das Selbstbewusstsein es ist also die Einheit des Ich und des Seins die

Kategorie Indem der Gegenstand für das Bewusstsein so bestimmt ist hat es

Vernunft Das Bewusstsein sowie das Selbstbewusstsein ist an sich eigentlich

Vernunft aber nur von dem Bewusstsein dem der Gegenstand als die Kategorie sich

bestimmt hat kann gesagt werden dass es Vernunft habe  hiervon aber ist noch

das Wissen was Vernunft ist unterschieden  Die Kategorie welche die

unmittelbare Einheit des Seins und des Seinen ist muss beide Formen durchlaufen

und das beobachtende Bewusstsein ist eben dieses dem sie sich in der Form des

Seins darstellt In seinem Resultate spricht das Bewusstsein dasjenige dessen

bewusstlose Gewissheit es ist als Satz aus  den Satz der im Begriffe der

Vernunft liegt Er ist das unendliche Urteil dass das Selbst ein Ding ist  ein

Urteil das sich selbst aufhebt  Durch dieses Resultat ist also bestimmt zur

Kategorie dies hinzugekommen dass sie dieser sich aufhebende Gegensatz ist Die

reine Kategorie welche in der Form des Seins oder der Unmittelbarkeit für das

Bewusstsein ist ist der noch unvermittelte nur vorhandene Gegenstand und das

Bewusstsein ein ebenso unvermitteltes Verhalten Das Moment jenes unendlichen

Urteils ist der Obergang der Unmittelbarkeit in die Vermittlung oder Negativität

 Der vorhandene Gegenstand ist daher als ein negativer bestimmt das Bewusstsein

aber als Selbstbewusstsein gegen ihn oder die Kategorie welche die Form des

Seins im Beobachten durchlaufen hat ist jetzt in der Form des Fürsichseins

gesetzt das Bewusstsein will sich nicht mehr unmittelbar finden sondern durch

seine Tätigkeit sich selbst hervorbringen Es selbst ist sich der Zweck seines

Tuns wie es ihm im Beobachten nur um die Dinge zu tun war

    Die andere Bedeutung des Resultats ist die schon betrachtete des

begrifflosen Beobachtens Dieses weiß sich nicht anders zu fassen und

auszusprechen als dass es unbefangen den Knochen wie er sich als sinnliches

Ding findet das seine Gegenständlichkeit für das Bewusstsein nicht zugleich

verliert für die Wirklichkeit des Selbstbewusstseins aussagt Es hat aber auch

darüber dass es dies sagt keine Klarheit des Bewusstseins und fasst seinen Satz

nicht in der Bestimmtheit seines Subjekts und Prädikats und der Beziehung

derselben noch weniger in dem Sinne des unendlichen sich selbst auflösenden

Urteils und des Begriffs  Es verbirgt sich vielmehr aus einem tiefer liegenden

Selbstbewusstsein des Geistes das hier als eine natürliche Honettetät erscheint

die Schmählichkeit des begrifflosen nackten Gedankens für die Wirklichkeit des

Selbstbewusstseins einen Knochen zu nehmen und übertüncht ihn durch die

Gedankenlosigkeit selbst mancherlei Verhältnisse von Ursache und Wirkung, von

Zeichen Organ usw die hier keinen Sinn haben einzumischen und durch

Unterscheidungen die von ihnen hergenommen sind das Grelle des Satzes zu

verstecken

    Gehirnfibern u dgl als das Sein des Geistes betrachtet sind schon eine

gedachte nur hypothetische   nicht daseiende nicht gefühlte gesehene

nicht die wahre Wirklichkeit wenn sie da sind wenn sie gesehen werden sind

sie tote Gegenstände und gelten dann nicht mehr für das Sein des Geistes Aber

die eigentliche Gegenständlichkeit muss eine unmittelbare sinnliche sein so dass

der Geist in dieser als toten  denn der Knochen ist das Tote insofern es am

Lebendigen selbst ist  als wirklich gesetzt wird  Der Begriff dieser

Vorstellung ist dass die Vernunft sich alle Dingheit auch die rein

gegenständliche selbst ist sie ist aber dies im Begriffe oder der Begriff nur

ist ihre Wahrheit und je reiner der Begriff selbst ist zu einer desto

alberneren Vorstellung sinkt er herab wenn sein Inhalt nicht als Begriff

sondern als Vorstellung ist  wenn das sich selbst aufhebende Urteil nicht mit

dem Bewusstsein dieser seiner Unendlichkeit genommen wird sondern als ein

bleibender Satz und dessen Subjekt und Prädikat jedes für sich gelten das

Selbst als Selbst das Ding als Ding fixiert und doch eins das andere sein soll

 Die Vernunft wesentlich der Begriff ist unmittelbar in sich selbst und ihr

Gegenteil entzweit ein Gegensatz der eben darum ebenso unmittelbar aufgehoben

ist Aber sich so als sich selbst und als ihr Gegenteil darbietend und

festgehalten in dem ganz einzelnen Momente dieses Auseinandertretens ist sie

unvernünftig aufgefasst und je reiner die Momente desselben sind desto greller

ist die Erscheinung dieses Inhalts der allein entweder für das Bewusstsein ist

oder von ihm unbefangen allein ausgesprochen wird  Das Tiefe das der Geist

von innen heraus aber nur bis in sein vorstellendes Bewusstsein treibt und es in

diesem stehenlässt  und die Unwissenheit dieses Bewusstseins was das ist was

es sagt ist dieselbe Verknüpfung des Hohen und Niedrigen welche an dem

Lebendigen die Natur in der Verknüpfung des Organs seiner höchsten Vollendung

des Organs der Zeugung und des Organs des Pissens naiv ausdrückt  Das

unendliche Urteil als unendliches wäre die Vollendung des sich selbst

erfassenden Lebens das in der Vorstellung bleibende Bewusstsein desselben aber

verhält sich als Pissen

 
 



   

    Das Selbstbewusstsein fand das Ding als sich und sich als Ding dh es ist

für es dass es an sich die gegenständliche Wirklichkeit ist Es ist nicht mehr

die unmittelbare Gewissheit alle Realität zu sein sondern eine solche für

welche das Unmittelbare überhaupt die Form eines Aufgehobenen hat so dass seine

Gegenständlichkeit nur noch als Oberfläche gilt deren Inneres und Wesen es

selbst ist  Der Gegenstand auf welchen es sich positiv bezieht ist daher ein

Selbstbewusstsein er ist in der Form der Dingheit dh er ist selbständig aber

es hat die Gewissheit dass dieser selbständige Gegenstand kein Fremdes für es

ist es weiß hiermit dass es an sich von ihm anerkannt ist es ist der Geist

der die Gewissheit hat in der Verdopplung seines Selbstbewusstseins und in der

Selbständigkeit beider seine Einheit mit sich selbst zu haben Diese Gewissheit

hat sich ihm nun zur Wahrheit zu erheben was ihm gilt dass es an sich und in

seiner inneren Gewissheit sei soll in sein Bewusstsein treten und für es werden

    Was die allgemeinen Stationen dieser Verwirklichung sein werden bezeichnet

sich im allgemeinen schon durch die Vergleichung mit dem bisherigen Wege Wie

nämlich die beobachtende Vernunft in dem Elemente der Kategorie die Bewegung des

Bewusstseins nämlich die sinnliche Gewissheit das Wahrnehmen und den Verstand

wiederholte so wird diese auch die doppelte Bewegung des Selbstbewusstseins

wieder durchlaufen und aus der Selbständigkeit in seine Freiheit übergehen

Zuerst ist diese tätige Vernunft ihrer selbst nur als eines Individuums bewusst

und muss als ein solches seine Wirklichkeit im anderen fordern und hervorbringen

 alsdann aber indem sich sein Bewusstsein zur Allgemeinheit erhebt wird es

allgemeine Vernunft und ist sich seiner als Vernunft als an und für sich schon

anerkanntes bewusst welches in seinem reinen Bewusstsein alles Selbstbewusstsein

vereinigt es ist das einfache geistige Wesen das indem es zugleich zum

Bewusstsein kommt die reale Substanz ist worein die früheren Formen als in

ihren Grund zurückgehen so dass sie gegen diesen nur einzelne Momente seines

Werdens sind die sich zwar losreißen und als eigene Gestalten erscheinen in

der Tat aber nur von ihm getragen Dasein und Wirklichkeit aber ihre Wahrheit

nur haben insofern sie in ihm selbst sind und bleiben

    Nehmen wir dieses Ziel das der Begriff ist der uns schon entstanden 

nämlich das anerkannte Selbstbewusstsein das in dem anderen freien

Selbstbewusstsein die Gewissheit seiner selbst und eben darin seine Wahrheit hat

 in seiner Realität auf oder heben wir diesen noch inneren Geist als die schon

zu ihrem Dasein gediehene Substanz heraus so schließt sich in diesem Begriffe

das Reich der Sittlichkeit auf Denn diese ist nichts anderes als in der

selbständigen Wirklichkeit der Individuen die absolute geistige Einheit ihres

Wesens ein an sich allgemeines Selbstbewusstsein das sich in einem anderen

Bewusstsein so wirklich ist dass dieses vollkommene Selbständigkeit hat oder ein

Ding für es und dass es eben darin der Einheit mit ihm sich bewusst ist und in

dieser Einheit mit diesem gegenständlichen Wesen erst Selbstbewusstsein ist

Diese sittliche Substanz in der Abstraktion der Allgemeinheit ist nur das

gedachte Gesetz aber sie ist ebensosehr unmittelbar wirkliches Selbstbewusstsein

 oder sie ist Sitte Das einzelne Bewusstsein ist umgekehrt nur dieses seiende

Eins indem es des allgemeinen Bewusstseins in seiner Einzelheit als seines Seins

sich bewusst indem sein Tun und Dasein die allgemeine Sitte ist

    In dem Leben eines Volks hat in der Tat der Begriff der Verwirklichung der

selbstbewussten Vernunft in der Selbständigkeit des Anderen die vollständige

Einheit mit ihm anzuschauen oder diese von mir vorgefundene freie Dingheit eines

Anderen welche das Negative meiner selbst ist als mein Fürmichsein zum

Gegenstande zu haben seine vollendete Realität Die Vernunft ist als die

flüssige allgemeine Substanz als die unwandelbare einfache Dingheit vorhanden

welche ebenso in viele vollkommen selbständige Wesen wie das Licht in Sterne als

unzählige für sich leuchtende Punkte zerspringt die in ihrem absoluten

Fürsichsein nicht nur an sich in der einfachen selbständigen Substanz aufgelöst

sind sondern für sich selbst sie sind sich bewusst diese einzelnen

selbständigen Wesen dadurch zu sein dass sie ihre Einzelheit aufopfern und diese

allgemeine Substanz ihre Seele und Wesen ist so wie dies Allgemeine wieder das

Tun ihrer als Einzelner oder das von ihnen hervorgebrachte Werk ist

    Das rein einzelne Tun und Treiben des Individuums bezieht sich auf die

Bedürfnisse welche es als Naturwesen dh als seiende Einzelheit hat dass

selbst diese seine gemeinsten Funktionen nicht zunichte werden sondern

Wirklichkeit haben geschieht durch das allgemeine erhaltende Medium durch die

Macht des ganzen Volks  Nicht nur aber diese Form des Bestehens seines Tuns

überhaupt hat es in der allgemeinen Substanz sondern ebensosehr seinen Inhalt

was es tut ist die allgemeine Geschicklichkeit und Sitte aller Dieser Inhalt

insofern er sich vollkommen vereinzelt ist in seiner Wirklichkeit in das Tun

aller verschränkt Die Arbeit des Individuums für seine Bedürfnisse ist

ebensosehr eine Befriedigung der Bedürfnisse der anderen als seiner eigenen und

die Befriedigung der seinigen erreicht es nur durch die Arbeit der anderen 

Wie der Einzelne in seiner einzelnen Arbeit schon eine allgemeine Arbeit

bewusstlos vollbringt so vollbringt er auch wieder die allgemeine als seinen

bewussten Gegenstand das Ganze wird als Ganzes sein Werk für das er sich

aufopfert und eben dadurch sich selbst von ihm zurückerhält  Es ist hier

nichts das nicht gegenseitig wäre nichts woran nicht die Selbständigkeit des

Individuums sich in der Auflösung ihres Fürsichseins in der Negation ihrer

selbst ihre positive Bedeutung für sich zu sein gäbe Diese Einheit des Seins

für Anderes oder des sich zum Dinge Machens und des Fürsichseins diese

allgemeine Substanz redet ihre allgemeine Sprache in den Sitten und Gesetzen

eines Volks aber dies seiende unwandelbare Wesen ist nichts anderes als der

Ausdruck der ihr entgegengesetzt scheinenden einzelnen Individualität selbst

die Gesetze sprechen das aus was jeder Einzelne ist und tut das Individuum

erkennt sie nicht nur als seine allgemeine gegenständliche Dingheit sondern

ebensosehr sich in ihr oder sie als vereinzelt in seiner eigenen

Individualität und in jedem seiner Mitbürger In dem allgemeinen Geiste hat

daher jeder nur die Gewissheit seiner selbst nichts anderes in der seienden

Wirklichkeit zu finden als sich selbst er ist der anderen so gewiss als seiner

  Ich schaue es in allen an dass sie für sich selbst nur diese selbständigen

Wesen sind als ich es bin ich schaue die freie Einheit mit den anderen in

ihnen so an dass sie wie durch mich so durch die anderen selbst ist  sie als

mich mich als sie

    In einem freien Volke ist darum in Wahrheit die Vernunft verwirklicht sie

ist gegenwärtiger lebendiger Geist worin das Individuum seine Bestimmung dh

sein allgemeines und einzelnes Wesen nicht nur ausgesprochen und als Dingheit

vorhanden findet sondern selbst dieses Wesen ist und seine Bestimmung auch

erreicht hat Die weisesten Männer des Altertums haben darum den Ausspruch

getan dass die Weisheit und die Tugend darin bestehen den Sitten seines Volks

gemäß zu leben

    Aus diesem Glücke aber seine Bestimmung erreicht zu haben und in ihr zu

leben ist das Selbstbewusstsein welches zunächst nur unmittelbar und dem

Begriffe nach Geist ist herausgetreten oder auch es hat es noch nicht

erreicht denn beides kann auf gleiche Weise gesagt werden

    Die Vernunft muss aus diesem Glücke heraustreten denn nur an sich oder

unmittelbar ist das Leben eines freien Volks die reale Sittlichkeit oder sie

ist eine seiende und damit ist auch dieser allgemeine Geist selbst ein

einzelner das Ganze der Sitten und Gesetze eine bestimmte sittliche Substanz

welche erst in dem höheren Momente nämlich im Bewusstsein über ihr Wesen die

Beschränkung auszieht und nur in diesem Erkennen ihre absolute Wahrheit hat

nicht aber unmittelbar in ihrem Sein in diesem ist sie teils eine beschränkte

teils ist die absolute Beschränkung eben dies dass der Geist in der Form des

Seins ist

    Ferner ist daher das einzelne Bewusstsein wie es unmittelbar seine Existenz

in der realen Sittlichkeit oder in dem Volke hat ein gediegenes Vertrauen dem

sich der Geist nicht in seine abstrakten Momente aufgelöst hat und das sich also

auch nicht als reine Einzelheit für sich zu sein weiß Ist es aber zu diesem

Gedanken gekommen wie es muss so ist diese unmittelbare Einheit mit dem Geiste

oder sein Sein in ihm sein Vertrauen verloren es für sich isoliert ist sich

nun das Wesen nicht mehr der allgemeine Geist Das Moment dieser Einzelheit des

Selbstbewusstseins ist zwar in dem allgemeinen Geiste selbst aber nur als eine

verschwindende Größe die wie sie für sich auftritt in ihm ebenso unmittelbar

sich auflöst und nur als Vertrauen zum Bewusstsein kommt Indem es sich so

fixiert  und jedes Moment weil es Moment des Wesens ist muss selbst dazu

gelangen als Wesen sich darzustellen  so ist das Individuum den Gesetzen und

Sitten gegenübergetreten sie sind nur ein Gedanke ohne absolute Wesenheit eine

abstrakte Theorie ohne Wirklichkeit es aber ist als dieses Ich sich die

lebendige Wahrheit

    Oder das Selbstbewusstsein hat dieses Glück noch nicht erreicht sittliche

Substanz der Geist eines Volks zu sein Denn aus der Beobachtung zurückgekehrt

ist der Geist zuerst noch nicht als solcher durch sich selbst verwirklicht er

ist nur als inneres Wesen oder als die Abstraktion gesetzt  Oder er ist erst

unmittelbar unmittelbar seiend aber ist er einzeln er ist das praktische

Bewusstsein das in seine vorgefundene Welt mit dem Zweck einschreitet sich in

dieser Bestimmtheit eines Einzelnen zu verdoppeln sich als Diesen als sein

seiendes Gegenbild zu erzeugen und sich dieser Einheit seiner Wirklichkeit mit

dem gegenständlichen Wesen bewusst zu werden Es hat die Gewissheit dieser

Einheit es gilt ihm dass sie an sich oder dass diese Übereinstimmung seiner und

der Dingheit schon vorhanden ist nur ihm noch durch es zu werden hat oder dass

sein Machen ebenso das Finden derselben ist Indem diese Einheit Glück heißt

wird dies Individuum hiermit sein Glück zu suchen von seinem Geiste in die Welt

hinausgeschickt

    Wenn also die Wahrheit dieses vernünftigen Selbstbewusstseins für uns die

sittliche Substanz istso ist hier für es der Anfang seiner sittlichen

Welterfahrung Von der Seite dass es noch nicht zu jener geworden dringt diese

Bewegung auf sie und das was in ihr sich aufhebt sind die einzelnen Momente

die ihm isoliert gelten Sie haben die Form eines unmittelbaren Wollens oder

Naturtriebs der seine Befriedigung erreicht welche selbst der Inhalt eines

neuen Triebes ist  Von der Seite aber dass das Selbstbewusstsein das Glück in

der Substanz zu sein verloren sind diese Naturtriebe mit Bewusstsein ihres

Zwecks als der wahren Bestimmung und Wesenheit verbunden die sittliche Substanz

ist zum selbstlosen Prädikate herabgesunken dessen lebendige Subjekte die

Individuen sind die ihre Allgemeinheit durch sich selbst zu erfüllen und für

ihre Bestimmung aus sich zu sorgen haben  In jener Bedeutung also sind jene

Gestalten das Werden der sittlichen Substanz und gehen ihr vor in dieser folgen

sie und lösen es für das Selbstbewusstsein auf was seine Bestimmung sei nach

jener Seite geht in der Bewegung worin erfahren wird was ihre Wahrheit ist

die Unmittelbarkeit oder Roheit der Triebe verloren und der Inhalt derselben in

einen höheren über nach dieser aber die falsche Vorstellung des Bewusstseins das

in sie seine Bestimmung setzt Nach jener ist das Ziel das sie erreichen die

unmittelbare sittliche Substanz nach dieser aber das Bewusstsein derselben und

zwar ein solches das sie als sein eigenes Wesen weiß und insofern wäre diese

Bewegung das Werden der Moralität einer höheren Gestalt als jene Allein diese

Gestalten machen zugleich nur eine Seite ihres Werdens aus nämlich diejenige

welche in das Fürsichsein fällt oder worin das Bewusstsein seine Zwecke aufhebt

 nicht die Seite nach welcher sie aus der Substanz selbst hervorgeht Da diese

Momente noch nicht die Bedeutung haben können im Gegensatze gegen die verlorene

Sittlichkeit zu Zwecken gemacht zu werden so gelten sie hier zwar nach ihrem

unbefangenen Inhalte und das Ziel nach welchem sie dringen ist die sittliche

Substanz Aber indem unseren Zeiten jene Form derselben näherliegt in welcher

sie erscheinen nachdem das Bewusstsein sein sittliches Leben verloren und es

suchend jene Formen wiederholt so mögen sie mehr in dem Ausdrucke dieser Weise

vorgestellt werden

    Das Selbstbewusstsein welches nur erst der Begriff des Geistes ist tritt

diesen Weg in der Bestimmtheit an sich als einzelner Geist das Wesen zu sein

und sein Zweck ist also sich als einzelnes die Verwirklichung zu geben und als

dieses in ihr sich zu genießen

    In der Bestimmung sich als Fürsichseiendes das Wesen zu sein ist es die

Negativität des Anderen in seinem Bewusstsein tritt daher es selbst als das

Positive einem solchen gegenüber das zwar ist aber für es die Bedeutung

eines Nichtansichseienden hat das Bewusstsein erscheint entzweit in diese

vorgefundene Wirklichkeit und in den Zweck den es durch Aufheben derselben

vollbringt und statt jener vielmehr zur Wirklichkeit macht Sein erster Zweck

ist aber sein unmittelbares abstraktes Fürsichsein oder sich als dieses

Einzelne in einem Anderen oder ein anderes Selbstbewusstsein als sich

anzuschauen Die Erfahrung was die Wahrheit dieses Zwecks ist stellt das

Selbstbewusstsein höher und es ist sich nunmehr Zweck insofern es zugleich

allgemeines ist und das Gesetz unmittelbar an ihm hat In der Vollbringung

dieses Gesetzes seines Herzens erfährt es aber dass das einzelne Wesen hierbei

sich nicht erhalten sondern das Gute nur durch die Aufopferung desselben

ausgeführt werden kann und es wird zur Tugend Die Erfahrung welche sie macht

kann keine andere sein als dass ihr Zweck an sich schon ausgeführt ist das

Glück unmittelbar im Tun selbst sich findet und das Tun selbst das Gute ist Der

Begriff dieser ganzen Sphäre dass die Dingheit das Fürsichsein des Geistes

selbst ist wird in ihrer Bewegung für das Selbstbewusstsein Indem es ihn

gefunden ist es sich also Realität als unmittelbar sich aussprechende

Individualität die keinen Widerstand an einer entgegengesetzten Wirklichkeit

mehr findet und der nur dies Aussprechen selbst Gegenstand und Zweck ist

 
 



                      



    Das Selbstbewusstsein welches sich überhaupt die Realität ist hat seinen

Gegenstand an ihm selbst, aber als einen solchen welchen es nur erst für sich

hat und der noch nicht seiend ist das Sein steht ihm als eine andere

Wirklichkeit denn die seinige ist gegenüber und es geht darauf durch

Vollführung seines Fürsichseins sich als anderes selbständiges Wesen

anzuschauen Dieser erste Zweck ist seiner als einzelnen Wesens in dem anderen

Selbstbewusstsein bewusst zu werden oder dies Andere zu sich selbst zu machen es

hat die Gewissheit dass an sich schon dies Andere es selbst ist  Insofern es

aus der sittlichen Substanz und dem ruhigen Sein des Denkens zu seinem

Fürsichsein sich erhoben so hat es das Gesetz der Sitte und des Daseins die

Kenntnisse der Beobachtung und die Theorie als einen grauen eben

verschwindenden Schatten hinter sich denn dies ist vielmehr ein Wissen von

einem solchen dessen Fürsichsein und Wirklichkeit eine andere als die des

Selbstbewusstseins ist Es ist in es statt des himmlisch scheinenden Geistes der

Allgemeinheit des Wissens und Tuns worin die Empfindung und der Genuss der

Einzelheit schweigt der Erdgeist gefahren dem das Sein nur welches die

Wirklichkeit des einzelnen Bewusstseins ist als die wahre Wirklichkeit gilt

    Es verachtet Verstand und Wissenschaft

    des Menschen allerhöchste Gaben 

    es hat dem Teufel sich ergeben

    und muss zugrunde gehen

Es stürzt also ins Leben und bringt die reine Individualität in welcher es

auftritt zur Ausführung Es macht sich weniger sein Glück als dass es

dasselbige unmittelbar nimmt und genießt Die Schatten von Wissenschaft

Gesetzen und Grundsätzen die allein zwischen ihm und seiner eigenen

Wirklichkeit stehen verschwinden als ein lebloser Nebel der es nicht mit der

Gewissheit seiner Realität aufnehmen kann es nimmt sich das Leben wie eine

reife Frucht gepflückt wird welche ebensosehr selbst entgegenkommt als sie

genommen wird

Sein Tun ist nur nach einem Momente ein Tun der Begierde es geht nicht auf die

Vertilgung des ganzen gegenständlichen Wesens sondern nur auf die Form seines

Andersseins oder seiner Selbständigkeit die ein wesenloser Schein ist denn an

sich gilt es ihm für dasselbe Wesen oder als seine Selbstheit Das Element

worin die Begierde und ihr Gegenstand gleichgültig gegeneinander und selbständig

bestehen ist das lebendige Dasein der Genuss der Begierde hebt dies insofern

es ihrem Gegenstande zukommt auf Aber hier ist dies Element welches beiden

die abgesonderte Wirklichkeit gibt vielmehr die Kategorie ein Sein das

wesentlich ein vorgestelltes ist es ist daher das Bewusstsein der

Selbständigkeit  sei es nur das natürliche oder das zu einem System von

Gesetzen ausgebildete Bewusstsein  welches die Individuen jedes für sich

erhält Diese Trennung ist nicht an sich für das Selbstbewusstsein welches als

seine eigene Selbstheit das andere weiß Es gelangt also zum Genüsse der Lust

zum Bewusstsein seiner Verwirklichung in einem als selbständig erscheinenden

Bewusstsein oder zur Anschauung der Einheit beider selbständigen

Selbstbewusstseine Es erreicht seinen Zweck erfährt aber eben darin was die

Wahrheit desselben ist Es begreift sich als dieses einzelne fürsichseiende

Wesen aber die Verwirklichung dieses Zwecks ist selbst das Aufheben desselben

denn es wird sich nicht Gegenstand als dieses Einzelne sondern vielmehr als

Einheit seiner selbst und des anderen Selbstbewusstseins hiermit als

aufgehobenes Einzelnes oder als Allgemeines

Die genossene Lust hat wohl die positive Bedeutung sich selbst als

gegenständliches Selbstbewusstsein geworden zu sein aber ebensosehr die

negative sich selbst aufgehoben zu haben und indem es seine Verwirklichung nur

in jener Bedeutung begriff tritt seine Erfahrung als Widerspruch in sein

Bewusstsein ein worin die erreichte Wirklichkeit seiner Einzelheit sich von dem

negativen Wesen vernichtet werden sieht das wirklichkeitslos jener leer

gegenübersteht und doch die verzehrende Macht desselben ist Dieses Wesen ist

nichts anderes als der Begriff dessen was diese Individualität an sich ist. Sie

ist aber noch die ärmste Gestalt des sich verwirklichenden Geistes denn sie ist

sich erst die Abstraktion der Vernunft oder die Unmittelbarkeit der Einheit des

Fürsich und des Ansichseins ihr Wesen ist also nur die abstrakte Kategorie

Jedoch hat sie nicht mehr die Form des unmittelbaren einfachen Seins wie dem

beobachtenden Geiste wo sie das abstrakte Sein oder als Fremdes gesetzt die

Dingheit überhaupt ist Hier ist in diese Dingheit das Fürsichsein und die

Vermittlung getreten Sie tritt daher als Kreis auf dessen Inhalt die

entwickelte reine Beziehung der einfachen Wesenheiten ist Die erlangte

Verwirklichung dieser Individualität besteht daher in nichts anderem als dass

sie diesen Kreis von Abstraktionen aus der Eingeschlossenheit des einfachen

Selbstbewusstseins in das Element des FüresSeins oder der gegenständlichen

Ausbreitung herausgeworfen hat Was dem Selbstbewusstsein also in der genießenden

Lust als sein Wesen zum Gegenstande wird ist die Ausbreitung jener leeren

Wesenheiten der reinen Einheit des reinen Unterschiedes und ihrer Beziehung

weiter hat der Gegenstand den die Individualität als ihr Wesen erfährt keinen

Inhalt Er ist das was die Notwendigkeit genannt wird denn die Notwendigkeit

das Schicksal u dgl ist eben dieses von dem man nicht zu sagen weiß was es

tue welches seine bestimmten Gesetze und positiver Inhalt sei weil es der

absolute als Sein angeschaute reine Begriff selbst ist die einfache und leere

aber unaufhaltsame und unstörbare Beziehung deren Werk nur das Nichts der

Einzelheit ist Sie ist dieser feste Zusammenhang weil das Zusammenhängende die

reinen Wesenheiten oder die leeren Abstraktionen sind Einheit Unterschied und

Beziehung sind Kategorien deren jede nichts an und für sich, nur in Beziehung

auf ihr Gegenteil ist und die daher nicht auseinanderkommen können Sie sind

durch ihren Begriff aufeinander bezogen denn sie sind die reinen Begriffe

selbst und diese absolute Beziehung und abstrakte Bewegung macht die

Notwendigkeit aus Die nur einzelne Individualität die nur erst den reinen

Begriff der Vernunft zu ihrem Inhalte hat statt aus der toten Theorie in das

Leben sich gestürzt zu haben hat sich also vielmehr nur in das Bewusstsein der

eigenen Leblosigkeit gestürzt und wird sich nur als die leere und fremde

Notwendigkeit als die tote Wirklichkeit zuteil

Der Übergang geschieht aus der Form des Eins in die der Allgemeinheit aus einer

absoluten Abstraktion in die andere aus dem Zwecke des reinen Fürsichseins 

das die Gemeinschaft mit anderen abgeworfen in das reine Gegenteil das dadurch

ebenso abstrakte Ansichsein Dies erscheint hiermit so dass das Individuum nur

zugrunde gegangen und die absolute Sprödigkeit der Einzelheit an der ebenso

harten aber kontinuierlichen Wirklichkeit zerstäubt ist  Indem es als

Bewusstsein die Einheit seiner selbst und seines Gegenteils ist ist dieser

Untergang noch für es sein Zweck und seine Verwirklichung sowie der

Widerspruch dessen was ihm das Wesen war und was an sich das Wesen ist  es

erfährt den Doppelsinn der in dem liegt was es tat nämlich sein Leben sich

genommen zu haben es nahm das Leben aber vielmehr ergriff es damit den Tod

Dieser Übergang seines lebendigen Seins in die leblose Notwendigkeit erscheint

ihm daher als eine Verkehrung die durch nichts vermittelt ist Das Vermittelnde

müsste das sein worin beide Seiten eins wären das Bewusstsein also das eine

Moment im anderen erkennte seinen Zweck und Tun in dem Schicksale und sein

Schicksal in seinem Zwecke und Tun sein eigenes Wesen in dieser Notwendigkeit

Aber diese Einheit ist für dies Bewusstsein eben die Lust selbst oder das

einfache einzelne Gefühl und der Übergang von dem Momente dieses seines Zwecks

in das Moment seines wahren Wesens ist für es ein reiner Sprung in das

Entgegengesetzte denn diese Momente sind nicht im Gefühle enthalten und

verknüpft sondern nur im reinen Selbst das ein Allgemeines oder das Denken

istDas Bewusstsein ist sich daher durch seine Erfahrung worin ihm seine

Wahrheit werden sollte vielmehr ein Rätsel geworden die Folgen seiner Taten

sind ihm nicht seine Taten selbst was ihm widerfährt ist für es nicht die

Erfahrung dessen was es an sich ist; der Übergang nicht eine bloße Formänderung

desselben Inhalts und Wesens einmal vorgestellt als Inhalt und Wesen des

Bewusstseins das andere Mal als Gegenstand oder angeschautes Wesen seiner

selbst Die abstrakte Notwendigkeit gilt also für die nur negative unbegriffene

Macht der Allgemeinheit an welcher die Individualität zerschmettert wird

Bis hierher geht die Erscheinung dieser Gestalt des Selbstbewusstseins das

letzte Moment ihrer Existenz ist der Gedanke ihres Verlustes in der

Notwendigkeit oder der Gedanke ihrer selbst als eines sich absolut fremden

Wesens Das Selbstbewusstsein an sich hat aber diesen Verlust überlebt denn

diese Notwendigkeit oder reine Allgemeinheit ist sein eigenes Wesen Diese

Reflexion des Bewusstseins in sich die Notwendigkeit als sich zu wissen ist

eine neue Gestalt desselben

 



         



    Was die Notwendigkeit in Wahrheit am Selbstbewusstsein ist dies ist sie für

seine neue Gestalt worin es sich selbst als das Notwendige ist es weiß

unmittelbar das Allgemeine oder das Gesetz in sich zu haben welches um dieser

Bestimmung willen dass es unmittelbar in dem Fürsichsein des Bewusstseins ist

das Gesetz des Herzens heißt Diese Gestalt ist für sich als Einzelheit Wesen

wie die vorige aber sie ist um die Bestimmung reicher dass ihr dies Fürsichsein

als notwendiges oder allgemeines gilt

    Das Gesetz also das unmittelbar das eigene des Selbstbewusstseins ist oder

ein Herz das aber ein Gesetz an ihm hat ist der Zweck den es zu verwirklichen

geht Es ist zu sehen ob seine Verwirklichung diesem Begriffe entsprechen und

ob es in ihr dies sein Gesetz als das Wesen erfahren wird

    Diesem Herzen steht eine Wirklichkeit gegenüber denn im Herzen ist das

Gesetz nur erst für sich noch nicht verwirklicht und also zugleich etwas

anderes als der Begriff ist Dieses Andere bestimmt sich dadurch als eine

Wirklichkeit die das Entgegengesetzte des zu Verwirklichenden hiermit der

Widerspruch des Gesetzes und der Einzelheit ist Sie ist also einerseits ein

Gesetz von dem die einzelne Individualität gedrückt wird eine gewalttätige

Ordnung der Welt welche dem Gesetze des Herzens widerspricht  und

andererseits eine unter ihr leidende Menschheit welche nicht dem Gesetze des

Herzens folgt sondern einer fremden Notwendigkeit Untertan ist  Diese

Wirklichkeit die der jetzigen Gestalt des Bewusstseins gegenüber erscheint ist

wie erhellt nichts anderes als das vorhergehende entzweite Verhältnis der

Individualität und ihrer Wahrheit das Verhältnis einer grausamen Notwendigkeit

von welcher jene erdrückt wird Für uns tritt die vorhergehende Bewegung darum

der neuen Gestalt gegenüber weil diese an sich aus ihr entsprungen das Moment

woraus sie herkommt also notwendig für sie ist ihr aber erscheint es als ein

Vorgefundenes indem sie kein Bewusstsein über ihren Ursprung hat und ihr das

Wesen ist vielmehr für sich selbst oder das Negative gegen dies positive Ansich

zu sein

    Diese dem Gesetze des Herzens widersprechende Notwendigkeit sowie das durch

sie vorhandene Leiden aufzuheben darauf ist also diese Individualität

gerichtet Sie ist hiermit nicht mehr der Leichtsinn der vorigen Gestalt die

nur die einzelne Lust wollte sondern die Ernsthaftigkeit eines hohen Zwecks

die ihre Lust in der Darstellung ihres vortrefflichen eigenen Wesens und in der

Hervorbringung des Wohls der Menschheit sucht Was sie verwirklicht ist selbst

das Gesetz und ihre Lust daher zugleich die allgemeine aller Herzen Beides ist

ihr ungetrennt ihre Lust das Gesetzmäßige und die Verwirklichung des Gesetzes

der allgemeinen Menschheit Bereitung ihrer einzelnen Lust Denn innerhalb ihrer

selbst ist unmittelbar die Individualität und das Notwendige eins das Gesetz

Gesetz des Herzens Die Individualität ist noch nicht aus ihrer Stelle gerückt

und die Einheit beider nicht durch die vermittelnde Bewegung derselben noch

nicht durch die Zucht zustande gekommen Die Verwirklichung des unmittelbaren

ungezogenen Wesens gilt für Darstellung einer Vortrefflichkeit und für

Hervorbringung des Wohls der Menschheit

    Das Gesetz dagegen welches dem Gesetze des Herzens gegenübersteht ist vom

Herzen getrennt und frei für sich Die Menschheit die ihm angehört lebt nicht

in der beglückenden Einheit des Gesetzes mit dem Herzen sondern entweder in

grausamer Trennung und Leiden oder wenigstens in der Entbehrung des Genusses

seiner selbst bei der Befolgung des Gesetzes und in dem Mangel des Bewusstseins

der eigenen Vortrefflichkeit bei der Überschreitung desselben Weil jene

gewalthabende göttliche und menschliche Ordnung von dem Herzen getrennt ist ist

sie diesem ein Schein welcher das verlieren soll was ihm noch zugesellt ist

nämlich die Gewalt und die Wirklichkeit Sie mag in ihrem Inhalte wohl

zufälligerweise mit dem Gesetze des Herzens übereinstimmen und dann kann sich

dieses sie gefallen lassen aber nicht das Gesetzmäßige rein als solches ist ihm

das Wesen sondern dass es darin das Bewusstsein seiner selbst dass es sich darin

befriedigt habe Wo der Inhalt der allgemeinen Notwendigkeit aber nicht mit dem

Herzen übereinstimmt ist sie auch ihrem Inhalte nach nichts an sich und muss dem

Gesetze des Herzens weichen

    Das Individuum vollbringt also das Gesetz seines Herzens es wird allgemeine

Ordnung und die Lust zu einer an und für sich gesetzmäßigen Wirklichkeit Aber

in dieser Verwirklichung ist es ihm in der Tat entflohen es wird unmittelbar

nur das Verhältnis welches aufgehoben werden sollte Das Gesetz des Herzens

hört eben durch seine Verwirklichung auf Gesetz des Herzens zu sein Denn es

erhält darin die Form des Seins und ist nun allgemeine Macht für welche dieses

Herz gleichgültig ist so dass das Individuum seine eigene Ordnung dadurch dass

es sie aufstellt nicht mehr als die seinige findet Durch die Verwirklichung

seines Gesetzes bringt es daher nicht sein Gesetz sondern indem sie an sich

die seinige für es aber eine fremde ist nur dies hervor in die wirkliche

Ordnung sich zu verwickeln und zwar in sie als eine ihm nicht nur fremde

sondern feindliche Übermacht  Durch seine Tat setzt es sich in oder vielmehr

als das allgemeine Element der seienden Wirklichkeit und seine Tat soll selbst

nach seinem Sinne den Wert einer allgemeinen Ordnung haben Aber damit hat es

sich von sich selbst freigelassen es wächst als Allgemeinheit für sich fort und

reinigt sich von der Einzelheit das Individuum welches die Allgemeinheit nur

in der Form seines unmittelbaren Fürsichseins erkennen will erkennt sich also

nicht in dieser freien Allgemeinheit während es ihr zugleich angehört denn sie

ist sein Tun Dies Tun hat daher die verkehrte Bedeutung der allgemeinen

Ordnung zu widersprechen denn seine Tat soll Tat seines einzelnen Herzens

nicht freie allgemeine Wirklichkeit sein und zugleich hat es sie in der Tat

anerkannt denn das Tun hat den Sinn sein Wesen als freie Wirklichkeit zu

setzen dh die Wirklichkeit als sein Wesen anzuerkennen

    Das Individuum hat durch den Begriff seines Tuns die nähere Weise bestimmt

in welcher die wirkliche Allgemeinheit der es sich angehörig gemacht sich

gegen es kehrt Seine Tat gehört als Wirklichkeit dem Allgemeinen an ihr Inhalt

aber ist die eigene Individualität welche sich als diese einzelne dem

Allgemeinen entgegengesetzte erhalten will Es ist nicht irgendein bestimmtes

Gesetz von dessen Aufstellung die Rede wäre sondern die unmittelbare Einheit

des einzelnen Herzens mit der Allgemeinheit ist der zum Gesetze erhobene und

geltensollende Gedanke dass in dem was Gesetz ist jedes Herz sich selbst

erkennen muss Aber nur das Herz dieses Individuums hat seine Wirklichkeit in

seiner Tat welche ihm sein Fürsichsein oder seine Lust ausdrückt gesetzt Sie

soll unmittelbar als Allgemeines gelten dh sie ist in Wahrheit etwas

Besonderes und hat nur die Form der Allgemeinheit sein besonderer Inhalt soll

als solcher für allgemein gelten Daher finden in diesem Inhalte die anderen

nicht das Gesetz ihres Herzens sondern vielmehr das eines anderen vollbracht

und eben nach dem allgemeinen Gesetze dass in dem was Gesetz ist jedes sein

Herz finden soll kehren sie sich ebenso gegen die Wirklichkeit welche es

aufstellte als es sich gegen die ihrige kehrte Das Individuum findet also wie

zuerst nur das starre Gesetz jetzt die Herzen der Menschen selbst seinen

vortrefflichen Absichten entgegen und zu verabscheuen

    Weil dies Bewusstsein die Allgemeinheit nur erst als unmittelbare und die

Notwendigkeit als Notwendigkeit des Herzens kennt ist ihm die Natur der

Verwirklichung und der Wirksamkeit unbekannt dass sie als das Seiende in ihrer

Wahrheit vielmehr das an sich Allgemeine ist worin die Einzelheit des

Bewusstseins die sich ihr anvertraut um als diese unmittelbare Einzelheit zu

sein vielmehr untergeht statt dieses seines Seins erlangt es also in dem Sein

die Entfremdung seiner selbst Dasjenige worin es sich nicht erkennt ist aber

nicht mehr die tote Notwendigkeit sondern die Notwendigkeit als belebt durch

die allgemeine Individualität Es nahm diese göttliche und menschliche Ordnung

die es geltend vorfand für eine tote Wirklichkeit worin wie es selbst das

sich als dieses für sich seiende dem Allgemeinen entgegengesetzte Herz fixiert

so auch die die ihr angehören das Bewusstsein ihrer selbst nicht hätten es

findet sie aber vielmehr von dem Bewusstsein aller belebt und als Gesetz aller

Herzen Es macht die Erfahrung dass die Wirklichkeit belebte Ordnung ist

zugleich in der Tat eben dadurch dass es das Gesetz seines Herzens verwirklicht

denn dies heißt nichts anderes als dass die Individualität sich als Allgemeines

zum Gegenstande wird worin es sich aber nicht erkennt

    Was also dieser Gestalt des Selbstbewusstseins aus ihrer Erfahrung als das

Wahre hervorgeht widerspricht dem was sie für sich ist. Was sie aber für sich

ist, hat selbst die Form absoluter Allgemeinheit für sie und es ist das Gesetz

des Herzens welches mit dem Selbstbewusstsein unmittelbar eins ist Zugleich ist

die bestehende und lebendige Ordnung ebenso sein eigenes Wesen und Werk es

bringt nichts anderes hervor als sie sie ist in gleich unmittelbarer Einheit

mit dem Selbstbewusstsein Dieses ist auf diese Weise einer gedoppelten

entgegengesetzten Wesenheit angehörend an sich selbst widersprechend und im

Innersten zerrüttet Das Gesetz dieses Herzens ist nur dasjenige worin das

Selbstbewusstsein sich selbst erkennt aber die allgemeine gültige Ordnung ist

durch die Verwirklichung jenes Gesetzes ebenso ihm sein eigenes Wesen und seine

eigene Wirklichkeit geworden was in seinem Bewusstsein sich also widerspricht

ist beides in der Form des Wesens und seiner eigenen Wirklichkeit für es

    Indem es dies Moment seines sich bewussten Untergangs und darin das Resultat

seiner Erfahrung ausspricht zeigt es sich als diese innere Verkehrung seiner

selbst als die Verrücktheit des Bewusstseins welchem sein Wesen unmittelbar

Unwesen seine Wirklichkeit unmittelbar Unwirklichkeit ist  Die Verrücktheit

kann nicht dafür gehalten werden dass überhaupt etwas Wesenloses für wesentlich

etwas Nichtwirkliches für wirklich gehalten werde so dass das was für den einen

wesentlich oder wirklich ist es für einen anderen nicht wäre und das Bewusstsein

der Wirklichkeit und Nichtwirklichkeit oder der Wesenheit und Unwesenheit

auseinanderfielen  Wenn etwas in der Tat für das Bewusstsein überhaupt wirklich

und wesentlich für mich aber nicht ist so habe ich in dem Bewusstsein seiner

Nichtigkeit zugleich da ich Bewusstsein überhaupt bin das Bewusstsein seiner

Wirklichkeit  und indem sie beide fixiert sind so ist dies eine Einheit

welche der Wahnsinn im allgemeinen ist In diesem ist aber nur ein Gegenstand

für das Bewusstsein verrückt nicht das Bewusstsein als solches in und für sich

selbst In dem Resultate des Erfahrens das sich hier ergeben hat ist aber das

Bewusstsein in seinem Gesetze sich seiner selbst als dieses Wirklichen bewusst

und zugleich indem ihm ebendieselbe Wesenheit dieselbe Wirklichkeit entfremdet

ist ist es als Selbstbewusstsein als absolute Wirklichkeit sich seiner

Unwirklichkeit bewusst oder die beiden Seiten gelten ihm nach ihrem Widerspruche

unmittelbar als sein Wesen das also im Innersten verrückt ist

    Das Herzklopfen für das Wohl der Menschheit geht darum in das Toben des

verrückten Eigendünkels über in die Wut des Bewusstseins gegen seine Zerstörung

sich zu erhalten und dies dadurch dass es die Verkehrtheit welche es selbst

ist aus sich herauswirft und sie als ein Anderes anzusehen und auszusprechen

sich anstrengt Es spricht also die allgemeine Ordnung aus als eine von

fanatischen Priestern schwelgenden Despoten und für ihre Erniedrigung

hinabwärts durch Erniedrigen und Unterdrücken sich entschädigenden Dienern

derselben erfundene und zum namenlosen Elende der betrogenen Menschheit

gehandhabte Verkehrung des Gesetzes des Herzens und seines Glücks  Das

Bewusstsein spricht in dieser seiner Verrücktheit die Individualität als das

Verrückende und Verkehrte aus aber eine fremde und zufällige Aber das Herz

oder die unmittelbar allgemeinseinwollende Einzelheit des Bewusstseins ist dies

Verrückende und Verkehrte selbst und sein Tun nur die Hervorbringung dessen dass

dieser Widerspruch seinem Bewusstsein wird Denn das Wahre ist ihm das Gesetz des

Herzens  ein bloß Gemeintes das nicht wie die bestehende Ordnung den Tag

ausgehalten hat sondern vielmehr wie es sich diesem zeigt zugrunde geht Dies

sein Gesetz sollte Wirklichkeit haben hierin ist ihm das Gesetz als

Wirklichkeit als geltende Ordnung Zweck und Wesen aber unmittelbar ist ihm

ebenso die Wirklichkeit eben das Gesetz als geltende Ordnung vielmehr das

Nichtige  Ebenso seine eigene Wirklichkeit es selbst als Einzelheit des

Bewusstseins ist sich das Wesen aber es ist ihm Zweck sie seiend zu setzen es

ist ihm also unmittelbar vielmehr sein Selbst als Nichteinzelnes das Wesen oder

Zweck als Gesetz eben darin als eine Allgemeinheit welche es für sein

Bewusstsein selbst sei  Dieser sein Begriff wird durch sein Tun zu seinem

Gegenstande sein Selbst erfährt es also vielmehr als das Unwirkliche und die

Unwirklichkeit als seine Wirklichkeit Es ist also nicht eine zufällige und

fremde Individualität sondern eben dieses Herz nach allen Seiten in sich das

Verkehrte und Verkehrende

    Indem aber die unmittelbar allgemeine Individualität das Verkehrte und

Verkehrende ist ist nicht weniger diese allgemeine Ordnung da sie das Gesetz

aller Herzen dh des Verkehrten ist selbst an sich das Verkehrte wie die

tobende Verrücktheit es aussprach Einmal erweist sie sich in dem Widerstande

welchen das Gesetz eines Herzens an den anderen Einzelnen findet Gesetz aller

Herzen zu sein Die bestehenden Gesetze werden gegen das Gesetz eines

Individuums verteidigt weil sie nicht bewusstlose leere und tote Notwendigkeit

sondern geistige Allgemeinheit und Substanz sind worin diejenigen an denen sie

ihre Wirklichkeit hat als Individuen leben und ihrer selbst bewusst sind so

dass wenn sie auch über diese Ordnung als ob sie dem inneren Gesetze

zuwiderlaufe klagen und die Meinungen des Herzens gegen sie halten sie in

der Tat mit ihrem Herzen an ihr als ihrem Wesen hängen und wenn diese Ordnung

ihnen genommen wird oder sie selbst sich daraus setzen sie alles verlieren

Indem hierin eben die Wirklichkeit und Macht der öffentlichen Ordnung besteht

erscheint also diese als das sich selbst gleiche allgemein belebte Wesen und die

Individualität als die Form derselben  Aber diese Ordnung ist ebenso das

Verkehrte

    Denn darin dass sie das Gesetz aller Herzen ist dass alle Individuen

unmittelbar dieses Allgemeine sind ist sie eine Wirklichkeit welche nur die

Wirklichkeit der für sich seienden Individualität oder des Herzens istDas

Bewusstsein, welches das Gesetz seines Herzens aufstellt erfährt also Widerstand

von anderen weil es den ebenso einzelnen Gesetzen ihres Herzens widerspricht

und diese tun in ihrem Widerstande nichts anderes als ihr Gesetz aufstellen und

geltend machen Das Allgemeine das vorhanden ist ist daher nur ein allgemeiner

Widerstand und Bekämpfung aller gegeneinander worin jeder seine eigene

Einzelheit geltend macht aber zugleich nicht dazu kommt weil sie denselben

Widerstand erfährt und durch die anderen gegenseitig aufgelöst wird Was

öffentliche Ordnung scheint ist also diese allgemeine Befehdung worin jeder an

sich reißt was er kann die Gerechtigkeit an der Einzelheit der anderen ausübt

und die seinige festsetzt die ebenso durch andere verschwindet Sie ist der

Weltlauf der Schein eines bleibenden Ganges der nur eine gemeinte

Allgemeinheit und dessen Inhalt vielmehr das wesenlose Spiel der Festsetzung der

Einzelheiten und ihrer Auflösung ist

    Betrachten wir beide Seiten der allgemeinen Ordnung gegeneinander so hat

die letztere Allgemeinheit zu ihrem Inhalte die unruhige Individualität für

welche die Meinung oder die Einzelheit Gesetz das Wirkliche unwirklich und das

Unwirkliche das Wirkliche ist Sie ist aber zugleich die Seite der Wirklichkeit

der Ordnung denn ihr gehört das Fürsichsein der Individualität an  Die andere

Seite ist das Allgemeine als ruhiges Wesen aber eben darum nur als ein Inneres

das nicht gar nicht aber doch keine Wirklichkeit ist und nur durch Aufhebung

der Individualität welche sich die Wirklichkeit angemaßt hat selbst wirklich

werden kann Diese Gestalt des Bewusstseins sich in dem Gesetze in dem an sich

Wahren und Guten nicht als die Einzelheit sondern nur als Wesen zu werden die

Individualität aber als das Verkehrte und Verkehrende zu wissen und daher die

Einzelheit des Bewusstseins aufopfern zu müssen ist die Tugend

 
 



                        


    In der ersten Gestalt der tätigen Vernunft war das Selbstbewusstsein sich

reine Individualität und ihr gegenüber stand die leere Allgemeinheit In der

zweiten hatten die beiden Teile des Gegensatzes jeder die beiden Momente Gesetz

und Individualität an ihnen der eine aber das Herz war ihre unmittelbare

Einheit der andere ihre Entgegensetzung Hier im Verhältnisse der Tugend und

des Weltlaufs sind beide Glieder jedes Einheit und Gegensatz dieser Momente oder

eine Bewegung des Gesetzes und der Individualität gegeneinander aber eine

entgegengesetzte Dem Bewusstsein der Tugend ist das Gesetz das Wesentliche und

die Individualität das Aufzuhebende und also sowohl an ihrem Bewusstsein selbst

als an dem Weltlaufe An jenem ist die eigene Individualität in die Zucht unter

das Allgemeine das an sich Wahre und Gute zu nehmen es bleibt aber darin noch

persönliches Bewusstsein die wahre Zucht ist allein die Aufopferung der ganzen

Persönlichkeit als die Bewährung dass es in der Tat nicht noch an Einzelheiten

festgeblieben ist In dieser einzelnen Aufopferung wird zugleich die

Individualität an dem Weltlaufe vertilgt denn sie ist auch einfaches beiden

gemeinschaftliches Moment  In diesem verhält sich die Individualität auf die

verkehrte Weise als sie am tugendhaften Bewusstsein gesetzt ist nämlich sich

zum Wesen zu machen und dagegen das an sich Gute und Wahre sich zu unterwerfen

 Der Weltlauf ist ferner ebenso für die Tugend nicht nur dies durch die

Individualität verkehrte Allgemeine sondern die absolute Ordnung ist

gleichfalls gemeinschaftliches Moment an dem Weltlaufe nur nicht als seiende

Wirklichkeit für das Bewusstsein vorhanden sondern das innere Wesen desselben

Sie ist daher nicht erst durch die Tugend eigentlich hervorzubringen denn das

Hervorbringen ist als Tim Bewusstsein der Individualität und diese vielmehr

aufzuheben durch dieses Aufheben aber wird dem Ansich des Weltlaufs gleichsam

nur Raum gemacht an und für sich selbst in die Existenz zu treten

    Der allgemeine Inhalt des wirklichen Weltlaufs hat sich schon ergeben näher

betrachtet ist er wieder nichts anderes als die beiden vorhergehenden Bewegungen

des Selbstbewusstseins Aus ihnen ist die Gestalt der Tugend hervorgegangen

indem sie ihr Ursprung sind hat sie sie vor sich sie geht aber darauf ihren

Ursprung aufzuheben und sich zu realisieren oder für sich zu werden Der

Weltlauf ist also einerseits die einzelne Individualität welche ihre Lust und

Genuss sucht darin zwar ihren Untergang findet und hiermit das Allgemeine

befriedigt Aber diese Befriedigung selbst sowie die übrigen Momente dieses

Verhältnisses ist eine verkehrte Gestalt und Bewegung des Allgemeinen Die

Wirklichkeit ist nur die Einzelheit der Lust und des Genusses das Allgemeine

aber ihr entgegengesetzt eine Notwendigkeit welche nur die leere Gestalt

desselben eine nur negative Rückwirkung und inhaltloses Tun ist  Das andere

Moment des Weltlaufs ist die Individualität welche an und für sich Gesetz sein

will und in dieser Einbildung die bestehende Ordnung stört das allgemeine

Gesetz erhält sich zwar gegen diesen Eigendünkel und tritt nicht mehr als ein

dem Bewusstsein Entgegengesetztes und Leeres nicht als eine tote Notwendigkeit

auf sondern als Notwendigkeit in dem Bewusstsein selbst Aber wie es als die

bewusste Beziehung der absolut widersprechenden Wirklichkeit existiert ist es

die Verrücktheit wie es aber als gegenständliche Wirklichkeit ist ist es die

Verkehrtheit überhaupt Das Allgemeine stellt sich also wohl in beiden Seiten

als die Macht ihrer Bewegung dar aber die Existenz dieser Macht ist nur die

allgemeine Verkehrung

    Von der Tugend soll es nun seine wahrhafte Wirklichkeit erhalten durch das

Aufheben der Individualität des Prinzips der Verkehrung ihr Zweck ist

hierdurch den verkehrten Weltlauf wieder zu verkehren und sein wahres Wesen

hervorzubringen Dies wahre Wesen ist an dem Weltlaufe nur erst als sein Ansich

es ist noch nicht wirklich und die Tugend glaubt es daher nur Diesen Glauben

geht sie zum Schauen zu erheben ohne aber der Früchte ihrer Arbeit und

Aufopferung zu genießen Denn insofern sie Individualität ist ist sie das Tun

des Kampfes den sie mit dem Weltlaufe eingeht ihr Zweck und wahres Wesen aber

ist die Besiegung der Wirklichkeit des Weltlaufs die dadurch bewirkte Existenz

des Guten ist hiermit das Aufhören ihres Tuns oder des Bewusstseins der

Individualität  Wie dieser Kampf selbst bestanden werde was die Tugend in ihm

erfährt ob durch die Aufopferung welche sie über sich nimmt der Weltlauf

unterliege die Tugend aber siege  dies muss sich aus der Natur der lebendigen

Waffen entscheiden welche die Kämpfer führen Denn die Waffen sind nichts

anderes als das Wesen der Kämpfer selbst das nur für sie beide gegenseitig

hervortritt Ihre Waffen haben sich hiermit schon aus dem ergeben was an sich

in diesem Kampfe vorhanden ist

    Das Allgemeine ist für das tugendhafte Bewusstsein im Glauben oder an sich

wahrhaft noch nicht eine wirkliche sondern eine abstrakte Allgemeinheit an

diesem Bewusstsein selbst ist es als Zweck an dem Weltlaufe als Inneres In eben

dieser Bestimmung stellt das Allgemeine sich auch an der Tugend für den Weltlauf

dar denn sie will das Gute erst ausführen und gibt selbst es noch nicht für

Wirklichkeit aus Diese Bestimmtheit kann auch so betrachtet werden dass das

Gute indem es in dem Kampf gegen den Weltlauf auftritt damit sich darstellt

als seiend für ein Anderes als etwas das nicht an und für sich selbst ist

denn sonst würde es nicht durch Bezwingung seines Gegenteils sich erst seine

Wahrheit geben wollen Es ist nur erst für ein Anderes heißt dasselbe was

vorher von ihm in der entgegengesetzten Betrachtung sich zeigte nämlich es ist

erst eine Abstraktion welche nur in dem Verhältnisse nicht an und für sich,

Realität hat

    Das Gute oder Allgemeine wie es also hier auftritt ist dasjenige was die

Gaben Fähigkeiten Kräfte genannt wird Es ist eine Weise des Geistigen zu

sein worin es als ein Allgemeines vorgestellt wird das zu seiner Belebung und

Bewegung des Prinzips der Individualität bedarf und in dieser seine Wirklichkeit

hat Von diesem Prinzip insofern es am Bewusstsein der Tugend ist wird dies

Allgemeine gut angewendet von ihm aber insofern es am Weltlauf ist missbraucht

  ein passives Werkzeug das von der Hand der freien Individualität regiert

gleichgültig gegen den Gebrauch den sie von ihm macht auch zur Hervorbringung

einer Wirklichkeit missbraucht werden kann die seine Zerstörung ist eine

leblose eigener Selbständigkeit entbehrende Materie die so oder auch anders

und selbst zu ihrem Verderben geformt werden kann

    Indem dies Allgemeine dem Bewusstsein der Tugend wie dem Weltlaufe auf

gleiche Weise zu Gebote steht so ist nicht abzusehen ob so ausgerüstet die

Tugend das Laster besiegen werde Die Waffen sind dieselben sie sind diese

Fähigkeiten und Kräfte Zwar hat die Tugend ihren Glauben an die ursprüngliche

Einheit ihres Zwecks und des Wesens des Weltlaufs in den Hinterhalt gelegt

welche dem Feinde während des Kampfes in den Rücken fallen und an sich ihn

vollbringen soll so dass hierdurch in der Tat für den Ritter der Tugend sein

eigenes Tun und Kämpfen eigentlich eine Spiegelfechterei ist die er nicht für

Ernst nehmen kann weil er seine wahrhafte Stärke darein setzt dass das Gute an

und für sich selbst sei dh sich selbst vollbringe  eine Spiegelfechterei

die er auch nicht zum Ernste werden lassen darf Denn dasjenige was er gegen

den Feind kehrt und gegen sich gekehrt findet und dessen Abnutzung und

Beschädigung er sowohl an ihm selbst als seinem Feinde daran wagt soll nicht

das Gute selbst sein denn für dessen Bewahrung und Ausführung kämpft er

sondern was daran gewagt wird sind nur die gleichgültigen Gaben und

Fähigkeiten Allein diese sind in der Tat nichts anderes als eben dasjenige

individualitätslose Allgemeine selbst welches durch den Kampf erhalten und

verwirklicht werden soll  Es ist aber zugleich durch den Begriff des Kampfes

selbst unmittelbar bereits verwirklicht es ist das Ansich das Allgemeine und

seine Verwirklichung heißt nur dieses dass es zugleich für ein Anderes sei Die

beiden oben angegebenen Seiten nach deren jeder es zu einer Abstraktion wurde

sind nicht mehr getrennt sondern in und durch den Kampf ist das Gute auf beide

Weisen zumal gesetzt  Das tugendhafte Bewusstsein tritt aber in den Kampf gegen

den Weltlauf als gegen ein dem Guten Entgegengesetztes was er ihm hierin

darbietet ist das Allgemeine nicht nur als abstraktes Allgemeines sondern als

ein von der Individualität belebtes und für ein Anderes seiendes oder das

wirkliche Gute Wo also die Tugend den Weltlauf anfasst trifft sie immer auf

solche Stellen die die Existenz des Guten selbst sind das in alle

Erscheinungen des Weltlaufs als das Ansich des Weltlaufs unzertrennlich

verschlungen ist und in der Wirklichkeit desselben auch sein Dasein hat er ist

also für sie unverwundbar Eben solche Existenzen des Guten und hiermit

unverletzliche Verhältnisse sind alle Momente welche von der Tugend selbst an

ihr darangesetzt und aufgeopfert werden sollten Das Kämpfen kann daher nur ein

Schwanken zwischen Bewahren und Aufopfern sein oder vielmehr kann weder

Aufopferung des Eigenen noch Verletzung des Fremden stattfinden Die Tugend

gleicht nicht nur jenem Streiter dem es im Kampfe allein darum zu tun ist sein

Schwert blank zu erhalten sondern sie hat auch den Streit darum begonnen die

Waffen zu bewahren und nicht nur kann sie die ihrigen nicht gebrauchen sondern

muss auch die des Feindes unverletzt erhalten und sie gegen sich selbst schützen

denn alle sind edle Teile des Guten für welches sie in den Kampf ging

    Diesem Feinde dagegen ist nicht das Ansich sondern die Individualität das

Wesen seine Kraft also das negative Prinzip welchem nichts bestehend und

absolut heilig ist sondern welches den Verlust von allem und jedem wagen und

ertragen kann Hierdurch ist ihm der Sieg ebensosehr an ihm selbst gewiss als

durch den Widerspruch in welchen sich sein Gegner verwickelt Was der Tugend an

sich ist, ist dem Weltlaufe nur für ihn er ist frei von jedem Momente das für

sie fest und woran sie gebunden ist Er hat ein solches Moment dadurch dass es

für ihn nur als ein solches gilt das er ebensowohl aufheben als bestehen lassen

kann in seiner Gewalt und damit auch den daran befestigten tugendhaften Ritter

Dieser kann sich davon nicht als von einem äußerlich umgeworfenen Mantel

loswickeln und durch Hinterlassung desselben sich frei machen denn es ist ihm

das nicht aufzugebende Wesen

    Was endlich den Hinterhalt betrifft aus welchem das gute Ansich dem

Weltlaufe listigerweise in den Rücken fallen soll so ist diese Hoffnung an sich

nichtig Der Weltlauf ist das wache seiner selbst gewisse Bewusstsein das nicht

von hinten an sich kommen lässt sondern allenthalben die Stirne bietet denn er

ist dieses dass alles für ihn ist dass alles vor ihm steht Das gute Ansich

aber ist es für seinen Feind so ist es in dem Kampfe den wir gesehen haben

insofern es aber nicht für ihn sondern an sich ist, ist es das passive Werkzeug

der Gaben und Fähigkeiten die wirklichkeitslose Materie als Dasein

vorgestellt wäre es ein schlafendes und dahinten man weiß nicht wo bleibendes

Bewusstsein

    Die Tugend wird also von dem Weltlaufe besiegt weil das abstrakte

unwirkliche Wesen in der Tat ihr Zweck ist und weil in Ansehung der Wirklichkeit

ihr Tun auf Unterschieden beruht die allein in den Worten liegen Sie wollte

darin bestehen durch Aufopferung der Individualität das Gute zur Wirklichkeit

zu bringen aber die Seite der Wirklichkeit ist selbst nichts anderes als die

Seite der Individualität Das Gute sollte dasjenige sein was an sich und dem

was ist entgegengesetzt ist aber das Ansich ist nach seiner Realität und

Wahrheit genommen vielmehr das Sein selbst Das Ansich ist zunächst die

Abstraktion des Wesens gegen die Wirklichkeit aber die Abstraktion ist eben

dasjenige was nicht wahrhaft sondern nur für das Bewusstsein ist dh aber es

ist selbst dasjenige was wirklich genannt wird denn das Wirkliche ist was

wesentlich für ein Anderes ist oder es ist das Sein Das Bewusstsein der Tugend

aber beruht auf diesem Unterschiede des Ansich und des Seins der keine Wahrheit

hat  Der Weltlauf sollte die Verkehrung des Guten sein weil er die

Individualität zu seinem Prinzip hatte allein diese ist das Prinzip der

Wirklichkeit denn eben sie ist das Bewusstsein, wodurch das Ansichseiende

ebensosehr für ein Anderes ist er verkehrt das Unwandelbare aber er verkehrt

es in der Tat aus dem Nichts der Abstraktion in das Sein der Realität

    Der Weltlauf siegt also über das was die Tugend im Gegensatze gegen ihn

ausmacht er siegt über sie der die wesenlose Abstraktion das Wesen ist Er

siegt aber nicht über etwas Reales sondern über das Erschaffen von

Unterschieden welche keine sind über diese pomphaften Reden vom Besten der

Menschheit und der Unterdrückung derselben von der Aufopferung fürs Gute und

dem missbrauche der Gaben solcherlei ideale Wesen und Zwecke sinken als leere

Worte zusammen welche das Herz erheben und die Vernunft leer lassen erbauen

aber nichts aufbauen Deklamationen welche nur diesen Inhalt bestimmt

aussprechen dass das Individuum welches für solche edle Zwecke zu handeln

vorgibt und solche vortreffliche Redensarten führt sich für ein vortreffliches

Wesen gilt  eine Aufschwellung welche sich und anderen den Kopf groß macht

aber groß von einer leeren Aufgeblasenheit  Die antike Tugend hatte ihre

bestimmte sichere Bedeutung denn sie hatte an der Substanz des Volks ihre

inhaltsvolle Grundlage und ein wirkliches schon existierendes Gutes zu ihrem

Zwecke sie war daher auch nicht gegen die Wirklichkeit als eine allgemeine

Verkehrtheit und gegen einen Weltlauf gerichtet Die betrachtete aber ist aus

der Substanz heraus eine wesenlose Tugend eine Tugend nur der Vorstellung und

der Worte die jenes Inhalts entbehren  Diese Leerheit der mit dem Weltlaufe

kämpfenden Rednerei würde sich sogleich aufdecken wenn gesagt werden sollte

was ihre Redensarten bedeuten  sie werden daher als bekannt vorausgesetzt Die

Forderung dies Bekannte zu sagen würde entweder durch einen neuen Schwall von

Redensarten erfüllt oder ihr die Berufung auf das Herz entgegengesetzt welches

innerhalb sage was sie bedeuten dh die Unvermögenheit es in der Tat zu

sagen würde eingestanden  Die Nichtigkeit jener Rednerei scheint auch auf

eine bewusstlose Art für die Bildung unseres Zeitalters Gewissheit erlangt zu

haben indem aus der ganzen Masse jener Redensarten und der Weise sich damit

aufzuspreizen alles Interesse verschwunden ist ein Verlust der sich darin

ausdrückt dass sie nur Langeweile machen

    Das Resultat also welches aus diesem Gegensatze hervorgeht besteht darin

dass das Bewusstsein die Vorstellung von einem an sich Guten das noch keine

Wirklichkeit hätte als einen leeren Mantel fahren lässt Es hat in seinem Kampfe

die Erfahrung gemacht dass der Weltlauf so übel nicht ist als er aussah denn

seine Wirklichkeit ist die Wirklichkeit des Allgemeinen Es fällt mit dieser

Erfahrung das Mittel durch Aufopferung der Individualität das Gute

hervorzubringen hinweg denn die Individualität ist gerade die Verwirklichung

des Ansichseienden und die Verkehrung hört auf als eine Verkehrung des Guten

angesehen zu werden denn sie ist vielmehr eben die Verkehrung desselben als

eines bloßen Zwecks in die Wirklichkeit die Bewegung der Individualität ist

die Realität des Allgemeinen

    In der Tat ist hiermit aber ebenso dasjenige besiegt worden und

verschwunden was als Weltlauf dem Bewusstsein des Ansichseienden gegenüberstand

Das Fürsichsein der Individualität war daran dem Wesen oder Allgemeinen

entgegengesetzt und erschien als eine von dem Ansichsein getrennte Wirklichkeit

Indem aber sich gezeigt hat dass die Wirklichkeit in ungetrennter Einheit mit

dem Allgemeinen ist so erweist sich das Fürsichsein des Weltlaufs ebenso wie

das Ansich der Tugend nur eine Ansicht ist auch nicht mehr zu sein Die

Individualität des Weltlaufs mag wohl nur für sich oder eigennützig zu handeln

meinen sie ist besser als sie meint ihr Tun ist zugleich ansichseiendes

allgemeines Tun Wenn sie eigennützig handelt so weiß sie nur nicht was sie

tut und wenn sie versichert alle Menschen handeln eigennützig so behauptet

sie nur alle Menschen haben kein Bewusstsein darüber was das Tun ist  Wenn

sie für sich handelt so ist dies eben die Hervorbringung des nur erst

Ansichseienden zur Wirklichkeit der Zweck des Fürsichseins also der dem Ansich

sich entgegengesetzt meint  seine leere Pfiffigkeit sowie seine feinen

Erklärungen die den Eigennutz überall aufzuzeigen wissen sind ebenso

verschwunden als der Zweck des Ansich und seine Rednerei

    Es ist also das Tun und Treiben der Individualität Zweck an sich selbst, der

Gebrauch der Kräfte das Spiel ihrer Äußerungen ist es was ihnen die sonst das

tote Ansich wären Leben gibt das Ansich nicht ein unausgeführtes

existenzloses und abstraktes Allgemeines sondern es selbst ist unmittelbar

diese Gegenwart und Wirklichkeit des Prozesses der Individualität

 
 



 



    Das Selbstbewusstsein hat jetzt den Begriff von sich erfasst der erst nur der

unsrige von ihm war nämlich in der Gewissheit seiner selbst alle Realität zu

sein und Zweck und Wesen ist ihm nunmehr die sich bewegende Durchdringung des

Allgemeinen  der Gaben und Fähigkeiten  und der Individualität  Die

einzelnen Momente dieser Erfüllung und Durchdringung vor der Einheit in welche

sie zusammengegangen sind die bisher betrachteten Zwecke Sie sind als

Abstraktionen und Chimären verschwunden die jenen ersten schalen Gestalten des

geistigen Selbstbewusstseins angehören und ihre Wahrheit nur in dem gemeinten

Sein des Herzens der Einbildung und der Reden haben nicht in der Vernunft die

jetzt an und für sich ihrer Realität gewiss sich nicht mehr als Zweck im

Gegensatze gegen die unmittelbar seiende Wirklichkeit erst hervorzubringen

sucht sondern zum Gegenstande ihres Bewusstseins die Kategorie als solche hat 

Es ist nämlich die Bestimmung des für sich seienden oder negativen

Selbstbewusstseins in welcher die Vernunft auftrat aufgehoben es fand eine

Wirklichkeit vor die das Negative seiner wäre und durch deren Aufheben es erst

sich seinen Zweck verwirklichte Indem aber Zweck und Ansichsein als dasselbe

sich ergeben hat was das Sein für Anderes und die vorgefundene Wirklichkeit

ist trennt sich die Wahrheit nicht mehr von der Gewissheit  es werde nun der

gesetzte Zweck für die Gewissheit seiner selbst und die Verwirklichung desselben

für die Wahrheit oder aber der Zweck für die Wahrheit und die Wirklichkeit für

die Gewissheit genommen  sondern das Wesen und der Zweck an und für sich selbst

ist die Gewissheit der unmittelbaren Realität selbst die Durchdringung des

Ansich und Fürsichseins des Allgemeinen und der Individualität das Tun ist an

ihm selbst seine Wahrheit und Wirklichkeit und die Darstellung oder das

Aussprechen der Individualität ist ihm Zweck an und für sich selbst

    Mit diesem Begriffe ist also das Selbstbewusstsein aus den entgegengesetzten

Bestimmungen welche die Kategorie für es und sein Verhalten zu ihr als

beobachtendes und dann als tätiges hatte in sich zurückgegangen Es hat die

reine Kategorie selbst zu seinem Gegenstande oder es ist die Kategorie welche

ihrer selbst bewusst geworden Die Rechnung ist dadurch mit seinen vorherigen

Gestalten abgeschlossen sie liegen hinter ihm in Vergessenheit treten nicht

als seine vorgefundene Welt gegenüber sondern entwickeln sich nur innerhalb

seiner selbst als durchsichtige Momente Doch treten sie noch in seinem

Bewusstsein als eine Bewegung unterschiedener Momente auseinander die sich noch

nicht in ihre substantielle Einheit zusammengefasst hat Aber in allen hält es

die einfache Einheit des Seins und des Selbsts fest die ihre Gattung ist.

    Das Bewusstsein hat hiermit allen Gegensatz und alle Bedingung seines Tuns

abgeworfen es geht frisch von sich aus und nicht auf ein Anderes sondern auf

sich selbst Indem die Individualität die Wirklichkeit an ihr selbst ist ist

der Stoff des Wirkens und der Zweck des Tuns an dem Tun selbst Das Tun hat

daher das Ansehen der Bewegung eines Kreises welcher frei im Leeren sich in

sich selbst bewegt ungehindert bald sich erweitert bald verengert und

vollkommen zufrieden nur in und mit sich selbst spielt Das Element worin die

Individualität ihre Gestalt darstellt hat die Bedeutung eines reinen Aufnehmens

dieser Gestalt es ist der Tag überhaupt dem das Bewusstsein sich zeigen will

Das Tun verändert nichts und geht gegen nichts es ist die reine Form des

Übersetzens aus dem Nichtgesehenwerden in das Gesehenwerden und der Inhalt der

zutage ausgebracht wird und sich darstellt nichts anderes als was dieses Tun

schon an sich ist. Es ist an sich dies ist seine Form als gedachte Einheit und

es ist wirklich dies ist seine Form als seiende Einheit es selbst ist Inhalt

nur in dieser Bestimmung der Einfachheit gegen die Bestimmung seines Übergehens

und seiner Bewegung

 
 



       

    Diese an sich reale Individualität ist zuerst wieder eine einzelne und

bestimmte die absolute Realität als welche sie sich weiß ist daher wie sie

derselben sich bewusst wird die abstrakte allgemeine welche ohne Erfüllung und

Inhalt nur der leere Gedanke dieser Kategorie ist  Es ist zu sehen wie

dieser Begriff der an sich selbst realen Individualität in seinen Momenten sich

bestimmt und wie ihr ihr Begriff von ihr selbst in das Bewusstsein tritt

    Der Begriff dieser Individualität wie sie als solche für sich selbst alle

Realität ist ist zunächst Resultat sie hat ihre Bewegung und Realität noch

nicht dargestellt und ist hier unmittelbar als einfaches Ansichsein gesetzt Die

Negativität aber welche dasselbe ist was als Bewegung erscheint ist an dem

einfachen Ansich als Bestimmtheit und das Sein oder das einfache Ansich wird

ein bestimmter Umfang Die Individualität tritt daher als ursprüngliche

bestimmte Natur auf als ursprüngliche Natur denn sie ist an sich  als

ursprünglich bestimmte denn das Negative ist am Ansich und dieses ist dadurch

eine Qualität Diese Beschränkung des Seins jedoch kann das Tun des Bewusstseins

nicht beschränken denn dieses ist hier ein vollendetes Sichaufsichselbst

Beziehen die Beziehung auf Anderes ist aufgehoben welche die Beschränkung

desselben wäre Die ursprüngliche Bestimmtheit der Natur ist daher nur einfaches

Prinzip  ein durchsichtiges allgemeines Element worin die Individualität

ebenso frei und sich selbst gleich bleibt als sie darin ungehindert ihre

Unterschiede entfaltet und reine Wechselwirkung mit sich in ihrer Verwirklichung

ist Wie das unbestimmte Tierleben etwa dem Elemente des Wassers der Luft oder

der Erde und innerhalb dieser wieder bestimmteren Prinzipien seinen Odem

einbläst alle seine Momente in sie eintaucht aber sie Jener Beschränkung des

Elements ungeachtet in seiner Macht und sich in seinem Eins erhält und als diese

besondere Organisation dasselbe allgemeine Tierleben bleibt

    Diese bestimmte ursprüngliche Natur des in ihr frei und ganz bleibenden

Bewusstseins erscheint als der unmittelbare und einzige eigentliche Inhalt

dessen was dem Individuum Zweck ist er ist zwar bestimmter Inhalt aber er ist

überhaupt Inhalt nur insofern wir das Ansichsein isoliert betrachten in

Wahrheit aber ist er die von der Individualität durchdrungene Realität die

Wirklichkeit wie sie das Bewusstsein als einzelnes an ihm selbst hat und

zunächst als seiend noch nicht als tuend gesetzt ist Für das Tun aber ist

einesteils jene Bestimmtheit darum nicht Beschränkung über welche es

hinauswollte weil sie als seiende Qualität betrachtet die einfache Farbe des

Elements ist worin es sich bewegt andernteils aber ist die Negativität

Bestimmtheit nur am Sein aber das Tun ist selbst nichts anderes als die

Negativität an der tuenden Individualität ist also die Bestimmtheit aufgelöst

in Negativität überhaupt oder den Inbegriff aller Bestimmtheit

    Die einfädle ursprüngliche Natur nun tritt in dem Tun und dem Bewusstsein des

Tuns in den Unterschied welcher diesem zukommt Es ist zuerst als Gegenstand

und zwar als Gegenstand wie er noch dem Bewusstsein angehört als Zweck

vorhanden und somit entgegengesetzt einer vorhandenen Wirklichkeit Das andere

Moment ist die Bewegung des als ruhend vorgestellten Zwecks die Verwirklichung

als die Beziehung des Zwecks auf die ganz formelle Wirklichkeit hiermit die

Vorstellung des Überganges selbst oder das Mittel Das dritte ist endlich der

Gegenstand wie er nicht mehr Zweck dessen das Tuende unmittelbar als des

seinigen sich bewusst ist sondern wie er aus ihm heraus und für es als ein

Anderes ist  Diese verschiedenen Seiten sind nun aber nach dem Begriffe dieser

Sphäre so festzuhalten dass der Inhalt in ihnen derselbe bleibt und kein

Unterschied hereinkommt weder der Individualität und des Seins überhaupt noch

des Zwecks gegen die Individualität als ursprüngliche Natur noch gegen die

vorhandene Wirklichkeit ebenso nicht des Mittels gegen sie als absoluten Zweck

noch der bewirkten Wirklichkeit gegen den Zweck oder die ursprüngliche Natur

oder das Mittel

    Fürs erste also ist die ursprünglich bestimmte Natur der Individualität ihr

unmittelbares Wesen noch nicht als tuend gesetzt und heißt so besondere

Fähigkeit Talent Charakter usf Diese eigentümliche Tinktur des Geistes ist

als der einzige Inhalt des Zwecks selbst und ganz allein als die Realität zu

betrachten Stellte man sich das Bewusstsein vor als darüber hinausgehend und

einen anderen Inhalt zur Wirklichkeit bringen wollend so stellte man es sich

vor als ein Nichts in das Nichts hinarbeitend  Dies ursprüngliche Wesen ist

ferner nicht nur Inhalt des Zwecks sondern an sich auch die Wirklichkeit

welche sonst als gegebener Stoff des Tuns als vorgefundene und im Tun zu

bildende Wirklichkeit erscheint Das Tun ist nämlich nur reines Übersetzen aus

der Form des noch nicht dargestellten in die des dargestellten Seins das

Ansichsein jener dem Bewusstsein entgegengesetzten Wirklichkeit ist zum bloßen

leeren Scheine herabgesunken Dies Bewusstsein indem es sich zum Handeln

bestimmt lässt sich also durch den Schein der vorhandenen Wirklichkeit nicht

irremachen und ebenso hat es sich aus dem Herumtreiben in leeren Gedanken und

Zwecken auf den ursprünglichen Inhalt seines Wesens zusammenzuhalten  Dieser

ursprüngliche Inhalt ist zwar erst für das Bewusstsein indem es ihn verwirklicht

hat der Unterschied aber eines solchen das für das Bewusstsein nur innerhalb

seiner ist und einer außer ihm an sich seienden Wirklichkeit ist

hinweggefallen Nur dass für es sei was es an sich ist, muss es handeln oder das

Handeln ist eben das Werden des Geistes als Bewusstsein Was es an sich ist, weiß

es also aus seiner Wirklichkeit Das Individuum kann daher nicht wissen was es

ist ehe es sich durch das Tun zur Wirklichkeit gebracht hat  Es scheint aber

hiermit den Zweck seines Tuns nicht bestimmen zu können ehe es getan hat aber

zugleich muss es indem es Bewusstsein ist die Handlung vorher als die ganz

seinige dh als Zweck vor sich haben Das ans Handeln gehende Individuum

scheint sich also in einem Kreise zu befinden worin jedes Moment das andere

schon voraussetzt und hiermit keinen Anfang finden zu können weil es sein

ursprüngliches Wesen das sein Zweck sein muss erst aus der Tat kennenlernt

aber um zu tun vorher den Zweck haben muss Ebendarum aber hat es unmittelbar

anzufangen und unter welchen Umständen es sei ohne weiteres Bedenken um

Anfang Mittel und Ende zur Tätigkeit zu schreiten denn sein Wesen und

ansichseiende Natur ist alles in einem Anfang Mittel und Ende Als Anfang ist

sie in den Umständen des Handelns vorhanden und das Interesse welches das

Individuum an etwas findet ist die schon gegebene Antwort auf die Frage ob und

was hier zu tun ist Denn was eine vorgefundene Wirklichkeit zu sein scheint

ist an sich seine ursprüngliche Natur welche nur den Schein eines Seins hat

einen Schein der in dem Begriffe des sich entzweienden Tuns liegt aber als

seine ursprüngliche Natur sich in dem Interesse das es an ihr findet

ausspricht  Ebenso ist das Wie oder die Mittel an und für sich bestimmt Das

Talent ist gleichfalls nichts anderes als die bestimmte ursprüngliche

Individualität betrachtet als inneres Mittel oder Übergang des Zwecks zur

Wirklichkeit Das wirkliche Mittel aber und der reale Übergang ist die Einheit

des Talents und der im Interesse vorhandenen Natur der Sache jenes stellt am

Mittel die Seite des Tuns dieses die Seite des Inhalts vor beide sind die

Individualität selbst als Durchdringung des Seins und des Tuns Was also

vorhanden ist sind vorgefundene Umstände die an sich die ursprüngliche Natur

des Individuums sind alsdann das Interesse welches sie eben als das seinige

oder als Zweck setzt endlich die Verknüpfung und Aufhebung dieses Gegensatzes

im Mittel Diese Verknüpfung fällt selbst noch innerhalb des Bewusstseins und

das soeben betrachtete Ganze ist die eine Seite eines Gegensatzes Dieser noch

übrige Schein von Entgegensetzung wird durch den Übergang selbst oder das Mittel

aufgehoben  denn es ist Einheit des Äußeren und Inneren das Gegenteil der

Bestimmtheit welche es als inneres Mittel hat es hebt sie also auf und setzt

sich diese Einheit des Tuns und des Seins ebenso als Äußeres als die wirklich

gewordene Individualität selbst d i die für sie selbst als das Seiende

gesetzt ist Die ganze Handlung tritt auf diese Weise weder als die Umstände

noch als Zweck noch Mittel noch als Werk aus sich heraus

    Mit dem Werke aber scheint der Unterschied der ursprünglichen Naturen

einzutreten das Werk ist wie die ursprüngliche Natur welche es ausdrückt ein

Bestimmtes denn vom Tun frei entlassen als seiende Wirklichkeit ist die

Negativität als Qualität an ihm Das Bewusstsein aber bestimmt sich ihm gegenüber

als dasjenige welches die Bestimmtheit als Negativität überhaupt als Tun an

ihm hat es ist also das Allgemeine gegen jene Bestimmtheit des Werks kann es

also mit anderen vergleichen und hieraus die Individualitäten selbst als

verschiedene fassen das in seinem Werke weiter übergreifende Individuum

entweder als stärkere Energie des Willens oder als reichere Natur dh eine

solche deren ursprüngliche Bestimmtheit weniger beschränkt ist  eine andere

hingegen als eine schwächere und dürftigere Natur Gegen diesen unwesentlichen

Unterschied der Größe würde das Gute und Schlechte einen absoluten Unterschied

ausdrücken aber hier findet dieser nicht statt Was auf die eine oder andere

Weise genommen würde ist auf gleiche Weise ein Tun und Treiben ein sich

Darstellen und Aussprechen einer Individualität und darum alles gut und es

wäre eigentlich nicht zu sagen was das Schlechte sein sollte Was ein

schlechtes Werk genannt würde ist das individuelle Leben einer bestimmten

Natur die sich darin verwirklicht zu einem schlechten Werke würde es nur durch

den vergleichenden Gedanken verdorben der aber etwas Leeres ist da er über das

Wesen des Werks ein SichAussprechen der Individualität zu sein hinausgeht und

sonst man weiß nicht was daran sucht und fordert  Er könnte nur den vorhin

angeführten Unterschied betreffen dieser ist aber an sich als

Größenunterschied ein unwesentlicher und hier bestimmt darum weil es

verschiedene Werke oder Individualitäten wären die miteinander verglichen

würden aber diese gehen einander nichts an jedes bezieht sich nur auf sich

selbst Die ursprüngliche Natur ist allein das Ansich oder das was als Maßstab

der Beurteilung des Werks und umgekehrt zugrunde gelegt werden könnte beides

aber entspricht sich einander es ist nichts für die Individualität was nicht

durch sie oder es gibt keine Wirklichkeit die nicht ihre Natur und ihr Tun

und kein Tun noch Ansich derselben das nicht wirklich ist und nur diese

Momente sind zu vergleichen

    Es findet daher überhaupt weder Erhebung noch Klage noch Reue statt denn

dergleichen alles kommt aus dem Gedanken her der sich einen anderen Inhalt und

ein anderes Ansich einbildet als die ursprüngliche Natur des Individuums und

ihre in der Wirklichkeit vorhandene Ausführung ist Was es sei das es tut und

ihm widerfährt dies hat es getan und ist es selbst es kann nur das Bewusstsein

des reinen Übersetzens seiner selbst aus der Nacht der Möglichkeit in den Tag

der Gegenwart des abstrakten Ansich in die Bedeutung des wirklichen Seins und

die Gewissheit haben dass was in diesem ihm vorkommt nichts anderes ist als

was in jener schlief Das Bewusstsein dieser Einheit ist zwar ebenfalls eine

Vergleichung aber was verglichen wird hat eben nur den Schein des Gegensatzes

ein Schein der Formder für das Selbstbewusstsein der Vernunft dass die

Individualität an ihr selbst die Wirklichkeit ist nichts mehr als Schein ist

Das Individuum kann also da es weiß dass es in seiner Wirklichkeit nichts

anderes finden kann als ihre Einheit mit ihm oder nur die Gewissheit seiner

selbst in ihrer Wahrheit und dass es also immer seinen Zweck erreicht nur

Freude an sich erleben

    Dies ist der Begriff welchen das Bewusstsein das sich seiner als absoluter

Durchdringung der Individualität und des Seins gewiss ist von sich macht sehen

wir ob er sich ihm durch die Erfahrung bestätigt und seine Realität damit

übereinstimmt Das Werk ist die Realität welche das Bewusstsein sich gibt es

ist dasjenige worin das Individuum das für es ist was es an sich ist, und so

dass das Bewusstsein für welches es in dem Werke wird nicht das besondere

sondern das allgemeine Bewusstsein ist es hat sich im Werke überhaupt in das

Element der Allgemeinheit in den bestimmtheitslosen Raum des Seins

hinausgestellt Das von seinem Werke zurücktretende Bewusstsein ist in der Tat

das allgemeine  weil es die absolute Negativität oder das Tun in diesem

Gegensatze wird  gegen sein Werk welches das bestimmte ist es geht also über

sich als Werk hinaus und ist selbst der bestimmtheitslose Raum der sich von

seinem Werke nicht erfüllt findet Wenn vorhin im Begriffe sich doch ihre

Einheit erhielt so geschah dies eben dadurch dass das Werk als seiendes Werk

aufgehoben wurde Aber es soll sein und es ist zu sehen wie in seinem Sein die

Individualität seine Allgemeinheit erhalten und sich zu befriedigen wissen wird

 Zunächst ist das gewordene Werk für sich zu betrachten Es hat die ganze Natur

der Individualität mitempfangen sein Sein ist daher selbst ein Tun worin sich

alle Unterschiede durchdringen und auflösen das Werk ist also in ein Bestehen

hinausgeworfen worin die Bestimmtheit der ursprünglichen Natur in der Tat gegen

andere bestimmte Naturen sich herauskehrt in sie eingreift wie diese anderen in

sie und sich als verschwindendes Moment in dieser allgemeinen Bewegung verliert

Wenn innerhalb des Begriffs der an und für sich selbst realen Individualität

alle Momente Umstände Zweck Mittel und die Verwirklichung einander gleich

sind und die ursprüngliche bestimmte Natur nur als allgemeines Element gilt so

kommt dagegen indem dies Element gegenständliches Sein wird seine Bestimmtheit

als solche in dem Werke an den Tag und erhält ihre Wahrheit in ihrer Auflösung

Näher stellt diese Auflösung sich so dar dass in dieser Bestimmtheit das

Individuum als dieses sich wirklich geworden ist aber sie ist nicht nur Inhalt

der Wirklichkeit sondern ebenso Form derselben oder die Wirklichkeit als

solche überhaupt ist eben diese Bestimmtheit dem Selbstbewusstsein

entgegengesetzt zu sein Von dieser Seite zeigt sie sich als die aus dem

Begriffe verschwundene nur vorgefundene fremde Wirklichkeit Das Werk ist dh

es ist für andere Individualitäten und für sie eine fremde Wirklichkeit an

deren Stelle sie die ihrige setzen müssen um durch ihr Tun sich das Bewusstsein

ihrer Einheit mit der Wirklichkeit zu geben oder ihr durch ihre ursprüngliche

Natur gesetztes Interesse an jenem Werke ist ein anderes als das eigentümliche

Interesse dieses Werks welches hierdurch zu etwas anderem gemacht ist Das Werk

ist also überhaupt etwas Vergängliches das durch das Widerspiel anderer Kräfte

und Interessen ausgelöscht wird und viel mehr die Realität der Individualität

als verschwindend denn als vollbracht darstellt

    Es entsteht dem Bewusstsein also in seinem Werke der Gegensatz des Tuns und

des Seins welcher in den früheren Gestalten des Bewusstseins zugleich der Anfang

des Tuns war hier nur Resultat ist Er hat aber in der Tat gleichfalls zugrunde

gelegen indem das Bewusstsein als an sich reale Individualität ans Handeln ging

denn dem Handeln war die bestimmte ursprüngliche Natur als das Ansich

vorausgesetzt und das reine Vollbringen um des Vollbringens willen hatte sie

zum Inhalte Das reine Tun ist aber die sich selbst gleiche Form welcher

hiermit die Bestimmtheit der ursprünglichen Natur ungleich ist Es ist hier wie

sonst gleichgültig welches von beiden Begriff und welches Realität genannt

wird die ursprüngliche Natur ist das Gedachte oder das Ansich gegen das Tun

worin sie erst ihre Realität hat oder die ursprüngliche Natur ist das Sein

ebensowohl der Individualität als solcher wie ihrer als Werk das Tun aber ist

der ursprüngliche Begriff als absoluter Übergang oder als das Werden Diese

Unangemessenheit des Begriffs und der Realität die in seinem Wesen liegt

erfährt das Bewusstsein in seinem Werke in diesem wird es sich also wie es in

Wahrheit ist und sein leerer Begriff von sich selbst verschwindet

    In diesem Grundwiderspruche des Werks das die Wahrheit dieser sich an sich

realen Individualität ist treten somit wieder alle Seiten derselben als

widersprechend auf oder das Werk als der Inhalt der ganzen Individualität aus

dem Tun welches die negative Einheit ist und alle Momente gefangen hält in das

Sein herausgestellt lässt sie nun frei und im Elemente des Bestehens werden sie

gleichgültig gegeneinander Begriff und Realität trennen sich also als Zweck und

als dasjenige was die ursprüngliche Wesenheit ist Es ist zufällig dass der

Zweck wahrhaftes Wesen habe oder dass das Ansich zum Zwecke gemacht werde Ebenso

treten wieder Begriff und Realität als Übergang in die Wirklichkeit und als

Zweck auseinander oder es ist zufällig dass das den Zweck ausdrückende Mittel

gewählt werde Und endlich diese inneren Momente zusammen sie mögen in sich

eine Einheit haben oder nicht  das Tun des Individuums ist wieder zufällig

gegen die Wirklichkeit überhaupt das Glück entscheidet ebensowohl für einen

schlecht bestimmten Zweck und schlechtgewählte Mittel als gegen sie

    Wenn nun hiermit dem Bewusstsein an seinem Werke der Gegensatz des Wollens

und Vollbringens des Zwecks und der Mittel und wieder dieses Innerlichen

zusammen und der Wirklichkeit selbst wird was überhaupt die Zufälligkeit seines

Tuns in sich befasst so ist aber ebenso auch die Einheit und die Notwendigkeit

desselben vorhanden diese Seite greift über jene über und die Erfahrung von

der Zufälligkeit des Tuns ist selbst nur eine zufällige Erfahrung Die

Notwendigkeit des Tuns besteht darin dass Zweck schlechthin auf die Wirklichkeit

bezogen ist und diese Einheit ist der Begriff des Tuns es wird gehandelt weil

das Tun an und für sich selbst das Wesen der Wirklichkeit ist In dem Werke

ergibt sich zwar die Zufälligkeit welche das Vollbrachtsein gegen das Wollen

und Vollbringen hat und diese Erfahrung welche als die Wahrheit gelten zu

müssen scheint widerspricht jenem Begriffe der Handlung Betrachten wir jedoch

den Inhalt dieser Erfahrung in seiner Vollständigkeit so ist er das

verschwindende Werk was sich erhält ist nicht das Verschwinden sondern das

Verschwinden ist selbst wirklich und an das Werk geknüpft und verschwindet

selbst mit diesem das Negative geht mit dem Positiven dessen Negation es ist

selbst zugrunde

    Dies Verschwinden des Verschwindens liegt in dem Begriffe der an sich realen

Individualität selbst denn dasjenige worin das Werk oder was an ihm

verschwindet und was demjenigen was Erfahrung genannt worden seine Übermacht

über den Begriff den die Individualität von sich selbst hat geben sollte ist

die gegenständliche Wirklichkeit sie aber ist ein Moment welches auch in

diesem Bewusstsein selbst keine Wahrheit mehr für sich hat diese besteht nur in

der Einheit desselben mit dem Tun und das wahre Werk ist nur jene Einheit des

Tuns und des Seins des Wollens und Vollbringens Dem Bewusstsein ist also um der

seinem Handeln zugrunde liegenden Gewissheit willen die ihr entgegengesetzte

Wirklichkeit selbst ein solches welches nur für es ist ihm als in sich

zurückgekehrtem Selbstbewusstsein dem aller Gegensatz verschwunden ist kann er

nicht mehr in dieser Form seines Fürsichseins gegen die Wirklichkeit werden

sondern der Gegensatz und die Negativität die an dem Werke zum Vorschein kommt

trifft hiermit nicht nur den Inhalt des Werks oder auch des Bewusstseins sondern

die Wirklichkeit als solche und damit den nur durch sie und an ihr vorhandenen

Gegensatz und das Verschwinden des Werks Auf diese Weise reflektiert sich also

das Bewusstsein in sich aus seinem vergänglichen Werke und behauptet seinen

Begriff und Gewissheit als das Seiende und Bleibende gegen die Erfahrung von der

Zufälligkeit des Tuns es erfährt in der Tat seinen Begriff in welchem die

Wirklichkeit nur ein Moment etwas für es nicht das Anundfürsich ist es

erfährt sie als verschwindendes Moment und sie gilt ihm daher nur als Sein

überhaupt dessen Allgemeinheit mit dem Tun dasselbe ist Diese Einheit ist das

wahre Werk es ist die Sache selbst welche sich schlechthin behauptet und als

das Bleibende erfahren wird unabhängig von der Sache welche die Zufälligkeit

des individuellen Tuns als eines solchen der Umstände Mittel und der

Wirklichkeit ist

    Die Sache selbst ist diesen Momenten nur insofern entgegengesetzt als sie

isoliert gelten sollen ist aber wesentlich als Durchdringung der Wirklichkeit

und der Individualität die Einheit derselben ebensowohl ein Tun und als Tun

reines Tun überhaupt damit ebensosehr Tun dieses Individuums und dies Tun als

ihm noch angehörig im Gegensatze gegen die Wirklichkeit als Zweck ebenso ist

sie der Übergang aus dieser Bestimmtheit in die entgegengesetzte und endlich

eine Wirklichkeit welche für das Bewusstsein vorhanden ist Die Sache selbst

drückt hiermit die geistige Wesenheit aus worin alle diese Momente aufgehoben

sind als für sich geltende also nur als allgemeine gelten und worin dem

Bewusstsein seine Gewissheit von sich selbst gegenständliches Wesen eine Sache

ist der aus dem Selbstbewusstsein als der seinige herausgeborene Gegenstand

ohne aufzuhören freier eigentlicher Gegenstand zu sein  Das Ding der

sinnlichen Gewissheit und des Wahrnehmens hat nun für das Selbstbewusstsein allein

seine Bedeutung durch es hierauf beruht der Unterschied eines Dings und einer

Sache  Es wird eine der sinnlichen Gewissheit und Wahrnehmung entsprechende

Bewegung daran durchlaufen

    In der Sache selbst also als der gegenständlich gewordenen Durchdringung

der Individualität und der Gegenständlichkeit selbst ist dem Selbstbewusstsein

sein wahrer Begriff von sich geworden oder es ist zum Bewusstsein seiner

Substanz gekommen Es ist zugleich wie es hier ist ein soeben gewordenes und

daher unmittelbares Bewusstsein derselben und dies ist die bestimmte Weise in

welcher das geistige Wesen hier vorhanden und noch nicht zur wahrhaft realen

Substanz gediehen ist Die Sache selbst hat in diesem unmittelbaren Bewusstsein

derselben die Form des einfachen Wesens welches als Allgemeines alle seine

verschiedenen Momente in sich enthält und ihnen zukommt aber auch wieder

gleichgültig gegen sie als bestimmte Momente und frei für sich ist und als diese

freie einfache abstrakte Sache selbst als das Wesen gilt Die verschiedenen

Momente der ursprünglichen Bestimmtheit oder der Sache dieses Individuums

seines Zwecks der Mittel des Tuns selbst und der Wirklichkeit sind für dieses

Bewusstsein einerseits einzelne Momente welche es gegen die Sache selbst

verlassen und aufgeben kann andererseits aber haben sie alle die Sache selbst

nur so zum Wesen dass sie als das abstrakte Allgemeine derselben an jedem dieser

verschiedenen Momente sich findet und Prädikat derselben sein kann Sie selbst

ist noch nicht das Subjekt sondern dafür gelten jene Momente weil sie auf die

Seite der Einzelheit überhaupt fallen die Sache selbst aber nur erst das

einfach Allgemeine ist Sie ist die Gattung welche sich in allen diesen

Momenten als ihren Arten findet und ebenso frei davon ist.

    Das Bewusstsein heißt ehrlich welches einesteils zu diesem Idealismus

gekommen den die Sache selbst ausdrückt und andernteils an ihr als dieser

formalen Allgemeinheit das Wahre hat dem es immer nur um sie zu tun ist das

sich daher in ihren verschiedenen Momenten oder Arten herumtreibt und indem es

sie in einem derselben oder in einer Bedeutung nicht erreicht eben dadurch in

dem anderen ihrer habhaft wird somit die Befriedigung in der Tat immer gewinnt

welche diesem Bewusstsein seinem Begriffe nach zuteil werden sollte Es mag

gehen wie es will so hat es die Sache selbst vollbracht und erreicht denn sie

ist als diese allgemeine Gattung jener Momente Prädikat aller

    Bringt es einen Zweck nicht zur Wirklichkeit so hat es ihn doch gewollt

dh es macht den Zweck als Zweck das reine Tun welches nichts tut zur Sache

selbst und kann sich daher so ausdrücken und trösten dass doch immer etwas getan

und getrieben worden ist Da das Allgemeine selbst das Negative oder das

Verschwinden unter sich enthält so ist auch dies dass das Werk sich vernichtet

selbst sein Tun es hat die anderen dazu gereizt und findet in dem Verschwinden

seiner Wirklichkeit noch die Befriedigung wie böse Jungen in der Ohrfeige die

sie erhalten sich selbst genießen nämlich als Ursache derselben Oder es hat

die Sache selbst auszuführen auch nicht einmal versucht und gar nichts getan so

hat es nicht gemocht die Sache selbst ist ihm eben Einheit seines Entschlusses

und der Realität es behauptet dass die Wirklichkeit nichts anderes wäre als

sein Mögen  Es ist endlich etwas ihm Interessantes überhaupt ohne sein Zutun

geworden so ist ihm diese Wirklichkeit die Sache selbst eben in dem Interesse

das es daran findet ob sie gleich nicht von ihm hervorgebracht worden ist ist

es ein Glück das ihm persönlich widerfahren so hält es darauf als auf seine

Tat und Verdienst ist es sonst eine Weltbegebenheit die es weiter nichts

angeht so macht es sie ebenso zu der seinigen und tatloses Interesse gilt ihm

für Partei die es dafür oder dawider genommen und bekämpft oder gehalten hat

    Die Ehrlichkeit dieses Bewusstseins sowie die Befriedigung die es

allenthalben erlebt besteht wie erhellt in der Tat darin dass es seine

Gedanken die es von der Sache selbst hat nicht zusammenbringt Die Sache

selbst ist ihm ebensowohl seine Sache wie gar kein Werk oder das reine Tun und

der leere Zweck oder auch eine tatlose Wirklichkeit es macht eine Bedeutung

nach der anderen zum Subjekte dieses Prädikats und vergisst die eine nach der

anderen Jetzt im bloßen Gewollt oder auch im Nichtgemochthaben hat die Sache

selbst die Bedeutung des leeren Zwecks und der gedachten Einheit des Wollens und

Vollbringens Der Trost über die Vernichtung des Zwecks doch gewollt oder doch

rein getan sowie die Befriedigung den anderen etwas zu tun gegeben zu haben

macht das reine Tun oder das ganz schlechte Werk zum Wesen denn dasjenige ist

ein schlechtes zu nennen welches gar keines ist Endlich beim Glücksfall die

Wirklichkeit vorzufinden wird dieses Sein ohne Tat zur Sache selbst

    Die Wahrheit dieser Ehrlichkeit aber ist nicht so ehrlich zu sein als sie

aussieht Denn sie kann nicht so gedankenlos sein diese verschiedenen Momente

in der Tat so auseinanderfallen zu lassen sondern sie muss das unmittelbare

Bewusstsein über ihren Gegensatz haben weil sie sich schlechthin aufeinander

beziehen Das reine Tun ist wesentlich Tun dieses Individuums und dieses Tun

ist ebenso wesentlich eine Wirklichkeit oder eine Sache Umgekehrt ist die

Wirklichkeit wesentlich nur als sein Tun sowie als Tun überhaupt und sein Tun

ist zugleich nur wie Tun überhaupt so auch Wirklichkeit Indem es ihm also nur

um die Sache selbst als abstrakte Wirklichkeit zu tun scheint ist auch dies

vorhanden dass es ihm um sie als sein Tun zu tun ist Aber ebenso indem es ihm

nur ums Tun und Treiben zu tun ist ist es ihm damit nicht Ernst sondern es ist

ihm um eine Sache zu tun und um die Sache als die seinige Indem es endlich nur

seine Sache und sein Tun zu wollen scheint ist es wieder um die Sache überhaupt

oder die an und für sich bleibende Wirklichkeit zu tun

    Wie die Sache selbst und ihre Momente hier als Inhalt erscheinen ebenso

notwendig sind sie auch als Formen an dem Bewusstsein Sie treten als Inhalt nur

auf um zu verschwinden und jedes macht dem anderen Platz Sie müssen daher in

der Bestimmtheit als aufgehobene vorhanden sein so aber sind sie Seiten des

Bewusstseins selbst Die Sache selbst ist als das Ansich oder seine Reflexion in

sich vorhanden die Verdrängung der Momente aber durch einander drückt sich an

ihm so aus dass sie nicht an sich sondern nur für ein Anderes an ihm gesetzt

sind Das eine der Momente des Inhalts wird von ihm dem Tage ausgesetzt und für

andere vorgestellt das Bewusstsein ist aber zugleich daraus in sich reflektiert

und das Entgegengesetzte ebenso in ihm vorhanden es behält es für sich als das

seinige Es ist zugleich auch nicht irgendeines derselben welches allein nur

hinausgestellt und ein anderes das nur im Innern behalten würde sondern das

Bewusstsein wechselt mit ihnen ab denn es muss das eine wie das andere zum

Wesentlichen für sich und für die anderen machen Das Ganze ist die sich

bewegende Durchdringung der Individualität und des Allgemeinen weil aber dies

Ganze für dies Bewusstsein nur als das einfache Wesen und damit als die

Abstraktion der Sache selbst vorhanden ist fallen seine Momente als getrennte

außer ihr und auseinander und als Ganzes wird es nur durch die trennende

Abwechslung des Ausstellens und des Fürsichbehaltens erschöpft und dargestellt

Indem in dieser Abwechslung das Bewusstsein ein Moment für sich und als

wesentliches in seiner Reflexion ein anderes aber nur äußerlich an ihm oder für

die anderen hat tritt damit ein Spiel der Individualitäten miteinander ein

worin sie sowohl sich selbst als sich gegenseitig sowohl betrügen als betrogen

finden

    Eine Individualität geht also etwas auszuführen sie scheint damit etwas

zur Sache gemacht zu haben sie handelt wird darin für andere und es scheint

ihr um die Wirklichkeit zu tun zu sein Die anderen nehmen also das Tun

derselben für ein Interesse an der Sache als solcher und für den Zweck dass die

Sache an sich ausgeführt sei gleichgültig ob von der ersten Individualität

oder von ihnen Indem sie hiernach diese Sache schon von ihnen zustande gebracht

aufzeigen oder wo nicht ihre Hilfe anbieten und leisten so ist jenes

Bewusstsein vielmehr da heraus wo sie meinen dass es sei es ist sein Tun und

Treiben was es bei der Sache interessiert und indem sie innewerden dass dies

die Sache selbst war finden sie sich also getäuscht  Aber in der Tat war ihr

Herbeieilen um zu helfen selbst nichts anderes als dass sie ihr Tun nicht die

Sache selbst sehen und zeigen wollten dh sie wollten die anderen auf eben

die Weise betrügen als sie sich betrogen worden zu sein beschweren  Indem es

nun jetzt herausgekehrt ist dass das eigene Tun und Treiben das Spiel seiner

Kräfte für die Sache selbst gilt so scheint das Bewusstsein sein Wesen für sich

 nicht für die anderen zu treiben und nur bekümmert um das Tun als das

seinige nicht um es als ein Tun der anderen hiermit die anderen ebenso in

ihrer Sache gewähren zu lassen Allein sie irren sich wieder es ist schon da

heraus wo sie es zu sein meinten Es ist ihm nicht um die Sache als diese seine

einzelne zu tun sondern um sie als Sache als Allgemeines das für alle ist Es

mischt sich also in ihr Tun und Werk und wenn es ihnen dasselbe nicht mehr aus

der Hand nehmen kann interessiert es sich wenigstens dadurch dabei dass es sich

durch Urteilen zu tun macht drückt es ihm den Stempel seiner Billigung und

seines Lobes auf so ist dies so gemeint dass es am Werke nicht nur das Werk

selbst lobt sondern zugleich seine eigene Großmut und Mäßigung das Werk nicht

als Werk und auch nicht durch seinen Tadel verdorben zu haben Indem es ein

Interesse am Werke zeigt genießt es sich selbst darin ebenso ist ihm das Werk

das von ihm getadelt wird willkommen für eben diesen Genuss seines eigenen Tuns

der ihm dadurch verschafft wird Die aber sich durch diese Einmischung für

betrogen halten oder ausgeben wollten vielmehr selbst auf gleiche Weise

betrügen Sie geben ihr Tun und Treiben für etwas aus das nur für sie selbst

ist worin sie nur sich und ihr eigenes Wesen bezweckten Allein indem sie etwas

tun und hiermit sich darstellen und dem Tage zeigen widersprechen sie

unmittelbar durch die Tat ihrem Vorgeben den Tag selbst das allgemeine

Bewusstsein und die Teilnahme aller ausschließen zu wollen die Verwirklichung

ist vielmehr eine Ausstellung des Seinigen in das allgemeine Element wodurch es

zur Sache aller wird und werden soll

    Es ist also ebenso Betrug seiner selbst und der anderen wenn es nur um die

reine Sache zu tun sein soll ein Bewusstsein das eine Sache auftut macht

vielmehr die Erfahrung dass die anderen wie die Fliegen zu frisch aufgestellter

Milch herbeieilen und sich dabei geschäftig wissen wollen  und sie an ihm

dass es ihm ebenso nicht um die Sache als Gegenstand sondern als um die seinige

zu tun ist Hingegen wenn nur das Tun selbst der Gebrauch der Kräfte und

Fähigkeiten oder das Aussprechen dieser Individualität das Wesentliche sein

soll so wird ebenso gegenseitig die Erfahrung gemacht dass alle sich rühren und

für eingeladen halten und statt eines reinen Tuns oder eines einzelnen

eigentümlichen Tuns vielmehr etwas das ebensowohl für andere ist oder eine

Sache selbst aufgetan wurde Es geschieht in beiden Fällen dasselbe und hat nur

einen verschiedenen Sinn gegen denjenigen der dabei angenommen wurde und gelten

sollte Das Bewusstsein erfährt beide Seiten als gleich wesentliche Momente und

hierin was die Natur der Sache selbst ist nämlich weder nur Sache welche dem

Tun überhaupt und dem einzelnen Tun noch Tun welches dem Bestehen

entgegengesetzt und die von diesen Momenten als ihren Arten freie Gattung wäre

sondern ein Wesen dessen Sein das Tun des einzelnen Individuums und aller

Individuen und dessen Tun unmittelbar für andere oder eine Sache ist und nur

Sache ist als Tun Aller und Jeder das Wesen welches das Wesen aller Wesen das

geistige Wesen istDas Bewusstsein erfährt dass keins jener Momente Subjekt ist

sondern sich vielmehr in der allgemeinen Sache selbst auflöst die Momente der

Individualität welche der Gedankenlosigkeit dieses Bewusstseins nacheinander als

Subjekt galten nehmen sich in die einfache Individualität zusammen die als

diese ebenso unmittelbar allgemein ist Die Sache selbst verliert dadurch das

Verhältnis des Prädikats und die Bestimmtheit lebloser abstrakter Allgemeinheit

sie ist vielmehr die von der Individualität durchdrungene Substanz das Subjekt

worin die Individualität ebenso als sie selbst oder als diese wie als alle

Individuen ist und das Allgemeine das nur als dies Tun Aller und Jeder ein

Sein ist eine Wirklichkeit darin dass dieses Bewusstsein sie als seine einzelne

Wirklichkeit und als Wirklichkeit Aller weiß Die reine Sache selbst ist das

was sich oben als die Kategorie bestimmte das Sein das Ich oder Ich das Sein

ist aber als Denken welches vom wirklichen Selbstbewusstsein sich noch

unterscheidet hier aber sind die Momente des wirklichen Selbstbewusstseins

insofern wir sie seinen Inhalt Zweck Tun und Wirklichkeit wie insofern wir

sie seine Form nennen Fürsichsein und Sein für Anderes mit der einfachen

Kategorie selbst als eins gesetzt und sie ist dadurch zugleich aller Inhalt

 
 



                        

    Das geistige Wesen ist in seinem einfachen Sein reines Bewusstsein und dieses

Selbstbewusstsein Die ursprünglichbestimmte Natur des Individuums hat ihre

positive Bedeutung an sich das Element und der Zweck seiner Tätigkeit zu sein

verloren sie ist nur aufgehobenes Moment und das Individuum ein Selbst als

allgemeines Selbst Umgekehrt hat die formale Sache selbst ihre Erfüllung an der

tuenden sich in sich unterscheidenden Individualität denn die Unterschiede

dieser machen den Inhalt jenes Allgemeinen aus Die Kategorie ist an sich als

das Allgemeine des reinen Bewusstseins sie ist ebenso für sich denn das Selbst

des Bewusstseins ist ebenso ihr Moment Sie ist absolutes Sein denn jene

Allgemeinheit ist die einfädle Sichselbstgleichheit des Seins

    Was also dem Bewusstsein der Gegenstand ist hat die Bedeutung das Wahre zu

sein es ist und gilt in dem Sinne an und für sich selbst zu sein und zu gelten

 es ist die absolute Sache welche nicht mehr von dem Gegensatze der Gewissheit

und ihrer Wahrheit des Allgemeinen und des Einzelnen des Zwecks und seiner

Realität leidet sondern deren Dasein die Wirklichkeit und das Tun des

Selbstbewusstseins ist diese Sache ist daher die sittliche Substanz das

Bewusstsein derselben sittliches Bewusstsein Sein Gegenstand gilt ihm ebenso als

das Wahre denn es vereinigt Selbstbewusstsein und Sein in einer Einheit es gilt

als das Absolute denn das Selbstbewusstsein kann und will nicht mehr über diesen

Gegenstand hinausgehen denn es ist darin bei sich selbst es kann nicht denn

er ist alles Sein und Macht  es will nicht denn er ist das Selbst oder der

Willen dieses Selbsts Er ist der reale Gegenstand an ihm selbst als Gegenstand

denn er hat den Unterschied des Bewusstseins an ihm er teilt sich in Massen

welche die bestimmten Gesetze des absoluten Wesens sind Diese Massen aber

trüben den Begriff nicht denn in ihm bleiben die Momente des Seins und reinen

Bewusstseins und des Selbsts eingeschlossen  eine Einheit welche das Wesen

dieser Massen ausmacht und in diesem Unterschiede diese Momente nicht mehr

auseinandertreten lässt

    Diese Gesetze oder Massen der sittlichen Substanz sind unmittelbar

anerkannt es kann nicht nach ihrem Ursprunge und Berechtigung gefragt und nach

einem Anderen gesucht werden denn ein Anderes als das an und für sich seiende

Wesen wäre nur das Selbstbewusstsein selbst aber es ist nichts anderes als dies

Wesen denn es selbst ist das Fürsichsein dieses Wesens welches eben darum die

Wahrheit ist weil es ebensosehr das Selbst des Bewusstseins als sein Ansich oder

reines Bewusstsein ist

    Indem das Selbstbewusstsein sich als Moment des Fürsichseins dieser Substanz

weiß so drückt es also das Dasein des Gesetzes in ihm so aus dass die gesunde

Vernunft unmittelbar weiß was recht und gut ist So unmittelbar sie es weiß so

unmittelbar gilt es ihr auch und sie sagt unmittelbar dies ist recht und gut

Und zwar die es sind bestimmte Gesetze es ist erfüllte inhaltsvolle Sache

selbst

    Was sich so unmittelbar gibt muss ebenso unmittelbar aufgenommen und

betrachtet werden wie von dem was die sinnliche Gewissheit unmittelbar als

seiend ausspricht ist auch von dem Sein welches diese sittliche unmittelbare

Gewissheit ausspricht oder von den unmittelbar seienden Massen des sittlichen

Wesens zu sehen wie sie beschaffen sind Die Beispiele einiger solcher Gesetze

werden dies zeigen und indem wir sie in der Form von Aussprüchen der wissenden

gesunden Vernunft nehmen haben wir nicht erst das Moment herbeizubringen

welches an ihnen sie als unmittelbare sittliche Gesetze betrachtet geltend zu

machen ist

    »Jeder soll die Wahrheit sprechen«  Bei dieser als unbedingt

ausgesprochenen Pflicht wird sogleich die Bedingung zugegeben werden wenn er

die Wahrheit weiß Das Gebot wird hiermit jetzt so lauten jeder soll die

Wahrheit reden jedesmal nach seiner Kenntnis und Überzeugung davon Die gesunde

Vernunft eben dies sittliche Bewusstsein welches unmittelbar weiß was recht

und gut ist wird auch erklären dass diese Bedingung mit seinem allgemeinen

Ausspruche schon so verbunden gewesen sei dass sie jenes Gebot so gemeint habe

Damit gibt sie aber in der Tat zu dass sie vielmehr schon unmittelbar im

Aussprechen desselben dasselbe verletzte sie sprach jeder soll die Wahrheit

sprechen sie meinte aber er solle sie sprechen nach seiner Kenntnis und

Überzeugung davon dh sie sprach anders als sie meinte und anders sprechen

als man meint heißt die Wahrheit nicht sprechen Die verbesserte Unwahrheit

oder Ungeschicklichkeit drückt sich nun so aus jeder solle die Wahrheit nach

seiner jedesmaligen Kenntnis und Überzeugung davon sprechen  Damit aber hat

sich das allgemein Notwendige an sich Geltende welches der Satz aussprechen

wollte vielmehr in eine vollkommene Zufälligkeit verkehrt Denn dass die

Wahrheit gesprochen wird ist dem Zufalle ob ich sie kenne und mich davon

überzeugen kann anheimgestellt und es ist weiter nichts gesagt als dass Wahres

und Falsches durcheinander wie es kommt dass es einer kennt meint und

begreift gesprochen werden solle Diese Zufälligkeit des Inhalts hat die

Allgemeinheit nur an der Form eines Satzes in der sie ausgedrückt ist aber als

sittlicher Satz verspricht er einen allgemeinen und notwendigen Inhalt und

widerspricht so durch die Zufälligkeit desselben sich selbst  Wird endlich der

Satz so verbessert dass die Zufälligkeit der Kenntnis und Überzeugung von der

Wahrheit wegfallen und die Wahrheit auch gewusst werden solle so wäre dies ein

Gebot welches dem geradezu widerspricht wovon ausgegangen wurde Die gesunde

Vernunft sollte zuerst unmittelbar die Fähigkeit haben die Wahrheit

auszusprechen jetzt aber ist gesagt dass sie sie wissen sollte dh sie nicht

unmittelbar auszusprechen wisse  Von Seite des Inhalts betrachtet so ist er

in der Forderung man solle die Wahrheit wissen hinweggefallen denn sie

bezieht sich auf das Wissen überhaupt man soll wissen was gefordert ist ist

also vielmehr das von allem bestimmten Inhalte Freie Aber hier war von einem

bestimmten Inhalt von einem Unterschiede an der sittlichen Substanz die Rede

Allein diese unmittelbare Bestimmung derselben ist ein solcher Inhalt der sich

vielmehr als eine vollkommene Zufälligkeit zeigte und in die Allgemeinheit und

Notwendigkeit erhoben so dass das Wissen als das Gesetz ausgesprochen wird

vielmehr verschwindet

    Ein anderes berühmtes Gebot ist Liebe deinen Nächsten als dich selbst Es

ist an den Einzelnen im Verhältnisse zu den Einzelnen gerichtet und behauptet es

als ein Verhältnis des Einzelnen zum Einzelnen oder als Verhältnis der

Empfindung Die tätige Liebe  denn eine untätige hat kein Sein und ist darum

wohl nicht gemeint  geht darauf Übel von einem Menschen abzusondern und ihm

Gutes zuzufügen Zu diesem Behuf muss unterschieden werden was an ihm das Übel

was gegen dies Übel das zweckmäßige Gute und was überhaupt sein Wohl ist dh

ich muss ihn mit Verstand lieben unverständige Liebe wird ihm schaden

vielleicht mehr als hass Das verständige wesentliche Wohltun ist aber in seiner

reichsten und wichtigsten Gestalt das verständige allgemeine Tun des Staats 

ein Tun mit welchem verglichen das Tun des Einzelnen als eines Einzelnen etwas

überhaupt so Geringfügiges wird dass es fast nicht der Mühe wert ist davon zu

sprechen Jenes Tun ist dabei von so großer Macht dass wenn das einzelne Tun

sich ihm entgegensetzen und entweder geradezu für sich Verbrechen sein oder

einem anderen zuliebe das Allgemeine um das Recht und den Anteil welchen es an

ihm hat betrügen wollte es überhaupt unnütz sein und unwiderstehlich zerstört

werden würde Es bleibt dem Wohltun welches Empfindung ist nur die Bedeutung

eines ganz einzelnen Tuns einer Nothilfe die ebenso zufällig als

augenblicklich ist Der Zufall bestimmt nicht nur seine Gelegenheit sondern

auch dies ob es überhaupt ein Werk ist ob es nicht sogleich wieder aufgelöst

und selbst vielmehr in Übel verkehrt wird Dieses Handeln also zum Wohl anderer

das als notwendig ausgesprochen wird ist so beschaffen dass es vielleicht

existieren kann vielleicht auch nicht dass wenn der Fall zufälligerweise sich

darbietet es vielleicht ein Werk vielleicht gut ist vielleicht auch nicht

Dies Gesetz hat hiermit ebensowenig einen allgemeinen Inhalt als das erste das

betrachtet wurde und drückt nicht wie es als absolutes Sittengesetz sollte

etwas aus das an und für sich ist. Oder solche Gesetze bleiben nur beim Sollen

stehen haben aber keine Wirklichkeit sie sind nicht Gesetze sondern nur

Gebote

    Es erhellt aber in der Tat aus der Natur der Sache selbst dass auf einen

allgemeinen absoluten Inhalt Verzicht getan werden muss denn der einfachen

Substanz  und ihr Wesen ist dies einfache zu sein  ist jede Bestimmtheit die

an ihr gesetzt wird ungemäß Das Gebot in seiner einfachen Absolutheit spricht

selbst unmittelbares sittliches Sein aus der Unterschied der an ihm erscheint

ist eine Bestimmtheit und also ein Inhalt der unter der absoluten Allgemeinheit

dieses einfachen Seins steht Indem hiermit auf einen absoluten Inhalt Verzicht

getan werden muss kann ihm nur die formale Allgemeinheit oder dies dass es sich

nicht widerspreche zukommen denn die inhaltslose Allgemeinheit ist die

formale und absoluter Inhalt heißt selbst soviel als ein Unterschied der

keiner ist oder als Inhaltslosigkeit

    Was dem Gesetzgeben übrigbleibt ist also die reine Form der Allgemeinheit

oder in der Tat die Tautologie des Bewusstseins welche dem Inhalt gegenübertritt

und ein Wissen nicht von dem seienden oder eigentlichen Inhalte sondern von dem

Wesen oder der Sichselbstgleichheit desselben ist

    Das sittliche Wesen ist hiermit nicht unmittelbar selbst ein Inhalt sondern

nur ein Maßstab ob ein Inhalt fähig sei Gesetz zu sein oder nicht indem er

sich nicht selbst widerspricht Die gesetzgebende Vernunft ist zu einer nur

prüfenden Vernunft herabgesetzt

 
 



                          


    Ein Unterschied an der einfachen sittlichen Substanz ist eine Zufälligkeit

für sie welche wir an dem bestimmten Gebote als Zufälligkeit des Wissens der

Wirklichkeit und des Tuns hervortreten sahen Die Vergleichung jenes einfachen

Seins und der ihm nicht entsprechenden Bestimmtheit fiel in uns und die

einfache Substanz hat sich darin formale Allgemeinheit oder reines Bewusstsein zu

sein gezeigt das frei von dem Inhalte ihm gegenübertritt und ein Wissen von ihm

als dem bestimmten ist Diese Allgemeinheit bleibt auf diese Weise dasselbe was

die Sache selbst war Aber sie ist im Bewusstsein ein Anderes sie ist nämlich

nicht mehr die gedankenlose träge Gattung sondern bezogen auf das Besondere und

geltend für dessen Macht und Wahrheit  Dies Bewusstsein scheint zunächst

dasselbe Prüfen welches wir vorhin waren und sein Tun nichts anderes sein zu

können als schon geschehen ist eine Vergleichung des Allgemeinen mit dem

Bestimmten woraus sich ihre Unangemessenheit wie vorhin ergäbe Aber das

Verhältnis des Inhalts zum Allgemeinen ist hier ein anderes indem dieses eine

andere Bedeutung gewonnen hat es ist formale Allgemeinheit deren der bestimmte

Inhalt fähig ist denn in ihr wird er nur in Beziehung auf sich selbst

betrachtet Bei unserem Prüfen stand die allgemeine gediegene Substanz der

Bestimmtheit gegenüber welche sich als Zufälligkeit des Bewusstseins worein die

Substanz eintrat entwickelte Hier ist das eine Glied der Vergleichung

verschwunden das Allgemeine ist nicht mehr die seiende und geltende Substanz

oder das an und für sich Rechte sondern einfaches Wissen oder Form welche

einen Inhalt nur mit sich selbst vergleicht und ihn betrachtet ob er eine

Tautologie ist Es werden Gesetze nicht mehr gegeben sondern geprüft und die

Gesetze sind für das prüfende Bewusstsein schon gegeben es nimmt ihren Inhalt

auf wie er einfach ist ohne in die Betrachtung der seiner Wirklichkeit

anklebenden Einzelheit und Zufälligkeit einzugehen wie wir taten sondern

bleibt bei dem Gebote als Gebote stehen und verhält sich ebenso einfach gegen

es als es sein Maßstab ist

    Dies Prüfen reicht aber aus diesem Grunde nicht weit eben indem der Maßstab

die Tautologie und gleichgültig gegen den Inhalt ist nimmt er ebensogut diesen

als den entgegengesetzten in sich auf  Es ist die Frage soll es an und für

sich Gesetz sein dass Eigentum sei an und für sich, nicht aus Nützlichkeit für

andere Zwecke die sittliche Wesenheit besteht eben darin dass das Gesetz nur

sich selbst gleiche und durch diese Gleichheit mit sich also in seinem eigenen

Wesen gegründet nicht ein bedingtes sei Das Eigentum an und für sich

widerspricht sich nicht es ist eine isolierte oder nur sich selbst gleich

gesetzte Bestimmtheit Nichteigentum Herrenlosigkeit der Dinge oder

Gütergemeinschaft widerspricht sich gerade ebensowenig dass etwas niemand gehört

oder dem nächsten Besten der sich in Besitz setzt oder allen zusammen und

jedem nach seinem Bedürfnisse oder zu gleichen Teilen ist eine einfache

Bestimmtheit ein formaler Gedanke wie sein Gegenteil das Eigentum  Wenn das

herrenlose Ding freilich betrachtet wird als ein notwendiger Gegenstand des

Bedürfnisses so ist es notwendig dass es der Besitz irgendeines Einzelnen

werde und es wäre widersprechend vielmehr die Freiheit des Dinges zum Gesetze

zu machen Unter der Herrenlosigkeit des Dinges ist aber auch nicht eine

absolute Herrenlosigkeit gemeint sondern es soll in Besitz kommen nach dem

Bedürfnisse des Einzelnen und zwar nicht um aufbewahrt sondern um unmittelbar

gebraucht zu werden Aber so ganz nur nach der Zufälligkeit für das Bedürfnis zu

sorgen ist der Natur des bewussten Wesens von dem allein die Rede ist

widersprechend denn es muss sich sein Bedürfnis in der Form der Allgemeinheit

vorstellen für seine ganze Existenz sorgen und Sich ein bleibendes Gut

erwerben So stimmte also der Gedanke dass ein Ding dem nächsten selbstbewussten

Leben nach seinem Bedürfnisse zufälligerweise zuteil werde nicht mit sich

selbst überein  In der Gütergemeinschaft worin auf eine allgemeine und

bleibende Weise dafür gesorgt wäre wird jedem entweder soviel zuteil als er

braucht so widerspricht diese Ungleichheit und das Wesen des Bewusstseins dem

die Gleichheit der Einzelnen Prinzip ist einander Oder es wird nach dem

letzteren Prinzip gleich ausgeteilt so hat der Anteil nicht die Beziehung auf

das Bedürfnis welche doch allein sein Begriff ist

    Allein wenn auf diese Weise das Nichteigentum widersprechend erscheint so

geschieht es nur darum weil es nicht als einfache Bestimmtheit gelassen worden

ist Dem Eigentum geht es ebenso wenn es in Momente aufgelöst wird Das

einzelne Ding das mein Eigentum ist gilt damit für ein Allgemeines

Befestigtes Bleibendes dies widerspricht aber seiner Natur die darin

besteht gebraucht zu werden und zu verschwinden Es gilt zugleich für das

Meinige das alle anderen anerkennen und sich davon ausschließen Aber darin

dass ich anerkannt bin liegt vielmehr meine Gleichheit mit allen das Gegenteil

der Ausschließung  Was ich besitze ist ein Ding dh ein Sein für Andere

überhaupt ganz allgemein und unbestimmt nur für mich zu sein dass Ich es

besitze widerspricht seiner allgemeinen Dingheit Eigentum widerspricht sich

daher nach allen Seiten ebensosehr als Nichteigentum jedes hat diese beiden

entgegengesetzten sich widersprechenden Momente der Einzelheit und

Allgemeinheit an ihm  Aber jede dieser Bestimmtheiten einfach vorgestellt als

Eigentum oder Nichteigentum ohne weitere Entwicklung ist eine so einfach als

die andere dh sich nicht widersprechend  Der Maßstab des Gesetzes den die

Vernunft an ihr selbst hat passt daher allem gleich gut und ist hiermit in der

Tat kein Maßstab  Es müsste auch sonderbar zugehen wenn die Tautologie der

Satz des Widerspruchs der für die Erkenntnis theoretischer Wahrheit nur als ein

formelles Kriterium zugestanden wird dh als etwas das gegen Wahrheit und

Unwahrheit ganz gleichgültig sei für die Erkenntnis praktischer Wahrheit mehr

sein sollte

    In den beiden soeben betrachteten Momenten der Erfüllung des vorher leeren

geistigen Wesens hat sich das Setzen von unmittelbaren Bestimmtheiten an der

sittlichen Substanz und dann das Wissen von ihnen ob sie Gesetze sind

aufgehoben Das Resultat scheint hiermit dieses zu sein dass weder bestimmte

Gesetze noch ein Wissen derselben stattfinden könne Allein die Substanz ist das

Bewusstsein von sich als der absoluten Wesenheit welches hiermit weder den

Unterschied an ihr noch das Wissen von ihm aufgeben kann dass das Gesetzgeben

und Gesetzprüfen sich als nichtig erwies hat diese Bedeutung dass beides

einzeln und isoliert genommen nur haltungslose Momente des sittlichen

Bewusstseins sind und die Bewegung in welcher sie auftreten hat den formalen

Sinn dass die sittliche Substanz sich dadurch als Bewusstsein darstellt

    Insofern diese beiden Momente nähere Bestimmungen des Bewusstseins der Sache

selbst sind können sie als Formen der Ehrlichkeit angesehen werden die wie

sonst mit ihren formalen Momenten sich jetzt mit einem seinsollenden Inhalt des

Guten und Rechten und einem Prüfen solcher fester Wahrheit herumtreibt und in

der gesunden Vernunft und verständigen Einsicht die Kraft und Gültigkeit der

Gebote zu haben meint

    Ohne diese Ehrlichkeit aber gelten die Gesetze nicht als Wesen des

Bewusstseins und das Prüfen ebenso nicht als Tun innerhalb desselben sondern

diese Momente drücken wie sie jedes für sich unmittelbar als eine Wirklichkeit

auftreten das eine ein ungültiges Aufstellen und Sein wirklicher Gesetze und

das andere eine ebenso ungültige Befreiung von denselben aus Das Gesetz hat als

bestimmtes Gesetz einen zufälligen Inhalt  dies hat hier die Bedeutung dass es

Gesetz eines einzelnen Bewusstseins von einem willkürlichen Inhalt ist Jenes

unmittelbare Gesetzgeben ist also der tyrannische Frevel der die Willkür zum

Gesetze macht und die Sittlichkeit zu einem Gehorsam gegen sie  gegen Gesetze

die nur Gesetze nicht zugleich Gebote sind So wie das zweite Moment insofern

es isoliert ist das Prüfen der Gesetze das Bewegen des Unbewegbaren und den

Frevel des Wissens bedeutet der sich von den absoluten Gesetzen frei räsoniert

und sie für eine ihm fremde Willkür nimmt

    In beiden Formen sind diese Momente ein negatives Verhältnis zur Substanz

oder dem realen geistigen Wesen oder in ihnen hat die Substanz noch nicht ihre

Realität sondern das Bewusstsein enthält sie noch in der Form seiner eigenen

Unmittelbarkeit und sie ist nur erst ein Wollen und Wissen dieses Individuums

oder das Sollen eines unwirklichen Gebots und ein Wissen der formalen

Allgemeinheit Aber indem diese Weisen sich aufhoben ist das Bewusstsein in das

Allgemeine zurückgegangen und jene Gegensätze sind verschwunden Das geistige

Wesen ist dadurch wirkliche Substanz dass diese Weisen nicht einzeln gelten

sondern nur als aufgehobene und die Einheit worin sie nur Momente sind ist

das Selbst des Bewusstseins welches nunmehr in dem geistigen Wesen gesetzt

dasselbe zum wirklichen erfüllten und selbstbewussten macht

    Das geistige Wesen ist hiermit fürs erste für das Selbstbewusstsein als an

sich seiendes Gesetz die Allgemeinheit des Prüfens welche die formale nicht

an sich seiende war ist aufgehoben Es ist ebenso ein ewiges Gesetz welches

nicht in dem Willen dieses Individuums seinen Grund hat sondern es ist an und

für sich, der absolute reine Willen Aller der die Form des unmittelbaren Seins

hat Er ist auch nicht ein Gebot das nur sein soll sondern er ist und gilt es

ist das allgemeine Ich der Kategorie das unmittelbar die Wirklichkeit ist und

die Welt ist nur diese Wirklichkeit Indem aber dieses seiende Gesetz

schlechthin gilt so ist der Gehorsam des Selbstbewusstseins nicht der Dienst

gegen einen Herrn dessen Befehle eine Willkür wären und worin es sich nicht

erkennte Sondern die Gesetze sind Gedanken seines eigenen absoluten

Bewusstseins welche es selbst unmittelbar hat Es glaubt auch nicht an sie denn

der Glaube schaut wohl auch das Wesen aber ein fremdes an Das sittliche

Selbstbewusstsein ist durch die Allgemeinheit seines Selbsts unmittelbar mit dem

Wesen eins der Glaube hingegen fängt von dem einzelnen Bewusstsein an er ist

die Bewegung desselben immer dieser Einheit zuzugehen ohne die Gegenwart

seines Wesens zu erreichen  Jenes Bewusstsein hingegen hat sich als einzelnes

aufgehoben diese Vermittlung ist vollbracht und nur dadurch dass sie

vollbracht ist ist es unmittelbares Selbstbewusstsein der sittlichen Substanz

    Der Unterschied des Selbstbewusstseins von dem Wesen ist also vollkommen

durchsichtig Dadurch sind die Unterschiede an dem Wesen selbst nicht zufällige

Bestimmtheiten sondern um der Einheit des Wesens und des Selbstbewusstseins

willen von welchem allein die Ungleichheit kommen könnte sind sie die Massen

ihrer von ihrem Leben durchdrungenen Gliederung sich selbst klare unentweihte

Geister makellose himmlische Gestalten die in ihren Unterschieden die

unentweihte Unschuld und Einmütigkeit ihres Wesens erhalten  Das

Selbstbewusstsein ist ebenso einfaches klares Verhältnis zu ihnen Sie sind und

weiter nichts  macht das Bewusstsein seines Verhältnisses aus So gelten sie

der Antigone des Sophokles als der Götter ungeschriebenes und untrügliches

Recht

    

    

 nicht etwa jetzt und gestern sondern immerdar

 lebt es und keiner weiß von wannen es erschien

 

Sie sind Wenn ich nach ihrer Entstehung frage und sie auf den Punkt ihres

Ursprungs einenge so bin ich darüber hinausgegangen denn ich bin nunmehr das

Allgemeine sie aber das Bedingte und Beschränkte Wenn sie sich meiner Einsicht

legitimieren sollen so habe ich schon ihr unwankendes Ansichsein bewegt und

betrachte sie als etwas das vielleicht wahr vielleicht auch nicht wahr für

mich sei Die sittliche Gesinnung besteht eben darin unverrückt in dem fest zu

beharren was das Rechte ist und sich alles Bewegens Rüttelns und

Zurückführens desselben zu enthalten  Es wird ein Depositum bei mir gemacht

es ist das Eigentum eines anderen und ich anerkenne es weil es so ist und

erhalte mich unwankend in diesem Verhältnisse Behalte ich für mich das

Depositum so begehe ich nach dem Prinzipe meines Prüfens der Tautologie ganz

und gar keinen Widerspruch denn alsdann sehe ich es nicht mehr für das Eigentum

eines anderen an etwas behalten das ich nicht für das Eigentum eines anderen

ansehe ist vollkommen konsequent Die Änderung der Ansicht ist kein

Widerspruch denn es ist nicht um sie als Ansicht sondern um den Gegenstand und

Inhalt zu tun der sich nicht widersprechen soll Sosehr ich  wie ich tue wenn

ich etwas wegschenke  die Ansicht dass etwas mein Eigentum ist in die Ansicht

dass es das Eigentum eines anderen ist verändern kann ohne dadurch eines

Widerspruches schuldig zu werden ebensosehr kann ich den umgekehrten Weg gehen

 Nicht darum also weil ich etwas sich nicht widersprechend finde ist es

Recht sondern weil es das Rechte ist ist es Recht dass etwas das Eigentum des

anderen ist dies liegt zum Gründe darüber habe ich nicht zu räsonieren noch

mancherlei Gedanken Zusammenhänge Rücksichten aufzusuchen oder mir einfallen

zu lassen weder ans Gesetzgeben noch ans Prüfen zu denken durch solcherlei

Bewegungen meines Gedankens verrückte ich jenes Verhältnis indem ich in der Tat

nach Belieben meinem unbestimmten tautologischen Wissen das Gegenteil ebensowohl

gemäß und es also zum Gesetze machen könnte Sondern ob diese oder die

entgegengesetzte Bestimmung das Rechte sei ist an und für sich bestimmt ich

für mich könnte welche ich wollte und ebensogut keine zum Gesetze machen und

bin indem ich zu prüfen anfange schon auf unsittlichem Wege dass das Rechte

mir an und für sich ist, dadurch bin ich in der sittlichen Substanz so ist sie

das Wesen des Selbstbewusstseins dieses aber ist ihre Wirklichkeit und Dasein

ihr Selbst und Willen

 



                                


    Die Vernunft ist Geist indem die Gewissheit alle Realität zu sein zur

Wahrheit erhoben und sie sich ihrer selbst als ihrer Welt und der Welt als ihrer

selbst bewusst ist  Das Werden des Geistes zeigte die unmittelbar vorhergehende

Bewegung auf worin der Gegenstand des Bewusstseins die reine Kategorie zum

Begriffe der Vernunft sich erhob In der beobachtenden Vernunft ist diese reine

Einheit des Ich und des Seins des Fürsich und des Ansichseins als das Ansich

oder als Sein bestimmt und das Bewusstsein der Vernunft findet sich Aber die

Wahrheit des Beobachtens ist vielmehr das Aufheben dieses unmittelbaren

findenden Instinkts dieses bewusstlosen Daseins derselben Die angeschaute

Kategorie das gefundene Ding tritt in das Bewusstsein als das Fürsichsein des

Ich welches sich nun im gegenständlichen Wesen als das Selbst weiß Aber diese

Bestimmung der Kategorie als des Fürsichseins entgegengesetzt dem Ansichsein

ist ebenso einseitig und ein sich selbst aufhebendes Moment Die Kategorie wird

daher für das Bewusstsein bestimmt wie sie in ihrer allgemeinen Wahrheit ist

als anundfürsichseiendes Wesen Diese noch abstrakte Bestimmung welche die

Sache selbst ausmacht ist erst das geistige Wesen und sein Bewusstsein ein

formales Wissen von ihm das sich mit mancherlei Inhalt desselben herumtreibt

es ist von der Substanz in der Tat noch als ein Einzelnes unterschieden gibt

entweder willkürliche Gesetze oder meint die Gesetze wie sie an und für sich

sind in seinem Wissen als solchem zu haben und hält sich für die beurteilende

Macht derselben  Oder von der Seite der Substanz betrachtet so ist diese das

anundfürsichseiende geistige Wesen welches noch nicht Bewusstsein seiner selbst

ist Das anundfürsichseiende Wesen aber welches sich zugleich als Bewusstsein

wirklich und sich sich selbst vorstellt ist der Geist

    Sein geistiges Wesen ist schon als die sittliche Substanz bezeichnet worden

der Geist aber ist die sittliche Wirklichkeit Er ist das Selbst des wirklichen

Bewusstseins dem er oder vielmehr das sich als gegenständliche wirkliche Welt

gegenübertritt welche aber ebenso für das Selbst alle Bedeutung eines Fremden

so wie das Selbst alle Bedeutung eines von ihr getrennten abhängigen oder

unabhängigen Fürsichseins verloren hat Die Substanz und das allgemeine

sichselbstgleiche bleibende Wesen  ist er der unverrückte und unaufgelöste

Grund und Ausgangspunkt des Tuns Aller und ihr Zweck und Ziel als das gedachte

Ansich aller Selbstbewusstseine  Diese Substanz ist ebenso das allgemeine

Werk das sich durch das Tun Aller und Jeder als ihre Einheit und Gleichheit

erzeugt denn sie ist das Fürsichsein das Selbst das Tun Als die Substanz ist

der Geist die unwankende gerechte Sichselbstgleichheit aber als Fürsichsein

ist sie das aufgelöste das sich aufopfernde gütige Wesen an dem jeder sein

eigenes Werk vollbringt das allgemeine Sein zerreißt und sich seinen Teil davon

nimmt Diese Auflösung und Vereinzelung des Wesens ist eben das Moment des Tuns

und Selbsts Aller es ist die Bewegung und Seele der Substanz und das bewirkte

allgemeine Wesen Gerade darin dass sie das im Selbst aufgelöste Sein ist ist

sie nicht das tote Wesen sondern wirklich und lebendig

    Der Geist ist hiermit das sich selbst tragende absolute reale Wesen Alle

bisherigen Gestalten des Bewusstseins sind Abstraktionen desselben sie sind

dies dass er sich analysiert seine Momente unterscheidet und bei einzelnen

verweilt Dies Isolieren solcher Momente hat ihn selbst zur Voraussetzung und

zum Bestehen oder es existiert nur in ihm der die Existenz ist Sie haben so

isoliert den Schein als ob sie als solche wären aber wie sie nur Momente oder

verschwindende Größen sind zeigte ihre Fortwälzung und Rückgang in ihren Grund

und Wesen und dies Wesen eben ist diese Bewegung und Auflösung dieser Momente

Hier wo der Geist oder die Reflexion derselben in sich selbst gesetzt ist kann

unsere Reflexion an sie nach dieser Seite kurz erinnern sie waren Bewusstsein

Selbstbewusstsein und Vernunft Der Geist ist also Bewusstsein überhaupt was

sinnliche Gewissheit Wahrnehmen und den Verstand in sich begreift insofern er

in der Analyse seiner selbst das Moment festhält dass er sich gegenständliche

seiende Wirklichkeit ist und davon abstrahiert dass diese Wirklichkeit sein

eigenes Fürsichsein ist Hält er im Gegenteil das andere Moment der Analyse

fest dass sein Gegenstand sein Fürsichsein istso ist er Selbstbewusstsein Aber

als unmittelbares Bewusstsein des Anundfürsichseins als Einheit des Bewusstseins

und des Selbstbewusstseins ist er das Bewusstsein das Vernunft hat das wie das

Haben es bezeichnet den Gegenstand hat als an sich vernünftig bestimmt oder vom

Werte der Kategorie aber so dass er noch für das Bewusstsein desselben den Wert

der Kategorie nicht hat Er ist das Bewusstsein, aus dessen Betrachtung wir

soeben herkommen Diese Vernunft die er hat endlich als eine solche von ihm

angeschaut die Vernunft ist oder die Vernunft die in ihm wirklich und die

seine Welt istso ist er in seiner Wahrheit er ist der Geist er ist das

wirkliche sittliche Wesen

    Der Geist ist das sittliche Leben eines Volks insofern er die unmittelbare

Wahrheit ist das Individuum das eine Welt ist Er muss zum Bewusstsein über das

was er unmittelbar ist fortgehen das schöne sittliche Leben aufheben und durch

eine Reihe von Gestalten zum Wissen seiner selbst gelangen Diese unterscheiden

sich aber von den vorhergehenden dadurch dass sie die realen Geister sind

eigentliche Wirklichkeiten und statt Gestalten nur des Bewusstseins Gestalten

einer Welt

    Die lebendige sittliche Welt ist der Geist in seiner Wahrheit wie er

zunächst zum abstrakten Wissen seines Wesens kommt geht die Sittlichkeit in der

formalen Allgemeinheit des Rechts unter Der in sich selbst nunmehr entzweite

Geist beschreibt in seinem gegenständlichen Elemente als in einer harten

Wirklichkeit die eine seiner Welten das Reich der Bildung und ihr gegenüber im

Elemente des Gedankens die Welt des Glaubens das Reich des Wesens Beide Welten

aber von dem Geiste der aus diesem Verluste seiner selbst in sich geht von

dem Begriffe erfasst werden durch die Einsicht und ihre Verbreitung die

Aufklärung verwirrt und revolutioniert und das in das Diesseits und Jenseits

verteilte und ausgebreitete Reich kehrt in das Selbstbewusstsein zurück das nun

in der Moralität sich als die Wesenheit und das Wesen als wirkliches Selbst

erfasst seine Welt und ihren Grund nicht mehr aus sich heraussetzt sondern

alles in sich verglimmen lässt und als gewissen der seiner selbst gewisse Geist

ist

    Die sittliche Welt die in das Diesseits und Jenseits zerrissene Welt und

die moralische Weltanschauung sind also die Geister deren Bewegung und Rückgang

in das einfache fürsichseiende Selbst des Geistes sich entwickeln und als deren

Ziel und Resultat das wirkliche Selbstbewusstsein des absoluten Geistes

hervortreten wird

 
 



                      


    Der Geist ist in seiner einfachen Wahrheit Bewusstsein und schlägt seine

Momente auseinander Die Handlung trennt ihn in die Substanz und das Bewusstsein

derselben und trennt ebensowohl die Substanz als das Bewusstsein Die Substanz

tritt als allgemeines Wesen und Zweck sich als der vereinzelten Wirklichkeit

gegenüber die unendliche Mitte ist das Selbstbewusstsein welches an sich

Einheit seiner und der Substanz es nun für sich wird das allgemeine Wesen und

seine vereinzelte Wirklichkeit vereint diese zu jenem erhebt und sittlich

handelt  und jenes zu dieser herunterbringt und den Zweck die nur gedachte

Substanz ausführt es bringt die Einheit seines Selbsts und der Substanz als

sein Werk und damit als Wirklichkeit hervor

    In dem Auseinandertreten des Bewusstseins hat die einfache Substanz den

Gegensatz teils gegen das Selbstbewusstsein erhalten teils stellt sie damit

ebensosehr an ihr selbst die Natur des Bewusstseins sich in sich selbst zu

unterscheiden als eine in ihre Massen gegliederte Welt dar Sie spaltet sich

also in ein unterschiedenes sittliches Wesen in ein menschliches und göttliches

Gesetz Ebenso das ihr gegenübertretende Selbstbewusstsein teilt sich nach seinem

Wesen der einen dieser Mächte zu und als Wissen in die Unwissenheit dessen was

es tut und in das Wissen desselben das deswegen ein betrogenes Wissen ist Es

erfährt also in seiner Tat sowohl den Widerspruch jener Mächte worein die

Substanz sich entzweite und ihre gegenseitige Zerstörung wie den Widerspruch

seines Wissens von der Sittlichkeit seines Handelns mit dem was an und für sich

sittlich ist und findet seinen eigenen Untergang In der Tat aber ist die

sittliche Substanz durch diese Bewegung zum wirklichen Selbstbewusstsein geworden

oder dieses Selbst zum Anundfürsichseienden aber darin ist eben die

Sittlichkeit zugrunde gegangen

 
 



 


    Die einfache Substanz des Geistes teilt sich als Bewusstsein Oder wie das

Bewusstsein des abstrakten des sinnlichen Seins in die Wahrnehmung übergeht so

auch die unmittelbare Gewissheit des realen sittlichen Seins und wie für die

sinnliche Wahrnehmung das einfache Sein ein Ding von vielen Eigenschaften wird

so ist für die sittliche der Fall des Handelns eine Wirklichkeit von vielen

sittlichen Beziehungen Jener zieht sich aber die unnütze Vielheit der

Eigenschaften in den wesentlichen Gegensatz der Einzelheit und Allgemeinheit

zusammen und noch mehr dieser die das gereinigte substantielle Bewusstsein

ist wird die Vielheit der sittlichen Momente das Zwiefache eines Gesetzes der

Einzelheit und eines der Allgemeinheit Jede dieser Massen der Substanz bleibt

aber der ganze Geist wenn in der sinnlichen Wahrnehmung die Dinge keine andere

Substanz als die beiden Bestimmungen der Einzelheit und der Allgemeinheit haben

so drücken sie hier nur den oberflächlichen Gegensatz der beiden Seiten

gegeneinander aus

    Die Einzelheit hat an dem Wesen das wir hier betrachten die Bedeutung des

Selbstbewusstseins überhaupt nicht eines einzelnen zufälligen Bewusstseins Die

sittliche Substanz ist also in dieser Bestimmung die wirkliche Substanz der

absolute Geist in der Vielheit des daseienden Bewusstseins realisiert er ist das

Gemeinwesen welches für uns bei dem Eintritt in die praktische Gestaltung der

Vernunft überhaupt das absolute Wesen war und hier in seiner Wahrheit für sich

selbst als bewusstes sittliches Wesen und als das Wesen für das Bewusstsein das

wir zum Gegenstande haben hervorgetreten ist Es ist Geist welcher für sich

ist], indem er im Gegenschein der Individuen sich  und an sich oder Substanz

ist indem er sie in sich erhält Als die wirkliche Substanz ist er ein Volk

als wirkliches Bewusstsein Bürger des Volkes Dies Bewusstsein hat an dem

einfachen Geiste sein Wesen und die Gewissheit seiner selbst in der Wirklichkeit

dieses Geistes dem ganzen Volke und unmittelbar darin seine Wahrheit also

nicht in etwas das nicht wirklich ist sondern in einem Geiste der existiert

und gilt

    Dieser Geist kann das menschliche Gesetz genannt werden weil er wesentlich

in der Form der ihrer selbst bewussten Wirklichkeit ist Er ist in der Form der

Allgemeinheit das bekannte Gesetz und die vorhandene Sitte in der Form der

Einzelheit ist er die wirkliche Gewissheit seiner selbst in dem Individuum

überhaupt und die Gewissheit seiner als einfacher Individualität ist er als

Regierung seine Wahrheit ist die offene an dem Tage liegende Gültigkeit eine

Existenz welche für die unmittelbare Gewissheit in die Form des frei entlassenen

Daseins tritt

    Dieser sittlichen Macht und Offenbarkeit tritt aber eine andere Macht das

göttliche Gesetz gegenüber Denn die sittliche Staatsmacht hat als die Bewegung

des sich bewussten Tuns an dem einfachen und unmittelbaren Wesen der Sittlichkeit

ihren Gegensatz als wirkliche Allgemeinheit ist sie eine Gewalt gegen das

individuelle Fürsichsein und als Wirklichkeit überhaupt hat sie an dem inneren

Wesen noch ein Anderes als sie ist

    Es ist schon erinnert worden dass jede der entgegengesetzten Weisen der

sittlichen Substanz zu existieren sie ganz und alle Momente ihres Inhalts

enthält Wenn also das Gemeinwesen sie als das seiner bewusste wirkliche Tun ist

so hat die andere Seite die Form der unmittelbaren oder seienden Substanz Diese

ist so einerseits der innere Begriff oder die allgemeine Möglichkeit der

Sittlichkeit überhaupt hat aber andererseits das Moment des Selbstbewusstseins

ebenso an ihr Dieses in diesem Elemente der Unmittelbarkeit oder des Seins die

Sittlichkeit ausdrückend oder ein unmittelbares Bewusstsein seiner wie als

Wesens so als dieses Selbsts in einem Anderen dh ein natürliches sittliches

Gemeinwesen  ist die Familie Sie steht als der bewusstlose noch innere

Begriff seiner sich bewussten Wirklichkeit als das Element der Wirklichkeit des

Volks dem Volke selbst als unmittelbares sittliches Sein der durch die Arbeit

für das Allgemeine sich bildenden und erhaltenden Sittlichkeit  als die

Penaten dem allgemeinen Geiste gegenüber

    Ob sich aber wohl das sittliche Sein der Familie als das unmittelbare

bestimmt so ist sie innerhalb ihrer sittliches Wesen nicht insofern sie das

Verhältnis der Natur ihrer Glieder oder deren Beziehung die unmittelbare

einzelner wirklicher ist denn das Sittliche ist an sich allgemein und dies

Verhältnis der Natur ist wesentlich ebensosehr ein Geist und nur als geistiges

Wesen sittlich Es ist zu sehen worin seine eigentümliche Sittlichkeit besteht

 Zunächst weil das Sittliche das an sich Allgemeine ist ist die sittliche

Beziehung der Familienglieder nicht die Beziehung der Empfindung oder das

Verhältnis der Liebe Das Sittliche scheint nun in das Verhältnis des einzelnen

Familiengliedes zur ganzen Familie als der Substanz gelegt werden zu müssen so

dass sein Tun und Wirklichkeit nur sie zum Zweck und Inhalt hat Aber der bewusste

Zweck den das Tun dieses Ganzen insofern er auf es selbst geht hat ist

selbst das Einzelne Die Erwerbung und Erhaltung von Macht und Reichtum geht

teils nur auf das Bedürfnis und gehört der Begierde an teils wird sie in ihrer

höheren Bestimmung etwas nur Mittelbares Diese Bestimmung fällt nicht in die

Familie selbst sondern geht auf das wahrhaft Allgemeine das Gemeinwesen sie

ist vielmehr negativ gegen die Familie und besteht darin den Einzelnen aus ihr

herauszusetzen seine Natürlichkeit und Einzelheit zu unterjochen und ihn zur

Tugend zum Leben in und fürs Allgemeine zu ziehen Der der Familie

eigentümliche positive Zweck ist der Einzelne als solcher dass nun diese

Beziehung sittlich sei kann er nicht weder der welcher handelt noch der auf

welchen sich die Handlung bezieht nach einer Zufälligkeit auftreten wie etwa

in irgendeiner Hilfe oder Dienstleistung geschieht Der Inhalt der sittlichen

Handlung muss substantiell oder ganz und allgemein sein sie kann sich daher nur

auf den ganzen Einzelnen oder auf ihn als allgemeinen beziehen Auch dies wieder

nicht etwa so dass sich nur vorgestellt wäre eine Dienstleistung fördere sein

ganzes Glück während sie so wie sie unmittelbare und wirkliche Handlung ist

nur etwas Einzelnes an ihm tut  noch dass sie auch wirklich als Erziehung in

einer Reihe von Bemühungen ihn als Ganzes zum Gegenstand hat und als Werk

hervorbringt wo außer dem gegen die Familie negativen Zwecke die wirkliche

Handlung nur einen beschränkten Inhalt hat  ebensowenig endlich dass sie eine

Nothilfe ist wodurch in Wahrheit der ganze Einzelne errettet wird denn sie ist

selbst eine völlig zufällige Tat deren Gelegenheit eine gemeine Wirklichkeit

ist welche sein und auch nicht sein kann Die Handlung also welche die ganze

Existenz des Blutsverwandten umfasst und ihn  nicht den Bürger denn dieser

gehört nicht der Familie an noch den der Bürger werden und aufhören soll als

dieser Einzelne zu gelten sondern ihn diesen der Familie angehörigen Einzelnen

 als ein allgemeines der sinnlichen d i einzelnen Wirklichkeit enthobenes

Wesen zu ihrem Gegenstande und Inhalt hat betrifft nicht mehr den Lebenden

sondern den Toten der aus der langen Reihe seines zerstreuten Daseins sich in

die vollendete eine Gestaltung zusammengefasst und aus der Unruhe des zufälligen

Lebens sich in die Ruhe der einfachen Allgemeinheit erhoben hat  Weil er nur

als Bürger wirklich und substantiell istso ist der Einzelne wie er nicht

Bürger ist und der Familie angehört nur der unwirkliche marklose Schatten

    Diese Allgemeinheit zu der der Einzelne als solcher gelangt ist das reine

Sein der Tod es ist das unmittelbare natürliche Gewordensein nicht das Tun

eines Bewusstseins Die Pflicht des Familiengliedes ist deswegen diese Seite

hinzuzufügen damit auch sein letztes Sein dies allgemeine Sein nicht allein

der Natur angehöre und etwas Unvernünftiges bleibe sondern dass es ein Getanes

und das Recht des Bewusstseins in ihm behauptet sei Oder der Sinn der Handlung

ist vielmehr dass weil in Wahrheit die Ruhe und Allgemeinheit des seiner selbst

bewussten Wesens nicht der Natur angehört der Schein eines solchen Tuns

hinwegfalle den sich die Natur angemaßt und die Wahrheit hergestellt werde 

Was die Natur an ihm tat ist die Seite von welcher sein Werden zum Allgemeinen

sich als die Bewegung eines Seienden darstellt Sie fällt zwar selbst innerhalb

des sittlichen Gemeinwesens und hat dieses zum Zwecke der Tod ist die

Vollendung und höchste Arbeit welche das Individuum als solches für es

übernimmt Aber insofern es wesentlich einzelnes ist ist es zufällig dass sein

Tod unmittelbar mit seiner Arbeit fürs Allgemeine zusammenhing und Resultat

derselben war teils wenn ers war ist er die natürliche Negativität und die

Bewegung des Einzelnen als Seienden worin das Bewusstsein nicht in sich

zurückkehrt und Selbstbewusstsein wird oder indem die Bewegung des Seienden

diese ist dass es aufgehoben wird und zum Fürsichsein gelangt ist der Tod die

Seite der Entzweiung worin das Fürsichsein das erlangt wird ein Anderes ist

als das Seiende welches in die Bewegung eintrat  Weil die Sittlichkeit der

Geist in seiner unmittelbaren Wahrheit ist so fallen die Seiten in die sein

Bewusstsein auseinandertritt auch in diese Form der Unmittelbarkeit und die

Einzelheit tritt in diese abstrakte Negativität herüber welche ohne Trost und

Versöhnung an sich selbst, sie wesentlich durch eine wirkliche und äußerliche

Handlung empfangen muss  Die Blutsverwandtschaft ergänzt also die abstrakte

natürliche Bewegung dadurch dass sie die Bewegung des Bewusstseins hinzufügt das

Werk der Natur unterbricht und den Blutsverwandten der Zerstörung entreißt oder

besser weil die Zerstörung sein Werden zum reinen Sein notwendig ist selbst

die Tat der Zerstörung über sich nimmt  Es kommt hierdurch zustande dass auch

das tote das allgemeine Sein ein in sich Zurückgekehrtes ein Fürsichsein oder

die kraftlose reine einzelne Einzelheit zur allgemeinen Individualität erhoben

wird Der Tote da er sein Sein von seinem Tun oder negativen Eins freigelassen

ist die leere Einzelheit nur ein passives Sein für Anderes aller niedrigen

vernunftlosen Individualität und den Kräften abstrakter Stoffe preisgegeben

wovon jene um des Lebens willen das sie hat diese um ihrer negativen Natur

willen jetzt mächtiger sind als er Dies ihn entehrende Tun bewusstloser Begierde

und abstrakter Wesen hält die Familie von ihm ab setzt das ihrige an die Stelle

und vermählt den Verwandten dem Schöße der Erde der elementarischen

unvergänglichen Individualität sie macht ihn hierdurch zum Genossen eines

Gemeinwesens welches vielmehr die Kräfte der einzelnen Stoffe und die niedrigen

Lebendigkeiten die gegen ihn frei werden und ihn zerstören wollten überwältigt

und gebunden hält

    Diese letzte Pflicht macht also das vollkommene göttliche Gesetz oder die

positive sittliche Handlung gegen den Einzelnen aus Alles andere Verhältnis

gegen ihn das nicht in der Liebe stehenbleibt sondern sittlich ist gehört dem

menschlichen Gesetze an und hat die negative Bedeutung den Einzelnen über die

Einschließung in das natürliche Gemeinwesen zu erheben dem er als wirklicher

angehört Wenn nun aber schon das menschliche Recht zu seinem Inhalte und Macht

die wirkliche ihrer bewusste sittliche Substanz das ganze Volk hat das

göttliche Recht und Gesetz aber den Einzelnen der jenseits der Wirklichkeit

istso ist er nicht ohne Macht seine Macht ist das abstrakte rein Allgemeine

das elementarische Individuum welches die Individualität die sich von dem

Elemente losreißt und die ihrer bewusste Wirklichkeit des Volks ausmacht in die

reine Abstraktion als in sein Wesen ebenso zurückreißt als es ihr Grund ist 

Wie diese Macht am Volke selbst sich darstellt wird sich noch weiter

entwickeln

    Es gibt nun in dem einen Gesetze wie in dem anderen auch Unterschiede und

Stufen Denn indem beide Wesen das Moment des Bewusstseins an ihnen haben

entfaltet sich innerhalb ihrer selbst der Unterschied was ihre Bewegung und

eigentümliches Leben ausmacht Die Betrachtung dieser Unterschiede zeigt die

Weise der Betätigung und des Selbstbewusstseins der beiden allgemeinen Wesen der

sittlichen Welt sowie ihren Zusammenhang und Übergang ineinander Das

Gemeinwesen das obere und offenbar an der Sonne geltende Gesetz hat seine

wirkliche Lebendigkeit in der Regierung als worin es Individuum ist Sie ist

der in sich reflektierte wirkliche Geist das einfache Selbst der ganzen

sittlichen Substanz Diese einfache Kraft erlaubt dem Wesen zwar in seine

Gliederung sich auszubreiten und jedem Teile Bestehen und eigenes Fürsichsein zu

geben Der Geist hat hieran seine Realität oder sein Dasein und die Familie ist

das Element dieser Realität Aber er ist zugleich die Kraft des Ganzen welche

diese Teile wieder in das negative Eins zusammenfasst ihnen das Gefühl ihrer

Unselbständigkeit gibt und sie in dem Bewusstsein erhält ihr Leben nur im Ganzen

zu haben Das Gemeinwesen mag sich also einerseits in die Systeme der

persönlichen Selbständigkeit und des Eigentums des persönlichen und dinglichen

Rechts organisieren ebenso die Weisen des Arbeitens für die zunächst einzelnen

Zwecke  des Erwerbs und Genusses  zu eigenen Zusammenkünften gliedern und

verselbständigen Der Geist der allgemeinen Zusammenkunft ist die Einfachheit

und das negative Wesen dieser sich isolierenden Systeme Um sie nicht in dieses

Isolieren einwurzeln und festwerden hier durch das Ganze auseinanderfallen und

den Geist verfliegen zu lassen hat die Regierung sie in ihrem Innern von Zeit

zu Zeit durch die Kriege zu erschüttern ihre sich zurechtgemachte Ordnung und

Recht der Selbständigkeit dadurch zu verletzen und zu verwirren den Individuen

aber die sich darin vertiefend vom Ganzen losreißen und dem unverletzbaren

Fürsichsein und der Sicherheit der Person zustreben in jener auferlegten Arbeit

ihren Herrn den Tod zu fühlen zu geben Der Geist wehrt durch diese Auflösung

der Form des Bestehens das Versinken in das natürliche Dasein aus dem sittlichen

ab und erhält und erhebt das Selbst seines Bewusstseins in die Freiheit und in

seine Kraft  Das negative Wesen zeigt sich als die eigentliche Macht des

Gemeinwesens und die Kraft seiner Selbsterhaltung dieses hat also die Wahrheit

und Bekräftigung seiner Macht an dem Wesen des göttlichen Gesetzes und dem

unterirdischen Reiche

    Das göttliche Gesetz das in der Familie waltet hat seinerseits gleichfalls

Unterschiede in sich deren Beziehung die lebendige Bewegung seiner Wirklichkeit

ausmacht Unter den drei Verhältnissen aber des Mannes und der Frau der Eltern

und der Kinder der Geschwister als Bruder und Schwester ist zuerst das

Verhältnis des Mannes und der Frau das unmittelbare SichErkennen des einen

Bewusstseins im andern und das Erkennen des gegenseitigen Anerkanntseins Weil es

das natürliche SichErkennen nicht das sittliche ist ist es nur die

Vorstellung und das Bild des Geistes nicht der wirkliche Geist selbst  Die

Vorstellung oder das Bild hat aber seine Wirklichkeit an einem Anderen als es

ist dies Verhältnis hat daher seine Wirklichkeit nicht an ihm selbst, sondern

an dem Kinde  einem Anderen dessen Werden es ist und worin es selbst

verschwindet und dieser Wechsel der sich fortwälzenden Geschlechter hat seinen

Bestand in dem Volke  Die Pietät des Mannes und der Frau gegeneinander ist

also mit natürlicher Beziehung und mit Empfindung vermischt und ihr Verhältnis

hat seine Rückkehr in sich nicht an ihm selbst; ebenso das zweite die Pietät

der Eltern und Kinder gegeneinander Die der Eltern gegen ihre Kinder ist eben

von dieser Rührung affiziert das Bewusstsein seiner Wirklichkeit in dem Anderen

zu haben und das Fürsichsein in ihm werden zu sehen ohne es zurückzuerhalten

sondern es bleibt eine fremde eigene Wirklichkeit  die der Kinder aber gegen

die Eltern umgekehrt mit der Rührung das Werden seiner selbst oder das Ansich

an einem anderen Verschwindenden zu haben und das Fürsichsein und eigene

Selbstbewusstsein zu erlangen nur durch die Trennung von dem Ursprung  eine

Trennung worin dieser versiegt

    Diese beiden Verhältnisse bleiben innerhalb des Übergehens und der

Ungleichheit der Seiten stehen die an sie verteilt sind  Das unvermischte

Verhältnis aber findet zwischen Bruder und Schwester statt Sie sind dasselbe

Blut das aber in ihnen in seine Ruhe und Gleichgewicht gekommen ist Sie

begehren daher einander nicht noch haben sie dies Fürsichsein eines dem anderen

gegeben noch empfangen sondern sie sind freie Individualität gegeneinander Das

Weibliche hat daher als Schwester die höchste Ahnung des sittlichen Wesens zum

Bewusstsein und der Wirklichkeit desselben kommt es nicht weil das Gesetz der

Familie das ansichseiende innerliche Wesen ist das nicht am Tage des

Bewusstseins liegt sondern innerliches Gefühl und das der Wirklichkeit enthobene

Göttliche bleibt An diese Penaten ist das Weibliche geknüpft welches in ihnen

teils seine allgemeine Substanz teils aber seine Einzelheit anschaut so

jedoch dass diese Beziehung der Einzelheit zugleich nicht die natürliche der

Lust sei  Als Tochter muss nun das Weib die Eltern mit natürlicher Bewegung und

mit sittlicher Ruhe verschwinden sehen denn nur auf Unkosten dieses

Verhältnisses kommt sie zu dem Fürsichsein dessen sie fähig ist sie schaut in

den Eltern also ihr Fürsichsein nicht auf positive Weise an Die Verhältnisse

der Mutter und der Frau aber haben die Einzelheit teils als etwas Natürliches

das der Lust angehört teils als etwas Negatives das nur sein Verschwinden

darin erblickt teils ist sie eben darum etwas Zufälliges das durch eine andere

ersetzt werden kann Im Hause der Sittlichkeit ist es nicht dieser Mann nicht

dieses Kind sondern ein Mann Kinder überhaupt  nicht die Empfindung sondern

das Allgemeine worauf sich diese Verhältnisse des Weibes gründen Der

Unterschied seiner Sittlichkeit von der des Mannes besteht eben darin dass es in

seiner Bestimmung für die Einzelheit und in seiner Lust unmittelbar allgemein

und der Einzelheit der Begierde fremd bleibt dahingegen in dem Manne diese

beiden Seiten auseinandertreten und indem er als Bürger die selbstbewusste Kraft

der Allgemeinheit besitzt erkauft er sich dadurch das Recht der Begierde und

erhält sich zugleich die Freiheit von derselben Indem also in dies Verhältnis

der Frau die Einzelheit eingemischt ist ist seine Sittlichkeit nicht rein

insofern sie aber dies ist ist die Einzelheit gleichgültig und die Frau

entbehrt das Moment sich als dieses Selbst im Anderen zu erkennen  Der Bruder

aber ist der Schwester das ruhige gleiche Wesen überhaupt ihre Anerkennung in

ihm rein und unvermischt mit natürlicher Beziehung die Gleichgültigkeit der

Einzelheit und die sittliche Zufälligkeit derselben ist daher in diesem

Verhältnisse nicht vorhanden sondern das Moment des anerkennenden und

anerkannten einzelnen Selbsts darf hier sein Recht behaupten weil es mit dem

Gleichgewichte des Blutes und begierdeloser Beziehung verknüpft ist Der Verlust

des Bruders ist daher der Schwester unersetzlich und ihre Pflicht gegen ihn die

höchste

    Dies Verhältnis ist zugleich die Grenze an der sich die in sich

beschlossene Familie auflöst und außer sich geht Der Bruder ist die Seite nach

welcher ihr Geist zur Individualität wird die gegen Anderes sich kehrt und in

das Bewusstsein der Allgemeinheit übergeht Der Bruder verlässt diese unmittelbare

elementarische und darum eigentlich negative Sittlichkeit der Familie um die

ihrer selbst bewusste wirkliche Sittlichkeit zu erwerben und hervorzubringen

    Er geht aus dem göttlichen Gesetz in dessen Sphäre er lebte zu dem

menschlichen über Die Schwester aber wird oder die Frau bleibt der Vorstand des

Hauses und die Bewahrerin des göttlichen Gesetzes Auf diese Weise überwinden

die beiden Geschlechter ihr natürliches Wesen und treten in ihrer sittlichen

Bedeutung auf als Verschiedenheiten welche die beiden Unterschiede die die

sittliche Substanz sich gibt unter sich teilen Diese beiden allgemeinen Wesen

der sittlichen Welt haben ihre bestimmte Individualität darum an natürlich

unterschiedenen Selbstbewusstseinen weil der sittliche Geist die unmittelbare

Einheit der Substanz mit dem Selbstbewusstsein ist  eine Unmittelbarkeit

welche also nach der Seite der Realität und des Unterschieds zugleich als das

Dasein eines natürlichen Unterschieds erscheint  Es ist diejenige Seite

welche sich an der Gestalt der sich selbst realen Individualität in dem

Begriffe des geistigen Wesens als ursprünglich bestimmte Natur zeigte Dies

Moment verliert die Unbestimmtheit die es dort noch hat und die zufällige

Verschiedenheit von Anlagen und Fähigkeiten Es ist jetzt der bestimmte

Gegensatz der zwei Geschlechter deren Natürlichkeit zugleich die Bedeutung

ihrer sittlichen Bestimmung erhält

    Der Unterschied der Geschlechter und ihres sittlichen Inhalts bleibt jedoch

in der Einheit der Substanz und seine Bewegung ist eben das bleibende Werden

derselben Der Mann wird vom Familiengeiste in das Gemeinwesen hinausgeschickt

und findet in diesem sein selbstbewusstes Wesen wie die Familie hierdurch in ihm

ihre allgemeine Substanz und Bestehen hat so umgekehrt das Gemeinwesen an der

Familie das formale Element seiner Wirklichkeit und an dem göttlichen Gesetze

seine Kraft und Bewährung Keins von beiden ist allein an und für sich; das

menschliche Gesetz geht in seiner lebendigen Bewegung von dem göttlichen das

auf Erden geltende von dem unterirdischen das bewusste vom bewusstlosen die

Vermittlung von der Unmittelbarkeit aus und geht ebenso dahin zurück wovon es

ausging Die unterirdische Macht dagegen hat auf der Erde ihre Wirklichkeit sie

wird durch das Bewusstsein Dasein und Tätigkeit

    Die allgemeinen sittlichen Wesen sind also die Substanz als Allgemeines und

sie als einzelnes Bewusstsein sie haben das Volk und die Familie zu ihrer

allgemeinen Wirklichkeit den Mann aber und das Weib zu ihrem natürlichen Selbst

und der betätigenden Individualität In diesem Inhalt der sittlichen Welt sehen

wir die Zwecke erreicht welche die vorhergehenden substanzlosen Gestalten des

Bewusstseins sich machten was die Vernunft nur als Gegenstand auffasste ist

Selbstbewusstsein geworden und was dieses nur in ihm selbst hatte als wahre

Wirklichkeit vorhanden  Was die Beobachtung als ein Vorgefundenes wusste an

dem das Selbst keinen Teil hätte ist hier vorgefundene Sitte aber eine

Wirklichkeit die zugleich Tat und Werk des Findenden ist  Der Einzelne die

Lust des Genusses seiner Einzelheit suchend findet sie in der Familie und die

Notwendigkeit worin die Lust vergeht ist sein eigenes Selbstbewusstsein als

Bürgers seines Volks  oder es ist dieses das Gesetz des Herzens als das

Gesetz aller Herzen das Bewusstsein des Selbsts als die anerkannte allgemeine

Ordnung zu wissen es ist die Tugend welche der Früchte ihrer Aufopferung

genießt sie bringt zustande worauf sie geht nämlich das Wesen zur wirklichen

Gegenwart herauszuheben und ihr Genuss ist dies allgemeine Leben  Endlich das

Bewusstsein der Sache selbst wird in der realen Substanz befriedigt die auf eine

positive Weise die abstrakten Momente jener leeren Kategorie enthält und erhält

Sie hat an den sittlichen Mächten einen wahrhaften Inhalt der an die Stelle der

substanzlosen Gebote getreten die die gesunde Vernunft geben und wissen wollte

 sowie hierdurch einen inhaltsvollen an ihm selbst bestimmten Maßstab der

Prüfung nicht der Gesetze sondern dessen was getan wird

    Das Ganze ist ein ruhiges Gleichgewicht aller Teile und jeder Teil ein

einheimischer Geist der seine Befriedigung nicht jenseits seiner sucht sondern

sie in sich darum hat weil er selbst in diesem Gleichgewichte mit dem Ganzen

ist  Dies Gleichgewicht kann zwar nur dadurch lebendig sein dass Ungleichheit

in ihm entsteht und von der Gerechtigkeit zur Gleichheit zurückgebracht wird

Die Gerechtigkeit ist aber weder ein fremdes jenseits sich befindendes Wesen

noch die seiner unwürdige Wirklichkeit einer gegenseitigen Tücke Verrats

Undanks usf die in der Weise des gedankenlosen Zufalls als ein unbegriffener

Zusammenhang und ein bewusstloses Tun und Unterlassen das Gericht vollbrächte

sondern als Gerechtigkeit des menschlichen Rechts welche das aus dem

Gleichgewichte tretende Fürsichsein die Selbständigkeit der Stände und

Individuen in das Allgemeine zurückbringt ist sie die Regierung des Volks

welche die sich gegenwärtige Individualität des allgemeinen Wesens und der

eigene selbstbewusste Willen Aller ist  Die Gerechtigkeit aber welche das über

den Einzelnen übermächtig werdende Allgemeine zum Gleichgewichte zurückbringt

ist ebenso der einfache Geist desjenigen der Unrecht erlitten  nicht zersetzt

in ihn der es erlitten und ein jenseitiges Wesen er selbst ist die

unterirdische Macht und es ist seine Erinnye welche die Rache betreibt denn

seine Individualität sein Blut lebt im Hause fort seine Substanz hat eine

dauernde Wirklichkeit Das Unrecht welches im Reiche der Sittlichkeit dem

Einzelnen zugefügt werden kann ist nur dieses dass ihm rein etwas geschieht

Die Macht welche dies Unrecht an dem Bewusstsein verübt es zu einem reinen

Dinge zu machen ist die Natur es ist die Allgemeinheit nicht des Gemeinwesens

sondern die abstrakte des Seins und die Einzelheit wendet sich in der Auflösung

des erlittenen Unrechts nicht gegen jenes denn von ihm hat es nicht gelitten

sondern gegen dieses Das Bewusstsein des Bluts des Individuums löst dies

Unrecht wie wir gesehen so auf dass was geschehen ist vielmehr ein Werk

wird damit das Sein das Letzte auch ein gewolltes und hiermit erfreulich sei

    Das sittliche Reich ist auf diese Weise in seinem Bestehen eine unbefleckte

durch keinen Zwiespalt verunreinigte Welt Ebenso ist seine Bewegung ein ruhiges

Werden der einen Macht desselben zur anderen so dass jede die andere selbst

erhält und hervorbringt Wir sehen sie zwar in zwei Wesen und deren Wirklichkeit

sich teilen aber ihr Gegensatz ist vielmehr die Bewährung des einen durch das

andere und worin sie sich unmittelbar als wirkliche berühren ihre Mitte und

Element ist die unmittelbare Durchdringung derselben Das eine Extrem der

allgemeine sich bewusste Geist wird mit seinem anderen Extrem seiner Kraft und

seinem Element mit dem bewusstlosen Geiste durch die Individualität des Mannes

zusammengeschlossen Dagegen hat das göttliche Gesetz seine Individualisierung

oder der bewusstlose Geist des Einzelnen sein Dasein an dem Weibe durch welches

als die Mitte er aus seiner Unwirklichkeit in die Wirklichkeit aus dem

Unwissenden und Ungewussten in das bewusste Reich herauftritt Die Vereinigung des

Mannes und des Weibes macht die tätige Mitte des Ganzen und das Element aus

das in diese Extreme des göttlichen und menschlichen Gesetzes entzweit ebenso

ihre unmittelbare Vereinigung ist welche jene beiden ersten Schlüsse zu

demselben Schlüsse macht und die entgegengesetzte Bewegung der Wirklichkeit

hinab zur Unwirklichkeit  des menschlichen Gesetzes das sich in selbständige

Glieder organisiert herunter zur Gefahr und Bewährung des Todes  und des

unterirdischen Gesetzes herauf zur Wirklichkeit des Tages und zum bewussten

Dasein deren jene dem Manne diese dem Weibe zukommt in eine vereinigt

 
 







    Wie aber in diesem Reiche der Gegensatz beschaffen istso ist das

Selbstbewusstsein noch nicht in seinem Rechte als einzelne Individualität

aufgetreten sie gilt in ihm auf der einen Seite nur als allgemeiner Willen auf

der ändern als Blut der Familie dieser Einzelne gilt nur als der unwirkliche

Schatten  Es ist noch keine Tat begangen die Tat aber ist das wirkliche

Selbst  Sie stört die ruhige Organisation und Bewegung der sittlichen Welt

Was in dieser als Ordnung und Übereinstimmung ihrer beiden Wesen erscheint

deren eins das andere bewährt und vervollständigt wird durch die Tat zu einem

Übergange Entgegengesetzter worin jedes sich viel mehr als die Nichtigkeit

seiner selbst und des anderen beweist denn als die Bewährung  es wird zu der

negativen Bewegung oder der ewigen Notwendigkeit des furchtbaren Schicksals

welche das göttliche wie das menschliche Gesetz sowie die beiden

Selbstbewusstseine in denen diese Mächte ihr Dasein haben in den Abgrund

seiner Einfachheit verschlingt  und für uns in das absolute Fürsichsein des

rein einzelnen Selbstbewusstseins übergeht

    Der Grund von dem diese Bewegung aus und auf dem sie vorgeht ist das

Reich der Sittlichkeit aber die Tätigkeit dieser Bewegung ist das

Selbstbewusstsein Als sittliches Bewusstsein ist es die einfache reine Richtung

auf die sittliche Wesenheit oder die Pflicht Keine Willkür und ebenso kein

Kampf keine Unentschiedenheit ist in ihm indem das Geben und das Prüfen der

Gesetze aufgegeben worden sondern die sittliche Wesenheit ist ihm das

unmittelbare Unwankende Widerspruchslose Es gibt daher nicht das schlechte

Schauspiel sich in einer Kollision von Leidenschaft und Pflicht noch das

Komische sich in einer Kollision von Pflicht und Pflicht zu befinden  einer

Kollision die dem Inhalte nach dasselbe ist als die zwischen Leidenschaft und

Pflicht denn die Leidenschaft ist ebenso fähig als Pflicht vorgestellt zu

werden weil die Pflicht wie sich das Bewusstsein aus ihrer unmittelbaren

substantiellen Wesenheit in sich zurückzieht zum FormellAllgemeinen wird in

das jeder Inhalt gleich gut passt wie sich oben ergab Komisch aber ist die

Kollision der Pflichten weil sie den Widerspruch nämlich eines

entgegengesetzten Absoluten also Absolutes und unmittelbar die Nichtigkeit

dieses sogenannten Absoluten oder Pflicht ausdrückt  Das sittliche Bewusstsein

aber weiß was es zu tun hat und ist entschieden es sei dem göttlichen oder

dem menschlichen Gesetze anzugehören Diese Unmittelbarkeit seiner

Entschiedenheit ist ein Ansichsein und hat daher zugleich die Bedeutung eines

natürlichen Seins wie wir gesehen die Natur nicht das Zufällige der Umstände

oder der Wahl teilt das eine Geschlecht dem einen das andere dem anderen

Gesetze zu  oder umgekehrt die beiden sittlichen Mächte selbst geben sich an

den beiden Geschlechtern ihr individuelles Dasein und Verwirklichung

    Hierdurch nun dass einesteils die Sittlichkeit wesentlich in dieser

unmittelbaren Entschiedenheit besteht und darum für das Bewusstsein nur das eine

Gesetz das Wesen ist andernteils dass die sittlichen Mächte in dem Selbst des

Bewusstseins wirklich sind erhalten sie die Bedeutung sich auszuschließen und

sich entgegengesetzt zu sein sie sind in dem Selbstbewusstsein für sich wie sie

im Reiche der Sittlichkeit nur an sich sind Das sittliche Bewusstsein weil es

für eins derselben entschieden ist ist wesentlich Charakter es ist für es

nicht die gleiche Wesenheit beider der Gegensatz erscheint darum als eine

unglückliche Kollision der Pflicht nur mit der rechtlosen Wirklichkeit Das

sittliche Bewusstsein ist als Selbstbewusstsein in diesem Gegensatze und als

solches geht es zugleich darauf dem Gesetze dem es angehört diese

entgegengesetzte Wirklichkeit durch Gewalt zu unterwerfen oder sie zu täuschen

Indem es das Recht nur auf seiner Seite das Unrecht aber auf der ändern sieht

so erblickt von beiden dasjenige welches dem göttlichen Gesetze angehört auf

der ändern Seite menschliche zufällige Gewalttätigkeit das aber dem

menschlichen Gesetze zugeteilt ist auf der ändern den Eigensinn und den

Ungehorsam des innerlichen Fürsichseins denn die Befehle der Regierung sind der

allgemeine am Tage liegende öffentliche Sinn der Wille des anderen Gesetzes

aber ist der unterirdische ins Innere verschlossene Sinn der in seinem Dasein

als Wille der Einzelheit erscheint und im Widerspruche mit dem ersten der Frevel

ist

    Es entsteht hierdurch am Bewusstsein der Gegensatz des gewussten und des

Nichtgewussten wie in der Substanz der des bewussten und bewusstlosen und das

absolute Recht des sittlichen Selbstbewusstseins kommt mit dem göttlichen Rechte

des Wesens in Streit Für das Selbstbewusstsein als Bewusstsein hat die

gegenständliche Wirklichkeit als solche Wesen nach seiner Substanz aber ist es

die Einheit seiner und dieses Entgegengesetzten und das sittliche

Selbstbewusstsein ist das Bewusstsein der Substanz der Gegenstand als dem

Selbstbewusstsein entgegengesetzt hat darum gänzlich die Bedeutung verloren für

sich Wesen zu haben Wie die Sphären worin er nur ein Ding ist längst

verschwunden sind so auch diese Sphären worin das Bewusstsein etwas aus sich

befestigt und ein einzelnes Moment zum Wesen macht Gegen solche Einseitigkeit

hat die Wirklichkeit eine eigene Kraft sie steht mit der Wahrheit im Bunde

gegen das Bewusstsein und stellt diesem erst dar was die Wahrheit ist Das

sittliche Bewusstsein aber hat aus der Schale der absoluten Substanz die

Vergessenheit aller Einseitigkeit des Fürsichseins seiner Zwecke und

eigentümlichen Begriffe getrunken und darum in diesem stygischen Wasser zugleich

alle eigene Wesenheit und selbständige Bedeutung der gegenständlichen

Wirklichkeit ertränkt Sein absolutes Recht ist daher dass es indem es nach dem

sittlichen Gesetze handelt in dieser Verwirklichung nicht irgend etwas anderes

finde als nur die Vollbringung dieses Gesetzes selbst und die Tat nichts anderes

zeige als das sittliche Tun ist  Das Sittliche als das absolute Wesen und

die absolute Macht zugleich kann keine Verkehrung seines Inhalts erleiden Wäre

es nur das absolute Wesen ohne die Macht so könnte es eine Verkehrung durch die

Individualität erfahren aber diese als sittliches Bewusstsein hat mit dem

Aufgeben des einseitigen Fürsichseins dem Verkehren entsagt so wie die bloße

Macht umgekehrt vom Wesen verkehrt werden würde wenn sie noch ein solches

Fürsichsein wäre Um dieser Einheit willen ist die Individualität reine Form der

Substanz die der Inhalt ist und das Tun ist das Übergehen aus dem Gedanken in

die Wirklichkeit nur als die Bewegung eines wesenlosen Gegensatzes dessen

Momente keinen besonderen voneinander verschiedenen Inhalt und Wesenheit haben

Das absolute Recht des sittlichen Bewusstseins ist daher dass die Tat die

Gestalt seiner Wirklichkeit nichts anderes sei als es weiß

    Aber das sittliche Wesen hat sich selbst in zwei Gesetze gespalten und das

Bewusstsein als unentzweites Verhalten zum Gesetze ist nur einem zugeteilt Wie

dies einfache Bewusstsein auf dem absoluten Rechte besteht dass ihm als

sittlichem das Wesen erschienen sei wie es an sich ist, so besteht dieses Wesen

auf dem Rechte seiner Realität oder darauf gedoppeltes zu sein Dies Recht des

Wesens steht aber zugleich dem Selbstbewusstsein nicht gegenüber dass es irgendwo

anders wäre sondern es ist das eigene Wesen des Selbstbewusstseins es hat darin

allein sein Dasein und seine Macht und sein Gegensatz ist die Tat des letzteren

 Denn dieses eben indem es sich als Selbst ist und zur Tat schreitet erhebt

sich aus der einfachen Unmittelbarkeit und setzt selbst die Entzweiung Es gibt

durch die Tat die Bestimmtheit der Sittlichkeit auf die einfache Gewissheit der

unmittelbaren Wahrheit zu sein und setzt die Trennung seiner selbst in sich als

das Tätige und in die gegenüberstehende für es negative Wirklichkeit Es wird

also durch die Tat zur Schuld Denn sie ist sein Tun und das Tun sein eigenstes

Wesen und die Schuld erhält auch die Bedeutung des Verbrechens denn als

einfaches sittliches Bewusstsein hat es sich dem einen Gesetze zugewandt dem

anderen aber abgesagt und verletzt dieses durch seine Tat  Die Schuld ist

nicht das gleichgültige doppelsinnige Wesen dass die Tat wie sie wirklich am

Tage liegt Tun ihres Selbsts sein könne oder auch nicht als ob mit dem Tun

sich etwas Äußerliches und Zufälliges verknüpfen könnte das dem Tun nicht

angehörte von welcher Seite das Tun also unschuldig wäre Sondern das Tun ist

selbst diese Entzweiung sich für sich und diesem gegenüber eine fremde

äußerliche Wirklichkeit zu setzen dass eine solche ist gehört dem Tun selbst an

und ist durch dasselbe Unschuldig ist daher nur das Nichttun wie das Sein eines

Steines nicht einmal eines Kindes  Dem Inhalte nach aber hat die sittliche

Handlung das Moment des Verbrechens an ihr weil sie die natürliche Verteilung

der beiden Gesetze an die beiden Geschlechter nicht aufhebt sondern vielmehr

als unentzweite Richtung auf das Gesetz innerhalb der natürlichen

Unmittelbarkeit bleibt und als Tun diese Einseitigkeit zur Schuld macht nur die

eine der Seiten des Wesens zu ergreifen und gegen die andere sich negativ zu

verhalten dh sie zu verletzen Wohin in dem allgemeinen sittlichen Leben

Schuld und Verbrechen Tun und Handeln fällt wird nachher bestimmter

ausgedrückt werden es erhellt unmittelbar soviel dass es nicht dieser Einzelne

ist der handelt und schuldig ist denn er als dieses Selbst ist nur der

unwirkliche Schatten oder er ist nur als allgemeines Selbst und die

Individualität rein das formale Moment des Tuns überhaupt und der Inhalt sind

die Gesetze und Sitten und bestimmt für den Einzelnen die seines Standes er

ist die Substanz als Gattung die durch ihre Bestimmtheit zwar zur Art wird

aber die Art bleibt zugleich das Allgemeine der Gattung Das Selbstbewusstsein

steigt innerhalb des Volkes vom Allgemeinen nur bis zur Besonderheit nicht bis

zur einzelnen Individualität herab welche ein ausschließendes Selbst eine sich

negative Wirklichkeit in seinem Tun setzt sondern seinem Handeln liegt das

sichere Vertrauen zum Ganzen zugrunde worin sich nichts Fremdes keine Furcht

noch Feindschaft einmischt

    Die entwickelte Natur des wirklichen Handelns erfährt nun das sittliche

Selbstbewusstsein an seiner Tat ebensowohl wenn es dem göttlichen als wenn es

dem menschlichen Gesetze sich ergab Das ihm offenbare Gesetz ist im Wesen mit

dem entgegengesetzten verknüpft das Wesen ist die Einheit beider die Tat aber

hat nur das eine gegen das andere ausgeführt Aber im Wesen mit diesem

verknüpft ruft die Erfüllung des einen das andere hervor und wozu die Tat es

machte als ein verletztes und nun feindliches Rache forderndes Wesen Dem

Handeln liegt nur die eine Seite des Entschlusses überhaupt an dem Tage er ist

aber an sich das Negative das ein ihm Anderes ein ihm der das Wissen ist

Fremdes gegenüberstellt Die Wirklichkeit hält daher die andere dem Wissen

fremde Seite in sich verborgen und zeigt sich dem Bewusstsein nicht wie sie an

und für sich ist,  dem Sohne nicht den Vater in seinem Beleidiger den er

erschlägt  nicht die Mutter in der Königin die er zum Weibe nimmt Dem

sittlichen Selbstbewusstsein stellt auf diese Weise eine lichtscheue Macht nach

welche erst wenn die Tat geschehen hervorbricht und es bei ihr ergreift denn

die vollbrachte Tat ist der aufgehobene Gegensatz des wissenden Selbsts und der

ihm gegenüberstehenden Wirklichkeit Das Handelnde kann das Verbrechen und seine

Schuld nicht verleugnen die Tat ist dieses das Unbewegte zu bewegen und das

nur erst in der Möglichkeit Verschlossene hervorzubringen und hiermit das

Unbewusste dem bewussten das Nichtseiende dem Sein zu verknüpfen In dieser

Wahrheit tritt also die Tat an die Sonne  als ein solches worin ein bewusstes

einem Unbewussten das Eigene einem Fremden verbunden ist als das entzweite

Wesen dessen andere Seite das Bewusstsein und auch als die seinige erfährt

aber als die von ihm verletzte und feindlich erregte Macht

    Es kann sein dass das Recht welches sich im Hinterhalte hielt nicht in

seiner eigentümlichen Gestalt für das handelnde Bewusstsein sondern nur an sich

in der inneren Schuld des Entschlusses und des Handelns vorhanden ist Aber das

sittliche Bewusstsein ist vollständiger seine Schuld reiner wenn es das Gesetz

und die Macht vorher kennt der es gegenübertritt sie für Gewalt und Unrecht

für eine sittliche Zufälligkeit nimmt und wissentlich wie Antigone das

Verbrechen begeht Die vollbrachte Tat verkehrt seine Ansicht die Vollbringung

spricht es selbst aus dass was sittlich ist wirklich sein müsse denn die

Wirklichkeit des Zwecks ist der Zweck des Handelns Das Handeln spricht gerade

die Einheit der Wirklichkeit und der Substanz aus es spricht aus dass die

Wirklichkeit dem Wesen nicht zufällig ist sondern mit ihm im Bunde keinem

gegeben wird das nicht wahres Recht ist Das sittliche Bewusstsein muss sein

Entgegengesetztes um dieser Wirklichkeit willen und um seines Tuns willen als

die seinige es muss seine Schuld anerkennen

    

    

 weil wir leiden anerkennen wir dass wir gefehlt

 

Dies Anerkennen drückt den aufgehobenen Zwiespalt des sittlichen Zweckes und der

Wirklichkeit es drückt die Rückkehr zur sittlichen Gesinnung aus die weiß dass

nichts gilt als das Rechte Damit aber gibt das Handelnde seinen Charakter und

die Wirklichkeit seines Selbsts auf und ist zugrunde gegangen Sein Sein ist

dieses seinem sittlichen Gesetze als seiner Substanz anzugehören in dem

Anerkennen des Entgegengesetzten hat dies aber aufgehört ihm Substanz zu sein

und statt seiner Wirklichkeit hat es die Unwirklichkeit die Gesinnung

erreicht  Die Substanz erscheint zwar an der Individualität als das Pathos

derselben und die Individualität als das was sie belebt und daher über ihr

steht aber sie ist ein Pathos das zugleich sein Charakter ist die sittliche

Individualität ist unmittelbar und an sich eins mit diesem seinem Allgemeinen

sie hat ihre Existenz nur in ihm und vermag den Untergang den diese sittliche

Macht durch die entgegengesetzte leidet nicht zu überleben

Sie hat aber dabei die Gewissheit dass diejenige Individualität deren Pathos

diese entgegengesetzte Macht ist nicht mehr Übel erleidet als sie zugefügt

Die Bewegung der sittlichen Mächte gegeneinander und der sie in Leben und

Handlung setzenden Individualitäten hat nur darin ihr wahres Ende erreicht dass

beide Seiten denselben Untergang erfahren Denn keine der Mächte hat etwas vor

der anderen voraus um wesentlicheres Moment der Substanz zu sein Die gleiche

Wesentlichkeit und das gleichgültige Bestehen beider nebeneinander ist ihr

selbstloses Sein in der Tat sind sie als Selbstwesen aber ein verschiedenes

was der Einheit des Selbsts widerspricht und ihre Rechtlosigkeit und notwendigen

Untergang ausmacht Der Charakter gehört ebenso teils nach seinem Pathos oder

Substanz nur der einen an teils ist nach der Seite des Wissens der eine wie der

andere in ein bewusstes und Unbewusstes entzweit und indem jeder selbst diesen

Gegensatz hervorruft und durch die Tat auch das Nichtwissen sein Werk ist setzt

er sich in die Schuld die ihn verzehrt Der Sieg der einen Macht und ihres

Charakters und das Unterliegen der ändern Seite wäre also nur der Teil und das

unvollendete Werk das unaufhaltsam zum Gleichgewichte beider fortschreitet

Erst in der gleichen Unterwerfung beider Seiten ist das absolute Recht

vollbracht und die sittliche Substanz als die negative Macht welche beide

Seiten verschlingt oder das allmächtige und gerechte Schicksal aufgetreten

Werden beide Mächte nach ihrem bestimmten Inhalte und dessen Individualisation

genommen so bietet sich das Bild ihres gestalteten Widerstreits nach seiner

formellen Seite als der Widerstreit der Sittlichkeit und des Selbstbewusstseins

mit der bewusstlosen Natur und einer durch sie vorhandenen Zufälligkeit diese

hat ein Recht gegen jenes weil es nur der wahre Geist nur in unmittelbarer

Einheit mit seiner Substanz ist und seinem Inhalte nach als der Zwiespalt des

göttlichen und menschlichen Gesetzes dar  Der Jüngling tritt aus dem

bewusstlosen Wesen aus dem Familiengeiste und wird die Individualität des

Gemeinwesens dass er aber der Natur der er sich entriss noch angehöre erweist

sich so dass er in der Zufälligkeit zweier Brüder heraustritt welche mit

gleichem Rechte sich desselben bemächtigen die Ungleichheit der früheren und

späteren Geburt hat für Sie die in das sittliche Wesen eintreten als

Unterschied der Natur keine Bedeutung Aber die Regierung als die einfädle

Seele oder das Selbst des Volksgeistes verträgt nicht eine Zweiheit der

Individualität und der sittlichen Notwendigkeit dieser Einheit tritt die Natur

als der Zufall der Mehrheit gegenüber auf Diese beiden werden darum uneins und

ihr gleiches Recht an die Staatsgewalt zertrümmert beide die gleiches Unrecht

haben Menschlicherweise angesehen hat derjenige das Verbrechen begangen

welcher nicht im Besitze das Gemeinwesen an dessen Spitze der andere stand

angreift derjenige dagegen hat das Recht auf seiner Seite welcher den anderen

nur als Einzelnen abgelöst von dem Gemeinwesen zu fassen wusste und in dieser

Machtlosigkeit vertrieb er hat nur das Individuum als solches nicht jenes

nicht das Wesen des menschlichen Rechts angetastet Das von der leeren

Einzelheit angegriffene und verteidigte Gemeinwesen erhält sich und die Brüder

finden beide ihren wechselseitigen Untergang durch einander denn die

Individualität welche an ihr Fürsichsein die Gefahr des Ganzen knüpft hat sich

selbst vom Gemeinwesen ausgestoßen und löst sich in sich auf Den einen aber

der auf seiner Seite sich fand wird es ehren den anderen hingegen der schon

auf den Mauern seine Verwüstung aussprach wird die Regierung die

wiederhergestellte Einfachheit des Selbsts des Gemeinwesens um die letzte Ehre

bestrafen wer an dem höchsten Geiste des Bewusstseins der Gemeine sich zu

vergreifen kam muss der Ehre seines ganzen vollendeten Wesens der Ehre des

abgeschiedenen Geistes beraubt werden

Aber wenn so das Allgemeine die reine Spitze seiner Pyramide leicht abstößt und

über das sich empörende Prinzip der Einzelheit die Familie zwar den Sieg

davonträgt so hat es sich dadurch mit dem göttlichen Gesetze der seiner selbst

bewusste Geist sich mit dem bewusstlosen nur in Kampf eingelassen denn dieser ist

die andere wesentliche und darum von jener unzerstörte und nur beleidigte Macht

Er hat aber gegen das gewalthabende am Tage liegende Gesetz seine Hilfe zur

wirklichen Ausführung nur an dem blutlosen Schatten Als das Gesetz der Schwäche

und der Dunkelheit unterliegt er daher zunächst dem Gesetze des Tages und der

Kraft denn jene Gewalt gilt unten nicht auf Erden Allein das Wirkliche das

dem Innerlichen seine Ehre und Macht genommen hat damit sein Wesen aufgezehrt

Der offenbare Geist hat die Wurzel seiner Kraft in der Unterwelt die ihrer

selbst sichere und sich versichernde Gewissheit des Volks hat die Wahrheit ihres

Alle in Eins bindenden Eides nur in der bewusstlosen und stummen Substanz Aller

in den Wässern der Vergessenheit Hierdurch verwandelt sich die Vollbringung des

offenbaren Geistes in das Gegenteil und er erfährt dass sein höchstes Recht das

höchste Unrecht sein Sieg vielmehr sein eigener Untergang ist Der Tote dessen

Recht gekränkt ist weiß darum für seine Rache Werkzeuge zu finden welche von

gleicher Wirklichkeit und Gewalt sind mit der Macht die ihn verletzt Diese

Mächte sind andere Gemeinwesen deren Altäre die Hunde oder Vögel mit der Leiche

besudelten welche nicht durch die ihr gebührende Zurückgabe an das

elementarische Individuum in die bewusstlose Allgemeinheit erhoben sondern über

der Erde im Reiche der Wirklichkeit geblieben ist und als die Kraft des

göttlichen Gesetzes nun eine selbstbewusste wirkliche Allgemeinheit erhält Sie

machen sich feindlich auf und zerstören das Gemeinwesen das seine Kraft die

Pietät der Familie entehrt und zerbrochen hat

In dieser Vorstellung hat die Bewegung des menschlichen und göttlichen Gesetzes

den Ausdruck ihrer Notwendigkeit an Individuen an denen das Allgemeine als ein

Pathos und die Tätigkeit der Bewegung als individuelles Tun erscheint welches

der Notwendigkeit derselben den Schein der Zufälligkeit gibt Aber die

Individualität und das Tun macht das Prinzip der Einzelheit überhaupt aus das

in seiner reinen Allgemeinheit das innere göttliche Gesetz genannt wurde Als

Moment des offenbaren Gemeinwesens hat es nicht nur jene unterirdische oder in

seinem Dasein äußerliche Wirksamkeit sondern ein ebenso offenbares an dem

wirklichen Volke wirkliches Dasein und Bewegung In dieser Form genommen erhält

das was als einfache Bewegung des individualisierten Pathos vorgestellt wurde

ein anderes Aussehen und das Verbrechen und die dadurch begründete Zerstörung

des Gemeinwesens die eigentliche Form ihres Daseins  Das menschliche Gesetz

also in seinem allgemeinen Dasein das Gemeinwesen in seiner Betätigung

überhaupt die Männlichkeit in seiner wirklichen Betätigung die Regierung ist

bewegt und erhält sich dadurch dass es die Absonderung der Penaten oder die

selbständige Vereinzelung in Familien welchen die Weiblichkeit vorsteht in

sich aufzehrt und sie in der Kontinuität seiner Flüssigkeit aufgelöst erhält

Die Familie ist aber zugleich überhaupt sein Element das einzelne Bewusstsein

allgemeiner betätigender Grund Indem das Gemeinwesen sich nur durch die Störung

der Familienglückseligkeit und die Auflösung des Selbstbewusstseins in das

allgemeine sein Bestehen gibt erzeugt es sich an dem was es unterdrückt und

was ihm zugleich wesentlich ist an der Weiblichkeit überhaupt seinen inneren

Feind Diese  die ewige Ironie des Gemeinwesens  verändert durch die Intrige

den allgemeinen Zweck der Regierung in einen Privatzweck verwandelt ihre

allgemeine Tätigkeit in ein Werk dieses bestimmten Individuums und verkehrt das

allgemeine Eigentum des Staats zu einem Besitz und Putz der Familie Sie macht

hierdurch die ernsthafte Weisheit des reifen Alters das der Einzelheit  der

Lust und dem Genüsse sowie der wirklichen Tätigkeit  abgestorben nur das

Allgemeine denkt und besorgt zum Spotte für den Mutwillen der unreifen Jugend

und zur Verachtung für ihren Enthusiasmus erhebt überhaupt die Kraft der Jugend

zum Geltenden des Sohnes an dem die Mutter ihren Herrn geboren des Bruders

an dem die Schwester den Mann als ihresgleichen hat des Jünglings durch den

die Tochter ihrer Unselbständigkeit entnommen den Genuss und die Würde der

Frauenschaft erlangt  Das Gemeinwesen kann sich aber nur durch Unterdrückung

dieses Geistes der Einzelheit erhalten und weil er wesentliches Moment ist

erzeugt es ihn zwar ebenso und zwar durch die unterdrückende Haltung gegen

denselben als ein feindseliges Prinzip Dieses würde jedoch da es vom

allgemeinen Zwecke sich trennend nur böse und in sich nichtig ist nichts

vermögen wenn nicht das Gemeinwesen selbst die Kraft der Jugend die

Männlichkeit welche nicht reif noch innerhalb der Einzelheit steht als die

Kraft des Ganzen anerkennte Denn es ist ein Volk es ist selbst Individualität

und wesentlich nur so für sich dass andere Individualitäten für es sind dass es

sie von sich ausschließt und sich unabhängig von ihnen weiß Die negative Seite

des Gemeinwesens nach innen die Vereinzelung der Individuen unterdrückend nach

außen aber selbsttätig hat an der Individualität seine Waffen Der Krieg ist

der Geist und die Form worin das wesentliche Moment der sittlichen Substanz

die absolute Freiheit des sittlichen Selbstwesens von allem Dasein in ihrer

Wirklichkeit und Bewährung vorhanden ist Indem er einerseits den einzelnen

Systemen des Eigentums und der persönlichen Selbständigkeit wie auch der

einzelnen Persönlichkeit selbst die Kraft des Negativen zu fühlen gibt erhebt

andererseits in ihm eben dies negative Wesen sich als das Erhaltende des Ganzen

der tapfere Jüngling an welchem die Weiblichkeit ihre Lust hat das

unterdrückte Prinzip des Verderbens tritt an den Tag und ist das Geltende Nun

ist es die natürliche Kraft und das was als Zufall des Glücks erscheint welche

über das Dasein des sittlichen Wesens und die geistige Notwendigkeit

entscheiden weil auf Stärke und Glück das Dasein des sittlichen Wesens beruht

so ist schon entschieden dass es zugrunde gegangen  Wie vorhin nur Penaten im

Volksgeiste so gehen die lebendigen Volksgeister durch ihre Individualität

jetzt in einem allgemeinen Gemeinwesen zugrunde dessen einfache Allgemeinheit

geistlos und tot und dessen Lebendigkeit das einzelne Individuum als Einzelnes

ist Die sittliche Gestalt des Geistes ist verschwunden und es tritt eine

andere an ihre Stelle

Dieser Untergang der sittlichen Substanz und ihr Übergang in eine andere Gestalt

ist also dadurch bestimmt dass das sittliche Bewusstsein auf das Gesetz

wesentlich unmittelbar gerichtet ist in dieser Bestimmung der Unmittelbarkeit

liegt dass in die Handlung der Sittlichkeit die Natur überhaupt hereinkommt

Ihre Wirklichkeit offenbart nur den Widerspruch und den Keim des Verderbens den

die schöne Einmütigkeit und das ruhige Gleichgewicht des sittlichen Geistes eben

an dieser Ruhe und Schönheit selbst hat denn die Unmittelbarkeit hat die

widersprechende Bedeutung die bewusstlose Ruhe der Natur und die selbstbewusste

unruhige Ruhe des Geistes zu sein  Um dieser Natürlichkeit willen ist

überhaupt dieses sittliche Volk eine durch die Natur bestimmte und daher

beschränkte Individualität und findet also ihre Aufhebung an einer anderen

Indem aber diese Bestimmtheit die im Dasein gesetzt Beschränkung aber ebenso

das Negative überhaupt und das Selbst der Individualität ist verschwindet ist

das Leben des Geistes und diese in allen ihrer selbst bewusste Substanz verloren

Sie tritt als eine formelle Allgemeinheit an ihnen heraus ist ihnen nicht mehr

als lebendiger Geist inwohnend sondern die einfache Gediegenheit ihrer

Individualität ist in viele Punkte zersprungen

 



                      



    Die allgemeine Einheit in welche die lebendige unmittelbare Einheit der

Individualität und der Substanz zurückgeht ist das geistlose Gemeinwesen das

aufgehört hat die selbst bewusstlose Substanz der Individuen zu sein und worin

sie jetzt nach ihrem einzelnen Fürsichsein als Selbstwesen und Substanzen

gelten Das Allgemeine in die Atome der absolut vielen Individuen zersplittert

dieser gestorbene Geist ist eine Gleichheit worin Alle als Jede als Personen

gelten Was in der Welt der Sittlichkeit das verborgene göttliche Gesetz genannt

wurde ist in der Tat aus seinem Innern in die Wirklichkeit getreten in jener

galt und war der Einzelne wirklich nur als das allgemeine Blut der Familie Als

dieser Einzelne war er der selbstlose abgeschiedene Geist nun aber ist er aus

seiner Unwirklichkeit hervorgetreten Weil die sittliche Substanz nur der wahre

Geist ist darum geht er in die Gewissheit seiner selbst zurück jene ist er als

das positive Allgemeine aber seine Wirklichkeit ist negatives allgemeines

Selbst zu sein  Wir sahen die Mächte und die Gestalten der sittlichen Welt in

der einfachen Notwendigkeit des leeren Schicksals versinken Diese ihre Macht

ist die in ihre Einfachheit sich reflektierende Substanz aber das in sich

reflektierende absolute Wesen eben jene Notwendigkeit des leeren Schicksals

ist nichts anderes als das Ich des Selbstbewusstseins

    Dieses gilt hiermit nunmehr als das an und für sich seiende Wesen dies

Anerkanntsein ist seine Substantialität aber sie ist die abstrakte

Allgemeinheit weil ihr Inhalt dieses spröde Selbst nicht das in der Substanz

aufgelöste ist

    Die Persönlichkeit ist also hier aus dem Leben der sittlichen Substanz

herausgetreten sie ist die wirklich geltende Selbständigkeit des Bewusstseins

Der unwirkliche Gedanke derselben der sich durch Verzichttun auf die

Wirklichkeit wird ist früher als stoisches Selbstbewusstsein vorgekommen wie

dieses aus der Herrschaft und Knechtschaft als dem unmittelbaren Dasein des

Selbstbewusstseins so ist die Persönlichkeit aus dem unmittelbaren Geiste der

der allgemeine herrschende Wille Aller und ebenso ihr dienender Gehorsam ist

hervorgegangen Was dem Stoizismus nur in der Abstraktion das Ansich war ist

nun wirkliche Welt Er ist nichts anderes als das Bewusstsein welches das

Prinzip des Rechtszustandes die geistlose Selbständigkeit auf seine abstrakte

Form bringt durch seine Flucht aus der Wirklichkeit erreichte es nur den

Gedanken der Selbständigkeit es ist absolut für sich dadurch dass es sein Wesen

nicht an irgendein Dasein knüpft sondern jedes Dasein aufgeben will und sein

Wesen allein in die Einheit des reinen Denkens setzt Auf dieselbe Weise ist das

Recht der Person weder an ein reicheres oder mächtigeres Dasein des Individuums

als eines solchen noch auch an einen allgemeinen lebendigen Geist geknüpft

sondern vielmehr an das reine Eins seiner abstrakten Wirklichkeit oder an es als

Selbstbewusstsein überhaupt

    Wie nun die abstrakte Selbständigkeit des Stoizismus ihre Verwirklichung

darstellte so wird auch diese letztere die Bewegung jener ersten wiederholen

Jene geht in die skeptische Verwirrung des Bewusstseins über in eine Faselei des

Negativen welche gestaltlos von einer Zufälligkeit des Seins und Gedankens zur

ändern irrt sie zwar in der absoluten Selbständigkeit auflöst aber ebensosehr

wieder erzeugt und in der Tat nur der Widerspruch der Selbständigkeit und

Unselbständigkeit des Bewusstseins ist  Ebenso ist die persönliche

Selbständigkeit des Rechts vielmehr diese gleiche allgemeine Verwirrung und

gegenseitige Auflösung Denn was als das absolute Wesen gilt ist das

Selbstbewusstsein als das reine leere Eins der Person Gegen diese leere

Allgemeinheit hat die Substanz die Form der Erfüllung und des Inhalts und

dieser ist nun völlig freigelassen und ungeordnet denn der Geist ist nicht mehr

vorhanden der ihn unterjochte und in seiner Einheit zusammenhielt   Dies

leere Eins der Person ist daher in seiner Realität ein zufälliges Dasein und

wesenloses Bewegen und Tun welches zu keinem Bestand kommt Wie der

Skeptizismus ist der Formalismus des Rechts also durch seinen Begriff ohne

eigentümlichen Inhalt findet ein mannigfaltiges Bestehen den Besitz vor und

drückt ihm dieselbe abstrakte Allgemeinheit wodurch er Eigentum heißt auf wie

jener Wenn aber die so bestimmte Wirklichkeit im Skeptizismus Schein überhaupt

heißt und nur einen negativen Wert hat so hat sie im Rechte einen positiven

Jener negative Wert besteht darin dass das Wirkliche die Bedeutung des Selbsts

als Denkens als des an sich Allgemeinen hat dieser positive aber darin dass es

Mein in der Bedeutung der Kategorie als ein anerkanntes und wirkliches Gelten

ist  Beides ist dasselbe abstrakte Allgemeine der wirkliche Inhalt oder die

Bestimmtheit des Meinen  es sei nun eines äußerlichen Besitzes oder auch des

inneren Reichtums oder Armut des Geistes und Charakters  ist nicht in dieser

leeren Form enthalten und geht sie nichts an Er gehört also einer eigenen Macht

an die ein anderes als das FormalAllgemeine die der Zufall und die Willkür

istDas Bewusstsein des Rechts erfährt darum in seinem wirklichen Gelten selbst

vielmehr den Verlust seiner Realität und seine vollkommene Unwesentlichkeit und

ein Individuum als eine Person bezeichnen ist Ausdruck der Verachtung

    Die freie Macht des Inhalts bestimmt sich so dass die Zerstreuung in die

absolute Vielheit der persönlichen Atome durch die Natur dieser Bestimmtheit

zugleich in einen ihnen fremden und ebenso geistlosen Punkt gesammelt ist der

einesteils gleich der Sprödigkeit ihrer Personalität rein einzelne Wirklichkeit

ist aber im Gegensatze gegen ihre leere Einzelheit zugleich die Bedeutung alles

Inhalts dadurch des realen Wesens für sie hat und gegen ihre vermeinte

absolute an sich aber wesenlose Wirklichkeit die allgemeine Macht und absolute

Wirklichkeit ist Dieser Herr der Welt ist sich auf diese Weise die absolute

zugleich alles Dasein in sich befassende Person für deren Bewusstsein kein

höherer Geist existiert Er ist Person aber die einsame Person welche allen

gegenübergetreten diese Alle machen die geltende Allgemeinheit der Person aus

denn das Einzelne als solches ist wahr nur als allgemeine Vielheit der

Einzelheit von dieser abgetrennt ist das einsame Selbst in der Tat das

unwirkliche kraftlose Selbst  Zugleich ist es das Bewusstsein des Inhalts der

jener allgemeinen Persönlichkeit gegenübergetreten ist Dieser Inhalt aber von

seiner negativen Macht befreit ist das Chaos der geistigen Mächte die

entfesselt als elementarische Wesen in wilder Ausschweifung sich gegeneinander

toll und zerstörend bewegen ihr kraftloses Selbstbewusstsein ist die machtlose

Umschließung und der Boden ihres Tumultes Sich so als den Inbegriff aller

wirklichen Mächte wissend ist dieser Herr der Welt das ungeheure

Selbstbewusstsein das sich als den wirklichen Gott weiß indem er aber nur das

formale Selbst ist das sie nicht zu bändigen vermag ist seine Bewegung und

Selbstgenuss die ebenso ungeheure Ausschweifung

    Der Herr der Welt hat das wirkliche Bewusstsein dessen was er ist der

allgemeinen Macht der Wirklichkeit in der zerstörenden Gewalt die er gegen das

ihm gegenüberstehende Selbst seiner Untertanen ausübt Denn seine Macht ist

nicht die Einigkeit des Geistes worin die Personen ihr eigenes Selbstbewusstsein

erkennten vielmehr sind sie als Personen für sich und schließen die Kontinuität

mit anderen aus der absoluten Sprödigkeit ihrer Punktualität aus sie sind also

in einem nur negativen Verhältnisse wie zueinander so zu ihm der ihre Beziehung

oder Kontinuität ist Als diese Kontinuität ist er das Wesen und der Inhalt

ihres Formalismus aber der ihnen fremde Inhalt und das feindliche Wesen

welches gerade dasjenige was für sie als ihr Wesen gilt das inhaltsleere

Fürsichsein vielmehr aufhebt  und als die Kontinuität ihrer Persönlichkeit

eben diese zerstört Die rechtliche Persönlichkeit erfährt also indem der ihr

fremde Inhalt sich in ihr geltend macht  und er macht sich in ihnen geltend

weil er ihre Realität ist  vielmehr ihre Substanzlosigkeit Das zerstörende

Wühlen in diesem wesenlosen Boden gibt sich dagegen das Bewusstsein seiner

Allherrschaft aber dieses Selbst ist bloßes Verwüsten daher nur außer sich und

vielmehr das Wegwerfen seines Selbstbewusstseins

    So ist die Seite beschaffen in welcher das Selbstbewusstsein als absolutes

Wesen wirklich ist Das aus dieser Wirklichkeit aber in sich zurückgetriebene

Bewusstsein denkt diese seine Unwesenheit wir sahen früher die stoische

Selbständigkeit des reinen Denkens durch den Skeptizismus hindurchgehen und in

dem unglücklichen Bewusstsein ihre Wahrheit finden  die Wahrheit welche

Bewandtnis es mit seinem Anundfürsichsein hat Wenn dies Wissen damals nur als

die einseitige Ansicht des Bewusstseins als eines solchen erschien so ist hier

ihre wirkliche Wahrheit eingetreten Sie besteht darin dass dies allgemeine

Gelten des Selbstbewusstseins die ihm entfremdete Realität ist Dies Gelten ist

die allgemeine Wirklichkeit des Selbsts aber sie ist unmittelbar ebenso die

Verkehrung sie ist der Verlust seines Wesens  Die in der sittlichen Welt

nicht vorhandene Wirklichkeit des Selbsts ist durch ihr Zurückgehen in die

Person gewonnen worden was in jener einig war tritt nun entwickelt aber sich

entfremdet auf

 
 






    Die sittliche Substanz erhielt den Gegensatz in ihr einfaches Bewusstsein

eingeschlossen und dieses in unmittelbarer Einheit mit seinem Wesen Das Wesen

hat darum die einfache Bestimmtheit des Seins für das Bewusstsein das

unmittelbar darauf gerichtet und dessen Sitte es ist weder gilt das Bewusstsein

sich als dieses ausschließende Selbst noch hat die Substanz die Bedeutung eines

aus ihm ausgeschlossenen Daseins mit dem es sich nur durch die Entfremdung

seiner selbst eins zu setzen und sie zugleich hervorzubringen hätte Aber

derjenige Geist dessen Selbst das absolut diskrete ist hat seinen Inhalt sich

als eine ebenso harte Wirklichkeit gegenüber und die Welt hat hier die

Bestimmung ein Äußerliches das Negative des Selbstbewusstseins zu sein Aber

diese Welt ist geistiges Wesen sie ist an sich die Durchdringung des Seins und

der Individualität dies ihr Dasein ist das Werk des Selbstbewusstseins aber

ebenso eine unmittelbar vorhandene ihm fremde Wirklichkeit welche

eigentümliches Sein hat und worin es sich nicht erkennt Sie ist das äußerliche

Wesen und der freie Inhalt des Rechts aber diese äußerliche Wirklichkeit

welche der Herr der Welt des Rechts in sich befasst ist nicht nur dieses

zufällig für das Selbst vorhandene elementarische Wesen sondern sie ist seine

aber nicht positive Arbeit  vielmehr seine negative Sie erhält ihr Dasein

durch die eigene Entäußerung und Entwesung des Selbstbewusstseins welche ihm in

der Verwüstung die in der Welt des Rechts herrscht die äußerliche Gewalt der

losgebundenen Elemente anzutun scheint Diese für sich sind nur das reine

Verwüsten und die Auflösung ihrer selbst diese Auflösung aber dies ihr

negatives Wesen ist eben das Selbst es ist ihr Subjekt ihr Tun und Werden

Dies Tun und Werden aber wodurch die Substanz wirklich wird ist die

Entfremdung der Persönlichkeit denn das unmittelbar dh ohne Entfremdung an

und für sich geltende Selbst ist ohne Substanz und das Spiel jener tobenden

Elemente seine Substanz ist also seine Entäußerung selbst und die Entäußerung

ist die Substanz oder die zu einer Welt sich ordnenden und sich dadurch

erhaltenden geistigen Mächte

    Die Substanz ist auf diese Weise Geist selbstbewusste Einheit des Selbsts

und des Wesens aber beides hat auch die Bedeutung der Entfremdung füreinander

Er ist Bewusstsein einer für sich freien gegenständlichen Wirklichkeit diesem

Bewusstsein aber steht jene Einheit des Selbsts und des Wesens gegenüber dem

wirklichen das reine Bewusstsein Einerseits geht das wirkliche Selbstbewusstsein

durch seine Entäußerung in die wirkliche Welt über und diese in jenes zurück

andererseits aber ist eben diese Wirklichkeit sowohl die Person wie die

Gegenständlichkeit aufgehoben sie sind rein allgemeine Diese ihre Entfremdung

ist das reine Bewusstsein oder das Wesen Die Gegenwart hat unmittelbar den

Gegensatz an ihrem Jenseits das ihr Denken und Gedachtsein sowie dies am

Diesseits das seine ihm entfremdete Wirklichkeit ist

    Dieser Geist bildet sich daher nicht nur eine Welt sondern eine gedoppelte

getrennte und entgegengesetzte aus  Die Welt des sittlichen Geistes ist seine

eigene Gegenwart und daher ist jede Macht derselben in dieser Einheit und

insofern beide sich unterscheiden im Gleichgewichte mit dem Ganzen Nichts hat

die Bedeutung des Negativen des Selbstbewusstseins selbst der abgeschiedene

Geist ist im Blute der Verwandtschaft im Selbst der Familie gegenwärtig und

die allgemeine Macht der Regierung ist der Wille das Selbst des Volks Hier

aber bedeutet das Gegenwärtige nur gegenständliche Wirklichkeit die ihr

Bewusstsein jenseits hat jedes einzelne Moment als Wesen empfängt dies und damit

die Wirklichkeit von einem Anderen und insofern es wirklich ist ist sein Wesen

ein Anderes als seine Wirklichkeit Nichts hat einen in ihm selbst gegründeten

und inwohnenden Geist sondern ist außer sich in einem fremden das

Gleichgewicht des Ganzen ist nicht die bei sich selbst bleibende Einheit und

ihre in sich zurückgekehrte Beruhigung sondern beruht auf der Entfremdung des

Entgegengesetzten Das Ganze ist daher wie jedes einzelne Moment eine sich

entfremdete Realität es zerfällt in ein Reich worin das Selbstbewusstsein

wirklich sowohl es als sein Gegenstand ist und in ein anderes das Reich des

reinen Bewusstseins welches jenseits des ersten nicht wirkliche Gegenwart hat

sondern im Glauben ist Wie nun die sittliche Welt aus der Trennung des

göttlichen und menschlichen Gesetzes und ihrer Gestalten und ihr Bewusstsein aus

der Trennung in das Wissen und in die bewusstlosigkeit zurück in sein Schicksal

in das Selbst als die negative Macht dieses Gegensatzes geht so werden auch

diese beiden Reiche des sich entfremdeten Geistes in das Selbst zurückkehren

aber wenn jenes das erste unmittelbar geltende Selbst die einzelne Person war

so wird dies zweite das aus seiner Entäußerung in sich zurückkehrt das

allgemeine Selbst das den Begriff erfassende Bewusstsein sein und diese

geistigen Welten deren alle Momente eine fixierte Wirklichkeit und ungeistiges

Bestehen von sich behaupten werden sich in der reinen Einsicht auflösen Sie

als das sich selbst erfassende Selbst vollendet die Bildung sie fasst nichts als

das Selbst und alles als das Selbst auf dh sie begreift alles tilgt alle

Gegenständlichkeit und verwandelt alles Ansichsein in ein Fürsichsein Gegen den

Glauben als das fremde jenseits liegende Reich des Wesens gekehrt ist sie die

Aufklärung Diese vollendet auch an diesem Reiche wohin sich der entfremdete

Geist als in das Bewusstsein der sich selbst gleichen Ruhe rettet die

Entfremdung sie verwirrt ihm die Haushaltung die er hier führt dadurch dass

sie die Gerätschaften der diesseitigen Welt hineinbringt die er als sein

Eigentum nicht verleugnen kann weil sein Bewusstsein ihr gleichfalls angehört 

In diesem negativen Geschäfte realisiert zugleich die reine Einsicht sich selbst

und bringt ihren eigenen Gegenstand das unerkennbare absolute Wesen und das

Nützliche hervor Indem auf diese Weise die Wirklichkeit alle Substantialität

verloren hat und nichts mehr an sich in ihr istso ist wie das Reich des

Glaubens so auch das der realen Welt gestürzt und diese Revolution bringt die

absolute Freiheit hervor womit der vorher entfremdete Geist vollkommen in sich

zurückgegangen ist dies Land der Bildung verlässt und in ein anderes Land in

das Land des moralischen Bewusstseins übergeht

 
 






    Die Welt dieses Geistes zerfällt in die gedoppelte die erste ist die Welt

der Wirklichkeit oder seiner Entfremdung selbst die andere aber die welche er

über die erste sich erhebend im Äther des reinen Bewusstseins sich erbaut

Diese jener Entfremdung entgegengesetzt ist eben darum nicht frei davon

sondern vielmehr nur die andere Form der Entfremdung welche eben darin besteht

in zweierlei Welten das Bewusstsein zu haben und beide umfasst Es ist also nicht

das Selbstbewusstsein des absoluten Wesens wie es an und für sich ist, nicht die

Religion welche hier betrachtet wird sondern der Glaube insofern er die

Flucht aus der wirklichen Welt und also nicht an und für sich ist. Diese Flucht

aus dem Reiche der Gegenwart ist daher an ihr selbst unmittelbar die gedoppelte

Das reine Bewusstsein ist das Element in welches der Geist sich erhebt aber es

ist nicht nur das Element des Glaubens sondern ebenso des Begriffs beide

treten daher zugleich miteinander ein und jener kommt nur in Betracht im

Gegensatze gegen diesen

 
 






    Der Geist dieser Welt ist das von einem Selbstbewusstsein durchdrungene

geistige Wesen das sich als dieses für sich seiende unmittelbar gegenwärtig und

das Wesen als eine Wirklichkeit sich gegenüber weiß Aber das Dasein dieser Welt

sowie die Wirklichkeit des Selbstbewusstseins beruht auf der Bewegung dass dieses

seiner Persönlichkeit sich entäußert hierdurch seine Welt hervorbringt und sich

gegen sie als eine fremde so verhält dass es sich ihrer nunmehr zu bemächtigen

hat Aber die Entsagung seines Fürsichseins ist selbst die Erzeugung der

Wirklichkeit und durch sie bemächtigt es sich also unmittelbar derselben 

Oder das Selbstbewusstsein ist nur etwas es hat nur Realität insofern es sich

selbst entfremdet hierdurch setzt es sich als Allgemeines und diese seine

Allgemeinheit ist sein Gelten und seine Wirklichkeit Diese Gleichheit mit

Allen ist daher nicht jene Gleichheit des Rechts nicht jenes unmittelbare

Anerkanntsein und Gelten des Selbstbewusstseins darum weil es ist sondern dass

es gelte ist durch die entfremdende Vermittlung sich dem Allgemeinen gemäß

gemacht zu haben Die geistlose Allgemeinheit des Rechts nimmt jede natürliche

Weise des Charakters wie des Daseins in sich auf und berechtigt sie Die

Allgemeinheit aber welche hier gilt ist die gewordene und darum ist sie

wirklich

    Wodurch also das Individuum hier Gelten und Wirklichkeit hat ist die

Bildung Seine wahre ursprüngliche Natur und Substanz ist der Geist der

Entfremdung des natürlichen Seins Diese Entäußerung ist daher ebenso Zweck als

Dasein desselben sie ist zugleich das Mittel oder der Übergang sowohl der

gedachten Substanz in die Wirklichkeit als umgekehrt der bestimmten

Individualität in die Wesentlichkeit Diese Individualität bildet sich zu dem

was sie an sich ist, und erst dadurch ist sie an sich und hat wirkliches Dasein

soviel sie Bildung hat soviel Wirklichkeit und Macht Obwohl das Selbst als

Dieses sich hier wirklich weiß so besteht doch seine Wirklichkeit allein in dem

Aufheben des natürlichen Selbsts die ursprünglich bestimmte Natur reduziert

sich daher auf den unwesentlichen Unterschied der Größe auf eine größere oder

geringere Energie des Willens Zweck und Inhalt aber desselben gehört allein der

allgemeinen Substanz selbst an und kann nur ein Allgemeines sein die

Besonderheit einer Natur die Zweck und Inhalt wird ist etwas Unmächtiges und

Unwirkliches sie ist eine Art die sich vergeblich und lächerlich abmüht sich

ins Werk zu setzen sie ist der Widerspruch dem Besonderen die Wirklichkeit zu

geben die unmittelbar das Allgemeine ist Wenn daher fälschlicherweise die

Individualität in die Besonderheit der Natur und des Charakters gesetzt wird so

finden sich in der realen Welt keine Individualitäten und Charaktere sondern

die Individuen haben ein gleiches Dasein füreinander jene vermeintliche

Individualität ist eben nur das gemeinte Dasein welches in dieser Welt worin

nur das Sichselbstentäußernde und darum nur das Allgemeine Wirklichkeit erhält

kein Bleiben hat  Das Gemeinte gilt darum für das was es ist für eine Art

Art ist nicht ganz dasselbe was Espèce »von allen Spitznamen der

fürchterlichste denn er bezeichnet die Mittelmäßigkeit und drückt die höchste

Stufe der Verachtung aus« Art und in seiner Art gut sein ist aber ein deutscher

Ausdruck welcher dieser Bedeutung die ehrliche Miene hinzufügt als ob es nicht

so schlimm gemeint sei oder auch in der Tat das Bewusstsein was Art und was

Bildung und Wirklichkeit ist noch nicht in sich schließt

    Was in Beziehung auf das einzelne Individuum als seine Bildung erscheint

ist das wesentliche Moment der Substanz selbst nämlich das unmittelbare

Übergehen ihrer gedachten Allgemeinheit in die Wirklichkeit oder die einfache

Seele derselben wodurch das Ansich Anerkanntes und Dasein ist Die Bewegung der

sich bildenden Individualität ist daher unmittelbar das Werden derselben als des

allgemeinen gegenständlichen Wesens dh das Werden der wirklichen Welt Diese

obwohl geworden durch die Individualität ist für das Selbstbewusstsein ein

unmittelbar Entfremdetes und hat für es die Form unverrückter Wirklichkeit Aber

gewiss zugleich dass sie seine Substanz ist geht es sich derselben zu

bemächtigen es erlangt diese Macht über sie durch die Bildung welche von

dieser Seite so erscheint dass es sich der Wirklichkeit gemäß macht und so viel

als die Energie des ursprünglichen Charakters und Talents ihm zulässt Was hier

als die Gewalt des Individuums erscheint unter welche die Substanz komme und

hiermit aufgehoben werde ist dasselbe was die Verwirklichung der letzteren

ist Denn die Macht des Individuums besteht darin dass es sich ihr gemäß macht

dh dass es sich seines Selbsts entäußert also sich als die gegenständliche

seiende Substanz setzt Seine Bildung und seine eigene Wirklichkeit ist daher

die Verwirklichung der Substanz selbst

    Das Selbst ist sich nur als aufgehobenes wirklich Es macht daher für es

nicht die Einheit des Bewusstseins seiner selbst und des Gegenstandes aus

sondern dieser ist ihm das Negative seiner  Durch das Selbst als die Seele

wird die Substanz also so in ihren Momenten ausgebildet dass das

Entgegengesetzte das Andere begeistet jedes durch seine Entfremdung dem Anderen

Bestehen gibt und es ebenso von ihm erhält Zugleich hat jedes Moment seine

Bestimmtheit als ein unüberwindliches Gelten und eine feste Wirklichkeit gegen

das Andere Das Denken fixiert diesen Unterschied auf die allgemeinste Weise

durch die absolute Entgegensetzung von Gut und Schlecht die sich fliehend auf

keine Weise dasselbe werden können Aber dieses feste Sein hat zu seiner Seele

den unmittelbaren Übergang in das Entgegengesetzte das Dasein ist vielmehr die

Verkehrung jeder Bestimmtheit in ihre entgegengesetzte und nur diese

Entfremdung ist das Wesen und Erhaltung des Ganzen Diese verwirklichende

Bewegung und Begeistung der Momente ist nun zu betrachten die Entfremdung wird

sich selbst entfremden und das Ganze durch sie in seinen Begriff sich

zurücknehmen

    Zuerst ist die einfache Substanz selbst in der unmittelbaren Organisation

ihrer daseienden noch unbegeisteten Momente zu betrachten  Wie die Natur sich

in die allgemeinen Elemente auslegt  worunter die Luft das bleibende rein

allgemeine durchsichtige Wesen ist das Wasser aber das Wesen das immer

aufgeopfert wird das Feuer ihre beseelende Einheit welche ihren Gegensatz

ebenso immer auflöst als ihre Einfachheit in ihn entzweit die Erde endlich der

feste Knoten dieser Gliederung und das Subjekt dieser Wesen wie ihres Prozesses

ihr Ausgehen und ihre Rückkehr ist  so legt sich in eben solche allgemeine

aber geistige Massen das innere Wesen oder der einfache Geist der selbstbewussten

Wirklichkeit als eine Welt aus  in die erste Masse das an sich allgemeine

sich selbst gleiche geistige Wesen in die andere das fürsichseiende in sich

ungleich gewordene sich aufopfernde und hingebende Wesen und in das dritte

welches als Selbstbewusstsein Subjekt ist und die Kraft des Feuers unmittelbar an

ihm selbst hat Im ersten Wesen ist es seiner als des Ansichseins bewusst in dem

zweiten aber hat es das Werden des Fürsichseins durch die Aufopferung des

Allgemeinen Der Geist aber selbst ist das Anundfürsichsein des Ganzen das sich

in die Substanz als bleibende und in sie als sich aufopfernde entzweit und

ebenso sie auch wieder in seine Einheit zurücknimmt sowohl als die

ausbrechende sie verzehrende Flamme wie als die bleibende Gestalt derselben 

Wir sehen dass diese Wesen dem Gemeinwesen und der Familie der sittlichen Welt

entsprechen ohne aber den heimischen Geist zu besitzen den diese haben

dagegen wenn diesem das Schicksal fremd istso ist und weiß sich hier das

Selbstbewusstsein als die wirkliche Macht derselben

    Diese Glieder sind sowohl wie sie zunächst innerhalb des reinen Bewusstseins

als Gedanken oder ansichseiende als auch wie sie im wirklichen Bewusstsein als

gegenständliche Wesen vorgestellt werden zu betrachten  In jener Form der

Einfachheit ist das erste als das sich selbst gleiche unmittelbare und

unwandelbare Wesen aller Bewusstsein e das Gute  die unabhängige geistige

Macht des Ansich bei der die Bewegung des fürsichseienden Bewusstseins nur

beiherspielt Das andere dagegen ist das passive geistige Wesen oder das

Allgemeine insofern es sich preisgibt und die Individuen das Bewusstsein ihrer

Einzelheit sich an ihm nehmen lässt es ist das nichtige Wesen das Schlechte 

Dieses absolute Aufgelöstwerden des Wesens ist selbst bleibend wie das erste

Wesen Grundlage Ausgangspunkt und Resultat der Individuen und diese rein

allgemein darin sind so ist das zweite dagegen einerseits das sich aufopfernde

Sein für Anderes andrerseits eben darum deren beständige Rückkehr zu sich

selbst als das Einzelne und ihr bleibendes Fürsichwerden

    Aber diese einfachen Gedanken des Guten und Schlechten sind ebenso

unmittelbar sich entfremdet sie sind wirklich und im wirklichen Bewusstsein als

gegenständliche Momente So ist das erste Wesen die Staatsmacht das andere der

Reichtum  Die Staatsmacht ist wie die einfache Substanz so das allgemeine Werk

 die absolute Sache selbst worin den Individuen ihr Wesen ausgesprochen und

ihre Einzelheit schlechthin nur Bewusstsein ihrer Allgemeinheit ist sie ist

ebenso das Werk und einfache Resultat aus welchem dies dass es aus ihrem Tun

herkommt verschwindet es bleibt die absolute Grundlage und Bestehen alles

ihres Tuns  Diese einfache ätherische Substanz ihres Lebens ist durch diese

Bestimmung ihrer unwandelbaren Sichselbstgleichheit Sein und damit nur Sein für

Anderes Sie ist also an sich unmittelbar das Entgegengesetzte ihrer selbst

Reichtum Ob er zwar das Passive oder Nichtige ist ist er ebenfalls allgemeines

geistiges Wesen ebenso das beständig werdende Resultat der Arbeit und des Tuns

Aller wie es sich wieder in den Genuss Aller auflöst In dem Genuss wird die

Individualität zwar für sich oder als einzelne aber dieser Genuss selbst ist

Resultat des allgemeinen Tuns so wie er gegenseitig die allgemeine Arbeit und

den Genuss aller hervorbringt Das Wirkliche hat schlechthin die geistige

Bedeutung unmittelbar allgemein zu sein Es meint wohl in diesem Momente jeder

Einzelne eigennützig zu handeln denn es ist das Moment worin er sich das

Bewusstsein gibt für sich zu sein und er nimmt es deswegen nicht für etwas

Geistiges allein auch nur äußerlich angesehen zeigt es sich dass in seinem

Genüsse jeder allen zu genießen gibt in seiner Arbeit ebenso für alle arbeitet

als für sich und alle für ihn Sein Fürsichsein ist daher an sich allgemein und

der Eigennutz etwas nur Gemeintes das nicht dazu kommen kann dasjenige

wirklich zu machen was es meint nämlich etwas zu tun das nicht allen zugut

käme

    In diesen beiden geistigen Mächten erkennt also das Selbstbewusstsein seine

Substanz Inhalt und Zweck es schaut sein Doppelwesen darin an in der einen

sein Ansichsein in der anderen sein Fürsichsein  Es ist aber zugleich als

der Geist die negative Einheit ihres Bestehens und der Trennung der

Individualität und des Allgemeinen oder der Wirklichkeit und des Selbsts

Herrschaft und Reichtum sind daher für das Individuum als Gegenstände vorhanden

dh als solche von denen es sich frei weiß und zwischen denen und selbst

keines von beiden es wählen zu können meint Es tritt als dieses freie und

reine Bewusstsein dem Wesen als einem solchen gegenüber das nur für es ist Es

hat alsdann das Wesen als Wesen in sich  In diesem reinen Bewusstsein sind ihm

die Momente der Substanz nicht Staatsmacht und Reichtum sondern die Gedanken

von Gut und Schlecht  Das Selbstbewusstsein ist aber ferner die Beziehung

seines reinen Bewusstseins auf sein wirkliches des Gedachten auf das

gegenständliche Wesen es ist wesentlich das Urteil  Es hat sich zwar schon

für die beiden Selten des wirklichen Wesens durch ihre unmittelbaren

Bestimmungen ergeben welche das Gute und welche das Schlechte sei jenes die

Staatsmacht dies der Reichtum Allein dies erste Urteil kann nicht als ein

geistiges Urteil angesehen werden denn in ihm ist die eine Seite nur als das

Ansichseiende oder Positive die andere nur als das Fürsichseiende und Negative

bestimmt worden Aber sie sind als geistige Wesen jedes die Durchdringung

beider Momente also in jenen Bestimmungen nicht erschöpft und das

Selbstbewusstsein das sich auf sie bezieht ist an und für sich, es muss daher

sich auf jedes auf die gedoppelte Weise beziehen wodurch sich ihre Natur sich

selbst entfremdete Bestimmungen zu sein herauskehren wird

    Dem Selbstbewusstsein ist nun derjenige Gegenstand gut und an sich worin es

sich selbst derjenige aber schlecht worin es das Gegenteil seiner findet das

Gute ist die Gleichheit der gegenständlichen Realität mit ihm das Schlechte

aber ihre Ungleichheit Zugleich was für es gut und schlecht ist ist an sich

gut und schlecht denn es ist eben dasjenige worin diese beiden Momente des

Ansich und des FüresSeins dasselbe sind es ist der wirkliche Geist der

gegenständlichen Wesen und das Urteil der Erweis seiner Macht an ihnen die sie

zu dem macht was sie an sich sind Nicht dies wie sie unmittelbar an sich

selbst das Gleiche oder Ungleiche dh das abstrakte Ansich oder Fürsichsein

sind ist ihr Kriterium und ihre Wahrheit sondern was sie in der Beziehung des

Geistes auf sie sind ihre Gleichheit oder Ungleichheit mit ihm Seine Beziehung

auf sie die zuerst als Gegenstände gesetzt durch ihn zum Ansich werden wird

zugleich ihre Reflexion in sich selbst durch welche sie wirkliches geistiges

Sein erhalten und was ihr Geist ist hervortritt Aber wie ihre erste

unmittelbare Bestimmung sich von der Beziehung des Geistes auf sie

unterscheidet so wird auch das dritte der eigene Geist derselben sich von dem

zweiten unterscheiden  Das zweite Ansich derselben zunächst das durch die

Beziehung des Geistes auf sie hervortritt muss schon anders ausfallen als das

unmittelbare denn diese Vermittlung des Geistes bewegt vielmehr die

unmittelbare Bestimmtheit und macht sie zu etwas anderem

    Hiernach findet nun das an und für sich seiende Bewusstsein in der

Staatsmacht wohl sein einfaches Wesen und Bestehen überhaupt allein nicht seine

Individualität als solche wohl sein Ansich nicht sein Fürsichsein es findet

darin vielmehr das Tun als einzelnes Tun verleugnet und zum Gehorsam unterjocht

Das Individuum reflektiert sich also vor dieser Macht in sich selbst sie ist

ihm das unterdrückende Wesen und das Schlechte denn statt das Gleiche zu sein

ist sie das der Individualität schlechthin Ungleiche  Hingegen der Reichtum

ist das Gute er geht auf allgemeinen Genuss gibt sich preis und verschafft

allen das Bewusstsein ihres Selbsts Er ist an sich allgemeines Wohltun wenn er

irgendeine Wohltat versagt und nicht jedem Bedürfnisse gefällig istso ist dies

eine Zufälligkeit welche seinem allgemeinen notwendigen Wesen sich allen

Einzelnen mitzuteilen und tausendhändiger Geber zu sein keinen Eintrag tut

    Diese beiden Urteile geben den Gedanken von Gut und Schlecht einen Inhalt

welcher das Gegenteil von dem ist den sie für uns hatten  Das

Selbstbewusstsein hat sich aber nur erst unvollständig auf seine Gegenstände

bezogen nämlich nur nach dem Maßstabe des Fürsichseins Aber das Bewusstsein ist

ebenso ansichseiendes Wesen und muss diese Seite gleichfalls zum Maßstabe machen

wodurch sich erst das geistige Urteil vollendet Nach dieser Seite spricht ihm

die Staatsmacht sein Wesen aus sie ist teils ruhendes Gesetz teils Regierung

und Befehl welcher die einzelnen Bewegungen des allgemeinen Tuns anordnet das

eine die einfache Substanz selbst das andere ihr sich selbst und alle

belebendes und erhaltendes Tun Das Individuum findet also darin seinen Grund

und Wesen ausgedrückt organisiert und betätigt  Hingegen durch den Genuss des

Reichtums erfährt es nicht sein allgemeines Wesen sondern erhält nur das

vergängliche Bewusstsein und den Genuss seiner selbst als einer fürsichseienden

Einzelheit und der Ungleichheit mit seinem Wesen  Die Begriffe von Gut und

Schlecht erhalten also hier den entgegengesetzten Inhalt gegen den vorherigen

    Diese beiden Weisen des Urteilens finden jede eine Gleichheit und eine

Ungleichheit das erste urteilende Bewusstsein findet die Staatsmacht ungleich

den Genuss des Reichtums gleich mit ihm das zweite hingegen die erstere gleich

und den letzteren ungleich mit ihm Es ist ein zweifaches Gleichfinden und ein

zweifaches Ungleichfinden eine entgegengesetzte Beziehung auf die beiden realen

Wesenheiten vorhanden  Wir müssen dieses verschiedene Urteilen selbst

beurteilen wozu wir den aufgestellten Maßstab anzulegen haben Die

gleichfindende Beziehung des Bewusstseins ist hiernach das Gute die

ungleichfindende das Schlechte und diese beiden Weisen der Beziehung sind

nunmehr selbst als verschiedene Gestalten des Bewusstseins festzuhalten Das

Bewusstsein kommt dadurch dass es sich auf verschiedene Weise verhält selbst

unter die Bestimmung der Verschiedenheit gut oder schlecht zu sein nicht

danach dass es entweder das Fürsichsein oder das reine Ansichsein zum Prinzip

hätte denn beide sind gleich wesentliche Momente das gedoppelte Urteilen das

betrachtet wurde stellte die Prinzipien getrennt vor und enthält daher nur

abstrakte Weisen des Urteilens Das wirkliche Bewusstsein hat beide Prinzipien an

ihm und der Unterschied fällt allein in sein Wesen nämlich in die Beziehung

seiner selbst auf das Reale

    Die Weise dieser Beziehung ist die entgegengesetzte die eine ist Verhalten

zu Staatsmacht und Reichtum als zu einem Gleichen die andere als zu einem

Ungleichen  Das Bewusstsein der gleichfindenden Beziehung ist das edelmütige

In der öffentlichen Macht betrachtet es das mit ihm Gleiche dass es in ihr sein

einfaches Wesen und dessen Betätigung hat und im Dienste des wirklichen

Gehorsams wie der inneren Achtung gegen es steht Ebenso in dem Reichtum dass

er ihm das Bewusstsein seiner anderen wesentlichen Seite des Fürsichseins

verschafft daher es ihn ebenfalls als Wesen in Beziehung auf sich betrachtet

und denjenigen von welchem es genießt als Wohltäter anerkennt und sich zum

Danke verpflichtet hält

    Das Bewusstsein der anderen Beziehung dagegen ist das niederträchtige das

die Ungleichheit mit den beiden Wesenheiten festhält in der Herrschergewalt

also eine Fessel und Unterdrückung des Fürsichseins sieht und daher den

Herrscher hasst nur mit Heimtücke gehorcht und immer auf dem Sprunge zum Aufruhr

steht  im Reichtum durch den es zum Genüsse seines Fürsichseins gelangt

ebenso nur die Ungleichheit nämlich mit dem bleibenden Wesen betrachtet indem

es durch ihn nur zum Bewusstsein der Einzelheit und des vergänglichen Genusses

kommt ihn liebt aber verachtet und mit dem Verschwinden des Genusses des an

sich Verschwindenden auch sein Verhältnis zu dem Reichen für verschwunden

ansieht

    Diese Beziehungen drücken nun erst das Urteil aus die Bestimmung dessen

was die beiden Wesen als Gegenstände für das Bewusstsein sind noch nicht an und

für sich. Die Reflexion die im Urteil vorgestellt ist ist teils erst für uns

ein Setzen der einen sowie der anderen Bestimmung und daher ein gleiches

Aufheben beider noch nicht die Reflexion derselben für das Bewusstsein selbst

Teils sind sie erst unmittelbar Wesen weder dies geworden noch an ihnen Selbst

Bewusstsein dasjenige für welches sie sind ist noch nicht ihre Belebung sie

sind Prädikate die noch nicht selbst Subjekt sind Um dieser Trennung willen

fällt auch das Ganze des geistigen Urteilens noch an zwei Bewusstseine

auseinander deren jedes unter einer einseitigen Bestimmung liegt  Wie sich

nun zuerst die Gleichgültigkeit der beiden Seiten der Entfremdung  der einen

des Ansich des reinen Bewusstseins nämlich der bestimmten Gedanken von Gut und

Schlecht der ändern ihres Daseins als Staatsmacht und Reichtum  zur Beziehung

beider zum Urteil erhob so hat sich diese äußere Beziehung zur inneren Einheit

oder als Beziehung des Denkens zur Wirklichkeit zu erheben und der Geist der

beiden Gestalten des Urteils hervorzutreten Dies geschieht indem das Urteil

zum Schlüsse wird zur vermittelnden Bewegung worin die Notwendigkeit und Mitte

der beiden Seiten des Urteils hervortritt

    Das edelmütige Bewusstsein findet also im Urteil sich so der Staatsmacht

gegenüber dass sie zwar noch nicht ein Selbst sondern erst die allgemeine

Substanz ist deren es aber als seines Wesens als des Zwecks und absoluten

Inhalts sich bewusst ist Sich so positiv auf sie beziehend verhält es sich

negativ gegen seine eigenen Zwecke seinen besonderen Inhalt und Dasein und

lässt sie verschwinden Es ist der Heroismus des Dienstes  die Tugend welche

das einzelne Sein dem Allgemeinen aufopfert und dies dadurch ins Dasein bringt

 die Person welche dem Besitze und Genüsse von selbst entsagt und für die

vorhandene Macht handelt und wirklich ist

    Durch diese Bewegung wird das Allgemeine mit dem Dasein überhaupt

zusammengeschlossen wie das daseiende Bewusstsein durch diese Entäußerung sich

zur Wesentlichkeit bildet Wessen dieses im Dienste sich entfremdet ist sein in

das Dasein versenktes Bewusstsein das sich entfremdete Sein ist aber das Ansich

es bekommt also durch diese Bildung Achtung vor sich selbst und bei den anderen

 Die Staatsmacht aber die nur erst das gedachte Allgemeine das Ansich war

wird durch eben diese Bewegung zum seienden Allgemeinen zur wirklichen Macht

Sie ist diese nur in dem wirklichen Gehorsam welchen sie durch das Urteil des

Selbstbewusstseins dass sie das Wesen ist und durch die freie Aufopferung

desselben erlangt Dieses Tun das das Wesen mit dem Selbst zusammenschließt

bringt die gedoppelte Wirklichkeit hervor sich als das welches wahre

Wirklichkeit hat und die Staatsmacht als das Wahre welches gilt

    Diese ist aber durch diese Entfremdung noch nicht ein sich als Staatsmacht

wissendes Selbstbewusstsein es ist nur ihr Gesetz oder ihr Ansich das gilt sie

hat noch keinen besonderen Willen denn noch hat das dienende Selbstbewusstsein

nicht sein reines Selbst entäußert und die Staatsmacht damit begeistet sondern

erst mit seinem Sein ihr nur sein Dasein aufgeopfert nicht sein Ansichsein 

Dies Selbstbewusstsein gilt als ein solches das dem Wesen gemäß ist es ist

anerkannt um seines Ansichseins willen Die anderen finden in ihm ihr Wesen

betätigt nicht aber ihr Fürsichsein  ihr Denken oder reines Bewusstsein

erfüllt nicht ihre Individualität Es gilt daher in ihren Gedanken und genießt

der Ehre Es ist der stolze Vasall der für die Staatsmacht tätig ist insofern

sie nicht eigener Willen sondern wesentlicher ist und der sich nur in dieser

Ehre gilt nur in dem wesentlichen Vorstellen der allgemeinen Meinung nicht in

dem dankbaren der Individualität denn dieser hat er nicht zu ihrem Fürsichsein

verholfen Seine Sprache wenn es sich zum eigenen Willen der Staatsmacht

verhielte der noch nicht geworden ist wäre der Rat den es zum allgemeinen

Besten erteilt

    Die Staatsmacht ist daher noch willenlos gegen den Rat und nicht

entscheidend zwischen den verschiedenen Meinungen über das allgemeine Beste Sie

ist noch nicht Regierung und somit noch nicht in Wahrheit wirkliche Staatsmacht

 Das Fürsichsein der Wille der als Wille noch nicht aufgeopfert ist ist der

innere abgeschiedene Geist der Stände der seinem Sprechen vom allgemeinen

Besten gegenüber sich sein besonderes Bestes vorbehält und dies Geschwätz vom

allgemeinen Besten zu einem Surrogate für das Handeln zu machen geneigt ist Die

Aufopferung des Daseins die im Dienste geschieht ist zwar vollständig wenn

sie bis zum Tode fortgegangen ist aber die bestandene Gefahr des Todes selbst

der überlebt wird lässt ein bestimmtes Dasein und damit ein besonderes Fürsich

übrig welches den Rat fürs allgemeine Beste zweideutig und verdächtig macht und

sich in der Tat die eigene Meinung und den besonderen Willen gegen die

Staatsgewalt vorbehält Es verhält sich daher noch ungleich gegen dieselbe und

fällt unter die Bestimmung des niederträchtigen Bewusstseins immer auf dem

Sprunge zur Empörung zu stehen

    Dieser Widerspruch den es aufzuheben hat enthält in dieser Form in der

Ungleichheit des Fürsichseins gegen die Allgemeinheit der Staatsmacht zu stehen

zugleich die Form dass jene Entäußerung des Daseins indem sie sich im Tode

nämlich vollendet selbst eine seiende nicht eine ins Bewusstsein

zurückkehrende ist  dass dieses sie nicht überlebt und an und für sich ist,

sondern nur ins unversöhnte Gegenteil übergeht Die wahre Aufopferung des

Fürsichseins ist daher allein die worin es sich so vollkommen als im Tode

hingibt aber in dieser Entäußerung sich ebensosehr erhält es wird dadurch als

das wirklich was es an sich ist, als die identische Einheit seiner selbst und

seiner als des Entgegengesetzten Dadurch dass der abgeschiedene innere Geist

das Selbst als solches hervortritt und sich entfremdet wird zugleich die

Staatsmacht zu eigenem Selbst erhoben so wie ohne diese Entfremdung die

Handlungen der Ehre des edlen Bewusstseins und die Ratschläge seiner Einsicht

das Zweideutige bleiben würden das noch jenen abgeschiedenen Hinterhalt der

besonderen Absicht und des Eigenwillens hätte

    Diese Entfremdung aber geschieht allein in der Sprache welche hier in ihrer

eigentümlichen Bedeutung auftritt  In der Welt der Sittlichkeit Gesetz und

Befehl in der Welt der Wirklichkeit erst Rat hat sie das Wesen zum Inhalte und

ist dessen Form hier aber erhält sie die Form welche sie ist selbst zum

Inhalte und gilt als Sprache es ist die Kraft des Sprechens als eines solchen

welche das ausführt was auszuführen ist Denn sie ist das Dasein des reinen

Selbsts als Selbsts in ihr tritt die für sich seiende Einzelheit des

Selbstbewusstseins als solche in die Existenz so dass sie für andere ist Ich als

dieses reine Ich ist sonst nicht da in jeder anderen Äußerung ist es in eine

Wirklichkeit versenkt und in einer Gestalt aus welcher es sich zurückziehen

kann es ist aus seiner Handlung wie aus seinem physiognomischen Ausdrucke in

sich reflektiert und lässt solches unvollständige Dasein worin immer ebensosehr

zuviel als zuwenig ist entseelt liegen Die Sprache aber enthält es in seiner

Reinheit sie allein spricht Ich aus es selbst Dies sein Dasein ist als Dasein

eine Gegenständlichkeit welche seine wahre Natur an ihr hat Ich ist dieses Ich

 aber ebenso allgemeines sein Erscheinen ist ebenso unmittelbar die

Entäußerung und das Verschwinden dieses Ichs und dadurch sein Bleiben in seiner

Allgemeinheit Ich das sich ausspricht ist vernommen es ist eine Ansteckung

worin es unmittelbar in die Einheit mit denen für welche es da ist

übergegangen und allgemeines Selbstbewusstsein ist  dass es vernommen wird

darin ist sein Dasein selbst unmittelbar verhallt dies sein Anderssein ist in

sich zurückgenommen und eben dies ist sein Dasein als selbstbewusstes Jetzt

wie es da ist nicht da zu sein und durch dies Verschwinden da zu sein Dies

Verschwinden ist also selbst unmittelbar sein Bleiben es ist sein eigenes

Wissen von sich und sein Wissen von sich als einem das in anderes Selbst

übergegangen das vernommen worden und allgemeines ist

    Der Geist erhält hier diese Wirklichkeit weil die Extreme deren Einheit er

ist ebenso unmittelbar die Bestimmung haben für sich eigene Wirklichkeiten zu

sein Ihre Einheit ist zersetzt in spröde Seiten deren jede für die andere

wirklicher von ihr ausgeschlossener Gegenstand ist Die Einheit tritt daher als

eine Mitte hervor welche von der abgeschiedenen Wirklichkeit der Seiten

ausgeschlossen und unterschieden wird sie hat daher selbst eine wirkliche von

ihren Seiten unterschiedene Gegenständlichkeit und ist für sie dh sie ist

Daseiendes Die geistige Substanz tritt als solche in die Existenz erst indem

sie zu ihren Seiten solche Selbstbewusstsein e gewonnen hat welche dieses

reine Selbst als unmittelbar geltende Wirklichkeit wissen und darin ebenso

unmittelbar wissen dies nur durch die entfremdende Vermittlung zu sein Durch

jenes sind die Momente zu der sich selbst wissenden Kategorie und damit bis

dahin geläutert dass sie Momente des Geistes sind durch dieses tritt er als

Geistigkeit in das Dasein  Er ist so die Mitte welche jene Extreme

voraussetzt und durch ihr Dasein erzeugt wird  aber ebenso das zwischen ihnen

hervorbrechende geistige Ganze das sich in sie entzweit und jedes erst durch

diese Berührung zum Ganzen in seinem Prinzip erzeugt  dass die beiden Extreme

schon an sich aufgehoben und zersetzt sind bringt ihre Einheit hervor und

diese ist die Bewegung welche beide zusammenschließt ihre Bestimmungen

austauscht und sie und zwar in jedem Extreme zusammenschließt Diese

Vermittlung setzt hiermit den Begriff eines jeden der beiden Extreme in seine

Wirklichkeit oder sie macht das was jedes an sich ist, zu seinem Geiste

    Die beiden Extreme die Staatsmacht und das edelmütige Bewusstsein sind

durch dieses zersetzt jene in das abstrakte Allgemeine dem gehorcht wird und

in den fürsichseienden Willen welcher ihm aber noch nicht selbst zukommt 

dieses in den Gehorsam des aufgehobenen Daseins oder in das Ansichsein der

Selbstachtung und der Ehre und in das noch nicht aufgehobene reine Fürsichsein

den im Hinterhalte noch bleibenden Willen Die beiden Momente zu welchen beide

Seiten gereinigt und die daher Momente der Sprache sind sind das abstrakte

Allgemeine welches das allgemeine Beste heißt und das reine Selbst das im

Dienste seinem ins vielfache Dasein versenkten Bewusstsein absagte Beide sind im

Begriffe dasselbe denn reines Selbst ist eben das abstrakt Allgemeine und

daher ist ihre Einheit als ihre Mitte gesetzt Aber das Selbst ist nur erst am

Extreme des Bewusstseins wirklich  das Ansich aber erst am Extreme der

Staatsmacht dem Bewusstsein fehlt dies dass die Staatsmacht nicht nur als Ehre

sondern wirklich an es übergegangen wäre der Staatsmacht dass ihr nicht nur als

dem sogenannten allgemeinen Besten gehorcht würde sondern als Willen oder dass

sie das entscheidende Selbst ist Die Einheit des Begriffs in welchem die

Staatsmacht noch steht und zu dem das Bewusstsein sich geläutert hat wird in

dieser vermittelnden Bewegung wirklich deren einfaches Dasein als Mitte die

Sprache ist  Sie hat jedoch zu ihren Seiten noch nicht zwei als Selbst

vorhandene Selbst denn die Staatsmacht wird erst zum Selbst begeistet diese

Sprache ist daher noch nicht der Geist wie er sich vollkommen weiß und

ausspricht

    Das edelmütige Bewusstsein weil es das Extrem des Selbsts ist erscheint als

dasjenige von dem die Sprache ausgeht durch welche sich die Seiten des

Verhältnisses zu beseelten Ganzen gestalten  Der Heroismus des stummen

Dienstes wird zum Heroismus der Schmeichelei Diese sprechende Reflexion des

Dienstes macht die geistige sich zersetzende Mitte aus und reflektiert nicht

nur ihr eigenes Extrem in sich selbst sondern auch das Extrem der allgemeinen

Gewalt in dieses selbst zurück und macht sie die erst an sich ist, zum

Fürsichsein und zur Einzelheit des Selbstbewusstseins Es wird hierdurch der

Geist dieser Macht ein unumschränkter Monarch zu sein  unumschränkt die

Sprache der Schmeichelei erhebt die Macht in ihre geläuterte Allgemeinheit das

Moment als Erzeugnis der Sprache des zum Geiste geläuterten Daseins ist eine

gereinigte Sichselbstgleichheit  Monarch sie erhebt ebenso die Einzelheit auf

ihre Spitze dasjenige dessen das edelmütige Bewusstsein sich nach dieser Seite

der einfachen geistigen Einheit entäußert ist das reine Ansich seines Denkens

sein Ich selbst Bestimmter erhebt sie die Einzelheit die sonst nur ein

Gemeintes ist dadurch in ihre daseiende Reinheit dass sie dem Monarchen den

eigenen Namen gibt denn es ist allein der Name worin der Unterschied des

Einzelnen von allen anderen nicht gemeint ist sondern von allen wirklich

gemacht wird in dem Namen gilt der Einzelne als rein Einzelner nicht mehr nur

in seinem Bewusstsein sondern im Bewusstsein aller Durch ihn also wird der

Monarch schlechthin von allen abgesondert ausgenommen und einsam in ihm ist er

das Atom das von seinem Wesen nichts mitteilen kann und nicht seinesgleichen

hat  Dieser Name ist hiermit die Reflexioninsich oder die Wirklichkeit

welche die allgemeine Macht an ihr selbst hat durch ihn ist sie der Monarch

Er dieser Einzelne weiß umgekehrt dadurch sich diesen Einzelnen als die

allgemeine Macht dass die Edlen nicht nur als zum Dienst der Staatsmacht bereit

sondern als Zierate sich um den Thron stellen und dass sie dem der darauf sitzt

es immer sagen was er ist

    Die Sprache ihres Preises ist auf diese Weise der Geist der in der

Staatsmacht selbst die beiden Extreme zusammenschließt sie reflektiert die

abstrakte Macht in sich und gibt ihr das Moment des anderen Extrems das

wollende und entscheidende Fürsichsein und hierdurch selbstbewusste Existenz

oder dadurch kommt dies einzelne wirkliche Selbstbewusstsein dazu sich als die

Macht gewiss zu wissen Sie ist der Punkt des Selbsts in den durch die

Entäußerung der inneren Gewissheit die vielen Punkte zusammengeflossen sind 

Indem aber dieser eigene Geist der Staatsmacht darin besteht seine Wirklichkeit

und Nahrung an dem Opfer des Tuns und des Denkens des edelmütigen Bewusstseins zu

haben ist sie die sich entfremdete Selbständigkeit das edelmütige Bewusstsein

das Extrem des Fürsichseins erhält das Extrem der wirklichen Allgemeinheit für

die Allgemeinheit des Denkens der es sich entäußerte zurück die Macht des

Staats ist auf es übergegangen An ihm wird die Staatsgewalt erst wahrhaft

betätigt in seinem Fürsichsein hört sie auf das träge Wesen wie sie als

Extrem des abstrakten Ansichseins erschien zu sein  An sich betrachtet heißt

die in sich reflektierte Staatsmacht oder dies dass sie Geist geworden nichts

anderes als dass sie Moment des Selbstbewusstseins geworden dh nur als

aufgehobene ist Hiermit ist sie nun das Wesen als ein solches dessen Geist es

ist aufgeopfert und preisgegeben zu sein oder sie existiert als Reichtum 

Sie bleibt zwar dem Reichtum zu welchem sie dem Begriffe nach immer wird

gegenüber zugleich als eine Wirklichkeit bestehen aber eine solche deren

Begriff eben diese Bewegung ist durch den Dienst und die Verehrung wodurch sie

wird in ihr Gegenteil in die Entäußerung der Macht überzugehen Für sich wird

also das eigentümliche Selbst das ihr Wille ist durch die Wegwerfung des

edelmütigen Bewusstseins zur sich entäußernden Allgemeinheit zu einer

vollkommenen Einzelheit und Zufälligkeit die jedem mächtigeren Willen

preisgegeben ist was ihm an allgemein anerkannter und nicht mitteilbarer

Selbständigkeit bleibt ist der leere Name

    Wenn also das edelmütige Bewusstsein sich als dasjenige bestimmte welches

sich auf die allgemeine Macht auf eine gleiche Weise bezöge so ist die Wahrheit

desselben vielmehr in seinem Dienste sein eigenes Fürsichsein sich zu behalten

in der eigentlichen Entsagung seiner Persönlichkeit aber das wirkliche Aufheben

und Zerreißen der allgemeinen Substanz zu sein Sein Geist ist das Verhältnis

der völligen Ungleichheit einerseits in seiner Ehre seinen Willen zu behalten

andererseits in dem Aufgeben desselben teils seines Innern sich zu entfremden

und zur höchsten Ungleichheit mit sich selbst zu werden teils die allgemeine

Substanz darin sich zu unterwerfen und diese sich selbst völlig ungleich zu

machen  Es erhellt dass damit seine Bestimmtheit die es im Urteile gegen das

hatte welches niederträchtiges Bewusstsein hieß und hierdurch auch dieses

verschwunden ist Das letztere hat seinen Zweck erreicht nämlich die allgemeine

Macht unter das Fürsichsein zu bringen

    So durch die allgemeine Macht bereichert existiert das Selbstbewusstsein als

die allgemeine Wohltat oder sie ist der Reichtum der selbst wieder Gegenstand

für das Bewusstsein ist Denn er ist diesem das zwar unterworfene Allgemeine das

aber durch dies erste Aufheben noch nicht absolut in das Selbst zurückgegangen

ist  Das Selbst hat noch nicht sich als Selbst sondern das aufgehobene

allgemeine Wesen zum Gegenstande Indem dieser erst geworden ist die

unmittelbare Beziehung des Bewusstseins auf ihn gesetzt das also noch nicht

seine Ungleichheit mit ihm dargestellt hat es ist das edelmütige Bewusstsein

welches an dem unwesentlich gewordenen Allgemeinen sein Fürsichsein erhält

daher ihn anerkennt und gegen den Wohltäter dankbar ist

    Der Reichtum hat an ihm selbst schon das Moment des Fürsichseins Er ist

nicht das selbstlose Allgemeine der Staatsmacht oder die unbefangene

unorganische Natur des Geistes sondern sie wie sie durch den Willen an ihr

selbst festhält gegen den der sich ihrer zum Genuss bemächtigen will Aber indem

der Reichtum nur die Form des Wesens hat ist dies einseitige Fürsichsein das

nicht an sich sondern vielmehr das aufgehobene Ansich ist die in seinem

Genüsse wesenlose Rückkehr des Individuums in sich selbst Er bedarf also selbst

der Belebung und die Bewegung seiner Reflexion besteht darin dass er der nur

für sich ist, zum Anundfürsichsein dass er der das aufgehobene Wesen ist zum

Wesen werde so erhält er seinen eigenen Geist an ihm selbst. Da vorhin die Form

dieser Bewegung auseinandergesetzt worden so ist es hinreichend hier den

Inhalt derselben zu bestimmen

    Das edelmütige Bewusstsein bezieht sich also hier nicht auf den Gegenstand

als Wesen überhaupt sondern es ist das Fürsichsein selbst das ihm ein Fremdes

ist es findet sein Selbst als solches entfremdet vor als eine gegenständliche

feste Wirklichkeit die es von einem anderen festen Fürsichsein zu empfangen

hat Sein Gegenstand ist das Fürsichsein also das Seinige aber dadurch dass es

Gegenstand ist ist es zugleich unmittelbar eine fremde Wirklichkeit welche

eigenes Fürsichsein eigener Wille ist dh es sieht sein Selbst in der Gewalt

eines fremden Willens von dem es abhängt ob er ihm dasselbe ablassen will

    Von jeder einzelnen Seite kann das Selbstbewusstsein abstrahieren und behält

darum in einer Verbindlichkeit die eine solche betrifft sein Anerkanntsein und

Ansichgelten als für sich seienden Wesens Hier aber sieht es sich von der Seite

seiner reinen eigensten Wirklichkeit oder seines Ichs außer sich und einem

Anderen angehörig sieht seine Persönlichkeit als solche abhängig von der

zufälligen Persönlichkeit eines Anderen von dem Zufall eines Augenblicks einer

Willkür oder sonst des gleichgültigsten Umstandes  Im Rechtszustande

erscheint was in der Gewalt des gegenständlichen Wesens ist als ein zufälliger

Inhalt von dem abstrahiert werden kann und die Gewalt betrifft nicht das

Selbst als solches sondern dieses ist vielmehr anerkannt Allein hier sieht es

die Gewissheit seiner als solche das Wesenloseste und die reine

Persönlichkeit absolute Unpersönlichkeit zu sein Der Geist seines Danks ist

daher das Gefühl wie dieser tiefsten Verworfenheit so auch der tiefsten

Empörung Indem das reine Ich selbst sich außer sich und zerrissen anschaut ist

in dieser Zerrissenheit zugleich alles was Kontinuität und Allgemeinheit hat

was Gesetz gut und recht heißt auseinander und zugrunde gegangen alles

Gleiche ist aufgelöst denn die reinste Ungleichheit die absolute

Unwesentlichkeit des absolut Wesentlichen das Außersichsein des Fürsichseins

ist vorhanden das reine Ich selbst ist absolut zersetzt

    Wenn also von dem Reichtum dies Bewusstsein wohl die Gegenständlichkeit des

Fürsichseins zurückerhält und sie aufhebt so ist es nicht nur seinem Begriffe

nach wie die vorhergehende Reflexion nicht vollendet sondern für es selbst

unbefriedigt die Reflexion da das Selbst sich als ein Gegenständliches

empfängt ist der unmittelbare Widerspruch im reinen Ich selbst gesetzt Als

Selbst steht es aber zugleich unmittelbar über diesem Widerspruche ist die

absolute Elastizität welche dies Aufgehobensein des Selbsts wieder aufhebt

diese Verworfenheit dass ihm sein Fürsichsein als ein Fremdes werde verwirft

und gegen dies Empfangen seiner selbst empört im Empfangen selbst für sich

ist.

    Indem also das Verhältnis dieses Bewusstseins mit dieser absoluten

Zerrissenheit verknüpft ist fällt in seinem Geiste der Unterschied desselben

als edelmütiges gegen das niederträchtige bestimmt zu sein hinweg und beide

sind dasselbe  Der Geist des wohltuenden Reichtums kann ferner von dem Geiste

des die Wohltat empfangenden Bewusstseins unterschieden werden und ist besonders

zu betrachten  Er war das wesenlose Fürsichsein das preisgegebene Wesen

Durch seine Mitteilung aber wird er zum Ansich indem er seine Bestimmung

erfüllte sich aufzuopfern hebt er die Einzelheit für sich nur zu genießen

auf und als aufgehobene Einzelheit ist er Allgemeinheit oder Wesen  Was er

mitteilt was er anderen gibt ist das Fürsichsein Er gibt sich aber nicht hin

als eine selbstlose Natur als die unbefangen sich preisgebende Bedingung des

Lebens sondern als selbstbewusstes sich für sich haltendes Wesen er ist nicht

die unorganische Macht des Elements welche von dem empfangenden Bewusstsein als

an sich vergänglich gewusst wird sondern die Macht über das Selbst die sich

unabhängig und willkürlich weiß und die zugleich weiß dass was sie ausspendet

das Selbst eines Anderen ist  Der Reichtum teilt also mit dem Klienten die

Verworfenheit aber an die Stelle der Empörung tritt der Übermut Denn er weiß

nach der einen Seite wie der Klient das Fürsichsein als ein zufälliges Ding

aber er selbst ist diese Zufälligkeit in deren Gewalt die Persönlichkeit steht

In diesem Übermute der durch eine Mahlzeit ein fremdes IchSelbst erhalten und

sich dadurch die Unterwerfung von dessen Innerstem Wesen erworben zu haben

meint übersieht er die innere Empörung des anderen er übersieht die

vollkommene Abwertung aller Fessel diese reine Zerrissenheit welcher indem

ihr die Sichselbstgleichheit des Fürsichseins schlechthin ungleich geworden

alles Gleiche alles Bestehen zerrissen ist und die daher die Meinung und

Ansicht des Wohltäters am meisten zerreißt Er steht unmittelbar vor diesem

innersten Abgrunde vor dieser bodenlosen Tiefe worin aller Halt und Substanz

verschwunden ist und er sieht in dieser Tiefe nichts als ein gemeines Ding ein

Spiel seiner Laune einen Zufall seiner Willkür sein Geist ist die ganz

wesenlose Meinung die geistverlassene Oberfläche zu sein

    Wie das Selbstbewusstsein gegen die Staatsmacht seine Sprache hatte oder der

Geist zwischen diesen Extremen als wirkliche Mitte hervortrat so hat es auch

Sprache gegen den Reichtum noch mehr aber hat seine Empörung ihre Sprache

Jene welche dem Reichtum das Bewusstsein seiner Wesenheit gibt und sich seiner

dadurch bemächtigt ist gleichfalls die Sprache der Schmeichelei aber der

unedlen  denn was sie als Wesen ausspricht weiß sie als das preisgegebene

das nicht an sich seiende Wesen Die Sprache der Schmeichelei aber ist wie

vorhin schon erinnert der noch einseitige Geist Denn seine Momente sind zwar

das durch die Bildung des Dienstes zur reinen Existenz geläuterte Selbst und das

Ansichsein der Macht Allein der reine Begriff in welchem das einfache Selbst

und das Ansich jenes reine Ich und dies reine Wesen oder Denken dasselbe sind

 diese Einheit beider Seiten zwischen welchen die Wechselwirkung stattfindet

ist nicht in dem Bewusstsein dieser Sprache der Gegenstand ist ihm noch das

Ansich im Gegensatze gegen das Selbst oder der Gegenstand ist ihm nicht

zugleich sein eigenes Selbst als solches  Die Sprache der Zerrissenheit aber

ist die vollkommene Sprache und der wahre existierende Geist dieser ganzen Welt

der Bildung Dies Selbstbewusstsein dem die seine Verworfenheit verwerfende

Empörung zukommt ist unmittelbar die absolute Sichselbstgleichheit in der

absoluten Zerrissenheit die reine Vermittlung des reinen Selbstbewusstseins mit

sich selbst Es ist die Gleichheit des identischen Urteils worin eine und

dieselbe Persönlichkeit sowohl Subjekt als Prädikat ist Aber dies identische

Urteil ist zugleich das unendliche denn diese Persönlichkeit ist absolut

entzweit und Subjekt und Prädikat sind schlechthin gleichgültige Seiende die

einander nichts angehen ohne notwendige Einheit sogar dass jedes die Macht

einer eigenen Persönlichkeit ist Das Fürsichsein hat sein Fürsichsein zum

Gegenstande als ein schlechthin Anderes und zugleich ebenso unmittelbar als

sich selbst  sich als ein Anderes nicht dass dieses einen anderen Inhalt

hätte sondern der Inhalt ist dasselbe Selbst in der Form absoluter

Entgegensetzung und vollkommen eigenen gleichgültigen Daseins  Es ist also

hier der seiner in seiner Wahrheit und seines Begriffes bewusste Geist dieser

realen Welt der Bildung vorhanden

    Er ist diese absolute und allgemeine Verkehrung und Entfremdung der

Wirklichkeit und des Gedankens die reine Bildung Was in dieser Welt erfahren

wird ist dass weder die wirklichen Wesen der Macht und des Reichtums noch ihre

bestimmten Begriffe Gut und Schlecht oder das Bewusstsein des Guten und

Schlechten das edelmütige und niederträchtige Wahrheit haben sondern alle

diese Momente verkehren sich vielmehr eins im ändern und jedes ist das

Gegenteil seiner selbst  Die allgemeine Macht welche die Substanz ist indem

sie durch das Prinzip der Individualität zur eigenen Geistigkeit gelangt

empfängt das eigene Selbst nur als den Namen an ihr und ist indem sie wirkliche

Macht ist vielmehr das ohnmächtige Wesen das sich selbst aufopfert  Aber

dies preisgegebene selbstlose Wesen oder das zum Dinge gewordene Selbst ist

vielmehr die Rückkehr des Wesens in sich selbst es ist das fürsichseiende

Fürsichsein die Existenz des Geistes  Die Gedanken dieser Wesen des Guten

und Schlechten verkehren sich ebenso in dieser Bewegung was als gut bestimmt

ist ist schlecht was als schlecht ist gut Das Bewusstsein eines jeden dieser

Momente als das edle und niederträchtige Bewusstsein beurteilt sind in ihrer

Wahrheit vielmehr ebensosehr das Verkehrte dessen was diese Bestimmungen sein

sollen das edelmütige ebenso niederträchtig und verworfen als die

Verworfenheit zum Adel der gebildetsten Freiheit des Selbstbewusstseins

umschlägt  Alles ist ebenso formell betrachtet nach außen das Verkehrte

dessen was es für sich ist; und wieder was es für sich ist, ist es nicht in

Wahrheit sondern etwas anderes als es sein will das Fürsichsein vielmehr der

Verlust seiner selbst und die Entfremdung seiner vielmehr die Selbsterhaltung 

Was vorhanden ist ist also dies dass alle Momente eine allgemeine Gerechtigkeit

gegeneinander ausüben jedes ebensosehr an sich selbst sich entfremdet als es

sich in sein Gegenteil einbildet und es auf diese Weise verkehrt  Der wahre

Geist aber ist eben diese Einheit der absolut Getrennten und zwar kommt er eben

durch die freie Wirklichkeit dieser selbstlosen Extreme selbst als ihre Mitte

zur Existenz Sein Dasein ist das allgemeine Sprechen und zerreißende Urteilen

welchem alle jene Momente die als Wesen und wirkliche Glieder des Ganzen gelten

sollen sich auflösen und welches ebenso dies sich auflösende Spiel mit sich

selbst ist Dies Urteilen und Sprechen ist daher das Wahre und Unbezwingbare

während es alles überwältigt dasjenige um welches es in dieser realen Welt

allein wahrhaft zu tun ist Jeder Teil dieser Welt kommt darin dazu dass sein

Geist ausgesprochen oder dass mit Geist von ihm gesprochen und von ihm gesagt

wird was er ist  Das ehrliche Bewusstsein nimmt jedes Moment als eine

bleibende Wesenheit und ist die ungebildete Gedankenlosigkeit nicht zu wissen

dass es ebenso das Verkehrte tut Das zerrissene Bewusstsein aber ist das

Bewusstsein der Verkehrung und zwar der absoluten Verkehrung der Begriff ist

das Herrschende in ihm der die Gedanken zusammenbringt welche der Ehrlichkeit

weit auseinanderliegen und dessen Sprache daher geistreich ist

    Der Inhalt der Rede des Geistes von und über sich selbst ist also die

Verkehrung aller Begriffe und Realitäten der allgemeine Betrug seiner selbst

und der anderen und die Schamlosigkeit diesen Betrug zu sagen ist eben darum

die größte Wahrheit Diese Rede ist die Verrücktheit des Musikers der »dreißig

Arien italienische französische tragische komische von aller Art Charakter

häufte und vermischte bald mit einem tiefen bass stieg er bis in die Hölle dann

zog er die Kehle zusammen und mit einem Fistelton zerriss er die Höhe der

Lüfte wechselweise rasend besänftigt gebieterisch und spöttisch«  Dem

ruhigen Bewusstsein das ehrlicherweise die Melodie des Guten und Wahren in die

Gleichheit der Tone dh in eine Note setzt erscheint diese Rede als eine

Faselei von Weisheit und Tollheit als ein Gemisch von ebensoviel Geschick als

Niedrigkeit von ebenso richtigen als falschen Ideen von einer so völligen

Verkehrtheit der Empfindung so vollkommener Schändlichkeit als gänzlicher

Offenheit und Wahrheit Es wird es nicht versagen können in alle diese Töne

einzugehen und die ganze Skala der Gefühle von der tiefsten Verachtung und

Verwerfung bis zur höchsten Bewunderung und Rührung auf und nieder zu laufen in

diese wird ein lächerlicher Zug verschmolzen sein der ihnen ihre Natur benimmt

jene werden an ihrer Offenheit selbst einen versöhnenden an ihrer

erschütternden Tiefe den allgewaltigen Zug haben der den Geist sich selbst

gibt

    Betrachten wir der Rede dieser sich selbst klaren Verwirrung gegenüber die

Rede jenes einfachen Bewusstseins des Wahren und Guten so kann sie gegen die

offene und ihrer bewusste Beredsamkeit des Geistes der Bildung nur einsilbig

sein denn es kann diesem nichts sagen was er nicht selbst weiß und sagt Geht

es über seine Einsilbigkeit hinaus so sagt es daher dasselbe was er

ausspricht begeht aber darin noch dazu die Torheit zu meinen dass es etwas

Neues und Anderes sage Selbst seine Silben schändlich niederträchtig sind

schon diese Torheit denn jener sagt sie von sich selbst Wenn dieser Geist in

seiner Rede alles Eintönige verkehrt weil dieses sich Gleiche nur eine

Abstraktion in seiner Wirklichkeit aber die Verkehrung an sich selbst ist und

wenn dagegen das gerade Bewusstsein das Gute und Edle dh das sich in seiner

Äußerung Gleichhaltende auf die einzige Weise die hier möglich ist in Schutz

nimmt  dass es nämlich seinen Wert nicht darum verliere weil es an das

Schlechte geknüpft oder mit ihm gemischt sei denn dies sei seine Bedingung und

Notwendigkeit hierin bestehe die Weisheit der Natur  so hat dies Bewusstsein

indem es zu widersprechen meinte damit nur den Inhalt der Rede des Geistes in

eine triviale Weise zusammengefasst welche gedankenlos indem sie das Gegenteil

des Edlen und Guten zur Bedingung und Notwendigkeit des Edlen und Guten macht

etwas anderes zu sagen meint als dies dass das edel und gut Genannte in seinem

Wesen das Verkehrte seiner selbst so wie das Schlechte umgekehrt das

Vortreffliche ist

    Ersetzt das einfache Bewusstsein diesen geistlosen Gedanken durch die

Wirklichkeit des Vortrefflichen indem es dasselbe in dem Beispiele eines

fingierten Falles oder auch einer wahren Anekdote aufführt und so zeigt dass es

kein leerer Name sondern vorhanden ist so steht die allgemeine Wirklichkeit

des verkehrten Tuns der ganzen realen Welt entgegen worin jenes Beispiel also

nur etwas ganz Vereinzeltes eine Espèce ausmacht und das Dasein des Guten und

Edlen als eine einzelne Anekdote sie sei fingiert oder wahr darstellen ist

das Bitterste was von ihm gesagt werden kann  Fordert das einfache Bewusstsein

endlich die Auflösung dieser ganzen Welt der Verkehrung so kann es nicht an das

Individuum die Entfernung aus ihr fordern denn Diogenes im Fasse ist durch sie

bedingt und die Forderung an den Einzelnen ist gerade das was für das

Schlechte gilt nämlich für sich als Einzelnen zu sorgen An die allgemeine

Individualität aber gerichtet kann die Forderung dieser Entfernung nicht die

Bedeutung haben dass die Vernunft das geistige gebildete Bewusstsein zu dem sie

gekommen ist wieder aufgebe den ausgebreiteten Reichtum ihrer Momente in die

Einfachheit des natürlichen Herzens zurückversenke und in die Wildnis und Nähe

des tierischen Bewusstseins welche Natur auch Unschuld genannt wird

zurückfalle sondern die Forderung dieser Auflösung kann nur an den Geist der

Bildung selbst gehen dass er aus seiner Verwirrung als Geist zu sich zurückkehre

und ein noch höheres Bewusstsein gewinne

    In der Tat aber hat der Geist dies schon an sich vollbracht Die ihrer

selbst bewusste und sich aussprechende Zerrissenheit des Bewusstseins ist das

Hohngelächter über das Dasein sowie über die Verwirrung des Ganzen und über sich

selbst es ist zugleich das sich noch vernehmende Verklingen dieser ganzen

Verwirrung  Diese sich selbst vernehmende Eitelkeit aller Wirklichkeit und

alles bestimmten Begriffs ist die gedoppelte Reflexion der realen Welt in sich

selbst einmal in diesem Selbst des Bewusstseins als diesem das andere Mal in

der reinen Allgemeinheit desselben oder im Denken Nach jener Seite hat der zu

sich gekommene Geist den Blick in die Welt der Wirklichkeit hineingerichtet und

sie noch zu seinem Zwecke und unmittelbaren Inhalte nach der ändern aber ist

sein Blick teils nur in sich und negativ gegen sie teils von ihr weg gen Himmel

gewendet und das Jenseits derselben sein Gegenstand

    In jener Seite der Rückkehr in das Selbst ist die Eitelkeit aller Dinge

seine eigene Eitelkeit oder es ist eitel Es ist das fürsichseiende Selbst das

alles nicht nur zu beurteilen und zu beschwatzen sondern geistreich die festen

Wesen der Wirklichkeit wie die festen Bestimmungen die das Urteil setzt in

ihrem Widerspreche zu sagen weiß und dieser Widerspruch ist ihre Wahrheit 

Nach der Form betrachtet weiß es alles sich selbst entfremdet das Fürsichsein

vom Ansichsein getrennt das Gemeinte und den Zweck von der Wahrheit und von

beiden wieder das Sein für Anderes das Vorgegebene von der eigentlichen Meinung

und der wahren Sache und Absicht  Es weiß also jedes Moment gegen das andere

überhaupt die Verkehrung aller richtig auszusprechen es weiß besser was jedes

ist als es ist es sei bestimmt wie es wolle Indem es das Substantielle nach

der Seite der Uneinigkeit und des Widerstreits den es in sich einigt aber

nicht nach der Seite dieser Einigkeit kennt versteht es das Substantielle sehr

gut zu beurteilen aber hat die Fähigkeit verloren es zu fassen  Diese

Eitelkeit bedarf dabei der Eitelkeit aller Dinge um aus ihnen sich das

Bewusstsein des Selbsts zu geben erzeugt sie daher selbst und ist die Seele

welche sie trägt Macht und Reichtum sind die höchsten Zwecke seiner

Anstrengung es weiß dass es durch Entsagung und Aufopferung sich zum

Allgemeinen bildet zum Besitze desselben gelangt und in diesem Besitze

allgemeine Gültigkeit hat sie sind die wirklichen anerkannten Mächte Aber

dieses sein Gelten ist selbst eitel und eben indem es sich ihrer bemächtigt

weiß es sie nicht Selbstwesen zu sein sondern vielmehr sich als ihre Macht

sie aber als eitel dass es so in ihrem Besitze selbst daraus heraus ist stellt

es in der geistreichen Sprache dar die daher sein höchstes Interesse und die

Wahrheit des Ganzen ist in ihr wird dieses Selbst als dies reine nicht den

wirklichen noch gedachten Bestimmungen angehörige Selbst sich zum geistigen

wahrhaft allgemeingültigen Es ist die sich selbst zerreißende Natur aller

Verhältnisse und das bewusste Zerreißen derselben nur als empörtes

Selbstbewusstsein aber weiß es seine eigene Zerrissenheit und in diesem Wissen

derselben hat es sich unmittelbar darüber erhoben In jener Eitelkeit wird aller

Inhalt zu einem Negativen welches nicht mehr positiv gefasst werden kann der

positive Gegenstand ist nur das reine Ich selbst und das zerrissene Bewusstsein

ist an sich diese reine Sichselbstgleichheit des zu sich zurückgekommenen

Selbstbewusstseins

 
 






Der Geist der Entfremdung seiner selbst hat in der Welt der Bildung sein Dasein

aber indem dieses Ganze sich selbst entfremdet worden steht jenseits ihrer die

unwirkliche Welt des reinen Bewusstseins oder des Denkens Ihr Inhalt ist das

rein Gedachte das Denken ihr absolutes Element Indem aber das Denken zunächst

das Element dieser Welt ist hat das Bewusstsein nur diese Gedanken aber es

denkt sie noch nicht oder weiß nicht dass es Gedanken sind sondern sie sind für

es in der Form der Vorstellung Denn es tritt aus der Wirklichkeit in das reine

Bewusstsein aber es ist selbst überhaupt noch in der Sphäre und Bestimmtheit der

Wirklichkeit Das zerrissene Bewusstsein ist an sich erst die

Sichselbstgleichheit des reinen Bewusstseins für uns nicht für sich selbst Es

ist also nur die unmittelbare noch nicht in sich vollendete Erhebung und hat

sein entgegengesetztes Prinzip wodurch es bedingt ist noch in sich ohne durch

die vermittelte Bewegung darüber Meister geworden zu sein Daher gilt ihm das

Wesen seines Gedankens nicht als Wesen nur in der Form des abstrakten Ansich

sondern in der Form eines Gemeinwirklichen einer Wirklichkeit die nur in ein

anderes Element erhoben worden ohne in diesem die Bestimmtheit einer nicht

gedachten Wirklichkeit verloren zu haben  Es ist wesentlich von dem Ansich zu

unterscheiden welches das Wesen des stoischen Bewusstseins ist diesem galt nur

die Form des Gedankens als solchen der dabei irgendeinen ihm fremden aus der

Wirklichkeit genommenen Inhalt hat jenem Bewusstsein ist aber nicht die Form des

Gedankens das Geltende  ebenso ist es wesentlich zu unterscheiden von dem

Ansich des tugendhaften Bewusstseins dem das Wesen zwar in Beziehung auf die

Wirklichkeit steht dem es Wesen der Wirklichkeit selbst aber nur erst

unwirkliches Wesen ist  jenem Bewusstsein gilt es obzwar Jenseits der

Wirklichkeit doch wirkliches Wesen zu sein Ebenso hat das an sich Rechte und

Gute der gesetzgebenden Vernunft und das Allgemeine des gesetzprüfenden

Bewusstseins nicht die Bestimmung der Wirklichkeit  Wenn daher innerhalb der

Welt der Bildung selbst das reine Denken als eine Seite der Entfremdung fiel

nämlich als der Maßstab des abstrakten Guten und Schlechten im Urteilen so ist

es hindurchgegangen durch die Bewegung des Ganzen um das Moment der

Wirklichkeit und dadurch des Inhalts bereichert worden Diese Wirklichkeit des

Wesens ist aber zugleich nur eine Wirklichkeit des reinen nicht des wirklichen

Bewusstseins in das Element des Denkens zwar erhoben gilt sie diesem Bewusstsein

noch nicht als ein Gedanke sondern vielmehr ist sie ihm Jenseits seiner eigenen

Wirklichkeit denn jene ist die Flucht aus dieser

Wie hier die Religion  denn es erhellt dass von ihr die Rede ist  als der

Glaube der Welt der Bildung auftritt tritt sie noch nicht auf wie sie an und

für sich ist.  Sie ist uns schon in anderen Bestimmtheiten erschienen als

unglückliches Bewusstsein nämlich als Gestalt der substanzlosen Bewegung des

Bewusstseins selbst  Auch an der sittlichen Substanz erschien sie als Glaube an

die Unterwelt aber das Bewusstsein des abgeschiedenen Geistes ist eigentlich

nicht Glaube nicht das Wesen im Elemente des reinen Bewusstseins jenseits des

Wirklichen gesetzt sondern er hat selbst unmittelbare Gegenwart sein Element

ist die Familie Hier aber ist die Religion teils aus der Substanz

hervorgegangen und ist reines Bewusstsein derselben teils ist dies reine

Bewusstsein seinem wirklichen das Wesen seinem Dasein entfremdet Sie ist also

zwar nicht mehr die substanzlose Bewegung des Bewusstseins aber hat noch die

Bestimmtheit des Gegensatzes gegen die Wirklichkeit als diese überhaupt und

gegen die des Selbstbewusstseins insbesondere sie ist daher wesentlich nur ein

Glauben

Dies reine Bewusstsein des absoluten Wesens ist ein entfremdetes Es ist näher zu

sehen wie dasjenige sich bestimmt dessen Anderes es ist und es ist nur in

Verbindung mit diesem zu betrachten Zunächst nämlich scheint dies reine

Bewusstsein nur die Welt der Wirklichkeit sich gegenüber zu haben aber indem es

die Flucht aus dieser und dadurch die Bestimmtheit des Gegensatzes ist so hat

es diese an ihm selbst; das reine Bewusstsein ist daher wesentlich an ihm selbst

sich entfremdet und der Glaube macht nur eine Seite desselben aus Die andere

Seite ist uns zugleich schon entstanden Das reine Bewusstsein ist nämlich so die

Reflexion aus der Welt der Bildung dass die Substanz derselben sowie die Massen

in welche sie sich gliedert sich als das zeigten was sie an sich sind als

geistige Wesenheiten als absolut unruhige Bewegungen oder Bestimmungen die

sich unmittelbar in ihrem Gegenteil aufheben Ihr Wesen das einfache Bewusstsein

ist also die Einfachheit des absoluten Unterschiedes der unmittelbar kein

Unterschied ist Es ist hiermit das reine Fürsichsein nicht als dieses

Einzelnen sondern das in sich allgemeine Selbst als unruhige Bewegung die das

ruhige Wesen der Sache angreift und durchdringt In ihm ist also die Gewissheit

welche sich selbst unmittelbar als Wahrheit weiß das reine Denken als der

absolute Begriff in der Macht seiner Negativität vorhanden die alles

gegenständliche dem Bewusstsein gegenüber sein sollende Wesen vertilgt und es zu

einem Sein des Bewusstseins macht  Dies reine Bewusstsein ist zugleich

ebensosehr einfach weil eben sein Unterschied kein Unterschied ist Als diese

Form der einfachen Reflexioninsich aber ist es das Element des Glaubens worin

der Geist die Bestimmtheit der positiven Allgemeinheit des Ansichseins gegen

jenes Fürsichsein des Selbstbewusstseins hat  Aus der wesenlosen sich nur

auflösenden Welt in sich zurückgedrängt ist der Geist nach der Wahrheit in

ungetrennter Einheit sowohl die absolute Bewegung und Negativität seines

Erscheinens wie ihr in sich befriedigtes Wesen und ihre positive Ruhe Aber

überhaupt unter der Bestimmtheit der Entfremdung liegend treten diese beiden

Momente als ein gedoppeltes Bewusstsein auseinander Jenes ist die reine Einsicht

 als der sich im Selbstbewusstsein zusammenfassende geistige Prozess welcher das

Bewusstsein des Positiven die Form der Gegenständlichkeit oder des Vorstellens

sich gegenüber hat und sich dagegen richtet ihr eigener Gegenstand aber ist nur

das reine Ich  Das einfache Bewusstsein des Positiven oder der ruhigen

Sichselbstgleichheit hat hingegen das innere Wesen als Wesen zum Gegenstande

Die reine Einsicht hat daher zunächst an ihr selbst keinen Inhalt weil sie das

negative Fürsichsein ist dem Glauben dagegen gehört der Inhalt an ohne

Einsicht Wenn jene nicht aus dem Selbstbewusstsein heraustritt so hat dieser

seinen Inhalt zwar ebenfalls im Element des reinen Selbstbewusstseins aber im

Denken nicht in Begriffen im reinen Bewusstsein nicht im reinen

Selbstbewusstsein Er ist hiermit zwar reines Bewusstsein des Wesens dh des

einfachen Innern und ist also Denken  das Hauptmoment in der Natur des

Glaubens das gewöhnlich übersehen wird Die Unmittelbarkeit mit der das Wesen

in ihm ist liegt darin dass sein Gegenstand Wesen dh reiner Gedanke ist

Diese Unmittelbarkeit aber insofern das Denken ins Bewusstsein oder das reine

Bewusstsein in das Selbstbewusstsein eintritt erhält die Bedeutung eines

gegenständlichen Seins das jenseits des Bewusstseins des Selbsts liegt Durch

diese Bedeutung welche die Unmittelbarkeit und Einfachheit des reinen Denkens

im Bewusstsein erhält ist es dass das Wesen des Glaubens in die Vorstellung aus

dem Denken herabfällt und zu einer übersinnlichen Welt wird welche wesentlich

ein Anderes des Selbstbewusstseins sei  In der reinen Einsicht hingegen hat der

Übergang des reinen Denkens ins Bewusstsein die entgegengesetzte Bestimmung die

Gegenständlichkeit hat die Bedeutung eines nur negativen sich aufhebenden und

in das Selbst zurückkehrenden Inhalts dh nur das Selbst ist sich eigentlich

der Gegenstand oder der Gegenstand hat nur Wahrheit insofern er die Form des

Selbsts hat

Wie der Glaube und die reine Einsicht gemeinschaftlich dem Elemente des reinen

Bewusstseins angehören so sind sie auch gemeinschaftlich die Rückkehr aus der

wirklichen Welt der Bildung Sie bieten sich daher nach drei Seiten dar Das

eine Mal ist jedes außer allem Verhältnisse an und für sich; das andere Mal

bezieht jedes sich auf die wirkliche dem reinen Bewusstsein entgegengesetzte

Welt und zum dritten bezieht sich jedes innerhalb des reinen Bewusstseins auf

das andere

Die Seite des Anundfürsichseins im glaubenden Bewusstsein ist sein absoluter

Gegenstand dessen Inhalt und Bestimmung sich ergeben hat Denn er ist nach dem

Begriffe des Glaubens nichts anderes als die in die Allgemeinheit des reinen

Bewusstseins erhobene reale Welt Die Gliederung der letzteren macht daher auch

die Organisation der ersteren aus nur dass die Teile in dieser in ihrer

Begeistung sich nicht entfremden sondern an und für sich seiende Wesen in sich

zurückgekehrte und bei sich selbst bleibende Geister sind Die Bewegung ihres

Übergehens ist daher nur für uns eine Entfremdung der Bestimmtheit in der sie

in ihrem Unterschiede sind und nur für uns eine notwendige Reihe für den

Glauben aber ist ihr Unterschied eine ruhige Verschiedenheit und ihre Bewegung

ein Geschehen

Sie nach der äußeren Bestimmung ihrer Form kurz zu nennen so ist wie in der

Welt der Bildung die Staatsmacht oder das Gute das Erste war auch hier das

Erste das absolute Wesen der anundfürsichseiende Geist insofern er die

einfache ewige Substanz ist In der Realisierung ihres Begriffes Geist zu sein

aber geht sie in das Sein für Anderes über ihre Sichselbstgleichheit wird zum

wirklichen sich aufopfernden absoluten Wesen es wird zum Selbst aber zum

vergänglichen Selbst Daher ist das Dritte die Rückkehr dieses entfremdeten

Selbsts und der erniedrigten Substanz in ihre erste Einfachheit erst auf diese

Weise ist sie als Geist vorgestellt

Diese unterschiedenen Wesen aus dem Wandel der wirklichen Welt durch das Denken

in sich zurückgenommen sind sie wandellose ewige Geister deren Sein ist die

Einheit welche sie ausmachen zu denken So entrückt dem Selbstbewusstsein

greifen diese Wesen jedoch in es ein wäre das Wesen unverrückt in der Form der

ersten einfachen Substanz so bliebe es ihm fremd Aber die Entäußerung dieser

Substanz und dann ihr Geist hat das Moment der Wirklichkeit an ihm und macht

sich hierdurch des glaubenden Selbstbewusstseins teilhaftig oder das glaubende

Bewusstsein gehört der realen Welt an

Nach diesem zweiten Verhältnisse hat das glaubende Bewusstsein teils selbst seine

Wirklichkeit in der realen Welt der Bildung und macht ihren Geist und ihr Dasein

aus das betrachtet worden ist teils aber tritt es dieser seiner Wirklichkeit

als dem Eitlen gegenüber und ist die Bewegung sie aufzuheben Diese Bewegung

besteht nicht darin dass es ein geistreiches Bewusstsein über ihre Verkehrung

hätte denn es ist das einfache Bewusstsein welches das Geistreiche zum Eitlen

zählt weil dieses noch die reale Welt zu seinem Zwecke hat Sondern dem ruhigen

Reiche seines Denkens steht die Wirklichkeit als ein geistloses Dasein

gegenüber das daher auf eine äußerliche Weise zu überwinden ist Dieser

Gehorsam des Dienstes und des Preises bringt durch das Aufheben des sinnlichen

Wissens und Tuns das Bewusstsein der Einheit mit dem anundfürsichseienden Wesen

hervor doch nicht als angeschaute wirkliche Einheit sondern dieser Dienst ist

nur das fortwährende Hervorbringen das sein Ziel in der Gegenwart nicht

vollkommen erreicht Die Gemeinde gelangt zwar dazu denn sie ist das allgemeine

Selbstbewusstsein aber dem einzelnen Selbstbewusstsein bleibt notwendig das Reich

des reinen Denkens ein Jenseits seiner Wirklichkeit oder indem dieses durch die

Entäußerung des ewigen Wesens in die Wirklichkeit getreten ist sie eine

unbegriffene sinnliche Wirklichkeit eine sinnliche Wirklichkeit aber bleibt

gleichgültig gegen die andere und das Jenseits hat nur die Bestimmung der

Entfernung in Raum und Zeit noch dazuerhalten  Der Begriff aber die sich

selbst gegenwärtige Wirklichkeit des Geistes bleibt im glaubenden Bewusstsein

das innere welches alles ist und wirkt aber nicht selbst hervortritt

In der reinen Einsicht aber ist der Begriff das allein Wirkliche und diese

dritte Seite des Glaubens Gegenstand für die reine Einsicht zu sein ist das

eigentliche Verhältnis in welchem er hier auftritt  Die reine Einsicht selbst

ist ebenso teils an und für sich, teils im Verhältnisse zur wirklichen Welt

insofern sie noch positiv nämlich als eitles Bewusstsein vorhanden ist teils

endlich in jenem Verhältnisse zum Glauben zu betrachten

Was die reine Einsicht an und für sich ist, haben wir gesehen wie der Glaube

das ruhige reine Bewusstsein des Geistes als des Wesens so ist sie das

Selbstbewusstsein desselben sie weiß das Wesen daher nicht als Wesen sondern

als absolutes Selbst Sie geht also darauf alle dem Selbstbewusstsein andere

Selbständigkeit es sei des Wirklichen oder Ansichseienden aufzuheben und sie

zum Begriffe zu machen Sie ist nicht nur die Gewissheit der selbstbewussten

Vernunft alle Wahrheit zu sein sondern sie weiß dass sie dies ist

Wie aber der Begriff derselben auftritt ist er noch nicht realisiert Sein

Bewusstsein erscheint hiernach noch als ein zufälliges einzelnes und das was

ihm das Wesen ist als Zweck den es zu verwirklichen hat Es hat erst die

Absicht die reine Einsicht allgemein  dh alles was wirklich ist zum

Begriffe und zu einem Begriffe in allen Selbstbewusstseinen zu machen Die

Absicht ist rein denn sie hat die reine Einsicht zum Inhalte und diese

Einsicht ist ebenso rein denn ihr Inhalt ist nur der absolute Begriff der

keinen Gegensatz an einem Gegenstande hat noch an ihm selbst beschränkt ist In

dem unbeschränkten Begriffe liegen unmittelbar die beiden Seiten dass alles

Gegenständliche nur die Bedeutung des Fürsichseins des Selbstbewusstseins und

dass dieses die Bedeutung eines Allgemeinen habe dass die reine Einsicht Eigentum

aller Selbstbewusstseine werde Diese zweite Seite der Absicht ist insofern

Resultat der Bildung als darin wie die Unterschiede des gegenständlichen

Geistes die Teile und Urteilsbestimmungen seiner Welt so auch die

Unterschiede welche als ursprünglich bestimmte Naturen erscheinen zugrunde

gegangen sind Genie Talent die besonderen Fähigkeiten überhaupt gehören der

Welt der Wirklichkeit an insofern sie an ihr noch die Seite hat geistiges

Tierreich zu sein welches in gegenseitiger Gewalttätigkeit und Verwirrung sich

um die Wesen der realen Welt bekämpft und betrügt  Die Unterschiede haben in

ihr zwar nicht als ehrliche Espècen Platz weder begnügt sich die Individualität

mit der unwirklichen Sache selbst noch hat sie besonderen Inhalt und eigene

Zwecke Sondern sie gilt nur als ein Allgemeingültiges nämlich als Gebildetes

und der Unterschied reduziert sich auf die geringere oder größere Energie 

einen Unterschied der Größe dh den unwesentlichen Diese letzte

Verschiedenheit aber ist darin zugrunde gegangen dass der Unterschied in der

vollkommenen Zerrissenheit des Bewusstseins zum absolut qualitativen umschlug

Was darin dem Ich das Andere ist ist nur das Ich selbst In diesem unendlichen

Urteile ist alle Einseitigkeit und Eigenheit des ursprünglichen Fürsichseins

getilgt das Selbst weiß sich als reines Selbst sein Gegenstand zu sein und

diese absolute Gleichheit beider Seiten ist das Element der reinen Einsicht 

Sie ist daher das einfache in sich ununterschiedene Wesen und ebenso das

allgemeine Werk und allgemeiner Besitz In dieser einfachen geistigen Substanz

gibt und erhält sich das Selbstbewusstsein ebenso in allem Gegenstande das

Bewusstsein dieser seiner Einzelheit oder des Tuns als umgekehrt die

Individualität desselben darin sich selbst gleich und allgemein ist  Diese

reine Einsicht ist also der Geist der allem Bewusstsein zuruft seid für euch

selbst was ihr alle an euch selbst seid  vernünftig

 



                           



    Der eigentümliche Gegenstand gegen welchen die reine Einsicht die Kraft des

Begriffes richtet ist der Glaube als die ihr in demselben Elemente

gegenüberstehende Form des reinen Bewusstseins Sie hat aber auch Beziehung auf

die wirkliche Welt denn sie ist wie jener die Rückkehr aus derselben in das

reine Bewusstsein Es ist zuerst zu sehen wie ihre Tätigkeit gegen die

unlauteren Absichten und verkehrten Einsichten derselben beschaffen ist

    Oben wurde schon des ruhigen Bewusstseins erwähnt das diesem sich in sich

auflösenden und wieder erzeugenden Wirbel gegenübersteht es macht die Seite der

reinen Einsicht und Absicht aus In dies ruhige Bewusstsein fällt aber wie wir

sahen keine besondere Einsicht über die Welt der Bildung diese hat vielmehr

selbst das schmerzlichste Gefühl und die wahrste Einsicht über sich selbst  das

Gefühl die Auflösung alles sich Befestigenden durch alle Momente ihres Daseins

hindurch gerädert und an allen Knochen zerschlagen zu sein ebenso ist sie die

Sprache dieses Gefühls und die beurteilende geistreiche Rede über alle Seiten

ihres Zustands Die reine Einsicht kann daher hier keine eigene Tätigkeit und

Inhalt haben und sich also nur als das formelle treue Auffassen dieser eigenen

geistreichen Einsicht der Welt und ihrer Sprache verhalten Indem diese Sprache

zerstreut die Beurteilung eine Faselei des Augenblicks die sich sogleich

wieder vergisst und ein Ganzes nur für ein drittes Bewusstsein ist so kann sich

dieses als reine Einsicht nur dadurch unterscheiden dass es jene sich

zerstreuenden Züge in ein allgemeines Bild zusammenfasst und sie dann zu einer

Einsicht Aller macht

    Sie wird durch dies einfache Mittel die Verwirrung dieser Welt zur Auflösung

bringen Denn es hat sich ergeben dass nicht die Massen und die bestimmten

Begriffe und Individualitäten das Wesen dieser Wirklichkeit sind sondern dass

sie ihre Substanz und Halt allein in dem Geiste hat der als Urteilen und

Besprechen existiert und dass das Interesse für dies Räsonieren und Schwatzen

einen Inhalt zu haben allein das Ganze und die Massen seiner Gliederung erhält

In dieser Sprache der Einsicht ist ihr Selbstbewusstsein sich noch ein

Fürsichseiendes dieses Einzelne aber die Eitelkeit des Inhalts ist zugleich

Eitelkeit des ihn eitel wissenden Selbsts Indem nun das ruhig auffassende

Bewusstsein von diesem ganzen geistreichen Geschwätze der Eitelkeit die

treffendsten und die Sache durchschneidenden Fassungen in eine Sammlung bringt

geht zu der übrigen Eitelkeit des Daseins die das Ganze noch erhaltende Seele

die Eitelkeit des geistreichen Beurteilens zugrunde Die Sammlung zeigt den

meisten einen besseren oder allen wenigstens einen vielfacheren Witz als der

ihrige ist und das Besserwissen und Beurteilen überhaupt als etwas Allgemeines

und nun allgemein Bekanntes damit tilgt sich das einzige Interesse das noch

vorhanden war und das einzelne Einsehen löst sich in die allgemeine Einsicht

auf

    Noch aber steht über dem eitlen Wissen das Wissen von dem Wesen fest und

die reine Einsicht erscheint erst in eigentlicher Tätigkeit insofern sie gegen

den Glauben auftritt

 
 






    Die verschiedenen Weisen des negativen Verhaltens des Bewusstseins teils des

Skeptizismus teils des theoretischen und praktischen Idealismus sind

untergeordnete Gestalten gegen diese der reinen Einsicht und ihrer Verbreitung

der Aufklärung denn sie ist aus der Substanz geboren weiß das reine Selbst des

Bewusstseins als absolut und nimmt es mit dem reinen Bewusstsein des absoluten

Wesens aller Wirklichkeit auf  Indem Glaube und Einsicht dasselbe reine

Bewusstsein der Form nach aber entgegengesetzt sind dem Glauben das Wesen als

Gedanke nicht als Begriff und daher ein dem Selbstbewusstsein schlechthin

Entgegengesetztes der reinen Einsicht aber das Wesen das Selbst ist sind sie

füreinander das eine das schlechthin Negative des anderen Dem Glauben kommt

wie beide gegeneinander auftreten aller Inhalt zu denn in seinem ruhigen

Elemente des Denkens gewinnt jedes Moment Bestehen  die reine Einsicht aber

ist zunächst ohne Inhalt und vielmehr reines Verschwinden desselben durch die

negative Bewegung gegen das ihr Negative aber wird sie sich realisieren und

einen Inhalt geben

    Sie weiß den Glauben als das ihr der Vernunft und Wahrheit

Entgegengesetzte Wie er ihr im allgemeinen ein Gewebe von Aberglauben

Vorurteilen und Irrtümern ist so organisiert sich ihr weiter das Bewusstsein

dieses Inhalts in ein Reich des Irrtums worin die falsche Einsicht einmal als

die allgemeine Masse des Bewusstseins unmittelbar unbefangen und ohne Reflexion

in sich selbst ist aber das Moment der Reflexioninsich oder des

Selbstbewusstseins getrennt von der Unbefangenheit auch an ihr hat als eine im

Hintergrunde für sich bleibende Einsicht und böse Absicht von welcher jenes

betört wird Jene Masse ist das Opfer des Betrugs einer Priesterschaft die ihre

neidische Eitelkeit allein im Besitze der Einsicht zu bleiben sowie ihren

sonstigen Eigennutz ausführt und zugleich mit dem Despotismus sich verschwört

der als die synthetische begrifflose Einheit des realen und dieses idealen

Reichs  ein seltsam inkonsequentes Wesen  über der schlechten Einsicht der

Menge und der schlechten Absicht der Priester steht und beides auch in sich

vereinigt aus der Dummheit und Verwirrung des Volks durch das Mittel der

betrügenden Priesterschaft beide verachtend den Vorteil der ruhigen

Beherrschung und der Vollführung seiner Lüste und Willkür zieht zugleich aber

dieselbe Dumpfheit der Einsicht der gleiche Aberglaube und Irrtum ist

    Gegen diese drei Seiten des Feindes lässt die Aufklärung sich nicht ohne

Unterschied ein denn indem ihr Wesen reine Einsicht das an und für sich

Allgemeine istso ist ihre wahre Beziehung auf das andere Extrem diejenige in

welcher sie auf das Gemeinschaftliche und Gleiche beider geht Die Seite der aus

dem allgemeinen unbefangenen Bewusstsein sich isolierenden Einzelheit ist das ihr

Entgegengesetzte das sie nicht unmittelbar berühren kann Der Wille der

betrügenden Priesterschaft und des unterdrückenden Despoten ist daher nicht

unmittelbarer Gegenstand ihres Tuns sondern die willenlose nicht zum

Fürsichsein sich vereinzelnde Einsicht der Begriff des vernünftigen

Selbstbewusstseins der an der Masse sein Dasein hat aber in ihr noch nicht als

Begriff vorhanden ist Indem aber die reine Einsicht diese ehrliche Einsicht und

ihr unbefangenes Wesen den Vorurteilen und Irrtümern entreißt windet sie der

schlechten Absicht die Realität und Macht ihres Betrugs aus den Händen deren

Reich an dem begrifflosen Bewusstsein der allgemeinen Masse seinen Boden und

Material  wie das Fürsichsein an dem einfachen Bewusstsein überhaupt seine

Substanz hat

    Die Beziehung der reinen Einsicht auf das unbefangene Bewusstsein des

absoluten Wesens hat nun die gedoppelte Seite dass sie einesteils an sich

dasselbe mit ihm ist andernteils aber dass dieses in dem einfachen Elemente

seines Gedankens das absolute Wesen sowie seine Teile gewähren und sich Bestehen

geben und sie nur als sein Ansich und darum in gegenständlicher Weise gelten

lässt sein Fürsichsein aber in diesem Ansich verleugnet  Insofern nach der

ersten Seite dieser Glaube an sich für die reine Einsicht reines

Selbstbewusstsein ist und er dies nur für sich werden soll so hat sie an diesem

Begriffe desselben das Element worin sie statt der falschen Einsicht sich

realisiert

    Von dieser Seite dass beide wesentlich dasselbe sind und die Beziehung der

reinen Einsicht durch und in demselben Elemente geschieht ist ihre Mitteilung

eine unmittelbare und ihr Geben und Empfangen ein ungestörtes Ineinanderfließen

Was auch sonst weiter in das Bewusstsein für Pflöcke eingeschlagen seien es ist

an sich diese Einfachheit in welcher alles aufgelöst vergessen und unbefangen

und die daher des Begriffs schlechthin empfänglich ist Die Mitteilung der

reinen Einsicht ist deswegen einer ruhigen Ausdehnung oder dem Verbreiten wie

eines Duftes in der widerstandslosen Atmosphäre zu vergleichen Sie ist eine

durchdringende Ansteckung welche sich nicht vorher gegen das gleichgültige

Element in das sie sich insinuiert als Entgegengesetztes bemerkbar macht und

daher nicht abgewehrt werden kann Erst wenn die Ansteckung sich verbreitet hat

ist sie für das Bewusstsein das sich ihr unbesorgt überließ Denn es war zwar

das einfache sich und ihm gleiche Wesen was es in sich empfing aber zugleich

die Einfachheit der in sich reflektierten Negativität welche nachher auch sich

nach ihrer Natur als Entgegengesetztes entfaltet und das Bewusstsein hierdurch an

seine vorige Weise erinnert sie ist der Begriffder das einfache Wissen ist

welches sich selbst und zugleich sein Gegenteil aber dieses in ihm als

aufgehoben weiß Sowie daher die reine Einsicht für das Bewusstsein ist hat sie

sich schon verbreitet der Kampf gegen sie verrät die geschehene Ansteckung er

ist zu spät und jedes Mittel verschlimmert nur die Krankheit denn sie hat das

Mark des geistigen Lebens ergriffen nämlich das Bewusstsein in seinem Begriffe

oder sein reines Wesen selbst es gibt darum auch keine Kraft in ihm welche

über ihr wäre Weil sie im Wesen selbst ist lassen sich ihre noch vereinzelten

Äußerungen zurückdrängen und die oberflächlichen Symptome dämpfen Es ist ihr

dies höchst vorteilhaft denn sie vergeudet nun nicht unnütz die Kraft noch

zeigt sie sich ihres Wesens unwürdig was dann der Fall ist, wenn sie in

Symptome und einzelne Eruptionen gegen den Inhalt des Glaubens und gegen den

Zusammenhang seiner äußeren Wirklichkeit hervorbricht Sondern nun ein

unsichtbarer und unbemerkter Geist durchschleicht sie die edlen Teile durch und

durch und hat sich bald aller Eingeweide und Glieder des bewusstlosen Götzen

gründlich bemächtigt und an einem schönen Morgen gibt sie mit dem Ellbogen dem

Kameraden einen Schub und Bautz Baradautz der Götze liegt am Boden  An

einem schönen Morgen dessen Mittag nicht blutig ist wenn die Ansteckung alle

Organe des geistigen Lebens durchdrungen hat nur das Gedächtnis bewahrt dann

noch als eine man weiß nicht wie vergangene Geschichte die tote Weise der

vorigen Gestalt des Geistes auf und die neue für die Anbetung erhöhte Schlange

der Weisheit hat auf diese Weise nur eine welke Haut schmerzlos abgestreift

    Aber dieses stumme Fortweben des Geistes im einfachen Innern seiner

Substanz der sich sein Tun verbirgt ist nur eine Seite der Realisierung der

reinen Einsicht Ihre Verbreitung besteht nicht nur darin dass Gleiches mit

Gleichem zusammengeht und ihre Verwirklichung ist nicht nur eine gegensatzlose

Ausdehnung Sondern das Tun des negativen Wesens ist ebenso wesentlich eine

entwickelte sich in sich unterscheidende Bewegung welche als bewusstes Tun ihre

Momente in bestimmtem offenbaren Dasein aufstellen und als ein lauter Lärm und

gewaltsamer Kampf mit Entgegengesetztem als solchem vorhanden sein muss

    Es ist daher zu sehen wie die reine Einsicht und Absicht gegen das andere

ihr Entgegengesetzte das sie vorfindet sich negativ verhält  Die reine

Einsicht und Absicht welche sich negativ verhält kann da ihr Begriff alle

Wesenheit und nichts außer ihr ist nur das Negative ihrer selbst sein Sie wird

daher als Einsicht zum Negativen der reinen Einsicht sie wird Unwahrheit und

Unvernunft und als Absicht zum Negativen der reinen Absicht zur Lüge und

Unlauterkeit des Zwecks

    In diesen Widerspruch verwickelt sie sich dadurch dass sie sich in Streit

einlässt und etwas anderes zu bekämpfen meint  Sie meint dies nur denn ihr

Wesen als die absolute Negativität ist dieses das Anderssein an ihr selbst zu

haben Der absolute Begriff ist die Kategorie er ist dies dass das Wissen und

der Gegenstand des Wissens dasselbe ist Was hiermit die reine Einsicht als ihr

Anderes was sie als Irrtum oder Lüge ausspricht kann nichts anderes sein als

sie selbst sie kann nur das verdammen was sie ist Was nicht vernünftig ist

hat keine Wahrheit oder was nicht begriffen ist ist nicht indem also die

Vernunft von einem Anderen spricht als sie ist spricht sie in der Tat nur von

sich selbst sie tritt darin nicht aus sich heraus  Dieser Kampf mit dem

Entgegengesetzten vereinigt darum die Bedeutung in sich ihre Verwirklichung zu

sein Diese besteht nämlich eben in der Bewegung die Momente zu entwickeln und

sie in sich zurückzunehmen ein Teil dieser Bewegung ist die Unterscheidung in

welcher sich die begreifende Einsicht sich selbst als Gegenstand

gegenüberstellt solange sie in diesem Momente verweilt ist sie sich

entfremdet Als reine Einsicht ist sie ohne allen Inhalt die Bewegung ihrer

Realisierung besteht darin dass sie selbst sich als Inhalt wird denn ein

anderer kann ihr nicht werden weil sie das Selbstbewusstsein der Kategorie ist

Aber indem sie ihn zuerst in dem Entgegensetzen nur als Inhalt und ihn noch

nicht als sich selbst weiß verkennt sie sich in ihm Ihre Vollendung hat daher

diesen Sinn den ihr zuerst gegenständlichen Inhalt als den ihrigen zu erkennen

Ihr Resultat wird dadurch aber weder die Wiederherstellung der Irrtümer welche

sie bekämpft noch nur ihr erster Begriff sein sondern eine Einsicht welche

die absolute Negation ihrer selbst als ihre eigene Wirklichkeit als sich selbst

erkennt oder ihr sich selbst erkennender Begriff  Diese Natur des Kampfs der

Aufklärung mit den Irrtümern in ihnen sich selbst zu bekämpfen und das darin zu

verdammen was sie behauptet ist für uns oder was sie und ihr Kampf an sich

ist. Die erste Seite desselben aber ihre Verunreinigung durch die Aufnahme des

negativen Verhaltens in ihre sichselbstgleiche Reinheit ist es wie sie für den

Glauben Gegenstand ist der sie also als Lüge Unvernunft und schlechte Absicht

erfährt so wie er für sie Irrtum und Vorurteil ist  In Rücksicht auf ihren

Inhalt ist sie zunächst die leere Einsicht der ihr Inhalt als ein Anderes

erscheint sie findet ihn daher in dieser Gestalt dass er noch nicht der ihrige

ist vor als ein von ihr ganz unabhängiges Dasein in dem Glauben

    Die Aufklärung fasst also ihren Gegenstand zuerst und allgemein so auf dass

sie ihn als reine Einsicht nimmt und ihn so sich selbst nicht erkennend für

Irrtum erklärt In der Einsicht als solcher fasst das Bewusstsein einen Gegenstand

so dass er ihm zum Wesen des Bewusstseins oder zu einem Gegenstande wird den es

durchdringt worin es sich erhält bei sich selbst und sich gegenwärtig bleibt

und indem es hiermit seine Bewegung ist ihn hervorbringt Als eben dieses

spricht die Aufklärung den Glauben richtig aus indem sie von ihm sagt dass das

was ihm das absolute Wesen ist ein Sein seines eigenen Bewusstseins sein

eigener Gedanke ein vom Bewusstsein Hervorgebrachtes sei Sie erklärt ihn

hiermit für Irrtum und Erdichtung über dasselbe was sie ist  Sie die den

Glauben die neue Weisheit lehren will sagt ihm damit nichts Neues denn sein

Gegenstand ist ihm auch gerade dieses nämlich reines Wesen seines eigenen

Bewusstseins so dass dieses darin sich nicht verloren und negiert setzt sondern

ihm vielmehr vertraut das heißt eben in ihm sich als dieses Bewusstsein oder als

Selbstbewusstsein findet Wem ich vertraue dessen Gewissheit seiner selbst ist

mir die Gewissheit meiner selbst ich erkenne mein Fürmichsein in ihm dass er es

anerkennt und es ihm Zweck und Wesen ist Vertrauen ist aber der Glaube weil

sein Bewusstsein sich unmittelbar auf seinen Gegenstand bezieht und also auch

dies anschaut dass es eins mit ihm in ihm ist  Ferner indem dasjenige mir

Gegenstand ist worin ich mich selbst erkenne bin ich mir darin zugleich

überhaupt als anderes Selbstbewusstsein dh als ein solches welches darin

seiner besonderen Einzelheit nämlich seiner Natürlichkeit und Zufälligkeit

entfremdet worden aber teils darin Selbstbewusstsein bleibt teils eben darin

wesentliches Bewusstsein wie die reine Einsicht ist  In dem Begriffe der

Einsicht liegt nicht nur dies dass das Bewusstsein in seinem eingesehenen

Gegenstande sich selbst erkennt und ohne das Gedachte zu verlassen und daraus

in sich erst zurückzugehen sich unmittelbar darin hat sondern es ist seiner

selbst als auch der vermittelnden Bewegung oder seiner als des Tuns oder

Hervorbringens bewusst dadurch ist in dem Gedanken für es diese Einheit seiner

als des Selbsts und des Gegenstandes  Eben dies Bewusstsein ist auch der

Glaube der Gehorsam und das Tun ist ein notwendiges Moment durch welches die

Gewissheit des Seins in dem absoluten Wesen zustande kommt Dies Tun des Glaubens

erscheint zwar nicht so dass das absolute Wesen selbst dadurch hervorgebracht

werde Aber das absolute Wesen des Glaubens ist wesentlich nicht das abstrakte

Wesen das jenseits des glaubenden Bewusstseins sei sondern es ist der Geist der

Gemeinde es ist die Einheit des abstrakten Wesens und des Selbstbewusstseins

dass es dieser Geist der Gemeine sei darin ist das Tun der Gemeine ein

wesentliches Moment er ist es nur durch das Hervorbringen des Bewusstseins 

oder vielmehr nicht ohne vorn Bewusstsein hervorgebracht zu sein denn so

wesentlich das Hervorbringen ist so wesentlich ist es auch nicht der einzige

Grund des Wesens sondern es ist nur ein Moment Das Wesen ist zugleich an und

für sich selbst

    Von der ändern Seite ist der Begriff der reinen Einsicht sich ein Anderes

als sein Gegenstand denn eben diese negative Bestimmung macht den Gegenstand

aus So spricht sie also von der ändern Seite auch das Wesen des Glaubens aus

als ein dem Selbstbewusstsein Fremdes das nicht sein Wesen sondern als ein

Wechselbalg ihm unterschoben sei Allein die Aufklärung ist hier völlig töricht

der Glaube erfährt sie als ein Sprechen das nicht weiß was es sagt und die

Sache nicht versteht wenn es von Pfaffenbetrug und Volkstäuschung redet Sie

spricht hiervon als ob durch ein Hokuspokus der taschenspielerischen Priester

dem Bewusstsein etwas absolut Fremdes und Anderes für das Wiesen untergeschoben

würde und sagt zugleich dass dies ein Wesen des Bewusstseins sei dass es daran

glaube ihm vertraue und sich es geneigt zu machen suche  dh dass es darin

sein reines Wesen ebensosehr als seine einzelne und allgemeine Individualität

anschaue und durch sein Tun diese Einheit seiner selbst mit seinem Wesen

hervorbringe Sie sagt unmittelbar das was sie als ein dem Bewusstsein Fremdes

aussagt als das Eigenste desselben aus  Wie mag also sie von Betrug und

Täuschung sprechen Indem sie unmittelbar das Gegenteil dessen was sie vom

Glauben behauptet selbst von ihm ausspricht zeigt sie diesem vielmehr sich als

die bewusste Lüge Wie soll Täuschung und Betrug da stattfinden wo das

Bewusstsein in seiner Wahrheit unmittelbar die Gewissheit seiner selbst hat wo es

in seinem Gegenstande sich selbst besitzt indem es sich ebensowohl darin findet

als hervorbringt Der Unterschied ist sogar in den Worten nicht mehr vorhanden

 Wenn die allgemeine Frage aufgestellt worden ist ob es erlaubt sei ein Volk

zu täuschen so müsste in der Tat die Antwort sein dass die Frage nichts tauge

weil es unmöglich ist hierin ein Volk zu täuschen  Messing statt Goldes

nachgemachte Wechsel statt echter mögen wohl einzeln verkauft eine verlorene

Schlacht als eine gewonnene mehreren aufgeheftet und sonstige Lügen über

sinnliche Dinge und einzelne Begebenheiten auf eine Zeitlang glaubhaft gemacht

werden aber in dem Wissen von dem Wesen worin das Bewusstsein die unmittelbare

Gewissheit seiner selbst hat fällt der Gedanke der Täuschung ganz hinweg

    Sehen wir weiter wie der Glaube die Aufklärung in den unterschiedenen

Momenten seines Bewusstseins erfährt auf welches die aufgezeigte Ansicht nur

erst im allgemeinen ging Diese Momente aber sind das reine Denken oder als

Gegenstand das absolute Wesen an und für sich selbst dann seine Beziehung 

als ein Wissen  darauf der Grund seines Glaubens und endlich seine Beziehung

darauf in seinem Tun oder sein Dienst Wie die reine Einsicht sich im Glauben

überhaupt verkennt und verleugnet hat so wird sie in diesen Momenten ebenso

verkehrt sich verhalten

    Die reine Einsicht verhält sich zu dem absoluten Wesen des glaubenden

Bewusstseins negativ Dies Wesen ist reines Denken und das reine Denken

innerhalb seiner selbst als Gegenstand oder als das Wesen gesetzt im glaubenden

Bewusstsein erhält dies Ansich des Denkens zugleich für das für sich seiende

Bewusstsein die Form aber auch nur die leere Form der Gegenständlichkeit es ist

in der Bestimmung eines Vorgestellten Der reinen Einsicht aber indem sie das

reine Bewusstsein nach der Seite des für sich seienden Selbst ist erscheint das

Andere als ein Negatives des Selbstbewusstseins Dies könnte noch entweder als

das reine Ansich des Denkens oder auch als das Sein der sinnlichen Gewissheit

genommen werden Aber indem es zugleich für das Selbst und dieses als Selbst

das einen Gegenstand hat wirkliches Bewusstsein istso ist ihr eigentümlicher

Gegenstand als solcher ein seiendes gemeines Ding der sinnlichen Gewissheit

Dieser ihr Gegenstand erscheint ihr an der Vorstellung des Glaubens Sie

verdammt diese und in ihr ihren eigenen Gegenstand Gegen den Glauben aber

begeht sie schon darin das Unrecht seinen Gegenstand so aufzufassen dass er der

ihrige ist Sie sagt hiernach über den Glauben dass sein absolutes Wesen ein

Steinstück ein Holzblock sei der Augen habe und nicht sehe oder auch etwas

Brotteig der auf dem Acker gewachsen von Menschen verwandelt darauf

zurückgeschickt werde  oder nach welchen Weisen sonst der Glaube das Wesen

anthropomorphosiere sich gegenständlich und vorstellig mache

    Die Aufklärung die sich für das Reine ausgibt macht hier das was dem

Geiste ewiges Leben und heiliger Geist ist zu einem wirklichen vergänglichen

Dinge und besudelt es mit der an sich nichtigen Ansicht der sinnlichen Gewissheit

 mit einer Ansicht welche dem anbetenden Glauben gar nicht vorhanden ist so

dass sie ihm dieselbe rein anlügt Was er verehrt ist ihm durchaus weder Stein

oder Holz oder Brotteig noch sonst ein zeitliches sinnliches Ding Wenn es der

Aufklärung einfällt zu sagen sein Gegenstand sei doch dies auch oder gar er

sei dieses an sich und in Wahrheit so kennt teils der Glaube ebensowohl jenes

Auch aber es ist ihm außer seiner Anbetung teils aber ist ihm überhaupt nicht

so etwas wie ein Stein usf an sich sondern an sich ist ihm allein das Wesen

des reinen Denkens

    Das zweite Moment ist die Beziehung des Glaubens als wissenden Bewusstseins

auf dieses Wesen Als denkendem reinem Bewusstsein ist ihm dies Wesen

unmittelbar aber das reine Bewusstsein ist ebensosehr vermittelte Beziehung der

Gewissheit auf die Wahrheit eine Beziehung welche den Grund des Glaubens

ausmacht Dieser Grund wird für die Aufklärung ebenso zu einem zufälligen Wissen

von zufälligen Begebenheiten Der Grund des Wissens aber ist das wissende

Allgemeine und in seiner Wahrheit der absolute Geist der in dem abstrakten

reinen Bewusstsein oder dem Denken als solchem nur absolutes Wesen als

Selbstbewusstsein aber das Wissen von sich ist Die reine Einsicht setzt dies

wissende Allgemeine den einfachen sich selbst wissenden Geist ebenso als

Negatives des Selbstbewusstseins Sie ist zwar selbst das reine vermittelte dh

sich mit sich vermittelnde Denken sie ist das reine Wissen aber indem sie

reine Einsicht reines Wissen ist das sich selbst noch nicht weiß dh für

welches es noch nicht ist dass sie diese reine vermittelnde Bewegung ist

erscheint sie ihr wie alles was sie selbst ist als ein Anderes In ihrer

Verwirklichung also begriffen entwickelt sie dies ihr wesentliches Moment aber

es erscheint ihr als dem Glauben angehörend und in seiner Bestimmtheit ein ihr

Äußeres zu sein als ein zufälliges Wissen eben solcher gemein wirklicher

Geschichten Sie dichtet also hier dem religiösen Glauben an dass seine

Gewissheit sich auf einige einzelne historische Zeugnisse gründe welche als

historische Zeugnisse betrachtet freilich nicht den Grad von Gewissheit über

ihren Inhalt gewähren würden den uns Zeitungsnachrichten über irgendeine

Begebenheit geben dass seine Gewissheit ferner auf dem Zufall der Aufbewahrung

dieser Zeugnisse beruhe  der Aufbewahrung durch Papier einerseits und

andererseits durch die Geschicklichkeit und Ehrlichkeit der Übertragung von

einem Papier auf ein anderes  und endlich auf der richtigen Auffassung des

Sinnes toter Worte und Buchstaben In der Tat aber fällt es dem Glauben nicht

ein an solche Zeugnisse und Zufälligkeiten seine Gewissheit zu knüpfen er ist

in seiner Gewissheit unbefangenes Verhältnis zu seinem absoluten Gegenstande ein

reines Wissen desselben welches nicht Buchstaben Papier und Abschreiber in

sein Bewusstsein des absoluten Wesens einmischt und nicht durch solcherlei Dinge

sich damit vermittelt Sondern dies Bewusstsein ist der sich selbst vermittelnde

Grund seines Wissens es ist der Geist selbst der das Zeugnis von sich ist

ebenso im Innern des einzelnen Bewusstseins als durch die allgemeine Gegenwart

des Glaubens aller an ihn Wenn der Glaube sich aus dem Geschichtlichen auch

jene Weise von Begründung oder wenigstens Bestätigung seines Inhalts von der

die Aufklärung spricht geben will und ernsthaft meint und tut als ob es darauf

ankäme so hat er sich schon von der Aufklärung verführen lassen und seine

Bemühungen sich auf solche Weise zu begründen oder zu befestigen sind nur

Zeugnisse die er von seiner Ansteckung gibt

    Noch ist die dritte Seite übrig die Beziehung des Bewusstseins auf das

absolute Wesen als ein Tun Dies Tun ist das Aufheben der Besonderheit des

Individuums oder der natürlichen Weise seines Fürsichseins woraus ihm die

Gewissheit hervorgeht reines Selbstbewusstsein nach seinem Tun dh als

fürsichseiendes einzelnes Bewusstsein eins mit dem Wesen zu sein  Indem an dem

Tun Zweckmäßigkeit und Zweck sich unterscheidet und die reine Einsicht ebenso in

Beziehung auf dieses Tun sich negativ verhält und wie in den anderen Momenten

sich selbst verleugnet so muss sie in Ansehung der Zweckmäßigkeit als Unverstand

sich darstellen indem die Einsicht mit der Absicht verbunden Übereinstimmung

des Zwecks und des Mittels ihr als Anderes vielmehr als das Gegenteil

erscheint  in Ansehung des Zwecks aber muss sie das Schlechte Genuss und

Besitz zum Zwecke machen und sich hiermit als die unreinste Absicht beweisen

indem die reine Absicht ebenso als Anderes unreine Absicht ist

    Hiernach sehen wir in Ansehung der Zweckmäßigkeit die Aufklärung es töricht

finden wenn das glaubende Individuum sich das höhere Bewusstsein nicht an den

natürlichen Genuss und Vergnügen gefesselt zu sein dadurch gibt dass es sich

natürlichen Genuss und Vergnügen wirklich versagt und durch die Tat erweist dass

es die Verachtung derselben nicht lügt sondern dass sie wahr ist  Ebenso

findet sie es töricht dass das Individuum von seiner Bestimmtheit absolut

einzelnes alle anderen ausschließendes und Eigentum besitzendes zu sein sich

dadurch absolviert dass es von seinem Eigentum selbst ablässt womit es in

Wahrheit zeigt dass es mit seinem Isolieren nicht Ernst sondern dass es über die

Naturnotwendigkeit sich zu vereinzeln und in dieser absoluten Vereinzelung des

Fürsichseins die anderen als dasselbe mit sich zu verleugnen erhaben ist  Die

reine Einsicht findet beides sowohl unzweckmäßig als unrecht  unzweckmäßig um

von Vergnügen und Besitz sich frei zu erweisen sich Vergnügen zu versagen und

einen Besitz wegzugeben sie wird also im Gegenteil den für einen Toren

erklären der um zu essen das Mittel ergreift wirklich zu essen  Sie findet

es auch unrecht sich eine Mahlzeit zu versagen und Butter Eier nicht gegen

Geld oder Geld nicht gegen Butter und Eier sondern geradezu ohne so was dafür

zurückzuerhalten wegzugeben sie erklärt eine Mahlzeit oder den Besitz von

dergleichen Dingen für einen Selbstzweck und sich damit in der Tat für eine sehr

unreine Absicht der es um solchen Genuss und Besitz ganz wesentlich zu tun ist

Sie behauptet als reine Absicht auch wieder die Notwendigkeit der Erhebung über

die natürliche Existenz und über die Habsucht um ihre Mittel nur findet sie es

töricht und unrecht dass diese Erhebung durch die Tat bewiesen werden soll oder

diese reine Absicht ist in Wahrheit Betrug welcher eine innerliche Erhebung

vorgibt und fordert aber Ernst daraus zu machen sie wirklich ins Werk zu

richten und ihre Wahrheit zu erweisen für überflüssig töricht und selbst für

unrecht ausgibt  Sie verleugnet sich also sowohl als reine Einsicht denn sie

verleugnet das unmittelbar zweckmäßige Tun wie als reine Absicht denn sie

verleugnet die Absicht sich von den Zwecken der Einzelheit befreit zu erweisen

    So gibt die Aufklärung sich dem Glauben zu erfahren Sie tritt in diesem

schlechten Aussehen auf weil sie eben durch das Verhältnis zu einem Anderen

sich eine negative Realität gibt oder sich als das Gegenteil ihrer selbst

darstellt die reine Einsicht und Absicht muss sich aber dies Verhältnis geben

denn es ist ihre Verwirklichung  Diese erschien zunächst als negative

Realität Vielleicht ist ihre positive Realität besser beschaffen sehen wir

wie diese sich verhält  Wenn alles Vorurteil und Aberglauben verbannt worden

so tritt die Frage ein was nun weiter Welches ist die Wahrheit welche die

Aufklärung statt jener verbreitet hat  Sie hat diesen positiven Inhalt in

ihrem Ausrotten des Irrtums schon ausgesprochen denn jene Entfremdung ihrer

selbst ist ebensosehr ihre positive Realität  An demjenigen was dem Glauben

absoluter Geist ist fasst sie was sie von Bestimmung daran entdeckt als Holz

Stein usf als einzelne wirkliche Dinge auf indem sie überhaupt alle

Bestimmtheit dh allen Inhalt und Erfüllung desselben auf diese Weise als eine

Endlichkeit als menschliches Wesen und Vorstellung begreift wird ihr das

absolute Wesen zu einem Vakuum dem keine Bestimmungen keine Prädikate

beigelegt werden können Ein solches Beilager wäre an sich sträflich und es ist

es eben in welchem die Ungeheuer des Aberglaubens erzeugt worden sind Die

Vernunft die reine Einsicht ist wohl selbst nicht leer indem das Negative

ihrer selbst für sie und ihr Inhalt ist sondern reich aber nur an Einzelheit

und Schranke dem absoluten Wesen dergleichen nichts zukommen zu lassen noch

beizulegen ist ihre einsichtsvolle Lebensart welche sich und ihren Reichtum

der Endlichkeit an ihren Ort zu stellen und das Absolute würdig zu behandeln

weiß

    Diesem leeren Wesen gegenüber steht als zweites Moment der positiven

Wahrheit der Aufklärung die aus einem absoluten Wesen ausgeschlossene Einzelheit

überhaupt des Bewusstseins und alles Seins als absolutes Anundfürsichsein Das

Bewusstsein welches in seiner allerersten Wirklichkeit sinnliche Gewissheit und

Meinung ist kehrt hier aus dem ganzen Wege seiner Erfahrung dahin zurück und

ist wieder ein Wissen von rein Negativem seiner selbst oder von sinnlichen

Dingen dh seienden welche seinem Fürsichsein gleichgültig gegenüberstehen

Es ist hier aber nicht unmittelbares natürliches Bewusstsein sondern es ist sich

solches geworden Zuerst preisgegeben aller Verwicklung worein es durch seine

Entfaltung gestürzt wird jetzt durch die reine Einsicht auf seine erste Gestalt

zurückgeführt hat es sie als das Resultat erfahren Auf die Einsicht der

Nichtigkeit aller anderen Gestalten des Bewusstseins und somit alles Jenseits der

sinnlichen Gewissheit gegründet ist diese sinnliche Gewissheit nicht mehr

Meinung sondern sie ist vielmehr die absolute Wahrheit Diese Nichtigkeit alles

dessen was über die sinnliche Gewissheit hinausgeht ist zwar nur ein negativer

Beweis dieser Wahrheit aber sie ist keines anderen fähig denn die positive

Wahrheit der sinnlichen Gewissheit an ihr selbst ist eben das unvermittelte

Fürsichsein des Begriffs selbst als Gegenstandes und zwar in der Form des

Andersseins  dass es jedem Bewusstsein schlechthin gewiss ist dass es ist und

andere wirkliche Dinge außer ihm und dass es in seinem natürlichen Sein sowie

diese Dinge an und für sich oder absolut ist

    Das dritte Moment der Wahrheit der Aufklärung endlich ist das Verhältnis der

einzelnen Wesen zum absoluten Wesen die Beziehung der beiden ersten Die

Einsicht als reine Einsicht des Gleichen oder Unbeschränkten geht auch über das

Ungleiche nämlich die endliche Wirklichkeit oder über sich als bloßes

Anderssein hinaus Sie hat zum Jenseits desselben das Leere auf welches sie

also die sinnliche Wirklichkeit bezieht In die Bestimmung dieses Verhältnisses

treten nicht die beiden Seiten als Inhalt ein denn die eine ist das Leere und

ein Inhalt ist also nur durch die andere die sinnliche Wirklichkeit vorhanden

Die Form der Beziehung aber in deren Bestimmung die Seite des Ansich mithilft

kann nach Belieben gemacht werden denn die Form ist das an sich Negative und

darum das sich Entgegengesetzte Sein sowohl als Nichts Ansich wie das

Gegenteil oder was dasselbe die Beziehung der Wirklichkeit auf Ansich als das

Jenseits ist ebensowohl ein Negieren als ein Setzen derselben Die endliche

Wirklichkeit kann daher eigentlich wie man es gerade braucht genommen werden

Das Sinnliche wird also jetzt auf das Absolute als auf das Ansich positiv

bezogen und die sinnliche Wirklichkeit ist selbst an sich das Absolute macht

hegt und pflegt sie Wiederum ist sie auch darauf als auf das Gegenteil als auf

ihr Nichtsein bezogen nach diesem Verhältnisse ist sie nicht an sich sondern

nur für ein Anderes Wenn in der vorhergehenden Gestalt des Bewusstseins die

Begriffe des Gegensatzes sich als Gut und Schlecht bestimmten so werden sie

dagegen der reinen Einsicht zu den reineren Abstraktionen des Ansich und

FüreinAnderesSeins

    Beide Betrachtungsweisen der positiven wie der negativen Beziehung des

Endlichen auf das Ansich sind aber in der Tat gleich notwendig und alles ist

also so sehr an sich als es für ein Anderes ist oder alles ist nützlich 

Alles gibt sich anderen preis lässt sich jetzt von anderen gebrauchen und ist

für sie und jetzt stellt es sich es so zu sagen wieder auf die Hinterbeine

tut spröde gegen Anderes ist für sich und gebraucht das Andere seinerseits 

Für den Menschen als das dieser Beziehung bewusste Ding ergibt sich daraus sein

Wesen und seine Stellung Er ist wie er unmittelbar ist als natürliches

Bewusstsein an sich gut als Einzelnes absolut und Anderes ist für ihn und

zwar da für ihn als das seiner bewusste Tier die Momente die Bedeutung der

Allgemeinheit haben ist alles für sein Vergnügen und Ergötzlichkeit und er

geht wie er aus Gottes Hand gekommen in der Welt als einem für ihn gepflanzten

Garten umher  Er muss auch vom Baume der Erkenntnis des Guten und des Bösen

gepflückt haben er besitzt darin einen Nutzen der ihn von allem anderen

unterscheidet denn zufälligerweise ist seine an sich gute Natur auch so

beschaffen dass ihr das Übermaß der Ergötzlichkeit Schaden tut oder vielmehr

seine Einzelheit hat auch ihr Jenseits an ihr kann über sich selbst hinausgehen

und sich zerstören Hiergegen ist ihm die Vernunft ein nützliches Mittel dies

Hinausgehen gehörig zu beschränken oder vielmehr im Hinausgehen über das

Bestimmte sich selbst zu erhalten denn dies ist die Kraft des Bewusstseins Der

Genuss des bewussten an sich allgemeinen Wesens muss nach Mannigfaltigkeit und

Dauer selbst nicht ein Bestimmtes sondern allgemein sein das Maß hat daher die

Bestimmung zu verhindern dass das Vergnügen in seiner Mannigfaltigkeit und

Dauer abgebrochen werde dh die Bestimmung des Maßes ist die Unmäßigkeit 

Wie dem Menschen alles nützlich istso ist er es ebenfalls und seine Bestimmung

ebensosehr sich zum gemeinnützlichen und allgemein brauchbaren Mitgliede des

Trupps zu machen Soviel er für sich sorgt gerade soviel muss er sich auch

hergeben für die anderen und soviel er sich hergibt soviel sorgt er für sich

selbst eine Hand wäscht die andere Wo er aber sich befindet ist er recht

daran er nützt anderen und wird genützt

    Anderes ist auf andere Weise einander nützlich alle Dinge aber haben diese

nützliche Gegenseitigkeit durch ihr Wesen nämlich auf das Absolute auf die

gedoppelte Weise bezogen zu sein  die positive dadurch an und für sich selbst

zu sein die negative dadurch für andere zu sein Die Beziehung auf das

absolute Wesen oder die Religion ist daher unter aller Nützlichkeit das

Allernützlichste denn sie ist der reine Nutzen selbst sie ist dies Bestehen

aller Dinge oder ihr Anundfürsichsein und das Fallen aller Dinge oder ihr Sein

für Anderes

    Dem Glauben freilich ist dieses positive Resultat der Aufklärung so sehr ein

Gräuel als ihr negatives Verhalten gegen ihn Diese Einsicht in das absolute

Wesen die nichts in ihm sieht als eben das absolute Wesen das être suprême

oder das Leere  diese Absicht dass alles in seinem unmittelbaren Dasein an

sich oder gut ist dass endlich die Beziehung des einzelnen bewussten Seins auf

das absolute Wesen die Religion der Begriff der Nützlichkeit erschöpfend

ausdrückt ist dem Glauben schlechthin abscheulich Diese eigene Weisheit der

Aufklärung erscheint ihm notwendig zugleich als die Plattheit selbst und als das

Geständnis der Plattheit weil sie darin besteht vom absoluten Wesen nichts

oder was dasselbe ist von ihm diese ganz ebene Wahrheit zu wissen dass es eben

nur das absolute Wesen ist dagegen nur von der Endlichkeit und zwar sie als

das Wahre zu wissen und dies Wissen von derselben als dem Wahren als das

Höchste zu wissen

    Der Glaube hat das göttliche Recht das Recht der absoluten

Sichselbstgleichheit oder des reinen Denkens gegen die Aufklärung und erfährt

von ihr durchaus Unrecht denn sie verdreht ihn in allen seinen Momenten und

macht sie zu etwas anderem als sie in ihm sind Sie aber hat nur menschliches

Recht gegen ihn und für ihre Wahrheit denn das Unrecht das sie begeht ist das

Recht der Ungleichheit und besteht in dem Verkehren und Verändern ein Recht

das der Natur des Selbstbewusstseins im Gegensatze gegen das einfache Wesen oder

das Denken angehört Aber indem ihr Recht das Recht des Selbstbewusstseins ist

wird sie nicht nur auch ihr Recht behalten so dass zwei gleiche Rechte des

Geistes einander gegenüber stehenblieben und keins das andere befriedigen

könnte sondern sie wird das absolute Recht behaupten weil das Selbstbewusstsein

die Negativität des Begriffs ist die nicht nur für sich ist, sondern auch über

ihr Gegenteil übergreift und der Glaube selbst weil er Bewusstsein ist wird

ihr ihr Recht nicht verweigern können

    Denn die Aufklärung verhält sich gegen das glaubende Bewusstsein nicht mit

eigentümlichen Prinzipien sondern mit solchen welche dieses selbst an ihm hat

Sie bringt ihm nur seine eigenen Gedanken zusammen die ihm bewusstlos

auseinanderfallen sie erinnert es nur bei der einen seiner Weisen an die

anderen die es auch hat aber deren eine es immer bei der anderen vergisst Sie

erweist sich eben dadurch gegen es als reine Einsicht dass sie bei einem

bestimmten Momente das Ganze sieht also das auf jenes Moment sich beziehende

Entgegengesetzte herbeibringt und eins im ändern verkehrend das negative Wesen

beider Gedanken den Begriff hervortreibt Sie erscheint dem Glauben darum als

Verdrehung und Lüge weil sie das Anderssein seiner Momente aufzeigt sie

scheint ihm damit unmittelbar etwas anderes aus ihnen zu machen als sie in

ihrer Einzelheit sind aber dies Andere ist ebenso wesentlich und es ist in

Wahrheit in dem glaubenden Bewusstsein selbst vorhanden nur dass dieses daran

nicht denkt sondern es sonstwo hat daher ist es ihm weder fremd noch kann es

von ihm abgeleugnet werden

    Die Aufklärung selbst aber welche den Glauben an das Entgegengesetzte

seiner abgesonderten Momente erinnert ist ebensowenig über sich selbst

aufgeklärt Sie verhält sich rein negativ gegen den Glauben insofern sie ihren

Inhalt aus ihrer Reinheit ausschließt und ihn für das Negative ihrer selbst

nimmt Sie erkennt daher weder in diesem Negativen in dem Inhalte des Glaubens

sich selbst noch bringt auch sie aus diesem Grunde die beiden Gedanken

zusammen den welchen sie herbeibringt und den gegen welchen sie ihn

herbeibringt Indem sie nicht erkennt dass dasjenige was sie am Glauben

verdammt unmittelbar ihr eigener Gedanke istso ist sie selbst in der

Entgegensetzung der beiden Momente deren eines nämlich jedesmal das dem

Glauben Entgegengesetzte sie nur anerkennt das andere aber gerade wie der

Glaube tut davon trennt Sie bringt daher nicht die Einheit beider als Einheit

derselben d i den Begriff hervor aber er entsteht ihr für sich oder sie

findet ihn nur als vorhanden Denn an sich ist eben dies die Realisierung der

reinen Einsicht dass sie deren Wesen der Begriff ist zuerst sich selbst als

ein absolut Anderes wird und sich verleugnet  denn der Gegensatz des Begriffes

ist der absolute  und aus diesem Anderssein zu sich selbst oder zu ihrem

Begriffe kommt  Die Aufklärung ist aber nur diese Bewegung sie ist die noch

bewusstlose Tätigkeit des reinen Begriffs die zwar zu sich selbst als Gegenstand

kommt aber diesen für ein Anderes nimmt auch die Natur des Begriffs nicht

kennt dass nämlich das Nichtunterschiedene es ist was sich absolut trennt 

Gegen den Glauben also ist die Einsicht insofern die Macht des Begriffs als sie

die Bewegung und das Beziehen der in seinem Bewusstsein auseinanderliegenden

Momente ist ein Beziehen worin der Widerspruch derselben zum Vorschein kommt

Hierin liegt das absolute Recht der Gewalt welche sie über ihn ausübt die

Wirklichkeit aber zu der sie diese Gewalt bringt eben darin dass das glaubende

Bewusstsein selbst der Begriff ist und also das Entgegengesetzte das ihm die

Einsicht herbeibringt selbst anerkennt Sie behält darum gegen es recht weil

sie an ihm das geltend macht was ihm selbst notwendig ist und was es an ihm

selbst hat

    Zuerst behauptet die Aufklärung das Moment des Begriffs ein Tun des

Bewusstseins zu sein sie behauptet dies gegen den Glauben  dass sein absolutes

Wesen Wesen seines Bewusstseins als eines Selbsts oder dass es durch das

Bewusstsein hervorgebracht sei Dem glaubenden Bewusstsein ist sein absolutes

Wesen ebenso wie es ihm Ansich ist zugleich nicht wie ein fremdes Ding

welches darin man weiß nicht wie und woher stünde sondern sein Vertrauen

besteht gerade darin sich als dieses persönliche Bewusstsein darin zu finden

und sein Gehorsam und Dienst darin es als sein absolutes Wesen durch sein Tun

hervorzubringen Hieran erinnert eigentlich nur den Glauben die Aufklärung wenn

er rein das Ansich des absoluten Wesens jenseits des Tuns des Bewusstseins

ausspricht  Aber indem sie zwar der Einseitigkeit des Glaubens das

entgegengesetzte Moment des Tuns desselben gegen das Sein an das er hier allein

denkt herbei selbst aber ihre Gedanken ebenso nicht zusammenbringt isoliert

sie das reine Moment des Tuns und spricht von dem Ansich des Glaubens aus dass

es nur ein Hervorgebrachtes des Bewusstseins sei Das isolierte dem Ansich

entgegengesetzte Tun ist aber ein zufälliges Tun und als ein vorstellendes ein

Erzeugen von Fiktionen  Vorstellungen die nicht an sich sind und so

betrachtet sie den Inhalt des Glaubens  Umgekehrt aber sagt die reine Einsicht

ebenso das Gegenteil Indem sie das Moment des Andersseins das der Begriff an

ihm hat behauptet spricht sie das Wesen des Glaubens als ein solches aus

welches das Bewusstsein nichts angehe jenseits desselben ihm fremd und

unerkannt sei Dem Glauben ist es ebenso wie er einerseits ihm vertraut und

darin die Gewissheit seiner selbst hat andererseits in seinen Wegen

unerforschlich und in seinem Sein unerreichbar

    Ferner behauptet die Aufklärung gegen das glaubende Bewusstsein darin ein

Recht das es selbst einräumt wenn sie den Gegenstand seiner Verehrung als

Stein und Holz oder sonst als eine endliche anthropomorphische Bestimmtheit

betrachtet Denn da es dies entzweite Bewusstsein ist ein Jenseits der

Wirklichkeit und ein reines Diesseits von jenem Jenseits zu haben so ist in ihm

in der Tat auch diese Ansicht des sinnlichen Dinges vorhanden nach welcher es

an und für sich gilt es bringt aber diese beiden Gedanken des

Anundfürsichseienden das ihm einmal das reine Wesen das andere Mal ein

gemeines sinnliches Ding ist nicht zusammen  Selbst sein reines Bewusstsein

ist von der letzteren Ansicht affiziert denn die Unterschiede seines

übersinnlichen Reichs sind weil es des Begriffs entbehrt eine Reihe von

selbständigen Gestalten und ihre Bewegung ein Geschehen dh sie sind nur in

der Vorstellung und haben die Weise des sinnlichen Seins an ihnen  Die

Aufklärung isoliert ihrerseits ebenso die Wirklichkeit als ein vom Geiste

verlassenes Wesen die Bestimmtheit als eine unverrückte Endlichkeit welche

nicht in der geistigen Bewegung des Wesens selbst ein Moment wäre nicht Nichts

auch nicht ein an und für sich seiendes Etwas sondern ein Verschwindendes

    Es ist klardass dasselbe bei dem Grunde des Wissens der Fall ist. Das

glaubende Bewusstsein anerkennt selbst ein zufälliges Wissen denn es hat ein

Verhältnis zu Zufälligkeiten und das absolute Wesen selbst ist ihm in der Form

einer vorgestellten gemeinen Wirklichkeit hiermit ist das glaubende Bewusstsein

auch eine Gewissheit welche nicht die Wahrheit an ihr selbst hat und es bekennt

sich als ein solches unwesentliches Bewusstsein diesseits des sich selbst

vergewissernden und bewährenden Geistes  Dies Moment vergisst es aber in seinem

geistigen unmittelbaren Wissen von dem absoluten Wesen  Die Aufklärung aber

welche es daran erinnert denkt wieder nur an das zufällige Wissen und vergisst

das Andere  denkt nur an die Vermittlung welche durch ein fremdes Drittes

geschieht nicht an die worin das Unmittelbare sich selbst das Dritte ist

wodurch es sich mit dem Anderen nämlich mit sich selbst vermittelt

    Endlich findet sie in ihrer Ansicht des Tuns des Glaubens das Wegwerfen des

Genusses und der Habe unrecht und unzweckmäßig  Was das Unrecht betrifft so

erhält sie die Übereinstimmung des glaubenden Bewusstseins darin dass dieses

selbst diese Wirklichkeit anerkennt Eigentum zu besitzen festzuhalten und zu

genießen es beträgt sich in der Behauptung des Eigentums um so isolierter und

hartnäckiger sowie in seinem Genüsse um so roher dahingegeben da Jenseits

dieser Wirklichkeit sein religiöses  Besitz und Genuss aufgebendes  Tun fällt

und ihm die Freiheit für jene Seite erkauft Dieser Dienst der Aufopferung des

natürlichen Treibens und Genießens hat durch diesen Gegensatz in der Tat keine

Wahrheit die Beibehaltung hat neben der Aufopferung statt diese ist nur ein

Zeichen das die wirkliche Aufopferung nur an einem kleinen Teile vollbringt und

sie daher in der Tat nur vorstellt

    In Ansehung der Zweckmäßigkeit findet die Aufklärung das Wegwerfen einer

Habe um von der Habe die Versagung eines Genusses um von dem Genüsse sich

befreit zu wissen und zu erweisen für ungeschickt Das glaubende Bewusstsein

selbst fasst das absolute Tun als ein allgemeines Tun nicht nur das Handeln

seines absoluten Wesens als seines Gegenstandes ist ihm ein allgemeines sondern

auch das einzelne Bewusstsein soll sich ganz und allgemein von seinem sinnlichen

Wesen befreit erweisen Das Wegwerfen einer einzelnen Habe oder das Verzichttun

auf einen einzelnen Genuss ist aber nicht diese allgemeine Handlung und indem in

der Handlung wesentlich der Zweck der ein allgemeiner und die Ausführung die

eine einzelne ist vor dem Bewusstsein in ihrer Unangemessenheit stehen müsste so

erweist sie sich als ein solches Handeln woran das Bewusstsein keinen Anteil

hat und hiermit dies Handeln eigentlich als zu naiv um eine Handlung zu sein

es ist zu naiv zu fasten um von der Lust der Mahlzeit sich befreit  zu naiv

sich wie Origenes andere Lust vom Leibe wegzuschaffen um sie abgetan zu

erweisen Die Handlung selbst erweist sich als ein äußerliches und einzelnes

Tun die Begierde aber ist innerlich eingewurzelt und ein Allgemeines ihre Lust

verschwindet weder mit dem Werkzeuge noch durch einzelne Entbehrung

    Die Aufklärung aber isoliert ihrerseits hier das innerliche Unwirkliche

gegen die Wirklichkeit wie sie gegen die Innerlichkeit des Glaubens in seiner

Anschauung und Andacht die Äußerlichkeit der Dingheit festhielt Sie legt das

Wesentliche in die Absicht in den Gedanken und erspart dadurch das wirkliche

Vollbringen der Befreiung von den natürlichen Zwecken im Gegenteil ist diese

Innerlichkeit selbst das Formale das an den natürlichen Trieben seine Erfüllung

hat welche eben dadurch gerechtfertigt sind dass sie innerlich sind dass sie

dem allgemeinen Sein der Natur angehören

    Die Aufklärung hat also über den Glauben darum eine unwiderstehliche Gewalt

dass sich in seinem Bewusstsein selbst die Momente finden welche sie geltend

macht Die Wirkung dieser Kraft näher betrachtet so scheint ihr Verhalten gegen

ihn die schöne Einheit des Vertrauens und der unmittelbaren Gewissheit zu

zerreißen sein geistiges Bewusstsein durch niedrige Gedanken der sinnlichen

Wirklichkeit zu verunreinigen sein in seiner Unterwerfung beruhigtes und

sicheres Gemüt durch die Eitelkeit des Verstandes und des eigenen Willens und

Vollbringens zu zerstören Aber in der Tat leitet sie vielmehr die Aufhebung der

gedankenlosen oder vielmehr begrifflosen Trennung ein welche in ihm vorhanden

ist Das glaubende Bewusstsein führt doppeltes Maß und Gewicht es hat zweierlei

Augen zweierlei Ohren zweierlei Zunge und Sprache es hat alle Vorstellungen

verdoppelt ohne diese Doppelsinnigkeit zu vergleichen Oder der Glaube lebt in

zweierlei Wahrnehmungen der einen der Wahrnehmung des schlafenden rein in

begrifflosen Gedanken der anderen des wachen rein in der sinnlichen

Wirklichkeit lebenden Bewusstseins und in jeder führt er eine eigene

Haushaltung  Die Aufklärung beleuchtet jene himmlische Welt mit den

Vorstellungen der sinnlichen und zeigt jener diese Endlichkeit auf die der

Glaube nicht verleugnen kann weil er Selbstbewusstsein und hiermit die Einheit

ist welcher beide Vorstellungsweisen angehören und worin sie nicht

auseinanderfallen denn sie gehören demselben untrennbaren einfachen Selbst an

in welches er übergegangen ist

    Der Glaube hat hierdurch den Inhalt der sein Element erfüllte verloren und

sinkt in ein dumpfes Weben des Geistes in ihm selbst zusammen Er ist aus seinem

Reiche vertrieben oder dies Reich ist ausgeplündert indem alle Unterscheidung

und Ausbreitung desselben das wache Bewusstsein an sich riss und seine Teile alle

der Erde als ihr Eigentum vindizierte und zurückgab Aber befriedigt ist er

darum nicht denn durch diese Beleuchtung ist allenthalben nur einzelnes Wesen

entstanden so dass den Geist nur wesenlose Wirklichkeit und von ihm verlassene

Endlichkeit anspricht  Indem er ohne Inhalt ist und in dieser Leere nicht

bleiben kann oder indem er über das Endliche das der einzige Inhalt ist

hinausgehend nur das Leere findet ist er ein reines Sehnen seine Wahrheit ein

leeres Jenseits dem sich kein gemäßer Inhalt mehr finden lässt denn alles ist

anders verwandt  Der Glaube ist in der Tat hiermit dasselbe geworden was die

Aufklärung nämlich das Bewusstsein der Beziehung des an sich seienden Endlichen

auf das prädikatlose unerkannte und unerkennbare Absolute nur dass sie die

befriedigte er aber die unbefriedigte Aufklärung ist Es wird sich jedoch an

ihr zeigen ob sie in ihrer Befriedigung bleiben kann jenes Sehnen des trüben

Geistes der über den Verlust seiner geistigen Welt trauert steht im

Hinterhalte Sie selbst hat diesen Makel des unbefriedigten Sehnens an ihr 

als reinen Gegenstand an ihrem leeren absoluten Wesen  als Tun und Bewegung an

dem Hinausgehen über ihr Einzelwesen zum unerfüllten Jenseits  als erfüllten

Gegenstand an der Selbstlosigkeit des Nützlichen Sie wird diesen Makel

aufheben aus der näheren Betrachtung des positiven Resultates das ihr die

Wahrheit ist wird sich ergeben dass er an sich darin schon aufgehoben ist

 
 



                        



    Das dumpfe nichts mehr in sich unterscheidende Weben des Geistes ist also

in sich selbst jenseits des Bewusstseins getreten welches dagegen sich klar

geworden ist Das erste Moment dieser Klarheit ist in seiner Notwendigkeit und

Bedingung dadurch bestimmt dass die reine Einsicht oder sie die an sich Begriff

ist sich verwirklicht sie tut dies indem sie das Anderssein oder die

Bestimmtheit an ihr setzt Auf diese Weise ist sie negative reine Einsicht d

i Negation des Begriffs diese ist ebenso rein und es ist damit das reine Ding

 das absolute Wesen das sonst keine weitere Bestimmung hat geworden Dies

näher bestimmt so ist sie als absoluter Begriff ein Unterscheiden von

Unterschieden die keine mehr sind von Abstraktionen oder reinen Begriffen die

sich selbst nicht mehr tragen sondern nur durch das Ganze der Bewegung Halt und

Unterscheidung haben Dieses Unterscheiden des Nichtunterschiedenen besteht

gerade darin dass der absolute Begriff sich selbst zu seinem Gegenstände macht

und jener Bewegung gegenüber sich als das Wesen setzt Dies entbehrt hierdurch

der Seite worin die Abstraktionen oder Unterschiede auseinandergehalten werden

und wird daher das reine Denken als reines Ding  Dies ist also eben jenes

dumpfe bewusstlose Weben des Geistes in ihm selbst zu dem der Glaube herabsank

indem er den unterschiedenen Inhalt verlor  es ist zugleich jene Bewegung des

reinen Selbstbewusstseins der es das absolut fremde Jenseits sein soll Denn

weil dies reine Selbstbewusstsein die Bewegung in reinen Begriffen in

Unterschieden ist die keine sind so fällt es in der Tat in das bewusstlose

Weben d i in das reine Fühlen oder in die reine Dingheit zusammen  Der sich

selbst entfremdete Begriff  denn er steht hier noch auf der Stufe dieser

Entfremdung  aber erkennt nicht dies gleiche Wesen beider Seiten der Bewegung

des Selbstbewusstseins und seines absoluten Wesens nicht das gleiche Wesen

derselben welches in der Tat ihre Substanz und Bestehen ist Indem er diese

Einheit nicht erkennt so gilt ihm das Wesen nur in der Form des

gegenständlichen Jenseits das unterscheidende Bewusstsein aber das auf diese

Weise das Ansich außer ihm hat als ein endliches Bewusstsein

    Über jenes absolute Wesen gerät die Aufklärung selbst mit sich in den

Streit den sie vorher mit dem Glauben hatte und teilt sich in zwei Parteien

Eine Partei bewährt sich erst dadurch als die siegende dass sie in zwei Parteien

zerfällt denn darin zeigt sie das Prinzip das sie bekämpfte an ihr selbst zu

besitzen und hiermit die Einseitigkeit aufgehoben zu haben in der sie vorher

auftrat Das Interesse das sich zwischen ihr und der anderen teilte fällt nun

ganz in sie und vergisst der anderen weil es in ihr selbst den Gegensatz findet

der es beschäftigt Zugleich aber ist er in das höhere siegende Element erhoben

worden worin er geläutert sich darstellt So dass also die in einer Partei

entstehende Zwietracht welche ein Unglück scheint vielmehr ihr Glück beweist

    Das reine Wesen selbst hat keinen Unterschied an ihm daher kommt er so an

dasselbe dass sich zwei solche reine Wesen für das Bewusstsein oder ein

zweifaches Bewusstsein desselben hervortut  Das reine absolute Wesen ist nur in

dem reinen Denken oder vielmehr es ist das reine Denken selbst also

schlechthin jenseits des Endlichen des Selbstbewusstseins und nur das negative

Wesen Aber auf diese Weise ist es eben das Sein das Negative des

Selbstbewusstseins Als Negatives desselben ist es auch darauf bezogen es ist

das äußere Sein welches auf es worin die Unterschiede und Bestimmungen fallen

bezogen die Unterschiede an ihm erhält geschmeckt gesehen usf zu werden und

das Verhältnis ist die sinnliche Gewissheit und Wahrnehmung

    Wird von diesem sinnlichen Sein worein jenes negative Jenseits notwendig

übergeht ausgegangen aber von diesen bestimmten Weisen der Beziehung des

Bewusstseins abstrahiert so bleibt die reine Materie übrig als das dumpfe Weben

und Bewegen in sich selbst Es ist hierbei wesentlich dies zu betrachten dass

die reine Materie nur das ist was übrigbleibt wenn wir vom Sehen Fühlen

Schmecken usf abstrahieren dh sie ist nicht das Gesehene Geschmeckte

Gefühlte usf es ist nicht die Materie die gesehen gefühlt geschmeckt wird

sondern die Farbe ein Stein ein Salz usf sie ist vielmehr die reine

Abstraktion und dadurch ist das reine Wesen des Denkens oder das reine Denken

selbst vorhanden als das nicht in sich unterschiedene nicht bestimmte

prädikatlose Absolute

    Die eine Aufklärung nennt das absolute Wesen jenes prädikatlose Absolute

das Jenseits des wirklichen Bewusstseins im Denken ist von welchem ausgegangen

wurde  die andere nennt es Materie Wenn sie als Natur und Geist oder Gott

unterschieden würden so würde dem bewusstlosen Weben in sich selbst um Natur zu

sein der Reichtum des entfalteten Lebens fehlen dem Geiste oder Gotte das sich

in sich unterscheidende Bewusstsein Beides ist wie wir gesehen schlechthin

derselbe Begriff der Unterschied liegt nicht in der Sache sondern rein nur in

dem verschiedenen Ausgangspunkte beider Bildungen und darin dass jede auf einem

eigenen Punkte in der Bewegung des Denkens stehenbleibt Wenn sie darüber

hinwegsetzten würden sie zusammentreffen und als dasselbe erkennen was der

einen wie sie vorgibt ein Gräuel der anderen eine Torheit ist Denn der einen

ist das absolute Wesen in ihrem reinen Denken oder unmittelbar für das reine

Bewusstsein außer dem endlichen Bewusstsein das negative Jenseits desselben

Würde sie darauf reflektieren dass teils jene einfache Unmittelbarkeit des

Denkens nichts anderes ist als das reine Sein teils das was negativ für das

Bewusstsein ist sich zugleich darauf bezieht dass im negativen Urteile das »ist«

Kopula beide Getrennten ebenso zusammenhält  so würde sich die Beziehung

dieses Jenseits in der Bestimmung eines äußeren Seienden auf das Bewusstsein

ergeben und hiermit als dasselbe was reine Materie genannt wird das fehlende

Moment der Gegenwart wäre gewonnen  Die andere Aufklärung geht von dem

sinnlichen Sein aus abstrahiert dann von der sinnlichen Beziehung des

Schmeckens Sehens usf und macht es zum reinen Ansich zur absoluten Materie

dem nicht Gefühlten noch Geschmeckten dies Sein ist auf diese Weise das

prädikatlose Einfache Wesen des reinen Bewusstseins geworden es ist der reine

Begriff als an sich seiend oder das reine Denken in sich selbst Diese Einsicht

macht in ihrem Bewusstsein nicht den entgegengesetzten Schritt vom Seienden

welches rein Seiendes ist zum Gedachten das dasselbe ist als das rein Seiende

oder nicht vom rein Positiven zum rein Negativen indem doch das Positive rein

schlechthin nur durch die Negation ist das rein Negative aber als reines sich

in sich selbst gleich und eben dadurch positiv ist  Oder beide sind nicht zum

Begriffe der Cartesischen Metaphysik gekommen dass an sich Sein und Denken

dasselbe ist nicht zu dem Gedanken dass Sein reines Sein nicht ein konkretes

Wirkliches ist sondern die reine Abstraktion und umgekehrt das reine Denken

die Sichselbstgleichheit oder das Wesen teils das Negative des

Selbstbewusstseins und hiermit Sein teils als unmittelbare Einfachheit ebenso

nichts anderes als Sein ist das Denken ist Dingheit oder Dingheit ist Denken

    Das Wesen hat hier die Entzweiung erst so an ihm dass es zwei Arten der

Betrachtungsweise angehört teils muss das Wesen den Unterschied an ihm selbst

haben teils gehen eben darin die beiden Betrachtungsarten in eine zusammen

denn die abstrakten Momente des reinen Seins und des Negativen wodurch sie sich

unterscheiden sind alsdann in dem Gegenstande dieser Betrachtungsweisen

vereinigt  Das gemeinschaftliche Allgemeine ist die Abstraktion des reinen

Erzitterns in sich selbst oder des reinen SichselbstDenkens Diese einfache

achsendrehende Bewegung muss sich auseinanderwerfen weil sie selbst nur Bewegung

ist indem sie ihre Momente unterscheidet Diese Unterscheidung der Momente lässt

das Unbewegte als die leere Hülse des reinen Seins das kein wirkliches Denken

kein Leben in sich selbst mehr ist zurück denn sie ist als der Unterschied

aller Inhalt Sie die sich außer jener Einheit setzt ist aber hiermit der

nicht in sich zurückkehrende Wechsel der Momente des Ansich und des

FüreinAnderes und des Fürsichseins  die Wirklichkeit wie sie Gegenstand

für das wirkliche Bewusstsein der reinen Einsicht ist  die Nützlichkeit

    So schlecht die Nützlichkeit dem Glauben oder der Empfindsamkeit oder auch

der sich Spekulation nennenden Abstraktion welche sich das Ansich fixiert

aussehen mag so ist sie es worin die reine Einsicht ihre Realisierung

vollendet und sich selbst ihr Gegenstand ist den sie nun nicht mehr verleugnet

und der auch nicht den Wert des Leeren oder des reinen Jenseits für sie hat

Denn die reine Einsicht ist wie wir sahen der seiende Begriff selbst oder die

sich selbst gleiche reine Persönlichkeit so sich in sich unterscheidend dass

jedes der Unterschiedenen selbst reiner Begriff dh unmittelbar nicht

unterschieden ist sie ist einfaches reines Selbstbewusstsein welches ebensowohl

für sich als an sich in einer unmittelbaren Einheit ist Sein Ansichsein ist

daher nicht bleibendes Sein sondern hört unmittelbar auf in seinem

Unterschiede etwas zu sein ein solches Sein aber das unmittelbar keinen Halt

hat ist nicht an sich sondern wesentlich für ein Anderes das die Macht ist

die es absorbiert Aber dies zweite dem ersten dem Ansichsein

entgegengesetzte Moment verschwindet ebenso unmittelbar als das erste oder als

Sein nur für Anderes ist es vielmehr das Verschwinden selbst und es ist das in

sich Zurückgekehrt das Fürsichsein gesetzt Dies einfache Fürsichsein ist aber

als die Sichselbstgleichheit vielmehr ein Sein oder damit für ein Anderes 

Diese Natur der reinen Einsicht in der Entfaltung ihrer Momente oder sie als

Gegenstand druckt das Nützliche aus Es ist ein an sich Bestehendes oder Ding

dies Ansichsein ist zugleich nur reines Moment es ist somit absolut für ein

Anderes aber es ist ebenso nur für ein Anderes als es an sich ist; diese

entgegengesetzten Momente sind in die unzertrennliche Einheit des Fürsichseins

zurückgekehrt Wenn aber das Nützliche wohl den Begriff der reinen Einsicht

ausdrückt so ist es jedoch nicht als solche sondern sie als Vorstellung oder

als ihr Gegenstand es ist nur der rastlose Wechsel jener Momente deren eines

zwar das in sich selbst Zurückgekehrtsein selbst ist aber nur als Fürsichsein

dh als ein abstraktes gegen die anderen auf die Seite tretendes Moment Das

Nützliche selbst ist nicht das negative Wesen diese Momente in ihrer

Entgegensetzung zugleich ungetrennt in einer und derselben Rücksicht oder als

ein Denken an sich zu haben wie sie als reine Einsicht sind das Moment des

Fürsichseins ist wohl an dem Nützlichen aber nicht so dass es über die anderen

Momente das Ansich und das Sein für Anderes übergreift und somit das Selbst

wäre Die reine Einsicht hat also an dem Nützlichen ihren eigenen Begriff in

seinen reinen Momenten zum Gegenstandes sie ist das Bewusstsein dieser Metaphysik

 aber noch nicht das Begreifen derselben es ist noch nicht zu der Einheit des

Seins und des Begriffs selbst gekommen Weil das Nützliche noch die Form eines

Gegenstandes für sie hat hat sie eine zwar nicht mehr an und für sich seiende

aber doch noch eine Welt welche sie von sich unterscheidet Allein indem die

Gegensätze auf die Spitze des Begriffs herausgetreten sind wird dies die

nächste Stufe sein dass sie zusammenstürzen und die Aufklärung die Früchte ihrer

Taten erfährt

    Den erreichten Gegenstand in Beziehung auf diese ganze Sphäre betrachtet so

hatte die wirkliche Welt der Bildung sich in die Eitelkeit des Selbstbewusstseins

zusammengefasst  in das Fürsichsein das ihre Verworrenheit noch zu seinem

Inhalte hat und noch der einzelne Begriff noch nicht der für sich allgemeine

ist In sich aber zurückgekehrt ist er die reine Einsicht  das reine

Bewusstsein als das reine Selbst oder die Negativität wie der Glaube

ebendasselbe als das reine Denken oder die Positivität Der Glaube hat in jenem

Selbst das ihn vervollständigende Moment  aber durch diese Ergänzung

untergehend ist es nun an der reinen Einsicht dass wir die beiden Momente

sehen als das absolute Wesen das rein gedacht oder Negatives und als Materie

die das positive Seiende ist  Es fehlt dieser Vollständigkeit noch jene

Wirklichkeit des Selbstbewusstseins welche dem eitlen Bewusstsein angehört  die

Welt aus welcher das Denken sich zu sich erhob Dies Fehlende ist in der

Nützlichkeit insofern erreicht als die reine Einsicht daran die positive

Gegenständlichkeit erlangte sie ist dadurch wirkliches in sich befriedigtes

Bewusstsein Diese Gegenständlichkeit macht nun ihre Welt aus sie ist die

Wahrheit der vorhergehenden ganzen der ideellen wie der reellen Welt geworden

Die erste Welt des Geistes ist das ausgebreitete Reich seines sich zerstreuenden

Daseins und der vereinzelten Gewissheit seiner selbst wie die Natur ihr Leben in

unendlich mannigfaltige Gestalten zerstreut ohne dass die Gattung derselben

vorhanden wäre Die zweite enthält die Gattung und ist das Reich des Ansichseins

oder der Wahrheit entgegengesetzt jener Gewissheit Das dritte aber das

Nützliche ist die Wahrheit welche ebenso die Gewissheit seiner selbst ist Dem

Reiche der Wahrheit des Glaubens fehlt das Prinzip der Wirklichkeit oder

Gewissheit seiner selbst als dieses Einzelnen Der Wirklichkeit aber oder

Gewissheit seiner selbst als dieses Einzelnen fehlt das Ansich In dem

Gegenstande der reinen Einsicht sind beide Welten vereinigt Das Nützliche ist

der Gegenstand insofern das Selbstbewusstsein ihn durchschaut und die einzelne

Gewissheit seiner selbst seinen Genuss sein Fürsichsein in ihm hat es sieht

ihn auf diese Weise ein und diese Einsicht enthält das wahre Wesen des

Gegenstandes ein Durchschautes oder für ein Anderes zu sein sie ist also

selbst wahres Wissen und das Selbstbewusstsein hat ebenso unmittelbar die

allgemeine Gewissheit seiner selbst sein reines Bewusstsein in diesem

Verhältnisse in welchem also ebenso Wahrheit wie Gegenwart und Wirklichkeit

vereinigt sind Beide Welten sind versöhnt und der Himmel auf die Erde herunter

verpflanzt

 
 



                 



    Das Bewusstsein hat in der Nützlichkeit seinen Begriff gefunden Aber er ist

teils noch Gegenstand teils eben darum noch Zweck in dessen Besitze es sich

noch nicht unmittelbar befindet Die Nützlichkeit ist noch Prädikat des

Gegenstandes nicht Subjekt selbst oder seine unmittelbare und einzige

Wirklichkeit Es ist dasselbe was vorhin so erschien dass das Fürsichsein noch

nicht sich als die Substanz der übrigen Momente erwiesen wodurch das Nützliche

unmittelbar nichts anderes als das Selbst des Bewusstseins und dieses hierdurch

in seinem Besitze wäre  Diese Rücknahme der Form der Gegenständlichkeit des

Nützlichen ist aber an sich schon geschehen und aus dieser inneren Umwälzung

tritt die wirkliche Umwälzung der Wirklichkeit die neue Gestalt des

Bewusstseins die absolute Freiheit hervor

    Es ist nämlich in der Tat nicht mehr als ein leerer Schein von

Gegenständlichkeit vorhanden der das Selbstbewusstsein von dem Besitze trennt

Denn teils ist überhaupt alles Bestehen und Gelten der bestimmten Glieder der

Organisation der wirklichen und geglaubten Welt in diese einfache Bestimmung als

in ihren Grund und Geist zurückgegangen teils aber hat diese nichts Eigenes

mehr für sich sie ist vielmehr reine Metaphysik reiner Begriff oder Wissen des

Selbstbewusstseins Von dem Anundfürsichsein des Nützlichen als Gegenstandes

erkennt nämlich das Bewusstsein dass sein Ansichsein wesentlich Sein für Anderes

ist das Ansichsein als das Selbstlose ist in Wahrheit das passive oder was für

ein anderes Selbst ist Der Gegenstand ist aber für das Bewusstsein in dieser

abstrakten Form des reinen Ansichseins denn es ist reines Einsehen dessen

Unterschiede in der reinen Form der Begriffe sind  Das Fürsichsein aber in

welches das Sein für Anderes zurückgeht das Selbst ist nicht ein von dem Ich

verschiedenes eigenes Selbst dessen was Gegenstand heißt denn das Bewusstsein

als reine Einsicht ist nicht einzelnes Selbst dem der Gegenstand ebenso als

eigenes Selbst gegenüberstände sondern es ist der reine Begriff das Schauen

des Selbsts in das Selbst das absolute sich selbst doppelt Sehen die Gewissheit

seiner ist das allgemeine Subjekt und sein wissender Begriff das Wesen aller

Wirklichkeit Wenn also das Nützliche nur der nicht in seine eigene Einheit

zurückkehrende Wechsel der Momente und daher noch Gegenstand für das Wissen war

so hört er auf dieses zu sein denn das Wissen ist selbst die Bewegung jener

abstrakten Momente es ist das allgemeine Selbst das Selbst ebenso seiner als

des Gegenstandes und als allgemeines die in sich zurückkehrende Einheit dieser

Bewegung

    Hiermit ist der Geist als absolute Freiheit vorhanden er ist das

Selbstbewusstsein welches sich erfasst dass seine Gewissheit seiner selbst das

Wesen aller geistigen Massen der realen sowie der übersinnlichen Welt oder

umgekehrt dass Wesen und Wirklichkeit das Wissen des Bewusstseins von sich ist 

Es ist sich seiner reinen Persönlichkeit und darin aller geistigen Realität

bewusst und alle Realität ist nur Geistiges die Welt ist ihm schlechthin sein

Wille und dieser ist allgemeiner Wille Und zwar ist er nicht der leere Gedanke

des Willens der in stillschweigende oder repräsentierte Einwilligung gesetzt

wird sondern reell allgemeiner Wille Wille aller Einzelnen als solcher Denn

der Wille ist an sich das Bewusstsein der Persönlichkeit oder eines jeden und

als dieser wahrhafte wirkliche Wille soll er sein als selbstbewusstes Wesen

aller und jeder Persönlichkeit so dass jeder immer ungeteilt alles tut und

dass was als Tun des Ganzen auftritt das unmittelbare und bewusste Tun eines

Jeden ist

    Diese ungeteilte Substanz der absoluten Freiheit erhebt sich auf den Thron

der Welt ohne dass irgendeine Macht ihr Widerstand zu leisten vermöchte Denn

indem in Wahrheit das Bewusstsein allein das Element ist worin die geistigen

Wesen oder Mächte ihre Substanz haben so ist ihr ganzes System das sich durch

die Teilung in Massen organisierte und erhielt zusammengefallen nachdem das

einzelne Bewusstsein den Gegenstand so erfasst dass er kein anderes Wesen habe als

das Selbstbewusstsein selbst oder dass er absolut der Begriff ist Was den

Begriff zum seienden Gegenstande machte war seine Unterscheidung in

abgesonderte bestehende Massen indem aber der Gegenstand zum Begriffe wird ist

nichts Bestehendes mehr an ihm die Negativität hat alle seine Momente

durchdrungen Er tritt so in die Existenz dass jedes einzelne Bewusstsein aus der

Sphäre der es zugeteilt war sich erhebt nicht mehr in dieser besonderten

Masse sein Wesen und sein Werk findet sondern sein Selbst als den Begriff des

Willens alle Massen als Wesen dieses Willens erfasst und sich hiermit auch nur

in einer Arbeit verwirklichen kann welche ganze Arbeit ist In dieser absoluten

Freiheit sind also alle Stände welche die geistigen Wesen sind worein sich das

Ganze gliedert getilgt das einzelne Bewusstsein das einem solchen Gliede

angehörte und in ihm wollte und vollbrachte hat seine Schranke aufgehoben sein

Zweck ist der allgemeine Zweck seine Sprache das allgemeine Gesetz sein Werk

das allgemeine Werk

    Der Gegenstand und der Unterschied hat hier die Bedeutung der Nützlichkeit

die Prädikat alles realen Seins war verloren das Bewusstsein fängt seine

Bewegung nicht an ihm an als an einem Fremden von dem aus es erst in sich

zurückkehrte sondern der Gegenstand ist ihm das Bewusstsein selbst der

Gegensatz besteht also allein in dem Unterschiede des einzelnen und allgemeinen

Bewusstseins aber das einzelne ist sich unmittelbar selbst dasjenige was nur

den Schein des Gegensatzes hatte es ist allgemeines Bewusstsein und Willen Das

Jenseits dieser seiner Wirklichkeit schwebt über dem Leichnam der verschwundenen

Selbständigkeit des realen oder geglaubten Seins nur als die Ausdünstung eines

faden Gases des leeren être suprême

    Es ist nach Aufhebung der unterschiedenen geistigen Massen und des

beschränkten Lebens der Individuen sowie seiner beiden Welten also nur die

Bewegung des allgemeinen Selbstbewusstseins in sich selbst vorhanden als eine

Wechselwirkung desselben in der Form der Allgemeinheit und des persönlichen

Bewusstseins der allgemeine Wille geht in sich und ist einzelner Wille dem das

allgemeine Gesetz und Werk gegenübersteht Aber dies einzelne Bewusstsein ist

sich seiner ebenso unmittelbar als allgemeinen Willens bewusst es ist sich

bewusst dass sein Gegenstand von ihm gegebenes Gesetz und von ihm vollbrachtes

Werk ist in Tätigkeit übergehend und Gegenständlichkeit erschaffend macht es

also nichts Einzelnes sondern nur Gesetze und Staatsaktionen

    Diese Bewegung ist hierdurch die Wechselwirkung des Bewusstseins mit sich

selbst worin es nichts in der Gestalt eines freien ihm gegenübertretenden

Gegenstandes entlässt Es folgt daraus dass es zu keinem positiven Werke weder

zu allgemeinen Werken der Sprache noch der Wirklichkeit weder zu Gesetzen und

allgemeinen Einrichtungen der bewussten noch zu Taten und Werken der wollenden

Freiheit kommen kann  Das Werk zu welchem die sich Bewusstsein gebende

Freiheit sich machen könnte würde darin bestehen dass sie als allgemeine

Substanz sich zum Gegenstande und bleibenden Sein machte Dies Anderssein wäre

der Unterschied an ihr wonach sie sich in bestehende geistige Massen und in die

Glieder verschiedener Gewalten teilte teils dass diese Massen die Gedankendinge

einer gesonderten gesetzgebenden richterlichen und ausübenden Gewalt wären

teils aber die realen Wesen die sich in der realen Welt der Bildung ergaben

und indem der Inhalt des allgemeinen Tuns näher beachtet würde die besonderen

Massen des Arbeitens welche weiter als speziellere Stände unterschieden werden

 Die allgemeine Freiheit die sich auf diese Weise in ihre Glieder gesondert

und ebendadurch zur seienden Substanz gemacht hätte wäre dadurch frei von der

einzelnen Individualität und teilte die Menge der Individuen unter ihre

verschiedenen Glieder Das Tun und Sein der Persönlichkeit fände sich aber

dadurch auf einen Zweig des Ganzen auf eine Art des Tuns und Seins beschränkt

in das Element des Seins gesetzt erhielte sie die Bedeutung einer bestimmten

sie hörte auf in Wahrheit allgemeines Selbstbewusstsein zu sein Dieses lässt

sich dabei nicht durch die Vorstellung des Gehorsams unter selbstgegebenen

Gesetzen die ihm einen Teil zuwiesen noch durch seine Repräsentation beim

Gesetzgeben und allgemeinen Tun um die Wirklichkeit betrügen  nicht um die

Wirklichkeit selbst das Gesetz zu geben und nicht ein einzelnes Werk sondern

das Allgemeine selbst zu vollbringen denn wobei das Selbst nur repräsentiert

und vorgestellt ist da ist es nicht wirklich wo es vertreten ist ist es

nicht

    Wie in diesem allgemeinen Werke der absoluten Freiheit als daseiender

Substanz sich das einzelne Selbstbewusstsein nicht findet ebensowenig in

eigentlichen Taten und individuellen Handlungen ihres Willens dass das

Allgemeine zu einer Tat komme muss es sich in das Eins der Individualität

zusammennehmen und ein einzelnes Selbstbewusstsein an die Spitze stellen denn

der allgemeine Wille ist nur in einem Selbst das Eines ist wirklicher Wille

Dadurch aber sind alle anderen Einzelnen von dem Ganzen dieser Tat

ausgeschlossen und haben nur einen beschränkten Anteil an ihr so dass die Tat

nicht Tat des wirklichen allgemeinen Selbstbewusstseins sein würde  Kein

positives Werk noch Tat kann also die allgemeine Freiheit hervorbringen es

bleibt ihr nur das negative Tun sie ist nur die Furie des Verschwindens

    Aber die höchste und der allgemeinen Freiheit entgegengesetzteste

Wirklichkeit oder vielmehr der einzige Gegenstand der für sie noch wird ist

die Freiheit und Einzelheit des wirklichen Selbstbewusstseins selbst Denn jene

Allgemeinheit die sich nicht zu der Realität der organischen Gliederung kommen

lässt und in der ungeteilten Kontinuität sich zu erhalten den Zweck hat

unterscheidet sich in sich zugleich weil sie Bewegung oder Bewusstsein überhaupt

ist Und zwar um ihrer eigenen Abstraktion willen trennt sie sich in ebenso

abstrakte Extreme in die einfache unbiegsame kalte Allgemeinheit und in die

diskrete absolute harte Sprödigkeit und eigensinnige Punktualität des

wirklichen Selbstbewusstseins Nachdem sie mit der Vertilgung der realen

Organisation fertig geworden und nun für sich besteht ist dies ihr einziger

Gegenstand  ein Gegenstand der keinen anderen Inhalt Besitz Dasein und

äußerliche Ausdehnung mehr hat sondern er ist nur dies Wissen von sich als

absolut reinem und freiem einzelnen Selbst An was er erfasst werden kann ist

allein sein abstraktes Dasein überhaupt  Das Verhältnis also dieser beiden da

sie unteilbar absolut für sich sind und also keinen Teil in die Mitte schicken

können wodurch sie sich verknüpften ist die ganz unvermittelte reine Negation

und zwar die Negation des Einzelnen als Seienden in dem Allgemeinen Das einzige

Werk und Tat der allgemeinen Freiheit ist daher der Tod und zwar ein Tod der

keinen inneren Umfang und Erfüllung hat denn was negiert wird ist der

unerfüllte Punkt des absolut freien Selbsts er ist also der kälteste platteste

Tod ohne mehr Bedeutung als das Durchbauen eines Kohlhaupts oder ein Schluck

Wassers

    In der Plattheit dieser Silbe besteht die Weisheit der Regierung der

Verstand des allgemeinen Willens sich zu vollbringen Die Regierung ist selbst

nichts anderes als der sich festsetzende Punkt oder die Individualität des

allgemeinen Willens Sie ein Wollen und Vollbringen das aus einem Punkte

ausgeht will und vollbringt zugleich eine bestimmte Anordnung und Handlung Sie

schließt damit einerseits die übrigen Individuen aus ihrer Tat aus andererseits

konstituiert sie sich dadurch als eine solche die ein bestimmter Wille und

dadurch dem allgemeinen Willen entgegengesetzt ist sie kann daher

schlechterdings nicht anders denn als eine Faktion sich darstellen Die siegende

Faktion nur heißt Regierung und eben darin dass sie Faktion ist liegt

unmittelbar die Notwendigkeit ihres Untergangs und dass sie Regierung ist dies

macht sie umgekehrt zur Faktion und schuldig Wenn der allgemeine Wille sich an

ihr wirkliches Handeln als an das Verbrechen hält das sie gegen ihn begeht so

hat sie dagegen nichts Bestimmtes und Äußeres wodurch die Schuld des ihr

entgegengesetzten Willens sich darstellte denn ihr als dem wirklichen

allgemeinen Willen steht nur der unwirkliche reine Wille die Absicht

gegenüber Verdächtigwerden tritt daher an die Stelle oder hat die Bedeutung und

Wirkung des Schuldigseins und die äußerliche Reaktion gegen diese Wirklichkeit

die in dem einfachen Innern der Absicht liegt besteht in dem trockenen

Vertilgen dieses seienden Selbsts an dem nichts sonst wegzunehmen ist als nur

sein Sein selbst

    In diesem ihrem eigentümlichen Werke wird die absolute Freiheit sich zum

Gegenstande und das Selbstbewusstsein erfährt was sie ist An sich ist sie eben

dies abstrakte Selbstbewusstsein welches allen Unterschied und alles Bestehen

des Unterschiedes in sich vertilgt Als dieses ist sie sich der Gegenstand der

Schrecken des Todes ist die Anschauung dieses ihres negativen Wesens Diese

seine Realität findet aber das absolut freie Selbstbewusstsein ganz anders als

ihr Begriff von ihr selbst war dass nämlich der allgemeine Wille nur das

positive Wesen der Persönlichkeit sei und diese in ihm sich nur positiv oder

erhalten wisse Sondern hier ist für es das als reine Einsicht sein positives

und negatives Wesen  das prädikatlose Absolute als reines Denken und als reine

Materie  schlechthin trennt der absolute Übergang von dem einen in das andere

in seiner Wirklichkeit vorhanden  Der allgemeine Wille als absolut positives

wirkliches Selbstbewusstsein schlägt weil es diese zum reinen Denken oder zur

abstrakten Materie gesteigerte selbstbewusste Wirklichkeit ist in das negative

Wesen um und erweist sich ebenso Aufheben des Sichselbstdenkens oder des

Selbstbewusstseins zu sein

    Die absolute Freiheit hat also als reine Sichselbstgleichheit des

allgemeinen Willens die Negation damit aber den Unterschied überhaupt an ihr

und entwickelt diesen wieder als wirklichen Unterschied Denn die reine

Negativität hat an dem sichselbstgleichen allgemeinen Willen das Element des

Bestehens oder die Substanz worin ihre Momente sich realisieren sie hat die

Materie welche sie in ihre Bestimmtheit verwenden kann und insofern diese

Substanz sich als das Negative für das einzelne Bewusstsein gezeigt hat bildet

sich also wieder die Organisation der geistigen Massen aus denen die Menge der

individuellen Bewusstseine zugeteilt wird Diese welche die Furcht ihres

absoluten Herrn des Todes empfunden lassen sich die Negation und die

Unterschiede wieder gefallen ordnen sich unter die Massen und kehren zu einem

geteilten und beschränkten Werke aber dadurch zu ihrer substantiellen

Wirklichkeit zurück

    Der Geist wäre aus diesem Tumulte zu seinem Ausgangspunkte der sittlichen

und realen Welt der Bildung zurückgeschleudert welche durch die Furcht des

Herrn die wieder in die Gemüter gekommen nur erfrischt und verjüngt worden

Der Geist müsste diesen Kreislauf der Notwendigkeit von neuem durchlaufen und

immer wiederholen wenn nur die vollkommene Durchdringung des Selbstbewusstseins

und der Substanz das Resultat wäre  eine Durchdringung worin das

Selbstbewusstsein das die gegen es negative Kraft seines allgemeinen Wesens

erfahren sich nicht als dieses Besondere sondern nur als Allgemeines wissen

und finden wollte und daher auch die gegenständliche es als Besonderes

ausschließende Wirklichkeit des allgemeinen Geistes ertragen könnte  Aber in

der absoluten Freiheit war weder das Bewusstsein das in mannigfaltiges Dasein

versenkt ist oder das sich bestimmte Zwecke und Gedanken festsetzt noch eine

äußere geltende Welt es sei der Wirklichkeit oder des Denkens miteinander in

Wechselwirkung sondern die Welt schlechthin in der Form des Bewusstseins als

allgemeiner Wille und ebenso das Selbstbewusstsein zusammengezogen aus allem

ausgedehnten Dasein oder mannigfaltigem Zweck und Urteil in das einfache Selbst

Die Bildung die es in der Wechselwirkung mit jenem Wesen erlangt ist daher die

erhabenste und letzte seine reine einfache Wirklichkeit unmittelbar

verschwinden und in das leere Nichts übergehen zu sehen In der Welt der Bildung

selbst kommt es nicht dazu seine Negation oder Entfremdung in dieser Form der

reinen Abstraktion anzuschauen sondern seine Negation ist die erfüllte

entweder die Ehre oder der Reichtum die es an die Stelle des Selbsts dessen es

sich entfremdete gewinnt oder die Sprache des Geistes und der Einsicht die

das zerrissene Bewusstsein erlangt oder sie ist der Himmel des Glaubens oder das

Nützliche der Aufklärung Alle diese Bestimmungen sind in dem Verluste den das

Selbst in der absoluten Freiheit erfährt verloren seine Negation ist der

bedeutungslose Tod der reine Schrecken des Negativen das nichts Positives

nichts Erfüllendes in ihm hat  Zugleich aber ist diese Negation in ihrer

Wirklichkeit nicht ein Fremdes sie ist weder die allgemeine Jenseits liegende

Notwendigkeit worin die sittliche Welt untergeht noch der einzelne Zufall des

eigenen Besitzes oder der Laune des Besitzenden von dem das zerrissene

Bewusstsein sich abhängig sieht  sondern sie ist der allgemeine Wille der in

dieser seiner letzten Abstraktion nichts Positives hat und daher nichts für die

Aufopferung zurückgeben kann  aber eben darum ist er unvermittelt eins mit dem

Selbstbewusstsein oder er ist das rein Positive weil er das rein Negative ist

und der bedeutungslose Tod die unerfüllte Negativität des Selbsts schlägt im

inneren Begriffe zur absoluten Positivität um Für das Bewusstsein verwandelt

sich die unmittelbare Einheit seiner mit dem allgemeinen Willen seine

Forderung sich als diesen bestimmten Punkt im allgemeinen Willen zu wissen in

die schlechthin entgegengesetzte Erfahrung um Was ihm darin verschwindet ist

das abstrakte Sein oder die Unmittelbarkeit des substanzlosen Punkts und diese

verschwundene Unmittelbarkeit ist der allgemeine Wille selbst als welchen es

sich nun weiß insofern es aufgehobene Unmittelbarkeit insofern es reines

Wissen oder reiner Wille ist Hierdurch weiß es ihn als sich selbst und sich als

Wesen aber nicht als das unmittelbar seiende Wesen weder ihn als die

revolutionäre Regierung oder als die die Anarchie zu konstituieren strebende

Anarchie noch sich als Mittelpunkt dieser Faktion oder der ihr

entgegengesetzten sondern der allgemeine Wille ist sein reines Wissen und

Wollen und es ist allgemeiner Wille als dieses reine Wissen und Wollen Es

verliert darin nicht sich selbst denn das reine Wissen und Wollen ist vielmehr

es als der atome Punkt des Bewusstseins Es ist also die Wechselwirkung des

reinen Wissens mit sich selbst das reine Wissen als Wesen ist der allgemeine

Wille aber dieses Wesen ist schlechthin nur das reine Wissen Das

Selbstbewusstsein ist also das reine Wissen von dem Wesen als reinem Wissen Es

ferner als einzelnes Selbst ist nur die Form des Subjekts oder wirklichen Tuns

die von ihm als Form gewusst wird ebenso ist für es die gegenständliche

Wirklichkeit das Sein schlechthin selbstlose Form denn sie wäre das nicht

gewusste dies Wissen aber weiß das Wissen als das Wesen.

    Die absolute Freiheit hat also den Gegensatz des allgemeinen und einzelnen

Willens mit sich selbst ausgeglichen der sich entfremdete Geist auf die Spitze

seines Gegensatzes getrieben in welchem das reine Wollen und das rein Wollende

noch unterschieden sind setzt ihn zur durchsichtigen Form herab und findet

darin sich selbst  Wie das Reich der wirklichen Welt in das Reich des Glaubens

und der Einsicht übergeht so geht die absolute Freiheit aus ihrer sich selbst

zerstörenden Wirklichkeit in ein anderes Land des selbstbewussten Geistes über

worin sie in dieser Unwirklichkeit als das Wahre gilt an dessen Gedanken er

sich labt insofern er Gedanke ist und bleibt und dieses in das Selbstbewusstsein

eingeschlossene Sein als das vollkommene und vollständige Wesen weiß Es ist die

neue Gestalt des moralischen Geistes entstanden

 
 



               

    Die sittliche Welt zeigte den in ihr nur abgeschiedenen Geist das einzelne

Selbst als ihr Schicksal und ihre Wahrheit Diese Person des Rechts aber hat

ihre Substanz und Erfüllung außer ihr Die Bewegung der Welt der Bildung und des

Glaubens hebt diese Abstraktion der Person auf und durch die vollendete

Entfremdung durch die höchste Abstraktion wird dem Selbst des Geistes die

Substanz zuerst zum allgemeinen Willen und endlich zu seinem Eigentum Hier also

scheint das Wissen endlich seiner Wahrheit vollkommen gleich geworden zu sein

denn seine Wahrheit ist dies Wissen selbst und aller Gegensatz beider Seiten

verschwunden und zwar nicht für uns oder an sich sondern für das

Selbstbewusstsein selbst Es ist nämlich über den Gegensatz des Bewusstseins

selbst Meister geworden Dieses beruht auf dem Gegensatze der Gewissheit seiner

selbst und des Gegenstandes nun aber ist der Gegenstand ihm selbst die

Gewissheit seiner das Wissen  so wie die Gewissheit seiner selbst als solche

nicht mehr eigene Zwecke hat also nicht mehr in der Bestimmtheit sondern

reines Wissen ist

    Das Wissen des Selbstbewusstseins ist ihm also die Substanz selbst Sie ist

für es ebenso unmittelbar als absolut vermittelt in einer ungetrennten Einheit

Unmittelbar  wie das sittliche Bewusstsein weiß und tut es selbst die Pflicht

und gehört ihr als seiner Natur an aber es ist nicht Charakter wie dieses das

um seiner Unmittelbarkeit willen ein bestimmter Geist ist nur einer der

sittlichen Wesenheiten angehört und die Seite hat nicht in wissen  Es ist

absolute Vermittlung wie das sich bildende und das glaubende Bewusstsein denn

es ist wesentlich die Bewegung des Selbsts die Abstraktion des unmittelbaren

Daseins aufzuheben und sich Allgemeines zu werden  aber weder durch reine

Entfremdung und Zerreißung seines Selbsts und der Wirklichkeit noch durch die

Flucht Sondern es ist sich unmittelbar in seiner Substanz gegenwärtig denn sie

ist sein Wissen sie ist die angeschaute reine Gewissheit seiner selbst und eben

diese Unmittelbarkeit die seine eigene Wirklichkeit ist ist alle Wirklichkeit

denn das Unmittelbare ist das Sein selbst und als die reine durch die absolute

Negativität geläuterte Unmittelbarkeit ist sie reines ist sie Sein überhaupt

oder alles Sein

    Das absolute Wesen ist daher nicht in der Bestimmung erschöpft das einfache

Wesen des Denkens zu sein sondern es ist alle Wirklichkeit und diese

Wirklichkeit ist nur als Wissen was das Bewusstsein nicht wüsste hätte keinen

Sinn und kann keine Macht für es sein in seinen wissenden Willen hat sich alle

Gegenständlichkeit und Welt zurückgezogen Es ist absolut frei darin dass es

seine Freiheit weiß und eben dies Wissen seiner Freiheit ist seine Substanz und

Zweck und einziger Inhalt

 
 



                     



    Das Selbstbewusstsein weiß die Pflicht als das absolute Wesen es ist nur

durch sie gebunden und diese Substanz ist sein eigenes reines Bewusstsein die

Pflicht kann nicht die Form eines Fremden für es erhalten So aber in sich

selbst beschlossen ist das moralische Selbstbewusstsein noch nicht als Bewusstsein

gesetzt und betrachtet Der Gegenstand ist unmittelbares Wissen und so rein von

dem Selbst durchdrungen ist er nicht Gegenstand Aber wesentlich die Vermittlung

und Negativität hat es in seinem Begriffe die Beziehung auf ein Anderssein und

ist Bewusstsein Dies Anderssein ist einerseits weil die Pflicht seinen einzigen

wesentlichen Zweck und Gegenstand ausmacht für es eine völlig bedeutungslose

Wirklichkeit Weil dies Bewusstsein aber so vollkommen in sich beschlossen ist

so verhält es sich gegen dies Anderssein vollkommen frei und gleichgültig und

das Dasein ist daher andererseits ein vom Selbstbewusstsein völlig

freigelassenes sich ebenso nur auf sich beziehendes Dasein je freier das

Selbstbewusstsein wird desto freier auch der negative Gegenstand seines

Bewusstseins Er ist hierdurch eine zur eigenen Individualität in sich vollendete

Welt ein selbständiges Ganzes eigentümlicher Gesetze sowie ein selbständiger

Gang und freie Verwirklichung derselben  eine Natur überhaupt deren Gesetze

wie ihr Tun ihr selbst angehören als einem Wesen das unbekümmert um das

moralische Selbstbewusstsein ist wie dieses um sie

    Von dieser Bestimmung an bildet sich eine moralische Weltanschauung aus die

in der Beziehung des moralischen Anundfürsichseins und des natürlichen

Anundfürsichseins besteht Dieser Beziehung liegt zum Grunde sowohl die völlige

Gleichgültigkeit und eigene Selbständigkeit der Natur und der moralischen Zwecke

und Tätigkeit gegeneinander als auf der ändern Seite das Bewusstsein der

alleinigen Wesenheit der Pflicht und der völligen Unselbständigkeit und

Unwesenheit der Natur Die moralische Weltanschauung enthält die Entwicklung der

Momente die in dieser Beziehung so ganz widerstreitender Voraussetzungen

vorhanden sind

    Zuerst also ist das moralische Bewusstsein überhaupt vorausgesetzt die

Pflicht gilt ihm als das Wesen, ihm das wirklich und tätig ist und in seiner

Wirklichkeit und Tat die Pflicht erfüllt Für dies moralische Bewusstsein ist

aber zugleich die vorausgesetzte Freiheit der Natur oder es erfährt dass die

Natur unbekümmert darum ist ihm das Bewusstsein der Einheit seiner Wirklichkeit

mit der ihrigen zu geben und es also vielleicht glücklich werden lässt

vielleicht auch nicht Das unmoralische Bewusstsein dagegen findet vielleicht

zufälligerweise seine Verwirklichung wo das moralische nur Veranlassung zum

Handeln aber durch dasselbe nicht das Glück der Ausführung und des Genusses der

Vollbringung ihm zuteil werden sieht Es findet daher vielmehr Grund zu Klagen

über solchen Zustand der Unangemessenheit seiner und des Daseins den und der

Ungerechtigkeit die es darauf einschränkt seinen Gegenstand nur als reine

Pflicht zu haben aber ihm denselben und sich verwirklicht zu sehen versagt

    Das moralische Bewusstsein kann nicht auf die Glückseligkeit Verzicht tun und

dies Moment aus seinem absoluten Zwecke weglassen Der Zweck der als reine

Pflicht ausgesprochen wird hat wesentlich dies an ihm dies einzelne

Selbstbewusstsein zu enthalten die individuelle Überzeugung und das Wissen von

ihr machten ein absolutes Moment der Moralität aus Dieses Moment an dem

gegenständlich gewordenen Zwecke an der erfüllten Pflicht ist das sich als

verwirklicht anschauende einzelne Bewusstsein oder der Genuss der hiermit im

Begriffe zwar nicht unmittelbar der Moralität als Gesinnung betrachtet liegt

allein im Begriffe der Verwirklichung derselben Hierdurch aber liegt er auch in

ihr als Gesinnung denn diese geht darauf nicht Gesinnung im Gegensatze des

Handelns zu bleiben sondern zu handeln oder sich zu verwirklichen Der Zweck

als das Ganze mit dem Bewusstsein seiner Momente ausgesprochen ist also dies

dass die erfüllte Pflicht ebensowohl rein moralische Handlung als realisierte

Individualität sei und die Natur als die Seite der Einzelheit gegen den

abstrakten Zweck eins sei mit diesem  So notwendig die Erfahrung von der

Disharmonie beider Seiten ist weil die Natur frei ist ebenso ist auch die

Pflicht allein das Wesentliche und die Natur gegen sie das Selbstlose Jener

ganze Zweck den die Harmonie ausmacht enthält die Wirklichkeit selbst in sich

Er ist zugleich der Gedanke der Wirklichkeit Die Harmonie der Moralität und der

Natur oder  indem die Natur nur insofern in Betracht kommt als das Bewusstsein

ihre Einheit mit ihm erfährt  die Harmonie der Moralität und der Glückseligkeit

ist gedacht als notwendig seiend oder sie ist postuliert Denn Fordern drückt

aus dass etwas seiend gedacht wird das noch nicht wirklich ist eine

Notwendigkeit nicht des Begriffs als Begriffs sondern des Seins Aber die

Notwendigkeit ist zugleich wesentlich die Beziehung durch den Begriff Das

geforderte Sein gehört also nicht dem Vorstellen des zufälligen Bewusstseins an

sondern es liegt im Begriffe der Moralität selbst dessen wahrer Inhalt die

Einheit des reinen und einzelnen Bewusstseins ist dem letzteren gehört dies an

dass diese Einheit für es als eine Wirklichkeit sei was im Inhalte des Zwecks

Glückseligkeit in seiner Form aber Dasein überhaupt ist  Dies geforderte

Dasein oder die Einheit beider ist darum nicht ein Wunsch oder als Zweck

betrachtet nicht ein solcher dessen Erreichung noch ungewiss wäre sondern er

ist eine Forderung der Vernunft oder unmittelbare Gewissheit und Voraussetzung

derselben

    Jene erste Erfahrung und dies Postulat ist nicht das einzige sondern es tut

sich ein ganzer Kreis von Postulaten auf Die Natur ist nämlich nicht nur diese

ganz freie äußerliche Weise in welcher als einem reinen Gegenstande das

Bewusstsein seinen Zweck zu realisieren hätte Dieses ist an ihm selbst

wesentlich ein solches für welches dies andere freie Wirkliche ist dh es ist

selbst ein Zufälliges und Natürliches Diese Natur die ihm die seinige ist ist

die Sinnlichkeit die in der Gestalt des Wollens als Triebe und Neigungen für

sich eigene bestimmte Wesenheit oder einzelne Zwecke hat also dem reinen Willen

und seinem reinen Zwecke entgegengesetzt ist Gegen diese Entgegensetzung aber

ist dem reinen Bewusstsein vielmehr die Beziehung der Sinnlichkeit auf es ihre

absolute Einheit mit ihm das Wesen Beides das reine Denken und die

Sinnlichkeit des Bewusstseins sind an sich ein Bewusstsein und das reine Denken

ist eben dieses für welches und in welchem diese reine Einheit ist für es aber

als Bewusstsein ist der Gegensatz seiner selbst und der Triebe In diesem

Widerstreit der Vernunft und der Sinnlichkeit ist für jene dies das Wesen dass

er sich auflöse und als Resultat die Einheit beider hervorgehe die nicht jene

ursprüngliche dass beide in einem Individuum sind sondern eine solche ist die

aus dem gewussten Gegensatze beider hervorgeht Solche Einheit erst ist die

wirkliche Moralität denn in ihr ist der Gegensatz wodurch das Selbst

Bewusstsein oder erst wirkliches und in der Tat Selbst und zugleich Allgemeines

ist enthalten oder es ist diejenige Vermittlung darin ausgedruckt welche der

Moralität wie wir sehen wesentlich ist  Indem unter den beiden Momenten des

Gegensatzes die Sinnlichkeit schlechthin das Anderssein oder das Negative

hingegen das reine Denken der Pflicht das Wesen ist von welchem nichts

aufgegeben werden kann so scheint die hervorgebrachte Einheit nur durch das

Aufheben der Sinnlichkeit zustande kommen zu können Da sie aber selbst Moment

dieses Werdens das Moment der Wirklichkeit ist so wird man sich für die

Einheit zunächst mit dem Ausdrucke begnügen müssen dass die Sinnlichkeit der

Moralität gemäß sei  Diese Einheit ist gleichfalls ein postuliertes Sein sie

ist nicht da denn was da ist ist das Bewusstsein oder der Gegensatz der

Sinnlichkeit und des reinen Bewusstseins Sie ist aber zugleich nicht ein Ansich

wie das erste Postulat worin die freie Natur eine Seite ausmacht und die

Harmonie derselben mit dem moralischen Bewusstsein daher außer diesem fällt

sondern die Natur ist hier diejenige welche an ihm selbst ist und es ist

hier um die Moralität als solche zu tun um eine Harmonie welche die eigene des

tuenden Selbsts istdas Bewusstsein hat sie daher selbst zustande zu bringen und

in der Moralität immer Fortschritte zu machen Die Vollendung derselben aber ist

ins Unendliche hinauszuschieben denn wenn sie wirklich einträte so höbe sich

das moralische Bewusstsein auf Denn die Moralität ist nur moralisches Bewusstsein

als das negative Wesen für dessen reine Pflicht die Sinnlichkeit nur eine

negative Bedeutung nur nicht gemäß ist In der Harmonie aber verschwindet die

Moralität als Bewusstsein oder ihre Wirklichkeit wie in dem moralischen

Bewusstsein oder der Wirklichkeit ihre Harmonie verschwindet Die Vollendung ist

darum nicht wirklich zu erreichen sondern nur als eine absolute Aufgabe zu

denken dh als eine solche welche schlechthin Aufgabe bleibt Zugleich ist

jedoch ihr Inhalt als ein solcher zu denken der schlechthin sein müsse und

nicht Aufgabe bleibe es sei nun dass man sich in diesem Ziele das Bewusstsein

ganz aufgehoben oder auch nicht vorstelle wie es eigentlich damit zu halten

lässt sich in der dunklen Ferne der Unendlichkeit wohin eben deswegen die

Erreichung des Ziels zu schieben ist nicht mehr deutlich unterscheiden Es wird

eigentlich gesagt werden müssen dass die bestimmte Vorstellung nicht

interessieren und nicht gesucht werden soll weil dies auf Widersprüche führt 

einer Aufgabe die Aufgabe bleiben und doch erfüllt werden einer Moralität die

nicht Bewusstsein nicht wirklich mehr sein soll Durch die Betrachtung aber dass

die vollendete Moralität einen Widerspruch enthielte würde die Heiligkeit der

moralischen Wesenheit leiden und die absolute Pflicht als etwas Unwirkliches

erscheinen

    Das erste Postulat war die Harmonie der Moralität und der gegenständlichen

Natur der Endzweck der Welt das andere die Harmonie der Moralität und des

sinnlichen Willens der Endzweck des Selbstbewusstseins als solchen das erste

also die Harmonie in der Form des Ansich das andere in der Form des

Fürsichseins Was aber diese beiden extremen Endzwecke die gedacht sind als

Mitte verbindet ist die Bewegung des wirklichen Handelns selbst Sie sind

Harmonien deren Momente in ihrer abstrakten Unterschiedenheit noch nicht zum

Gegenstande geworden dies geschieht in der Wirklichkeit worin die Seiten im

eigentlichen Bewusstsein jede als die andere der anderen auftritt Die hierdurch

entstehenden Postulate enthalten wie vorher nur die getrennten an sich und für

sich seiende Harmonien enthielten jetzt an und für sich seiende

    Das moralische Bewusstsein ist als das einfache Wissen und Wollen der reinen

Pflicht im Handeln auf den seiner Einfachheit entgegengesetzten Gegenstand auf

die Wirklichkeit des mannigfaltigen Falles bezogen und hat dadurch ein

mannigfaltiges moralisches Verhältnis Es entstehen hier dem Inhalte nach die

vielen Gesetze überhaupt und der Form nach die widersprechenden Mächte des

wissenden Bewusstseins und des bewusstlosen  Was fürs erste die vielen Pflichten

betrifft so gilt dem moralischen Bewusstsein überhaupt nur die reine Pflicht in

ihnen die vielen Pflichten als viele sind bestimmte und daher als solche für

das moralische Bewusstsein nichts Heiliges Zugleich aber durch den Begriff des

Handelns das eine mannigfaltige Wirklichkeit und daher eine mannigfaltige

moralische Beziehung in sich schließt notwendig müssen sie als an und für sich

seiend betrachtet werden Da sie ferner nur in einem moralischen Bewusstsein sein

können sind sie zugleich in einem anderen als jenem dem nur die reine Pflicht

als die reine an und für sich und heilig ist

    Es ist also postuliert dass ein anderes Bewusstsein sei welches sie heiligt

oder welches sie als Pflichten weiß und will Das erste erhält die reine Pflicht

gleichgültig gegen allen bestimmten Inhalt und die Pflicht ist nur diese

Gleichgültigkeit gegen ihn Das andere aber enthält die ebenso wesentliche

Beziehung auf das Handeln und die Notwendigkeit des bestimmten Inhalts indem

ihm die Pflichten als bestimmte Pflichten gelten so ist ihm damit der Inhalt

als solcher ebenso wesentlich als die Form wodurch er Pflicht ist Dies

Bewusstsein ist hierdurch ein solches worin das Allgemeine und das Besondere

schlechthin eins ist sein Begriff also derselbe als der Begriff der Harmonie

der Moralität und Glückseligkeit Denn dieser Gegensatz drückt ebenso die

Trennung des sich selbst gleichen moralischen Bewusstseins von der Wirklichkeit

aus die als das vielfache Sein dem einfachen Wesen der Pflicht widerstreitet

Wenn aber das erste Postulat nur die seiende Harmonie der Moralität und der

Natur ausdrückt weil die Natur darin dies Negative des Selbstbewusstseins das

Moment des Seins istso ist hingegen jetzt dies Ansich wesentlich als

Bewusstsein gesetzt Denn das Seiende hat nun die Form des Inhalts der Pflicht

oder ist die Bestimmtheit an der bestimmten Pflicht Das Ansich ist also die

Einheit solcher welche als einfache Wesenheiten Wesenheiten des Denkens und

daher nur in einem Bewusstsein sind Dieses ist also nunmehr ein Herr und

Beherrscher der Welt der die Harmonie der Moralität und der Glückseligkeit

hervorbringt und zugleich die Pflichten als viele heiligt Das letztere heißt

soviel dass dem Bewusstsein der reinen Pflicht die bestimmte nicht unmittelbar

heilig sein kann weil sie aber um des wirklichen Handelns willen das ein

bestimmtes ist gleichfalls notwendig ist so fällt ihre Notwendigkeit außer

jenem Bewusstsein in ein anderes das somit das vermittelnde der bestimmten und

reinen Pflicht und der Grund ist dass jene auch gilt

    In der wirklichen Handlung aber verhält sich das Bewusstsein als dieses

Selbst als ein vollkommen einzelnes es ist auf die Wirklichkeit als solche

gerichtet und hat sie zum Zwecke denn es will vollbringen Es fällt also die

Pflicht überhaupt außer es in ein anderes Wesen das Bewusstsein und der heilige

Gesetzgeber der reinen Pflicht ist Dem handelnden eben weil es handelndes ist

gilt das Andere der reinen Pflicht unmittelbar diese ist also Inhalt eines

anderen Bewusstseins und nur mittelbar nämlich in diesem jenem heilig

    Weil es hiermit gesetzt ist dass das Gelten der Pflicht als des an undfür

sich Heiligen außerhalb des wirklichen Bewusstseins fällt so steht dieses

hierdurch überhaupt als das unvollkommene moralische Bewusstsein auf der einen

Seite Sowohl seinem Wissen nach weiß es sich also als ein solches dessen

Wissen und Überzeugung unvollständig und zufällig ist ebenso seinem Wollen nach

als ein solches dessen Zwecke mit Sinnlichkeit affiziert sind Um seiner

Unwürdigkeit willen kann es daher die Glückseligkeit nicht notwendig sondern

als etwas Zufälliges ansehen und sie nur aus Gnade erwarten

    Ob aber schon seine Wirklichkeit unvollkommen ist so gilt doch seinem

reinen Willen und Wissen die Pflicht als das Wesen; im Begriffe insofern er der

Realität entgegengesetzt ist oder im Denken ist es also vollkommen Das

absolute Wesen aber ist eben dies Gedachte und jenseits der Wirklichkeit

Postulierte es ist daher der Gedanke in welchem das moralisch unvollkommene

Wissen und Wollen für vollkommen gilt hiermit auch indem es dasselbe für

vollwichtig nimmt die Glückseligkeit nach der Würdigkeit nämlich nach dem ihm

zugeschriebenen Verdienst erteilt

    Die Weltanschauung ist hierin vollendet denn in dem Begriffe des

moralischen Selbstbewusstseins sind die beiden Seiten reine Pflicht und

Wirklichkeit in einer Einheit gesetzt und dadurch die eine wie die andere

nicht als an und für sich seiend sondern als Moment oder als aufgehoben Dies

wird in dem letzten Teile der moralischen Weltanschauung für das Bewusstsein die

reine Pflicht nämlich setzt es in ein anderes Wesen als es selbst ist dh es

setzt sie teils als ein Vorgestelltes teils als ein solches das nicht das ist

was an und für sich gilt sondern das Nichtmoralische gilt vielmehr als

vollkommen Ebenso sich selbst setzt es als ein solches dessen Wirklichkeit

die der Pflicht unangemessen ist aufgehoben ist und als aufgehobene oder in

der Vorstellung des absoluten Wesens der Moralität nicht mehr widerspricht

    Für das moralische Bewusstsein selbst hat jedoch seine moralische

Weltanschauung nicht die Bedeutung dass es in ihr seinen eigenen Begriff

entwickelt und ihn sich zum Gegenstande macht es hat weder ein Bewusstsein über

diesen Gegensatz der Form noch auch über den Gegensatz dem Inhalte nach dessen

Teile es nicht untereinander bezieht und vergleicht sondern in seiner

Entwicklung sich ohne der zusammenhaltende Begriff der Momente zu sein

fortwälzt Denn es weiß nur das reine Wesen oder den Gegenstand insofern er

Pflicht insofern er abstrakter Gegenstand seines reinen Bewusstseins ist als

reines Wissen oder als sich selbst Es verhält sich also nur denkend nicht

begreifend Daher ist ihm der Gegenstand seines wirklichen Bewusstseins noch

nicht durchsichtig es ist nicht der absolute Begriff der allein das Anderssein

als solches oder sein absolutes Gegenteil als sich selbst erfasst Seine eigene

Wirklichkeit sowie alle gegenständliche Wirklichkeit gilt ihm zwar als das

Unwesentliche aber seine Freiheit ist die Freiheit des reinen Denkens welcher

darum zugleich die Natur gegenüber als ein ebenso Freies entstanden ist Weil

beides auf gleiche Weise in ihm ist die Freiheit des Seins und das

Eingeschlossensein desselben in das Bewusstsein so wird sein Gegenstand als ein

seiender der zugleich nur gedacht ist in dem letzten Teile seiner Anschauung

wird der Inhalt wesentlich so gesetzt dass sein Sein ein vorgestelltes ist und

diese Verbindung des Seins und des Denkens als das ausgesprochen was sie in der

Tat ist das Vorstellen

    Indem wir die moralische Weltanschauung so betrachten dass diese

gegenständliche Weise nichts anderes ist als der Begriff des moralischen

Selbstbewusstseins selbst den es sich gegenständlich macht so ergibt sich durch

dies Bewusstsein über die Form ihres Ursprungs eine andere Gestalt ihrer

Darstellung  Das erste nämlich wovon ausgegangen wird ist das wirkliche

moralische Selbstbewusstsein oder dass es ein solches gibt Denn der Begriff

setzt es in der Bestimmung dass ihm alle Wirklichkeit überhaupt Wesen nur

insofern hat als sie der Pflicht gemäß ist und er setzt dies Wesen als Wissen

dh in unmittelbarer Einheit mit dem wirklichen Selbst diese Einheit ist somit

selbst wirklich sie ist ein moralisches wirkliches Bewusstsein  Dieses nun als

Bewusstsein stellt sich seinen Inhalt als Gegenstand vor nämlich als Endzweck

der Welt als Harmonie der Moralität und aller Wirklichkeit Indem es aber diese

Einheit als Gegenstand vorstellt und noch nicht der Begriff ist der die Macht

über den Gegenstand als solchen hat so ist sie ihm ein Negatives des

Selbstbewusstseins oder sie fällt außer ihm als ein Jenseits seiner

Wirklichkeit aber zugleich als ein solches das auch als seiend aber nur

gedacht wird

    Was ihm das als Selbstbewusstsein ein Anderes denn der Gegenstand ist

hiermit übrigbleibt ist die Nichtharmonie des Pflichtbewusstseins und der

Wirklichkeit und zwar seiner eigenen Der Satz lautet hiermit jetzt so es gibt

kein moralisch vollendetes wirkliches Selbstbewusstsein und da das Moralische

überhaupt nur ist insofern es vollendet ist  denn die Pflicht ist das reine

unvermischte Ansich und die Moralität besteht nur in der Angemessenheit zu

diesem Reinen  so heißt der zweite Satz überhaupt so dass es kein moralisch

Wirkliches gibt

    Indem es aber drittens ein Selbst istso ist es an sich die Einheit der

Pflicht und der Wirklichkeit diese Einheit wird ihm also Gegenstand als die

vollendete Moralität  aber als ein Jenseits seiner Wirklichkeit  aber das

doch wirklich sein soll

    In diesem Ziele der synthetischen Einheit der beiden ersten Sätze ist die

selbstbewusste Wirklichkeit sowohl als die Pflicht nur als aufgehobenes Moment

gesetzt denn keines ist einzeln aber sie in deren wesentlicher Bestimmung

ist frei von dem anderen zu sein sind somit jedes in der Einheit nicht mehr

frei von dem anderen also jedes aufgehoben und somit werden sie dem Inhalt

nach als solche Gegenstand deren jedes für das andere gilt und der Form nach

so dass diese Austauschung derselben zugleich nur vorgestellt ist  Oder das

wirklich nicht Moralische weil es ebenso reines Denken und über seine

Wirklichkeit erhaben ist ist in der Vorstellung doch moralisch und wird für

vollgültig genommen Es wird hierdurch der erste Satz dass es ein moralisches

Selbstbewusstsein gibt hergestellt aber verbunden mit dem zweiten dass es

keines gibt nämlich es gibt eines aber nur in der Vorstellung oder es gibt

zwar keines aber es wird von einem anderen doch dafür gelten gelassen

 
 



                           


    In der moralischen Weltanschauung sehen wir einesteils das Bewusstsein selbst

seinen Gegenstand mit Bewusstsein erzeugen wir sehen es denselben weder als ein

Fremdes vorfinden noch auch ihn bewusstlos ihm werden sondern es verfährt

überall nach einem Grunde aus welchem es das gegenständliche Wesen setzt es

weiß dasselbe also als sich selbst denn es weiß sich als das tätige das es

erzeugt Es scheint somit hier zu seiner Ruhe und Befriedigung zu kommen denn

diese kann es nur da finden wo es über seinen Gegenstand nicht mehr

hinauszugehen braucht weil dieser nicht mehr über es hinausgeht Auf der ändern

Seite aber setzt es selbst ihn vielmehr außer sich hinaus als ein Jenseits

seiner Aber dies Anundfürsichseiende ist ebenso als ein solches gesetzt das

nicht frei vom Selbstbewusstsein sondern zum Behuf des letzteren und durch

dasselbe sei

    Die moralische Weltanschauung ist daher in der Tat nichts anderes als die

Ausbildung dieses zum Grunde liegenden Widerspruchs nach seinen verschiedenen

Seiten sie ist um einen Kantischen Ausdruck hier wo er am passendsten ist zu

gebrauchen ein ganzes Nest gedankenloser Widersprüche Das Bewusstsein verhält

sich in dieser Entwicklung so dass es ein Moment festsetzt und von da

unmittelbar zum anderen übergeht und das erste aufhebt wie es aber nun dies

zweite aufgestellt hat verstellt es auch dasselbe wieder und macht vielmehr das

Gegenteil zum Wesen Zugleich ist es sich seines Widerspruchs und Verstellen

auch bewusst denn es geht von einem Momente unmittelbar in Beziehung auf dieses

selbst zu dem entgegengesetzten über weil ein Moment keine Realität für es hat

setzt es eben dasselbe als reell oder was dasselbe ist um ein Moment als an

sich seiend zu behaupten behauptet es das entgegengesetzte als das

ansichseiende Es bekennt damit dass es ihm in der Tat mit keinem derselben

Ernst ist Dies ist in den Momenten dieser schwindelnden Bewegung näher zu

betrachten

    Lassen wir die Voraussetzung dass es ein wirkliches moralisches Bewusstsein

gibt zuerst auf sich beruhen weil sie unmittelbar nicht in Beziehung auf etwas

Vorhergehendes gemacht wird und wenden uns an die Harmonie der Moralität und

der Natur das erste Postulat Sie soll an sich sein nicht für das wirkliche

Bewusstsein nicht gegenwärtig sondern die Gegenwart ist vielmehr nur der

Widerspruch beider In der Gegenwart ist die Moralität als vorhanden angenommen

und die Wirklichkeit so gestellt dass sie nicht in Harmonie mit ihr sei Das

wirkliche moralische Bewusstsein aber ist ein handelndes darin besteht eben die

Wirklichkeit seiner Moralität Im Handeln selbst aber ist jene Stellung

unmittelbar verstellt denn das Handeln ist nichts anderes als die

Verwirklichung des inneren moralischen Zwecks nichts anderes als die

Hervorbringung einer durch den Zweck bestimmten Wirklichkeit oder der Harmonie

des moralischen Zwecks und der Wirklichkeit selbst Zugleich ist die

Vollbringung der Handlung für das Bewusstsein sie ist die Gegenwart dieser

Einheit der Wirklichkeit und des Zwecks und weil in der vollbrachten Handlung

das Bewusstsein sich als dieses Einzelne verwirklicht oder das Dasein in es

zurückgekehrt anschaut und der Genuss hierin besteht so ist in der Wirklichkeit

des moralischen Zwecks zugleich auch diejenige Form derselben enthalten welche

Genuss und Glückseligkeit genannt wird  Das Handeln erfüllt also in der Tat

unmittelbar dasjenige was nicht stattzufinden aufgestellt war und nur ein

Postulat nur jenseits sein sollte Das Bewusstsein spricht es also durch die Tat

aus dass es mit dem Postulieren nicht Ernst ist weil der Sinn des Handelns

vielmehr dieser ist das zur Gegenwart zu machen was nicht in der Gegenwart

sein sollte Und indem um des Handelns willen die Harmonie postuliert wird  was

nämlich durch das Handeln wirklich werden soll muss an sich so sein sonst wäre

die Wirklichkeit nicht möglich  so ist der Zusammenhang des Handelns und des

Postulats so beschaffen dass um des Handelns dh um der wirklichen Harmonie

des Zwecks und der Wirklichkeit willen diese Harmonie als nicht wirklich als

jenseits gesetzt wird

    Indem gehandelt wird ist es also mit der Unangemessenheit des Zwecks und

der Wirklichkeit überhaupt nicht Ernst dagegen scheint es mit dem Handeln

selbst Ernst zu sein Aber in der Tat ist die wirkliche Handlung nur Handlung

des einzelnen Bewusstseins also selbst nur etwas Einzelnes und das Werk

zufällig Der Zweck der Vernunft aber als der allgemeine alles umfassende Zweck

ist nichts Geringeres als die ganze Welt ein Endzweck der weit über den Inhalt

dieser einzelnen Handlung hinausgeht und daher überhaupt über alles wirkliche

Handeln hinauszustellen ist Weil das allgemeine Beste ausgeführt werden soll

wird nichts Gutes getan In der Tat aber ist die Nichtigkeit des wirklichen

Handelns und die Realität nur des ganzen Zwecks die jetzt aufgestellt sind

nach allen Seiten auch wieder verstellt Die moralische Handlung ist nicht etwas

Zufälliges und Beschränktes denn sie hat die reine Pflicht zu ihrem Wesen

diese macht den einzigen ganzen Zweck aus und die Handlung also als

Verwirklichung desselben ist bei aller sonstigen Beschränkung des Inhalts die

Vollbringung des ganzen absoluten Zwecks Oder wenn wieder die Wirklichkeit als

Natur die ihre eigenen Gesetze hat und der reinen Pflicht entgegengesetzt ist

genommen wird so dass also die Pflicht ihr Gesetz nicht in ihr realisieren kann

so ist es indem die Pflicht als solche das Wesen ist in der Tat nicht um die

Vollbringung der reinen Pflicht welche der ganze Zweck ist zu tun denn die

Vollbringung hätte vielmehr nicht die reine Pflicht sondern das ihr

Entgegengesetzte die Wirklichkeit zum Zwecke Aber dass es nicht um die

Wirklichkeit zu tun sei ist wieder verstellt denn nach dem Begriffe des

moralischen Handelns ist die reine Pflicht wesentlich tätiges Bewusstsein es

soll also allerdings gehandelt die absolute Pflicht in der ganzen Natur

ausgedrückt und das Moralgesetz Naturgesetz werden

    Lassen wir also dieses höchste Gut als das Wesen gelten so ist es dem

Bewusstsein mit der Moralität überhaupt nicht Ernst Denn in diesem höchsten Gute

hat die Natur nicht ein anderes Gesetz als die Moralität hat Somit fällt das

moralische Handeln selbst hinweg denn das Handeln ist nur unter der

Voraussetzung eines Negativen das durch die Handlung aufzuheben ist Ist aber

die Natur dem Sittengesetze gemäß so würde ja dieses durch das Handeln durch

das Aufheben des Seienden verletzt  Es wird also in jener Annahme als der

wesentliche Zustand ein solcher eingestanden worin das moralische Handeln

überflüssig ist und gar nicht stattfindet Das Postulat der Harmonie der

Moralität und der Wirklichkeit  einer Harmonie die durch den Begriff des

moralischen Handelns beide in Übereinstimmung zu bringen gesetzt ist  drückt

sich also auch von dieser Seite so aus weil das moralische Handeln der absolute

Zweck istso ist der absolute Zweck dass das moralische Handeln gar nicht

vorhanden sei

    Stellen wir diese Momente durch die das Bewusstsein sich in seinem

moralischen Vorstellen fortwälzte zusammen so erhellt dass es jedes wieder in

seinem Gegenteile aufhebt Es geht davon aus dass für es die Moralität und

Wirklichkeit nicht harmoniere aber es ist ihm damit nicht Ernst denn in der

Handlung ist für es die Gegenwart dieser Harmonie Es ist ihm aber auch mit

diesem Handeln da es etwas Einzelnes ist nicht Ernst denn es hat einen so

hohen Zweck das höchste Gut Dies ist aber wieder nur eine Verstellung der

Sache denn darin fiele alles Handeln und alle Moralität hinweg Oder es ist ihm

eigentlich mit dem moralischen Handeln nicht Ernst sondern das

Wünschenswerteste Absolute ist dass das höchste Gut ausgeführt und das

moralische Handeln überflüssig wäre

    Von diesem Resultate muss das Bewusstsein in seiner widersprechenden Bewegung

sich weiter fortwälzen und das Aufheben des moralischen Handelns notwendig

wieder verstellen Die Moralität ist das Ansich dass sie statthabe kann der

Endzweck der Welt nicht ausgeführt sein sondern das moralische Bewusstsein muss

für sich sein und eine ihm entgegengesetzte Natur vorfinden Aber es an ihm

selbst muss vollendet sein Dies führt zum zweiten Postulate der Harmonie seiner

und der Natur welche an ihm unmittelbar ist der Sinnlichkeit Das moralische

Selbstbewusstsein stellt seinen Zweck als rein als von Neigungen und Trieben

unabhängig auf so dass er die Zwecke der Sinnlichkeit in sich vertilgt hat 

Allein diese aufgestellte Aufhebung des sinnlichen Wesens verstellt es wieder

Es handelt bringt seinen Zweck zur Wirklichkeit und die selbstbewusste

Sinnlichkeit welche aufgehoben sein soll ist gerade diese Mitte zwischen dem

reinen Bewusstsein und der Wirklichkeit  sie ist das Werkzeug des ersteren zu

seiner Verwirklichung oder das Organ und das was Trieb Neigung genannt wird

Es ist daher nicht Ernst mit dem Aufheben der Neigungen und Triebe denn eben

sie sind das sich verwirklichende Selbstbewusstsein Aber sie sollen auch nicht

unterdrückt sondern der Vernunft nur gemäß sein Sie sind ihr auch gemäß denn

das moralische Handeln ist nichts anderes als das sich verwirklichende also

sich die Gestalt eines Triebes gebende Bewusstsein dh es ist unmittelbar die

gegenwärtige Harmonie des Triebes und der Moralität Aber in der Tat ist der

Trieb nicht nur diese leere Gestalt die eine andere Feder als er selbst ist

in sich haben und von ihr getrieben werden könnte Denn die Sinnlichkeit ist

eine Natur die ihre eigenen Gesetze und Springfedern an ihr selbst hat es kann

der Moralität daher nicht Ernst damit sein die Triebfeder der Triebe der

Neigungswinkel der Neigungen zu sein Denn indem diese ihre eigene feste

Bestimmtheit und eigentümlichen Inhalt haben so wäre vielmehr das Bewusstsein

dem sie gemäß wären ihnen gemäß eine Gemäßheit welche sich das moralische

Selbstbewusstsein verbittet Die Harmonie beider ist also nur an sich und

postuliert  In dem moralischen Handeln war soeben die gegenwärtige Harmonie

der Moralität und der Sinnlichkeit aufgestellt dies aber ist nun verstellt sie

ist jenseits des Bewusstseins in einer nebligen Ferne worin nichts mehr genau zu

unterscheiden noch zu begreifen ist denn mit dem Begreifen dieser Einheit das

wir soeben versuchten ging es nicht  In diesem Ansich gibt aber überhaupt das

Bewusstsein sich auf Dieses Ansich ist seine moralische Vollendung worin der

Kampf der Moralität und der Sinnlichkeit aufgehört hat und die letztere der

ersteren auf eine Weise gemäß ist die nicht zu fassen ist  Darum ist diese

Vollendung wieder nur eine Verstellung der Sache denn in der Tat gäbe in ihr

vielmehr die Moralität selbst sich auf denn sie ist nur Bewusstsein des

absoluten Zwecks als des reinen also im Gegensatze gegen alle anderen Zwecke

sie ist ebenso die Tätigkeit dieses reinen Zwecks als sie sich der Erhebung

über die Sinnlichkeit der Einmischung derselben und ihres Gegensatzes und

Kampfes mit ihr bewusst ist  dass es mit der moralischen Vollendung nicht Ernst

ist spricht das Bewusstsein unmittelbar selbst darin aus dass es sie in die

Unendlichkeit hinaus verstellt dh sie als niemals vollendet behauptet

    Vielmehr ist ihm also nur dieser Zwischenzustand der Nichtvollendung das

Gültige  ein Zustand der aber doch ein Fortschreiten zur Vollendung wenigstens

sein soll Allein er kann auch dies nicht sein denn das Fortschreiten in der

Moralität wäre vielmehr ein Zugehen zum Untergang derselben Das Ziel nämlich

wäre das obige Nichts oder Aufheben der Moralität und des Bewusstseins selbst

dem Nichts aber immer näher und näher kommen heißt abnehmen Außerdem nähme

fortschreiten überhaupt ebenso wie Abnehmen Unterschiede der Größe in der

Moralität an allein von diesen kann in ihr keine Rede sein In ihr als dem

Bewusstsein welchem der sittliche Zweck die reine Pflicht ist ist an eine

Verschiedenheit überhaupt nicht am wenigsten an die oberflächliche der Größe zu

denken es gibt nur eine Tugend nur eine reine Pflicht nur eine Moralität

    Indem es also mit der moralischen Vollendung nicht Ernst ist sondern

vielmehr mit dem Mittelzustande dh wie soeben erörtert mit der

Nichtmoralität so kommen wir von einer ändern Seite auf den Inhalt des ersten

Postulats zurück Es ist nämlich nicht abzusehen wie Glückseligkeit für dies

moralische Bewusstsein um seiner Würdigkeit willen zu fordern ist Es ist seiner

Nichtvollendung sich bewusst und kann daher die Glückseligkeit in der Tat nicht

als Verdienst nicht als etwas dessen es würdig wäre fordern sondern sie nur

aus einer freien Gnade dh die Glückseligkeit als solche an und für sich

selbst verlangen und nicht aus jenem absoluten Grunde sondern nach Zufall und

Willkür erwarten  Die Nichtmoralität spricht eben hierin aus was sie ist 

dass es nicht um die Moralität sondern um die Glückseligkeit an und für sich

ohne Beziehung auf jene zu tun ist

    Durch diese zweite Seite der moralischen Weltanschauung wird auch noch die

andere Behauptung der ersteren aufgehoben worin die Disharmonie der Moralität

und Glückseligkeit vorausgesetzt wird  Es will nämlich die Erfahrung gemacht

werden dass es in dieser Gegenwart dem Moralischen oft schlecht dem

Unmoralischen hingegen oft glücklich gehe Allein der Zwischenzustand der

unvollendeten Moralität der sich als das Wesentliche ergeben hat zeigt

offenbar dass diese Wahrnehmung und seinsollende Erfahrung nur eine Verstellung

der Sache ist Denn da die Moralität unvollendet dh die Moralität in der Tat

nicht ist was kann an der Erfahrung sein dass es ihr schlecht gehe  Indem es

zugleich herausgekommen dass es um die Glückseligkeit an und für sich zu tun

ist so zeigt es sich dass bei Beurteilung es gehe dem Unmoralischen gut nicht

ein Unrecht gemeint war das hier stattfinde Die Bezeichnung eines Individuums

als eines unmoralischen fällt indem die Moralität überhaupt unvollendet ist an

sich hinweg hat also nur einen willkürlichen Grund Der Sinn und Inhalt des

Urteils der Erfahrung ist dadurch allein dieser dass einigen die Glückseligkeit

an und für sich nicht zukommen sollte dh er ist Neid der sich zum Deckmantel

die Moralität nimmt Der Grund aber warum anderen das sogenannte Glück zuteil

werden sollte ist die gute Freundschaft die ihnen und sich selbst diese Gnade

dh diesen Zufall gönnt und wünscht

    Die Moralität also im moralischen Bewusstsein ist unvollendet dies ist es

was jetzt aufgestellt wird Aber es ist ihr Wesen nur das Vollendete Reine zu

sein die unvollendete Moralität ist daher unrein oder sie ist Immoralität Die

Moralität selbst ist also in einem anderen Wesen als in dem wirklichen

Bewusstsein es ist ein heiliger moralischer Gesetzgeber  Die im Bewusstsein

unvollendete Moralität welche der Grund dieses Postulierens ist hat zunächst

die Bedeutung dass die Moralität indem sie im Bewusstsein als wirklich gesetzt

wird in der Beziehung auf ein Anderes auf ein Dasein steht also selbst an ihr

das Anderssein oder den Unterschied erhält wodurch eine vielfache Menge von

moralischen Geboten entsteht Das moralische Selbstbewusstsein hält aber zugleich

diese vielen Pflichten für unwesentlich denn es ist nur um die eine reine

Pflicht zu tun und für es haben sie insofern sie bestimmte sind keine

Wahrheit Sie können ihre Wahrheit also nur in einem Anderen haben und sind was

sie für es nicht sind heilig durch einen heiligen Gesetzgeber  Allein dies

ist selbst wieder nur eine Verstellung der Sache Denn das moralische

Selbstbewusstsein ist sich das Absolute und Pflicht schlechthin nur das was es

als Pflicht weiß Es weiß aber nur die reine Pflicht als Pflicht was ihm nicht

heilig ist ist an sich nicht heilig und was an sich nicht heilig ist kann

durch das heilige Wesen nicht geheiligt werden Es ist dem moralischen

Bewusstsein auch überhaupt damit nicht Ernst etwas durch ein anderes Bewusstsein

als es selbst ist heiligen zu lassen denn es ist ihm schlechthin nur das

heilig was ihm durch sich selbst und in ihm heilig ist  Es ist also

ebensowenig damit Ernst dass dies andere Wesen ein heiliges sei denn in ihm

sollte etwas zur Wesenheit gelangen was für das moralische Bewusstsein dh an

sich keine Wesenheit hat

    Wenn das heilige Wesen postuliert wurde dass in ihm die Pflicht nicht als

reine Pflicht sondern als eine Vielheit bestimmter Pflichten ihre Gültigkeit

hätte so muss also dieses wieder verstellt und das andere Wesen allein insofern

heilig sein als in ihm nur die reine Pflicht Gültigkeit hat Die reine Pflicht

hat auch in der Tat Gültigkeit nur in einem anderen Wesen nicht in dem

moralischen Bewusstsein Obschon in ihm die reine Moralität allein zu gelten

scheint so muss doch dieses anders gestellt werden denn es ist zugleich

natürliches Bewusstsein Die Moralität ist in ihm von der Sinnlichkeit affiziert

und bedingt also nicht an und für sich, sondern eine Zufälligkeit des freien

Willens in ihm aber als reinem Willen eine Zufälligkeit des Wissens an und für

sich ist die Moralität daher in einem anderen Wesen

    Dieses Wesen ist also hier die rein vollendete Moralität darum weil sie in

ihm nicht in Beziehung auf Natur und Sinnlichkeit steht Allein die Realität der

reinen Pflicht ist ihre Verwirklichung in Natur und Sinnlichkeit Das moralische

Bewusstsein setzt seine Unvollkommenheit darein dass in ihm die Moralität eine

positive Beziehung auf die Natur und Sinnlichkeit hat da ihm dies für ein

wesentliches Moment derselben gilt dass sie schlechthin nur eine negative

Beziehung darauf habe Das reine moralische Wesen dagegen weil es erhaben über

den Kampf mit der Natur und Sinnlichkeit ist steht nicht in einer negativen

Beziehung darauf Es bleibt ihm also in der Tat nur die positive Beziehung

darauf übrig dh eben dasjenige was soeben als das Unvollendete als das

Unmoralische galt Die reine Moralität aber ganz getrennt von der Wirklichkeit

so dass sie ebensosehr ohne positive Beziehung auf diese wäre wäre eine

bewusstlose unwirkliche Abstraktion worin der Begriff der Moralität Denken der

reinen Pflicht und ein Wille und Tun zu sein schlechthin aufgehoben wäre

Dieses so rein moralische Wesen ist daher wieder eine Verstellung der Sache und

aufzugeben

    In diesem rein moralischen Wesen aber nähern sich die Momente des

Widerspruchs in welchem dies synthetische Vorstellen sich herumtreibt und die

entgegengesetzten Auchs die es ohne diese seine Gedanken zusammenzubringen

aufeinanderfolgen und ein Gegenteil immer durch das andere ablösen lässt so

sehr dass das Bewusstsein hier seine moralische Weltanschauung aufgeben und in

sich zurückfliehen muss

    Es erkennt seine Moralität darum als nicht vollendet weil es von einer ihr

entgegengesetzten Sinnlichkeit und Natur affiziert ist welche teils die

Moralität selbst als solche trübt teils eine Menge von Pflichten entstehen

macht durch die es im konkreten Falle des wirklichen Handelns in Verlegenheit

gerät denn jeder Fall ist die Konkretion vieler moralischer Beziehungen wie

ein Gegenstand der Wahrnehmung überhaupt ein Ding von vielen Eigenschaften ist

und indem die bestimmte Pflicht Zweck ist hat sie einen Inhalt und ihr Inhalt

ist ein Teil des Zwecks und die Moralität nicht rein  Diese hat also in einem

anderen Wesen ihre Realität Aber diese Realität heißt nichts anderes als dass

die Moralität hier an und für sich sei  für sich dh Moralität eines

Bewusstseins sei an sich dh Dasein und Wirklichkeit habe  In jenem ersten

unvollendeten Bewusstsein ist die Moralität nicht ausgeführt sie ist darin das

Ansich im Sinne eines Gedankendinges denn sie ist mit Natur und Sinnlichkeit

mit der Wirklichkeit des Seins und des Bewusstseins vergesellschaftet die ihren

Inhalt ausmacht und Natur und Sinnlichkeit ist das moralisch Nichtige  In dem

zweiten ist die Moralität als vollendet und nicht als ein unausgeführtes

Gedankending vorhanden Aber diese Vollendung besteht eben darin dass die

Moralität in einem Bewusstsein Wirklichkeit sowie freie Wirklichkeit Dasein

überhaupt hat nicht das Leere sondern das Erfüllte Inhaltsvolle ist  dh

die Vollendung der Moralität wird darein gesetzt dass das was soeben als das

moralisch Nichtige bestimmt wurde in ihr und an ihr vorhanden ist Sie soll das

eine Mal schlechthin nur als das unwirkliche Gedankending der reinen Abstraktion

Gültigkeit aber ebensowohl in dieser Weise keine Gültigkeit haben ihre

Wahrheit soll darin bestehen der Wirklichkeit entgegengesetzt und von ihr ganz

frei und leer und wieder darin Wirklichkeit zu sein

    Der Synkretismus dieser Widersprüche der in der moralischen Weltanschauung

auseinandergelegt ist fällt in sich zusammen indem der Unterschied worauf er

beruht von solchem das notwendig gedacht und gesetzt werden müsse und doch

zugleich unwesentlich sei zu einem Unterschiede wird der nicht einmal mehr in

den Worten liegt Was am Ende als ein Verschiedenes gesetzt wird sowohl als das

Nichtige wie als das Reelle ist ein und ebendasselbe das Dasein und die

Wirklichkeit und was absolut nur als das Jenseits des wirklichen Seins und

Bewusstseins und ebensowohl nur in ihm und als ein Jenseits das Nichtige sein

soll ist die reine Pflicht und das Wissen derselben als des Wesens Das

Bewusstsein das diesen Unterschied macht der keiner ist die Wirklichkeit für

das Nichtige und das Reale zugleich die reine Moralität ebenso für das wahre

Wesen sowie für das Wesenlose aussagt spricht die Gedanken die es vorher

trennte zusammen aus spricht es selbst aus dass es ihm mit dieser Bestimmung

und der Auseinanderstellung der Momente des Selbsts und des Ansichs nicht Ernst

ist sondern dass es das was es als das absolute außer dem Bewusstsein Seiende

aussagt vielmehr in dem Selbst des Selbstbewusstseins eingeschlossen behält und

was es als das absolut Gedachte oder das absolute Ansich aussagt eben darum für

ein nicht Wahrheit Habendes nimmt  Es wird für das Bewusstsein dass das

Auseinanderstellen dieser Momente eine Verstellung ist und es wäre Heuchelei

wenn es sie doch beibehielte Aber als moralisches reines Selbstbewusstsein

flieht es aus dieser Ungleichheit seines Vorstellen mit dem was sein Wesen

ist aus dieser Unwahrheit welche das für wahr aussagt was ihm für unwahr

gilt mit Abscheu in sich zurück Es ist reines gewissen welches eine solche

moralische Weltvorstellung verschmäht es ist in sich selbst der einfache

seiner gewisse Geist der ohne die Vermittlung jener Vorstellungen unmittelbar

gewissenhaft handelt und in dieser Unmittelbarkeit seine Wahrheit hat  Wenn

aber diese Welt der Verstellung nichts anderes als die Entwicklung des

moralischen Selbstbewusstseins in seinen Momenten und hiermit seine Realität ist

so wird es durch sein Zurückgehen in sich seinem Wesen nach nichts anderes

werden sein Zurückgehen in sich ist vielmehr nur das erlangte Bewusstsein dass

seine Wahrheit eine vorgegebene ist Es müsste sie noch immer für seine Wahrheit

ausgeben denn es müsste sich als gegenständliche Vorstellung aussprechen und

darstellen aber wüsste dass dies nur eine Verstellung ist es wäre hiermit in

der Tat die Heuchelei und jenes Verschmähen jener Verstellung schon die erste

Äußerung der Heuchelei

 
 



       

    Die Antinomie der moralischen Weltanschauung dass es ein moralisches

Bewusstsein gibt und dass es keines gibt  oder dass das Gelten der Pflicht ein

Jenseits des Bewusstseins ist und umgekehrt nur in ihm stattfindet war in die

Vorstellung zusammengefasst worden worin das nichtmoralische Bewusstsein für

moralisch gelte sein zufälliges Wissen und Wollen für vollwichtig angenommen

und die Glückseligkeit ihm aus Gnade zuteil werde Diese sich selbst

widersprechende Vorstellung nahm das moralische Selbstbewusstsein nicht über

sich sondern verlegte sie in ein ihm anderes Wesen Aber dies Hinaussetzen

dessen was es als notwendig denken muss außer sich selbst ist ebenso der

Widerspruch der Form nach wie jener es dem Inhalte nach ist Weil aber an sich

eben das was als widersprechend erscheint und in dessen Trennung und

Wiederauflösung die moralische Weltanschauung sich herumtreibt dasselbe ist

die reine Pflicht nämlich als das reine Wissen nichts anderes als das Selbst des

Bewusstseins und das Selbst des Bewusstseins das Sein und Wirklichkeit ist 

ebenso was Jenseits des wirklichen Bewusstseins sein soll nichts anderes als

das reine Denken also in der Tat das Selbst ist so geht für uns oder an sich

das Selbstbewusstsein in sich zurück und weiß dasjenige Wesen als sich selbst

worin das Wirkliche zugleich reines Wissen und reine Pflicht ist Es selbst ist

sich das in seiner Zufälligkeit Vollgültige das seine unmittelbare Einzelheit

als das reine Wissen und Handeln als die wahre Wirklichkeit und Harmonie weiß

    Dies Selbst des Gewissens der seiner unmittelbar als der absoluten Wahrheit

und des Seins gewisse Geist ist das dritte Selbst das uns aus der dritten Welt

des Geistes geworden ist und ist mit den vorherigen kurz zu vergleichen Die

Totalität oder Wirklichkeit welche sich als die Wahrheit der sittlichen Welt

darstellt ist das Selbst der Person ihr Dasein ist das Anerkanntsein Wie die

Person das substanzleere Selbst istso ist dies ihr Dasein ebenso die abstrakte

Wirklichkeit die Person gilt und zwar unmittelbar das Selbst ist der in dem

Elemente seines Seins unmittelbar ruhende Punkt er ist ohne die Abtrennung von

seiner Allgemeinheit beide daher nicht in Bewegung und Beziehung aufeinander

das Allgemeine ist ohne Unterscheidung in ihm und weder Inhalt des Selbsts noch

ist das Selbst durch sich selbst erfüllt  Das zweite Selbst ist die zu ihrer

Wahrheit gekommene Welt der Bildung oder der sich wiedergegebene Geist der

Entzweiung  die absolute Freiheit In diesem Selbst tritt jene erste

unmittelbare Einheit der Einzelheit und Allgemeinheit auseinander das

Allgemeine das ebenso rein geistiges Wesen Anerkanntsein oder allgemeiner

Wille und Wissen bleibt ist Gegenstand und Inhalt des Selbsts und seine

allgemeine Wirklichkeit Aber es hat nicht die Form des vom Selbst freien

Daseins es kommt in diesem Selbst daher zu keiner Erfüllung und zu keinem

positiven Inhalt zu keiner Welt Das moralische Selbstbewusstsein lässt seine

Allgemeinheit zwar frei so dass sie eine eigene Natur wird und ebenso hält es

sie in sich als aufgehoben fest Aber es ist nur das verstellende Spiel der

Abwechslung dieser beiden Bestimmungen Als gewissen erst hat es in seiner

Selbstgewissheit den Inhalt für die vorhin leere Pflicht sowie für das leere

Recht und den leeren allgemeinen Willen und hat weil diese Selbstgewissheit

ebenso das Unmittelbare ist das Dasein selbst

    Zu dieser seiner Wahrheit gelangt verlässt also oder hebt das moralische

Selbstbewusstsein vielmehr die Trennung in sich selbst auf woraus die

Verstellung entsprungen die Trennung des Ansich und des Selbsts der reinen

Pflicht als des reinen Zwecks und der Wirklichkeit als einer dem reinen Zwecke

entgegengesetzten Natur und Sinnlichkeit Es ist so in sich zurückgekehrt

konkreter moralischer Geist der nicht am Bewusstsein der reinen Pflicht sich

einen leeren Maßstab gibt welcher dem wirklichen Bewusstsein entgegengesetzt

wäre sondern die reine Pflicht ebenso wie die ihr entgegengesetzte Natur sind

aufgehobene Momente er ist in unmittelbarer Einheit sich verwirklichendes

moralisches Wesen und die Handlung unmittelbar konkrete moralische Gestalt

    Es ist ein Fall des Handelns vorhanden er ist eine gegenständliche

Wirklichkeit für das wissende Bewusstsein Dieses als gewissen weiß ihn auf

unmittelbare konkrete Weise und er ist zugleich nur wie es ihn weiß Zufällig

ist das Wissen insofern es ein anderes ist als der Gegenstand der seiner

selbst gewisse Geist aber ist nicht mehr ein solches zufälliges Wissen und

Erschaffen von Gedanken in sich von denen die Wirklichkeit verschieden wäre

sondern indem die Trennung des Ansich und des Selbsts aufgehoben istso ist der

Fall unmittelbar in der sinnlichen Gewissheit des Wissens wie er an sich ist,

und er ist nur so an sich wie er in diesem Wissen ist  Das Handeln als die

Verwirklichung ist hierdurch die reine Form des Willens die bloße Umkehrung der

Wirklichkeit als eines seienden Falles in eine getane Wirklichkeit der bloßen

Weise des gegenständlichen Wissens in die Weise des Wissens von der Wirklichkeit

als einem vom Bewusstsein Hervorgebrachten Wie die sinnliche Gewissheit

unmittelbar in das Ansich des Geistes aufgenommen oder vielmehr umgekehrt ist,

so ist auch diese Umkehrung einfach und unvermittelt ein Übergang durch den

reinen Begriff ohne Änderung des Inhalts der durch das Interesse des von ihm

wissenden Bewusstseins bestimmt ist  Das gewissen sondert ferner die Umstände

des Falles nicht in verschiedene Pflichten ab Es verhält sich nicht als

positives allgemeines Medium worin die vielen Pflichten jede für sich

unverrückte Substantialität erhielten so dass entweder gar nicht gehandelt

werden könnte weil jeder konkrete Fall die Entgegensetzung überhaupt und als

moralischer Fall die Entgegensetzung der Pflichten enthält in der Bestimmung

des Handelns also eine Seite eine Pflicht immer verletzt würde  oder dass

wenn gehandelt wird die Verletzung einer der entgegengesetzten Pflichten

wirklich einträte Das gewissen ist vielmehr das negative Eins oder absolute

Selbst welches diese verschiedenen moralischen Substanzen vertilgt es ist

einfaches pflichtmäßiges Handeln das nicht diese oder jene Pflicht erfüllt

sondern das konkrete Rechte weiß und tut Es ist daher überhaupt erst das

moralische Handeln als Handeln worein das vorhergehende tatlose Bewusstsein der

Moralität übergegangen ist  Die konkrete Gestalt der Tat mag vom

unterscheidenden Bewusstsein in verschiedene Eigenschaften dh hier in

verschiedene moralische Beziehungen analysiert und diese entweder jede wie es

sein muss wenn sie Pflicht sein soll für absolut geltend ausgesagt oder auch

verglichen und geprüft werden In der einfachen moralischen Handlung des

Gewissens sind die Pflichten so verschüttet dass allen diesen einzelnen Wesen

unmittelbar Abbruch getan wird und das prüfende Rütteln an der Pflicht in der

unwankenden Gewissheit des Gewissens gar nicht stattfindet

    Ebensowenig ist im gewissen jene hin und hergehende Ungewissheit des

Bewusstseins vorhanden welches bald die sogenannte reine Moralität außer sich in

ein anderes heiliges Wesen setzt und sich selbst als das unheilige gilt bald

aber auch wieder die moralische Reinheit in sich und die Verknüpfung des

Sinnlichen mit dem Moralischen in das andere Wesen setzt

    Es entsagt allen diesen Stellungen und Verstellungen der moralischen

Weltanschauung indem es dem Bewusstsein entsagt das die Pflicht und die

Wirklichkeit als widersprechend fasst Nach diesem letzteren handle ich

moralisch indem ich mir bewusst bin nur die reine Pflicht zu vollbringen nicht

Irgend etwas anderes dies heißt in der Tat, indem ich nicht handle Indem ich

aber wirklich handle bin ich mir eines Anderen einer Wirklichkeit die

vorhanden ist und einer die ich hervorbringen will bewusst habe einen

bestimmten Zweck und erfülle eine bestimmte Pflicht es ist was anderes darin

als die reine Pflicht die allein beabsichtigt werden sollte  Das gewissen ist

dagegen das Bewusstsein darüber dass wenn das moralische Bewusstsein die reine

Pflicht als das Wesen seines Handelns aussagt dieser reine Zweck eine

Verstellung der Sache ist denn die Sache selbst ist dass die reine Pflicht in

der leeren Abstraktion des reinen Denkens besteht und ihre Realität und Inhalt

nur an einer bestimmten Wirklichkeit hat einer Wirklichkeit welche

Wirklichkeit des Bewusstseins selbst und desselben nicht als eines Gedankendings

sondern als eines Einzelnen ist Das gewissen hat für sich selbst seine Wahrheit

an der unmittelbaren Gewissheit seiner selbst Diese unmittelbare konkrete

Gewissheit seiner selbst ist das Wesen sie nach dem Gegensatze des Bewusstseins

betrachtet so ist die eigene unmittelbare Einzelheit der Inhalt des moralischen

Tuns und die Form desselben ist eben dieses Selbst als reine Bewegung nämlich

als das Wissen oder die eigene Überzeugung

    Dies in seiner Einheit und in der Bedeutung der Momente näher betrachtet so

erfasste das moralische Bewusstsein sich nur als das Ansich oder Wesen als

gewissen aber erfasst es sein Fürsichsein oder sein Selbst  Der Widerspruch der

moralischen Weltanschauung löst sich auf dh der Unterschied der ihm zugrunde

liegt zeigt sich kein Unterschied zu sein und er läuft in die reine

Negativität zusammen diese aber ist eben das Selbst ein einfaches Selbst

welches ebensowohl reines Wissen als Wissen seiner als dieses einzelnen

Bewusstseins ist Dies Selbst macht daher den Inhalt des vorher leeren Wesens

aus denn es ist das wirkliche welches nicht mehr die Bedeutung hat eine dem

Wesen fremde und in eigenen Gesetzen selbständige Natur zu sein Es ist als das

Negative der Unterschied des reinen Wesens ein Inhalt und zwar ein solcher

welcher an und für sich gilt

    Ferner ist dies Selbst als reines sich selbst gleiches Wissen das

schlechthin Allgemeine so dass eben dies Wissen als sein eigenes Wissen als

Überzeugung die Pflicht ist Die Pflicht ist nicht mehr das dem Selbst

gegenübertretende Allgemeine sondern ist gewusst in dieser Getrenntheit kein

Gelten zu haben es ist jetzt das Gesetz das um des Selbsts willen nicht um

dessen willen das Selbst ist Das Gesetz und die Pflicht hat aber darum nicht

allein die Bedeutung des Fürsichseins sondern auch des Ansichseins denn dies

Wissen ist um seiner Sichselbstgleichheit willen eben das Ansich Dies Ansich

trennt sich auch im Bewusstsein von jener unmittelbaren Einheit mit dem

Fürsichsein so gegenübertretend ist es Sein Sein für Anderes  Die Pflicht

eben wird jetzt als Pflicht die vom Selbst verlassen ist gewusst nur Moment zu

sein sie ist von ihrer Bedeutung absolutes Wesen zu sein zum Sein das nicht

Selbst nicht für sich ist, herabgesunken und also Sein für Anderes Aber dies

Sein für Anderes bleibt eben darum wesentliches Moment weil das Selbst als

Bewusstsein den Gegensatz des Fürsichseins und des Seins für Anderes ausmacht und

jetzt die Pflicht an ihr unmittelbar Wirkliches nicht mehr bloß das abstrakte

reine Bewusstsein ist

    Dies Sein für Anderes ist also die ansichseiende vom Selbst unterschiedene

Substanz Das gewissen hat die reine Pflicht oder das abstrakte Ansich nicht

aufgegeben sondern sie ist das wesentliche Moment als Allgemeinheit sich zu

anderen zu verhalten Es ist das gemeinschaftliche Element der

Selbstbewusstseine und dieses die Substanz worin die Tat Bestehen und

Wirklichkeit hat das Moment des Anerkanntwerdens von den anderen Das

moralische Selbstbewusstsein hat dies Moment des Anerkanntseins des reinen

Bewusstseins welches da ist nicht und ist dadurch überhaupt nicht handelndes

nicht verwirklichendes Sein Ansich ist ihm entweder das abstrakte unwirkliche

Wesen oder das Sein als eine Wirklichkeit welche nicht geistig ist Die seiende

Wirklichkeit des Gewissens aber ist eine solche welche Selbst ist dh das

seiner bewusste Dasein das geistige Element des Anerkanntwerdens Das Tun ist

daher nur das Übersetzen seines einzelnen Inhalts in das gegenständliche

Element worin er allgemein und anerkannt ist und eben dies dass er anerkannt

ist macht die Handlung zur Wirklichkeit Anerkannt und dadurch wirklich ist die

Handlung weil die daseiende Wirklichkeit unmittelbar mit der Überzeugung oder

dem Wissen verknüpft oder das Wissen von seinem Zwecke unmittelbar das Element

des Daseins das allgemeine Anerkennen ist Denn das Wesen der Handlung die

Pflicht besteht in der Überzeugung des Gewissens von ihr diese Überzeugung ist

eben das Ansich selbst es ist das an sich allgemeine Selbstbewusstsein oder das

Anerkanntsein und hiermit die Wirklichkeit Das mit der Überzeugung von der

Pflicht Getane ist also unmittelbar ein solches das Bestand und Dasein hat Es

ist also da keine Rede mehr davon dass die gute Absicht nicht zustande komme

oder dass es dem Guten schlecht gehe sondern das als Pflicht gewusste vollführt

sich und kommt zur Wirklichkeit weil eben das Pflichtmäßige das Allgemeine

aller Selbstbewusstseine das Anerkannte und also Seiende ist Getrennt und

allein genommen ohne den Inhalt des Selbsts aber ist diese Pflicht das Sein

für Anderes das Durchsichtige das nur die Bedeutung gehaltloser Wesenheit

überhaupt hat

    Sehen wir auf die Sphäre zurück mit der überhaupt die geistige Realität

eintrat so war es der Begriff dass das Aussprechen der Individualität das

Anundfürsich sei Aber die Gestalt welche diesen Begriff unmittelbar

ausdrückte war das ehrliche Bewusstsein das sich mit der abstrakten Sache

selbst herumtrieb Diese Sache selbst war dort Prädikat im gewissen aber erst

ist sie Subjekt das alle Momente des Bewusstseins an ihm gesetzt hat und für

welches alle diese Momente Substantialität überhaupt äußeres Dasein und Wesen

des Denkens in dieser Gewissheit seiner selbst enthalten sind Substantialität

überhaupt hat die Sache selbst in der Sittlichkeit äußeres Dasein in der

Bildung sich selbst wissende Wesenheit des Denkens in der Moralität und im

gewissen ist sie das Subjekt das diese Momente an ihm selbst weiß Wenn das

ehrliche Bewusstsein nur immer die leere Sache selbst ergreift so gewinnt

dagegen das gewissen sie in ihrer Erfüllung die es ihr durch sich gibt Es ist

diese Macht dadurch dass es die Momente des Bewusstseins als Momente weiß und als

ihr negatives Wesen sie beherrscht

    Das gewissen in Beziehung auf die einzelnen Bestimmungen des Gegensatzes

der am Handeln erscheint und sein Bewusstsein über die Natur derselben

betrachtet so verhält es sich zuerst als Wissendes zur Wirklichkeit des Falles

worin zu handeln ist Insofern das Moment der Allgemeinheit an diesem Wissen

ist gehört zum Wissen des gewissenhaften Handelns die vorliegende Wirklichkeit

auf uneingeschränkte Weise zu umfassen und also die Umstände des Falles genau zu

wissen und in Erwägung zu ziehen Dies Wissen aber da es die Allgemeinheit als

ein Moment kennt ist daher ein solches Wissen von diesen Umständen das sich

bewusst ist sie nicht zu umfassen oder darin nicht gewissenhaft zu sein Die

wahrhaft allgemeine und reine Beziehung des Wissens wäre eine Beziehung auf ein

nicht Entgegengesetztes auf sich selbst aber das Handeln durch den Gegensatz

der in ihm wesentlich ist bezieht sich auf ein Negatives des Bewusstseins auf

eine an sich seiende Wirklichkeit Gegen die Einfachheit des reinen Bewusstseins

das absolut Andere oder die Mannigfaltigkeit an sichist sie eine absolute

Vielheit der Umstände die sich rückwärts in ihre Bedingungen seitwärts in

ihrem Nebeneinander vorwärts in ihren Folgen unendlich teilt und ausbreitet 

Das gewissenhafte Bewusstsein ist sich dieser Natur der Sache und seines

Verhältnisses zu ihr bewusst und weiß dass es den Fall in dem es handelt nicht

nach dieser geforderten Allgemeinheit kennt und dass sein Vorgeben dieser

gewissenhaften Erwägung aller Umstände nichtig ist Diese Kenntnis und Erwägung

aller Umstände aber ist nicht gar nicht vorhanden allein nur als Moment als

etwas das nur für andere ist und sein unvollständiges Wissen weil es sein

Wissen ist gilt ihm als hinreichendes vollkommenes Wissen

    Auf gleiche Weise verhält es sich mit der Allgemeinheit des Wesens oder der

Bestimmung des Inhalts durchs reine Bewusstsein  Das zum Handeln schreitende

gewissen bezieht sich auf die vielen Seiten des Falles Dieser schlägt sich

auseinander und ebenso die Beziehung des reinen Bewusstseins auf ihn wodurch die

Mannigfaltigkeit des Falles eine Mannigfaltigkeit von Pflichten ist  Das

gewissen weiß dass es unter ihnen zu wählen und zu entscheiden hat denn keine

ist in ihrer Bestimmtheit oder in ihrem Inhalte absolut sondern nur die reine

Pflicht Aber dies Abstraktum hat in seiner Realität die Bedeutung des

selbstbewussten Ich erlangt Der seiner selbst gewisse Geist ruht als gewissen in

sich und seine reale Allgemeinheit oder seine Pflicht liegt in seiner reinen

Überzeugung von der Pflicht Diese reine Überzeugung ist als solche so leer als

die reine Pflicht rein in dem Sinne dass nichts in ihr kein bestimmter Inhalt

Pflicht ist Es soll aber gehandelt es muss von dem Individuum bestimmt werden

und der seiner selbst gewisse Geist in dem das Ansich die Bedeutung des

selbstbewussten Ich erlangt hat weiß diese Bestimmung und Inhalt in der

unmittelbaren Gewissheit seiner selbst zu haben Diese ist als Bestimmung und

Inhalt das natürliche Bewusstsein dh die Triebe und Neigungen  Das gewissen

erkennt keinen Inhalt für es als absolut denn es ist absolute Negativität alles

Bestimmten Es bestimmt aus sich selbst der Kreis des Selbsts aber worein die

Bestimmtheit als solche fällt ist die sogenannte Sinnlichkeit einen Inhalt aus

der unmittelbaren Gewissheit seiner selbst zu haben findet sich nichts bei der

Hand als sie  Alles was in früheren Gestalten als Gut oder Schlecht als

Gesetz und Recht sich darstellte ist ein Anderes als die unmittelbare Gewissheit

seiner selbst es ist ein Allgemeines das jetzt ein Sein für Anderes ist oder

anders betrachtet ein Gegenstand welcher das Bewusstsein mit sich selbst

vermittelnd zwischen es und seine eigene Wahrheit tritt und es vielmehr von

sich absondert als dass er seine Unmittelbarkeit wäre  Dem gewissen aber ist

die Gewissheit seiner selbst die reine unmittelbare Wahrheit und diese Wahrheit

ist also seine als Inhalt vorgestellte unmittelbare Gewissheit seiner selbst

dh überhaupt die Willkür des Einzelnen und die Zufälligkeit seines bewusstlosen

natürlichen Seins

    Dieser Inhalt gilt zugleich als moralische Wesenheit oder als Pflicht Denn

die reine Pflicht ist wie schon bei dem Prüfen der Gesetze sich ergab

schlechthin gleichgültig gegen jeden Inhalt und verträgt jeden Inhalt Hier hat

sie zugleich die wesentliche Form des Fürsichseins und diese Form der

individuellen Überzeugung ist nichts anderes als das Bewusstsein von der Leerheit

der reinen Pflicht und davon dass sie nur Moment dass seine Substantialität ein

Prädikat ist welches sein Subjekt an dem Individuum hat dessen Willkür ihr den

Inhalt gibt jeden an diese Form knüpfen und seine gewissenhaftigkeit an ihn

heften kann  Ein Individuum vermehrt sein Eigentum auf eine gewisse Weise es

ist Pflicht dass jedes für die Erhaltung seiner selbst wie auch seiner Familie

nicht weniger für die Möglichkeit sorgt seinen Nebenmenschen nützlich zu werden

und Hilfsbedürftigen Gutes zu tun Das Individuum ist sich bewusst dass dies

Pflicht ist denn dieser Inhalt ist unmittelbar in der Gewissheit seiner selbst

enthalten es sieht ferner ein dass es diese Pflicht in diesem Falle erfüllt

Andere halten vielleicht diese gewisse Weise für Betrug sie halten sich an

andere Seiten des konkreten Falles es aber hält diese Seite dadurch fest dass

es sich der Vermehrung des Eigentums als reiner Pflicht bewusst ist  So erfüllt

das was andere Gewalttätigkeit und Unrecht nennen die Pflicht gegen andere

seine Selbständigkeit zu behaupten was sie Feigheit nennen die Pflicht sich

das Leben und die Möglichkeit der Nützlichkeit für die Nebenmenschen zu

erhalten was sie aber die Tapferkeit nennen verletzt vielmehr beide Pflichten

Die Feigheit darf aber nicht so ungeschickt sein nicht zu wissen dass die

Erhaltung des Lebens und der Möglichkeit anderen nützlich zu sein Pflichten

sind  nicht von der Pflichtmäßigkeit ihres Handelns überzeugt zu sein und

nicht zu wissen dass in dem Wissen das Pflichtmäßige besteht sonst beginge sie

die Ungeschicklichkeit unmoralisch zu sein Da die Moralität in dem Bewusstsein

die Pflicht erfüllt zu haben liegt so wird dem Handeln das Feigheit

ebensowenig als dem das Tapferkeit genannt wird dies nicht fehlen das

Abstraktum das Pflicht heißt ist wie jedes so auch dieses Inhalts fähig  es

weiß also was es tut als Pflicht und indem es dies weiß und die Überzeugung

von der Pflicht das Pflichtmäßige selbst istso ist es anerkannt von den

anderen die Handlung gilt dadurch und hat wirkliches Dasein

    Gegen diese Freiheit die jeden beliebigen Inhalt in das allgemeine passive

Medium der reinen Pflicht und Wissens einlegt so gut als einen anderen hilft es

nichts zu behaupten dass ein anderer Inhalt eingelegt werden sollte denn

welcher es sei jeder hat den Makel der Bestimmtheit an ihm von der das reine

Wissen frei ist die es verschmähen ebenso wie es jede aufnehmen kann Aller

Inhalt steht darin dass er ein bestimmter ist auf gleicher Linie mit dem

anderen wenn er auch gerade den Charakter zu haben scheint dass in ihm das

Besondere aufgehoben sei Es kann scheinen dass indem an dem wirklichen Falle

die Pflicht sich überhaupt in den Gegensatz und dadurch den der Einzelheit und

Allgemeinheit entzweit diejenige Pflicht deren Inhalt das Allgemeine selbst

ist dadurch unmittelbar die Natur der reinen Pflicht an ihr habe und Form und

Inhalt hiermit sich ganz gemäß werden so dass also zB die Handlung für das

allgemeine Beste der für das individuelle vorzuziehen sei Allein diese

allgemeine Pflicht ist überhaupt dasjenige was als an und für sich seiende

Substanz als Recht und Gesetz vorhanden ist und unabhängig von dem Wissen und

der Überzeugung wie von dem unmittelbaren Interesse des Einzelnen gilt es ist

also gerade dasjenige gegen dessen Form die Moralität überhaupt gerichtet ist

Was aber seinen Inhalt betrifft so ist auch er ein bestimmter insofern das

allgemeine Beste dem Einzelnen entgegengesetzt ist hiermit ist sein Gesetz ein

solches von welchem das gewissen sich schlechthin frei weiß und hinzu und davon

zu tun es zu unterlassen sowie zu erfüllen sich die absolute Befugnis gibt 

Alsdann ist ferner jene Unterscheidung der Pflicht gegen das Einzelne und gegen

das Allgemeine der Natur des Gegensatzes überhaupt nach nichts Festes Sondern

vielmehr was der Einzelne für sich tut kommt auch dem Allgemeinen zugute je

mehr er für sich gesorgt hat desto größer ist nicht nur seine Möglichkeit

anderen zu nützen sondern seine Wirklichkeit selbst ist nur dies im

Zusammenhange mit anderen zu sein und zu leben sein einzelner Genuss hat

wesentlich die Bedeutung damit anderen das Seinige preiszugeben und ihnen zum

Erwerb ihres Genusses zu verhelfen In der Erfüllung der Pflicht gegen den

Einzelnen also gegen sich wird also auch die gegen das Allgemeine erfüllt  

Die Erwägung und Vergleichung der Pflichten welche hier einträte liefe auf die

Berechnung des Vorteils hinaus den das Allgemeine von einer Handlung hätte

aber teils fällt die Moralität hierdurch der notwendigen Zufälligkeit der

Einsicht anheim teils ist es gerade das Wesen des Gewissens dies Berechnen und

Erwägen abzuschneiden und ohne solche Gründe aus sich zu entscheiden

    Auf diese Weise handelt und erhält sich also das gewissen in der Einheit des

Ansich und des Fürsichseins in der Einheit des reinen Denkens und der

Individualität und ist der seiner gewisse Geist der seine Wahrheit an ihm

selbst, in seinem Selbst in seinem Wissen und darin als dem Wissen von der

Pflicht hat Er erhält sich eben dadurch darin dass was Positives in der

Handlung ist sowohl der Inhalt als die Form der Pflicht und das Wissen von ihr

ist dem Selbst der Gewissheit seiner angehört was aber dem Selbst als eigenes

Ansich gegenübertreten will als nichts Wahres nur als Aufgehobenes nur als

Moment gilt Es gilt daher nicht das allgemeine Wissen überhaupt sondern seine

Kenntnis von den Umständen In die Pflicht als das allgemeine Ansichsein legt

es den Inhalt ein den es aus seiner natürlichen Individualität nimmt denn er

ist der an ihm selbst vorhandene dieser wird durch das allgemeine Medium worin

er ist die Pflicht die es ausübt und die leere reine Pflicht ist eben

hierdurch als Aufgehobenes oder als Moment gesetzt dieser Inhalt ist ihre

aufgehobene Leerheit oder die Erfüllung  Aber ebenso ist das gewissen von

jedem Inhalt überhaupt frei es absolviert sich von jeder bestimmten Pflicht

die als Gesetz gelten soll in der Kraft der Gewissheit seiner selbst hat es die

Majestät der absoluten Autarkie zu binden und zu lösen  Diese

Selbstbestimmung ist darum unmittelbar das schlechthin Pflichtmäßige die

Pflicht ist das Wissen selbst diese einfache Selbstheit aber ist das Ansich

denn das Ansich ist die reine Sichselbstgleichheit und diese ist in diesem

Bewusstsein

    Dies reine Wissen ist unmittelbar Sein für Anderes denn als die reine

Sichselbstgleichheit ist es die Unmittelbarkeit oder das Sein Dies Sein ist

aber zugleich das reine Allgemeine die Selbstheit Aller oder das Handeln ist

anerkannt und daher wirklich Dies Sein ist das Element wodurch das gewissen

unmittelbar mit allen Selbstbewusstseinen in der Beziehung der Gleichheit

steht und die Bedeutung dieser Beziehung ist nicht das selbstlose Gesetz

sondern das Selbst des Gewissens

    Darin aber dass dies Rechte was das gewissen tut zugleich Sein für Anderes

ist scheint eine Ungleichheit an es zu kommen Die Pflicht die es vollbringt

ist ein bestimmter Inhalt er ist zwar das Selbst des Bewusstseins und darin sein

Wissen von sich seine Gleichheit mit sich selbst Aber vollbracht in das

allgemeine Medium des Seins gestellt ist diese Gleichheit nicht mehr Wissen

nicht mehr dieses Unterscheiden welches seine Unterschiede ebenso unmittelbar

aufhebt sondern im Sein ist der Unterschied bestehend gesetzt und die Handlung

eine bestimmte ungleich mit dem Elemente des Selbstbewusstseins Aller also

nicht notwendig anerkannt Beide Seiten das handelnde gewissen und das

allgemeine diese Handlung als Pflicht anerkennende Bewusstsein sind gleich frei

von der Bestimmtheit dieses Tuns Um dieser Freiheit willen ist die Beziehung in

dem gemeinschaftlichen Medium des Zusammenhangs vielmehr ein Verhältnis der

vollkommenen Ungleichheit wodurch das Bewusstsein für welches die Handlung ist

sich in vollkommener Ungewissheit über den handelnden seiner selbst gewissen

Geist befindet Er handelt er setzt eine Bestimmtheit als seiend an dies Sein

als an seine Wahrheit halten sich die anderen und sind darin seiner gewiss er

hat darin ausgesprochen was ihm als Pflicht gilt Allein er ist frei von

irgendeiner bestimmten Pflicht er ist da heraus wo sie meinen dass er wirklich

sei und dies Medium des Seins selbst und die Pflicht als an sich seiend gilt

ihm nur als Moment Was er ihnen also hinstellt verstellt er auch wieder oder

vielmehr hat es unmittelbar verstellt Denn seine Wirklichkeit ist ihm nicht

diese hinausgestellte Pflicht und Bestimmung sondern diejenige  welche er in

der absoluten Gewissheit seiner selbst hat

    Sie wissen also nicht ob dies gewissen moralisch gut oder ob es böse ist

oder vielmehr sie können es nicht nur nicht wissen sondern müssen es auch für

böse nehmen Denn wie es frei von der Bestimmtheit der Pflicht und von der

Pflicht als an sich seiender ist sind sie es gleichfalls Was es ihnen

hinstellt wissen sie selbst zu verstellen es ist ein solches wodurch nur das

Selbst eines anderen ausgedrückt ist nicht ihr eigenes sie wissen sich nicht

nur frei davon sondern müssen es in ihrem eigenen Bewusstsein auflösen durch

Urteilen und Erklären zunichte machen um ihr Selbst zu erhalten

    Allein die Handlung des Gewissens ist nicht nur diese von dem reinen Selbst

verlassene Bestimmung des Seins Was als Pflicht gelten und anerkannt werden

soll ist es allein durch das Wissen und die Überzeugung davon als von der

Pflicht durch das Wissen seiner selbst in der Tat. Wenn die Tat aufhört dieses

Selbst an ihr zu haben hört sie auf das zu sein was allein ihr Wesen ist Ihr

Dasein von diesem Bewusstsein verlassen wäre eine gemeine Wirklichkeit und die

Handlung erschiene uns als ein Vollbringen seiner Lust und Begierde Was da sein

soll ist hier allein Wesenheit dadurch dass es als sich selbst aussprechende

Individualität gewusst wird und dies Gewusstsein ist es was das Anerkannte ist

und was als solches Dasein haben soll

    Das Selbst tritt ins Dasein als Selbst der seiner gewisse Geist existiert

als solcher für andere seine unmittelbare Handlung ist nicht das was gilt und

wirklich ist nicht das Bestimmte nicht das Ansichseiende ist das Anerkannte

sondern allein das sich wissende Selbst als solches Das Element des Bestehens

ist das allgemeine Selbstbewusstsein was in dieses Element tritt kann nicht die

Wirkung der Handlung sein diese hält nicht darin aus und erhält kein Bleiben

sondern nur das Selbstbewusstsein ist das Anerkannte und gewinnt die

Wirklichkeit

    Wir sehen hiermit wieder die Sprache als das Dasein des Geistes Sie ist das

für andere seiende Selbstbewusstsein welches unmittelbar als solches vorhanden

und als dieses allgemeines ist Sie ist das sich von sich selbst abtrennende

Selbst das als reines Ich  Ich sich gegenständlich wird in dieser

Gegenständlichkeit sich ebenso als dieses Selbst erhält wie es unmittelbar mit

den anderen zusammenfließt und ihr Selbstbewusstsein ist es vernimmt ebenso

sich als es von den anderen vernommen wird und das Vernehmen ist eben das zum

Selbst gewordene Dasein

    Der Inhalt den die Sprache hier gewonnen ist nicht mehr das verkehrte und

verkehrende und zerrissene Selbst der Welt der Bildung sondern der in sich

zurückgekehrte seiner und in seinem Selbst seiner Wahrheit oder seines

Anerkennens gewisse und als dieses Wissen anerkannte Geist Die Sprache des

sittlichen Geistes ist das Gesetz und der einfache Befehl und die Klage die

mehr eine Träne über die Notwendigkeit ist das moralische Bewusstsein hingegen

ist noch stumm bei sich in seinem Innern verschlossen denn in ihm hat das

Selbst noch nicht Dasein sondern das Dasein und das Selbst stehen erst in

äußerer Beziehung aufeinander Die Sprache aber tritt nur als die Mitte

selbständiger und anerkannter Selbstbewusstseine hervor und das daseiende

Selbst ist unmittelbar allgemeines vielfaches und in dieser Vielheit einfaches

Anerkanntsein Der Inhalt der Sprache des Gewissens ist das sich als Wesen

wissende Selbst Dies allein spricht sie aus und dieses Aussprechen ist die

wahre Wirklichkeit des Tuns und das Gelten der Handlung Das Bewusstsein spricht

seine Überzeugung aus diese Überzeugung ist es worin allein die Handlung

Pflicht ist sie gilt auch allein dadurch als Pflicht dass die Überzeugung

ausgesprochen wird Denn das allgemeine Selbstbewusstsein ist frei von der nur

seienden bestimmten Handlung sie als Dasein gilt ihm nichts sondern die

Überzeugung dass sie Pflicht ist und diese ist in der Sprache wirklich  Die

Handlung verwirklichen heißt hier nicht ihren Inhalt aus der Form des Zwecks

oder Fürsichseins in die Form der abstrakten Wirklichkeit übersetzen sondern

aus der Form der unmittelbaren Gewissheit seiner selbst die ihr Wissen oder

Fürsichsein als das Wesen weiß in die Form der Versicherung dass das Bewusstsein

von der Pflicht überzeugt ist und die Pflicht als gewissen aus sich selbst weiß

diese Versicherung versichert also dass es davon überzeugt ist dass seine

Überzeugung das Wesen ist

    Ob die Versicherung aus Überzeugung von der Pflicht zu handeln wahr ist

ob es wirklich die Pflicht ist was getan wird  diese Fragen oder Zweifel

haben keinen Sinn gegen das gewissen  Bei jener Frage ob die Versicherung

wahr ist würde vorausgesetzt dass die innere Absicht von der vorgegebenen

verschieden sei dh dass das Wollen des einzelnen Selbsts sich von der Pflicht

von dem Willen des allgemeinen und reinen Bewusstseins trennen könne der

letztere wäre in die Rede gelegt das erstere aber eigentlich die wahre

Triebfeder der Handlung Allein dieser unterschied des allgemeinen Bewusstseins

und des einzelnen Selbsts ist es eben der sich aufgehoben hat und dessen

Aufheben das gewissen ist Das unmittelbare Wissen des seiner gewissen Selbsts

ist Gesetz und Pflicht seine Absicht ist dadurch dass sie seine Absicht ist

das Rechte es wird nur erfordert dass es dies wisse und dies dass es die

Überzeugung davon sein Wissen und Wollen sei das Rechte sage Das Aussprechen

dieser Versicherung hebt an sich selbst die Form seiner Besonderheit auf es

anerkennt darin die notwendige Allgemeinheit des Selbsts indem es sich gewissen

nennt nennt es sich reines Sichselbstwissen und reines abstraktes Wollen dh

es nennt sich ein allgemeines Wissen und Wollen das die anderen anerkennt

ihnen gleich ist denn sie sind eben dies reine Sichwissen und Wollen und das

darum auch von ihnen anerkannt wird In dem Wollen des seiner gewissen Selbsts

in diesem Wissen dass das Selbst das Wesen ist liegt das Wesen des Rechten 

Wer also sagt er handle so aus gewissen der spricht wahr denn sein gewissen

ist das wissende und wollende Selbst Er muss dies aber wesentlich sagen denn

dies Selbst muss zugleich allgemeines Selbst sein Dies ist es nicht in dem

Inhalt der Handlung denn dieser ist um seiner Bestimmtheit willen an sich

gleichgültig sondern die Allgemeinheit liegt in der Form derselben diese Form

ist es welche als wirklich zu setzen ist sie ist das Selbst das als solches

in der Sprache wirklich ist sich als das Wahre aussagt eben darin alle Selbst

anerkennt und von ihnen anerkannt wird

    Das gewissen also in der Majestät seiner Erhabenheit über das bestimmte

Gesetz und jeden Inhalt der Pflicht legt den beliebigen Inhalt in sein Wissen

und Wollen es ist die moralische Genialität welche die innere Stimme ihres

unmittelbaren Wissens als göttliche Stimme weiß und indem sie an diesem Wissen

ebenso unmittelbar das Dasein weiß ist sie die göttliche Schöpferkraft die in

ihrem Begriffe die Lebendigkeit hat Sie ist ebenso der Gottesdienst in sich

selbst denn ihr Handeln ist das Anschauen dieser ihrer eigenen Göttlichkeit

    Dieser einsame Gottesdienst ist zugleich wesentlich der Gottesdienst einer

Gemeinde und das reine innere sich selbst Wissen und Vernehmen geht zum Momente

des Bewusstseins fort Die Anschauung seiner ist sein gegenständliches Dasein

und dies gegenständliche Element ist das Aussprechen seines Wissens und Wollens

als eines Allgemeinen Durch dies Aussprechen wird das Selbst zum Geltenden und

die Handlung zur ausführenden Tat Die Wirklichkeit und das Bestehen seines Tuns

ist das allgemeine Selbstbewusstsein das Aussprechen des Gewissens aber setzt

die Gewissheit seiner selbst als reines und dadurch als allgemeines Selbst die

anderen lassen die Handlung um dieser Rede willen worin das Selbst als das

Wesen ausgedrückt und anerkannt ist gelten Der Geist und die Substanz ihrer

Verbindung ist also die gegenseitige Versicherung von ihrer gewissenhaftigkeit

guten Absichten das Erfreuen über diese wechselseitige Reinheit und das Laben

an der Herrlichkeit des Wissens und Aussprechens des Hegens und Pflegens

solcher Vortrefflichkeit  Insofern dies gewissen sein abstraktes Bewusstsein

noch von seinem Selbstbewusstsein unterscheidet hat es sein Leben nur verborgen

in Gott er ist zwar unmittelbar seinem Geist und Herzen seinem Selbst

gegenwärtig aber das Offenbare sein wirkliches Bewusstsein und die vermittelnde

Bewegung desselben ist ihm ein Anderes als jenes verborgene Innere und die

Unmittelbarkeit des gegenwärtigen Wesens Allein in der Vollendung des Gewissens

hebt sich der Unterschied seines abstrakten und seines Selbstbewusstseins auf Es

weiß dass das abstrakte Bewusstsein eben dieses Selbst dieses seiner gewisse

Fürsichsein ist dass in der Unmittelbarkeit der Beziehung des Selbsts auf das

Ansich das außer dem Selbst gesetzt das abstrakte Wesen und das ihm Verborgene

ist eben die Verschiedenheit aufgehoben ist Denn diejenige Beziehung ist eine

vermittelnde worin die Bezogenen nicht ein und dasselbe sondern ein Anderes

füreinander und nur in einem Dritten eins sind die unmittelbare Beziehung aber

heißt in der Tat nichts anderes als die Einheit Das Bewusstsein über die

Gedankenlosigkeit diese Unterschiede die keine sind noch für Unterschiede zu

halten erhoben weiß die Unmittelbarkeit der Gegenwart des Wesens in ihm als

Einheit des Wesens und seines Selbsts sein Selbst also als das lebendige Ansich

und dies sein Wissen als die Religion die als angeschautes oder daseiendes

Wissen das Sprechen der Gemeinde über ihren Geist ist

    Wir sehen hiermit hier das Selbstbewusstsein in sein Innerstes

zurückgegangen dem alle Äußerlichkeit als solche verschwindet  in die

Anschauung des Ich  Ich worin dieses Ich alle Wesenheit und Dasein ist Es

versinkt in diesem Begriffe seiner selbst denn es ist auf die Spitze seiner

Extreme getrieben und zwar so dass die unterschiedenen Momente wodurch es real

oder noch Bewusstsein ist nicht für uns nur diese reinen Extreme sind sondern

das was es für sich und was ihm an sich und was ihm Dasein ist zu

Abstraktionen verflüchtigt die keinen Halt keine Substanz mehr für dies

Bewusstsein selbst haben und alles was bisher für das Bewusstsein Wesen war ist

in diese Abstraktionen zurückgegangen  Zu dieser Reinheit geläutert ist das

Bewusstsein seine ärmste Gestalt und die Armut die seinen einzigen Besitz

ausmacht ist selbst ein Verschwinden diese absolute Gewissheit in welche sich

die Substanz aufgelöst hat ist die absolute Unwahrheit die in sich

zusammenfällt es ist das absolute Selbstbewusstsein in dem das Bewusstsein

versinkt

    Dies Versinken innerhalb seiner selbst betrachtet so ist für das Bewusstsein

die ansichseiende Substanz das Wissen als sein Wissen Als Bewusstsein ist es in

den Gegensatz seiner und des Gegenstandes der für es das Wesen ist getrennt

aber dieser Gegenstand eben ist das vollkommen Durchsichtige es ist sein Selbst

 und sein Bewusstsein ist nur das Wissen von sich Alles Leben und alle geistige

Wesenheit ist in dies Selbst zurückgegangen und hat seine Verschiedenheit von

dem IchSelbst verloren Die Momente des Bewusstseins sind daher diese extremen

Abstraktionen deren keine steht sondern in der anderen sich verliert und sie

erzeugt Es ist der Wechsel des unglücklichen Bewusstseins mit sich der aber für

es selbst innerhalb seiner vorgeht und der Begriff der Vernunft zu sein sich

bewusst ist der jenes nur an sich ist. Die absolute Gewissheit seiner selbst

schlägt ihr also als Bewusstsein unmittelbar in ein Austönen in

Gegenständlichkeit seines Fürsichseins um aber diese erschaffene Welt ist seine

Rede die es ebenso unmittelbar vernommen und deren Echo nur zu ihm zurückkommt

Diese Rückkehr hat daher nicht die Bedeutung dass es an und für sich darin ist

denn das Wesen ist ihm kein Ansich sondern es selbst ebensowenig hat es Dasein

 denn das Gegenständliche kommt nicht dazu ein Negatives des wirklichen

Selbsts zu sein so wie dieses nicht zur Wirklichkeit kommt Es fehlt ihm die

Kraft der Entäußerung die Kraft sich zum Dinge zu machen und das Sein zu

ertragen Es lebt in der Angst die Herrlichkeit seines Innern durch Handlung

und Dasein zu beflecken und um die Reinheit seines Herzens zu bewahren flieht

es die Berührung der Wirklichkeit und beharrt in der eigensinnigen

Kraftlosigkeit seinem zur letzten Abstraktion zugespitzten Selbst zu entsagen

und sich Substantialität zu geben oder sein Denken in Sein zu verwandeln und

sich dem absoluten Unterschiede anzuvertrauen Der hohle Gegenstand den es sich

erzeugt erfüllt es daher nun mit dem Bewusstsein der Leerheit sein Tun ist das

Sehnen das in dem Werden seiner selbst zum wesenlosen Gegenstande sich nur

verliert und über diesen Verlust hinaus und zurück zu sich fallend sich nur

als verlorenes findet  in dieser durchsichtigen Reinheit seiner Momente eine

unglückliche sogenannte schöne Seele verglimmt sie in sich und schwindet als

ein gestaltloser Dunst der sich in Luft auflöst

    Dies stille Zusammenfließen der marklosen Wesenheiten des verflüchtigten

Lebens ist aber noch in der anderen Bedeutung der Wirklichkeit des Gewissens und

in der Erscheinung seiner Bewegung zu nehmen und das gewissen als handelnd zu

betrachten  Das gegenständliche Moment in diesem Bewusstsein hat sich oben als

allgemeines Bewusstsein bestimmt das sich selbst wissende Wissen ist als dieses

Selbst unterschieden von anderen Selbst die Sprache in der sich alle

gegenseitig als gewissenhaft handelnd anerkennen diese allgemeine Gleichheit

zerfällt in die Ungleichheit des einzelnen Fürsichseins jedes Bewusstsein ist

aus seiner Allgemeinheit ebenso schlechthin in sich reflektiert hierdurch tritt

der Gegensatz der Einzelheit gegen die anderen Einzelnen und gegen das

Allgemeine notwendig ein und dieses Verhältnis und seine Bewegung ist zu

betrachten  Oder diese Allgemeinheit und die Pflicht hat die schlechthin

entgegengesetzte Bedeutung der bestimmten von dem Allgemeinen sich ausnehmenden

Einzelheit für welche die reine Pflicht nur die an die Oberfläche getretene und

nach außen gekehrte Allgemeinheit ist die Pflicht liegt nur in den Worten und

gilt als ein Sein für Anderes Das gewissen zunächst nur negativ gegen die

Pflicht als diese bestimmte vorhandene gerichtet weiß sich frei von ihr aber

indem es die leere Pflicht mit einem bestimmten Inhalte aus sich selbst anfüllt

hat es das positive Bewusstsein darüber dass es als dieses Selbst sich den Inhalt

macht sein reines Selbst als leeres Wissen ist das Inhalts und

Bestimmungslose der Inhalt den es ihm gibt ist aus seinem Selbst als diesem

bestimmten aus sich als natürlicher Individualität genommen und in dem

Sprechen von der gewissenhaftigkeit seines Handelns ist es sich wohl seines

reinen Selbsts aber im Zwecke seines Handelns als wirklichem Inhalt seiner

als dieses besonderen Einzelnen und des Gegensatzes desjenigen bewusst was es

für sich und was es für andere ist des Gegensatzes der Allgemeinheit oder

Pflicht und seines Reflektiertseins aus ihr

    Wenn sich so der Gegensatz in den das gewissen als handelnd eintritt in

seinem Innern ausdrückt so ist er zugleich die Ungleichheit nach außen in dem

Elemente des Daseins die Ungleichheit seiner besonderen Einzelheit gegen

anderes Einzelnes  Seine Besonderheit besteht darin dass die beiden sein

Bewusstsein konstituierenden Momente das Selbst und das Ansich mit ungleichem

Werte und zwar mit der Bestimmung in ihm gelten dass die Gewissheit seiner

selbst das Wesen ist gegen das Ansich oder das Allgemeine das nur als Moment

gilt Dieser innerlichen Bestimmung steht also das Element des Daseins oder das

allgemeine Bewusstsein gegenüber welchem vielmehr die Allgemeinheit die Pflicht

das Wesen ist dagegen die Einzelheit die gegen das Allgemeine für sich ist,

nur als aufgehobenes Moment gilt Diesem Festhalten an der Pflicht gilt das

erste Bewusstsein als das Böse weil es die Ungleichheit seines Insichseins mit

dem Allgemeinen ist und indem dieses zugleich sein Tun als Gleichheit mit sich

selbst als Pflicht und gewissenhaftigkeit ausspricht als Heuchelei

    Die Bewegung dieses Gegensatzes ist zunächst die formelle Herstellung der

Gleichheit zwischen dem was das Böse in sich ist und was es ausspricht es muss

zum Vorschein kommen dass es böse und so sein Dasein seinem Wesen gleich ist

die Heuchelei muss entlarvt werden  Diese Rückkehr der in ihr vorhandenen

Ungleichheit in die Gleichheit ist nicht darin schon zustande gekommen dass die

Heuchelei wie man zu sagen pflegt eben dadurch ihre Achtung für Pflicht und

Tugend beweise dass sie den Schein derselben annehme und als Maske für ihr

eigenes nicht weniger als für fremdes Bewusstsein gebrauche in welchem

Anerkennen des Entgegengesetzten an sich die Gleichheit und Übereinstimmung

enthalten sei  Allein sie ist zugleich aus diesem Anerkennen der Sprache

ebensosehr heraus und in sich reflektiert und darin dass sie das Ansichseiende

nur als ein Sein für Anderes gebraucht ist vielmehr die eigene Verachtung

desselben und die Darstellung seiner Wesenlosigkeit für alle enthalten Denn was

sich als ein äußerliches Werkzeug gebrauchen lässt zeigt sich als ein Ding das

keine eigene Schwere in sich hat

    Auch kommt diese Gleichheit weder durch das einseitige Beharren des bösen

Bewusstseins auf sich noch durch das Urteil des Allgemeinen zustande  Wenn

jenes sich gegen das Bewusstsein der Pflicht verleugnet und was dieses für

Schlechtigkeit für absolute Ungleichheit mit dem Allgemeinen aussagt als ein

Handeln nach dem inneren Gesetze und gewissen behauptet so bleibt in dieser

einseitigen Versicherung der Gleichheit seine Ungleichheit mit dem Anderen da

ja dieses sie nicht glaubt und nicht anerkennt  Oder da das einseitige

Beharren auf einem Extreme sich selbst auflöst so würde das Böse sich zwar

dadurch als Böses eingestehen aber darin sich unmittelbar aufheben und nicht

Heuchelei sein noch als solche sich entlarven Es gesteht sich in der Tat als

Böses durch die Behauptung ein dass es dem anerkannten Allgemeinen

entgegengesetzt nach seinem inneren Gesetze und gewissen handle Denn wäre dies

Gesetz und gewissen nicht das Gesetz seiner Einzelheit und Willkür so wäre es

nicht etwas Inneres Eigenes sondern das allgemein Anerkannte Wer darum sagt

dass er nach seinem Gesetze und gewissen gegen die anderen handle sagt in der

Tat, dass er sie misshandle Aber das wirkliche gewissen ist nicht dieses Beharren

auf dem Wissen und Willen der dem Allgemeinen sich entgegensetzt sondern das

Allgemeine ist das Element seines Daseins und seine Sprache sagt sein Tun als

die anerkannte Pflicht aus

    Ebensowenig ist das Beharren des allgemeinen Bewusstseins auf seinem Urteile

Entlarvung und Auflösung der Heuchelei  Indem es gegen sie schlecht

niederträchtig usf ausruft beruft es sich in solchem Urteil auf sein Gesetz

wie das böse Bewusstsein auf das seinige Denn jenes tritt im Gegensatz gegen

dieses und dadurch als ein besonderes Gesetz auf Es hat also nichts vor dem

anderen voraus legitimiert vielmehr dieses und dieser Eifer tut gerade das

Gegenteil dessen was er zu tun meint  nämlich das was er wahre Pflicht nennt

und das allgemein anerkannt sein soll als ein Nichtanerkanntes zu zeigen und

hierdurch dem anderen das gleiche Recht des Fürsichseins einzuräumen

    Dies Urteil aber hat zugleich eine andere Seite von welcher es die

Einleitung zur Auflösung des vorhandenen Gegensatzes wird  Das Bewusstsein des

Allgemeinen verhält sich nicht als Wirkliches und Handelndes gegen das erste 

denn dieses ist vielmehr das Wirkliche  sondern ihm entgegengesetzt als

dasjenige das nicht in dem Gegensatze der Einzelheit und Allgemeinheit befangen

ist welcher in dem Handeln eintritt Es bleibt in der Allgemeinheit des

Gedankens verhält sich als auffassendes und seine erste Handlung ist nur das

Urteil  Durch dies Urteil stellt es sich nun wie soeben bemerkt wurde neben

das erste und dieses kommt durch diese Gleichheit zur Anschauung seiner selbst

in diesem anderen Bewusstsein Denn das Bewusstsein der Pflicht verhält sich

auffassend passiv es ist aber hierdurch im Widerspruche mit sich als dem

absoluten Willen der Pflicht mit sich dem schlechthin aus sich selbst

Bestimmenden Es hat gut sich in der Reinheit bewahren denn es handelt nicht

es ist die Heuchelei die das Urteilen für wirkliche Tat genommen wissen will

und statt durch Handlung durch das Aussprechen vortrefflicher Gesinnungen die

Rechtschaffenheit beweist Es ist also ganz so beschaffen wie dasjenige dem der

Vorwurf gemacht wird dass es nur in seine Rede die Pflicht legt In beiden ist

die Seite der Wirklichkeit gleich unterschieden von der Rede in dem einen durch

den eigennützigen Zweck der Handlung in dem anderen durch das Fehlen des

Handelns überhaupt dessen Notwendigkeit in dem Sprechen von der Pflicht selbst

liegt denn diese hat ohne Tat gar keine Bedeutung

    Das Urteilen ist aber auch als positive Handlung des Gedankens zu betrachten

und hat einen positiven Inhalt durch diese Seite wird der Widerspruch der in

dem auffassenden Bewusstsein vorhanden ist und seine Gleichheit mit dem ersten

noch vollständiger  Das handelnde Bewusstsein spricht dies sein bestimmtes Tun

als Pflicht aus und das beurteilende kann ihm dies nicht ableugnen denn die

Pflicht selbst ist die jeden Inhalts fähige inhaltlose Form  oder die

konkrete Handlung in ihrer Vielseitigkeit an ihr selbst verschieden hat die

allgemeine Seite welche die ist die als Pflicht genommen wird ebensosehr an

ihr als die besondere die den Anteil und das Interesse des Individuums

ausmacht Das beurteilende Bewusstsein bleibt nun nicht bei jener Seite der

Pflicht und bei dem Wissen des Handelnden davon dass dies seine Pflicht das

Verhältnis und der Stand seiner Wirklichkeit sei stehen Sondern es hält sich

an die andere Seite spielt die Handlung in das Innere hinein und erklärt sie

aus ihrer von ihr selbst verschiedenen Absicht und eigennützigen Triebfeder Wie

jede Handlung der Betrachtung ihrer Pflichtgemäßheit fähig ist ebenso dieser

anderen Betrachtung der Besonderheit denn als Handlung ist sie die Wirklichkeit

des Individuums  Dieses Beurteilen setzt also die Handlung aus ihrem Dasein

heraus und reflektiert sie in das Innere oder in die Form der eigenen

Besonderheit  Ist sie von Ruhm begleitet so weiß es dies Innere als Ruhmsucht

  ist sie dem Stande des Individuums überhaupt angemessen ohne über diesen

hinauszugehen und so beschaffen dass die Individualität den Stand nicht als

eine äußere Bestimmung an ihr hängen hat sondern diese Allgemeinheit durch sich

selbst ausfüllt und eben dadurch sich als eines Höheren fähig zeigt so weiß das

Urteil ihr Inneres als Ehrbegierde usf Indem in der Handlung überhaupt das

Handelnde zur Anschauung seiner selbst in der Gegenständlichkeit oder zum

Selbstgefühl seiner in seinem Dasein und also zum Genuss gelangt so weiß das

Urteil das Innere als Trieb nach eigener Glückseligkeit bestünde sie auch nur

in der inneren moralischen Eitelkeit dem Genüsse des Bewusstseins der eigenen

Vortrefflichkeit und dem Vorschmacke der Hoffnung einer künftigen

Glückseligkeit  Es kann sich keine Handlung solchem Beurteilen entziehen denn

die Pflicht um der Pflicht willen dieser reine Zweck ist das Unwirkliche

seine Wirklichkeit hat er in dem Tun der Individualität und die Handlung dadurch

die Seite der Besonderheit an ihr  Es gibt keinen Helden für den Kammerdiener

nicht aber weil jener nicht ein Held sondern weil dieser  der Kammerdiener

ist mit welchem jener nicht als Held sondern als Essender Trinkender sich

Kleidender überhaupt in der Einzelheit des Bedürfnisses und der Vorstellung zu

tun hat So gibt es für das Beurteilen keine Handlung in welcher es nicht die

Seite der Einzelheit der Individualität der allgemeinen Seite der Handlung

entgegensetzen und gegen den Handelnden den Kammerdiener der Moralität machen

könnte

    Dies beurteilende Bewusstsein ist hiermit selbst niederträchtig weil es die

Handlung teilt und ihre Ungleichheit mit ihr selbst hervorbringt und festhält

Es ist ferner Heuchelei weil es solches Beurteilen nicht für eine andere Manier

 böse zu sein sondern für das rechte Bewusstsein der Handlung ausgibt in

dieser seiner Unwirklichkeit und Eitelkeit des Gutund Besserwissens sich selbst

über die heruntergemachten Taten hinaufsetzt und sein tatloses Reden für eine

vortreffliche Wirklichkeit genommen wissen will  Hierdurch also dem

Handelnden welches von ihm beurteilt wird sich gleich machend wird es von

diesem als dasselbe mit ihm erkannt Dieses findet sich von jenem nicht nur

aufgefasst als ein Fremdes und mit ihm Ungleiches sondern vielmehr jenes nach

dessen eigener Beschaffenheit mit ihm gleich Diese Gleichheit anschauend und

sie aussprechend gesteht es sich ihm ein und erwartet ebenso dass das Andere

wie es sich in der Tat ihm gleichgestellt hat so auch seine Rede erwidern in

ihr seine Gleichheit aussprechen und somit das anerkennende Dasein eintreten

werde Sein Geständnis ist nicht eine Erniedrigung Demütigung Wegwerfung im

Verhältnisse gegen das Ändere denn dieses Aussprechen ist nicht das einseitige

wodurch es seine Ungleichheit mit ihm setzte sondern allein um der Anschauung

der Gleichheit des Anderen willen mit ihm spricht es sich es spricht ihre

Gleichheit von seiner Seite in seinem Geständnisse aus und spricht sie darum

aus weil die Sprache das Dasein des Geistes als unmittelbaren Selbsts ist es

erwartet also dass das Andere das Seinige zu diesem Dasein beitrage

    Allein auf das Eingeständnis des Bösen Ich bins erfolgt nicht diese

Erwiderung des gleichen Geständnisses So war es mit jenem Urteilen nicht

gemeint im Gegenteil Es stößt diese Gemeinschaft von sich und ist das harte

Herz das für sich ist und die Kontinuität mit dem Anderen verwirft  Hierdurch

kehrt sich die Szene um Dasjenige das sich bekannte sieht sich zurückgestoßen

und das Andere im Unrecht welches das Heraustreten seines Innern in das Dasein

der Rede verweigert und dem Bösen die Schönheit seiner Seele dem Bekenntnisse

aber den steifen Nacken des sich gleichbleibenden Charakters und die Stummheit

sich in sich zu behalten und sich nicht gegen einen anderen wegzuwerfen

entgegensetzt Es ist hier die höchste Empörung des seiner selbst gewissen

Geistes gesetzt denn er schaut sich als dieses einfache Wissen des Selbsts im

Anderen an und zwar so dass auch die äußere Gestalt dieses Anderen nicht wie im

Reichtum das Wesenlose nicht ein Ding ist sondern es ist der Gedanke das

Wissen selbst was ihm entgegengehalten wird es ist diese absolut flüssige

Kontinuität des reinen Wissens die sich verweigert ihre Mitteilung mit Ihm zu

setzen  mit ihm der schon in seinem Bekenntnisse dem abgesonderten Fürsichsein

entsagte und sich als aufgehobene Besonderheit und hierdurch als die Kontinuität

mit dem Anderen als Allgemeines setzte Das Andere aber behält an ihm selbst

sich sein sich nicht mitteilendes Fürsichsein bevor an dem Bekennenden behält

es eben dasselbe was aber von diesem schon abgeworfen ist Es zeigt sich

dadurch als das geistverlassene und den Geist verleugnende Bewusstsein denn es

erkennt nicht dass der Geist in der absoluten Gewissheit seiner selbst über alle

Tat und Wirklichkeit Meister ist und sie abwerfen und ungeschehen machen kann

Zugleich erkennt es nicht den Widerspruch den es begeht die Abwertung die in

der Rede geschehen ist nicht für das wahre Abwerfen gelten zu lassen während

es selbst die Gewissheit seines Geistes nicht in einer wirklichen Handlung

sondern in seinem Innern und dessen Dasein in der Rede seines Urteils hat Es

ist es also selbst das die Rückkehr des Anderen aus der Tat in das geistige

Dasein der Rede und in die Gleichheit des Geistes hemmt und durch diese Härte

die Ungleichheit hervorbringt welche noch vorhanden ist

    Insofern nun der seiner selbst gewisse Geist als schöne Seele nicht die

Kraft der Entäußerung des an sich haltenden Wissens ihrer selbst besitzt kann

sie nicht zur Gleichheit mit dem zurückgestoßenen Bewusstsein und also nicht zur

angeschauten Einheit ihrer selbst im Anderen nicht zum Dasein gelangen die

Gleichheit kommt daher nur negativ als ein geistloses Sein zustande Die

wirklichkeitslose schöne Seele in dem Widerspruche ihres reinen Selbsts und der

Notwendigkeit desselben sich zum Sein zu entäußern und in Wirklichkeit

umzuschlagen in der Unmittelbarkeit dieses festgehaltenen Gegensatzes  einer

Unmittelbarkeit die allein die Mitte und Versöhnung des auf seine reine

Abstraktion gesteigerten Gegensatzes und die reines Sein oder das leere Nichts

ist  ist also als Bewusstsein dieses Widerspruchs in seiner unversöhnten

Unmittelbarkeit zur Verrücktheit zerrüttet und zerfließt in sehnsüchtiger

Schwindsucht Es gibt damit in der Tat das harte Festhalten seines Fürsichseins

auf bringt aber nur die geistlose Einheit des Seins hervor

    Die wahre nämlich die selbstbewusste und daseiende Ausgleichung ist nach

ihrer Notwendigkeit schon in dem Vorhergehenden enthalten Das Brechen des

harten Herzens und seine Erhebung zur Allgemeinheit ist dieselbe Bewegung

welche an dem Bewusstsein ausgedrückt war das sich selbst bekannte Die Wunden

des Geistes heilen ohne dass Narben bleiben die Tat ist nicht das

Unvergängliche sondern wird von dem Geiste in sich zurückgenommen und die

Seite der Einzelheit die an ihr es sei als Absicht oder als daseiende

Negativität und Schranke derselben vorhanden ist ist das unmittelbar

Verschwindende Das verwirklichende Selbst die Form seiner Handlung ist nur

ein Moment des Ganzen und ebenso das durch Urteil bestimmende und den

Unterschied der einzelnen und allgemeinen Seite des Handelns festsetzende

Wissen Jenes Böse setzt diese Entäußerung seiner oder sich als Moment

hervorgelockt in das bekennende Dasein durch die Anschauung seiner selbst im

Anderen Diesem Anderen aber muss wie jenem sein einseitiges nicht anerkanntes

Dasein des besonderen Fürsichseins so ihm sein einseitiges nicht anerkanntes

Urteil brechen und wie jenes die Macht des Geistes über seine Wirklichkeit

darstellt so dies die Macht über seinen bestimmten Begriff

    Dieses entsagt aber dem teilenden Gedanken und der Härte des an ihm

festhaltenden Fürsichseins darum weil es in der Tat sich selbst im ersten

anschaut Dies das seine Wirklichkeit wegwirft und sich zum aufgehobenen Diesen

macht stellt sich dadurch in der Tat als Allgemeines dar es kehrt aus seiner

äußeren Wirklichkeit in sich als Wesen zurück das allgemeine Bewusstsein erkennt

also darin sich selbst  Die Verzeihung die es dem ersten widerfahren lässt

ist die Verzichtleistung auf sich auf sein unwirkliches Wesen dem es jenes

Andere das wirkliches Handeln war gleichsetzt und es das von der Bestimmung

die das Handeln im Gedanken erhielt Böses genannt wurde als gut anerkennt oder

vielmehr diesen Unterschied des bestimmten Gedankens und sein fürsichseiendes

bestimmendes Urteil fahren lässt wie das Andere das fürsichseiende Bestimmen der

Handlung  Das Wort der Versöhnung ist der daseiende Geist der das reine

Wissen seiner selbst als allgemeinen Wesens in seinem Gegenteile in dem reinen

Wissen seiner als der absolut in sich seienden Einzelheit anschaut  ein

gegenseitiges Anerkennen welches der absolute Geist ist

    Er tritt ins Dasein nur auf der Spitze auf welcher sein reines Wissen von

sich selbst der Gegensatz und Wechsel mit sich selbst ist Wissend dass sein

reines Wissen das abstrakte Wesen ist ist er diese wissende Pflicht im

absoluten Gegensatze gegen das Wissen das sich als absolute Einzelheit des

Selbsts das Wesen zu sein weiß Jenes ist die reine Kontinuität des Allgemeinen

welches die sich als Wesen wissende Einzelheit als das an sich Nichtige als das

Böse weiß Dies aber ist die absolute Diskretion welche sich selbst in ihrem

reinen Eins absolut und jenes Allgemeine als das Unwirkliche weiß das nur für

Andere ist Beide Seiten sind zu dieser Reinheit geläutert worin kein

selbstloses Dasein kein Negatives des Bewusstseins mehr an ihnen ist sondern

jene Pflicht ist der sich gleichbleibende Charakter seines Sichselbstwissens

und dieses Böse hat ebenso seinen Zweck in seinem Insichsein und seine

Wirklichkeit in seiner Rede der Inhalt dieser Rede ist die Substanz seines

Bestehens sie ist die Versicherung von der Gewissheit des Geistes in sich

selbst  Beide ihrer selbst gewissen Geister haben keinen anderen Zweck als ihr

reines Selbst und keine andere Realität und Dasein als eben dieses reine Selbst

Aber sie sind noch verschieden und die Verschiedenheit ist die absolute weil

sie in diesem Elemente des reinen Begriffs gesetzt ist Sie ist es auch nicht

nur für uns sondern für die Begriffe selbst die in diesem Gegensatze stehen

Denn diese Begriffe sind zwar bestimmte gegeneinander aber zugleich an sich

allgemeine so dass sie den ganzen Umfang des Selbsts ausfüllen und dies Selbst

keinen anderen Inhalt als diese seine Bestimmtheit hat die weder über es

hinausgeht noch beschränkter ist als es denn die eine das absolut Allgemeine

ist ebenso das reine Sichselbstwissen als das andere die absolute Diskretion

der Einzelheit und beide sind nur dies reine Sichwissen Beide Bestimmtheiten

sind also die wissenden reinen Begriffe deren Bestimmtheit selbst unmittelbar

Wissen oder deren Verhältnis und Gegensatz das Ich ist Hierdurch sind sie

füreinander diese schlechthin Entgegengesetzten es ist das vollkommen Innere

das so sich selbst gegenüber und ins Dasein getreten ist sie machen das reine

Wissen aus das durch diesen Gegensatz als Bewusstsein gesetzt ist Aber noch ist

es nicht Selbstbewusstsein Diese Verwirklichung hat es in der Bewegung dieses

Gegensatzes Denn dieser Gegensatz ist vielmehr selbst die indiskrete

Kontinuität und Gleichheit des Ich  Ich und jedes für sich eben durch den

Widerspruch seiner reinen Allgemeinheit welche zugleich seiner Gleichheit mit

dem Anderen noch widerstrebt und sich davon absondert hebt an ihm selbst sich

auf Durch diese Entäußerung kehrt dies in seinem Dasein entzweite Wissen in die

Einheit des Selbst zurück es ist das wirkliche Ich das allgemeine

Sichselbstwissen in seinem absoluten Gegenteile in dem insichseienden Wissen

das um der Reinheit seines abgesonderten Insichseins willen selbst das

vollkommen Allgemeine ist Das versöhnende Ja worin beide Ich von ihrem

entgegengesetzten Dasein ablassen ist das Dasein des zur Zweiheit ausgedehnten

Ichs das darin sich gleich bleibt und in seiner vollkommenen Entäußerung und

Gegenteile die Gewissheit seiner selbst hat  es ist der erscheinende Gott

mitten unter ihnen die sich als das reine Wissen wissen

 
 



                              

    In den bisherigen Gestaltungen die sich im allgemeinen als Bewusstsein

Selbstbewusstsein Vernunft und Geist unterscheiden ist zwar auch die Religion

als Bewusstsein des absoluten Wesens überhaupt vorgekommen  allein vom

Standpunkte des Bewusstseins aus das sich des absoluten Wesens bewusst ist nicht

aber ist das absolute Wesen an und für sich selbst nicht das Selbstbewusstsein

des Geistes in jenen Formen erschienen

    Schon das Bewusstsein wird insofern es Verstand ist Bewusstsein des

Übersinnlichen oder Inneren des gegenständlichen Daseins Aber das

Übersinnliche Ewige oder wie man es sonst nennen mag ist selbstlos es ist

nur erst das Allgemeine das noch weit entfernt ist der sich als Geist wissende

Geist zu sein  Alsdann war das Selbstbewusstsein das in der Gestalt des

unglücklichen Bewusstseins seine Vollendung hat nur der sich zur

Gegenständlichkeit wieder herausringende aber sie nicht erreichende Schmerz des

Geistes Die Einheit des einzelnen Selbstbewusstseins und seines unwandelbaren

Wesens zu der jenes sich bringt bleibt daher ein Jenseits desselben  Das

unmittelbare Dasein der Vernunft die für uns aus jenem Schmerz hervorging und

ihre eigentümlichen Gestalten haben keine Religion weil das Selbstbewusstsein

derselben sich in der unmittelbaren Gegenwart weiß oder sucht

    Hingegen in der sittlichen Welt sahen wir eine Religion und zwar die

Religion der Unterwelt sie ist der Glaube an die furchtbare unbekannte Nacht

des Schicksals und an die Eumenide des abgeschiedenen Geistes  jene die reine

Negativität in der Form der Allgemeinheit diese dieselbe in der Form der

Einzelheit Das absolute Wesen ist in der letzteren Form also zwar das Selbst

und gegenwärtiges wie das Selbst nicht anders ist allein das einzelne Selbst

ist dieser einzelne Schatten der die Allgemeinheit welche das Schicksal ist

getrennt von sich hat Er ist zwar Schatten aufgehobener Dieser und somit

allgemeines Selbst aber noch ist jene negative Bedeutung nicht in diese

positive umgeschlagen und daher bedeutet zugleich das aufgehobene Selbst noch

unmittelbar diesen Besonderen und Wesenlosen  Das Schicksal aber ohne das

Selbst bleibt die bewusstlose Nacht die nicht zur Unterscheidung in ihr noch zur

Klarheit des Sichselbstwissens kommt

    Dieser Glaube an das Nichts der Notwendigkeit und an die Unterwelt wird zum

Glauben an den Himmel weil das abgeschiedene Selbst mit seiner Allgemeinheit

sich vereinen in ihr das was es enthält auseinanderschlagen und so sich klar

werden muss Dieses Reich des Glaubens aber sahen wir nur im Elemente des Denkens

seinen Inhalt ohne den Begriff entfalten und es darum in seinem Schicksale

nämlich in der Religion der Aufklärung untergehen In dieser stellt sich das

übersinnliche Jenseits des Verstandes wieder her aber so dass das

Selbstbewusstsein diesseits befriedigt steht und das übersinnliche das leere

nicht zu erkennende noch zu fürchtende Jenseits weder als Selbst noch als Macht

weiß

    In der Religion der Moralität ist endlich dies wiederhergestellt dass das

absolute Wesen ein positiver Inhalt ist aber er ist mit der Negativität der

Aufklärung vereinigt Er ist ein Sein das ebenso ins Selbst zurückgenommen und

darin eingeschlossen bleibt und ein unterschiedener Inhalt dessen Teile ebenso

unmittelbar negiert als sie aufgestellt sind Das Schicksal aber worin diese

widersprechende Bewegung versinkt ist das seiner als des Schicksals der

Wesenheit und Wirklichkeit bewusste Selbst

    Der sich selbst wissende Geist ist in der Religion unmittelbar sein eigenes

reines Selbstbewusstsein Diejenigen Gestalten desselben die betrachtet worden 

der wahre der sich entfremdete und der seiner selbst gewisse Geist  machen

zusammen ihn in seinem Bewusstsein aus das seiner Welt gegenübertretend in ihr

sich nicht erkennt Aber im gewissen unterwirft er sich wie seine

gegenständliche Welt überhaupt so auch seine Vorstellung und seine bestimmten

Begriffe und ist nun bei sich seiendes Selbstbewusstsein In diesem hat er für

sich als Gegenstand vorgestellt die Bedeutungder allgemeine Geist zu sein

der alles Wesen und alle Wirklichkeit in sich enthält ist aber nicht in der

Form freier Wirklichkeit oder der selbständig erscheinenden Natur Er hat zwar

Gestalt oder die Form des Seins indem er Gegenstand seines Bewusstsein ist aber

weil dieses in der Religion in der wesentlichen Bestimmung Selbstbewusstsein zu

sein gesetzt ist ist die Gestalt sich vollkommen durchsichtig und die

Wirklichkeit die er enthält ist in ihm eingeschlossen oder in ihm aufgehoben

gerade auf die Weise wie wenn wir alle Wirklichkeit sprechen sie ist die

gedachte allgemeine Wirklichkeit

    Indem also in der Religion die Bestimmung des eigentlichen Bewusstseins des

Geistes nicht die Form des freien Andersseins hat so ist sein Dasein von seinem

Selbstbewusstsein unterschieden und seine eigentliche Wirklichkeit fällt außer

der Religion es ist wohl ein Geist beider aber sein Bewusstsein umfasst nicht

beide zumal und die Religion erscheint als ein Teil des Daseins und Tuns und

Treibens dessen anderer Teil das Leben in seiner wirklichen Welt ist Wie wir

nun es wissen dass der Geist in seiner Welt und der seiner als Geist bewusste

Geist oder der Geist in der Religion dasselbe sind so besteht die Vollendung

der Religion darin dass beides einander gleich werde nicht nur dass seine

Wirklichkeit von der Religion befasst ist sondern umgekehrt dass er sich als

seiner selbst bewusster Geist wirklich und Gegenstand seines Bewusstseins werde 

Insofern der Geist in der Religion sich ihm selbst vorstellt ist er zwar

Bewusstsein und die in ihr eingeschlossene Wirklichkeit ist die Gestalt und das

Kleid seiner Vorstellung Der Wirklichkeit widerfährt aber in dieser Vorstellung

nicht ihr vollkommenes Recht nämlich nicht nur Kleid zu sein sondern

selbständiges freies Dasein und umgekehrt ist sie weil ihr die Vollendung in

ihr selbst mangelt eine bestimmte Gestalt die nicht dasjenige erreicht was

sie darstellen soll nämlich den seiner selbst bewussten Geist dass seine Gestalt

ihn selbst ausdrückte müsste sie selbst nichts anderes sein als er und er sich

so erschienen oder wirklich sein wie er in seinem Wesen ist Dadurch allein

würde auch das erreicht was die Forderung des Gegenteils zu sein scheinen kann

nämlich dass der Gegenstand seines Bewusstseins die Form freier Wirklichkeit

zugleich hat aber nur der Geist der sich als absoluter Geist Gegenstand ist

ist sich eine ebenso freie Wirklichkeit als er darin seiner selbst bewusst

bleibt

    Indem zunächst das Selbstbewusstsein und das eigentliche Bewusstsein die

Religion und der Geist in seiner Welt oder das Dasein des Geistes unterschieden

wird so besteht das letztere in dem Ganzen des Geistes insofern seine Momente

als auseinandertretend und jedes für sich sich darstellt Die Momente aber sind

das Bewusstsein das Selbstbewusstsein die Vernunft und der Geist  der Geist

nämlich als unmittelbarer Geist der noch nicht das Bewusstsein des Geistes ist

Ihre zusammengefasste Totalität macht den Geist in seinem weltlichen Dasein

überhaupt aus der Geist als solcher enthält die bisherigen Gestaltungen in den

allgemeinen Bestimmungen den soeben genannten Momenten Die Religion setzt den

ganzen Ablauf derselben voraus und ist die einfache Totalität oder das absolute

Selbst derselben  Der Verlauf derselben ist übrigens im Verhältnis zur

Religion nicht in der Zeit vorzustellen Der ganze Geist nur ist in der Zeit

und die Gestalten welche Gestalten des ganzes Geistes als solchen sind stellen

sich in einer Aufeinanderfolge dar denn nur das Ganze hat eigentliche

Wirklichkeit und daher die Form der reinen Freiheit gegen Anderes die sich als

Zeit ausdrückt Aber die Momente desselben Bewusstsein Selbstbewusstsein

Vernunft und Geist haben weil sie Momente sind kein voneinander verschiedenes

Dasein  Wie der Geist von seinen Momenten unterschieden wurde so ist noch

drittens von diesen Momenten selbst ihre vereinzelte Bestimmung zu

unterscheiden Jedes jener Momente sahen wir nämlich wieder an ihm selbst sich

in einem eigenen Verlaufe unterscheiden und verschieden gestalten wie zB am

Bewusstsein die sinnliche Gewissheit und die Wahrnehmung sich unterschied Diese

letzteren Seiten treten in der Zeit auseinander und gehören einem besonderen

Ganzen an  Denn der Geist steigt aus seiner Allgemeinheit durch die Bestimmung

zur Einzelheit herab Die Bestimmung oder Mitte ist Bewusstsein Selbstbewusstsein

usf Die Einzelheit aber machen die Gestalten dieser Momente aus Diese stellen

daher den Geist in seiner Einzelheit oder Wirklichkeit dar und unterscheiden

sich in der Zeit so jedoch dass die folgende die vorhergehenden an ihr behält

    Wenn daher die Religion die Vollendung des Geistes ist worin die einzelnen

Momente desselben Bewusstsein Selbstbewusstsein Vernunft und Geist als in

ihren Grund zurückgehen und zurückgegangen sind so machen sie zusammen die

daseiende Wirklichkeit des ganzen Geistes aus welcher nur ist als die

unterscheidende und in sich zurückgehende Bewegung dieser seiner Seiten Das

Werden der Religion überhaupt ist in der Bewegung der allgemeinen Momente

enthalten Indem aber jedes dieser Attribute wie es nicht nur im allgemeinen

sich bestimmt sondern wie es an und für sich ist, d h wie es in sich selbst

sich als Ganzes verläuft dargestellt wurde so ist damit auch nicht nur das

Werden der Religion überhaupt entstanden sondern jene vollständigen Verläufe

der einzelnen Seiten enthalten zugleich die Bestimmtheiten der Religion selbst

Der ganze Geist der Geist der Religion ist wieder die Bewegung aus seiner

Unmittelbarkeit zum Wissen dessen zu gelangen was er an sich oder unmittelbar

ist und es zu erreichen dass die Gestalt in welcher er für sein Bewusstsein

erscheint seinem Wesen vollkommen gleiche und er sich anschaue wie er ist 

In diesem Werden ist er also selbst in bestimmten Gestalten welche die

Unterschiede dieser Bewegung ausmachen zugleich hat damit die bestimmte

Religion ebenso einen bestimmten wirklichen Geist Wenn also dem sich wissenden

Geiste überhaupt Bewusstsein Selbstbewusstsein Vernunft und Geist angehören so

gehören den bestimmten Gestalten des sich wissenden Geistes die bestimmten

Formen an welche sich innerhalb des Bewusstseins Selbstbewusstseins der

Vernunft und des Geistes an jedem besonders entwickelten Die bestimmte Gestalt

der Religion greift für ihren wirklichen Geist aus den Gestalten eines jeden

seiner Momente diejenige heraus welche ihr entspricht Die eine Bestimmtheit

der Religion greift durch alle Selten ihres wirklichen Daseins hindurch und

drückt ihnen dies gemeinschaftliche Gepräge auf

    Auf diese Weise ordnen sich nun die Gestalten die bis hierher auftraten

anders als sie in ihrer Reihe erschienen worüber vorher noch das Nötige kurz

zu bemerken ist  In der betrachteten Reihe bildete sich jedes Moment sich in

sich vertiefend zu einem Ganzen in seinem eigentümlichen Prinzip aus und das

Erkennen war die Tiefe oder der Geist worin sie die für sich kein Bestehen

haben ihre Substanz hatten Diese Substanz ist aber nunmehr herausgetreten sie

ist die Tiefe des seiner selbst gewissen Geistes welche es dem einzelnen

Prinzip nicht gestattet sich zu isolieren und in sich selbst zum Ganzen zu

machen sondern diese Momente alle in sich versammelnd und zusammenhaltend

schreitet sie in diesem gesamten Reichtum ihres wirklichen Geistes fort und

alle seine besonderen Momente nehmen und empfangen gemeinschaftlich die gleiche

Bestimmtheit des Ganzen in sich  Dieser seiner selbst gewisse Geist und seine

Bewegung ist ihre wahrhafte Wirklichkeit und das Anundfürsichsein das jedem

Einzelnen zukommt  Wenn also die bisherige eine Reihe in ihrem Fortschreiten

durch Knoten die Rückgänge in ihr bezeichnete aber aus ihnen sich wieder in

eine Länge fortsetzte so ist sie nunmehr gleichsam an diesen Knoten den

allgemeinen Momenten gebrochen und in viele Linien zerfallen welche in einen

Bund zusammengefasst sich zugleich symmetrisch vereinen so dass die gleichen

Unterschiede in welche jede besondere innerhalb ihrer sich gestaltete

zusammentreffen  Es erhellt übrigens aus der ganzen Darstellung von selbst

wie diese hier vorgestellte Beiordnung der allgemeinen Richtungen zu verstehen

ist dass es überflüssig wird die Bemerkung zu machen dass diese Unterschiede

wesentlich nur als Momente des Werdens nicht als Teile zu fassen sind an dem

wirklichen Geiste sind sie Attribute seiner Substanz an der Religion aber

vielmehr nur Prädikate des Subjekts  Ebenso sind an sich oder für uns wohl

alle Formen überhaupt im Geiste und in jedem enthalten aber es kommt bei seiner

Wirklichkeit überhaupt allein darauf an welche Bestimmtheit für ihn in seinem

Bewusstsein ist in welcher er sein Selbst ausgedrückt oder in welcher Gestalt er

sein Wesen weiß

    Der Unterschied der zwischen dem wirklichen Geiste und ihm der sich als

Geist weiß oder zwischen sich selbst als Bewusstsein und als Selbstbewusstsein

gemacht wurde ist in dem Geiste aufgehoben der sich nach seiner Wahrheit weiß

sein Bewusstsein und sein Selbstbewusstsein sind ausgeglichen Wie aber hier die

Religion erst unmittelbar ist ist dieser Unterschied noch nicht in den Geist

zurückgegangen Es ist nur der Begriff der Religion gesetzt in diesem ist das

Wesen das Selbstbewusstsein das sich alle Wahrheit ist und in dieser alle

Wirklichkeit enthält Dieses Selbstbewusstsein hat als Bewusstsein sich zum

Gegenstande der erst sich unmittelbar wissende Geist ist sich also Geist in der

Form der Unmittelbarkeit und die Bestimmtheit der Gestalt worin er sich

erscheint ist die des Seins Dies Sein ist zwar weder mit der Empfindung oder

dem mannigfaltigen Stoffe noch mit sonstigen einseitigen Momenten Zwecken und

Bestimmungen erfüllt sondern mit dem Geiste und wird von sich als alle Wahrheit

und Wirklichkeit gewusst Diese Erfüllung ist auf diese Weise ihrer Gestalt er

als Wesen seinem Bewusstsein nicht gleich Er ist erst als absoluter Geist

wirklich indem er wie er in der Gewissheit seiner selbst sich auch in seiner

Wahrheit ist oder die Extreme in die er sich als Bewusstsein teilt in

Geistsgestalt füreinander sind Die Gestaltung welche der Geist als Gegenstand

seines Bewusstseins annimmt bleibt von der Gewissheit des Geistes als von der

Substanz erfüllt durch diesen Inhalt verschwindet dies dass der Gegenstand zur

reinen Gegenständlichkeit zur Form der Negativität des Selbstbewusstseins

herabsänke Die unmittelbare Einheit des Geistes mit sich selbst ist die

Grundlage oder reines Bewusstsein innerhalb dessen das Bewusstsein

auseinandertritt Auf diese Weise in sein reines Selbstbewusstsein

eingeschlossen existiert er in der Religion nicht als der Schöpfer einer Natur

überhaupt sondern was er in dieser Bewegung hervorbringt sind seine Gestalten

als Geister die zusammen die Vollständigkeit seiner Erscheinung ausmachen und

diese Bewegung selbst ist das Werden seiner vollkommenen Wirklichkeit durch die

einzelnen Selten derselben oder seine unvollkommenen Wirklichkeiten

    Die erste Wirklichkeit desselben ist der Begriff der Religion selbst oder

sie als unmittelbare und also natürliche Religion in ihr weiß der Geist sich

als seinen Gegenstand in natürlicher oder unmittelbarer Gestalt Die zweite aber

ist notwendig diese sich in der Gestalt der aufgehobenen Natürlichkeit oder des

Selbsts zu wissen Sie ist also die künstliche Religion denn zur Form des

Selbsts erhebt sich die Gestalt durch das Hervorbringen des Bewusstseins wodurch

dieses in seinem Gegenstande sein Tun oder das Selbst anschaut Die dritte

endlich hebt die Einseitigkeit der beiden ersten auf das Selbst ist ebensowohl

ein unmittelbares als die Unmittelbarkeit Selbst ist Wenn in der ersten der

Geist überhaupt in der Form des Bewusstseins in der zweiten des

Selbstbewusstseins istso ist er in der dritten in der Form der Einheit beider

er hat die Gestalt des Anundfürsichseins und indem er also vorgestellt ist wie

er an und für sich istso ist dies die offenbare Religion Ob er aber in ihr

wohl zu seiner wahren Gestalt gelangt so ist eben die Gestalt selbst und die

Vorstellung noch die unüberwundene Seite von der er in den Begriff übergehen

muss um die Form der Gegenständlichkeit in ihm ganz aufzulösen in ihm der

ebenso dies sein Gegenteil in sich schließt Alsdann hat der Geist den Begriff

seiner selbst erfasst wie wir nur erst ihn erfasst haben und seine Gestalt oder

das Element seines Daseins indem sie der Begriff ist ist er selbst

 
 



                           



    Der den Geist wissende Geist ist Bewusstsein seiner selbst und ist sich in

der Form des Gegenständlichen er ist  und ist zugleich das Fürsichsein Er ist

für sich er ist die Seite des Selbstbewusstseins und zwar gegen die Seite

seines Bewusstseins oder des sich auf sich als Gegenstand Beziehens In seinem

Bewusstsein ist die Entgegensetzung und hierdurch die Bestimmtheit der Gestalt

in welcher er sich erscheint und weiß Um diese ist es in dieser Betrachtung der

Religion allein zu tun denn sein ungestaltetes Wesen oder sein reiner Begriff

hat sich schon ergeben Der Unterschied des Bewusstseins und Selbstbewusstseins

fällt aber zugleich innerhalb des letzteren die Gestalt der Religion enthält

nicht das Dasein des Geistes wie er vom Gedanken freie Natur noch wie er vom

Dasein freier Gedanke ist sondern sie ist das im Denken erhaltene Dasein so

wie ein Gedachtes das sich da ist  Nach der Bestimmtheit dieser Gestalt in

welcher der Geist sich weiß unterscheidet sich eine Religion von einer anderen

allein es ist zugleich zu bemerken dass die Darstellung dieses seines Wissens

von sich nach dieser einzelnen Bestimmtheit in der Tat nicht das Ganze einer

wirklichen Religion erschöpft Die Reihe der verschiedenen Religionen die sich

ergeben werden stellt ebensosehr wieder nur die verschiedenen Seiten einer

einzigen und zwar jeder einzelnen dar und die Vorstellungen welche eine

wirkliche Religion vor einer anderen auszuzeichnen scheinen kommen in jeder

vor Allein zugleich muss die Verschiedenheit auch als eine Verschiedenheit der

Religion betrachtet werden Denn indem der Geist sich im Unterschiede seines

Bewusstseins und seines Selbstbewusstseins befindet so hat die Bewegung das Ziel

diesen Hauptunterschied aufzuheben und der Gestalt die Gegenstand des

Bewusstseins ist die Form des Selbstbewusstseins zu geben Dieser Unterschied ist

aber nicht dadurch schon aufgehoben dass die Gestalten die jenes enthält auch

das Moment des Selbsts an ihnen haben und der Gott als Selbstbewusstsein

vorgestellt wird Das vorgestellte Selbst ist nicht das wirkliche dass es wie

jede andere nähere Bestimmung der Gestalt dieser in Wahrheit angehöre muss es

teils durch das Tun des Selbstbewusstseins in sie gesetzt werden teils muss die

niedrige Bestimmung von der höheren aufgehoben und begriffen zu sein sich

zeigen Denn das Vorgestellte hört nur dadurch auf Vorgestelltes und seinem

Wissen fremd zu sein dass das Selbst es hervorgebracht hat und also die

Bestimmung des Gegenstandes als die seinige somit sich in ihm anschaut  Durch

diese Tätigkeit ist die niedrigere Bestimmung zugleich verschwunden denn das

Tun ist das negative das sich auf Kosten eines anderen ausführt insofern sie

auch noch vorkommt so ist sie in die Unwesentlichkeit zurückgetreten so wie

dagegen wo die niedrigere noch herrschend ist die höhere aber auch vorkommt

die eine selbstlos neben der anderen Platz hat Wenn daher die verschiedenen

Vorstellungen innerhalb einer einzelnen Religion zwar die ganze Bewegung ihrer

Formen darstellen so ist der Charakter einer jeden durch die besondere Einheit

des Bewusstseins und des Selbstbewusstseins bestimmt d i dadurch dass das

letztere die Bestimmung des Gegenstandes des ersteren in sich gefasst sie durch

sein Tun sich vollkommen angeeignet hat und sie als die wesentliche gegen die

anderen weiß  Die Wahrheit des Glaubens an eine Bestimmung des religiösen

Geistes zeigt sich darin dass der wirkliche Geist so beschaffen ist wie die

Gestalt in der er sich in der Religion anschaut  wie zB die Menschwerdung

Gottes die in der morgenländischen Religion vorkommt keine Wahrheit hat weil

ihr wirklicher Geist ohne diese Versöhnung ist  Hierher gehört es nicht von

der Totalität der Bestimmungen zu der einzelnen zurückzukehren und zu zeigen in

welcher Gestalt innerhalb ihrer und ihrer besonderen Religion die

Vollständigkeit der übrigen enthalten ist Die höhere Form unter eine niedrigere

zurückgestellt entbehrt ihrer Bedeutung für den selbstbewussten Geist gehört ihm

nur oberflächlich und seiner Vorstellung an Sie ist in ihrer eigentümlichen

Bedeutung und da zu betrachten wo sie Prinzip dieser besonderen Religion und

durch ihren wirklichen Geist bewährt ist

 
 



                              


    Der Geist als das Wesen, welches Selbstbewusstsein ist  oder das

selbstbewusste Wesen welches alle Wahrheit ist und alle Wirklichkeit als sich

selbst weiß  ist gegen die Realität die er in der Bewegung seines Bewusstseins

sich gibt nur erst sein Begriff und dieser Begriff ist gegen den Tag dieser

Entfaltung die Nacht seines Wesens gegen das Dasein seiner Momente als

selbständiger Gestalten das schöpferische Geheimnis seiner Geburt Dies

Geheimnis hat in sich selbst seine Offenbarung denn das Dasein hat in diesem

Begriffe seine Notwendigkeit weil er der sich wissende Geist ist also in

seinem Wesen das Moment hat Bewusstsein zu sein und sich gegenständlich

vorzustellen  Es ist das reine Ich das in seiner Entäußerung in sich als

allgemeinem Gegenstande die Gewissheit seiner selbst hat oder dieser Gegenstand

ist für es die Durchdringung alles Denkens und aller Wirklichkeit

    In der unmittelbaren ersten Entzweiung des sich wissenden absoluten Geistes

hat seine Gestalt diejenige Bestimmung welche dem unmittelbaren Bewusstsein oder

der sinnlichen Gewissheit zukommt Er schaut sich in der Form des Seins an

jedoch nicht des geistlosen mit zufälligen Bestimmungen der Empfindung

erfüllten Seins das der sinnlichen Gewissheit angehört sondern es ist das mit

dem Geiste erfüllte Sein Es schließt ebenso die Form in sich welche an dem

unmittelbaren Selbstbewusstsein vorkam die Form des Herrn gegen das von seinem

Gegenstande zurücktretende Selbstbewusstsein des Geistes  Dies mit dem Begriffe

des Geistes erfüllte Sein ist also die Gestalt der einfachen Beziehung des

Geistes auf sich selbst oder die Gestalt der Gestaltlosigkeit Sie ist vermöge

dieser Bestimmung das reine alles enthaltende und erfüllende Lichtwesen des

Aufgangs das  sich in seiner formlosen Substantialität erhält Sein Anderssein

ist das ebenso einfache Negative die Finsternis die Bewegungen seiner eigenen

Entäußerung seine Schöpfungen in dem widerstandslosen Elemente seines

Andersseins sind Lichtgüsse sie sind in ihrer Einfachheit zugleich sein

Fürsichwerden und Rückkehr aus seinem Dasein die Gestaltung verzehrende

Feuerströme Der Unterschied den es sich gibt wuchert zwar in der Substanz des

Daseins fort und gestaltet sich zu den Formen der Natur aber die wesentliche

Einfachheit seines Denkens schweift bestandlos und unverständig in ihnen umher

erweitert ihre Grenzen zum Maßlosen und löst ihre zur Pracht gesteigerte

Schönheit in ihrer Erhabenheit auf

    Der Inhalt den dies reine Sein entwickelt oder sein Wahrnehmen ist daher

ein wesenloses Beiherspielen an dieser Substanz die nur aufgeht ohne in sich

niederzugehen Subjekt zu werden und durch das Selbst ihre Unterschiede zu

befestigen Ihre Bestimmungen sind nur Attribute die nicht zur Selbständigkeit

gedeihen sondern nur Namen des vielnamigen Einen bleiben Dieses ist mit den

mannigfachen Kräften des Daseins und den Gestalten der Wirklichkeit als mit

einem selbstlosen Schmucke angekleidet sie sind nur eigenen Willens entbehrende

Boten seiner Macht Anschauungen seiner Herrlichkeit und Stimmen seines Preises

Dies taumelnde Leben aber muss sich zum Fürsichsein bestimmen und seinen

verschwindenden Gestalten Bestehen geben Das unmittelbare Sein in welchem es

sich seinem Bewusstsein gegenüberstellt ist selbst die negative Macht die seine

Unterschiede auflöst Es ist also in Wahrheit das Selbst und der Geist geht

darum dazu über sich in der Form des Selbsts zu wissen Das reine Licht wirft

seine Einfachheit als eine Unendlichkeit von Formen auseinander und gibt sich

dem Fürsichsein zum Opfer dar dass das Einzelne sich das Bestehen an seiner

Substanz nehme

 
 



                         

    Der selbstbewusste Geist der aus dem gestaltlosen Wesen in sich gegangen

oder seine Unmittelbarkeit zum Selbst überhaupt erhoben bestimmt seine

Einfachheit als eine Mannigfaltigkeit des Fürsichseins und ist die Religion der

geistigen Wahrnehmung worin er in die zahllose Vielheit schwächerer und

kräftigerer reicherer und ärmerer Geister zerfällt Dieser Pantheismus

zunächst das ruhige Bestehen dieser Geisteratome wird zur feindseligen Bewegung

in sich selbst Die Unschuld der Blumenreligion die nur selbstlose Vorstellung

des Selbsts ist geht in den Ernst des kämpfenden Lebens in die Schuld der

Tierreligion die Ruhe und Ohnmacht der anschauenden Individualität in das

zerstörende Fürsichsein über  Es hilft nichts den Dingen der Wahrnehmung den

Tod der Abstraktion genommen und sie zu Wesen geistiger Wahrnehmung erhoben zu

haben die Beseelung dieses Geisterreichs hat ihn durch die Bestimmtheit und die

Negativität an ihr die über die unschuldige Gleichgültigkeit derselben

übergreift Durch sie wird die Zerstreuung in die Mannigfaltigkeit der ruhigen

Pflanzengestalten eine feindselige Bewegung worin sich der hass ihres

Fürsichseins aufreibt  Das wirkliche Selbstbewusstsein dieses zerstreuten

Geistes ist eine Menge vereinzelter ungeselliger Völkergeister die in ihrem

hasse sich auf den Tod bekämpfen und bestimmter Tiergestalten als ihres Wesens

sich bewusst werden denn sie sind nichts anderes als Tiergeister sich

absondernde ihrer ohne Allgemeinheit bewusste Tierleben

    In diesem hasse reibt sich aber die Bestimmtheit des rein negativen

Fürsichseins auf und durch diese Bewegung des Begriffs tritt der Geist in eine

andere Gestalt Das aufgehobene Fürsichsein ist die Form des Gegenstandes die

durch das Selbst hervorgebracht oder die vielmehr das hervorgebrachte sich

aufreibende dh zum Dinge werdende Selbst ist Über die nur zerreißenden

Tiergeister behält daher der Arbeitende die Oberhand dessen Tun nicht nur

negativ sondern beruhigt und positiv istDas Bewusstsein des Geistes ist also

nunmehr die Bewegung die über das unmittelbare Ansichsein wie über das

abstrakte Fürsichsein hinaus ist Indem das Ansich zu einer Bestimmtheit durch

den Gegensatz herabgesetzt ist ist es nicht mehr die eigene Form des absoluten

Geistes sondern eine Wirklichkeit die sein Bewusstsein sich entgegengesetzt als

das gemeine Dasein vorfindet sie aufhebt und ebenso nicht nur dies aufhebende

Fürsichsein ist sondern auch seine Vorstellung das zur Form eines Gegenstandes

herausgesetzte Fürsichsein hervorbringt Dies Hervorbringen ist jedoch noch

nicht das vollkommene sondern eine bedingte Tätigkeit und das Formieren eines

Vorhandenen

 
 



                              

    Der Geist erscheint also hier als der Werkmeister und sein Tun wodurch er

sich selbst als Gegenstand hervorbringt aber den Gedanken seiner noch nicht

erfasst hat ist ein instinktartiges Arbeiten wie die Bienen ihre Zellen bauen

    Die erste Form weil sie die unmittelbare ist ist sie die abstrakte des

Verstandes und das Werk ist noch nicht an ihm selbst vom Geiste erfüllt Die

Kristalle der Pyramiden und Obelisken einfache Verbindungen gerader Linien mit

ebenen Oberflächen und gleichen Verhältnissen der Teile an denen die

Inkommensurabilität des Runden vertilgt ist sind die Arbeiten dieses

Werkmeisters der strengen Form Um der bloßen Verständigkeit der Form willen ist

sie nicht ihre Bedeutung an ihr selbst, nicht das geistige Selbst Die Werke

empfangen also nur den Geist entweder in sich als einen fremden abgeschiedenen

Geist der seine lebendige Durchdringung mit der Wirklichkeit verlassen hat

selbst tot in diese des Lebens entbehrenden Kristalle einkehrt oder sie

beziehen sich äußerlich auf ihn als auf einen solchen der selbst äußerlich und

nicht als Geist da ist  als auf das aufgehende Licht das seine Bedeutung auf

sie wirft

    Die Trennung von welcher der arbeitende Geist ausgeht des Ansichseins das

zum Stoffe wird den er verarbeitet und des Fürsichseins welches die Seite des

arbeitenden Selbstbewusstseins ist ist ihm in seinem Werke gegenständlich

geworden Seine fernere Bemühung muss dahin gehen diese Trennung der Seele und

des Leibes aufzuheben jene an ihr selbst zu bekleiden und zu gestalten diesen

aber zu beseelen Beide Seiten indem sie einander nähergebracht werden

behalten dabei die Bestimmtheit des vorgestellten Geistes und seiner umgebenden

Hülle gegeneinander seine Einigkeit mit sich selbst enthält diesen Gegensatz

der Einzelheit und Allgemeinheit Indem das Werk in seinen Seiten sich selbst

sich nähert so geschieht dadurch zugleich auch das andere dass es dem

arbeitenden Selbstbewusstsein nähertritt und dieses zum Wissen seiner wie es an

und für sich ist, in dem Werke gelangt So aber macht es nur erst die abstrakte

Seite der Tätigkeit des Geistes aus welche nicht in sich selbst noch ihren

Inhalt sondern ihn an seinem Werke das ein Ding ist weiß Der Werkmeister

selbst der ganze Geist ist noch nicht erschienen sondern ist das noch innere

verborgene Wesen welches als Ganzes nur zerlegt in das tätige Selbstbewusstsein

und in seinen hervorgebrachten Gegenstand vorhanden ist

    Die umgebende Behausung also die äußere Wirklichkeit die nur erst in die

abstrakte Form des Verstandes erhoben ist arbeitet der Werkmeister zur

beseelteren Form aus Er verwendet das Pflanzenleben dazu das nicht mehr wie

dem früheren ohnmächtigen Pantheismus heilig ist sondern von ihm der sich als

das fürsichseiende Wesen erfasst als etwas Brauchbares genommen und zur

Außenseite und Zierde zurückgesetzt wird Es wird aber nicht unverändert

verwendet sondern der Arbeiter der selbstbewussten Form vertilgt zugleich die

Vergänglichkeit welche die unmittelbare Existenz dieses Lebens an ihm hat und

nähert seine organischen Formen den strengeren und allgemeineren des Gedankens

Die organische Form die freigelassen in der Besonderheit fortwuchert

ihrerseits von der Form des Gedankens unterjocht erhebt andererseits diese

geradlinigen und ebenen Gestalten zur beseelteren Rundung  eine Vermischung

welche die Wurzel der freien Architektur wird

    Diese Wohnung die Seite des allgemeinen Elements oder der unorganischen

Natur des Geistes schließt nun auch eine Gestalt der Einzelheit in sich die

den vorher von dem Dasein abgeschiedenen ihm inneren oder äußerlichen Geist der

Wirklichkeit näherbringt und dadurch das Werk dem tätigen Selbstbewusstsein

gleicher macht Der Arbeiter greift zuerst zur Form des Fürsichseins überhaupt

zur Tiergestalt dass er sich seiner nicht mehr unmittelbar im Tierleben bewusst

ist beweist er dadurch dass er gegen dieses sich als die hervorbringende Kraft

konstituiert und in ihm als seinem Werke sich weiß wodurch sie zugleich eine

aufgehobene und die Hieroglyphe einer anderen Bedeutung eines Gedankens wird

Daher wird sie auch nicht mehr allein und ganz vom Arbeiter gebraucht sondern

mit der Gestalt des Gedankens mit der menschlichen vermischt Noch fehlt dem

Werke aber die Gestalt und Dasein worin das Selbst als Selbst existiert  es

fehlt ihm noch dies an ihm selbst es auszusprechen dass es eine innere

Bedeutung in sich schließt es fehlt ihm die Sprache das Element worin der

erfüllende Sinn selbst vorhanden ist Das Werk daher wenn es sich von dem

Tierischen auch ganz gereinigt hat und die Gestalt des Selbstbewusstseins

allein an ihm trägt ist die noch tonlose Gestalt die des Strahls der

aufgehenden Sonne bedarf um Ton zu haben der vom Lichte erzeugt auch nur

Klang und nicht Sprache ist nur ein äußeres Selbst nicht das innere zeigt

    Diesem äußeren Selbst der Gestalt steht die andere gegenüber welche

anzeigt ein Inneres an ihr zu haben Die in ihr Wesen zurückgehende Natur setzt

ihre lebendige sich vereinzelnde und in ihrer Bewegung sich verwirrende

Mannigfaltigkeit zu einem unwesentlichen Gehäuse herab das die Decke des

Inneren ist und dieses Innere ist zunächst noch die einfache Finsternis das

Unbewegte der schwarze formlose Stein

    Beide Darstellungen enthalten die Innerlichkeit und das Dasein  die beiden

Momente des Geistes und beide Darstellungen enthalten sie beide zugleich in

entgegengesetztem Verhältnisse das Selbst sowohl als Inneres wie als Äußeres

Beides ist zu vereinigen  Die Seele der menschlich geformten Bildsäule kommt

noch nicht aus dem Innern ist noch nicht die Sprache das Dasein das an ihm

selbst innerlich ist  und das Innere des vielförmigen Daseins ist noch das

Tonlose sich nicht in sich selbst Unterscheidende und von seinem Äußeren dem

alle Unterschiede gehören noch Getrennte  Der Werkmeister vereint daher

beides in der Vermischung der natürlichen und der selbstbewussten Gestalt und

diese zweideutigen sich selbst rätselhaften Wesen das bewusste ringend mit dem

bewusstlosen das einfache Innere mit dem vielgestalteten Äußeren die Dunkelheit

des Gedankens mit der Klarheit der Äußerung paarend brechen in die Sprache

tiefer schwerverständlicher Weisheit aus

    In diesem Werke hört die instinktartige Arbeit auf die dem Selbstbewusstsein

gegenüber das bewusstlose Werk erzeugte denn in ihm kommt der Tätigkeit des

Werkmeisters welche das Selbstbewusstsein ausmacht ein ebenso selbstbewusstes

sich aussprechendes Inneres entgegen Er hat sich darin zu der Entzweiung seines

Bewusstseins emporgearbeitet worin der Geist dem Geiste begegnet In dieser

Einheit des selbstbewussten Geistes mit sich selbst insofern er sich Gestalt und

Gegenstand seines Bewusstseins ist reinigen sich also seine Vermischungen mit

der bewusstlosen Weise der unmittelbaren Naturgestalt Diese Ungeheuer an

Gestalt Rede und Tat lösen sich zur geistigen Gestaltung auf  einem Äußeren

das in sich gegangen  einem Inneren das sich aus sich und an sich selbst

äußert zum Gedanken der sich gebärendes und seine Gestalt ihm gemäß

erhaltendes und klares Dasein ist Der Geist ist Künstler

 
 



                          



    Der Geist hat seine Gestalt in welcher er für sein Bewusstsein ist in die

Form des Bewusstseins selbst erhoben und bringt eine solche sich hervor Der

Werkmeister hat das synthetische Arbeiten das Vermischen der fremdartigen

Formen des Gedankens und des Natürlichen aufgegeben indem die Gestalt die Form

der selbstbewussten Tätigkeit gewonnen ist er geistiger Arbeiter geworden

    Fragen wir danach welches der wirkliche Geist ist der in der Kunstreligion

das Bewusstsein seines absoluten Wesens hat so ergibt sich dass es der sittliche

oder der wahre Geist ist Er ist nicht nur die allgemeine Substanz aller

Einzelnen sondern indem sie für das wirkliche Bewusstsein die Gestalt des

Bewusstseins hat so heißt dies soviel dass sie die Individualisation hat von

ihnen als ihr eigenes Wesen und Werk gewusst wird Weder ist sie so für sie das

Lichtwesen in dessen Einheit das Fürsichsein des Selbstbewusstseins nur negativ

nur vergehend enthalten ist und den Herrn seiner Wirklichkeit anschaut noch ist

sie das rastlose Verzehren sich hassender Volker noch die Unterjochung

derselben zu Kasten die zusammen den Schein der Organisation eines vollendeten

Ganzen ausmachen dem aber die allgemeine Freiheit der Individuen fehlt Sondern

er ist das freie Volk worin die Sitte die Substanz aller ausmacht deren

Wirklichkeit und Dasein alle und jeder Einzelne als seinen Willen und Tat weiß

    Die Religion des sittlichen Geistes ist aber seine Erhebung über seine

Wirklichkeit das Zurückgehen aus seiner Wahrheit in das reine Wissen seiner

selbst Indem das sittliche Volk in der unmittelbaren Einheit mit seiner

Substanz lebt und das Prinzip der reinen Einzelheit des Selbstbewusstseins nicht

an ihm hat so tritt seine Religion in ihrer Vollendung erst im Scheiden von

seinem Bestehen auf Denn die Wirklichkeit der sittlichen Substanz beruht teils

auf ihrer ruhigen Unwandelbarkeit gegen die absolute Bewegung des

Selbstbewusstseins und hiermit darauf dass dieses noch nicht aus seiner ruhigen

Sitte und seinem festen Vertrauen in sich gegangen ist teils auf seiner

Organisation in eine Vielheit von Rechten und Pflichten sowie in die Verteilung

in die Massen der Stände und ihres besonderen Tuns das zum Ganzen

zusammenwirkt  hiermit darauf dass der Einzelne mit der Beschränkung seines

Daseins zufrieden ist und den schrankenlosen Gedanken seines freien Selbsts noch

nicht erfasst hat Aber jenes ruhige unmittelbare Vertrauen zur Substanz geht in

das Vertrauen zu sich und in die Gewissheit seiner selbst zurück und die

Vielheit der Rechte und Pflichten wie das beschränkte Tun ist dieselbe

dialektische Bewegung des Sittlichen als die Vielheit der Dinge und ihrer

Bestimmungen  eine Bewegung die nur in der Einfachheit des seiner gewissen

Geistes ihre Ruhe und Festigkeit findet  Die Vollendung der Sittlichkeit zum

freien Selbstbewusstsein und das Schicksal der sittlichen Welt ist daher die in

sich gegangene Individualität der absolute Leichtsinn des sittlichen Geistes

der alle festen Unterschiede seines Bestehens und die Massen seiner organischen

Gliederung in sich aufgelöst hat und vollkommen seiner sicher zur

schrankenlosen Freudigkeit und Zum freisten Genüsse seiner selbst gelangt ist

Diese einfache Gewissheit des Geistes in sich ist das Zweideutige ruhiges

Bestehen und feste Wahrheit sowie absolute Unruhe und das Vergehen der

Sittlichkeit zu sein Sie schlägt aber in das letztere um denn die Wahrheit des

sittlichen Geistes ist nur erst noch dies substantielle Wesen und Vertrauen

worin das Selbst sich nicht als freie Einzelheit weiß und das daher in dieser

Innerlichkeit oder in dem Freiwerden des Selbsts zugrunde geht Indem also das

Vertrauen gebrochen die Substanz des Volks in sich geknickt istso ist der

Geist der die Mitte von bestandlosen Extremen war nunmehr in das Extrem des

sich als Wesen erfassenden Selbstbewusstseins herausgetreten Dieses ist der in

sich gewisse Geist der über den Verlust seiner Welt trauert und sein Wesen

über die Wirklichkeit erhoben nun aus der Reinheit des Selbsts hervorbringt

    In solcher Epoche tritt die absolute Kunst hervor früher ist sie das

instinktartige Arbeiten das ins Dasein versenkt aus ihm heraus und in es

hinein arbeitet nicht an der freien Sittlichkeit seine Substanz und daher auch

zum arbeitenden Selbst nicht die freie geistige Tätigkeit hat Später ist der

Geist über die Kunst hinaus um seine höhere Darstellung zu gewinnen  nämlich

nicht nur die aus dem Selbst geborene Substanz sondern in seiner Darstellung

als Gegenstand dieses Selbst zu sein nicht nur aus seinem Begriffe sich zu

gebären sondern seinen Begriff selbst zur Gestalt zu haben so dass der Begriff

und das erzeugte Kunstwerk sich gegenseitig als ein und dasselbe wissen

    Indem also die sittliche Substanz aus ihrem Dasein sich in ihr reines

Selbstbewusstsein zurückgenommen so ist dieses die Seite des Begriffs oder der

Tätigkeit mit welcher der Geist sich als Gegenstand hervorbringt Sie ist reine

Form weil der Einzelne im sittlichen Gehorsam und Dienste sich alles bewusstlose

Dasein und feste Bestimmung so abgearbeitet hat wie die Substanz selbst dies

flüssige Wesen geworden ist Diese Form ist die Nacht worin die Substanz

verraten ward und sich zum Subjekte machte aus dieser Nacht der reinen

Gewissheit seiner selbst ist es dass der sittliche Geist als die von der Natur

und seinem unmittelbaren Dasein befreite Gestalt aufersteht

    Die Existenz des reinen Begriffs in den der Geist aus seinem Körper

geflohen ist ein Individuum das er sich zum Gefäße seines Schmerzes erwählt

Er ist an diesem als sein Allgemeines und seine Macht von welcher es Gewalt

leidet  als sein Pathos dem hingegeben sein Selbstbewusstsein die Freiheit

verliert Aber jene positive Macht der Allgemeinheit wird vom reinen Selbst des

Individuums als der negativen Macht bezwungen Diese reine Tätigkeit ihrer

unverlierbaren Kraft bewusst ringt mit dem ungestalteten Wesen Meister darüber

werdend hat sie das Pathos zu ihrem Stoffe gemacht und sich ihren Inhalt

gegeben und diese Einheit tritt als Werk heraus der allgemeine Geist

individualisiert und vorgestellt

 
 



                          



    Das erste Kunstwerk ist als das unmittelbare das abstrakte und einzelne

Seinerseits hat es sich aus der unmittelbaren und gegenständlichen Weise dem

Selbstbewusstsein entgegenzubewegen wie andererseits dieses für sich im Kultus

darauf geht die Unterscheidung aufzuheben die es sich zuerst gegen seinen

Geist gibt und hierdurch das an ihm selbst belebte Kunstwerk hervorzubringen

    Die erste Weise in welcher der künstlerische Geist seine Gestalt und sein

tätiges Bewusstsein am weitesten voneinander entfernt ist die unmittelbare dass

jene als Ding überhaupt da ist  Sie zerfällt an ihr in den Unterschied der

Einzelheit welche die Gestalt des Selbsts an ihr hat und der Allgemeinheit

welche das unorganische Wesen in Bezug auf die Gestalt als seine Umgebung und

Behausung darstellt Diese gewinnt durch die Erhebung des Ganzen in den reinen

Begriff ihre reine dem Geiste angehörige Form Sie ist weder der verständige

Kristall der das Tote behaust oder von der äußerlichen Seele beschienen wird

noch die aus der Pflanze erst hervorgehende Vermischung der Formen der Natur und

des Gedankens dessen Tätigkeit hierin noch ein Nachahmen ist Sondern der

Begriff streift das ab was von der Wurzel dem Geäste und Geblätter den Formen

noch anklebt und reinigt sie zu Gebilden worin das Geradlinige und Ebene des

Kristalls in inkommensurable Verhältnisse erhoben ist so dass die Beseelung des

Organischen in die abstrakte Form des Verstandes aufgenommen und zugleich ihr

Wesen die Inkommensurabilität für den Verstand erhalten wird

    Der inwohnende Gott aber ist der aus dem Tiergehäuse hervorgezogene schwarze

Stein der mit dem Lichte des Bewusstseins durchdrungen ist Die menschliche

Gestalt streift die tierische mit der sie vermischt war ab das Tier ist für

den Gott nur eine zufällige Verkleidung es tritt neben seine wahre Gestalt und

gilt für sich nichts mehr sondern ist zur Bedeutung eines Anderen zum bloßen

Zeichen herabgesunken Die Gestalt des Gottes streift eben dadurch an ihr

selbst auch die Bedürftigkeit der natürlichen Bedingungen des tierischen Daseins

ab und deutet die innerlichen Anstalten des organischen Lebens in ihre

Oberfläche verschmolzen und nur dieser angehörig an  Das Wesen des Gottes aber

ist die Einheit des allgemeinen Daseins der Natur und des selbstbewussten

Geistes der in seiner Wirklichkeit jenem gegenüberstehend erscheint Zugleich

zunächst eine einzelne Gestalt ist sein Dasein eines der Elemente der Natur so

wie seine selbstbewusste Wirklichkeit ein einzelner Volksgeist Aber jenes ist in

dieser Einheit das in den Geist reflektierte Element die durch den Gedanken

verklärte mit dem selbstbewussten Leben geeinte Natur Die Göttergestalt hat

darum ihr Naturelement als ein aufgehobenes als eine dunkle Erinnerung in ihr

Das wüste Wesen und der verworrene Kampf des freien Daseins der Elemente das

unsittliche Reich der Titanen ist besiegt und an den Saum der sich klar

gewordenen Wirklichkeit an die trüben Grenzen der sich im Geiste findenden und

beruhigten Welt verwiesen Diese alten Götter in welche das Lichtwesen mit der

Finsternis zeugend sich zunächst besondert der Himmel die Erde der Ozean

die Sonne das blinde typhonische Feuer der Erde usf sind durch Gestalten

ersetzt die an ihnen nur noch den dunkel erinnernden Anklang an jene Titanen

haben und nicht mehr Naturwesen sondern klare sittliche Geister der

selbstbewussten Völker sind

    Diese einfache Gestalt hat also die Unruhe der unendlichen Vereinzelung 

ihrer sowohl als des Naturelements das nur als allgemeines Wesen notwendig in

seinem Dasein und Bewegung aber sich zufällig verhält wie ihrer als des Volks

das in die besonderen Massen des Tuns und in die individuellen Punkte des

Selbstbewusstseins zerstreut ein Dasein mannigfaltigen Sinnes und Tuns hat  an

sich vertilgt und in ruhige Individualität zusammengefasst Es steht ihr daher

das Moment der Unruhe ihr  dem Wesen  das Selbstbewusstsein gegenüber das als

die Geburtsstätte derselben für sich nichts übrig behielt als die reine

Tätigkeit zu sein Was der Substanz angehört gab der Künstler ganz seinem Werke

mit sich selbst aber als einer bestimmten Individualität in seinem Werke keine

Wirklichkeit er konnte ihm die Vollendung nur dadurch erteilen dass er seiner

Besonderheit sich entäußerte und zur Abstraktion des reinen Tuns sich

entkörperte und steigerte  In dieser ersten unmittelbaren Erzeugung ist die

Trennung des Werks und seiner selbstbewussten Tätigkeit noch nicht wieder

vereinigt das Werk ist daher nicht für sich das wirklich beseelte sondern es

ist Ganzes nur mit seinem Werden zusammen Das Gemeine an dem Kunstwerke dass es

im Bewusstsein erzeugt und von Menschenhänden gemacht ist ist das Moment des als

Begriff existierenden Begriffs der ihm gegenübertritt Und wenn dieser als

Künstler oder als Betrachter das Kunstwerk als an ihm selbst absolut beseelt

auszusprechen und sich den Tuenden oder Schauenden zu vergessen uneigennützig

genug ist so muss hiergegen der Begriff des Geistes festgehalten werden der des

Moments nicht entbehren kann seiner selbst bewusst zu sein Dies Moment aber

sieht dem Werke gegenüber weil er in dieser seiner ersten Entzweiung beiden

Seiten ihre abstrakten Bestimmungen des Tuns und Dingseins gegeneinander gibt

und ihre Rückkehr in die Einheit von der sie ausgingen noch nicht zustande

gekommen ist

    Der Künstler erfährt also an seinem Werke dass er kein ihm gleiches Wesen

hervorbrachte Es kommt ihm zwar daraus ein Bewusstsein so zurück dass eine

bewundernde Menge es als den Geist der ihr Wesen ist verehrt Aber diese

Beseelung indem sie ihm sein Selbstbewusstsein nur als Bewunderung erwidert ist

vielmehr ein Bekenntnis das diese Beseelung an den Künstler ablegt nicht

seinesgleichen zu sein Indem es ihm als Freudigkeit überhaupt zurückkommt

findet er darin nicht den Schmerz seiner Bildung und Zeugung nicht die

Anstrengung seiner Arbeit Sie mögen das Werk auch noch beurteilen oder ihm

Opfer bringen auf welche Art es sei ihr Bewusstsein darein legen  wenn sie

sich mit ihrer Kenntnis darüber setzen weiß er wieviel mehr seine Tat als ihr

Verstehen und Reden ist wenn sie sich darunter setzen und ihr sie

beherrschendes Wesen darin erkennen weiß er sich als den Meister desselben

    Das Kunstwerk erfordert daher ein anderes Element seines Daseins der Gott

einen anderen Hervorgang als diesen worin er aus der Tiefe seiner

schöpferischen Nacht in das Gegenteil in die Äußerlichkeit die Bestimmung des

selbstbewusstlosen Dinges herabfällt Dies höhere Element ist die Sprache  ein

Dasein das unmittelbar selbstbewusste Existenz ist Wie das einzelne

Selbstbewusstsein in ihr da ist ist es ebenso unmittelbar als eine allgemeine

Ansteckung die vollkommene Besonderung des Fürsichseins ist zugleich die

Flüssigkeit und die allgemein mitgeteilte Einheit der vielen Selbst sie ist die

als Seele existierende Seele Der Gott also der die Sprache zum Elemente seiner

Gestalt hat ist das an ihm selbst beseelte Kunstwerk das die reine Tätigkeit

die ihm der als Ding existierte gegenüber war unmittelbar in seinem Dasein

hat Oder das Selbstbewusstsein bleibt in dem Gegenständlichwerden seines Wesens

unmittelbar bei sich Es ist so in seinem Wesen bei sich selbst seiend reines

Denken oder die Andacht deren Innerlichkeit in der Hymne zugleich Dasein hat

Sie behält die Einzelheit des Selbstbewusstseins in ihr und vernommen ist diese

Einzelheit zugleich als allgemeine da die Andacht in allen angezündet ist der

geistige Strom der in der Vielfachheit des Selbstbewusstseins seiner als eines

gleichen Tuns aller und als einfaches Sein bewusst ist der Geist hat als dieses

allgemeine Selbstbewusstsein aller seine reine Innerlichkeit ebensowohl als das

Sein für Andere und das Fürsichsein der Einzelnen in einer Einheit

    Diese Sprache unterscheidet sich von einer anderen Sprache des Gottes die

nicht die des allgemeinen Selbstbewusstseins ist Das Orakel sowohl des Gottes

der künstlerischen als der vorhergehenden Religionen ist die notwendige erste

Sprache desselben denn in seinem Begriffe liegt ebensowohl dass er das Wesen

der Natur als des Geistes ist und daher nicht nur natürliches sondern auch

geistiges Dasein hat Insofern dies Moment erst in seinem Begriffe liegt und

noch nicht in der Religion realisiert istso ist die Sprache für das religiöse

Selbstbewusstsein Sprache eines fremden Selbstbewusstseins Das seiner Gemeine

noch fremde Selbstbewusstsein ist noch nicht so da wie sein Begriff fordert Das

Selbst ist das einfache und dadurch schlechthin allgemeine Fürsichsein jenes

aber das von dem Selbstbewusstsein der Gemeine getrennt ist ist nur erst ein

einzelnes  Der Inhalt dieser eigenen und einzelnen Sprache ergibt sich aus der

allgemeinen Bestimmtheit in welcher der absolute Geist überhaupt in seiner

Religion gesetzt ist  Der allgemeine Geist des Aufgangs der sein Dasein noch

nicht besondert hat spricht also ebenso einfache und allgemeine Sätze vom Wesen

aus deren substantieller Inhalt in seiner einfachen Wahrheit erhaben ist aber

um dieser Allgemeinheit willen dem weiter sich fortbildenden Selbstbewusstsein

zugleich trivial erscheint

    Das weiter gebildete Selbst das sich zum Fürsichsein erhebt ist über das

reine Pathos der Substanz über die Gegenständlichkeit des aufgehenden

Lichtwesens Meister und weiß jene Einfachheit der Wahrheit als das Ansichseiende

 das nicht die Form des zufälligen Daseins durch eine fremde Sprache hat

sondern als das sichere und ungeschriebene Gesetz der Götter das ewig lebt und

von dem niemand weiß von wannen es erschien  Wie die allgemeine Wahrheit die

vom Lichtwesen geoffenbart wurde hier ins Innere oder Untere zurückgetreten und

damit der Form der zufälligen Erscheinung enthoben istso ist dagegen in der

Kunstreligion weil die Gestalt des Gottes das Bewusstsein und damit die

Einzelheit überhaupt angenommen hat die eigene Sprache des Gottes der der

Geist des sittlichen Volkes ist das Orakel das die besonderen Angelegenheiten

desselben weiß und das Nützliche darüber kundtut Die allgemeinen Wahrheiten

aber weil sie als das Ansichseiende gewusst werden vindiziert sich das wissende

Denken und die Sprache derselben ist ihm nicht mehr eine fremde sondern die

eigene Wie jener Weise des Altertums was gut und schön sei in seinem eigenen

Denken suchte dagegen den schlechten zufälligen Inhalt des Wissens ob es ihm

gut sei mit diesem oder jenem umzugehen oder einem Bekannten gut diese Reise

zu machen und dergleichen bedeutungslose Dinge dem Dämon zu wissen überließ

ebenso holt das allgemeine Bewusstsein das Wissen vom Zufälligen von den Vögeln

oder von den Bäumen oder von der gärenden Erde deren Dampf dem Selbstbewusstsein

seine Besonnenheit nimmt denn das Zufällige ist das Unbesonnene und Fremde und

das sittliche Bewusstsein lässt sich also auch wie durch ein Würfeln auf eine

unbesonnene und fremde Weise darüber bestimmen Wenn der Einzelne durch seinen

Verstand sich bestimmt und mit Überlegung das wählt was ihm nützlich sei so

liegt dieser Selbstbestimmung die Bestimmtheit des besonderen Charakters zum

Grunde sie ist selbst das Zufällige und jenes Wissen des Verstandes was dem

Einzelnen nützlich ist daher ein ebensolches Wissen als das jener Orakel oder

des Loses nur dass der  der das Orakel oder Los befragt damit die sittliche

Gesinnung der Gleichgültigkeit gegen das Zufällige ausdrückt da jenes hingegen

das an sich Zufällige als wesentliches Interesse seines Denkens und Wissens

behandelt Das Höhere als beide aber ist zwar die Überlegung zum Orakel des

zufälligen Tuns zu machen aber diese überlegte Handlung selbst wegen ihrer

Seite der Beziehung auf das Besondere und ihrer Nützlichkeit als etwas

Zufälliges zu wissen

    Das wahre selbstbewusste Dasein das der Geist in der Sprache erhält die

nicht die Sprache des fremden und also zufälligen nicht allgemeinen

Selbstbewusstseins ist ist das Kunstwerk das wir vorhin gesehen Es steht dem

Dinglichen der Bildsäule gegenüber Wie diese das ruhende so ist jenes das

verschwindende Dasein wie in diesem die Gegenständlichkeit frei entlassen des

eigenen unmittelbaren Selbsts entbehrt so bleibt sie dagegen in jenem zu sehr

in das Selbst eingeschlossen kommt zuwenig zur Gestaltung und ist wie die

Zeit unmittelbar nicht mehr da indem sie da ist

    Die Bewegung beider Seiten in der die im reinen empfindenden Elemente des

Selbstbewusstseins bewegte und die im Elemente der Dingheit ruhende göttliche

Gestalt gegenseitig ihre verschiedene Bestimmung aufgeben und die Einheit zum

Dasein kommt die der Begriff ihres Wesens ist macht der Kultus aus In ihm

gibt sich das Selbst das Bewusstsein des Herabsteigens des göttlichen Wesens aus

seiner Jenseitigkeit zu ihm und dieses das vorher das Unwirkliche und nur

Gegenständliche ist erhält dadurch die eigentliche Wirklichkeit des

Selbstbewusstseins

    Dieser Begriff des Kultus ist an sich schon in dem Strome des hymnischen

Gesanges enthalten und vorhanden Diese Andacht ist die unmittelbare reine

Befriedigung des Selbsts durch und in sich selbst Es ist die gereinigte Seele

welche in dieser Reinheit unmittelbar nur Wesen und eins mit dem Wesen ist Sie

ist um ihrer Abstraktion willen nicht das seinen Gegenstand von sich

unterscheidende Bewusstsein und also nur die Nacht seines Daseins und die

bereitete Stätte seiner Gestalt Der abstrakte Kultus erhebt daher das Selbst

dazu dieses reine göttliche Element zu sein Die Seele vollbringt diese

Läuterung mit Bewusstsein doch ist sie noch nicht das Selbst das in seine

Tiefen hinabgestiegen sich als das Böse weiß sondern es ist ein Seiendes eine

Seele welche ihre Äußerlichkeit mit Waschen reinigt sie mit weißen Kleidern

antut und ihre Innerlichkeit den vorgestellten Weg der Arbeiten Strafen und

Belohnungen den Weg der die Besonderheit entäußernden Bildung überhaupt hin

durchführt durch welchen sie in die Wohnungen und die Gemeinschaft der

Seligkeit gelangt

    Dieser Kultus ist nur erst ein geheimes dh ein nur vorgestelltes

unwirkliches Vollbringen er muss wirkliche Handlung sein eine unwirkliche

Handlung widerspricht sich selbst Das eigentliche Bewusstsein erhebt sich

dadurch in sein reines Selbstbewusstsein Das Wesen hat in ihm die Bedeutung

eines freien Gegenstandes durch den wirklichen Kultus kehrt dieser in das

Selbst zurück  und insofern er im reinen Bewusstsein die Bedeutung des reinen

jenseits der Wirklichkeit wohnenden Wesens hat steigt dies Wesen von seiner

Allgemeinheit durch diese Vermittlung zur Einzelheit herunter und schließt sich

so mit der Wirklichkeit zusammen

    Wie beide Seiten in die Handlung eintreten bestimmt sich so dass für die

selbstbewusste Seite insofern sie wirkliches Bewusstsein ist das Wesen sich als

die wirkliche Natur darstellt einesteils gehört sie ihm als Besitz und Eigentum

und gilt als das nicht ansichseiende Dasein andernteils ist sie seine eigene

unmittelbare Wirklichkeit und Einzelheit die von ihm ebenso als Nichtwesen

betrachtet und aufgehoben wird Zugleich aber hat für sein reines Bewusstsein

jene äußere Natur die entgegengesetzte Bedeutung nämlich das ansichseiende

Wesen zu sein gegen welches das Selbst seine Unwesentlichkeit aufopfert wie es

umgekehrt die unwesentliche Seite der Natur sich selbst aufopfert Die Handlung

ist dadurch geistige Bewegung weil sie dies Doppelseitige ist die Abstraktion

des Wesens wie die Andacht den Gegenstand bestimmt aufzuheben und es zum

Wirklichen zu machen und das Wirkliche wie das Handelnde den Gegenstand und

sich bestimmt auf und in die Allgemeinheit zu erheben

    Die Handlung des Kultus selbst beginnt daher mit der reinen Hingabe eines

Besitzes den der Eigentümer scheinbar für ihn ganz nutzlos vergießt oder in

Rauch aufsteigen lässt Er tut hierin vor dem Wesen seines reinen Bewusstseins auf

Besitz und Recht des Eigentumes und des Genusses desselben auf die

Persönlichkeit und die Rückkehr des Tuns in das Selbst Verzicht und reflektiert

die Handlung vielmehr in das Allgemeine oder in das Wesen als in sich 

Umgekehrt aber geht darin ebenso das seiende Wiesen zugrunde Das Tier das

aufgeopfert wird ist das Zeichen eines Gottes die Früchte die verzehrt

werden sind die lebendige Ceres und Bacchus selbst  in jenem sterben die

Mächte des oberen Rechts welches Blut und wirkliches Leben hat in diesen aber

die Mächte des unteren Rechts das blutlos die geheime listige Macht besitzt 

Die Aufopferung der göttlichen Substanz gehört insofern sie Tun ist der

selbstbewussten Seite an dass dieses wirkliche Tun möglich sei muss das Wesen

sich selbst schon an sich aufgeopfert haben Dies hat es darin getan dass es

sich Dasein gegeben und zum einzelnen Tiere und zur Frucht gemacht hat Diese

Verzichtleistung die also das Wesen schon an sich vollbracht stellt das

handelnde Selbst im Dasein und für sein Bewusstsein dar und ersetzt jene

unmittelbare Wirklichkeit des Wesens durch die höhere nämlich die seiner selbst

 Denn die entstandene Einheit die das Resultat der aufgehobenen Einzelheit und

Trennung beider Seiten ist ist nicht das nur negative Schicksal sondern hat

positive Bedeutung Nur dem abstrakten unterirdischen Wesen wird das ihm

Aufgeopferte ganz hingegeben und damit die Reflexion des Besitzes und des

Fürsichseins in das Allgemeine von dem Selbst als solchem unterschieden

bezeichnet Zugleich aber ist dies nur ein geringer Teil und das andere Opfern

ist nur die Zerstörung des Unbrauchbaren und vielmehr die Zubereitung des

Geopferten zum Mahle dessen Schmaus die Handlung um ihre negative Bedeutung

betrügt Der Opfernde behält bei jenem ersten Opfer das meiste und von diesem

das Nutzbare seinem Genüsse auf Dieser Genuss ist die negative Macht welche das

Wesen sowie die Einzelheit aufhebt und zugleich ist er die positive

Wirklichkeit worin das gegenständliche Dasein des Wesens in selbstbewusstes

verwandelt ist und das Selbst das Bewusstsein seiner Einheit mit dem Wesen hat

    Dieser Kultus ist übrigens zwar eine wirkliche Handlung ihre Bedeutung

liegt jedoch mehr nur in der Andacht was dieser angehört ist nicht

gegenständlich hervorgebracht so wie das Resultat im Genüsse sich selbst seines

Daseins beraubt Der Kultus geht daher weiter und ersetzt diesen Mangel zunächst

dadurch dass er seiner Andacht ein gegenständliches Bestehen gibt indem er die

gemeinsame oder einzelne jedem tunliche Arbeit ist welche die Wohnung und den

Putz des Gottes ihm zu Ehren hervorbringt  Es wird dadurch teils die

Gegenständlichkeit der Bildsäule aufgehoben denn durch diese Weihung seiner

Geschenke und Arbeiten macht der Arbeitende den Gott sich geneigt und schaut

sein Selbst ihm angehörig an teils auch ist dies Tun nicht das einzelne

Arbeiten des Künstlers sondern diese Besonderheit ist in der Allgemeinheit

aufgelöst Es ist aber nicht nur die Ehre des Gottes die zustande kommt und

der Segen seiner Geneigtheit fließt nicht nur in der Vorstellung auf den

Arbeiter sondern die Arbeit hat auch die umgekehrte Bedeutung gegen die erste

der Entäußerung und der fremden Ehre Die Wohnungen und Hallen des Gottes sind

für den Gebrauch des Menschen die Schätze die in jenen aufbewahrt sind im

Notfalle die seinigen die Ehre die jener in seinem Schmucke genießt ist die

Ehre des kunstreichen und großmütigen Volkes Am Feste schmückt dieses ebenso

seine eigenen Wohnungen und Bekleidungen sowie seine Verrichtungen mit

zierlichem Geräte Es empfängt auf diese Weise für seine Gaben die Erwiderung

von dem dankbaren Gotte und die Beweise seiner Geneigtheit in der es sich mit

ihm durch die Arbeit verband nicht in der Hoffnung und einer späten

Wirklichkeit sondern hat in der Ehrenbezeugung und Darbringung der Gaben

unmittelbar den Genuss seines eigenen Reichtums und Putzes

 
 






    Das Volk das in dem Kultus der Kunstreligion sich seinem Gölte naht ist

das sittliche Volk das seinen Staat und die Handlungen desselben als den Willen

und das Vollbringen seiner selbst weiß Dieser Geist dem selbstbewussten Volke

gegenübertretend ist daher nicht das Lichtwesen das selbstlos nicht die

Gewissheit der Einzelnen in sich enthält sondern vielmehr nur ihr allgemeines

Wesen und die herrische Macht ist worin sie verschwinden Der Kultus der

Religion dieses einfachen gestaltlosen Wesens gibt seinen Angehörigen daher nur

dies im allgemeinen zurück dass sie das Volk ihres Gottes sind er erwirbt ihnen

nur ihr Bestehen und einfache Substanz überhaupt nicht aber ihr wirkliches

Selbst das vielmehr verworfen ist Denn sie verehren ihren Gott als die leere

Tiefe nicht als Geist Der Kultus aber der Kunstreligion entbehrt andererseits

jener abstrakten Einfachheit des Wesens und daher der Tiefe desselben Das Wesen

aber das mit dem Selbst unmittelbar geeinigt ist ist an sich der Geist und die

wissende Wahrheit obzwar noch nicht die gewusste oder die sich selbst in ihrer

Tiefe wissende Weil das Wesen also hier das Selbst an ihm hat so ist seine

Erscheinung dem Bewusstsein freundlich und im Kultus erhält dieses nicht nur die

allgemeine Berechtigung seines Bestehens sondern auch sein in ihm selbst

bewusstes Dasein so wie umgekehrt das Wesen nicht in einem verworfenen Volke

dessen Substanz nur anerkannt wird selbstlose Wirklichkeit hat sondern in dem

Volke dessen Selbst in seiner Substanz anerkannt ist

    Aus dem Kultus tritt also das in seinem Wesen befriedigte Selbstbewusstsein

und der Gott eingekehrt in es als in seine Stätte Diese Stätte ist für sich die

Nacht der Substanz oder ihre reine Individualität aber nicht mehr die gespannte

des Künstlers die noch nicht mit ihrem gegenständlich werdenden Wesen sich

ausgesöhnt hat sondern die befriedigte Nacht welche ihr Pathos unbedürftig an

ihr hat weil sie aus der Anschauung der aufgehobenen Gegenständlichkeit

zurückkehrt  Dieses Pathos ist für sich das Wesen des Aufgangs das aber

nunmehr in sich untergegangen ist und seinen Untergang das Selbstbewusstsein

und damit Dasein und Wirklichkeit an ihm selbst hat  Es hat hier die Bewegung

seiner Verwirklichung durchlaufen Sich aus seiner reinen Wesenheit herabsetzend

zu einer gegenständlichen Naturkraft und deren Äußerungen ist es ein Dasein für

das Andere für das Selbst von dem es verzehrt wird Das stille Wesen der

selbstlosen Natur gewinnt in seiner Frucht die Stufe worin sie sich selbst

zubereitend und verdaut sich dem selbstischen Leben darbietet sie erreicht in

der Nützlichkeit gegessen und getrunken werden zu können ihre höchste

Vollkommenheit denn sie ist darin die Möglichkeit einer höheren Existenz und

berührt das geistige Dasein  teils zur stillkräftigen Substanz teils aber zur

geistigen Gärung ist der Erdgeist in seiner Metamorphose dort zum weiblichen

Prinzipe der Ernährung hier zum männlichen Prinzipe der sich treibenden Kraft

des selbstbewussten Daseins gediehen

    In diesem Genüsse ist also jenes aufgehende Lichtwesen verraten was es ist

er ist das Mysterium desselben Denn das Mystische ist nicht Verborgenheit eines

Geheimnisses oder Unwissenheit sondern besteht darin dass das Selbst sich mit

dem Wesen eins weiß und dieses also geoffenbart ist Nur das Selbst ist sich

offenbar oder was offenbar ist ist es nur in der unmittelbaren Gewissheit

seiner In dieser aber ist durch den Kultus das einfache Wesen gesetzt worden

es hat als brauchbares Ding nicht nur das Dasein das gesehen gefühlt

gerochen geschmeckt wird sondern ist auch Gegenstand der Begierde und wird

durch den wirklichen Genuss eins mit dem Selbst und dadurch vollkommen an dieses

verraten und ihm offenbar  Dasjenige von dem gesagt wird es sei der

Vernunft dem Herzen offenbar ist in der Tat noch geheim denn es fehlt noch

die wirkliche Gewissheit des unmittelbaren Daseins sowohl die gegenständliche

als die genießende welche in der Religion aber nicht nur die gedankenlose

unmittelbare sondern zugleich die rein wissende des Selbsts ist

    Was hiermit durch den Kultus dem selbstbewussten Geiste in ihm selbst

offenbar geworden ist das einfache Wesen als die Bewegung teils aus seiner

nächtlichen Verborgenheit herauf in das Bewusstsein zu treten dessen

stillernährende Substanz zu sein teils aber sich ebenso wieder in die

unterirdische Nacht in das Selbst zu verlieren und oben nur mit stiller

Muttersehnsucht zu verweilen  Der lautere Trieb aber ist das vielnamige

Lichtwesen des Aufgangs und sein taumelndes Leben das von seinem abstrakten

Sein ebenso abgelassen sich zuerst in das gegenständliche Dasein der Frucht

befasst dann dem Selbstbewusstsein sich hingebend in ihm zur eigentlichen

Wirklichkeit gelangt  nun als ein Haufen schwärmender Weiber umherschweift

der ungebändigte Taumel der Natur in selbstbewusster Gestalt

    Noch ist aber dem Bewusstsein nur der absolute Geist der dieses einfache

Wesen und nicht als der Geist an ihm selbst ist verraten oder nur der

unmittelbare Geist der Geist der Natur Sein selbstbewusstes Leben ist daher nur

das Mysterium des Brotes und des Weins der Ceres und des Bacchus nicht der

anderen der eigentlich oberen Götter deren Individualität als wesentliches

Moment das Selbstbewusstsein als solches in sich schließt Noch hat sich ihm also

der Geist als selbstbewusster Geist nicht geopfert und das Mysterium des Brotes

und Weins ist noch nicht Mysterium des Fleisches und Blutes

    Dieser unbefestigte Taumel des Gottes muss sich zum Gegenstande beruhigen und

die Begeisterung die nicht zum Bewusstsein kam ein Werk hervorbringen das ihr

wie der Begeisterung des vorhergehenden Künstlers die Bildsäule zwar als ein

ebenso vollendetes Werk gegenübertritt aber nicht als ein an ihm lebloses

sondern als ein lebendiges Selbst  Ein solcher Kultus ist das Fest das der

Mensch zu seiner eigenen Ehre sich gibt jedoch in einen solchen noch nicht die

Bedeutung des absoluten Wesens legt denn das Wesen ist ihm erst offenbar noch

nicht der Geist nicht als solches das wesentlich menschliche Gestalt annimmt

Aber dieser Kultus legt den Grund zu dieser Offenbarung und legt ihre Momente

einzeln auseinander So hier das abstrakte Moment der lebendigen Körperlichkeit

des Wesens wie vorhin die Einheit beider in bewusstloser Schwärmerei Der Mensch

stellt also an die Stelle der Bildsäule sich selbst als zur vollkommen freien

Bewegung erzogene und ausgearbeitete Gestalt wie jene die vollkommen freie Ruhe

ist Wenn jeder Einzelne wenigstens als Fackelträger sich darzustellen weiß so

hebt sich einer aus ihnen hervor der die gestaltete Bewegung die glatte

Ausarbeitung und flüssige Kraft aller Glieder ist  ein beseeltes lebendiges

Kunstwerk das mit seiner Schönheit die Stärke paart und dem der Schmuck womit

die Bildsäule geehrt wurde als Preis seiner Kraft und die Ehre unter seinem

Volke statt des steinernen Gottes die höchste leibliche Darstellung ihres Wesens

zu sein zuteil wird

    In den beiden Darstellungen die soeben vorkamen ist die Einheit des

Selbstbewusstseins und des geistigen Wesens vorhanden es fehlt ihnen aber noch

ihr Gleichgewicht In der bacchischen Begeisterung ist das Selbst außer sich in

der schönen Körperlichkeit aber das geistige Wesen Jene Dumpfheit des

Bewusstseins und ihr wildes Stammeln muss in das klare Dasein der letzteren und

die geistlose Klarheit der letzteren in die Innerlichkeit der ersteren

aufgenommen werden Das vollkommene Element worin die Innerlichkeit ebenso

äußerlich als die Äußerlichkeit innerlich ist ist wieder die Sprache aber

weder die in ihrem Inhalte ganz zufällige und einzelne des Orakels noch die

empfindende und nur den einzelnen Gott preisende Hymne noch das inhaltslose

Stammeln der bacchischen Raserei Sondern sie hat ihren klaren und allgemeinen

Inhalt gewonnen  ihren klaren Inhalt denn der Künstler hat sich aus der

ersten ganz substantiellen Begeisterung heraus zur Gestalt gearbeitet die

eigenes in allen seinen Regungen von der selbstbewussten Seele durchdrungenes

und mitlebendes Dasein ist  ihren allgemeinen Inhalt denn in diesem Feste

das die Ehre des Menschen ist verschwindet die Einseitigkeit der Bildsäulen

die nur einen Nationalgeist einen bestimmten Charakter der Göttlichkeit

enthalten Der schöne Fechter ist zwar die Ehre seines besonderen Volkes aber

er ist eine körperliche Einzelheit worin die Ausführlichkeit und Ernst der

Bedeutung und der innere Charakter des Geistes der das besondere Leben

Anliegen Bedürfnisse und Sitten seines Volkes trägt untergegangen ist In

dieser Entäußerung zur völligen Körperlichkeit hat der Geist die besonderen

Eindrücke und Anklänge der Natur abgelegt die er als der wirkliche Geist des

Volks in sich schloss Sein Volk ist sich daher nicht mehr seiner Besonderheit in

ihm sondern vielmehr der Ablegung derselben und der Allgemeinheit seines

menschlichen Daseins bewusst

 
 



                          

    Die Volksgeister die der Gestalt ihres Wesens in einem besonderen Tiere

bewusst werden gehen in einen zusammen so vereinigen sich die besonderen

schönen Volksgeister in ein Pantheon dessen Element und Behausung die Sprache

ist Die reine Anschauung seiner selbst als allgemeiner Menschlichkeit hat an

der Wirklichkeit des Volksgeistes die Form dass er sich mit den anderen mit

denen er durch die Natur eine Nation ausmacht zu einer gemeinschaftlichen

Unternehmung verbindet und für dieses Werk ein Gesamtvolk und damit einen

Gesamthimmel bildet Diese Allgemeinheit zu der der Geist in seinem Dasein

gelangt ist jedoch nur diese erste die von der Individualität des Sittlichen

erst ausgeht ihre Unmittelbarkeit noch nicht überwunden nicht einen Staat aus

diesen Völkerschaften gebildet hat Die Sittlichkeit des wirklichen Volksgeistes

beruht teils auf dem unmittelbaren Vertrauen der Einzelnen zu dem Ganzen ihres

Volkes teils auf dem unmittelbaren Anteil den alle des Unterschiedes von

Ständen unerachtet an den Entschlüssen und Handlungen der Regierung nehmen In

der Vereinigung zunächst nicht zu einer bleibenden Ordnung sondern nur zu

einer gemeinsamen Handlung ist jene Freiheit des Anteils Aller und jeder

einstweilen auf die Seite gestellt Diese erste Gemeinschaftlichkeit ist daher

mehr eine Versammlung der Individualitäten als die Herrschaft des abstrakten

Gedankens der die Einzelnen ihres selbstbewussten Anteils an Willen und Tat des

Ganzen berauben würde

    Die Versammlung der Volksgeister macht einen Kreis von Gestalten aus der

jetzt die ganze Natur wie die ganze sittliche Welt befasst Auch sie stehen unter

dem Oberbefehl mehr des Einen als seiner Oberherrschaft Für sich sind sie die

allgemeinen Substanzen dessen was das selbstbewusste Wesen an sich ist und tut

Dieses aber macht die Kraft und zunächst den Mittelpunkt wenigstens aus um den

jene allgemeinen Wesen sich bemühen der nur erst zufälligerweise ihre Geschäfte

zu verbinden scheint Aber die Rückkehr des göttlichen Wesens in das

Selbstbewusstsein ist es die schon den Grund enthält dass dieses den Mittelpunkt

für jene göttlichen Kräfte bildet und die wesentliche Einheit zunächst unter der

Form einer freundlichen äußerlichen Beziehung beider Wehen verbirgt

    Dieselbe Allgemeinheit welche diesem Inhalte zukommt hat notwendig auch

die Form des Bewusstseins in welcher er auftritt Es ist nicht mehr das

wirkliche Tun des Kultus sondern ein Tun das zwar noch nicht in den Begriff

sondern erst in die Vorstellung in die synthetische Verknüpfung des

selbstbewussten und des äußeren Daseins erhoben ist Das Dasein dieser

Vorstellung die Sprache ist die erste Sprache das Epos als solches das den

allgemeinen Inhalt wenigstens als Vollständigkeit der Welt obzwar nicht als

Allgemeinheit des Gedankens enthält Der Sänger ist der Einzelne und Wirkliche

aus dem als Subjekt dieser Welt sie erzeugt und getragen wird Sein Pathos ist

nicht die betäubende Naturmacht sondern die Mnemosyne die Besinnung und

gewordene Innerlichkeit die Erinnerung des vorhin unmittelbaren Wesens Er ist

das in seinem Inhalte verschwindende Organ nicht sein eigenes Selbst gilt

sondern seine Muse sein allgemeiner Gesang Was aber in der Tat vorhanden ist

ist der Schluss worin das Extrem der Allgemeinheit die Götterwelt durch die

Mitte der Besonderheit mit der Einzelheit dem Sänger verknüpft ist Die Mitte

ist das Volk in seinen Helden welche einzelne Menschen sind wie der Sänger

aber nur vorgestellte und dadurch zugleich allgemeine wie das freie Extrem der

Allgemeinheit die Götter

    In diesem Epos stellt sich also überhaupt dem Bewusstsein dar was im Kultus

an sich zustande kommt die Beziehung des Göttlichen auf das Menschliche Der

Inhalt ist eine Handlung des seiner selbst bewussten Wesens Das Handeln stört

die Ruhe der Substanz und erregt das Wesen wodurch seine Einfachheit geteilt

und in die mannigfaltige Welt der natürlichen und sittlichen Kräfte

aufgeschlossen ist Die Handlung ist die Verletzung der ruhigen Erde die Grube

die durch das Blut beseelt die abgeschiedenen Geister hervorruft welche nach

Leben durstend es in dem Tun des Selbstbewusstseins erhalten Das Geschäft um

welches die allgemeine Bemühung geht bekommt die zwei Seiten die selbstische

von einer Gesamtheit wirklicher Völker und den an ihrer Spitze stehenden

Individualitäten und die allgemeine von ihren substantiellen Mächten

vollbracht zu werden Die Beziehung beider aber bestimmte sich vorhin so dass

sie die synthetische Verbindung des Allgemeinen und Einzelnen oder das

Vorstellen ist Von dieser Bestimmtheit hängt die Beurteilung dieser Welt ab 

Das Verhältnis beider ist dadurch eine Vermischung welche die Einheit des Tuns

inkonsequent verteilt und die Handlung überflüssigerweise von der einen Seite

zur ändern herüberwirft Die allgemeinen Mächte haben die Gestalt der

Individualität und damit das Prinzip des Handelns an ihnen ihr Wirken erscheint

daher als ein ebenso freies von ihnen ganz ausgehendes Tun als das der

Menschen Ein und dasselbe haben daher ebensowohl die Götter als die Menschen

getan Der Ernst jener Mächte ist ein lächerlicher Überfluss da diese in der Tat

die Kraft der handelnden Individualität sind  und die Anstrengung und Arbeit

dieser ist eine ebenso unnütze Bemühung da jene vielmehr alles lenken  Die

übertägigen Sterblichen die das Nichts sind sind zugleich das mächtige Selbst

das die allgemeinen Wesen sich unterwirft die Götter verletzt und ihnen

überhaupt die Wirklichkeit und ein Interesse des Tuns verschafft wie umgekehrt

diese ohnmächtigen Allgemeinheiten die sich von den Gaben der Menschen nähren

und durch sie erst etwas zu tun bekommen das natürliche Wesen und der Stoff

aller Begebenheiten und ebenso die sittliche Materie und das Pathos des Tuns

sind Wenn ihre elementarischen Naturen durch das freie Selbst der

Individualität erst in Wirklichkeit und betätigtes Verhältnis gebracht werden

so sind sie ebensosehr das Allgemeine das sich dieser Verbindung entzieht in

seiner Bestimmung unbeschränkt bleibt und durch die unüberwindliche Elastizität

seiner Einheit die Punktualität des Tätigen und seine Figurationen auslöscht

sich selbst rein erhält und alles Individuelle in seiner Flüssigkeit auflöst

    Wie sie mit der entgegenstehenden selbstischen Natur in diese

widersprechende Beziehung fallen ebenso gerät ihre Allgemeinheit mit ihrer

eigenen Bestimmung und deren Verhältnis zu anderen in Widerstreit Sie sind die

ewigen schönen Individuen die in ihrem eigenen Dasein ruhend der

Vergänglichkeit und fremder Gewalt enthoben sind  Aber sie sind zugleich

bestimmte Elemente besondere Götter die sich also zu anderen verhalten Aber

das Verhältnis zu anderen das nach seiner Entgegensetzung ein Streit mit ihnen

ist ist eine komische Selbstvergessenheit ihrer ewigen Natur  Die

Bestimmtheit ist in das göttliche Bestehen eingewurzelt und hat in seiner

Begrenzung die Selbständigkeit der ganzen Individualität durch diese verlieren

ihre Charaktere zugleich die Schärfe der Eigentümlichkeit und vermischen sich in

ihrer Vieldeutigkeit  Ein Zweck der Tätigkeit und ihre Tätigkeit selbst da

sie gegen ein Anderes und somit gegen eine unbesiegbare göttliche Kraft

gerichtet ist ist ein zufälliges leeres Aufspreizen das ebenso zerfließt und

den anscheinenden Ernst der Handlung in ein gefahrloses seiner selbst sicheres

Spiel ohne Resultat und Erfolg verwandelt Wenn aber an der Natur ihrer

Göttlichkeit das Negative oder die Bestimmtheit derselben nur als die

Inkonsequenz ihrer Tätigkeit und der Widerspruch des Zwecks und des Erfolgs

erscheint und jene selbständige Sicherheit über das Bestimmte das Übergewicht

behält so tritt ihr eben dadurch die reine Kraft des Negativen gegenüber und

zwar als ihre letzte Macht über welche sie nichts vermögen Sie sind das

Allgemeine und Positive gegen das einzelne Selbst der Sterblichen das nicht

gegen ihre Macht aushält aber das allgemeine Selbst schwebt darum über ihnen

und über dieser ganzen Welt der Vorstellung welcher der ganze Inhalt angehört

als die begrifflose Leere der Notwendigkeit  ein Geschehen gegen das sie sich

selbstlos und trauernd verhalten denn diese bestimmten Naturen finden sich

nicht in dieser Reinheit

    Diese Notwendigkeit aber ist die Einheit des Begriffes der die

widersprechende Substantialität der einzelnen Momente unterworfen ist worin die

Inkonsequenz und Zufälligkeit ihres Tuns sich ordnet und das Spiel ihrer

Handlungen seinen Ernst und Wert an ihnen selbst erhält Der Inhalt der Welt der

Vorstellung spielt losgebunden für sich in der Mitte seine Bewegung versammelt

um die Individualität eines Helden der aber in seiner Kraft und Schönheit sein

Leben gebrochen fühlt und einem frühen Tod entgegensehend trauert Denn die in

sich feste und wirkliche Einzelheit ist an die Extremität ausgeschlossen und in

ihre Momente entzweit die sich noch nicht gefunden und vereint Das eine

Einzelne das abstrakte Unwirkliche ist die Notwendigkeit die an dem Leben der

Mitte nicht Anteil hat sowenig als das andere das wirkliche Einzelne der

Sänger der sich außer ihm hält und in seiner Vorstellung untergeht Beide

Extreme müssen sich dem Inhalte nähern das eine die Notwendigkeit hat sich

mit dem Inhalte zu erfüllen das andere die Sprache des Sängers muss Anteil an

ihm haben und der sich selbst vorher überlassene Inhalt die Gewissheit und feste

Bestimmung des Negativen an ihm erhalten

    Diese höhere Sprache die Tragödie fasst also die Zerstreuung der Momente

der wesentlichen und handelnden Welt näher zusammen die Substanz des Göttlichen

tritt nach der Natur des Begriffs in ihre Gestalten auseinander und ihre

Bewegung ist gleichfalls ihm gemäß In Ansehung der Form hört die Sprache

dadurch dass sie in den Inhalt hereintritt auf erzählend zu sein wie der

Inhalt ein vorgestellter zu sein Der Held ist selbst der Sprechende und die

Vorstellung zeigt dem Zuhörer der zugleich Zuschauer ist selbstbewusste

Menschen die ihr Recht und ihren Zweck die Macht und den Willen ihrer

Bestimmtheit wissen und zu sagen wissen Sie sind Künstler die nicht wie die

das gemeine Tun im wirklichen Leben begleitende Sprache bewusstlos natürlich

und naiv das Äußere ihres Entschlusses und Beginnens aussprechen sondern das

innere Wesen äußern das Recht ihres Handelns beweisen und das Pathos dem sie

angehören frei von zufälligen Umständen und von der Besonderheit der

Persönlichkeiten in seiner allgemeinen Individualität besonnen behaupten und

bestimmt aussprechen Das Dasein dieser Charaktere sind endlich wirkliche

Menschen welche die Personen der Helden anlegen und diese in wirklichem nicht

erzählendem sondern eigenem Sprechen darstellen So wesentlich es der Bildsäule

ist von Menschenhänden gemacht zu sein ebenso wesentlich ist der Schauspieler

seiner Maske  nicht als äußerliche Bedingung von der die Kunstbetrachtung

abstrahieren müsse oder insofern davon in ihr allerdings zu abstrahieren ist,

so ist eben dies damit gesagt dass die Kunst das wahre eigentliche Selbst noch

nicht in ihr enthält

    Der allgemeine Boden worauf die Bewegung dieser aus dem Begriffe erzeugten

Gestalten vorgeht ist das Bewusstsein der ersten vorstellenden Sprache und ihres

selbstlosen auseinandergelassenen Inhalts Es ist das gemeine Volk überhaupt

dessen Weisheit in dem Chore des Alters zur Sprache kommt es hat an dessen

Kraftlosigkeit seinen Repräsentanten weil es selbst nur das positive und

passive Material der ihm gegenübertretenden Individualität der Regierung

ausmacht Der Macht des Negativen entbehrend vermag es den Reichtum und die

bunte Fülle göttlichen Lebens nicht zusammenzuhalten und zu bändigen sondern

lässt es auseinanderlaufen und preist jedes einzelne Moment als einen

selbständigen Gott bald diesen bald wieder einen anderen in seinen

verehrenden Hymnen Wo es aber den Ernst des Begriffes wie er über diese

Gestalten sie zertrümmernd einherschreitet verspürt und es zu sehen bekommt

wie schlecht es seinen gepriesenen Göttern geht die sich auf diesen Boden

worauf der Begriff herrscht wagen ist es nicht selbst die negative Macht die

handelnd eingreift sondern hält sich im selbstlosen Gedanken derselben im

Bewusstsein des fremden Schicksals und bringt den leeren Wunsch der Beruhigung

und die schwache Rede der Besänftigung herbei In der Furcht vor den höheren

Mächten welche die unmittelbaren Arme der Substanz sind vor ihrem Kampfe

miteinander und vor dem einfachen Selbst der Notwendigkeit das auch sie wie die

Lebendigen die an sie geknüpft sind zermalmt  in dem Mitleiden mit diesen

die es zugleich als dasselbe mit sich selbst weiß ist für es nur der untätige

Schrecken dieser Bewegung das ebenso hilflose Bedauern und als Ende die leere

Ruhe der Ergebung in die Notwendigkeit deren Werk nicht als die notwendige

Handlung des Charakters und nicht als das Tun des absoluten Wesens in sich

selbst erfasst wird

    Auf diesem zuschauenden Bewusstsein als auf dem gleichgültigen Boden des

Vorstellens tritt der Geist nicht in seiner zerstreuten Mannigfaltigkeit

sondern in der einfachen Entzweiung des Begriffs auf Seine Substanz zeigt sich

daher nur in ihre zwei extremen Mächte auseinandergerissen Diese

elementarischen allgemeinen Wesen sind zugleich selbstbewusste Individualitäten

 Helden welche in eine dieser Mächte ihr Bewusstsein setzen an ihr die

Bestimmtheit des Charakters haben und ihre Betätigung und Wirklichkeit

ausmachen  Diese allgemeine Individualisierung steigt wie erinnert noch zur

unmittelbaren Wirklichkeit des eigentlichen Daseins herunter und stellt sich

eine Menge von Zuschauern dar die an dem Chore ihr Gegenbild oder vielmehr ihre

eigene sich aussprechende Vorstellung hat

    Der Inhalt und die Bewegung des Geistes der sich hier Gegenstand ist ist

bereits als die Natur und Realisierung der sittlichen Substanz betrachtet

worden In seiner Religion erlangt er das Bewusstsein über sich oder stellt sich

seinem Bewusstsein in seiner reineren Form und einfacheren Gestaltung dar Wenn

also die sittliche Substanz sich durch ihren Begriff ihrem Inhalte nach in die

beiden Mächte entzweite die als göttliches und menschliches oder unterirdisches

und oberes Recht bestimmt wurden  jenes die Familie dies die Staatsmacht  und

deren das erstere der weibliche das andere der männliche Charakter war so

schränkt sich der vorher vielförmige und in seinen Bestimmungen schwankende

Götterkreis auf diese Mächte ein die durch diese Bestimmung der eigentlichen

Individualität genähert sind Denn die frühere Zerstreuung des Ganzen in die

vielfachen und abstrakten Kräfte die substantiiert erscheinen ist die

Auflösung des Subjekts das sie nur als Moment in seinem Selbst begreift und

die Individualität ist daher nur die oberflächliche Form jener Wesen Umgekehrt

ist ein weiterer Unterschied der Charaktere als der genannte zur zufälligen und

an sich äußerlichen Persönlichkeit zu rechnen

    Zugleich teilt sich das Wesen seiner Form oder dem Wissen nach Der

handelnde Geist tritt als Bewusstsein dem Gegenstande gegenüber auf den es tätig

und der somit als das Negative des Wissenden bestimmt ist der Handelnde

befindet sich dadurch im Gegensatze des Wissens und Nichtwissens Er nimmt aus

seinem Charakter seinen Zweck und weiß ihn als die sittliche Wesenheit aber

durch die Bestimmtheit des Charakters weiß er nur die eine Macht der Substanz

und die andere ist für ihn verborgen Die gegenwärtige Wirklichkeit ist daher

ein anderes an sich und ein anderes für das Bewusstsein das obere und das untere

Recht erhalten in dieser Beziehung die Bedeutung der wissenden und dem

Bewusstsein sich offenbarenden und der sich verbergenden und im Hinterhalte

lauernden Macht Die eine ist die Lichtseite der Gott des Orakels der nach

seinem natürlichen Momente aus der alles beleuchtenden Sonne entsprungen alles

weiß und offenbart  Phöbus und Zeus der dessen Vater ist Aber die Befehle

dieses wahrredenden Gottes und seine Bekanntmachungen dessen was ist sind

vielmehr trügerisch Denn dies Wissen ist in seinem Begriffe unmittelbar das

Nichtwissen weil das Bewusstsein an sich selbst im Handeln dieser Gegensatz ist

Der welcher die rätselhafte Sphinx selbst aufzuschließen vermochte wie der

kindlich Vertrauende werden darum durch das was der Gott ihnen offenbart ins

Verderben geschickt Diese Priesterin aus der der schöne Gott spricht ist

nichts anderes als die doppelsinnigen Schicksalsschwestern die durch ihre

Verheißungen zum Verbrechen treiben und in der Zweizüngigkeit dessen was sie

als Sicherheit angaben den der sich auf den offenbaren Sinn verließ betrügen

Daher das Bewusstsein das reiner ist als das letztere das den Hexen glaubt und

besonnener und gründlicher als das erstere das der Priesterin und dem schönen

Gotte traut auf die Offenbarung die der Geist des Vaters selbst über das

Verbrechen das ihn mordete machte mit der Rache zaudert und andere Beweise

noch veranstaltet  aus dem Grunde weil dieser offenbarende Geist auch der

Teufel sein könnte

    Dies misstrauen ist darum gegründet weil das wissende Bewusstsein sich in den

Gegensatz der Gewissheit seiner selbst und des gegenständlichen Wesens setzt Das

Recht des Sittlichen dass die Wirklichkeit nichts an sich ist im Gegensatze

gegen das absolute Gesetz erfährt dass sein Wissen einseitig sein Gesetz nur

Gesetz seines Charakters ist dass es nur die eine Macht der Substanz ergriff

Die Handlung selbst ist diese Verkehrung des gewussten in sein Gegenteil das

Sein ist das Umschlagen des Rechts des Charakters und des Wissens in das Recht

des Entgegengesetzten mit dem jenes im Wesen der Substanz verknüpft ist  in

die Erinnye der anderen feindlich erregten Macht und Charakters Dies untere

Recht sitzt mit Zeus auf dem Throne und genießt mit dem offenbaren und dem

wissenden Gotte gleiches Ansehen

    Auf diese drei Wesen wird von der handelnden Individualität die Götterwelt

des Chors eingeschränkt Das eine ist die Substanz ebensowohl die Macht des

Herdes und der Geist der Familienpietät wie die allgemeine Macht des Staats und

der Regierung Indem der Substanz als solcher dieser Unterschied angehört

individualisiert er sich der Vorstellung nicht zu zwei unterschiedenen

Gestalten sondern hat in der Wirklichkeit die zwei Personen seiner Charaktere

Hingegen der Unterschied des Wissens und Nichtwissens fällt in ein jedes der

wirklichen Selbstbewusstseine  und nur in der Abstraktion im Elemente der

Allgemeinheit verteilt er sich an zwei individuelle Gestalten Denn das Selbst

des Heros hat nur Dasein als ganzes Bewusstsein und ist daher wesentlich der

ganze Unterschied der der Form angehört aber seine Substanz ist bestimmt und

es gehört ihm nur die eine Seite des Unterschieds des Inhalts an Daher erhalten

die beiden Seiten des Bewusstseins die in der Wirklichkeit keine getrennte

einer jeden eigene Individualität haben in der Vorstellung jede ihre besondere

Gestalt  die eine die des offenbarenden Gottes die andere die der sich

verborgen haltenden Erinnye Beide genießen teils gleicher Ehre teils ist die

Gestalt der Substanz Zeus die Notwendigkeit der Beziehung beider aufeinander

Die Substanz ist die Beziehung dass das Wissen für sich ist, aber seine Wahrheit

an dem Einfachen dass der Unterschied wodurch das wirkliche Bewusstsein ist

seinen Grund an dem ihn tilgenden inneren Wesen dass die sich klare

Versicherung der Gewissheit ihre Bestätigung an der Vergessenheit hat

    Das Bewusstsein schloss diesen Gegensatz durch das Handeln auf nach dem

offenbaren Wissen handelnd erfährt es den Betrug desselben und dem Innern nach

dem einen Attribute der Substanz ergeben verletzte es das andere und gab diesem

dadurch das Recht gegen sich Dem wissenden Gotte folgend ergriff es vielmehr

das nicht Offenbare und büßt dafür dem Wissen vertraut zu haben dessen

Zweideutigkeit da sie seine Natur ist auch für es und eine Warnung dafür

vorhanden sein musste Die Raserei der Priesterin die unmenschliche Gestalt der

Hexen die Stimme des Baumes des Vogels der Traum usf sind nicht die Weisen

in welchen die Wahrheit erscheint sondern warnende Zeichen des Betrugs der

Nichtbesonnenheit der Einzelheit und Zufälligkeit des Wissens Oder was

dasselbe ist die entgegengesetzte Macht die von ihm verletzt wird ist als

ausgesprochenes Gesetz und geltendes Recht vorhanden es sei das Gesetz der

Familie oder des Staats das Bewusstsein folgte dagegen dem eigenen Wissen und

verbarg sich selbst das Offenbare Die Wahrheit aber der gegeneinander

auftretenden Mächte des Inhalts und Bewusstseins ist das Resultat dass beide

gleiches Recht und darum in ihrem Gegensatz den das Handeln hervorbringt

gleiches Unrecht haben Die Bewegung des Tuns erweist ihre Einheit in dem

gegenseitigen Untergange beider Mächte und der selbstbewussten Charaktere Die

Versöhnung des Gegensatzes mit sich ist die Lethe der Unterwelt im Tode  oder

die Lethe der Oberwelt als Freisprechung nicht von der Schuld denn diese kann

das Bewusstsein weil es handelte nicht verleugnen sondern vom Verbrechen und

seine sühnende Beruhigung Beide sind die Vergessenheit das Verschwundensein

der Wirklichkeit und des Tuns der Mächte der Substanz ihrer Individualitäten

und der Mächte des abstrakten Gedankens des Guten und des Bösen denn keine für

sich ist das Wesen sondern dieses ist die Ruhe des Ganzen in sich selbst die

unbewegte Einheit des Schicksals das ruhige Dasein und damit die Untätigkeit

und Unlebendigkeit der Familie und der Regierung und die gleiche Ehre und damit

die gleichgültige Unwirklichkeit Apolls und der Erinnye und die Rückkehr ihrer

Begeistung und Tätigkeit in den einfachen Zeus

    Dieses Schicksal vollendet die Entvölkerung des Himmels der gedankenlosen

Vermischung der Individualität und des Wesens  einer Vermischung wodurch das

Tun des Wesens als ein inkonsequentes zufälliges seiner unwürdiges erscheint

denn dem Wesen nur oberflächlich anhängend ist die Individualität die

unwesentliche Die Vertreibung solcher wesenlosen Vorstellungen die von

Philosophen des Altertums gefordert wurde beginnt also schon in der Tragödie

überhaupt dadurch dass die Einteilung der Substanz von dem Begriffe beherrscht

die Individualität hiermit die wesentliche und die Bestimmungen die absoluten

Charaktere sind Das Selbstbewusstsein das in ihr vorgestellt ist kennt und

anerkennt deswegen nur eine höchste Macht und diesen Zeus nur als die Macht des

Staats oder des Herdes und im Gegensatze des Wissens nur als den Vater des zur

Gestalt werdenden Wissens des Besonderen  und als den Zeus des Eides und der

Erinnye des Allgemeinen im Verborgenen wohnenden Innern Die weiter aus dem

Begriffe in die Vorstellung sich zerstreuenden Momente die der Chor

nacheinander gelten lässt sind hingegen nicht das Pathos des Helden sondern

sinken ihm zur Leidenschaft herunter  zu zufälligen wesenlosen Momenten die

der selbstlose Chor wohl preist aber die nicht fähig sind den Charakter der

Helden auszumachen noch von ihnen als ihr Wesen ausgesprochen und geachtet zu

werden

    Aber auch die Personen des göttlichen Wesens selbst sowie die Charaktere

seiner Substanz gehen in die Einfachheit des bewusstlosen zusammen Diese

Notwendigkeit hat gegen das Selbstbewusstsein die Bestimmung die negative Macht

aller auftretenden Gestalten zu sein in ihr sich selbst nicht zu erkennen

sondern darin vielmehr unterzugehen Das Selbst tritt nur den Charakteren

zugeteilt auf nicht als die Mitte der Bewegung Aber das Selbstbewusstsein die

einfache Gewissheit seiner ist in der Tat die negative Macht die Einheit des

Zeus des substantiellen Wesens und der abstrakten Notwendigkeit es ist die

geistige Einheit worein alles zurückgeht Weil das wirkliche Selbstbewusstsein

noch von der Substanz und dem Schicksale unterschieden wird ist es teils der

Chor oder vielmehr die zuschauende Menge welche diese Bewegung des göttlichen

Lebens als ein Fremdes mit Furcht erfüllt oder in der sie als ein Nahes nur die

Rührung des nicht handelnden Mitleidens hervorbringt Teils insofern das

Bewusstsein mithandelt und den Charakteren angehört ist diese Vereinigung weil

die wahre die des Selbsts des Schicksals und der Substanz noch nicht vorhanden

ist eine äußerliche eine Hypokrisie der Held der vor dem Zuschauer auftritt

zerfällt in seine Maske und in den Schauspieler in die Person und das wirkliche

Selbst

    Das Selbstbewusstsein der Helden muss aus seiner Maske hervortreten und sich

darstellen wie es sich als das Schicksal sowohl der Götter des Chors als der

absoluten Mächte selbst weiß und von dem Chore dem allgemeinen Bewusstsein

nicht mehr getrennt ist

    Die Komödie hat also vorerst die Seite dass das wirkliche Selbstbewusstsein

sich als das Schicksal der Götter darstellt Diese elementarischen Wesen sind

als allgemeine Momente kein Selbst und nicht wirklich Sie sind zwar mit der

Form der Individualität ausgestattet aber diese ist ihnen nur eingebildet und

kommt ihnen nicht an und für sich selbst zu das wirkliche Selbst hat nicht ein

solches abstraktes Moment zu seiner Substanz und Inhalt Es das Subjekt ist

daher über ein solches Moment als über eine einzelne Eigenschaft erhoben und

angetan mit dieser Maske spricht es die Ironie derselben aus die für sich etwas

sein will Das Aufspreizen der allgemeinen Wesenheit ist an das Selbst verraten

es zeigt sich in einer Wirklichkeit gefangen und lässt die Maske fallen eben

indem es etwas Rechtes sein will Das Selbst hier in seiner Bedeutung als

Wirkliches auftretend spielt es mit der Maske die es einmal anlegt um seine

Person zu sein aber aus diesem Scheine tut es sich ebenso bald wieder in seiner

eigenen Nacktheit und Gewöhnlichkeit hervor die es von dem eigentlichen Selbst

dem Schauspieler sowie von dem Zuschauer nicht unterschieden zu sein zeigt

    Diese allgemeine Auflösung der gestalteten Wesenheit überhaupt in ihrer

Individualität wird in ihrem Inhalte ernsthafter und dadurch mutwilliger und

bitterer insofern er seine ernstere und notwendigere Bedeutung hat Die

göttliche Substanz vereinigt in ihr die Bedeutung der natürlichen und sittlichen

Wesenheit In Ansehung des Natürlichen zeigt das wirkliche Selbstbewusstsein

schon in der Verwendung desselben zu seinem Putze Wohnung usf und im Schmause

seines Opfers sich als das Schicksal dem das Geheimnis verraten ist welche

Bewandtnis es mit der Selbstwesenheit der Natur hat in dem Mysterium des Brotes

und Weines macht es dieselbe zusammen mit der Bedeutung des inneren Wesens sich

zu eigen und in der Komödie ist es sich der Ironie dieser Bedeutung überhaupt

bewusst  Insofern nun diese Bedeutung die sittliche Wesenheit enthält ist sie

teils das Volk in seinen beiden Seiten des Staats oder eigentlichen Demos und

der Familieneinzelheit teils aber das selbstbewusste reine Wissen oder das

vernünftige Denken des Allgemeinen  Jener Demos die allgemeine Masse die

sich als Herrn und Regenten sowie als den zu respektierenden Verstand und

Einsicht weiß zwingt und betört sich durch die Besonderheit seiner Wirklichkeit

und stellt den lächerlichen Kontrast seiner Meinung von sich und seines

unmittelbaren Daseins seiner Notwendigkeit und Zufälligkeit seiner

Allgemeinheit und Gemeinheit dar Wenn das Prinzip seiner vom Allgemeinen

getrennten Einzelheit in der eigentlichen Gestalt der Wirklichkeit sich

hervortut und des Gemeinwesens dessen geheimer Schaden es ist sich offenbar

anmaßt und es einrichtet so verrät sich unmittelbarer der Kontrast des

Allgemeinen als einer Theorie und dessen um was es in der Praxis zu tun ist

die gänzliche Befreiung der Zwecke der unmittelbaren Einzelheit von der

allgemeinen Ordnung und der Spott jener über diese

    Das vernünftige Denken enthebt das göttliche Wesen seiner zufälligen

Gestalt und entgegengesetzt der begrifflosen Weisheit des Chors die mancherlei

Sittensprüche vorbringt und eine Menge von Gesetzen und bestimmten Pflicht und

Rechtsbegriffen gelten lässt hebt es sie in die einfachen Ideen des Schönen und

Guten empor  Die Bewegung dieser Abstraktion ist das Bewusstsein der Dialektik

welche diese Maximen und Gesetze an ihnen haben und hierdurch des Verschwindens

der absoluten Gültigkeit in der sie vorher erschienen Indem die zufällige

Bestimmung und oberflächliche Individualität welche die Vorstellung den

göttlichen Wesenheiten lieh verschwindet haben sie nach ihrer natürlichen

Seite nur noch die Nacktheit ihres unmittelbaren Daseins sie sind Wolken ein

verschwindender Dunst wie jene Vorstellungen Nach ihrer gedachten

Wesentlichkeit zu den einfachen Gedanken des Schönen und Guten geworden

vertragen diese es mit jedem beliebigen Inhalt erfüllt zu werden Die Kraft des

dialektischen Wissens gibt die bestimmten Gesetze und Maximen des Handelns der

Lust und dem Leichtsinne der  hiermit  verführten Jugend preis und gibt der

Ängstlichkeit und Sorge des auf die Einzelheit des Lebens beschränkten Alters

Waffen zum Betrug an die Hand Die reinen Gedanken des Schönen und Guten zeigen

also das komische Schauspiel durch die Befreiung von der Meinung welche sowohl

ihre Bestimmtheit als Inhalt wie ihre absolute Bestimmtheit das Festhalten des

Bewusstseins enthält leer und eben dadurch das Spiel der Meinung und der Willkür

der zufälligen Individualität zu werden

    Hier ist also das vorher bewusstlose Schicksal das in der leeren Ruhe und

Vergessenheit besteht und von dem Selbstbewusstsein getrennt ist mit diesem

vereint Das einzelne Selbst ist die negative Kraft durch und in welcher die

Götter sowie deren Momente die daseiende Natur und die Gedanken ihrer

Bestimmungen verschwinden zugleich ist es nicht die Leerheit des

Verschwindens sondern erhält sich in dieser Nichtigkeit selbst ist bei sich

und die einzige Wirklichkeit Die Religion der Kunst hat sich in ihm vollendet

und ist vollkommen in sich zurückgegangen Dadurch dass das einzelne Bewusstsein

in der Gewissheit seiner selbst es ist das als diese absolute Macht sich

darstellt hat diese die Form eines Vorgestellten von dem Bewusstsein überhaupt

Getrennten und ihm Fremden verloren wie die Bildsäule auch die lebendige

schöne Körperlichkeit oder der Inhalt des Epos und die Mächte und Personen der

Tragödie waren  auch ist die Einheit nicht die bewusstlose des Kultus und der

Mysterien sondern das eigentliche Selbst des Schauspielers fällt mit seiner

Person zusammen so wie der Zuschauer in dem was ihm vorgestellt wird

vollkommen zu Hause ist und sich selbst spielen sieht Was dies Selbstbewusstsein

anschaut ist dass in ihm was die Form von Wesenheit gegen es annimmt in

seinem Denken Dasein und Tun sich vielmehr auflöst und preisgegeben ist es ist

die Rückkehr alles Allgemeinen in die Gewissheit seiner selbst die hierdurch

diese vollkommene Furcht und Wesenlosigkeit alles Fremden und ein Wohlsein und

Sichwohlseinlassen des Bewusstseins ist wie sich außer dieser Komödie keines

mehr findet

 
 



                          



    Durch die Religion der Kunst ist der Geist aus der Form der Substanz in die

des Subjekts getreten denn sie bringt seine Gestalt hervor und setzt also in

ihr das Tun oder das Selbstbewusstsein das in der furchtbaren Substanz nur

verschwindet und im Vertrauen sich nicht selbst erfasst Diese Menschwerdung des

göttlichen Wesens geht von der Bildsäule aus die nur die äußere Gestalt des

Selbsts an ihr hat das Innere aber ihre Tätigkeit fällt außer ihr im Kultus

aber sind beide Seiten eins geworden in dem Resultate der Religion der Kunst

ist diese Einheit in ihrer Vollendung zugleich auch auf das Extrem des Selbsts

herübergegangen in dem Geiste, der in der Einzelheit des Bewusstseins seiner

vollkommen gewiss ist ist alle Wesenheit versunken Der Satz der diesen

Leichtsinn ausspricht lautet so das Selbst ist das absolute Wesen das Wesen

das Substanz und an dem das Selbst die Akzidentalität war ist zum Prädikate

heruntergesunken und der Geist hat in diesem Selbstbewusstsein dem nichts in

der Form des Wesens gegenübertritt sein Bewusstsein verloren

    Dieser Satz das Selbst ist das absolute Wesen gehört wie von selbst

erhellt dem nichtreligiösen dem wirklichen Geiste an und es ist sich zu

erinnern welches die Gestalt desselben ist die ihn ausdrückt Sie wird

zugleich die Bewegung und die Umkehrung desselben enthalten welche das Selbst

zum Prädikate herunterstimmt und die Substanz zum Subjekte erhebt So nämlich

dass der umgekehrte Satz nicht an sich oder für uns die Substanz zum Subjekte

macht oder was dasselbe ist die Substanz so wiederherstellt dass das

Bewusstsein des Geistes zu seinem Anfange der natürlichen Religion

zurückgeführt wird sondern so dass diese Umkehrung für und durch das

Selbstbewusstsein selbst zustande gebracht wird Indem dieses sich mit Bewusstsein

aufgibt so wird es in seiner Entäußerung erhalten und bleibt das Subjekt der

Substanz aber als sich eben so entäußertes hat es zugleich das Bewusstsein

derselben oder indem es durch seine Aufopferung die Substanz als Subjekt

hervorbringt bleibt dieses sein eigenes Selbst Es wird hierdurch erreicht

dass wenn in den beiden Sätzen in dem ersten der Substantialität das Subjekt

nur verschwindet und in dem zweiten die Substanz nur Prädikat ist und beide

Seiten also in jedem mit der entgegengesetzten Ungleichheit des Wertes vorhanden

sind  dass die Vereinigung und Durchdringung beider Naturen hervorgeht in der

beide mit gleichem Werte ebenso wesentlich als auch nur Momente sind hierdurch

ist also der Geist ebenso Bewusstsein seiner als seiner gegenständlichen Substanz

wie einfaches in sich bleibendes Selbstbewusstsein

    Die Religion der Kunst gehört dem sittlichen Geiste an den wir früher in

dem Rechtszustande untergehen sahen dh in dem Satze das Selbst als solches

die abstrakte Person ist absolutes Wesen Im sittlichen Leben ist das Selbst in

dem Geiste seines Volks versenkt es ist die erfüllte Allgemeinheit Die

einfache Einzelheit aber erhebt sich aus diesem Inhalte und ihr Leichtsinn

reinigt sie zur Person zur abstrakten Allgemeinheit des Rechts In dieser ist

die Realität des sittlichen Geistes verloren die inhaltsleeren Geister der

Völkerindividuen sind in ein Pantheon versammelt nicht in ein Pantheon der

Vorstellung deren ohnmächtige Form jeden gewähren lässt sondern in das Pantheon

der abstrakten Allgemeinheit des reinen Gedankens der sie entleibt und dem

geistlosen Selbst der einzelnen Person das Anundfürsichsein erteilt

    Aber dies Selbst hat durch seine Leerheit den Inhalt freigelassen das

Bewusstsein ist nur in sich das Wesen sein eigenes Dasein das rechtliche

Anerkanntsein der Person ist die unerfüllte Abstraktion es besitzt also

vielmehr nur den Gedanken seiner selbst oder wie es da ist und sich als

Gegenstand weiß ist es das unwirkliche Es ist daher nur die stoische

Selbständigkeit des Denkens und diese findet durch die Bewegung des

skeptischen Bewusstseins hindurchgehend seine Wahrheit in derjenigen Gestalt

die das unglückliche Selbstbewusstsein genannt wurde

    Dieses weiß welche Bewandtnis es mit dem wirklichen Gelten der abstrakten

Person und ebenso mit dem Gelten derselben in dem reinen Gedanken hat Es weiß

ein solches Gelten vielmehr als den vollkommenen Verlust es selbst ist dieser

seiner bewusste Verlust und die Entäußerung seines Wissens von sich  Wir sehen

dass dies unglückliche Bewusstsein die Gegenseite und Vervollständigung des in

sich vollkommen glücklichen des komischen Bewusstseins ausmacht In das letztere

geht alles göttliche Wesen zurück oder es ist die vollkommene Entäußerung der

Substanz Jenes hingegen ist umgekehrt das tragische Schicksal der an und für

sich sein sollenden Gewissheit seiner selbst Es ist das Bewusstsein des Verlustes

aller Wesenheit in dieser Gewissheit seiner und des Verlustes eben dieses Wissens

von sich  der Substanz wie des Selbsts es ist der Schmerz der sich als das

harte Wort ausspricht dass Gott gestorben ist

    In dem Rechtszustande ist also die sittliche Welt und die Religion derselben

in dem komischen Bewusstsein versunken und das unglückliche das Wissen dieses

ganzen Verlustes Sowohl der Selbstwert seiner unmittelbaren Persönlichkeit ist

ihm verloren als der seiner vermittelten der gedachten Ebenso ist das

Vertrauen in die ewigen Gesetze der Götter wie die Orakel die das Besondere zu

wissen taten verstummt Die Bildsäulen sind nun Leichname denen die belebende

Seele so wie die Hymne Worte deren Glauben entflohen ist die Tische der

Götter ohne geistige Speise und Trank und aus seinen Spielen und Festen kommt

dem Bewusstsein nicht die freudige Einheit seiner mit dem Wesen zurück Den

Werken der Muse fehlt die Kraft des Geistes dem aus der Zermalmung der Götter

und Menschen die Gewissheit seiner selbst hervorging Sie sind nun das was sie

für uns sind  vom Baume gebrochene schöne Früchte ein freundliches Schicksal

reichte sie uns dar wie ein Mädchen jene Früchte präsentiert es gibt nicht das

wirkliche Leben ihres Daseins nicht den Baum der sie trug nicht die Erde und

die Elemente die ihre Substanz noch das Klima das ihre Bestimmtheit

ausmachte oder den Wechsel der Jahreszeiten die den Prozess ihres Werdens

beherrschten  So gibt das Schicksal uns mit den Werken jener Kunst nicht ihre

Welt nicht den Frühling und Sommer des sittlichen Lebens worin sie blühten und

reiften sondern allein die eingehüllte Erinnerung dieser Wirklichkeit  Unser

Tun in ihrem Genüsse ist daher nicht das gottesdienstliche wodurch unserem

Bewusstsein seine vollkommene es ausfüllende Wahrheit würde sondern es ist das

äußerliche Tun das von diesen Früchten etwa Regentropfen oder Stäubchen

abwischt und an die Stelle der inneren Elemente der umgebenden erzeugenden und

begeistenden Wirklichkeit des Sittlichen das weitläufige Gerüst der toten

Elemente ihrer äußerlichen Existenz der Sprache des Geschichtlichen usf

errichtet nicht um sich in sie hineinzuleben sondern nur um sie in sich

vorzustellen Aber wie das Mädchen das die gepflückten Früchte darreicht mehr

ist als die in ihre Bedingungen und Elemente den Baum Luft Licht usf

ausgebreitete Natur derselben welche sie unmittelbar darbot indem es auf eine

höhere Weise dies alles in den Strahl des selbstbewussten Auges und der

darreichenden Gebärde zusammenfasst so ist der Geist des Schicksals der uns

jene Kunstwerke darbietet mehr als das sittliche Leben und Wirklichkeit jenes

Volkes denn er ist die Erinnerung des in ihnen noch veräußerten Geistes  er

ist der Geist des tragischen Schicksals das alle jene individuellen Götter und

Attribute der Substanz in das eine Pantheon versammelt in den seiner als Geist

selbst bewussten Geist

    Alle Bedingungen seines Hervorgangs sind vorhanden und diese Totalität

seiner Bedingungen macht das Werden den Begriff oder das ansichseiende

Hervorgehen desselben aus  Der Kreis der Hervorbringungen der Kunst umfasst die

Formen der Entäußerungen der absoluten Substanz sie ist in der Form der

Individualität als ein Ding als seiender Gegenstand des sinnlichen

Bewusstseins  als die reine Sprache oder das Werden der Gestalt deren Dasein

nicht aus dem Selbst heraustritt und rein verschwindender Gegenstand ist  als

unmittelbare Einheit mit dem allgemeinen Selbstbewusstsein in seiner Begeisterung

und als vermittelte in dem Tun des Kultus  als schöne selbstische

Körperlichkeit und endlich als das in die Vorstellung erhobene Dasein und die

Ausbreitung desselben zu einer Welt die sich zuletzt in die Allgemeinheit die

ebenso reine Gewissheit ihrer selbst ist zusammennimmt  Diese Formen und auf

der ändern Seite die Welt der Person und des Rechts die verwüstende Wildheit

der freigelassenen Elemente des Inhalts ebenso die gedachte Person des

Stoizismus und die haltlose Unruhe des skeptischen Bewusstseins machen die

Peripherie der Gestalten aus welche erwartend und drängend um die Geburtsstätte

des als Selbstbewusstsein werdenden Geistes umherstehen der alle durchdringende

Schmerz und Sehnsucht des unglücklichen Selbstbewusstseins ist ihr Mittelpunkt

und das gemeinschaftliche Geburtswehe seines Hervorgangs  die Einfachheit des

reinen Begriffs der jene Gestalten als seine Momente enthält

    Er hat die zwei Seiten an ihm die oben als die beiden umgekehrten Sätze

vorgestellt sind die eine ist diese dass die Substanz sich ihrer selbst

entäußert und zum Selbstbewusstsein wird die andere umgekehrt dass das

Selbstbewusstsein sich seiner entäußert und zur Dingheit oder zum allgemeinen

Selbst macht Beide Seiten sind sich auf diese Weise entgegengekommen und

hierdurch ist ihre wahre Vereinigung entstanden Die Entäußerung der Substanz

ihr Werden zum Selbstbewusstsein drückt den Übergang ins Entgegengesetzte den

bewusstlosen Übergang der Notwendigkeit oder dies aus dass sie an sich

Selbstbewusstsein ist umgekehrt die Entäußerung des Selbstbewusstseins dies dass

es an sich das allgemeine Wesen ist oder  weil das Selbst das reine

Fürsichsein ist das in seinem Gegenteile bei sich bleibt  dies dass für es es

ist dass die Substanz Selbstbewusstsein und eben dadurch Geist ist Es kann daher

von diesem Geiste der die Form der Substanz verlassen und in der Gestalt des

Selbstbewusstseins in das Dasein tritt gesagt werden  wenn man sich der aus der

natürlichen Zeugung hergenommenen Verhältnisse bedienen will  dass er eine

wirkliche Mutter aber einen ansichseienden Vater hat denn die Wirklichkeit

oder das Selbstbewusstsein und das Ansich als die Substanz sind seine beiden

Momente durch deren gegenseitige Entäußerung jedes zum anderen werdend er als

diese ihre Einheit ins Dasein tritt

    Insofern das Selbstbewusstsein einseitig nur seine eigene Entäußerung erfasst

wenn ihm schon sein Gegenstand also ebensowohl Sein als Selbst ist und es alles

Dasein als geistiges Wesen weiß so ist dadurch dennoch noch nicht für es der

wahre Geist geworden insofern nämlich das Sein überhaupt oder die Substanz

nicht an sich ebenso ihrerseits sich ihrer selbst entäußerte und zum

Selbstbewusstsein wurde Denn alsdann ist alles Dasein nur vom Standpunkte des

Bewusstseins aus geistiges Wesen nicht an sich selbst. Der Geist ist auf diese

Weise dem Dasein nur eingebildet dieses Einbilden ist die Schwärmerei welche

der Natur sowohl als der Geschichte wie der Welt so den mythischen

Vorstellungen der vorhergehenden Religionen einen anderen inneren Sinn

unterlegt als sie in ihrer Erscheinung dem Bewusstsein unmittelbar darbieten

und in Ansehung der Religionen als das Selbstbewusstsein dessen Religionen sie

waren darin wusste Aber diese Bedeutung ist eine geliehene und ein Kleid das

die Blöße der Erscheinung nicht bedeckt und sich keinen Glauben und Verehrung

erwirbt sondern die trübe Nacht und eigene Verzückung des Bewusstseins bleibt

    dass diese Bedeutung des Gegenständlichen also nicht bloße Einbildung sei

muss sie an sich sein dh einmal dem Bewusstsein aus dem Begriffe entspringen

und in ihrer Notwendigkeit hervorgehen So ist uns durch das Erkennen des

unmittelbaren Bewusstseins oder des Bewusstseins des seienden Gegenstandes durch

seine notwendige Bewegung der sich selbst wissende Geist entsprungen Dieser

Begriff der als unmittelbarer auch die Gestalt der Unmittelbarkeit für sein

Bewusstsein hatte hat sich zweitens die Gestalt des Selbstbewusstseins an sich

dh nach eben der Notwendigkeit des Begriffes gegeben als das Sein oder die

Unmittelbarkeit die der inhaltlose Gegenstand des sinnlichen Bewusstseins ist

sich seiner entäußert und Ich für das Bewusstsein wird  Von dem denkenden

Ansich oder dem Erkennen der Notwendigkeit ist aber das unmittelbare Ansich oder

die seiende Notwendigkeit selbst unterschieden  ein Unterschied der zugleich

aber nicht außer dem Begriffe liegt denn die einfache Einheit des Begriffes ist

das unmittelbare Sein selbst er ist ebenso das sich selbst Entäußernde oder das

Werden der angeschauten Notwendigkeit als er in ihr bei sich ist und sie weiß

und begreift  Das unmittelbare Ansich des Geistes der sich die Gestalt des

Selbstbewusstseins gibt heißt nichts anderes als dass der wirkliche Weltgeist zu

diesem Wissen von sich gelangt ist dann erst tritt dies Wissen auch in sein

Bewusstsein und als Wahrheit ein Wie jenes geschehen hat sich schon oben

ergeben

    Dies dass der absolute Geist sich die Gestalt des Selbstbewusstseins an sich

und damit auch für sein Bewusstsein gegeben erscheint nun so dass es der Glaube

der Welt ist dass der Geist als ein Selbstbewusstsein d h als ein wirklicher

Mensch da ist dass er für die unmittelbare Gewissheit ist dass das glaubende

Bewusstsein diese Göttlichkeit sieht und fühlt und hört So ist es nicht

Einbildung sondern es ist wirklich an dem Das Bewusstsein geht dann nicht aus

seinem Innern von dem Gedanken aus und schließt in sich den Gedanken des Gottes

mit dem Dasein zusammen sondern es geht von dem unmittelbaren gegenwärtigen

Dasein aus und erkennt den Gott in ihm  Das Moment des unmittelbaren Seins ist

in dem Inhalte des Begriffes so vorhanden dass der religiöse Geist in der

Rückkehr aller Wesenheit in das Bewusstsein einfaches positives Selbst geworden

ist ebenso wie der wirkliche Geist als solcher im unglücklichen Bewusstsein eben

diese einfache selbstbewusste Negativität Das Selbst des daseienden Geistes hat

dadurch die Form der vollkommenen Unmittelbarkeit es ist weder als Gedachtes

oder Vorgestelltes noch Hervorgebrachtes gesetzt wie es mit dem unmittelbaren

Selbst teils in der natürlichen teils in der Kunstreligion der Fall ist.

Sondern dieser Gott wird unmittelbar als Selbst als ein wirklicher einzelner

Mensch sinnlich angeschaut so nur ist er Selbstbewusstsein

    Diese Menschwerdung des göttlichen Wesens oder dass es wesentlich und

unmittelbar die Gestalt des Selbstbewusstseins hat ist der einfache Inhalt der

absoluten Religion In ihr wird das Wesen als Geist gewusst oder sie ist sein

Bewusstsein über sich Geist zu sein Denn der Geist ist das Wissen seiner selbst

in seiner Entäußerung das Wesen das die Bewegung ist in seinem Anderssein die

Gleichheit mit sich selbst zu behalten Dies aber ist die Substanz insofern sie

in ihrer Akzidentalität ebenso in sich reflektiert nicht dagegen als gegen ein

Unwesentliches und somit in einem Fremden sich Befindendes gleichgültig sondern

darin in sich dh insofern sie Subjekt oder Selbst ist  In dieser Religion

ist deswegen das göttliche Wesen geoffenbart Sein Offenbarsein besteht offenbar

darin dass gewusst wird was es ist Es wird aber gewusst eben indem es als Geist

gewusst wird als Wesen das wesentlich Selbstbewusstsein ist  Dem Bewusstsein

ist in seinem Gegenstand dann etwas geheim wenn er ein Anderes oder Fremdes für

es ist und wenn es ihn nicht als sich selbst weiß Dies Geheimsein hört auf

indem das absolute Wesen als Geist Gegenstand des Bewusstseins ist denn so ist

er als Selbst in seinem Verhältnisse zu ihm dh dieses weiß unmittelbar sich

darin oder es ist sich in ihm offenbar Es selbst ist sich nur in der eigenen

Gewissheit seiner offenbar jener sein Gegenstand ist das Selbst das Selbst aber

ist kein Fremdes sondern die untrennbare Einheit mit sich das unmittelbar

Allgemeine Es ist der reine Begriff das reine Denken oder Fürsichsein das

unmittelbar Sein ist und damit Sein für Anderes und als dieses Sein für

Anderes unmittelbar in sich zurückgekehrt und bei sich selbst es ist also das

wahrhaft und allein Offenbare Das Gütige Gerechte Heilige Schöpfer Himmels

und der Erde usf sind Prädikate eines Subjekts  allgemeine Momente die an

diesem Punkte ihren Halt haben und nur erst im Rückgehen des Bewusstseins ins

Denken sind  Indem sie gewusst werden ist ihr Grund und Wesen das Subjekt

selbst noch nicht offenbar und ebenso sind die Bestimmungen des Allgemeinen

nicht dies Allgemeine selbst Das Subjekt selbst und damit auch dies reine

Allgemeine ist aber offenbar als Selbst denn dies ist eben dies in sich

reflektierte Innere das unmittelbar da und die eigene Gewissheit desjenigen

Selbsts ist für welches es da ist Dies  seinem Begriffe nach das Offenbare zu

sein  ist also die wahre Gestalt des Geistes und diese seine Gestalt der

Begriff ist ebenso allein sein Wesen und Substanz Er wird gewusst als

Selbstbewusstsein und ist diesem unmittelbar offenbar denn er ist dieses selbst

die göttliche Natur ist dasselbe was die menschliche ist und diese Einheit ist

es die angeschaut wird

    Hier also ist in der Tat das Bewusstsein oder die Weise wie das Wesen für es

selbst ist seine Gestalt seinem Selbstbewusstsein gleich diese Gestalt ist

selbst ein Selbstbewusstsein sie ist damit zugleich seiender Gegenstand und

dieses Sein hat ebenso unmittelbar die Bedeutung des reinen Denkens des

absoluten Wesens  Das absolute Wesen welches als ein wirkliches

Selbstbewusstsein da ist scheint von seiner ewigen Einfachheit herabgestiegen zu

sein aber in der Tat hat es damit erst sein höchstes Wesen erreicht Denn der

Begriff des Wesens erst indem er seine einfache Reinheit erlangt hat ist er

die absolute Abstraktion welche reines Denken und damit die reine Einzelheit

des Selbsts sowie um seiner Einfachheit willen das Unmittelbare oder Sein ist 

Was das sinnliche Bewusstsein genannt wird ist eben diese reine Abstraktion es

ist dies Denken für welches das Sein das Unmittelbare ist Das Niedrigste ist

also zugleich das Höchste das ganz an die Oberfläche herausgetretene Offenbare

ist eben darin das Tiefste dass das höchste Wesen als ein seiendes

Selbstbewusstsein gesehen gehört usf wird dies ist also in der Tat die

Vollendung seines Begriffes und durch diese Vollendung ist das Wesen so

unmittelbar da als es Wesen ist

    Dies unmittelbare Dasein ist zugleich nicht allein und bloß unmittelbares

Bewusstsein sondern es ist religiöses Bewusstsein die Unmittelbarkeit hat

ungetrennt die Bedeutung nicht nur eines seienden Selbstbewusstseins sondern des

rein gedachten oder absoluten Wesens Wessen wir uns in unserem Begriffe bewusst

sind dass das Sein Wesen ist ist das religiöse Bewusstsein sich bewusst Diese

Einheit des Seins und Wesens des Denkens das unmittelbar Dasein ist ist wie

es der Gedanke dieses religiösen Bewusstseins oder sein vermitteltes Wissen ist

ebenso sein unmittelbares Wissen denn diese Einheit des Seins und Denkens ist

das Selbstbewusstsein und ist selbst da oder die gedachte Einheit hat zugleich

diese Gestalt dessen was sie ist Gott ist also hier offenbar wie er ist er

ist so da wie er an sich ist; er ist da als Geist Gott ist allein im reinen

spekulativen Wissen erreichbar und ist nur in ihm und ist nur es selbst denn er

ist der Geist und dieses spekulative Wissen ist das Wissen der offenbaren

Religion Jenes weiß ihn als Denken oder reines Wesen und dies Denken als Sein

und als Dasein und das Dasein als die Negativität seiner selbst hiermit als

Selbst dieses und allgemeines Selbst eben dies weiß die offenbare Religion 

Die Hoffnungen und Erwartungen der vorhergehenden Welt drängten sich allein auf

diese Offenbarung hin anzuschauen was das absolute Wesen ist und sich selbst

in ihm zu finden diese Freude wird dem Selbstbewusstsein und ergreift die ganze

Welt im absoluten Wesen sich zu schauen denn es ist Geist es ist die einfache

Bewegung jener reinen Momente die dies selbst ausdrückt dass das Wesen dadurch

erst dass es als unmittelbares Selbstbewusstsein angeschaut wird als Geist

gewusst wird

    Dieser Begriff des sich selbst als Geist wissenden Geistes ist selbst der

unmittelbare und noch nicht entwickelt Das Wesen ist Geist oder es ist

erschienen es ist offenbar dies erste Offenbarsein ist selbst unmittelbar

aber die Unmittelbarkeit ist ebenso reine Vermittlung oder Denken sie muss daher

an ihr selbst als solcher dies darstellen  Bestimmter dies betrachtet so ist

der Geist in der Unmittelbarkeit des Selbstbewusstseins dieses einzelne

Selbstbewusstsein dem allgemeinen entgegengesetzt er ist ausschließendes Eins

das für das Bewusstsein für welches es da ist die noch unaufgelöste Form eines

sinnlichen Anderen hat dieses weiß den Geist noch nicht als den seinen oder

der Geist ist noch nicht wie er einzelnes Selbst ist ebensowohl als

allgemeines als alles Selbst da Oder die Gestalt hat noch nicht die Form des

Begriffs dh des allgemeinen Selbsts des Selbsts das in seiner unmittelbaren

Wirklichkeit ebenso Aufgehobenes Denken Allgemeinheit ist ohne in dieser jene

zu verlieren  Die nächste und selbst unmittelbare Form dieser Allgemeinheit

ist aber nicht schon die Form des Denkens selbst des Begriffes als Begriffes

sondern die Allgemeinheit der Wirklichkeit die Allheit der Selbste und die

Erhebung des Daseins in die Vorstellung  wie überall und um ein bestimmtes

Beispiel anzuführen das aufgehobene sinnliche Dieses erst das Ding der

Wahrnehmung noch nicht das Allgemeine des Verstandes ist

    Dieser einzelne Mensch also als welcher das absolute Wesen offenbar ist

vollbringt an ihm als Einzelnem die Bewegung des sinnlichen Seins Er ist der

unmittelbar gegenwärtige Gott dadurch geht sein Sein in Gewesensein über Das

Bewusstsein für welches er diese sinnliche Gegenwart hat hört auf ihn zu

sehen zu hören es hat ihn gesehen und gehört und erst dadurch dass es ihn nur

gesehen gehört hat wird es selbst geistiges Bewusstsein oder wie er vorher als

sinnliches Dasein für es aufstand ist er jetzt im Geiste aufgestanden  Denn

als solches das ihn sinnlich sieht und hört ist es selbst nur unmittelbares

Bewusstsein das die Ungleichheit der Gegenständlichkeit nicht aufgehoben nicht

ins reine Denken zurückgenommen hat sondern diesen gegenständlichen Einzelnen

nicht aber sich selbst als Geist weiß In dem Verschwinden des unmittelbaren

Daseins des als absoluten Wesens gewussten erhält das Unmittelbare sein negatives

Moment der Geist bleibt unmittelbares Selbst der Wirklichkeit aber als das

allgemeine Selbstbewusstsein der Gemeine das in seiner eigenen Substanz ruht so

wie diese in ihm allgemeines Subjekt ist nicht der Einzelne für sich sondern

zusammen mit dem Bewusstsein der Gemeine und das was er für diese ist ist das

vollständige Ganze desselben

    Vergangenheit und Entfernung sind aber nur die unvollkommene Form wie die

unmittelbare Weise vermittelt oder allgemein gesetzt ist diese ist nur

oberflächlich in das Element des Denkens getaucht ist als sinnliche Weise darin

aufbewahrt und mit der Natur des Denkens selbst nicht in eins gesetzt Es ist

nur in das Vorstellen erhoben denn dies ist die synthetische Verbindung der

sinnlichen Unmittelbarkeit und ihrer Allgemeinheit oder des Denkens

    Diese Form des Vorstellens macht die Bestimmtheit aus in welcher der Geist

in dieser seiner Gemeine seiner bewusst wird Sie ist noch nicht das zu seinem

Begriffe als Begriffe gediehene Selbstbewusstsein desselben die Vermittlung ist

noch unvollendet Es ist also in dieser Verbindung des Seins und Denkens der

Mangel vorhanden dass das geistige Wesen noch mit einer unversöhnten Entzweiung

in ein Diesseits und Jenseits behaftet ist Der Inhalt ist der wahre aber alle

seine Momente haben in dem Elemente des Vorstellens gesetzt den Charakter

nicht begriffen zu sein sondern als vollkommen selbständige Seiten zu

erscheinen die sich äußerlich aufeinander beziehen dass der wahre Inhalt auch

seine wahre Form für das Bewusstsein erhalte dazu ist die höhere Bildung des

letzteren notwendig seine Anschauung der absoluten Substanz in den Begriff zu

erheben und für es selbst sein Bewusstsein mit seinem Selbstbewusstsein

auszugleichen wie dies für uns oder an sich geschehen ist

    Dieser Inhalt ist in der Weise wie er in seinem Bewusstsein ist zu

betrachten  Der absolute Geist ist Inhalt so ist er in der Gestalt seiner

Wahrheit Aber seine Wahrheit ist nicht nur die Substanz der Gemeinde oder das

Ansich derselben zu sein noch auch nur aus dieser Innerlichkeit in die

Gegenständlichkeit des Vorstellens heraufzutreten sondern wirkliches Selbst zu

werden sich in sich zu reflektieren und Subjekt zu sein Dies ist also die

Bewegung welche er in seiner Gemeinde vollbringt oder dies ist das Leben

desselben Was dieser sich offenbarende Geist an und für sich ist, wird daher

nicht dadurch herausgebracht dass sein reiches Leben in der Gemeine gleichsam

aufgedreht und auf seinen ersten Faden zurückgeführt wird etwa auf die

Vorstellungen der ersten unvollkommenen Gemeine oder gar auf das was der

wirkliche Mensch gesprochen hat Dieser Zurückführung liegt der Instinkt

zugrunde auf den Begriff zu gehen aber sie verwechselt den Ursprung als das

unmittelbare Dasein der ersten Erscheinung mit der Einfachheit des Begriffes

Durch diese Verarmung des Lebens des Geistes durch das Wegräumen der

Vorstellung der Gemeine und ihres Tuns gegen ihre Vorstellung entsteht daher

statt des Begriffes vielmehr die bloße Äußerlichkeit und Einzelheit die

geschichtliche Weise der unmittelbaren Erscheinung und die geistlose Erinnerung

einer einzelnen gemeinten Gestalt und ihrer Vergangenheit

    Der Geist ist Inhalt seines Bewusstseins zuerst in der Form der reinen

Substanz oder ist Inhalt seines reinen Bewusstseins Dies Element des Denkens ist

die Bewegung zum Dasein oder der Einzelheit herunterzusteigen Die Mitte

zwischen ihnen ist ihre synthetische Verbindung das Bewusstsein des

Anderswerdens oder das Vorstellen als solches  Das dritte ist die Rückkehr aus

der Vorstellung und dem Anderssein oder das Element des Selbstbewusstseins

selbst  Diese drei Momente machen den Geist aus sein Auseinandertreten in der

Vorstellung besteht darin auf eine bestimmte Weise zu sein diese Bestimmtheit

aber ist nichts anderes als eines seiner Momente Seine ausführliche Bewegung

ist also diese in jedem seiner Momente als in einem Elemente seine Natur

auszubreiten indem jeder dieser Kreise sich in sich vollendet ist diese seine

Reflexioninsich zugleich der Übergang in den anderen Die Vorstellung macht

die Mitte zwischen dem reinen Denken und dem Selbstbewusstsein als solchem aus

und ist nur eine der Bestimmtheiten zugleich aber wie sich gezeigt ist ihr

Charakter die synthetische Verbindung zu sein über alle diese Elemente

ausgebreitet und ihre gemeinschaftliche Bestimmtheit

    Der Inhalt selbst der zu betrachten ist ist zum Teil schon als die

Vorstellung des unglücklichen und glaubenden Bewusstseins vorgekommen  in jenem

aber in der Bestimmung des aus dem Bewusstsein hervorgebrachten und ersehnten

Inhalts worin der Geist sich nicht ersättigen noch Ruhe finden kann weil er

noch nicht an sich oder als seine Substanz sein Inhalt ist in diesem dagegen

ist er als das selbstlose Wesen der Welt oder als wesentlich gegenständlicher

Inhalt des Vorstellens betrachtet worden  eines Vorstellens das der

Wirklichkeit überhaupt entflieht und daher ohne die Gewissheit des

Selbstbewusstseins ist die sich teils als Eitelkeit des Wissens teils als reine

Einsicht von ihm trennt  Das Bewusstsein der Gemeinde hingegen hat ihn zu

seiner Substanz ebenso als er ihre Gewissheit des eigenen Geistes ist

    Der Geist zuerst als Substanz im Elemente des reinen Denkens vorgestellt

ist er hiermit unmittelbar das einfädle sich selbst gleiche ewige Wesen das

aber nicht diese abstrakte Bedeutung des Wesens sondern die Bedeutung des

absoluten Geistes hat Allein der Geist ist dies nicht Bedeutung nicht das

Innere sondern das Wirkliche zu sein Das einfache ewige Wesen daher würde nur

dem leeren Worte nach Geist sein wenn es bei der Vorstellung und dem Ausdrucke

des einfachen ewigen Wesens bliebe Das einfache Wesen aber weil es die

Abstraktion ist ist in der Tat das Negative an sich selbst, und zwar die

Negativität des Denkens oder sie wie sie im Wesen an sich ist; dh es ist der

absolute Unterschied von sich oder sein reines Anderswerden Als Wesen ist es

nur an sich oder für uns aber indem diese Reinheit eben die Abstraktion oder

Negativität ist ist es für sich selbst oder das Selbst der Begriff  Es ist

also gegenständlich und indem die Vorstellung die soeben ausgesprochene

Notwendigkeit des Begriffs als ein Geschehen auffasst und ausspricht so wird

gesagt werden dass das ewige Wesen sich ein Anderes erzeugt Aber in diesem

Anderssein ist es ebenso unmittelbar in sich zurückgekehrt denn der Unterschied

ist der Unterschied an sich dh er ist unmittelbar nur von sich selbst

unterschieden er ist also die in sich zurückgekehrte Einheit

    Es unterscheiden sich also die drei Momente des Wesens des Fürsichseins

welches das Anderssein des Wesens ist und für welches das Wesen ist und des

Fürsichseins oder Sichselbstwissens im Anderen Das Wesen schaut nur sich selbst

in seinem Fürsichsein an es ist in dieser Entäußerung nur bei sich das

Fürsichsein das sich von dem Wesen ausschließt ist das Wissen des Wesens

seiner selbst es ist das Wort das ausgesprochen den Aussprechenden entäußert

und ausgeleert zurücklässt aber ebenso unmittelbar vernommen ist und nur dieses

Sichselbstvernehmen ist das Dasein des Wortes So dass die Unterschiede die

gemacht sind ebenso unmittelbar aufgelöst als sie gemacht und ebenso

unmittelbar gemacht als sie aufgelöst sind und das Wahre und Wirkliche eben

diese in sich kreisende Bewegung ist

    Diese Bewegung in sich selbst spricht das absolute Wesen als Geist aus das

absolute Wesen das nicht als Geist erfasst wird ist nur das abstrakte Leere so

wie der Geist der nicht als diese Bewegung erfasst wird nur ein leeres Wort

ist Indem seine Momente in ihrer Reinheit gefasst werden sind sie die ruhelosen

Begriffe die nur sind ihr Gegenteil an sich selbst zu sein und ihre Ruhe im

Ganzen zu haben Aber das Vorstellen der Gemeine ist nicht dies begreifende

Denken sondern hat den Inhalt ohne seine Notwendigkeit und bringt statt der

Form des Begriffes die natürlichen Verhältnisse von Vater und Sohn in das Reich

des reinen Bewusstseins Indem es so im Denken selbst sich vorstellend verhält

ist ihm das Wesen zwar offenbar aber die Momente desselben treten ihm um dieser

synthetischen Vorstellung willen teils selbst auseinander so dass sie nicht

durch ihren eigenen Begriff sich aufeinander beziehen teils tritt es von diesem

seinem reinen Gegenstand zurück bezieht sich nur äußerlich auf ihn er ist ihm

von einem Fremden geoffenbart und in diesem Gedanken des Geistes erkennt es

nicht sich selbst nicht die Natur des reinen Selbstbewusstseins Insofern über

die Form des Vorstellens und jener Verhältnisse die aus dem Natürlichen

hergenommen sind und damit besonders auch darüber hinausgegangen werden muss

die Momente der Bewegung die der Geist ist für isolierte nichtwankende

Substanzen oder Subjekte statt für übergehende Momente zu nehmen ist dies

Hinausgehen wie vorhin bei einer ändern Seite erinnert wurde für ein Drängen

des Begriffes anzusehen aber indem es nur Instinkt ist verkennt es sich

verwirft mit der Form auch den Inhalt und was dasselbe ist setzt ihn zu einer

geschichtlichen Vorstellung und einem Erbstücke der Tradition herab hierin ist

das rein Äußerliche des Glaubens nur beibehalten und damit als ein

erkenntnisloses Totes das Innerliche desselben aber ist verschwunden weil dies

der Begriff wäre der sich als Begriff weiß

    Der absolute Geist im reinen Wesen vorgestellt ist zwar nicht das

abstrakte reine Wesen sondern dieses ist vielmehr eben dadurch dass es im

Geiste nur Moment ist zum Elemente herabgesunken Die Darstellung des Geistes

aber in diesem Elemente hat denselben Mangel der Form nach an sich den das

Wesen als Wesen hat Das Wesen ist das Abstrakte und darum das Negative seiner

Einfachheit ein Anderes ebenso der Geist im Elemente des Wesens ist die Form

der einfachen Einheit die darum ebenso wesentlich ein Anderswerden ist  Oder

was dasselbe ist die Beziehung des ewigen Wesens auf sein Fürsichsein ist die

unmittelbareinfache des reinen Denkens in diesem einfachen Anschauen seiner

selbst im Anderen ist also das Anderssein nicht als solches gesetzt es ist der

Unterschied wie er im reinen Denken unmittelbar kein Unterschied ist ein

Anerkennen der Liebe worin die beiden nicht ihrem Wesen nach sich

entgegensetzten  Der Geist der im Elemente des reinen Denkens ausgesprochen

ist ist wesentlich selbst dieses nicht in ihm nur sondern wirklicher zu sein

denn in seinem Begriffe liegt selbst das Anderssein dh das Aufheben des

reinen nur gedachten Begriffes

    Das Element des reinen Denkens weil es das abstrakte ist ist selbst

vielmehr das Andere seiner Einfachheit und geht daher in das eigentliche Element

des Vorstellens über  das Element worin die Momente des reinen Begriffes ein

substantielles Dasein ebenso gegeneinander erhalten als sie Subjekte sind die

nicht für ein Drittes die Gleichgültigkeit des Seins gegeneinander haben

sondern in sich reflektiert sich selbst voneinander absondern und

entgegenstellen

    Der also nur ewige oder abstrakte Geist wird sich ein Anderes oder tritt in

das Dasein und unmittelbar in das unmittelbare Dasein Er erschafft also eine

Welt Dieses Erschaffen ist das Wort der Vorstellung für den Begriff selbst nach

seiner absoluten Bewegung oder dafür dass das als absolut ausgesagte Einfache

oder reine Denken weil es das abstrakte ist vielmehr das Negative und hiermit

sich Entgegengesetzte oder Andere ist  oder weil um dasselbe noch in einer

anderen Form zu sagen das als Wesen Gesetzte die einfache Unmittelbarkeit oder

das Sein ist aber als Unmittelbarkeit oder Sein des Selbsts entbehrt und also

der Innerlichkeit ermangelnd passiv oder Sein für Anderes ist  Dies Sein für

Anderes ist zugleich eine Welt der Geist in der Bestimmung des Seins für

Anderes ist das ruhige Bestehen der vorhin in das reine Denken eingeschlossenen

Momente also die Auflösung ihrer einfachen Allgemeinheit und das

Auseinandergehen derselben in ihre eigene Besonderheit

    Die Welt ist aber nicht nur dieser auseinander in die Vollständigkeit und

deren äußere Ordnung geworfene Geist sondern da er wesentlich das einfache

Selbst ist ist dieses an ihr ebenso vorhanden der daseiende Geist der das

einzelne Selbst ist welches das Bewusstsein hat und sich als Anderes oder als

Welt von sich unterscheidet  Wie dieses einzelne Selbst so unmittelbar erst

gesetzt ist ist es noch nicht Geist für sich es ist also nicht als Geist es

kann unschuldig aber nicht wohl gut genannt werden dass es in der Tat Selbst

und Geist sei muss es ebenso wie das ewige Wesen sich als die Bewegung in

seinem Anderssein sich selbst gleich zu sein darstellt zunächst sich selbst

ein Anderes werden Indem dieser Geist bestimmt ist als erst unmittelbar

daseiend oder als in die Mannigfaltigkeit seines Bewusstseins zerstreut so ist

sein Anderswerden das Insichgehen des Wissens überhaupt Das unmittelbare Dasein

schlägt in den Gedanken oder das nur sinnliche Bewusstsein in das Bewusstsein des

Gedankens um und zwar weil er der aus der Unmittelbarkeit herkommende oder

bedingte Gedanke ist ist er nicht das reine Wissen sondern der Gedanke der

das Anderssein an ihm hat und also der sich selbst entgegengesetzte Gedanke des

Guten und Bösen Der Mensch wird so vorgestellt dass es geschehen ist als etwas

nicht Notwendiges  dass er die Form der Sichselbstgleichheit durch das Pflücken

vom Baume des Erkenntnisses des Guten und Bösen verlor und aus dem Zustande des

unschuldigen Bewusstseins aus der arbeitlos sich darbietenden Natur und dem

Paradiese dem Garten der Tiere vertrieben wurde

    Indem dies Insichgehen des daseienden Bewusstseins sich unmittelbar als das

sich selbst Ungleichwerden bestimmt so erscheint das Böse als das erste Dasein

des in sich gegangenen Bewusstseins und weil die Gedanken des Guten und Bösen

schlechthin entgegengesetzte und diese Entgegensetzung noch nicht aufgelöst ist,

so ist dies Bewusstsein wesentlich nur das böse Zugleich aber ist um eben dieser

Entgegensetzung willen auch das gute Bewusstsein gegen es vorhanden und ihr

Verhältnis zueinander  Insofern das unmittelbare Dasein in den Gedanken

umschlägt und das Insichsein teils selbst Denken teils das Moment des

Anderswerdens des Wesens damit näher bestimmt ist so kann das Bösewerden weiter

rückwärts aus der daseienden Welt hinaus schon in das erste Reich des Denkens

verlegt werden Es kann also gesagt werden dass schon der erstgeborene

Lichtsohn als in sich gehend es sei der abgefallen aber an dessen Stelle

sogleich ein anderer erzeugt worden Solche bloß der Vorstellung nicht dem

Begriffe angehörige Form wie Abfallen ebenso wie Sohn setzt übrigens die

Momente des Begriffs ebenso umgekehrt in das Vorstellen herab oder trägt das

Vorstellen in das Reich des Gedankens hinüber  Ebenso gleichgültig ist es dem

einfachen Gedanken des Andersseins im ewigen Wesen noch eine Mannigfaltigkeit

anderer Gestalten beizuordnen und das Insichgehen in diese zu verlegen Diese

Beiordnung muss darum zugleich gutgeheißen werden weil dadurch dies Moment des

Anderssein wie es soll die Verschiedenheit zugleich ausdrückt und zwar nicht

als Vielheit überhaupt sondern zugleich als bestimmte Verschiedenheit so dass

der eine Teil der Sohn das einfache sich selbst als Wesen Wissende ist der

andere Teil aber die Entäußerung des Fürsichseins die nur im Preise des Wesens

lebt in diesen Teil kann dann auch wieder das Zurücknehmen des entäußerten

Fürsichseins und das Insichgehen des Bösen gelegt werden Insofern das

Anderssein in zwei zerfällt wäre der Geist in seinen Momenten bestimmter und

wenn sie gezählt werden als Viereinigkeit oder weil die Menge wieder selbst in

zwei Teile nämlich in gut geblichene und böse gewordene zerfällt gar als

Fünfeinigkeit ausgedrückt  Die Momente aber zu zählen kann überhaupt als

unnütz angesehen werden indem teils das Unterschiedene selbst ebensosehr nur

Eines ist nämlich eben der Gedanke des Unterschiedes der nur ein Gedanke ist

als er dieses Unterschiedene das zweite gegen das erste ist  teils aber weil

der Gedanke der das Viele in Eines befasst aus seiner Allgemeinheit aufgelöst

und in mehr als drei oder vier Unterschiedene unterschieden werden muss  welche

Allgemeinheit gegen die absolute Bestimmtheit des abstrakten Eins des Prinzips

der Zahl als Unbestimmtheit in der Beziehung auf die Zahl selbst erscheint so

dass nur von Zahlen überhaupt dh nicht von einer Anzahl der Unterschiede die

Rede sein konnte also hier überhaupt an Zahl und ans Zählen zu denken ganz

überflüssig wie auch sonst der bloße Unterschied der Größe und Menge begrifflos

und nichtssagend ist

    Das Gute und das Böse waren die bestimmten Unterschiede des Gedankens die

sich ergaben Indem ihr Gegensatz sich noch nicht aufgelöst hat und sie als

Wesen des Gedankens vorgestellt werden deren jedes für sich selbständig istso

ist der Mensch das wesenlose Selbst und der synthetische Boden ihres Daseins und

Kampfs Aber diese allgemeinen Mächte gehören ebensosehr dem Selbst an oder das

Selbst ist ihre Wirklichkeit Nach diesem Momente geschieht es also dass wie

das Böse nichts anderes ist als das Insichgehen des natürlichen Daseins des

Geistes umgekehrt das Gute in die Wirklichkeit tritt und als ein daseiendes

Selbstbewusstsein erscheint  Was im rein gedachten Geiste als das Anderswerden

des göttlichen Wesens überhaupt nur angedeutet ist tritt hier seiner

Realisierung für das Vorstellen näher sie besteht ihm in der Selbsterniedrigung

des göttlichen Wesens das auf seine Abstraktion und Unwirklichkeit Verzicht

tut  Die andere Seite das Böse nimmt das Vorstellen als ein dem göttlichen

Wesen fremdes Geschehen es in demselben selbst als seinen Zorn zu fassen ist

die höchste härteste Anstrengung des mit sich selbst ringenden Vorstellens

die da sie des Begriffs entbehrt fruchtlos bleibt

    Die Entfremdung des göttlichen Wesens ist also auf ihre gedoppelte Weise

gesetzt das Selbst des Geistes und sein einfacher Gedanke sind die beiden

Momente deren absolute Einheit der Geist selbst ist seine Entfremdung besteht

darin dass sie auseinandertreten und das eine einen ungleichen Wert gegen das

andere hat Diese Ungleichheit ist darum die gedoppelte und es entstehen zwei

Verbindungen deren gemeinschaftliche Momente die angegebenen sind In der einen

gilt das göttliche Wesen als das Wesentliche das natürliche Dasein aber und das

Selbst als das Unwesentliche und Aufzuhebende in der anderen gilt dagegen das

Fürsichsein als das Wesentliche und das einfache Göttliche als das

Unwesentliche Ihre noch leere Mitte ist das Dasein überhaupt die bloße

Gemeinschaftlichkeit der beiden Momente derselben

    Die Auflösung dieses Gegensatzes geschieht nicht sowohl durch den Kampf der

beiden die als getrennte und selbständige Wesen vorgestellt sind In ihrer

Selbständigkeit liegt es dass an sich durch seinen Begriff jedes an ihm selbst

sich auflösen muss der Kampf fällt erst dahin wo beide aufhören diese

Vermischungen des Gedankens und des selbständigen Daseins zu sein und wo sie

nur als Gedanken einander gegenüberstehen Denn alsdann sind sie als bestimmte

Begriffe wesentlich nur in der entgegengesetzten Beziehung als selbständige

hingegen haben sie außer der Entgegensetzung ihre Wesentlichkeit ihre Bewegung

ist also die freie und eigene ihrer selbst Wie also die Bewegung beider die

Bewegung an sich ist, weil sie an ihnen selbst zu betrachten ist so fängt sie

auch dasjenige von beiden an welches als das Ansichseiende gegen das andere

bestimmt ist Es wird dies als ein freiwilliges Tun vorgestellt aber die

Notwendigkeit seiner Entäußerung liegt in dem Begriffe dass das Ansichseiende

welches nur im Gegensatze so bestimmt ist eben darum nicht wahrhaftes Bestehen

hat  dasjenige also dem nicht das Fürsichsein sondern das Einfache als das

Wesen gilt ist es das sich selbst entäußert in den Tod geht und dadurch das

absolute Wesen mit sich selbst versöhnt Denn in dieser Bewegung stellt es sich

als Geist dar das abstrakte Wesen ist sich entfremdet es hat natürliches

Dasein und selbstische Wirklichkeit dies sein Anderssein oder seine sinnliche

Gegenwart wird durch das zweite Anderswerden zurückgenommen und als aufgehobene

als allgemeine gesetzt dadurch ist das Wesen in ihr sich selbst geworden das

unmittelbare Dasein der Wirklichkeit hat aufgehört ein ihm fremdes oder

äußerliches zu sein indem es aufgehobenes allgemeines ist dieser Tod ist

daher sein Erstehen als Geist

    Die aufgehobene unmittelbare Gegenwart des selbstbewussten Wesens ist es als

allgemeines Selbstbewusstsein dieser Begriff des aufgehobenen einzelnen Selbsts

das absolutes Wesen ist drückt daher unmittelbar die Konstituierung einer

Gemeinde aus die bisher im Vorstellen verweilend jetzt in sich als in das

Selbst zurückkehrt und der Geist geht somit aus dem zweiten Elemente seiner

Bestimmung dem Vorstellen in das dritte das Selbstbewusstsein als solches

über  Betrachten wir noch die Art wie jenes Vorstellen sich in seinem

Fortgange benimmt so sehen wir zuerst dies ausgedrückt dass das göttliche Wesen

die menschliche Natur annimmt Darin ist es schon ausgesprochen dass an sich

beide nicht getrennt sind wie darin dass das göttliche Wesen sich selbst von

Anfang entäußert sein Dasein in sich geht und böse wird es nicht

ausgesprochen aber darin enthalten ist dass an sich dies böse Dasein nicht ein

ihm Fremdes ist das absolute Wesen hätte nur diesen leeren Namen wenn es in

Wahrheit ein ihm Anderes wenn es einen Abfall von ihm gäbe  das Moment des

Insichseins macht vielmehr das wesentliche Moment des Selbsts des Geistes aus 

dass das Insichsein und damit erst Wirklichkeit dem Wesen selbst angehöre dies

was für uns Begriff ist und insofern es Begriff ist erscheint dem vorstellenden

Bewusstsein als ein unbegreifliches Geschehen das Ansich nimmt die Form des

gleichgültigen Seins für es an Der Gedanke aber dass jene sich zu fliehen

scheinenden Momente des absoluten Wesens und des fürsichseienden Selbsts nicht

getrennt sind erscheint diesem Vorstellen auch  denn es besitzt den wahren

Inhalt  aber nachher in der Entäußerung des göttlichen Wesens das Fleisch

wird Diese Vorstellung die auf diese Weise noch unmittelbar und daher nicht

geistig ist oder die menschliche Gestalt des Wesens nur erst als eine besondere

noch nicht allgemeine weiß wird für dies Bewusstsein geistig in der Bewegung des

gestalteten Wesens sein unmittelbares Dasein wieder aufzuopfern und zum Wesen

zurückzukehren das Wesen als in sich reflektiertes ist erst der Geist  Die

Versöhnung des göttlichen Wesens mit dem Anderen überhaupt und bestimmt mit dem

Gedanken desselben dem Bösen ist also hierin vorgestellt  Wenn diese

Versöhnung nach ihrem Begriffe so ausgedrückt wird dass sie darin bestehe weil

an sich das Böse dasselbe sei was das Gute oder auch das göttliche Wesen

dasselbe was die Natur in ihrem ganzen Umfange so wie die Natur getrennt vom

göttlichen Wesen nur das Nichts  so ist dies als eine ungeistige Weise sich

auszudrücken anzusehen die notwendig Missverständnisse erwecken muss  Indem das

Böse dasselbe ist was das Gute ist eben das Böse nicht Böses noch das Gute

Gutes sondern beide sind vielmehr aufgehoben das Böse überhaupt das

insichseiende Fürsichsein und das Gute das selbstlose Einfädle Indem so beide

nach ihrem Begriffe ausgesprochen werden erhellt zugleich ihre Einheit denn

das insichseiende Fürsichsein ist das einfache Wissen und das selbstlose

Einfache ist ebenso das reine in sich seiende Fürsichsein  Sosehr daher gesagt

werden muss dass nach diesem ihrem Begriffe das Gute und Böse dh insofern sie

nicht das Gute und das Böse sind dasselbe seien ebensosehr muss also gesagt

werden dass sie nicht dasselbe sondern schlechthin verschieden sind denn das

einfache Fürsichsein oder auch das reine Wissen sind gleicher Weise die reine

Negativität oder der absolute Unterschied an ihnen selbst  Erst diese beiden

Sätze vollenden das Ganze und dem Behaupten und Versichern des ersten muss mit

unüberwindlicher Hartnäckigkeit das Festhalten an dem anderen gegenübertreten

indem beide gleich recht haben haben beide gleich unrecht und ihr Unrecht

besteht darin solche abstrakte Formen wie dasselbe und nicht dasselbe die

Identität und die Nichtidentität für etwas Wahres Festes Wirkliches zu nehmen

und auf ihnen zu beruhen Nicht das eine oder das andere hat Wahrheit sondern

eben ihre Bewegung dass das einfache dasselbe die Abstraktion und damit der

absolute Unterschied dieser aber als Unterschied an sich von sich selbst

unterschieden also die Sichselbstgleichheit ist Eben dies ist der Fall mit der

Dieselbigkeit des göttlichen Wesens und der Natur überhaupt und der menschlichen

insbesondere jenes ist Natur insofern es nicht Wesen ist diese ist göttlich

nach ihrem Wesen aber es ist der Geist worin beide abstrakte Seiten wie sie

in Wahrheit sind nämlich als aufgehobene gesetzt sind  ein Setzen das nicht

durch das Urteil und das geistlose ist die Kopula desselben ausgedrückt werden

kann  Ebenso ist die Natur nichts außer ihrem Wesen aber dies Nichts selbst

ist ebensosehr es ist die absolute Abstraktion also das reine Denken oder

Insichsein und mit dem Momente seiner Entgegensetzung gegen die geistige

Einheit ist es das Böse Die Schwierigkeit die in diesen Begriffen stattfindet

ist allein das Festhalten am Ist und das Vergessen des Denkens worin die

Momente ebenso sind als nicht sind  nur die Bewegung sind die der Geist ist

 Diese geistige Einheit oder die Einheit worin die Unterschiede nur als

Momente oder als aufgehobene sind ist es die für das vorstellende Bewusstsein

in jener Versöhnung geworden und indem sie die Allgemeinheit des

Selbstbewusstseins ist hat dieses aufgehört vorstellendes zu sein die Bewegung

ist in es zurückgegangen

    Der Geist ist also in dem dritten Element im allgemeinen Selbstbewusstsein

gesetzt er ist seine Gemeinde Die Bewegung der Gemeinde als des

Selbstbewusstseins das sich von seiner Vorstellung unterscheidet ist das

hervorzubringen was an sich geworden ist Der gestorbene göttliche Mensch oder

menschliche Gott ist an sich das allgemeine Selbstbewusstsein er hat dies für

dies Selbstbewusstsein zu werden Oder indem es die eine Seite des Gegensatzes

der Vorstellung ausmacht nämlich die böse der das natürliche Dasein und das

einzelne Fürsichsein als das Wesen gilt so hat diese die als selbständig noch

nicht als Moment vorgestellt ist um ihrer Selbständigkeit willen an und für sie

selbst sich zum Geiste zu erheben oder die Bewegung desselben an ihr

darzustellen

    Sie ist der natürliche Geist das Selbst hat aus dieser Natürlichkeit sich

zurückzuziehen und in sich zu gehen das hieße böse zu werden Aber sie ist

schon an sich böse das Insichgehen besteht daher darin sich zu überzeugen dass

das natürliche Dasein das Böse ist In das vorstellende Bewusstsein fällt das

daseiende Bösewerden und Bösesein der Welt sowie die daseiende Versöhnung des

absoluten Wesens in das Selbstbewusstsein aber als solches fällt der Form nach

dieses Vorgestellte nur als aufgehobenes Moment  denn das Selbst ist das

Negative  also das Wissen ein Wissen das ein reines Tun des Bewusstseins in

sich selbst ist  An dem Inhalte muss dies Moment des Negativen gleichfalls sich

ausdrücken Indem nämlich das Wesen an sich mit sich schon versöhnt und geistige

Einheit ist worin die Teile der Vorstellung aufgehobene oder Momente sind so

stellt sich dies dar dass jeder Teil der Vorstellung hier die entgegengesetzte

Bedeutung erhält als er vorher hatte jede Bedeutung vervollständigt sich

dadurch an der ändern und der Inhalt ist erst dadurch ein geistiger indem die

Bestimmtheit ebensosehr ihre entgegengesetzte ist ist die Einheit im

Anderssein das Geistige vollendet wie sich für uns oder an sich vorhin die

entgegengesetzten Bedeutungen vereinigten und selbst die abstrakten Formen des

Desselben und des Nichtdesselben der Identität und Nichtidentität aufhoben

    Wenn also in dem vorstellenden Bewusstsein das Innerlichwerden des

natürlichen Selbstbewusstseins das daseiende Böse war so ist das Innerlichwerden

im Element des Selbstbewusstseins das Wissen von dem Bösen als einem solchen das

an sich im Dasein ist Dies Wissen ist also allerdings ein Bösewerden aber nur

Werden des Gedankens des Bösen und ist darum als das erste Moment der

Versöhnung anerkannt Denn als ein Zurückgehen in sich aus der Unmittelbarkeit

der Natur die als das Böse bestimmt ist ist es ein Verlassen derselben und das

Absterben der Sünde Nicht das natürliche Dasein als solches wird von dem

Bewusstsein verlassen sondern es zugleich als ein solches das als Böses gewusst

wird Die unmittelbare Bewegung des Insichgehens ist ebensosehr eine

vermittelte  sie setzt sich selbst voraus oder ist ihr eigener Grund der

Grund des Insichgehens ist nämlich weil die Natur schon an sich in sich

gegangen ist um des Bösen willen muss der Mensch in sich gehen aber das Böse

ist selbst das Insichgehen  Diese erste Bewegung ist eben darum selbst nur die

unmittelbare oder ihr einfacher Begriff weil sie dasselbe was ihr Grund ist

Die Bewegung oder das Anderswerden muss daher in seiner eigentlicheren Form erst

noch eintreten

    Außer dieser Unmittelbarkeit ist also die Vermittlung der Vorstellung

notwendig An sich ist das Wissen von der Natur als dem unwahren Dasein des

Geistes und diese in sich gewordene Allgemeinheit des Selbsts ist die

Versöhnung des Geistes mit sich selbst Dies Ansich erhält für das nicht

begreifende Selbstbewusstsein die Form eines Seienden und ihm Vorgestellten Das

Begreifen also ist ihm nicht ein Ergreifen dieses Begriffes der die aufgehobene

Natürlichkeit als allgemeine also als mit sich selbst versöhnte weiß sondern

ein Ergreifen jener Vorstellung dass durch das Geschehen der eigenen Entäußerung

des göttlichen Wesens durch seine geschehene Menschwerdung und seinen Tod das

göttliche Wesen mit seinem Dasein versöhnt ist  Das Ergreifen dieser

Vorstellung drückt nun bestimmter dasjenige aus was vorhin in ihr das geistige

Auferstehen genannt wurde oder das Werden seines einzelnen Selbstbewusstseins

zum Allgemeinen oder zur Gemeinde  Der Tod des göttlichen Menschen als Tod ist

die abstrakte Negativität das unmittelbare Resultat der Bewegung die nur in

die natürliche Allgemeinheit sich endigt Diese natürliche Bedeutung verliert er

im geistigen Selbstbewusstsein oder er wird sein soeben angegebener Begriff der

Tod wird von dem was er unmittelbar bedeutet von dem Nichtsein dieses

Einzelnen verklärt zur Allgemeinheit des Geistes der in seiner Gemeine lebt in

ihr täglich stirbt und aufersteht

    Dasjenige was dem Elemente der Vorstellung angehört dass der absolute Geist

als ein einzelner oder vielmehr als ein besonderer an seinem Dasein die Natur

des Geistes vorstellt ist also hier in das Selbstbewusstsein selbst versetzt in

das in seinem Anderssein sich erhaltende Wissen dies stirbt daher nicht

wirklich wie der Besondere vorgestellt wird wirklich gestorben zu sein

sondern seine Besonderheit erstirbt in seiner Allgemeinheit dh in seinem

Wissen welches das sich mit sich versöhnende Wesen ist Das zunächst

vorhergehende Element des Vorstellen ist also hier als aufgehobenes gesetzt

oder es ist in das Selbst in seinen Begriff zurückgegangen das in jenem nur

Seiende ist zum Subjekte geworden Eben damit ist auch das erste Element das

reine Denken und der in ihm ewige Geist nicht mehr jenseits des vorstellenden

Bewusstseins noch des Selbsts sondern die Rückkehr des Ganzen in sich ist eben

dies alle Momente in sich zu enthalten Der vom Selbst ergriffene Tod des

Mittlers ist das Aufheben seiner Gegenständlichkeit oder seines besonderen

Fürsichseins dies besondere Fürsichsein ist allgemeines Selbstbewusstsein

geworden  Auf der ändern Seite ist das Allgemeine eben dadurch

Selbstbewusstsein und der reine oder unwirkliche Geist des bloßen Denkens

wirklich geworden  Der Tod des Mittlers ist Tod nicht nur der natürlichen

Seite desselben oder seines besonderen Fürsichseins es stirbt nicht nur die vom

Wesen abgezogene schon tote Hülle sondern auch die Abstraktion des göttlichen

Wesens Denn er ist insofern sein Tod die Versöhnung noch nicht vollendet hat

das Einseitige welches das Einfache des Denkens als das Wesen weiß im

Gegensatze gegen die Wirklichkeit dies Extrem des Selbsts hat noch nicht

gleichen Wert mit dem Wesen dies hat das Selbst erst im Geiste Der Tod dieser

Vorstellung enthält also zugleich den Tod der Abstraktion des göttlichen Wesens

das nicht als Selbst gesetzt ist Er ist das schmerzliche Gefühl des

unglücklichen Bewusstseins dass Gott selbst gestorben ist Dieser harte Ausdruck

ist der Ausdruck des Innersten sich einfach Wissens die Rückkehr des

Bewusstseins in die Tiefe der Nacht des Ich  Ich die nichts außer ihr mehr

unterscheidet und weiß Dies Gefühl ist also in der Tat der Verlust der Substanz

und ihres Gegenübertretens gegen das Bewusstsein aber zugleich ist es die reine

Subjektivität der Substanz oder die reine Gewissheit seiner selbst die ihr als

dem Gegenstande oder dem Unmittelbaren oder dem reinen Wesen fehlte Dies Wissen

also ist die Begeistung wodurch die Substanz Subjekt ihre Abstraktion und

Leblosigkeit gestorben sie also wirklich und einfaches und allgemeines

Selbstbewusstsein geworden ist.

    So ist also der Geist sich selbst wissender Geist er weiß sich das was

ihm Gegenstand ist ist oder seine Vorstellung ist der wahre absolute Inhalt

er drückt wie wir sahen den Geist selbst aus Er ist zugleich nicht nur Inhalt

des Selbstbewusstseins und nicht nur für es Gegenstand sondern er ist auch

wirklicher Geist Er ist dies indem er die drei Elemente seiner Natur

durchläuft diese Bewegung durch sich selbst hindurch macht seine Wirklichkeit

aus  was sich bewegt ist er er ist das Subjekt der Bewegung und er ist

ebenso das Bewegen selbst oder die Substanz durch welche das Subjekt

hindurchgeht Wie uns der Begriff des Geistes geworden war als wir in die

Religion eintraten nämlich als die Bewegung des seiner selbst gewissen Geistes

der dem Bösen verzeiht und darin zugleich von seiner eigenen Einfachheit und

harten Unwandelbarkeit ablässt oder die Bewegung dass das absolut

Entgegengesetzte sich als dasselbe erkennt und dies Erkennen als das Ja zwischen

diesen Extremen hervorbricht  diesen Begriff schaut das religiöse Bewusstsein

dem das absolute Wesen offenbar ist an und hebt die Unterscheidung seines

Selbsts von seinem Angeschauten auf  ist wie es das Subjekt ist so auch die

Substanz und ist also selbst der Geist eben weil und insofern es diese Bewegung

ist

    Vollendet aber ist diese Gemeinde noch nicht in diesem ihrem

Selbstbewusstsein ihr Inhalt ist überhaupt in der Form des Vorstellens für sie

und diese Entzweiung hat auch die wirkliche Geistigkeit derselben ihre Rückkehr

aus ihrem Vorstellen noch an ihr wie das Element des reinen Denkens selbst

damit behaftet war Sie hat nicht auch das Bewusstsein über das was sie ist sie

ist das geistige Selbstbewusstsein das sich nicht als dieses Gegenstand ist oder

sich nicht zum Bewusstsein seiner selbst aufschließt sondern insofern sie

Bewusstsein ist hat sie Vorstellungen die betrachtet wurden  Wir sehen das

Selbstbewusstsein auf seinem letzten Wendungspunkte sich innerlich werden und zum

Wissen des Insichseins gelangen wir sehen es sein natürliches Dasein entäußern

und die reine Negativität gewinnen Aber die positive Bedeutung dass nämlich

diese Negativität oder reine Innerlichkeit des Wissens ebensosehr das

sichselbstgleiche Wesen ist  oder dass die Substanz hierin dazu gelangt

absolutes Selbstbewusstsein zu sein dies ist ein Anderes für das andächtige

Bewusstsein Es ergreift diese Seite dass das reine Innerlichwerden des Wissens

an sich die absolute Einfachheit oder die Substanz ist als die Vorstellung von

etwas das nicht dem Begriffe nach so ist sondern als die Handlung einer

fremden Genugtuung Oder es ist nicht dies für es dass diese Tiefe des reinen

Selbsts die Gewalt ist wodurch das abstrakte Wesen aus seiner Abstraktion

herabgezogen und durch die Macht dieser reinen Andacht zum Selbst erhoben wird

 Das Tun des Selbsts behält dadurch diese negative Bedeutung gegen es weil die

Entäußerung der Substanz von ihrer Seite ein Ansich für jenes ist das es nicht

ebenso erfasst und begreift oder nicht in seinem Tun als solchem findet  Indem

an sich diese Einheit des Wesens und des Selbsts zustande gekommen so hat das

Bewusstsein auch noch diese Vorstellung seiner Versöhnung aber als Vorstellung

Es erlangt die Befriedigung dadurch dass es seiner reinen Negativität die

positive Bedeutung der Einheit seiner mit dem Wesen äußerlich hinzufügt seine

Befriedigung bleibt also selbst mit dem Gegensatze eines Jenseits behaftet

Seine eigene Versöhnung tritt daher als ein Fernes in sein Bewusstsein ein als

ein Fernes der Zukunft wie die Versöhnung die das andere Selbst vollbrachte

als eine Ferne der Vergangenheit erscheint So wie der einzelne göttliche Mensch

einen ansichseienden Vater und nur eine wirkliche Mutter hat so hat auch der

allgemeine göttliche Mensch die Gemeinde ihr eigenes Tun und Wissen zu ihrem

Vater zu ihrer Mutter aber die ewige Liebe die sie nur fühlt nicht aber in

ihrem Bewusstsein als wirklichen unmittelbaren Gegenstand anschaut Ihre

Versöhnung ist daher in ihrem Herzen aber mit ihrem Bewusstsein noch entzweit

und ihre Wirklichkeit noch gebrochen Was als das Ansich oder die Seite der

reinen Vermittlung in ihr Bewusstsein tritt ist die jenseits liegende

Versöhnung was aber als gegenwärtig als die Seite der Unmittelbarkeit und des

Daseins ist die Welt die ihre Verklärung noch zu gewarten hat Sie ist wohl an

sich versöhnt mit dem Wesen und vom Wesen wird wohl gewusst dass es den

Gegenstand nicht mehr als sich entfremdet erkennt sondern in seiner Liebe als

sich gleich Aber für das Selbstbewusstsein hat diese unmittelbare Gegenwart noch

nicht Geistsgestalt Der Geist der Gemeinde ist so in seinem unmittelbaren

Bewusstsein getrennt von seinem religiösen das zwar es ausspricht dass sie an

sich nicht getrennt seien aber ein Ansich das nicht realisiert oder noch nicht

ebenso absolutes Fürsichsein geworden

 
 



                            

    Der Geist der offenbaren Religion hat sein Bewusstsein als solches noch nicht

überwunden oder was dasselbe ist sein wirkliches Selbstbewusstsein ist nicht

der Gegenstand seines Bewusstseins er selbst überhaupt und die in ihm sich

unterscheidenden Momente fallen in das Vorstellen und in die Form der

Gegenständlichkeit Der Inhalt des Vorstellens ist der absolute Geist und es

ist allein noch um das Aufheben dieser bloßen Form zu tun oder vielmehr weil

sie dem Bewusstsein als solchem angehört muss ihre Wahrheit schon in den

Gestaltungen desselben sich ergeben haben  Diese Überwindung des Gegenstandes

des Bewusstseins ist nicht als das Einseitige zu nehmen dass er sich als in das

Selbst zurückkehrend zeigte sondern bestimmter so dass er sowohl als solcher

sich ihm als verschwindend darstellte als noch vielmehr dass die Entäußerung

des Selbstbewusstseins es ist welche die Dingheit setzt und dass diese

Entäußerung nicht nur negative sondern positive Bedeutung sie nicht nur für

uns oder an sich sondern für es selbst hat Für es hat das Negative des

Gegenstandes oder dessen sich selbst Aufheben dadurch die positive Bedeutung

oder es weiß diese Nichtigkeit desselben dadurch einerseits dass es sich selbst

entäußert  denn in dieser Entäußerung setzt es sich als Gegenstand oder den

Gegenstand um der untrennbaren Einheit des Fürsichseins willen als sich selbst

Andererseits liegt hierin zugleich dies andere Moment dass es diese Entäußerung

und Gegenständlichkeit ebensosehr auch aufgehoben und in sich zurückgenommen

hat also in seinem Anderssein als solchem bei sich ist  Dies ist die Bewegung

des Bewusstseins und dieses ist darin die Totalität seiner Momente  Es muss

sich ebenso zu dem Gegenstande nach der Totalität seiner Bestimmungen verhalten

und ihn nach jeder derselben so erfasst haben Diese Totalität seiner

Bestimmungen macht ihn an sich zum geistigen Wesen und für das Bewusstsein wird

er dies in Wahrheit durch das Auffassen einer jeden einzelnen derselben als des

Selbsts oder durch das eben genannte geistige Verhalten zu ihnen

    Der Gegenstand ist also teils unmittelbares Sein oder ein Ding überhaupt

was dem unmittelbaren Bewusstsein entspricht teils ein Anderswerden seiner sein

Verhältnis oder Sein für Anderes und Fürsichsein die Bestimmtheit was der

Wahrnehmung teils Wesen oder als Allgemeines was dem Verstande entspricht Er

ist als Ganzes der Schluss oder die Bewegung des Allgemeinen durch die

Bestimmung zur Einzelheit wie die umgekehrte von der Einzelheit durch sie als

aufgehobene oder die Bestimmung zum Allgemeinen  Nach diesen drei Bestimmungen

also muss das Bewusstsein ihn als sich selbst wissen Es ist dies jedoch nicht das

Wissen als reines Begreifen des Gegenstandes von dem die Rede ist sondern dies

Wissen soll nur in seinem Werden oder in seinen Momenten nach der Seite

aufgezeigt werden die dem Bewusstsein als solchem angehört und die Momente des

eigentlichen Begriffes oder reinen Wissens in der Form von Gestaltungen des

Bewusstseins Darum erscheint der Gegenstand im Bewusstsein als solchem noch nicht

als die geistige Wesenheit wie sie von uns soeben ausgesprochen wurde und sein

Verhalten zu ihm ist nicht die Betrachtung desselben in dieser Totalität als

solcher noch in ihrer reinen Begriffsform sondern teils Gestalt des

Bewusstseins überhaupt teils eine Anzahl solcher Gestalten die wir

zusammennehmen und in welchen die Totalität der Momente des Gegenstandes und des

Verhaltens des Bewusstseins nur aufgelöst in ihre Momente aufgezeigt werden kann

    Es ist hiermit für diese Seite des Erfassens des Gegenstandes wie es in der

Gestalt des Bewusstseins ist nur an die früheren Gestalten desselben zu

erinnern die schon vorgekommen sind  In Ansehung des Gegenstandes also

insofern er unmittelbar ein gleichgültiges Sein ist so sahen wir die

beobachtende Vernunft in diesem gleichgültigen Dinge sich selbst suchen und

finden dh ihres Tuns als eines ebenso äußerlichen sich bewusst sein als sie

sich des Gegenstandes nur als eines unmittelbaren bewusst ist  Wir sahen auch

auf ihrer Spitze ihre Bestimmung in dem unendlichen Urteile aussprechen dass das

Sein des Ich ein Ding ist Und zwar ein sinnliches unmittelbares Ding wenn Ich

Seele genannt wird so ist es zwar auch als Ding vorgestellt aber als ein

unsichtbares unfühlbares usf in der Tat also nicht als unmittelbares Sein und

nicht als das was man unter einem Dinge meint  Jenes Urteil so genommen wie

es unmittelbar lautet ist es geistlos oder vielmehr das Geistlose selbst

Seinem Begriffe nach aber ist es in der Tat das Geistreichste und dieses Innere

desselben das an ihm noch nicht vorhanden ist ist es was die beiden anderen

zu betrachtenden Momente aussprechen

    Das Ding ist Ich in der Tat ist in diesem unendlichen Urteile das Ding

aufgehoben es ist nichts an sich es hat nur Bedeutung im Verhältnisse nur

durch Ich und seine Beziehung auf dasselbe  Dies Moment hat sich für das

Bewusstsein in der reinen Einsicht und Aufklärung ergeben Die Dinge sind

schlechthin nützlich und nur nach ihrer Nützlichkeit zu betrachten  Das

gebildete Selbstbewusstsein das die Welt des sich entfremdeten Geistes

durchlaufen hat durch seine Entäußerung das Ding als sich selbst erzeugt

behält daher in ihm noch sich selbst und weiß die Unselbständigkeit desselben

oder dass das Ding wesentlich nur Sein für Anderes ist oder vollständig das

Verhältnis dh das was die Natur des Gegenstandes hier allein ausmacht

ausgedrückt so gilt ihm das Ding als ein fürsichseiendes es spricht die

sinnliche Gewissheit als absolute Wahrheit aus aber dies Fürsichsein selbst als

Moment das nur verschwindet und in sein Gegenteil in das preisgegebene Sein

für Anderes übergeht

    Hierin ist aber das Wissen des Dinges noch nicht vollendet es muss nicht nur

nach der Unmittelbarkeit des Seins und nach der Bestimmtheit sondern auch als

Wesen oder inneres als das Selbst gewusst werden Dies ist in dem moralischen

Selbstbewusstsein vorhanden Dies weiß sein Wissen als die absolute Wesenheit

oder das Sein schlechthin als den reinen Willen oder Wissen es ist nichts als

nur dieser Willen und Wissen anderem kommt nur unwesentliches Sein dh nicht

ansichseiendes nur seine leere Hülse zu Insofern das moralische Bewusstsein das

Dasein in seiner Weltvorstellung aus dem Selbst entlässt nimmt es dasselbe

ebensosehr wieder in sich zurück Als gewissen ist es endlich nicht mehr dieses

noch abwechselnde Stellen und Verstellen des Daseins und des Selbsts sondern es

weiß dass sein Dasein als solches diese reine Gewissheit seiner selbst ist das

gegenständliche Element in welches es als handelnd sich hinausstellt ist

nichts anderes als das reine Wissen des Selbsts von sich

    Dies sind die Momente aus denen sich die Versöhnung des Geistes mit seinem

eigentlichen Bewusstsein zusammensetzt sie für sich sind einzeln und ihre

geistige Einheit allein ist es welche die Kraft dieser Versöhnung ausmacht Das

letzte dieser Momente ist aber notwendig diese Einheit selbst und verbindet wie

erhellt sie in der Tat alle in sich Der seiner selbst in seinem Dasein gewisse

Geist hat zum Elemente des Daseins nichts anderes als dies Wissen von sich das

Aussprechen dass was er tut er nach Überzeugung von der Pflicht tut diese

seine Sprache ist das Gelten seines Handelns  Das Handeln ist das erste

ansichseiende Trennen der Einfachheit des Begriffs und die Rückkehr aus dieser

Trennung Diese erste Bewegung schlägt in die zweite um indem das Element des

Anerkennens sich als einfaches Wissen von der Pflicht gegen den Unterschied und

die Entzweiung setzt die im Handeln als solchem liegt und auf diese Weise eine

eiserne Wirklichkeit gegen das Handeln bildet In der Verzeihung sahen wir aber

wie diese Härte von sich selbst ablässt und sich entäußert Die Wirklichkeit hat

also hier für das Selbstbewusstsein sowohl als unmittelbares Dasein keine andere

Bedeutung als das reine Wissen zu sein  ebenso als bestimmtes Dasein oder als

Verhältnis ist das sich Gegenüberstehende ein Wissen teils von diesem rein

einzelnen Selbst teils von dem Wissen als allgemeinem Hierin ist zugleich dies

gesetzt dass das dritte Moment die Allgemeinheit oder das Wesen jedem der

beiden Gegenüberstehenden nur als Wissen gilt und den leeren noch übrigen

Gegensatz heben sie endlich ebenso auf und sind das Wissen des Ich  Ich dieses

einzelne Selbst das unmittelbar reines Wissen oder allgemeines ist

    Diese Versöhnung des Bewusstseins mit dem Selbstbewusstsein zeigt sich hiermit

von der gedoppelten Seite zustande gebracht das eine Mal im religiösen Geiste

das andere Mal im Bewusstsein selbst als solchem Sie unterscheiden sich beide so

voneinander dass jene diese Versöhnung in der Form des Ansichseins diese in der

Form des Fürsichseins ist Wie sie betrachtet worden fallen sie zunächst

auseinander das Bewusstsein ist in der Ordnung in der uns seine Gestalten

vorkamen teils zu den einzelnen Momenten derselben teils zu ihrer Vereinigung

längst gekommen ehe auch die Religion ihrem Gegenstande die Gestalt des

wirklichen Selbstbewusstseins gab Die Vereinigung beider Selten ist noch nicht

aufgezeigt sie ist es welche diese Reihe der Gestaltungen des Geistes

beschließt denn in ihr kommt der Geist dazu sich zu wissen nicht nur wie er

an sich oder nach seinem absoluten Inhalte noch nur wie er für sich nach seiner

inhaltslosen Form oder nach der Seite des Selbstbewusstseins sondern wie er an

und für sich ist.

    Diese Vereinigung aber ist an sich schon geschehen zwar auch in der

Religion in der Rückkehr der Vorstellung in das Selbstbewusstsein aber nicht

nach der eigentlichen Form denn die religiöse Seite ist die Seite des Ansich

welche der Bewegung des Selbstbewusstseins gegenübersteht Die Vereinigung gehört

daher dieser ändern Seite an die im Gegensatze die Seite der Reflexion in sich

also diejenige ist die sich selbst und ihr Gegenteil und nicht nur an sich oder

auf eine allgemeine Weise sondern für sich oder entwickelt und unterschieden

enthält Der Inhalt sowie die andere Seite des selbstbewussten Geistes insofern

sie die andere Seite ist ist in ihrer Vollständigkeit vorhanden und aufgezeigt

worden die Vereinigung welche noch fehlt ist die einfache Einheit des

Begriffs Dieser ist an der Seite des Selbstbewusstseins selbst auch schon

vorhanden aber wie er im Vorhergehenden vorgekommen hat er wie alle übrigen

Momente die Form eine besondere Gestalt des Bewusstseins zu sein  Er ist also

derjenige Teil der Gestalt des seiner selbst gewissen Geistes der in seinem

Begriffe stehenbleibt und die schöne Seele genannt wurde Sie ist nämlich sein

Wissen von sich selbst in seiner reinen durchsichtigen Einheit  das

Selbstbewusstsein das dieses reine Wissen von dem reinen Insichsein als den

Geist weiß nicht nur die Anschauung des Göttlichen sondern die

Selbstanschauung desselben  Indem dieser Begriff sich seiner Realisierung

entgegengesetzt festhält ist er die einseitige Gestalt deren Verschwinden in

leeren Dunst aber auch ihre positive Entäußerung und Fortbewegung wir sahen

Durch diese Realisierung hebt sich das Aufsichbeharren dieses gegenstandslosen

Selbstbewusstseins die Bestimmtheit des Begriffs gegen seine Erfüllung auf sein

Selbstbewusstsein gewinnt die Form der Allgemeinheit und was ihm bleibt ist

sein wahrhafter Begriff oder der Begriffder seine Realisierung gewonnen es

ist er in seiner Wahrheit nämlich in der Einheit mit seiner Entäußerung  das

Wissen von dem reinen Wissen nicht als abstraktem Wesen welches die Pflicht

ist sondern von ihm als Wesen das dieses Wissen dieses reine

Selbstbewusstsein das also zugleich wahrhafter Gegenstand ist denn er ist das

fürsichseiende Selbst

    Seine Erfüllung gab sich dieser Begriff einesteils im handelnden seiner

selbst gewissen Geist andernsteils in der Religion in der letzteren gewann er

den absoluten Inhalt als Inhalt oder in der Form der Vorstellung  des

Andersseins für das Bewusstsein hingegen in jener Gestalt ist die Form das

Selbst selber denn sie enthält den handelnden seiner selbst gewissen Geist

das Selbst führt das Leben des absoluten Geistes durch Diese Gestalt ist wie

wir sehen jener einfache Begriff der aber sein ewiges Wesen aufgibt da ist

oder handelt Das Entzweien oder Hervortreten hat er an der Reinheit des

Begriffs denn sie ist die absolute Abstraktion oder Negativität Ebenso hat er

das Element seiner Wirklichkeit oder des Seins in ihm an dem reinen Wissen

selbst denn es ist die einfache Unmittelbarkeit die ebenso Sein und Dasein als

Wesen ist jenes das negative Denken dies das positive Denken selbst Dies

Dasein ist endlich ebensosehr das aus ihm  wie als Dasein so als Pflicht  in

sich Reflektiert oder Bösesein Dies Insichgehen macht den Gegensatz des

Begriffs aus und ist damit das Auftreten des nichthandelnden nichtwirklichen

reinen Wissens des Wesens Dies sein Auftreten in diesem Gegensatze aber ist die

Teilnahme daran das reine Wissen des Wesens hat sich an sich seiner Einfachheit

entäußert denn es ist das Entzweien oder die Negativität die der Begriff ist

sofern dies Entzweien das Fürsichwerden ist ist es das Böse sofern es das

Ansich ist ist es das Gutbleibende  Was nun zuerst an sich geschieht ist

zugleich für das Bewusstsein und ebenso selbst gedoppelt sowohl für es als es

sein Fürsichsein oder sein eigenes Tun ist dasselbe was schon an sich gesetzt

ist wiederholt sich also jetzt als Wissen des Bewusstseins von ihm und bewusstes

Tun Jedes lässt für das andere von der Selbständigkeit der Bestimmtheit in der

es gegen es auftritt ab Dies Ablassen ist dasselbe Verzichttun auf die

Einseitigkeit des Begriffs das an sich den Anfang ausmachte aber es ist

nunmehr sein Verzichttun so wie der Begriff auf welchen es Verzicht tut der

seinige ist  Jenes Ansich des Anfangs ist als Negativität in Wahrheit

ebensosehr das vermittelte so wie es in Wahrheit ist setzt es sich also jetzt

und das Negative ist als Bestimmtheit eines jeden für das andere und an sich das

sich selbst aufhebende Der eine der beiden Teile des Gegensatzes ist die

Ungleichheit des InsichinseinerEinzelheitSeins gegen die Allgemeinheit 

der andere die Ungleichheit seiner abstrakten Allgemeinheit gegen das Selbst

jenes stirbt seinem Fürsichsein ab und entäußert bekennt sich dieses entsagt

der Härte seiner abstrakten Allgemeinheit und stirbt damit seinem unlebendigen

Selbst und seiner unbewegten Allgemeinheit ab so dass also jenes durch das

Moment der Allgemeinheit die Wesen ist und dieses durch die Allgemeinheit die

Selbst ist sich ergänzt hat Durch diese Bewegung des Handelns ist der Geist 

der so erst Geist ist dass er da ist sein Dasein in den Gedanken und dadurch in

die absolute Entgegensetzung erhebt und aus dieser eben durch sie und in ihr

selbst zurückkehrt  als reine Allgemeinheit des Wissens welches

Selbstbewusstsein ist als Selbstbewusstsein das einfache Einheit des Wissens

ist hervorgetreten

    Was also in der Religion Inhalt oder Form des Vorstellens eines Anderen war

dasselbe ist hier eigenes Tun des Selbsts der Begriff verbindet es dass der

Inhalt eigenes Tun des Selbsts ist denn dieser Begriff ist wie wir sehen das

Wissen des Tuns des Selbsts in sich als aller Wesenheit und alles Daseins das

Wissen von diesem Subjekte als der Substanz und von der Substanz als diesem

Wissen seines Tuns  Was wir hier hinzugetan ist allein teils die Versammlung

der einzelnen Momente deren jedes in seinem Prinzipe das Leben des ganzen

Geistes darstellt teils das Festhalten des Begriffes in der Form des Begriffes

dessen Inhalt sich in jenen Momenten und der sich in der Form einer Gestalt des

Bewusstseins schon selbst ergeben hätte

    Diese letzte Gestalt des Geistes der Geist der seinem vollständigen und

wahren Inhalte zugleich die Form des Selbsts gibt und dadurch seinen Begriff

ebenso realisiert als er in dieser Realisierung in seinem Begriffe bleibt ist

das absolute Wissen es ist der sich in Geistsgestalt wissende Geist oder das

begreifende Wissen Die Wahrheit ist nicht nur an sich vollkommen der Gewissheit

gleich sondern hat auch die Gestalt der Gewissheit seiner selbst oder sie ist

in ihrem Dasein dh für den wissenden Geist in der Form des Wissens seiner

selbst Die Wahrheit ist der Inhalt der in der Religion seiner Gewissheit noch

ungleich ist Diese Gleichheit aber ist darin dass der Inhalt die Gestalt des

Selbsts erhalten Dadurch ist dasjenige zum Elemente des Daseins oder zur Form

der Gegenständlichkeit für das Bewusstsein geworden was das Wesen selbst ist

nämlich der BegriffDer Geist in diesem Elemente dem Bewusstsein erscheinend

oder was hier dasselbe ist darin von ihm hervorgebracht ist die Wissenschaft

    Die Natur Momente und Bewegung dieses Wissens hat sich also so ergeben dass

es das reine Fürsichsein des Selbstbewusstseins ist es ist Ich das dieses und

kein anderes Ich und das ebenso unmittelbar vermittelt oder aufgehobenes

allgemeines Ich ist  Es hat einen Inhalt den es von sich unterscheidet denn

es ist die reine Negativität oder das Sichentzweien es ist Bewusstsein Dieser

Inhalt ist in seinem Unterschiede selbst das Ich denn er ist die Bewegung des

Sichselbstaufhebens oder dieselbe reine Negativität die Ich ist Ich ist in ihm

als unterschiedenem in sich reflektiert der Inhalt ist allein dadurch begriffen

 dass Ich in seinem Anderssein bei sich selbst ist Dieser Inhalt bestimmter

angegeben ist nichts anderes als die soeben ausgesprochene Bewegung selbst

denn er ist der Geist der sich selbst und zwar für sich als Geist durchläuft

dadurch dass er die Gestalt des Begriffes in seiner Gegenständlichkeit hat

    Was aber das Dasein dieses Begriffs betrifft so erscheint in der Zeit und

Wirklichkeit die Wissenschaft nicht eher als bis der Geist zu diesem Bewusstsein

über sich gekommen ist Als der Geist der weiß was er ist existiert er früher

nicht und sonst nirgends als nach Vollendung der Arbeit seine unvollkommene

Gestaltung zu bezwingen sich für sein Bewusstsein die Gestalt seines Wesens zu

verschaffen und auf diese Weise sein Selbstbewusstsein mit seinem Bewusstsein

auszugleichen  Der an und für sich seiende Geist in seinen Momenten

unterschieden ist fürsichseiendes Wissen das Begreifen überhaupt das als

solches die Substanz noch nicht erreicht hat oder nicht an sich selbst absolutes

Wissen ist

    In der Wirklichkeit ist nun die wissende Substanz früher da als die Form

oder Begriffsgestalt derselben Denn die Substanz ist das noch unentwickelte

Ansich oder der Grund und Begriff in seiner noch unbewegten Einfachheit also

die Innerlichkeit oder das Selbst des Geistes das noch nicht da ist Was da ist

 ist als das noch unentwickelte Einfache und Unmittelbare oder der Gegenstand

des vorstellenden Bewusstseins überhaupt Das Erkennen weil es das geistige

Bewusstsein ist dem was an sich ist, nur insofern ist als es Sein für das

Selbst und Sein des Selbsts oder Begriff ist hat aus diesem Grunde zuerst nur

einen armen Gegenstand gegen welchen die Substanz und deren Bewusstsein reicher

ist Die Offenbarkeit die sie in diesem hat ist in der Tat Verborgenheit denn

sie ist das noch selbstlose Sein und offenbar ist sich nur die Gewissheit seiner

selbst Zuerst gehören dem Selbstbewusstsein daher von der Substanz nur die

abstrakten Momente an aber indem diese als die reinen Bewegungen sich selbst

weitertreiben bereichert es sich bis es die ganze Substanz dem Bewusstsein

entrissen den ganzen Bau ihrer Wesenheiten in sich gesogen und  indem dieses

negative Verhalten zur Gegenständlichkeit ebensosehr positiv Setzen ist  sie

aus sich erzeugt und damit für das Bewusstsein zugleich wiederhergestellt hat In

dem Begriffe der sich als Begriff weiß treten hiermit die Momente früher auf

als das erfüllte Ganze dessen Werden die Bewegung jener Momente ist In dem

Bewusstsein dagegen ist das Ganze aber unbegriffene früher als die Momente 

Die Zeit ist der Begriff selbst der da ist und als leere Anschauung sich dem

Bewusstsein vorstellt deswegen erscheint der Geist notwendig in der Zeit und er

erscheint so lange in der Zeit als er nicht seinen reinen Begriff erfasst dh

nicht die Zeit tilgt Sie ist das äußere angeschaute vom Selbst nicht erfasste

reine Selbst der nur angeschaute Begriff indem dieser sich selbst erfasst hebt

er seine Zeitform auf begreift das Anschauen und ist begriffenes und

begreifendes Anschauen  Die Zeit erscheint daher als das Schicksal und die

Notwendigkeit des Geistes der nicht in sich vollendet ist  die Notwendigkeit

den Anteil den das Selbstbewusstsein an dem Bewusstsein hat zu bereichern die

Unmittelbarkeit des Ansich  die Form in der die Substanz im Bewusstsein ist 

in Bewegung zu setzen oder umgekehrt das Ansich als das Innerliche genommen

das was erst innerlich ist zu realisieren und zu offenbaren dh es der

Gewissheit seiner selbst zu vindizieren

    Es muss aus diesem Grunde gesagt werden dass nichts gewusst wird was nicht in

der Erfahrung ist oder wie dasselbe auch ausgedrückt wird was nicht als

gefühlte Wahrheit als innerlich geoffenbartes Ewiges als geglaubtes Heiliges

oder welche Ausdrucke sonst gebraucht werden vorhanden ist Denn die Erfahrung

ist eben dies dass der Inhalt  und er ist der Geist  an sich Substanz und

also Gegenstand des Bewusstseins ist Diese Substanz aber die der Geist ist ist

das Werden seiner zu dem was er an sich ist; und erst als dies sich in sich

reflektierende Werden ist er an sich in Wahrheit der Geist Er ist an sich die

Bewegung die das Erkennen ist  die Verwandlung jenes Ansichs in das Fürsich

der Substanz in das Subjekt des Gegenstandes des Bewusstseins in Gegenstand des

Selbstbewusstseins dh in ebensosehr aufgehobenen Gegenstand oder in den

Begriff Sie ist der in sich zurückgehende Kreis der seinen Anfang voraussetzt

und ihn nur im Ende erreicht  Insofern der Geist also notwendig dieses

Unterscheiden in sich ist tritt sein Ganzes angeschaut seinem einfachen

Selbstbewusstsein gegenüber und da also jenes das Unterschiedene istso ist es

unterschieden in seinen reinen Begriff in die Zeit und in den Inhalt oder in

das Ansich die Substanz hat als Subjekt die erst innere Notwendigkeit an ihr

sich an ihr selbst als das darzustellen was sie an sich ist, als Geist Die

vollendete gegenständliche Darstellung ist erst zugleich die Reflexion derselben

oder das Werden derselben zum Selbst  Ehe daher der Geist nicht an sich nicht

als Weltgeist sich vollendet kann er nicht als selbstbewusster Geist seine

Vollendung erreichen Der Inhalt der Religion spricht darum früher in der Zeit

als die Wissenschaft es aus was der Geist ist aber diese ist allein sein

wahres Wissen von ihm selbst

    Die Bewegung die Form seines Wissens von sich hervorzutreiben ist die

Arbeit die er als wirkliche Geschichte vollbringt Die religiöse Gemeine

insofern sie zuerst die Substanz des absoluten Geistes ist ist das rohe

Bewusstsein das ein um so barbarischeres und härteres Dasein hat je tiefer sein

innerer Geist ist und sein dumpfes Selbst eine um so härtere Arbeit mit seinem

Wesen dem ihm fremden Inhalte seines Bewusstseins Erst nachdem es die Hoffnung

aufgegeben auf eine äußerliche dh fremde Weise das Fremdsein aufzuheben

wendet es sich weil die aufgehobene fremde Weise die Rückkehr ins

Selbstbewusstsein ist an sich selbst, an seine eigene Welt und Gegenwart

entdeckt sie als sein Eigentum und hat somit den ersten Schritt getan aus der

Intellektualwelt herabzusteigen oder vielmehr deren abstraktes Element mit dem

wirklichen Selbst zu begeisten Durch die Beobachtung einerseits findet es das

Dasein als Gedanken und begreift dasselbe und umgekehrt in seinem Denken das

Dasein Indem es so zunächst die unmittelbare Einheit des Denkens und Seins des

abstrakten Wesens und des Selbsts selbst abstrakt ausgesprochen und das erste

Lichtwesen reiner nämlich als Einheit der Ausdehnung und des Seins  denn

Ausdehnung ist die dem reinen Denken gleichere Einfachheit denn das Licht ist 

und hiermit im Gedanken die Substanz des Aufgangs wieder erweckt hat schaudert

der Geist zugleich von dieser abstrakten Einheit von dieser selbstlosen

Substantialität zurück und behauptet die Individualität gegen sie Erst aber

nachdem er diese in der Bildung entäußert dadurch sie zum Dasein gemacht und in

allem Dasein sie durchgesetzt  zum Gedanken der Nützlichkeit gekommen und in

der absoluten Freiheit das Dasein als seinen Willen erfasst kehrt er somit den

Gedanken seiner Innersten Tiefe heraus und spricht das Wesen als Ich  Ich aus

Dies Ich  Ich ist aber die sich in sich selbst reflektierende Bewegung denn

indem diese Gleichheit als absolute Negativität der absolute Unterschied ist so

steht die Sichselbstgleichheit des Ich diesem reinen Unterschiede gegenüber der

als der reine und zugleich dem sich wissenden Selbst gegenständliche als die

Zeit auszusprechen ist so dass wie vorhin das Wesen als Einheit des Denkens und

der Ausdehnung ausgesprochen wurde es als Einheit des Denkens und der Zeit zu

fassen wäre aber der sich selbst überlassene Unterschied die ruhe und

haltlose Zeit fällt vielmehr in sich selbst zusammen sie ist die

gegenständliche Ruhe der Ausdehnung diese aber ist die reine Gleichheit mit

sich selbst das Ich  Oder Ich ist nicht nur das Selbst sondern es ist die

Gleichheit des Selbsts mit sich diese Gleichheit aber ist die vollkommene und

unmittelbare Einheit mit sich selbst oder dies Subjekt ist ebensosehr die

Substanz Die Substanz für sich allein wäre das inhaltsleere Anschauen oder das

Anschauen eines Inhalts der als bestimmter nur Akzidentalität hätte und ohne

Notwendigkeit wäre die Substanz gälte nur insofern als das Absolute als sie

als die absolute Einheit gedacht oder angeschaut wäre und aller Inhalt müsste

nach seiner Verschiedenheit außer ihr in die Reflexion fallen die ihr nicht

angehört weil sie nicht Subjekt nicht das über sich und sich in sich

Reflektierende oder nicht als Geist begriffen wäre Wenn doch von einem Inhalte

gesprochen werden sollte so wäre es teils nur um ihn in den leeren Abgrund des

Absoluten zu werfen teils aber wäre er äußerlich aus der sinnlichen Wahrnehmung

aufgerafft das Wissen schiene zu Dingen dem Unterschiede von ihm selbst und

zu dem Unterschiede mannigfaltiger Dinge gekommen zu sein ohne dass man

begriffe wie und woher

    Der Geist aber hat sich uns gezeigt weder nur das Zurückziehen des

Selbstbewusstseins in seine reine Innerlichkeit zu sein noch die bloße Versenkung

desselben in die Substanz und das Nichtsein seines Unterschiedes sondern diese

Bewegung des Selbsts das sich seiner selbst entäußert und sich in seine

Substanz versenkt und ebenso als Subjekt aus ihr in sich gegangen ist und sie

zum Gegenstande und Inhalte macht als es diesen Unterschied der

Gegenständlichkeit und des Inhalts aufhebt Jene erste Reflexion aus der

Unmittelbarkeit ist das Sichunterscheiden des Subjekts von seiner Substanz oder

der sich entzweiende Begriff das Insichgehen und Werden des reinen Ich Indem

dieser Unterschied das reine Tun des Ich  Ich ist ist der Begriff die

Notwendigkeit und das Aufgehen des Daseins das die Substanz zu seinem Wesen hat

und für sich besteht Aber das Bestehen des Daseins für sich ist der in der

Bestimmtheit gesetzte Begriff und dadurch ebenso seine Bewegung an ihm selbst,

nieder in die einfache Substanz zu gehen welche erst als diese Negativität und

Bewegung Subjekt ist  Weder hat Ich sich in der Form des Selbstbewusstseins

gegen die Form der Substantialität und Gegenständlichkeit festzuhalten als ob

es Angst vor seiner Entäußerung hätte  die Kraft des Geistes ist vielmehr in

seiner Entäußerung sich selbst gleich zu bleiben und als das Anundfürsichseiende

das Fürsichsein ebensosehr nur als Moment zu setzen wie das Ansichsein  noch

ist es ein Drittes das die Unterschiede in den Abgrund des Absoluten

zurückwirft und ihre Gleichheit in demselben ausspricht sondern das Wissen

besteht vielmehr in dieser scheinbaren Untätigkeit welche nur betrachtet wie

das Unterschiedene sich an ihm selbst bewegt und in seine Einheit zurückkehrt

    In dem Wissen hat also der Geist die Bewegung seines Gestaltens beschlossen

insofern dasselbe mit dem unüberwundenen Unterschiede des Bewusstseins behaftet

ist Er hat das reine Element seines Daseins den Begriff gewonnen Der Inhalt

ist nach der Freiheit seines Seins das sich entäußernde Selbst oder die

unmittelbare Einheit des Sichselbstwissens Die reine Bewegung dieser

Entäußerung macht sie am Inhalte betrachtet die Notwendigkeit desselben aus

Der verschiedene Inhalt ist als bestimmter im Verhältnisse nicht an sich und

ist seine Unruhe sich selbst aufzuheben oder die Negativität also ist die

Notwendigkeit oder Verschiedenheit wie das freie Sein ebenso das Selbst und

in dieser selbstischen Form worin das Dasein unmittelbar Gedanke ist ist der

Inhalt Begriff Indem also der Geist den Begriff gewonnen entfaltet er das

Dasein und Bewegung in diesem Äther seines Lebens und ist Wissenschaft Die

Momente seiner Bewegung stellen sich in ihr nicht mehr als bestimmte Gestalten

des Bewusstseins dar sondern indem der Unterschied desselben in das Selbst

zurückgegangen als bestimmte Begriffe und als die organische in sich selbst

gegründete Bewegung derselben Wenn in der Phänomenologie des Geistes jedes

Moment der Unterschied des Wissens und der Wahrheit und die Bewegung ist in

welcher er sich aufhebt so enthält dagegen die Wissenschaft diesen Unterschied

und dessen Aufheben nicht sondern indem das Moment die Form des Begriffs hat

vereinigt es die gegenständliche Form der Wahrheit und des wissenden Selbsts in

unmittelbarer Einheit Das Moment tritt nicht als diese Bewegung auf aus dem

Bewusstsein oder der Vorstellung in das Selbstbewusstsein und umgekehrt herüber

und hinüber zu gehen sondern seine reine von seiner Erscheinung im Bewusstsein

befreite Gestalt der reine Begriff und dessen Fortbewegung hängt allein an

seiner reinen Bestimmtheit Umgekehrt entspricht jedem abstrakten Momente der

Wissenschaft eine Gestalt des erscheinenden Geistes überhaupt Wie der daseiende

Geist nicht reicher ist als sie so ist er in seinem Inhalte auch nicht ärmer

Die reinen Begriffe der Wissenschaft in dieser Form von Gestalten des

Bewusstseins zu erkennen macht die Seite ihrer Realität aus nach welcher ihr

Wesen der Begriffder in ihr in seiner einfachen Vermittlung als Denken

gesetzt ist die Momente dieser Vermittlung auseinanderschlägt und nach dem

inneren Gegensatze sich darstellt

    Die Wissenschaft enthält in ihr selbst diese Notwendigkeit der Form des

reinen Begriffs sich zu entäußern und den Obergang des Begriffs ins Bewusstsein

Denn der sich selbst wissende Geist eben darum dass er seinen Begriff erfasst

ist er die unmittelbare Gleichheit mit sich selbst welche in ihrem Unterschiede

die Gewissheit vom Unmittelbaren ist oder das sinnliche Bewusstsein  der

Anfang von dem wir ausgegangen dieses Entlassen seiner aus der Form seines

Selbsts ist die höchste Freiheit und Sicherheit seines Wissens von sich

    Doch ist diese Entäußerung noch unvollkommen sie drückt die Beziehung der

Gewissheit seiner selbst auf den Gegenstand aus der eben darin dass er in der

Beziehung ist seine völlige Freiheit nicht gewonnen hat Das Wissen kennt nicht

nur sich sondern auch das Negative seiner selbst oder seine Grenze Seine

Grenze wissen heißt sich aufzuopfern wissen Diese Aufopferung ist die

Entäußerung in welcher der Geist sein Werden zum Geiste in der Form des freien

zufälligen Geschehens darstellt sein reines Selbst als die Zeit außer ihm und

ebenso sein Sein als Raum anschauend Dieses sein letzteres Werden die Natur

ist sein lebendiges unmittelbares Werden sie der entäußerte Geist ist in

ihrem Dasein nichts als diese ewige Entäußerung ihres Bestehens und die

Bewegung die das Subjekt herstellt

    Die andere Seite aber seines Werdens die Geschichte ist das wissende sich

vermittelnde Werden  der an die Zeit entäußerte Geist aber diese Entäußerung

ist ebenso die Entäußerung ihrer selbst das Negative ist das Negative seiner

selbst Dies Werden stellt eine trage Bewegung und Aufeinanderfolge von Geistern

dar eine Galerie von Bildern deren jedes mit dem vollständigen Reichtum des

Geistes ausgestattet eben darum sich so träge bewegt weil das Selbst diesen

ganzen Reichtum seiner Substanz zu durchdringen und zu verdauen hat Indem seine

Vollendung darin besteht das was er ist seine Substanz vollkommen zu wissen

so ist dies Wissen sein Insichgehen  in welchem er sein Dasein verlässt und

seine Gestalt der Erinnerung übergibt In seinem Insichgehen ist er in der Nacht

seines Selbstbewusstseins versunken sein verschwundenes Dasein aber ist in ihr

aufbewahrt und dies aufgehobene Dasein  das vorige aber aus dem Wissen

neugeborene  ist das neue Dasein eine neue Welt und Geistesgestalt In ihr hat

er ebenso unbefangen von vorn bei ihrer Unmittelbarkeit anzufangen und sich von

ihr auf wieder großzuziehen als ob alles Vorhergehende für ihn verloren wäre

und er aus der Erfahrung der früheren Geister nichts gelernt hätte Aber die

Erinnerung hat sie aufbewahrt und ist das Innere und die in der Tat höhere Form

der Substanz Wenn also dieser Geist seine Bildung von sich nur auszugehen

scheinend wieder von vorn anfängt so ist es zugleich auf einer höheren Stufe

dass er anfängt Das Geisterreich das auf diese Weise sich in dem Dasein

gebildet macht eine Aufeinanderfolge aus worin einer den anderen ablöste und

jeder das Reich der Welt von dem vorhergehenden übernahm Ihr Ziel ist die

Offenbarung der Tiefe und diese ist der absolute Begriff diese Offenbarung ist

hiermit das Aufheben seiner Tiefe oder seine Ausdehnung die Negativität dieses

insichseienden Ich welche seine Entäußerung oder Substanz ist  und seine Zeit

 dass diese Entäußerung sich an ihr selbst entäußert und so in ihrer Ausdehnung

ebenso in ihrer Tiefe dem Selbst ist Das Ziel das absolute Wissen oder der

sich als Geist wissende Geist hat zu seinem Wege die Erinnerung der Geister wie

sie an ihnen selbst sind und die Organisation ihres Reichs vollbringen Ihre

Aufbewahrung nach der Seite ihres freien in der Form der Zufälligkeit

erscheinenden Daseins ist die Geschichte nach der Seite ihrer begriffenen

Organisation aber die Wissenschaft des erscheinenden Wissens beide zusammen

die begriffene Geschichte bilden die Erinnerung und die Schädelstätte des

absoluten Geistes die Wirklichkeit Wahrheit und Gewissheit seines Throns ohne

den er das leblose Einsame wäre nur 


 aus dem Kelche dieses Geisterreiches
 schäumt ihm seine Unendlichkeit